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Patent Searching and Data


Title:
FURNITURE ITEM AND FURNITURE FITTING
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/034274
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a furniture item (1), in particular a wall unit for kitchen furniture, for example, having a furniture carcass with side walls (5), a rear wall (3) and an upper panel (2) and a lower panel (4) and also a movable front cover (7), such as, for example, a pivoting door, for opening and closing an interior (6) of the furniture item, which front cover can be moved by way of a furniture fitting having pivot levers (8.1, 8.2, 8. 3) from a closing operating position through a pivoting movement into an upwardly pivoted opening operating position. In order to improve this furniture item, there is provision that the front cover (7) is of at least two-part design with a lower front cover (7.2) and an upper front cover (7.1), wherein the pivot levers (8.1, 8.2, 8.3) act directly or indirectly on the upper front cover (7.1), that the lower front cover (7.2) can be transferred into an opening intermediate position behind or in front of the upper front cover (7.1) or into a space within the upper front cover (7.1), and that the upper front cover (7.1) and the lower front cover (7.2) can be transferred jointly as a package into the upwardly pivoted opening operating position by means of the pivot levers (8.1, 8.2, 8.3). Furthermore, the invention relates to a furniture fitting for a furniture item (1) having pivot levers (8.1, 8.2, 8.3) in order to transfer a front cover (7) of a furniture item (1) from a closing operating position through a pivoting movement into an upwardly pivoted opening operating position.

Inventors:
SCHENGBER, Henrik (Lohbreede 18, Melle, 49326, DE)
MEYER, Kai (Adolf-Cramer-Str. 3, Georgsmarienhütte, 49124, DE)
BUSCHERMÖHLE, Hermann (Ostlandstraße 12a, Bersenbrück, 49593, DE)
Application Number:
EP2018/000377
Publication Date:
February 21, 2019
Filing Date:
July 27, 2018
Export Citation:
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Assignee:
KESSEBÖHMER HOLDING KG (Mindener Str. 208, Bad Essen, 49152, DE)
International Classes:
E05D15/58; E05D15/46; E05F1/10; E05F17/00
Foreign References:
DE1812507A11969-06-12
DE102004019785A12005-11-17
EP2821576A12015-01-07
DE102016105131A12017-09-21
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
POTT, Ulrich et al. (Busse & Busse Patent- und Rechtsanwälte Partnerschaft mbB, Grosshandelsring 6, Osnabrück, 49084, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Möbel (1), insbesondere Oberschrank für beispielsweise Küchenmöbel, mit einem Möbelkorpus mit Seitenwänden (5), einer Rückwand (3) und einem oberen (2) und einem unteren (4) Boden sowie einer bewegbaren Frontabdeckung (7) wie z. B. einer Schwenktür zum öffnen und Verschließen eines Möbelinnenraumes (6), die über einen Möbelbeschlag mit Schwenkhebeln (8.1 , 8.2, 8.3, 8.4) aus einer Schließ- betriebsstellung durch eine Schwenkbewegung in eine hochverschwenkte Öffnungsbetriebsstellung bewegbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Frontabdeckung (7) zumindest zweigeteilt ausgebildet ist mit einer unteren Frontabdeckung (7.2) und einer oberen Frontabdeckung (7.1), wobei die Schwenkhebel (8.1 , 8.2, 8.3, 8.4) direkt oder indirekt an der oberen Frontabdeckung (7.1) angreifen, dass die untere Frontabdeckung (7.2) in eine Öffnungszwischenstellung hinter oder vor die obere Frontabdeckung (7.1) oder in einen Raum innerhalb der oberen Frontabdeckung (7.1) überführbar ist und dass die obere Frontabdeckung (7.1) und die untere Frontabdeckung (7.2) als Paket über die Schwenkhebel (8.1 , 8.2, 8.3) gemeinsam in die hochverschwenkte Öffnungsbetriebsstellung überführbar sind.

2. Möbel (1) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die untere Frontabdeckung (7.2) translatorisch in ihre Öffnungszwischenstellung hinter oder vor die obere Frontabdeckung (7.1) oder in den Raum innerhalb der oberen Frontabdeckung (7.1) bewegbar ist.

