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Patent Searching and Data


Title:
FURNITURE ELEMENT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2020/212373
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a furniture element (2, 3, 12), in particular a shelf or shelving unit having at least one storage level, having a body (22, 32, 121) and a bottom plate (21, 31, 91), wherein storage surfaces of the body (22, 32, 121), which face each other, and the bottom plate (21, 31, 91) each have raceways (27, 28, 37, 38, 94), in which rolling elements (51) are guided, wherein the body (22, 32, 121) is movable relative to the bottom plate (21, 31, 91) from an initial position to an intermediate position and back, wherein, in the intermediate position, the body (22, 32, 121) is rotated relative to the bottom plate (21, 31, 91) in a rotation direction (R1, R2) and shifted in a predetermined direction (A), the raceways (28, 38, 94) of the bottom plate (21, 31, 91) being formed having mirror symmetry to an axis of symmetry extending at an oblique angle relative to a lateral edge of the bottom plate (21, 31, 91). The invention furthermore relates to a piece of furniture having at least one such furniture element.

Inventors:
REHAGE DANIEL (DE)
MATTHES ANDREAS (DE)
SIEGERT ULRICH (DE)
LEHMANN BERND (DE)
WINKLER MATHIAS (DE)
Application Number:
EP2020/060509
Publication Date:
October 22, 2020
Filing Date:
April 15, 2020
Export Citation:
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Assignee:
HETTICH PAUL GMBH & CO KG (DE)
International Classes:
A47B9/00; A47B17/06; A47B49/00
Foreign References:
EP0577551A11994-01-05
DE102017120160A12019-03-07
US20060284529A12006-12-21
JPH10318669A1998-12-04
DE102017106170A12018-09-27
Attorney, Agent or Firm:
DANTZ, Jan et al. (DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Möbelelement (2, 3, 12), insbesondere Ablage oder Regal mit mindestens einer Lagerebene, aufweisend

- einen Korpus (22, 32, 121 ) und eine Bodenplatte (21 , 61 , 91 ),

- wobei einander zugewandte Lagerflächen des Korpus (22, 32, 121 ) und der Bodenplatte (21 , 61 , 91 ) jeweils mindestens eine Laufrille (27, 28, 64, 65, 94) aufweisen, in denen Wälzkörper (51 , 66) geführt sind,

- wobei der Korpus (22, 32, 121 ) relativ zur Bodenplatte (21 ,61 , 91 ) aus einer Ausgangsposition in eine Zwischenposition und weiter in eine Öffnungsposition und zurück bewegbar ist,

- wobei in der Zwischenposition der Korpus (22, 32, 121 ) relativ zur

Bodenplatte (21 , 61 , 91 ) in einer Drehrichtung (Ri, R2) gedreht und in einer vorbestimmten Richtung (A) verschoben ist,

dadurch gekennzeichnet, dass

- die mindestens eine Laufrille (28, 64, 94) der Bodenplatte (21 , 61 , 91 ) spiegelsymmetrisch zu einer schrägwinklig zu einer Seitenkante der Bodenplatte (21 , 61 , 91 ) verlaufenden Symmetrieachse ausgebildet ist.

2. Möbelelement (2, 3, 12) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet,

dass der Korpus (22, 32, 121 ) auf seiner der Bodenplatte (21 , 61 , 91 ) zugewandten Seite eine Lagerplatte (26, 63, 93) aufweist, wobei in der der Bodenplatte (21 , 61 , 91 ) zugewandten Seite der Lagerplatte (26, 63, 93) wenigstens eine Laufrille (27, 65) angeformt ist und die mindestens eine Laufrille (27, 65) der Lagerplatte (26, 63, 93) spiegelsymmetrisch zu einer schrägwinklig zu einer Seitenkante der Lagerplatte (26, 63, 93)

verlaufenden Symmetrieachse ausgebildet ist.

3. Möbelelement (2, 3, 12) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Symmetrieachse um einen Winkel von 45° zu einer Seitenkante der Bodenplatte (21 , 61 , 91 ) und/oder der Lagerplatte (26, 63, 93) verläuft.

4. Möbelelement (2, 3, 12) nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Boden (23, 33) des Korpus (22, 32, 121 ) auf seiner der Bodenplatte (21 , 61 , 91 ) zugewandten Seite eine Ausnehmung aufweist, in der die Lagerplatte (26, 63, 93) befestigt ist.

5. Möbelelement (2, 3, 12) nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerplatte integraler Bestandteil eines Bodens (23, 33) des Korpus ist.

6. Möbelelement (2, 3, 12) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der Laufrillen (28, 64, 94) der Bodenplatte (21 , 61 , 91 ) als zu einem Rand der Bodenplatte (21 , 61 , 91 ) hin offene Laufrille (28, 64, 94) ausgebildet ist.

7. Möbelelement (2, 3, 12) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der in der Lagerplatte (26, 63, 93) angeformten Laufrillen (27, 65) als geschlossene, umlaufende Laufrille ausgebildet ist.

8. Möbelelement (2, 3, 12) nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch

gekennzeichnet, dass die Bodenplatte (21 , 61 , 91 ), die Lagerplatte (26, 63, 93), die Wälzkörper (5, 66) und ein Wälzkörperkäfig (5, 62, 92), in dem die Wälzkörper (51 , 66), vorzugsweise verliergesichert, aufgenommen sind, ein Translations-Rotationslager (6, 9) bilden.

9. Möbelelement (3) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein weiteres Translations-Rotationslager (6) an einer Deckplatte (31 ) des

Möbelkorpus (32) festgelegt ist.

10. Möbelelement (2, 3) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Korpus (22, 32) mindestens eine geschlossene Seitenwand (24, 34) aufweist, die in der Ausgangssituation den Zugriff auf die mindestens eine Lagerebene sperrt und in einer zur Ausgangsposition um 180° gedrehten Öffnungsposition den Zugriff auf die mindestens eine Lagerebene ermöglicht.

11. Möbelelement (2, 3, 12) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere der Wälzkörper (51 , 66) kreisförmig oder rechteckförmig im Wälzkörperkäfig (5, 62, 92) angeordnet sind.

12. Möbelelement (2, 3, 12) nach Anspruch 8 oder 11 , dadurch gekennzeichnet, dass die Wälzkörper (51 , 66) auf mindestens zwei Kreisen (K1 , K2) angeordnet sind, wobei die Symmetrieachsen (SKi) der Wälzkörperanordnung (51 ) auf dem Kreis (Ki) um 45° geneigt zu den Symmetrieachsen (SK2) der Wälzkörperanordnung (51 ) auf dem Kreis (K2) sind.

