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Title:
FURNITURE PANEL WITH INTEGRATED ASSEMBLY ELEMENT FOR A MOVEMENT FITTING, FURNITURE BODY, AND FURNITURE COMPRISING SUCH A FURNITURE PANEL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/134936
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a furniture panel (40) with an integrated assembly element (50) for receiving a movement fitting (30) for movable furniture parts. The assembly element (50) has a base (51) and lateral sections (52) projecting from the base on at least two sides of the base (51). The assembly element (50) is inserted into a recess (42) of the furniture panel (40), and the recess (42) extends from a lateral surface (41) and at least one end face (43) of the furniture panel (40). The furniture panel is characterized in that at least the base (51) of the assembly element (50) is connected to a counter surface of the recess (42) in a force-fitting or bonded manner, and the assembly element (50) has means for securing the movement fitting (30). The movement fitting (30) can be substantially completely inserted into the furniture panel (40), and movable parts of the movement fitting (30) can be extended out of an end face (43) of the furniture panel. The invention additionally relates to a furniture body (10) or furniture comprising a wall, in particular a lateral wall (13), which has such a furniture panel (40) with an integrated assembly element (50).

Inventors:
NORDIEKER, Martin (Amtsweg 56, Hüllhorst, 32609, DE)
POISCHBEG, Jens (Schuckenhofstr. 41, Leopoldshöhe, 33818, DE)
TASCHE, Michael (Oetkerstrasse 3, Bielefeld, 33659, DE)
NOLTE, Karsten (Gleimstr. 22, Lemgo, 32657, DE)
Application Number:
EP2019/050090
Publication Date:
July 11, 2019
Filing Date:
January 03, 2019
Export Citation:
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Assignee:
AMBIGENCE GMBH & CO. KG (Goebenstraße 3-7, Herford, 32052, DE)
International Classes:
A47B96/20
Attorney, Agent or Firm:
KLEINE, Hubertus et al. (Am Zwinger 2, Bielefeld, 33602, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Möbelplatte (40) mit einem integrierten Montageelement (50) zur Aufnah me eines Bewegungsbeschlags (30) für bewegbare Möbelteile, wobei das Montageelement (50) einen Boden (51 ) und an zumindest zwei Seiten des Bodens (51 ) von diesem abstehende Seitenabschnitte (52) aufweist und wobei das Montageelement (50) in eine Aussparung (42) der Möbelplatte

(40) eingesetzt ist, und sich die Aussparung (42) von einer Seitenfläche

(41 ) und wenigstens einer Stirnseite (43) der Möbelplatte (40) her er streckt, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens der Boden (51 ) des Montageelements (50) kraftschlüssig oder stoffschlüssig mit einer Gegen fläche der Aussparung (42) verbunden ist und das Montageelement (50) Mittel zu Befestigung des Bewegungsbeschlags (30) aufweist, wobei der Bewegungsbeschlag (30) im Wesentlichen vollständig in der Möbelplatte (40) einsetzbar ist, wobei bewegliche Teile des Bewegungsbeschlags (30) aus einer Stirnseite (43) der Möbelplatte herausfahrbar sind.

2. Möbelplatte (40) nach Anspruch 1 , bei der die Aussparung (42) einge

bracht ist, bevorzugt eingefräst oder eingeprägt ist.

3. Möbelplatte (40) nach Anspruch 1 , bei der die Aussparung (42) mit der Möbelplatte (40) urgeformt ist.

4. Möbelplatte (40) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei der die Ausspa rung (42) eine über ihre Fläche konstante Tiefe aufweist.

5. Möbelplatte (40) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei der das Monta geelement (50) in die Aussparung (42) stoffschlüssig eingeklebt ist.

6. Möbelplatte (40) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei der der Boden (51 ) mehrere Formelemente, z.B. Spitzen, aufweist, die in die Gegenfläche der Aussparung (42) einpressbar sind.

7. Möbelplatte (40) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei der die Stirnseite (43) mit der Aussparung (42) mit einer Schmalseitenbeschichtung z.B. ei nem Kantenumleimer versehen ist.

8. Möbelplatte (40) nach Anspruch 7, bei der eine Stirnseite des Bodens (51 ) zu der mit der Aussparung (42) versehenen Stirnseite (43) hin ausgerichtet ist, wobei die Stirnseite des Bodens (51 ) von der Schmalseitenbeschich tung verdeckt ist.