3. Möbel (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Frontabdeckung (7.2) entlang von hinter oder vor der oberen Frontabdeckung (7.1) angeordneten Führungen translatorisch in die Öffnungszwischenstellung hinter oder vor die obere Frontabdeckung (7.1) bewegbar ist.

4. Möbel (1) nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Frontabdeckung (7.2) in ihrer Öffnungszwischenstellung hinter oder vor der oberen Frontabdeckung (7.1) arretierbar ist.

5. Möbel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Frontabdeckung (7.2) und die obere Frontabdeckung (7.1) in eine Öffnungsbetriebsstellung verschwenkbar sind, in der sie sich als Paket zumindest bereichsweise oberhalb eines oberen Bodens (4) des Möbelkorpus erstrecken.

6. Möbel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Frontabdeckungen (7.1 , 7.2) mit jeweils einem Gewichtsausgleichselement (11 , 15) verbunden sind.

7. Möbel (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Frontabdeckung (7.2) über einen Seilzug (12) mit dem Gewichtsausgleichselement (15) verbunden ist.

8. Möbel (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Seilzug (12) der unteren Frontabdeckung (7.2) zumindest einmal im Bereich zwischen der unteren Frontabdeckung (7.2) und dem Gewichtsausgleichselement (15) umgelenkt ist.

9. Möbel (1) nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewichtsausgleichselement (15) Teil eines in dem Möbel oder außerhalb des Möbels angeordneten Schwenkbeschlages (18) ist.

10. Möbel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkhebel (8.1 , 8.2, 8.3) der oberen Frontabdeckung (7.1) Teil einer Mehrgelenkhebelanordnung (8) sind, die an einer Seitenwandung (5) des Möbels (1) abgestützt sind.

11. Möbel (1) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Mehrgelenkhebelanordnung (8) der oberen Frontabdeckung (7.1) über ein weiteres Hebelelement mit einem Gewichtsführungselement (8.5) an der Seitenwandung (5) des Möbels (1) schwenkbar abgestützt ist und ein Gewichtsausgleichselement (11) aufweist.

12. Möbel (1) nach einem der Ansprüche 7 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, dass der Seilzug (12) des unteren Frontelementes (7.2) von einem Fixierelement (16) und über zwei Umlenkrollen (14, 22) zu dem unteren Frontelement (7.2) geführt ist, wobei eine (22) dieser beiden Umlenkrollen (14, 22) an einem Schwenkhebel (18) angeordnet ist, der um einen vertikale Achse verschwenkbar ist und an dem eine Zugfeder (15) als Gewichtsausgleichselement angreift.

13. Möbel (1) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Schwenkhebel ein (18) zweites Zugseil (21) angreift, das mit einer Zugfeder (15) als Gewichtsausgleichselement verbunden ist.

14. Möbel (1) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Zugseil (21) über ein Bahnkurvenelement (8.5) zu der Zugfeder (15) als Gewichtsausgleichselement geführt ist.

15. Möbel (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugseil (12) von der unteren Frontabdeckung (7.2) zu dem Gewichtsausgleichselement (15) über eine Umlenkrolle (14) zu einem ersten Schwenkhebel (23) geführt ist, der um eine vertikale Achse (24) verschwenkbar ist und zwei Schwenkhebelenden aufweist, wobei ein kürzeres Schwenkhebelende mit einem zweiten (26) und einem dritten (27) Schwenkhebel verbunden ist, wobei der dritte Schwenkhebel (27) um eine ortsfeste vertikal ausgerichtete Schwenkachse (28) verschwenkbar ist und an dem dritten Schwenkhebel (27) eine Zugfeder (15) als Gewichtsausgleichselement vorgesehen ist.

16. Möbel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die untere (7.2) und die obere Frontabdeckung (7.1) zumindest bereichsweise aus Glas bestehen.

17. Möbelbeschlag für ein Möbel (1) mit Schwenkhebeln (8.1 , 8.2, 8.3), um eine Frontabdeckung (7) eines Möbels (1) aus einer Schließbetriebsstellung durch eine Schwenkbewegung in eine hochverschwenkte Öffnungsbetriebsstellung zu überführen, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkhebel (8.1 , 8.2, 8.3) für eine direkte oder indirekte Anbindung an der oberen Frontabdeckung (7.1) ausgebildet sind und der Möbelbeschlag ein Zugseil (12) aufweist, das mit einem Gewichtsausgleichselement (15) zusammenwirkt, um eine untere Frontabdeckung (7.2) hinter eine obere Frontabdeckung (7.1) des Möbels (1) zu überführen, und dass die Schwenkhebel (8.1 , 8.2, 8.3) derart ausgebildet sind, dass die obere Frontabdeckung (7.1) und die untere Frontabdeckung (7.2) als Paket über die Schwenkhebel (8.1 , 8.2, 8.3) gemeinsam in die hochverschwenkte Öffnungsbetriebsstellung zu überführen sind.