13. Möbelelement (2, 12) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei Wälzkörper (51 , 66) radial zu einem Rotationsursprung hin tereinander im Wälzkörperkäfig (5, 62, 92) angeordnet sind.

14. Möbelelement (2, 12) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die in der Lagerplatte (26, 63, 93) angeformten Laufrillen (27, 65) wenigstens eine äußere Laufrille und eine innere Laufrille ausbilden.

15. Möbelelement (2, 12) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der äußeren Laufrille und der inneren Laufrille eine dritte Laufrille angeformt ist.

16. Möbelelement (2, 3, 12) nach einem der vorstehenden Ansprüche 2 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass zur vertikalen Fixierung der Bodenplatte (21 , 61 , 91 ) am Korpus (22, 32, 121 ) des Möbelelements (2, 3) oder der an diesem befestigten Lagerplatte (26, 63, 93) eine Fixiereinrichtung (7, 15) vorgesehen ist.

17. Möbel (8), mit einem Korpus mit mehreren Seitenwänden (83) und einer Deckplatte, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Möbel wenigstens ein Möbelelement (3) nach einem der vorstehenden Ansprüche angeordnet ist.

18. Möbel (8) nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Mö belelement (3) in einem Eckbereich des Möbels angeordnet ist.

19. Möbel (8) nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass in wenigstens zwei der Eckbereiche ein Möbelelement (3) angeordnet ist.

20. Möbel (10), mit einem ersten Korpus (11 ) und einem Möbelelement (12), dadurch gekennzeichnet, dass das Möbelelement (12) nach einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis 16 ausgebildet ist.

21. Möbel (10) nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Korpus (11 ) als reibschlüssig auf einem Boden ortsfest abstellbarer Korpus mit einer an diesem angeordneten ersten Anhebeeineinrichtung (13) ausgebildet ist, wobei das Translations-Rotationslager (9) des Möbelelements (12) auf der ersten Anhebeeineinrichtung (13) montiert ist.

22. Möbel (10) nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Korpus (11 ) als reibschlüssig auf einem Boden ortsfest abstellbarer Korpus mit einer an diesem angeordneten ersten Anhebeeineinrichtung (13) ausgebildet ist und das Möbelelement (12) eine mit der ersten Anhebeeineinrichtung (13) synchron betätigbare zweite Anhebeeineinrichtung (16) aufweist, wobei das Translations-Rotationslager (9) des Möbelelements (12) auf der ersten Anhebeeineinrichtung (13) montiert ist.

Description:
Möbelelement

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Möbelelement, insbesondere eine Ablage oder ein Regal, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Möbelelemente wie Ablagen oder Regale, bei denen eine Tragplatte und eine auf dieser geführte gleichzeitig rotatorisch und translatorisch bewegbare Ab lage angeordnet ist, sind beispielsweise aus der JP 10318669 oder der DE 10 2017 106 170 A1 bekannt.

Insbesondere die in der letztgenannten Veröffentlichung beschriebene

Tragplatte hat sich in der Praxis an sich bewährt.

Bei solchen Ablagen oder Regalen besteht häufig das Problem, die auf diesen gelagerten Gegenstände einerseits vor Schmutz zu schützen und andererseits eine gute Zugänglichkeit der Gegenstände zu ermöglichen. Darüberhinaus müssen diese Ablagen oder Regale stets beabstandet von Seitenwänden aufgestellt werden, um eine Drehung derselben zu ermöglichen, ohne an der Seitenwand anzustoßen.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Möbelelement, bestehend aus mindestens einer Bodenplatte und einem Korpus, insbesondere eine Ablage oder ein Regal, bereitzustellen, das gleichermaßen einen Schutz der

Gegenstände, die auf oder in dem Möbelelement aufbewahrt sind, und eine gute Zugänglichkeit derselben gewährleistet. Das Möbelelement soll außerdem dahingehend weiterentwickelt werden, eine nochmals verbesserte Abstützung eines Korpus des Möbelelements auf einer Bodenplatte zu ermöglichen und Möbelelemente an einer Störkontur wie beispielsweise einer Wand oder in ei ner Ecke positioniert drehen zu können. Ein Korpus ist dabei eine Möbelkom ponente mit einem Boden und mindestens einer geschlossenen Seitenwand, hinter der mindestens ein Ablageelement, beispielsweise ein Regalboden, an geordnet ist.

Diese Aufgabe wird durch ein Möbelelement mit den Merkmalen des An spruchs 1 bzw. ein Möbel mit den Merkmalen der Ansprüche 17 und 20 gelöst. Das Möbelelement weist eine an einem Korpus des Möbelelements

angeordnete Bodenplatte auf.

Einander zugewandte Lagerflächen des Korpus und der Bodenplatte weisen jeweilige Laufrillen auf, in denen Wälzkörper geführt sind.

Der Korpus des Möbelelements ist relativ zur Bodenplatte aus einer

Ausgangsposition in eine Zwischenposition und weiter in eine Öffnungsposition und zurück bewegbar.

In der Zwischenposition ist der Korpus relativ zur Bodenplatte in einer

Drehrichtung gedreht und in einer vorbestimmten Richtung verschoben. In der Ausgangsposition und in der Öffnungsposition ist der Korpus deckungsgleich mit der Bodenplatte, steht also nicht über die Abmessungen der Bodenplatte über, aber der Korpus ist jeweils um 180° gedreht.

Für den Fall, dass der Korpus in der Ausgangsposition die Bodenplatte in den Abmessungen überragt, oder andersherum, ist in der Öffnungsposition der gleiche Zustand (gleiche Ausrichtung / gleiche Überdeckung) wieder

hergestellt, nur mit einem um 180° gedrehten Korpus.

Bei mehr als einer Laufrille kann eine der vorzugsweise zwei Laufrillen der Bodenplatte als zu einem Rand der Bodenplatte hin offene Laufrille ausgebildet sein.

Bei dem Möbelelement ist die mindestens eine Laufrille der Bodenplatte jeweils spiegelsymmetrisch zu einer schrägwinklig zu einer Seitenkante der

Bodenplatte verlaufenden Symmetrieachse ausgebildet.

Bei dem Möbelelement kann zusätzlich mindestens eine Laufrille der

Lagerplatte jeweils spiegelsymmetrisch zu einer schrägwinklig zu einer

Seitenkante der Lagerplatte verlaufenden Symmetrieachse ausgebildet sein.