9. Möbelplatte (40) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, bei der das Monta geelement (50) aus einem metallischen Werkstoff hergestellt ist, wobei ein Elastizitätsmodul des metallischen Werkstoffs um mindestens einen Faktor 10 höher ist als ein Elastizitätsmodul eines Möbelplattenwerkstoffs bzw. Möbelplattenverbundwerkstoffs, um eine Materialschwächung durch die Aussparung (42) auszugleichen.

10. Möbelplatte (40) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, bei der die Möbelplat te (40) eine Abdeckung (36) für den in das Montageelement (50) einge setzten Bewegungsbeschlag (30) aufweist.

1 1. Möbelplatte nach Anspruch 10, bei der die Abdeckung (36) in einem Be reich von 0 mm bis 3 mm von der Seitenfläche (41 ) übersteht.

12. Möbelplatte (40) nach einem der Ansprüche 1 bis 1 1 , bei der die Mittel zur Befestigung des Bewegungsbeschlags (30) an dem Boden (51 ) ange bracht sind.

13. Möbelplatte (40) nach Anspruch 12, bei der die Mittel zur Befestigung des Bewegungsbeschlags (30) senkrecht von dem Boden (51 ) abstehende Montagebolzen (53) sind, auf die der Bewegungsbeschlag (30) mit Monta gebohrungen (34) aufgesteckt wird.

14. Möbelplatte (40) nach Anspruch 13, bei der die Montagebolzen (53) eine Bohrung mit Innengewinde aufweisen, in die Montageschrauben (35) ein- schraubbar sind.

15. Möbelplatte (40) nach einem der Ansprüche 1 bis 14, bei der der Boden (51 ) mindestens eine mindestens eine Prägung (57) aufweist.

16. Möbelplatte (40) nach einem der Ansprüche 1 bis 15, bei der an dem Mon tageelement (50) Führungen, insbesondere in der Form von Führungsste gen (54), angeordnet oder ausgebildet sind, die ein Einschieben des Be wegungsbeschlags (30) parallel zum Boden (51 ) ermöglichen.

17. Möbelplatte (40) nach Anspruch 16, bei der die Führungen an den Seiten abschnitten (52) angeordnet oder ausgebildet sind.

18. Möbelplatte (40) nach einem der Ansprüche 1 bis 17, bei der Rastmittel vorgesehen sind, um den Bewegungsbeschlag (30) mit dem Montageele ment (50) zu verrasten.

19. Möbelplatte (40) nach Anspruch 18, bei der die Rastmittel Rastfedern (55) sind, die an dem Boden (51 ) und/oder an den Seitenabschnitten (52) und/oder die an dem Bewegungsbeschlag (30) angeordnet oder ausgebil det sind.

20. Möbelplatte (40) nach Anspruch 19, bei der die Rastfedern (55) so ange ordnet und ausgebildet sind, dass durch ein Einführen einer Einsteckzunge (62) eines Entnahmewerkzeugs (60) in einen Spalt zwischen dem Monta geelement (50) und dem Bewegungsbeschlag (30) die Verrastung des Bewegungsbeschlags (30) gelöst wird.

21. Möbelkorpus (10) oder Möbel, mit einer Wand, insbesondere Seitenwand (13), die eine Möbelplatte (40) mit integriertem Montageelement (50) ge mäß einem der Ansprüche 1 bis 20 aufweist.

Description:
Möbelplatte mit integriertem Montageelement für einen Bewegungsbeschlag und Möbelkorpus und Möbel mit einer derartigen Möbelplatte

Die Erfindung betrifft eine Möbelplatte mit einem integrierten Montageelement zur Aufnahme eines Bewegungsbeschlags für bewegbare Möbelteile, wobei das Montageelement einen Boden und an zumindest zwei Seiten des Bodens von diesem abstehende Seitenabschnitte aufweist, und wobei das Monta geelement in eine Aussparung der Möbelplatte eingesetzt ist und sich die Aus sparung von einer Seitenfläche und wenigstens einer Stirnseite der Möbelplatte her erstreckt. Die Erfindung betrifft weiterhin einen Möbelkorpus bzw. ein Mö bel, bei denen zumindest eine Wand, insbesondere eine Seitenwand von einer derartigen Möbelplatte gebildet ist.