18. Möbelbeschlag nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass seitliche Führungen vorgesehen sind, um die untere Frontabdeckung (7.2) entlang dieser Führungen translatorisch in die Öffnungszwischenstellung hinter oder vor die obere Frontabdeckung (7.1) zu bewegen.

19. Möbelbeschlag nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass ein Arretierelement vorgesehen ist zur Arretierung der unteren Frontabdeckung (7.2) in ihrer Öffnungszwischenstellung hinter oder vor der oberen Frontabdeckung (7.1).

20. Möbelbeschlagnach einem der Ansprüche 17 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gewichtsausgleichselement (15) vorgesehen ist für die untere Frontabdeckung (7.2).

21. Möbelbeschlag nach einem der Ansprüche 17 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewichtsausgleichselement (15) einen Seilzug (12) zur Verbindung mit der unteren Frontabdeckung (7.2) des Möbels (1) aufweist.

22. Möbelbeschlag nach einem der Ansprüche 17 bis 21 , dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Umlenkrolle (14) zur Umlenkung des Seilzuges (12) des Gewichtsausgleichselementes (15) vorgesehen ist.

23. Möbelbeschlag nach Anspruch 21 oder 22, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewichtsausgleichselement (15) Teil eines in dem Möbel (1) anzuordnenden

Schwenkbeschlages (18) ist.

24. Möbelbeschlag nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkhebel (8.1 , 8.2, 8.3) der oberen Frontabdeckung (8.1) des Möbels (1) Teil einer Viergelenkanordnung (8) sind, die an einer Seitenwandung (5) des Möbels (1) abzustützen sind.

25. Möbelbeschlag nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Viergelenkhebelanordnung (8) der oberen Frontabdeckung (7.1) des Möbels (1) über ein weiteres Hebelelement mit einem Bahnkurvenelement an der Seitenwandung (5) des Möbels (1) schwenkbar abstützbar ist.

26. Möbelbeschlag nach einem der Ansprüche 18 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass der Seilzug (12) der unteren Frontabdeckung (7.2) des Möbels (1) von einem Fixierelement (16) über zwei Umlenkrollen (14, 22) zu der unteren Frontabdeckung (7.2) zu führen ist, wobei eine (22) dieser beiden Umlenkrollen (14, 22) an einem Schwenkhebel (18) angeordnet ist, der um eine vertikale Achse schwenkbar ist und an dem eine Zugfeder als Gewichtsausgleichselement (15) angreift.

27. Möbelbeschlag nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, dass an dem

Schwenkhebel (18) ein zweites Zugseil (21) angreift, das mit einer Zugfeder als Gewichtsausgleichselement (15) verbunden ist.

28. Möbelbeschlag nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Zugseil (21) über einem Bahnkurvenelement zu der Zugfeder als Gewichtsausgleichelement (15) geführt ist.

29. Möbelbeschlag nach Anspruch 27 oder 28, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugseil (12) von der unteren Frontabdeckung (7.2) zu dem Gewichtsausgleichselement (15) über eine Umlenkrolle (14) zu einem ersten Schwenkhebel (23) geführt ist, der um eine vertikale Achse (24) verschwenkbar ist und zwei Schwenkhebelenden aufweist, wobei ein kürzeres Schwenkhebelende mit einem zweiten (25) und einem dritten (27) Schwenkhebel verbunden ist, wobei der dritte Schwenkhebel (27) um eine ortsfeste vertikal ausgerichtete Schwenkachse (28) verschwenkbar ist und an dem dritten Schwenkhebel (27) eine Zugfeder als Gewichtsausgleichselement (15) vorgesehen ist.