Ein solches Möbelelement kann dabei beispielsweise in einer von zwei winklig zueinander stehenden Seitenwänden bestehenden Raumecke abgestellt und in einfacher Weise aus dieser Raumecke herausgedreht werden, so dass das Möbelelement in einer Ausgangsposition beispielsweise so abgestellt ist, dass das Möbelelement durch Seitenwände des Korpus abgedeckt ist und in einer beispielsweise um 90° oder 180° gedrehten Öffnungsposition so aus der Ecke herausgedreht ist, dass die wenigstens eine Lagerebene des Möbelelements durch einen Benutzer frei zugänglich ist.

Ein solches erfindungsgemäßes Möbelelement kann, an einer Raumwand oder in einer Raumecke stehend, bei gleicher Grundposition durch Drehen von einer durch Seitenwände des Korpus des Möbelelements geschlossenen Stellung in eine geöffnete Stellung verfahren werden.

So wird durch eine zumindest teilweise kombinierte Translation- Rotationsbewegung des Möbelelements der Zugriff auf den Inhalt des

Möbelelements in einfacher Weise ermöglicht. Dabei können die Anteile von Translation und Rotation an der Gesamtbewegung je nach Gestaltung der Laufrillen über den Bewegungsablauf variieren.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Möbelelementen existieren in der

Zugriffstellung keine störenden Türen, Klappen oder Frontblenden, die den Zugriff behindern können.

Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der

Unteransprüche.

Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsvariante des Möbelelements gemäß Anspruch 3 verläuft die Symmetrieachse in einem Winkel von 45° zu einer Seitenkante der Bodenplatte und/oder der Lagerplatte.

Dies ermöglicht insbesondere eine Drehbewegung des Möbelelements um eine zur Ebene der Laufrillen senkrechte Achse aus einer rechtwinkligen Raumecke heraus, wobei das Möbelelement bei zumindest teilweise gleichzeitiger

Translation eine Rotationsbewegung von 45° zu einer Seitenkante der

Bodenplatte ausführt.

Gemäß einer Ausführungsvariante weist ein Boden des Korpus auf seiner der Bodenplatte zugewandten Seite eine Ausnehmung auf, in der eine Lagerplatte befestigt ist, in deren der Bodenplatte zugewandten Seite wenigstens eine Laufrille angeformt ist. Alternativ kann die Lagerplatte auch integral mit dem Boden des Korpus ausgebildet sein. Die ermöglicht ein einfaches Anbringen und ggfs. Nachrüsten eines

Möbelelements, das bisher ohne Translations-Rotationsmöglichkeit

ausgestattet war, mit einer solchen Lagerplatte und den an diese

angebundenen Bauteile zur Ermöglichung einer solchen Translations- Rotations-Bewegung.

Gemäß einer weiteren Ausführungsvariante sind die in der Lagerfläche des Korpus eingeformten Laufrillen als geschlossene, umlaufende Laufrillen ausgebildet und ermöglichen so eine zuverlässige Führung der Wälzkörper.

Bevorzugt bilden die Bodenplatte, die Lagerplatte, die Wälzkörper und der Wälzkörperkäfig ein Translations-Rotationslager. Ein solches Translations- Rotationslager ist als Bausatz bereitstellbar und kann insbesondere auch nachträglich in den Boden eines Möbelelements integriert werden.

Vorzugsweise kann das Möbelelement einen Korpus mit mindestens einer ge schlossenen Seitenwand aufweisen. Dieser Korpus kann so gestaltet sein, dass in einer Ausgangssituation der Inhalt des Möbelelementes verdeckt und somit Küchenutensilien, wie Kaffeemaschine oder Wasserkocher bei Nichtge brauch auf einfache Weise„verschwinden“.

Dadurch wird ein sehr ästhetisches Design der Küche oder anderer Wohn- o- der Arbeitsräume oder Badezimmer sowie deren Möbel ermöglicht. Dieses ist insbesondere bei offenen Raumkonzepten und in Besprechungsräumen sehr vorteilhaft.

Nach einer weiteren Ausführungsvariante weist der Korpus des Möbelelements mehrere Lagerebenen auf, wodurch der Stauraum des Möbelelements in einfacher Weise vervielfacht wird.

Gemäß einer weiteren Ausführungsvariante sind die Wälzkörper in wenigstens einem Wälzkörperkäfig verliersicher aufgenommen, was insbesondere die Montage der Wälzkörper zwischen den Laufrillen erleichtert.

Gemäß einer weiteren Ausführungsvariante ist ein weiteres Translations- Rotationslager auf einer Deckplatte des Möbelkorpus festgelegt. Dies ermöglicht insbesondere die Anordnung eines solchen Möbelelements in einem Möbel wie beispielsweise einer Kochinsel oder beispielsweise auch in einer zu zwei Seiten hin offenen Ecke eines Küchenmöbelaufbaus. Dadurch wird ein gutes Laufverhalten des Möbelelementes sichergestellt und ein Verkippen verhindert.

Eine solche Anordnung hat insbesondere gegenüber einem Apothekerauszug den Vorteil, dass durch die Führung des Möbelelements über zwei solcher Lager ein gleichzeitiges Anfahren des Möbelelements in beiden Lagern, insbesondere unten und oben realisiert wird.

Wichtig ist bei einer solchen auch„Tandemanordnung“ genannten Anordnung zweier Lager an einem Möbelelement ein geeignetes Verhältnis der Bauhöhe bzw. des Abstands der Lager zueinander zum Durchmesser des Lagers bzw. der in dem Lager ausgebildeten Kurvenbahnen einzuhalten. Bei einem ungünstigen Verhältnis, beispielsweise kleinem Durchmesser der Lager und großem Lagerabstand kann es leicht zu einem Verkanten kommen, da nicht immer sichergestellt werden kann, dass das obere und untere Lager gleichzeitig loslaufen.

Zusätzlich kann eine ausschließlich lineare Führung der Wälzkörper, wie beispielsweise beim Apothekerauszug, leicht zu einem Verkanten des

Möbelelementes führen. Dahingegen wird durch die kombinierte Translations und Rotationsbewegung ein Verkanten verringert, da die Wälzkörper flächig geführt werden.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsvariante bilden die in der Lagerplatte angeformten Laufrillen wenigstens eine äußere Laufrille und eine innere Laufrille aus.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung ist zwischen der äußeren Laufrille und der inneren Laufrille eine dritte Laufrille angeformt. Eine solche dritte Laufrille dient dabei zur Ausübung zusätzlicher Funktionen wie insbesondere eine Dreh begrenzung des Möbelelements. In diesem Fall muss eine solche dritte Laufrille auch in der Bodenplatte ausgebildet sein.