Die Korpusse von Möbeln sind in der Regel aus Möbelplatten gebildet, die auf der Basis von Holz oder einem Holzwerkstoff, beispielsweise einer Spanplatte oder einer mitteldichten oder hochdichten Faserplatte (MDF - Medium Density Fiber, HDF - High Density Fiber), gefertigt sind. Zur Verbindung der Möbelplat ten untereinander oder zum gelenkigen Anbinden von bewegbaren Möbelteilen wie Türen oder Klappen werden Verbindungsbeschläge, Bewegungsbeschläge oder sonstige Funktionsbeschläge verwendet, die in diesem Rahmen zusam menfassend als Beschläge bezeichnet werden. Beschläge werden in der Regel aus Kunststoffen und/oder metallischen Werkstoffen gefertigt. Üblicherweise werden insbesondere größere Beschläge auf die Möbelplatten aufgesetzt und mit diesen verschraubt. Sie ragen dann in den Innenraum des Möbelkorpus hinein, wodurch sie bei geschlossener Tür oder Klappe nicht sichtbar sind, je doch die Optik des Möbelkorpus bei geöffneter Tür oder Klappe beeinträchtigen und das nutzbare Innenvolumen des Möbelkorpus reduzieren. Bei kleineren Beschlägen ist auch ein Einlassen in eine Bohrung oder Ausnehmung bekannt.

Die Druckschrift DE 20 2014 105 730 U1 beschreibt eine Möbelplatte, bei der in eine Materialaussparung ein Einsetzteil als Montageelement angeordnet ist, das einen Bewegungsbeschlag aufnehmen kann. Die Materialaussparung kann dabei mit hinterschnittenen Abschnitten versehen sein, um das Einsetzteil zu mindest in einer Richtung senkrecht zur Oberfläche der Möbelplatte zu fixieren. Weitere Details zur Befestigung des Einsetzteils an der Möbelplatte oder auch des Bewegungsbeschlags am Einsetzteil sind nicht beschrieben. Vorteilhaft an der Anordnung des Einsetzteils in der Aussparung in der Möbelplatte ist es, dass der eingesetzte Bewegungsbeschlag ganz oder teilweise gegenüber der Oberfläche der Möbelplatte versenkt positioniert ist, wodurch er nicht oder we niger in den Innenraum eines Möbelkorpus hinein ragt.

Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Möbelplatte so weiterzu bilden, dass ein Bewegungsbeschlag auf einfache Weise montiert und auch demontiert werden kann.

Diese Aufgabe wird durch eine Möbelplatte und einen Möbelkorpus bzw. ein Möbel mit einer derartigen Möbelplatte mit den Merkmalen des jeweiligen un abhängigen Anspruchs gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltung und Weiterbildungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.

Eine erfindungsgemäße Möbelplatte der eingangs genannten Art zeichnet sich dadurch aus, dass wenigstens der Boden des Montageelements kraftschlüssig oder stoffschlüssig mit einer Gegenfläche der Aussparung verbunden ist und dass das Montageelement Mittel zu Befestigung des Bewegungsbeschlags aufweist, wobei der Bewegungsbeschlag im Hinblick auf die Seitenfläche der Möbelplatte im Wesentlichen vollständig in die Möbelplatte einsetzbar ist, wobei bewegliche Teile des Bewegungsbeschlags aus einer Stirnseite der Möbelplat te herausfahrbar sind.

Ein derartiges Befestigungsmittel kann bereits bei Herstellung der Möbelplatte in diese integriert werden und erlaubt eine Befestigung des Bewegungsbe schlags auf engstem Raum. Durch die kraft- oder stoffschlüssig Verbindung mit einer Gegenfläche der Aussparung hat es eine verstärkende (stabilisierende) Funktion für die Möbelplatte. Aufgrund der Stabilisierung kann die Aussparung (von der Seitenfläche der Möbelplatte aus gesehen) großflächiger und/oder tie fer ausgebildet werden, als es ohne die Stabilisierung der Möbelplatte im Be reich der Aussparung möglich wäre. Der für den Bewegungsbeschlag zur Ver fügung stehende Platz innerhalb der Möbelplatte kann so trotz des zusätzlichen Befestigungsmittels effektiv vergrößert werden.