Description:
Möbel sowie Möbelbeschlag

Die Erfindung bezieht sich auf ein Möbel, insbesondere einen Oberschrank für beispielsweise Küchenmöbel, mit einem Möbelkorpus mit Seitenwänden, einer Rückwand und einem oberen und einem unteren Boden sowie einer bewegbaren Frontabdeckung wie z. B. einer Schwenktür zum öffnen und Verschließen eines Möbelinnenraumes, die über einen Möbelbeschlag mit Schwenkhebeln aus einer Schließbe- triebsstellung durch eine Schwenkbewegung in eine hochverschwenkte Öffnungsbetriebsstellung bewegbar ist.

Des Weiteren bezieht sich die Erfindung auf einen Möbelbeschlag für ein Möbel mit Schwenkhebeln, um eine Frontabdeckung eines Möbels aus einer Schließbetriebs- stellung durch eine Schwenkbewegung in eine hochverschwenkte Öffnungsbetriebsstellung zu bewegen.

Möbel, insbesondere Oberschränke für beispielsweise Küchenmöbel, haben einen Möbelkorpus mit Seitenwänden, einer Rückwand, einem Unterboden und einem Oberboden bzw. einer oberseitigen Abdeckung mit einem inneren Möbelraum, der durch eine aufschwenkbare Frontabdeckung, beispielsweise eine Tür, zu verschließen und zu öffnen ist. In vielen Fällen ist diese Tür, also die Frontabdeckung, um eine horizontale Achse über Schwenkhebel als Möbelbeschlag zu verschwenken, so dass diese Frontabdeckung in der hochverschwenkten Öffnungsstellung den Möbelinnenraum freigibt, jedoch in dieser Stellung entsprechend des Höhenmaßes des Möbels in einen Aufstellraum des Möbels hineinragt. Dies ist insbesondere in kleineren Aufstellräumen nachteilig, da es die Gefahr von Kollisionen mit einer Bedienperson erhöht.

Die zum Hochverschwenken bekannten Möbelbeschläge sind in aller Regel an Seitenwänden eines Möbelkorpus befestigt und weisen Schwenkhebel auf, die es ermöglichen, die Fronabdeckung des Möbels um eine horizontale Achse in die Öffnungsbetriebsstellung und in die Schließbetriebsstellung zu verschwenken.

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Möbel zu schaffen, bei dem die Frontabdeckung es ermöglicht, einen Möbelinnenraum zu öffnen und zu verschließen, die jedoch im geöffneten Zustand nicht zu weit in einen Aufstellungsraum des Möbels hineinragt. Des Weiteren ist es Aufgabe der Erfindung, einen Möbelbeschlag bereit zu stellen, der es ermöglicht, eine Frontabdeckung eines Möbels zu öffnen und zu schließen mit dem Ergebnis, dass die Frontabdeckung so wenig wie möglich in einen Aufstellraum eines Möbels im geöffneten Zustand hineinragt.

Zur Lösung dieser Aufgabe zeichnet sich das Möbel der eingangs genannten Art dadurch aus, dass die Frontabdeckung zumindest zweigeteilt ausgebildet ist mit einer unteren Frontabdeckung und einer oberen Frontabdeckung, wobei die Schwenkhebel direkt oder indirekt an der oberen Frontabdeckung angreifen, dass die untere Frontabdeckung in eine Öffnungszwischenstellung hinter oder vor die obere Frontabdeckung oder in einen Raum innerhalb der oberen Frontabdeckung überführbar ist und dass die obere Frontabdeckung und die untere Frontabdeckung als Paket über die Schwenkhebel gemeinsam in die hochverschwenkte Öffnungsbetriebsstellung überführbar sind.