Zur vertikalen Fixierung der Bodenplatte ist gemäß einer weiteren

Ausführungsvariante am Korpus des Möbelelements eine Fixiereinrichtung vorgesehen.

Nach einer weiteren Ausführungsvariante weist die Bodenplatte einen Schlitz auf, in den eine Führungshülse vorsteht, die aus der der Bodenplatte zugewandten Unterseite des Bodens vorsteht und damit die

Translationsbewegung führt. Insbesondere bei asymmetrischen Beladungen wird dadurch eine dauerhafte Verbindung zwischen Lagerplatte und

Bodenplatte, und damit die Funktionalität des Lagers sichergestellt.

Ein erfindungsgemäßes Möbel weist einen Korpus mit mehreren Seitenwänden und/oder Zwischenwänden und einer Deckplatte auf. In dem

erfindungsgemäßen Möbel ist wenigstens ein Möbelelement, wie oben beschrieben, angeordnet.

Besonders bevorzugt ist das Möbelelement in einem Eckbereich des Möbels angeordnet.

Besonders bevorzugt sind in wenigstens zwei Eckbereichen des Möbels solche Möbelelemente angeordnet.

Ein weiteres erfindungsgemäßes Möbel weist mindestens zwei

erfindungsgemäße Möbelelemente auf , die in einer wie oben beschriebenen Tandemanordnung mit Translations-Rotationslagern angeordnet sind, sowie eine Deckplatte, die die mindestens zwei Möbelelemente überdeckt. Bei diesem Möbel wird explizit auf die Verwendung von starren Seiten- oder Zwischenwänden zur Verbindung des Bodens zur Deckplatte verzichtet. Die Deckplatte wird also ausschließlich durch die mindestens zwei

erfindungsgemäßen Möbelteile getragen, und die Stabilität des Möbels wird durch die Lagerung der eingebauten mindestens zwei Möbelelemente gewährleistet. Dies ermöglicht insbesondere die Anordnung eines solchen Möbelelements in einem freistehenden Möbel.

Ein nochmals weiteres erfindungsgemäßes Möbel mit einem ersten Korpus und einem Möbelelement weist in einer bevorzugten Variante einen Korpus auf, der reibschlüssig auf einem Boden ortsfest abstellbar ist.

Ein solches Möbel ist beispielsweise als Tisch, insbesondere Schreibtisch oder auch als Küchenarbeitstisch nutzbar, bei dem das Möbelelement relativ zum fest stehenden Möbelkorpus mithilfe des Translations-Rotationslagers relativ zum fest stehenden Möbelkorpus aus einer den Korpus überdeckenden Position des Möbelelements in eine den Korpus nicht vollständig überdeckende Position des Möbelelementes und zurück bewegt werden kann. Beispielsweise kann in der Öffnungsposition das Möbelelement zum fest stehenden Möbelkorpus senkrecht ausgerichtet sein. An dem Korpus kann zusätzlich eine erste Anhebeeineinrichtung befestigt sein.

In diesem Fall kann das Möbelelement eine mit der ersten

Anhebeeineinrichtung synchron betätigbare zweite Anhebeeineinrichtung aufweisen, wobei das Translations-Rotationslager des Möbelelements auf der ersten Anhebeeineinrichtung montiert ist.

Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsvarianten anhand der beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine schematische perspektivische Ansicht einer

Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen Möbelelements, angeordnet in einer Raumecke,

Fig. 2 eine der Fig. 1 entsprechende Darstellung des Möbelelements in um einen Winkel aus der Raumecke herausgedrehten Stellung,

Fig. 3 eine der Fig. 1 entsprechende Darstellung des Möbelelements in einer um 180° gedrehten geöffneten Position,

Fig. 4 eine perspektivische Darstellung des in Fig. 1 - 3 gezeigten

Möbelelements mit abgenommener Bodenplatte zur Darstellung der Laufrillen,

Fig. 5 eine Draufsicht auf eine alternative Ausführungsvariante einer

Laufrillengestaltung und entsprechend angepasstem Wälzkörperkä fig,

Fig. 6 eine Draufsicht auf weitere alternative Ausführungsvarianten von

Wälzkörperkäfigen,

Fig. 7 eine perspektivische Explosionsdarstellung einer alternativen

Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen Möbelelements, aufgenommen in einem Möbelkorpus, mit zwei eine kombinierte Translation-Rotationsbewegung ermöglichenden Lagern, Fig. 8-11 perspektivische Darstellungen der Ausführungsvariante gemäß Figur 7 in unterschiedlichen Positionen,

Fig. 12 eine perspektivische Darstellung der Ausführungsvariante gemäß

Figur 7 in der in Figur 8 gezeigten Stellung mit nur gestrichelt angedeuteten Konturen des Möbelkorpus,

Fig. 13-15 schematische Draufsichten auf den Möbelkorpus gemäß

Figuren 8 bis 11 zur Darstellung möglicher Anordnungen des Möbelelements gemäß Figur 7 im Möbelkorpus und

Fig. 16-22 schematische Ansichten einer weiteren alternativen

Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen Möbelelements, das relativ zu einem Möbelkorpus translatorisch und rotatorisch bewegbar ist.

In der nachfolgenden Figurenbeschreibung beziehen sich Begriffe wie oben, unten, links, rechts, vorne, hinten usw. ausschließlich auf die in den jeweiligen Figuren gewählte beispielhafte Darstellung und Position des Möbelelements, Korpus, der Laufrillen, der Bodenplatte, der Wälzkörper und dergleichen. Diese Begriffe sind nicht einschränkend zu verstehen, d.h. , durch verschiedene Ar beitsstellungen oder die spiegelsymmetrische Auslegung oder dergleichen kön nen sich diese Bezüge ändern.

In den Figuren 1 bis 4 ist eine erste Variante eines erfindungsgemäßen

Möbelelements mit dem Bezugszeichen 2 bezeichnet.

In den Fig. 7 bis 15 ist mit dem Bezugszeichen 3 eine alternative

Ausführungsvariante eines Möbelelements bezeichnet.

In den Fig. 16 bis 22 ist mit dem Bezugszeichen 12 eine nochmals alternative Ausführungsvariante eines Möbelelements bezeichnet.

Das in den Fig. 1 bis 4 gezeigte Möbelelement 2 ist beispielhaft als Regal mit quadratischer Grundfläche und drei Staufächern ausgebildet.