Dadurch, dass der Bewegungsbeschlag im Hinblick auf die Seitenfläche der Möbelplatte im Wesentlichen vollständig in die Möbelplatte einsetzbar ist, wird eine Integration des Bewegungsbeschlags in die Möbelplatte erreicht, so dass dieser nicht er nicht oder nur unwesentlich in den Innenraum eines Möbelkor pus hinein ragt. Dabei ist der Ausdruck„im Wesentlichen“ so zu verstehen, dass ein eventueller Überstand des Bewegungsbeschlags so klein ist, dass der Bewegungsbeschlag die Gestaltung des Innenraums des Korpus nicht beein trächtigt. Der Überstand ist bevorzugt kleiner als 3 Millimeter (mm) oder, in rela tiven Maßen ausgedrückt, bevorzugt kleiner als etwa 10% der Tiefe der Aus sparung.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Möbelplatte ist die Aussparung (nach träglich) in die Möbelplatte eingebracht, bevorzugt eingefräst oder eingeprägt. Die Möbelplatte kann so zunächst konventionell z.B. aus Holz oder einem Holzverbundwerkstoff, ohne die Aussparung hergestellt werden. Die Ausspa rung kann dann nachträglich erstellt werden. Dieses kann bevorzugt von der Seitenfläche her erfolgen. Alternativ kann die Aussparung mit der Möbelplatte zusammen in einem Urformverfahren erstellt werden, z.B. in einem Schäum oder Gießverfahren.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Möbelplatte weist die Ausspa rung eine über ihre Fläche konstante Tiefe auf. Insbesondere bei einem Einfrä sen der Aussparung stellt dieses eine einfach herzustellende Form der Ausspa rung dar. Es sind grundsätzlich jedoch auch andere Formen möglich, bei spielsweise eine in der Tiefe gestufte Aussparung, wobei die Aussparung in dem Bereich des Bewegungsbeschlags, in dem bewegte Beschlagelemente wie Hebel oder dergleichen angeordnet sind, tiefer ist als in anderen Bereichen.

Die Tiefe der Aussparung kann beispielsweise mindestens 14 mm betragen und die Stärke des im Bereich der Aussparung verbleibenden Materials der Möbelplatte kann zwischen etwa 1 und 10 mm betragen.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Möbelplatte ist das Monta geelement in die Aussparung stoffschlüssig eingeklebt. Eine Verklebung ist platzsparend und kann auch bei einer geringen verbleibenden Materialstärke der Möbelplatte in dem Bereich der Aussparung umgesetzt werden. Bei einer vollflächigen oder nahezu vollflächigen Verklebung des Bodens des Monta geelements mit der Möbelplatte kann im Bereich der Aussparung die Möbel platte eine besonders geringe Materialstärke aufweisen, wodurch ein maximal tiefer Einbauraum für den Bewegungsbeschlag geschaffen wird.

Alternativ oder zusätzlich zur Verklebung kann der Boden mehrere Formele mente, z.B. Spitzen (Spikes), aufweisen, die in die Gegenfläche der Ausspa rung einpressbar sind und durch die ebenfalls eine stabilisierende Verbindung geschaffen wird. In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Möbelplatte ist die Stirnseite mit der Aussparung mit einer Schmalseitenbeschichtung z.B. einem Kantenum leimer versehen. Bevorzugt ist eine Stirnseite des Bodens zu der mit der Aus sparung versehenen Stirnseite hin ausgerichtet und die Stirnseite des Bodens ist - bevorzugt im Wesentlich vollständig - von der Schmalseitenbeschichtung verdeckt.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Möbelplatte ist das Monta geelement aus einem metallischen Werkstoff hergestellt, wobei ein Elastizi tätsmodul des metallischen Werkstoffs um mindestens einen Faktor 10 höher ist als ein Elastizitätsmodul eines Möbelplattenwerkstoffs bzw. Möbelplatten verbundwerkstoffs. Ein derartig großer Unterschied in dem Elastizitätsmodul (E-Modul), insbesondere im Hinblick auf eine Zug-Belastung, ermöglicht es, ei ne Materialschwächung der Möbelplatte durch die Aussparung mit einem relativ dünnen Boden des Montageelements auszugleichen. Auf diese Weise wird Platz für den Bewegungsbeschlag geschaffen, ohne dass die Festigkeit bzw. Stabilität der Möbelplatte abnimmt. Die E-Module von typischen Werkstoffen bzw. Verbundwerkstoffen von Möbelplatten liegen im Bereich von etwa 1000 bis etwa 6500 N/mm 2 (Newton pro Quadratmillimeter).