Damit ist ein Möbel zur Verfügung gestellt, bei dem sich die zumindest zwei Frontabdeckungen, beispielsweise aus einem Glasmaterial bestehend, zunächst zu einem Paket zusammenschieben lassen, indem die untere Frontabdeckung hinter, vor oder in die obere Frontabdeckung zu schieben ist. In dieser ersten Öffnungsbetriebsstellung bzw. in der öffnungszwischenbetriebsstellung der unteren Fronabdeckung ist ein Teil des Möbelkorpusinnenraumes bereits zugänglich. Soweit dies ausreichend ist, braucht dann die gesamte Frontabdeckung nicht mehr als Paket in die hochverschwenkte Öffnungsbetriebsstellung überführt werden, wenn die gewünschten Gegenstände bereits in dieser Öffnungszwischenstellung der unteren Frontabdeckung zugänglich sind. Ist darüber hinaus eine Bewegung der Frontabdeckung, bestehend aus den zumindest zwei Frontabdeckungsteilen, gewünscht, können die obere und die untere Frontabdeckung als Paket, oder wenn es mehr als zwei Frontabdeckungen sind, auch zwei und mehr Frontabdeckungsteile als Paket durch die Schwenkhebel der oberen Frontabdeckung in die hochverschwenkte Öffnungsbetriebsstellung bewegt werden. Dabei sind die Schwenkhebel bevorzugt derart gestaltet, dass sich das Paket aus den Frontabdeckungen bereichsweise oder zumindest bereichsweise oberhalb des Schrankmöbels befinden, also mit Lageabstand zu einer oberen Abdeckung des Möbelkorpus gelegen sind. Insgesamt ist damit der Platzbedarf des Möbels im geöffneten Zustand wesentlich verringert. Darüber hinaus ist ein derartiges Möbel auch vom gestalterischen her sehr gefällig auszustatten. Um die untere Frontabdeckung hinter, vor oder in die obere Frontabdeckung zu bewegen, können Führungen vorgesehen sein, die beispielsweise zwischen den Frontabdeckungen vorgesehen sind. Diese können so gestaltet sein, dass die untere Frontabdeckung translatorisch nach oben zu schieben ist entlang einer Führungsbahn, in der sie hinter, vor oder in die obere Frontabdeckung zu dem Frontabdeckungspaket geführt wird. Es ist auch möglich, dass in der Öffnungszwischenstellung der unteren Frontabdeckung, in der diese hinter, vor oder in die obere Frontabdeckung gelangt ist, die untere Frontabdeckung arretiert wird, sei es an der oberen Frontabdeckung oder an einem anderen Element, um in einer arretierten fixierten Stellung mit der oberen Frontabdeckung in die Öffnungsbetriebsstellung verschwenkt zu werden.

Um die untere Frontabdeckung sicher in ihrer jeweiligen Position zu halten, kann diese mit einem Gewichtsausgleichselement verbunden sein. Dies erfolgt zweckmäßigerweise über einen Seilzug und/oder durch ein geeignetes anderes flexibles Verbindungselement und durch ein oder mehrere Federelemente, die so ausgebildet sind, dass in jeder Verschiebeposition der unteren Frontabdeckung das Gewichtsausgleichselement die Frontabdeckung in der verschobenen Stellung hält. Dabei kann das Gewichtsausgleichselement wiederum einen Schwenkbeschlag mit einem oder mehreren Schwenkhebeln aufweisen, die beispielsweise an einem Boden oder einem Zwischenboden im Möbelkurpusinneren angeordnet sind.

Die Schwenkhebel der oberen Frontabdeckung können als Mehrgelenkhebelanordnung, insbesondere als Viergelenkhebelanordnung, ausgebildet sein, die an einer Seitenwandung des Möbels bzw. des Möbelkorpus angeordnet bzw. abgestützt sind. Zusätzlich kann ein weiteres Hebelelement in Gestalt eines Bahnkurvenelementes an der Seitenwandung des Möbels schwenkbar abgestützt sein und Teil der Mehrgelenkhebelanordnung sein. Der Seilzug der unteren Frontabdeckung kann über eine oder mehrere Umlenkrollen geführt sein, um beispielsweise von einer um eine vertikale Achse drehbaren Umlenkrolle kommend zu einer um eine horizontale Achse drehbare Umlenkrolle geführt zu sein, um insofern Lageänderungen zwischen einer vertikalen Ausrichtung des Zugseiles und einer horizontalen Ausrichtung des Zugseiles zwischen der Anbindung mit der unteren Frontabdeckung und dem Gewichtsausgleichselement, z. B. der Zugfeder, durchmachen zu können.