Das Möbelelement 2 weist einen Korpus 22 auf, mit einem Boden 23 sowie mehreren Regalböden 25. Der oberste der Regalböden 25 bildet hier die Decke des Regals, so dass dieses nach oben verschlossen ausgebildet ist. Der Korpus 22 des Möbelelements 2 weist des Weiteren zwei Seitenwände 24 auf, die das Möbelelement 2 von zwei Seiten her umschließt.

Das Möbelelement 2 weist des Weiteren eine am Korpus 22, hier am Boden 23 des Möbelelements 2 angeordnete Bodenplatte 21 auf.

Einander zugewandte Lagerflächen des Korpus 22 und der Bodenplatte 21 weisen jeweilige Laufrillen 27, 28 auf, in denen Wälzkörper 51 geführt sind, die der verfahrbaren Lagerung des Korpus 22 relativ zur Bodenplatte 21 dienen.

Im ersten Ausführungsbeispiel sind gemäß Figur 4 die dem Korpus 22 zugeordneten Laufrillen 27 an einer Lagerplatte 26 angeordnet, welche am Boden 23 des Korpus 22 festgelegt ist. Die Lagerplatte 26 kann aber auch integraler Bestandteil des Bodens 23 sein.

Die Wälzkörper 51 sind in einem Wälzkörperkäfig 5 gelagert, der in der hier ge zeigten Ausführungsvariante als quadratisch geformter Rahmen ausgebildet ist, mit insgesamt acht darin gelagerten, bevorzugt als Kugeln ausgebildeten Wälz körpern 51.

Je nach Maß der Flächenpressung und damit der auf die Wälzkörper 51 wir kenden Kräfte ist es denkbar, die Anzahl und/oder den Durchmesser der Wälz körper 51 zu variieren, um eine gewünschte Flächenpressung zu erreichen.

Die Wälzkörper 51 sind zur verbesserten Abstützung des Korpus 22 relativ zur Bodenplatte 21 jeweils in den Ecken des als quadratischem Rahmen

ausgebildeten Wälzkörperkäfigs 5 angeordnet. Vier weitere Wälzkörper sind zentral an den jeweiligen Seiten des Wälzkörperkäfigs 5 platziert.

Während die Laufrillen 27 auf der der Bodenplatte 21 zugewandten Unterseite der Lagerplatte 26 als geschlossene, umlaufende Laufrillen ausgebildet sind, sind die bevorzugt zwei Laufrillen 28 der Bodenplatte 21 jeweils

spiegelsymmetrisch zu einer schrägwinklig, bevorzugt um 45° zu einer

Seitenkante der Bodenplatte 21 verlaufenden Symmetrieachse ausgebildet.

Die Symmetrieachse verläuft in der hier gezeigten Ausführungsvariante parallel zur Seitenkante der Bodenplatte 21. Eine dieser beiden Laufrillen 28 ist als geschlossene, umlaufende Laufrille ausgebildet. Die zweite dieser Laufrillen 28 ist so ausgebildet, dass Enden dieser Laufrille in zwei winklig zueinander stehenden Seitenkanten der

Bodenplatte 21 münden und damit als offene Laufrillen ausgebildet sind.

Die Wahl einer offenen und einer geschlossenen Laufrille ermöglicht dabei eine hinreichende Stabilisierung des Möbelelements 2 sowohl im Ruhezustand als auch während der Rotation des Möbelelements 2, sofern eine

Flächenüberdeckung zwischen Bodenplatte 21 und Korpus 22 des

Möbelelements 2 in jeder Position wenigstens 50% beträgt.

Ist die Flächenüberdeckung zwischen Bodenplatte und Korpus des

Möbelelements 2 in jeder Position geringer als 50%, so sind mehr als eine offene Laufrille notwendig, um eine hinreichende Stabilisierung des

Möbelelements 2 sowohl im Ruhezustand als auch während der Rotation des Möbelelements 2 zu gewährleisten.

Allgemein ist eine hinreichende Stabilisierung des Möbelelements 2 sowohl im Ruhezustand als auch während der Rotation des Möbelelements 2 durch Variation der Art und Anzahl der Laufrillen, der Orientierung und Positionierung der Laufrillen relativ zur gewünschten Richtung der Translationsbewegung und ggfs weiterer Stützfunktionselemente wie beispielsweise die weiter unten erwähnte Fixiereinrichtung 7 möglich.

Diese Ausgestaltung der Laufrillen 28 und der Bodenplatte 21 ermöglichen ein Herausdrehen des Korpus 22 des Möbelelements 2 aus einer in den Fig. 1 bis 3 schematisch dargestellten Raumecke 4, bestehend aus einem Boden 41 , auf dem die Bodenplatte 21 des Möbelelements 2 aufliegt und zwei Seitenwänden 42, 43, die hier rechtwinklig zueinander ausgerichtet sind, wobei zwei der Seitenkanten der Bodenplatte 21 nahe den Seitenwänden 42, 43 positioniert sind, so dass das Möbelelement 2 insgesamt in der Raumecke positioniert ist.

Die durch die Laufrillen 28 in der Bodenplatte 21 und die Laufrillen 27 in der Lagerplatte 26 und die zwischen diesen angeordneten Wälzkörpern 51 ermög lichte Drehung und Translation des Korpus 22 relativ zur Bodenplatte 21 ermöglicht eine Positionierung des Möbelelements 2 in einer in Fig. 1 gezeigten Ausgangsstellung in der Raumecke 4. Dabei ist das Möbelelement 2

verschlossen, d.h. durch die Seitenwände 24 abgedeckt, was den Zugriff auf in dem Möbelelement 2 gelagerte Gegenstände verhindert bzw. vor Staub oder Spritzwasser schützt und einen ästhetischen Eindruck des Möbelelements 2 vermittelt.

Durch Drehen des Korpus 22 relativ zur Bodenplatte 21 aus dieser

Ausgangsstellung heraus wird das Möbelelement 2 geöffnet, d.h. die

Seitenwände 24 des Korpus 22 werden bei der Drehung in eine Position verfahren, bei der die Seitenwände 24 unmittelbar den Seitenwänden 42, 43 gegenüberliegend angeordnet sind, so dass in dem Möbelelement 2 gelagerte Gegenstände nunmehr frei zugänglich sind.

Durch die Gestaltung der Laufrillen 27, 28 ist es ermöglicht, dass das

Möbelelement 2 in der in Fig. 3 gezeigten Öffnungsposition mit seinem Boden 23 wieder kongruent zur Bodenplatte 21 positioniert ist.