Ein Möbelbeschlag nach der vorliegenden Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass dieser Schwenkhebel hat, um die eine Frontabdeckung eines Möbels aus einer Schließbetriebsstellung durch eine Schwenkbewegung in eine hochverschwenkte Öffnungsbetriebsstellung zu überführen. Zusätzlich ist dieser Möbelbeschlag derart gestaltet, dass die Schwenkhebel der oberen Frontabdeckung zuzuordnen sind und dass dieser Möbelbeschlag ein Zugelement, z. B. ein Zugseil aufweist, um ein unteres Frontabdeckungsteil einer zumindest zweigeteilten Frontabdeckung ein hinter, vor oder in ein oberes Fronabdeckungsteil zu verschieben und permanent mit einem Gewichtsausgleichselement zu verbinden, damit das untere Frontabdeckungsteil an jeder Stelle einer Verschiebebewegung über das Gewichtsausgleichselement in der Verschiebeposition gehalten werden kann. Darüber hinaus ist der Beschlag derart gestaltet, dass die obere Frontabdeckung eines Möbels und die untere Frontabde- ckung des Möbels als Paket über die Schwenkhebel gemeinsam in die hochver- schwenkte Öffnungsbetriebsstellung zu überführen sind.

Dazu weist bevorzugterweise der Möbelbeschlag als Gewichtsausgleichselement unter anderem eine Zugfeder auf. Das Zugseil kann zwischen der Verbindungsstelle zwischen dem Gewichtsausgleichselement und der Verbindungsstelle mit einem unteren Frontabdeckungselement über eine oder mehrere Umlenkrollen geführt sein, beispielsweise auch dergestalt, dass das Gewichtsausgleichelement in horizontaler Lage an einer Möbelkorpusabdeckung oder an einem Zwischenboden des Möbelkorpus zu montieren ist und aus einem horizontalen Verlauf das Zugseil in einen vertikalen Verlauf über Umlenkrollen umgelenkt wird. Die Schwenkhebel der oberen Frontabdeckung können Teil einer Viergelenkanordnung sein. Zusätzlich können Bahnkurvenelemente vorgesehen sein, um die Schwenkbewegung der Schwenkhebel über eine Kurvenbahn zu steuern.

Weitere Merkmale ergeben sich aus weiteren Unteransprüchen aus der weiteren Beschreibung und der Zeichnung. In der Zeichnung zeigen:

Fig. 1 : in einer schematischen Seitenansicht ein Ausführungsbeispiel eines

Möbels mit einer zweigeteilten Frontabdeckung im geschlossenen Zustand; Fig. 2: das Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 mit einer unteren Frontabdeckung, die hinter die obere Frontabdeckung verschoben ist in der hochverschwenkten Öffnungsbetriebsstellung;

Fig. 3: eine zu Fig. 1 analoge Darstellung mit Darstellung des Gewichtsausgleichselementes der unteren Frontabdeckung;

Fig. 4: das Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 in einer perspektivischen ausschnittsweisen Darstellung auf eine obere Abdeckung des Möbelkorpus von innen, ohne Darstellung der Frontabdeckungen;

Fig. 5: eine Seitenansicht (ausschnittsweise) auf das Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 mit einer hinter die obere Frontabdeckung verschobene untere Frontabdeckung mit Darstellung der Schwenkhebel der oberen Frontabdeckung und des Gewichtsausgleichselementes;

Fig. 6: perspektivisch eine Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines

Gewichtsausgleichselementes der unteren Frontabdeckung in einer ersten Betriebsstellung;

Fig. 7: das Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 in einer anderen Betriebsstellung des Gewichtsausgleichselementes; Fig. 8: ein alternatives Ausführungsbeispiel eines Gewichtsausgleichselementes in einer Betriebsstellung;

Fig. 9: das Ausführungsbeispiel nach Fig. 8 in einer anderen Betriebsstellung;

Fig. 10: ein weiteres alternatives Ausführungsbeispiel eines Gewichtsausgleichselementes in einer Betriebsstellung;

Fig. 11 das Ausführungsbeispiel nach Fig. 10 in einer anderen Betriebsstellung, und

Fig. 12 bis 27: in jeweils einer zur Fig. 1 analogen Darstellung alternative Ausführungsbeispiele von zwei- oder dreigeteilten Fronten, wobei ein unteres Frontelement bzw. untere Frontelemente wahlweise vor oder hinter oder in einen Raum innerhalb einer oberen Frontabdeckung einzufahren ist bzw. sind.

In der Zeichnung sind gleichwirkende Teile mit übereinstimmenden Bezugsziffern versehen.

Allgemein mit 1 ist ein Möbel beziffert, das einen Boden 2, eine Rückwand 3, einen oberen Boden 4 und Seitenwände 5 aufweist. Innerhalb des Möbels ist ein Möbelinnenraum 6 vorgesehen. Die allgemein mit 7 bezifferte Frontabdeckung weit in dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 eine obere Frontabdeckung 7.1 und eine untere Frontabdeckung 7.2 auf. Zusätzlich sind Schwenkhebel 8.1 und 8.2 sowie 8.3 an einer insgesamt mit 8 bezifferten Viergelenkhebelanordnung vorgesehen, die mit der oberen Frontabdeckung 7.1 verbunden sind. Diese sind über Verbindungselemente 9 mit jeder Seitenwand 5 verbunden. Fig. 1 zeigt die Frontabdeckung in ihrer geschlossenen Schließbetriebsstellung, wohingegen Fig. 2 die Lage zeigt, in der die zweigeteilte Frontabdeckung 7 dergestalt zu einem Paket ineinander geschachtelt ist, in der die untere Frontabdeckung 7.2 hinter die obere Frontabdeckung 7.1 geschoben bzw. translatorisch bewegt worden ist und über die Viergelenkhebelanordnung in die hochverschwenkte Öffnungsbetriebsstellung verschwenkt worden ist.

In Fig. 3 ist auf die Darstellung der Viergelenkhebeanordnung verzichtet worden. Es ist ein zweites Gewichtsausgleichselement mit einer Zugfeder 1 1 dargestellt, das auf die obere Frontabdeckung 7.1 und untere Frontabdeckung 7.2 wirkt und über ein Gewichtsteilungselement 8.5 (Fig. 5) zu der Feder 1 1 geführt ist. Damit ist auch ein Gewichtsausgleich im hochverschwenkten Zustand des zusammengeschobenen Paketes der Frontabdeckungen 7.1 und 7.2 zu realisieren. Zusätzlich sind Umlenkrollen 13 und 14 vorgesehen sowie eine weitere Zugfeder 15. Des Weiteren ist das Zugseil über ein Fixierelement 16 geführt. In Fig. 4 ist das Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 näher dargestellt, wobei auf die Darstellung der Frontabdeckung 7 mit den Frontabdeckungsteilen 7.1 und 7.2 verzichtet wurde. Es ist ersichtlich, dass die Viergelenkhebelanordnung 8 an der Seitenwand 5 über das Verbindungselement 9 geführt ist. Zusätzlich ist noch ein Bahnkurvenelement 17 Teil der Viergelenkanordnung. Das Zugseil 12 ist über die Umlenkrollen 13 und 14 aus einer horizontalen Ausrichtung in eine vertikale Ausrichtung umgelenkt und wird von dort aus zu der unteren Frontabdeckung 7.2 geführt. Das Zugseil ist dann zu einem Fixierelement 16 geführt, das in diesem Ausführungsbeispiel am Ende eines Hebels 18 angeordnet ist. Dieser Hebel ist um die Achse 19 verschwenkbar gelagert und hat ein Bahnkurvenelement 20, um den ein weiteres Zugseil 21 geführt ist, das zu der Zugfeder 15 als Teil des Gewichtsausgleichelementes geführt ist, um die untere Frontabdeckung 7.2 in jeder Position ihrer Verschiebebewegung zu halten und damit zu positionieren. Fig. 5 zeigt das Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 in einer Seitenansicht mit Darstellung der unteren Frontabdeckung 7.1 und der oberen Frontabdeckung 7.2, den verschobenen Zustand der unteren Frontabdeckung und Darstellung der Viergelenkhebelanordnung der oberen Frontabdeckung 7.1. Die Viergelenkhebelanordnung 8 hat die Hebel 8.1 , 8.2, 8.3 sowie die kraftausgleichenden Hebel 8.4 und 8.5. Das Zugseil 12 greift an der unteren Frontabdeckung 7.2 an und ist mit der Zugfeder 15 verbunden. Über das Fixierelement 16 ist das Zugseil gehalten (sh. auch Fig. 4) und über Umlenkrollen 13 und 14 geführt.