Lediglich in der in Fig. 2 gezeigten Zwischenposition ist der Boden 23 des Möbelelements 2 zur Bodenplatte 21 verschwenkt.

Zur weiteren Stabilisierung der Translations- und Rotationsbewegung des Kor pus 22 relativ zur Bodenplatte 21 sowie zur Fixierung der Bodenplatte 21 am Korpus 22 weist die Bodenplatte 21 einen Schlitz 29 auf, der in Richtung der Symmetrieachse der Laufrillen 28 der Bodenplatte 21 ausgerichtet ist. In diesen Schlitz 29 steht eine Führungshülse 71 vor, die mit einer aus der der

Bodenplatte 21 zugewandten Unterseite des Bodens 23 vorstehenden

Schraube 72 fixiert ist.

Diese Schraube 72 ist zentral im Boden 23 des Korpus 22 des Möbelelements 2 positioniert.

Denkbar sind auch andere Fixierungsmöglichkeiten wie ein Verrasten,

Klemmen, Einpressen, Kleben, Verschrauben oder dergleichen.

Zur Nutzung kann so das in Fig. 1 in der Raumecke 4 positionierte

Möbelelement 2 auch aus der Raumecke 4 heraus in Richtung A verschoben werden und im Wesentlichen gleichzeitig durch Drehen um eine

lageveränderliche vertikale Drehachse aus der in Fig. 1 dargestellten

Ausgangsstellung in eine Drehrichtung Mi, M2 in die in Fig. 3 gezeigte

Öffnungsstellung gedreht werden. Dabei können die Anteile von Translation und Rotation an der Gesamtbewegung über den Bewegungsablauf variieren. Wie in Figur 5 dargestellt, ist in einer alternativen Ausführungsvariante in der Bodenplatte 21 und in der Lagerplatte 26 neben einer äußeren Laufrille 28a und einer inneren Laufrille 28b eine dritte Laufrille 28c angeformt.

Eine solche dritte Laufrille 28c ermöglicht weitere Funktionen bei der

Translation-Rotationsbewegung des Möbelelements 2, 3.

Die in Figur 5 einem Teilstück der äußeren Laufrille 28a radial zum Ursprung der Rotationsbewegung radial weiter innen liegend folgende dritte Laufrille 28c dient hier der Rotationsbegrenzung des Möbelelements.

Um dies zu ermöglichen, ist der in der mittleren der drei Darstellungen in Figur 5 gezeigte Wälzkörperkäfig 5 ' , der hier in etwa quadratisch mit leicht radial nach innen durchgebogenen Seiten geformt ist, mit Ausnehmungen für

Wälzkörper 51 ausgebildet, die in den äußeren Ecken des Wälzkörperkäfigs 5‘ angeordnet sind, für Wälzkörper 51 , die in der äußeren Laufrille 28a verfahrbar sind. Diese Wälzkörper 51 sind auf einem äußeren Kreis Ki angeordnet.

Etwa zentral in den Seiten des Wälzkörperkäfigs 5 ' sind Aufnahmen für weitere Wälzkörper 51 angeformt, die in der inneren Laufrille 28b verfahrbar sind.

Diese Wälzkörper 51 sind auf einem inneren Kreis K2 angeordnet.

Der Wälzkörper 51 , der in der dritten Laufrille 28c geführt werden soll, ist radial innen zu einem der in den Ecken des Wälzkörperkäfigs 5‘ angeordneten Wälzkörpern 51 vorgesehen. Dieser Wälzkörper 51 ist auf einem mittleren Kreis K3 angeordnet.

Die Symmetrieachsen SK1 der Wälzkörperanordnung 51 auf dem Kreis K1 sind um 45° geneigt zu den Symmetrieachsen SK2 der Wälzkörperanordnung 51 auf dem Kreis K2.

Wie in der unteren Abbildung der Figur 5 zu erkennen ist, sind auch in der Lagerplatte 26 innere Laufrillen 27a und äußere Laufrillen 27b angeformt sowie eine weitere dritte Laufrille 27c, die ebenfalls relativ zu einem Teilstück einer der äußeren Laufrillen 27b radial weiter innen zum Rotationsursprung U angeformt ist. Wie in dieser Abbildung des Weiteren zu erkennen ist, sind die Laufrillen 27a und 27b so geformt, dass sie sowohl zu einer hier vertikalen Symmetrieachse Si als auch zu einer horizontalen Symmetrieachse S2 symmetrisch angeordnet sind.

Figur 6 zeigt weitere Ausführungsvarianten für Wälzkörperkäfige 5, 5 " mit Wälzkörperaufnahmen, die so angeordnet sind, dass sie entsprechend auf einem äußeren Kreis K1 und auf einem inneren Kreis K2 angeordnet sind.

In den Figuren 7 bis 15 ist eine weitere Ausführungsvariante eines

erfindungsgemäßen Möbelelements 3 dargestellt.

Wie in der Explosionsdarstellung in Figur 7 gezeigt ist, ist im Gegensatz zu der anhand der Figuren 1 bis 4 beschriebenen Ausführungsvariante des

Möbelelements jeweils ein Translations-Rotationslager 6 sowohl unterhalb eines Bodens 33 des Korpus 32 des Möbelelements 3 als auch oberhalb einer Deckplatte 31 des Möbelkorpus 32 des Möbelelements 3 angeordnet, wobei das obere Lager 6 mit der Bodenplatte 61 nach oben angeordnet ist.

Sowohl der Boden 33 als auch die Deckplatte 31 bilden dabei mit einer Ober kante bzw. Unterkante des Möbelkorpus 32 einen Hohlraum, in dem zumindest ein Teil des Lagers 6 aufgenommen ist.

Der wesentliche Aufbau der beiden Lager 6 entspricht im Wesentlichen dem anhand der Figuren 1 bis 4 beschriebenen Aufbau. Auch in diesem

Ausführungsbeispiel ist eine Fixiereinrichtung 7 mit einer Schraube 72 und einer Führungshülse 71 und ein Wälzkörperkäfig 62 mit Wälzkörpern 66 vorhanden.

Die Bodenplatte 61 entspricht dabei der Bodenplatte 21 , die Lagerplatte 63 entspricht der Lagerplatte 26. In der Anwendung des in Figur 7 gezeigten Mö belelements 3 ist dieses bevorzugt in einem Möbel 8 wie es in den Figuren 8 bis 15 gezeigt ist, bevorzugt einsetzbar.

Das in den Figuren 8 bis 15 gezeigte Möbel 8 ist hier beispielsweise ein Kü chenmöbel in Gestalt einer Kochinsel. Denkbar sind jedoch auch andere Ein satzorte für ein solches Möbelelement 3. Um die Bodenplatte 61 des Translations-Rotationslagers 6, das unterhalb des Bodens 33 des Möbelelements 3 festgelegt ist, an die Höhe der Böden der übrigen Bestandteile des Möbels 8 anzupassen, sind auf einer den Laufrillen 64 abgewandten Unterseite der Bodenplatte 61 Standfüße 68 befestigt. Diese Standfüße 68 können dabei einstellbar ausgebildet sein.

Die Lagerplatte 63 ist bevorzugt an der der Bodenplatte 61 zugewandten Unterseite des Bodens 33 des Korpus 32 des Möbelelements 3 befestigt.

Denkbar wäre hier auch, anstelle der Lagerplatte 63 die Laufrillen 65 direkt in die Unterseite des Bodens 33 einzuarbeiten.

Figur 8 zeigt das hier als Inselmöbel ausgebildete Möbel 8 mit einer Deckplatte 81 , mehreren Seitenwänden 83 und einer Bodenblende 82 mit einem in einer Ecke angeordneten Möbelelement 3 im geschlossenen Zustand des

Möbelelements 3. Die Standfüße 68 sind dabei hinter der Bodenblende 82 angeordnet.

Figur 9 zeigt das Möbelelement 3 in leicht geöffneter Stellung, Figur 10 zeigt das Möbelelement 3 in einer fast vollständig gedreht geöffneten Stellung und Figur 11 zeigt das Möbel 8 mit vollständig geöffnetem Möbelelement 3.

In Figur 12 ist noch das Möbel 8 mit gestrichelten Linien dargestellt, zur Darstellung des in dem Möbel 8 eingebauten Möbelelements 3 unterhalb der Deckplatte 81.

Die Figuren 13 bis 15 zeigen mögliche Ausführungsvarianten eines solchen Möbels mit einem Möbelelement 3 (Figur 13), zwei solchen Möbelelementen 3 (Figur 14) und vier solchen Möbelelementen 3 (Figur 15). Bei der Anordnung von mehreren Möbelelementen 3 wird vorzugsweise nur eine gemeinsame Deckplatte 81 verwendet.

Die Figuren 16 bis 22 zeigen eine weitere Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen Möbels 10 mit einem Möbelelement 12, das translatorisch und rotatorisch relativ zu einem fest bzw. reibschlüssig auf einem Fußboden ei nes Raumes stehenden Möbelkorpus 11 bewegbar ist.

Das Möbel 10 ist, wie insbesondere in den Figuren 16 und 20 bis 22 dargestellt ist, als Schreibtischmöbel oder Kücheninsel oder Küchenarbeitstisch oder der gleichen ausgebildet, mit dem fest auf dem Raumboden aufgestellten Möbelkorpus 11 und dem relativ zu diesem translatorisch und rotatorisch bewegbaren Möbelelement 12.

Wie in den Figuren 17, 21 und 22 gezeigt ist, weist der Möbelkorpus 11 in einem zentralen Bereich einer Arbeitsfläche 111 eine Aufnahme 112 auf, die der Unterbringung einer ersten Anhebeeinrichtung 13 dient.

Die hier als Teleskophubeinrichtung ausgebildete Anhebeeinrichtung 13 ist in der Aufnahme 112 des Möbelkorpus 11 aufgenommen, wobei

Teleskopelemente 131 , 132, 133 aus der Aufnahme 112 heraus nach oben verfahrbar sind.

Auf dem obersten der Teleskopelemente 133 ist eine Tragplatte 134 montiert. Auf dieser Tragplatte 134 ist eine Bodenplatte 91 einer weiteren Ausführungs variante eines Translations-Rotationslagers 9 befestigt.

Das Möbelelement 12 weist, wie beispielhaft in Figur 17 dargestellt ist, einen Korpus 121 mit einer Arbeitsplatte auf, an deren Boden die Lagerplatte 93 des Translations-Rotationslagers 9 befestigt ist.

An einem Ende des Korpus 121 ist ein Seitenteil 122 angeordnet, insbesondere befestigt, welches eine zentrale Aufnahme zur Aufnahme einer zweiten

Anhebeeinrichtung 16 aufweist.

Die zweite Anhebeeinrichtung 16 entspricht dabei in ihrem Aufbau bevorzugt dem der ersten Anhebeeinrichtung 13, also weist auch ein erstes, ein zweites und ein drittes Teleskopelement 161 , 162, 163 auf.

Am untersten, ersten Teleskopelement 161 dieser Anhebeeinrichtung 16 ist ein Fuß 165 mit wenigstens zwei Rollelementen 166 angeordnet.

Das Seitenteil 122 dient somit der daran angeordneten Anhebeeinrichtung 16 als zweites Standbein des Möbelelements 12.

Das Möbelelement 12 wird dadurch einerseits von dem das Seitenteil 122 und die daran angeordnete zweite Anhebeeinrichtung 16 sowie über die erste Anhebeeinrichtung 13 getragen. Die Anhebeeinrichtung 13 stützt dabei den Korpus 121 des Möbelelements 12 über das dazwischen aufgenommene Translations-Rotationslager 9.

Das Möbelelement 12 kann so von einer in Figur 16 gezeigten

Ausgangsstellung, bei der das Möbelelement 12 den Möbelkorpus 11 , hier vollständig, überdeckt, durch synchrones Betätigen der Anhebeeinrichtungen 13, 16, mit der das Möbelelement 12 relativ zum Möbelkorpus 11 anhebbar ist, bis in die in Figur 20 gezeigte Öffnungsstellung bewegt werden

In der Öffnungsstellung ist die hier als Arbeitsfläche dienende Oberseite des Korpus 121 des Möbelelements 12 senkrecht zur Arbeitsfläche 111 des Möbelkorpus 11 ausgerichtet. Denkbar sind auch andere Öffnungsstellungen. Je nach Ausrichtung und Ausführung des Translations-Rotationslagers 9 kann das Möbelelement 12 um einen größeren oder kleineren Winkel, beispielsweise 180°, bewegt werden.