Fig. 6 verdeutlicht in einer anderen Betriebsstellung des Schwenkhebels 18 das Ausführungsbeispiel nach den Figuren 4 und 5. Fig. 7 ist eine analoge Darstellung zu Fig. 6 in einer anderen Betriebsstellung des Schwenkhebels 18 und der Feder 15, womit einhergeht, dass die untere Frontabdeckung 7.2 in eine andere Verschiebeposition gelangt ist. Fig. 8 zeigt ein alternatives Ausführungsbeispiel, bei dem das Zugseil 12 an einem Fixierelement 16 gehalten ist, das nicht mehr an dem Schwenkhebel 18 angebracht ist. Somit ist dort an dem Schwenkhebel 18 ein weiteres Zugseil 21 vorgesehen, das mit der Zugfeder 15 verbunden ist. Zusätzlich ist an dem Schwenkhebel 18 eine weitere Umlenkrolle 22 vorgesehen, über die das zur Frontabdeckung 7.2 führende Zugseil 12 geführt ist. Fig. 9 verdeutlicht das Ausführungsbeispiel nach Fig. 8 in einer anderen Betriebsstellung des Schwenkhebels 18 und der Zugfeder 15. Fig. 10 verdeutlicht ein anderes Ausführungsbeispiel des Gewichtsausgleichselementes mit der Zugfeder 15 bei der das Zugseil 12 über die Umlenkrolle 14 geführt ist und dort zu einem Schwenkhebel 23, der um eine Schwenkachse 24 verschwenkt werden kann, wobei über die Achse 25 ein weitere Schwenkhebel 26 eingreift, der wiederum gelenkig mit dem Schwenkhebel 27 verbunden ist, der eine Schwenkbewegung um eine feste Schwenkachse 28 in Fallrichtung 29 durchführen kann und an dem die Zugfeder 15 als Teil des Gewichtsausgleichselementes verbunden ist. Fig. 1 1 verdeutlicht das Ausführungsbeispiel nach Fig. 10 in einer anderen Betriebsstellung der Teile.

In den Fig. 12 bis 27 sind verschiedene Frontabdeckungen 7 realisiert, wobei zwei Frontabdeckungen 7.1 und 7.2 derart vorgesehen sind, dass eine untere Frontabdeckung 7.2 vor eine obere Frontabdeckung 7.1 zu bewegen ist (Fig. 12, Fig. 13), oder eine untere Frontabdeckung 7.1 in einen Raum einer oberen Frontabdeckung zu überführen ist (Fig. 14, Fig. 15), oder aber bei einer dreiteiligen Frontabdeckung 7 mit einer unteren Frontabdeckung 7.1 , einer mittleren Frontabdeckung 7.3 und einer oberen Frontabdeckung 7.2, die jeweils hintereinander geschachtelt nach oben zu bewegen sind (Fig. 16, Fig. 17), oder aber, dass bei dreigeteilter Ausführung mit einer unteren Frontabdeckung 7.1 , 7.3 und 7.2 (Fig. 18) die untere Frontabdeckung 7.1 und die mittlere Frontabdeckung 7.3 in einen Aufnahmeraum einer oberen Frontabdeckung 7.2 zu überführen ist (Fig. 19), oder aber dass bei einer dreiteiligen Frontabdeckung 7 mit einer unteren Frontabdeckung 7.1 , einer mittleren Frontabdeckung 7.3 und einer oberen Frontabdeckung 7.2 die untere Frontabdeckung 7.1 in einen Raum innerhalb der mittleren Frontabdeckung 7.3 zu überführen ist und dann sowohl die untere Frontabdeckung 7.1 als auch die mittlere Frontabdeckung 7.3 in einen Raum der oberen Frontabdeckung 7.2 zu überführen ist (Fig. 20, Fig. 21 und Fig. 22), oder aber, dass drei Frontabdeckungen 7.1 , 7.3, 7.2 (Fig. 23) derart zu bewegen sind, dass diese als Paket außen auf der oberen Frontabdeckung 7.2 gelegen sind (Fig. 24), oder, dass während einer Öffnungsbewegung ein unteres Frontelement 7.2 über eine Kulissenführung hinter das obere Frontelement 7.2 überführbar ist (Fig. 26) oder wobei gemäß Fig. 27 ein unteres Frontelement 7.2 in einen Raum hinter das obere Frontelement 7.2 zu bewegen ist.