Durch die Anordnung des Translations-Rotationslagers 9 auf der Tragplatte 134 der ersten Anhebeeinrichtung 13 ist es ermöglicht, bei in einer Raumecke stehenden Möbelkorpus 11 das Möbelelement 12 aus der in Figur 16 gezeigten Position in die in Figur 20 gezeigte Position zu bewegen, ohne dass das Möbelelement 12 über eine hintere Kante des Möbelkorpus 11 während der Bewegung übersteht. Dieses ist sehr vorteilhaft, wenn der Möbelkorpus 11 an einer Wand oder in einer Ecke angeordnet ist.

Das in Figur 17 gezeigte Translations-Rotationslager 9 ist im Detail in den Figuren 18 und 19 dargestellt.

Wie in den Figuren 18 und 19 dargestellt ist, weist die Bodenplatte 91 auf ihrer der Lagerplatte 93 zugewandten Lagerfläche ebenfalls Laufrillen 94 zur Führung von hier als Kugeln ausgebildeten Wälzkörpern 51 auf.

Die Wälzkörper 51 sind ebenfalls in einem Wälzkörperkäfig 92 zur

Verliersicherung aufgenommen. Der Wälzkörperkäfig 92 ist hier wie bei der in Figur 7 gezeigten Ausführungsvariante kreisförmig mit mehreren sich radial nach außen erstreckenden Armen ausgebildet.

Zentral und diagonal zu zwei rechtwinklig zueinander ausgerichteten Seiten kanten der Bodenplatte 91 ist auch hier ein Führungskanal 97 vorgesehen. In diesem Führungskanal 97 ist ein Führungsschlitten 151 verschiebbar gelagert.

Der Führungsschlitten 151 als Teil einer Fixiereinrichtung 15 weist auf seiner der Lagerplatte 93 bzw. dem Korpus 121 des Möbelelements 12 zugewandten Oberseite ein in eine Öffnung 99 in der Lagerplatte 93 vorstehenden Lagerhals 152 auf, der bevorzugt an der Oberseite des Führungsschlittens 151 angeformt ist.

Dieser Lagerhals 152 dient als Achse für einen in die bevorzugt als Bohrung ausgebildeten Öffnung 99 der Lagerplatte 93 eingesetzten Wälzlagerring 157, insbesondere eines Kugellagerrings, durch den eine reibungsarme

Rotationsbewegung der Lagerplatte 93 relativ zum Führungsschlitten 151 und damit relativ zur Bodenplatte 91 ermöglicht ist.

Auf der der Lagerplatte 93 abgewandten Unterseite des Führungsschlittens 151 ist ein Rollenlager mit wenigstens zwei in Längsrichtung des Führungskanals 97 hintereinander angeordneten Laufrollen 154 angeordnet, insbesondere befestigt.

Jede dieser Laufrollen 154 weist eine umfängliche v-förmige Nut 155 auf, in die aus gegenüberliegenden Seitenwänden des Führungskanals 97 vorstehende v- förmige, Laufflächen für die Laufrollen 154 bildende Stege 95 vorstehen.

Durch die v-förmigen Nuten 155 der Laufrollen 154, die entlang der v-förmigen Stege 95 im Führungskanal 97 geführt sind, ergibt sich ein äußerst stabiler und gleichbleibender Ablauf der Translations-Rotations-Bewegung des

Möbelelements 12.

Zusätzlich ist in Figur 18 eine Push to move- Mechanik in Gestalt eines

Ausstosselements 14 gezeigt, dass aus einem Kraftspeicher 141 und einem Stößel 142 besteht und im Führungskanal 97 angeordnet ist, um das

Möbelelement 12 nach Entriegelung in eine Bewegungsrichtung auszustoßen.

Durch den Einsatz einer solchen Push to move- Mechanik ist insbesondere ermöglicht, dass Möbelelement ohne Betätigungsgriff auszubilden und durch Eindrücken entgegen der beabsichtigten Öffnungsrichtung die

Öffnungsbewegung des Möbelelements einzuleiten. Auch der Einsatz einer in anderer Weise aktivierbaren Ausstoßmechanik ist denkbar. Alternativ kann das Möbel auch als Schreibtischmöbel oder Kücheninsel oder Küchenarbeitstisch oder dergleichen ausgebildet sein, ohne zusätzliche zweite Anhebeeinrichtung am Möbelelement 12. Das translatorisch-rotatorisch beweg bare Möbelteil wird in diesem Fall nur über die am ortsfesten Möbelkorpus an geordnete erste Anhebeeinrichtung getragen.

WO 2020/212373 " ' ° " PCT/EP2020/060509

Bezugszeichenliste

2 Möbelelement

21 Bodenplatte

22 Korpus

23 Boden

24 Seitenwand

25 Regalboden

26 Lagerplatte

27, 27a, 27b, 27c Laufrille

28, 28a, 28b, 28c Laufrille

29 Schlitz

3 Möbelelement

31 Deckplatte

32 Korpus

33 Boden

34 Seitenwand

35 Regalboden

4 Raumecke

41 Boden

42 erste Seitenwand

43 zweite Seitenwand

5, 5‘, 5“ Wälzkörperkäfig

51 Wälzkörper

6 Translations-Rotationslager, Lager

61 Bodenplatte

62 Wälzkörperkäfig

63 Lagerplatte

64 Laufrille

65 Laufrille

66 Wälzkörper

67 Schlitz

68 Standfuß

7 Fixiereinrichtung 71 Führungshülse

72 Schraube

8 Möbel

81 Deckplatte

82 Bodenblende

83 Seitenwand

9 T ranslations-Rotationslager, Lager

91 Bodenplatte

92 Wälzkörperkäfig

93 Lagerplatte

94 Laufrille

95 Steg

97 Führungskanal

99 Öffnung

10 Möbel

1 1 Möbelkorpus

1 1 1 Arbeitsfläche

1 12 Aufnahme

12 Möbelelement

121 Korpus

122 Seitenteil

13 Anhebeeineinrichtung

131 erstes Teleskopelement

132 zweites Teleskopelement

133 drittes Teleskopelement

134 Tragplatte

14 Ausstoßelement

141 Kraftspeicher

142 Stößel

15 Fixiereinrichtung

151 Führungsschlitten 152 Lagerhals

154 Laufrolle

155 Nut

157 Lagerring

16 zweite Anhebeeineinrichtung

161 erstes Teleskopelement

162 zweites Teleskopelement

163 drittes Teleskopelement 165 Fuß

166 Rollelement

A Richtung

Ki, K2, K3 Kreis

Ri, R2 Drehrichtung

S-i, S2 Symmetrieachse

SK-i, SK2 Symmetrieachse U Rotationsursprung