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung weist die Möbelplatte eine Abde ckung für den in das Montageelement eingesetzten Bewegungsbeschlag auf, der bis zu maximal 3 mm über die Seitenfläche überstehen kann. Eine solche Abdeckung ist optisch unauffällig und nicht störend. Durch den geringen Über stand kann das von der Aussparung bereitgestellte Volumen maximal vom Be wegungsbeschlag beansprucht werden.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Möbelplatte sind die Mittel zur Befestigung des Bewegungsbeschlags an dem Boden angebracht. Die Mittel zur Befestigung des Bewegungsbeschlags können beispielsweise senkrecht von dem Boden abstehende Montagebolzen sein, auf die der Bewegungsbe schlag mit entsprechenden Montagebohrungen aufgesteckt wird. Dabei können die Montagebolzen jeweils eine Bohrung mit Innengewinde aufweisen, in die Montageschrauben einschraubbar sind. Auf diese Weise kann der Bewe gungsbeschlag einfach von der korpusinnenseitigen Seite der Möbelplatte in die Aussparung eingesetzt und befestigt werden. ln einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Möbelplatte weist der Boden mindestens eine Prägung auf, an der der Bewegungsbeschlag anliegt. Durch die mindestens Prägung ist die Anlagestelle bzw. sind die Anlagestellen des Bewegungsbeschlags am Montageelement exakt definiert und es ist ermög licht, eine Höhentoleranz der Baueinheit bestehend aus Montageelement und Bewegungsbeschlag in einem engen Maßbereich zu halten. Mögliche Uneben heiten des Bodens des Montageelements spielen dadurch bezüglich der Ge samthöhe keine Rolle mehr.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Möbelplatte sind an dem Mon tageelement Führungen, insbesondere in der Form von Führungsstegen, an geordnet oder ausgebildet sind, die ein Einschieben des Bewegungsbeschlags parallel zum Boden ermöglichen. Die Führungen können am Boden, aber auch an den Seitenabschnitten angeordnet oder ausgebildet sein. Die Führungen ermöglichen ein Einschieben des Bewegungsbeschlags von der Stirnseite her. So kann ein kassettenförmiges Montageelement verwendet werden, das die Aussparung zur Korpusinnenseite hin verblendet.

Bevorzugt sind dabei Rastmittel vorgesehen, durch die der Bewegungsbe schlag mit dem Montageelement verrastet. Die Rastmittel können bevorzugt Rastfedern sein, die an dem Boden und/oder an den Seitenabschnitten und/oder die an dem Bewegungsbeschlag angeordnet oder ausgebildet sind. Die Rastfedern können so angeordnet und ausgebildet sein, dass durch ein Einführen einer Einsteckzunge eines Entnahmewerkzeugs in einen Spalt zwi schen dem Montageelement und dem Bewegungsbeschlag die Verrastung des Bewegungsbeschlags gelöst wird. So kann der Bewegungsbeschlag ggf. zur Reparatur oder Wartung oder zum Austausch auch wieder entnommen werden.

Ein erfindungsgemäßer Möbelkorpus oder ein erfindungsgemäßes Möbel hat eine Wand, insbesondere Seitenwand, die eine derartige Möbelplatte mit inte griertem Montageelement aufweist bzw. aus einer derartigen Möbelplatte her gestellt ist. Es ergeben sich die im Zusammenhang mit der Möbelplatte ge schilderten Vorteile.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen mit Hilfe von Figuren näher erläutert.

Die Figuren zeigen: Fig. 1 ein Möbel mit einer Seitenwand mit integriertem Montagelement für einen Bewegungsbeschlag;

Fig. 2 eine isometrische Explosionsdarstellung eines ersten Ausfüh rungsbeispiels einer Möbelplatte mit Montageelement und Bewe gungsbeschlag;

Fig. 3a eine stirnseitige Ansicht der Möbelplatte gemäß Fig. 2;

Fig. 3b eine Schnittdarstellung eines Abschnitts der Möbelplatte gemäß

Fig. 2

Fig. 4a, b eine isometrische Schrägansicht und eine Seitenansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels einer Möbelplatte mit Montageele ment;

Fig. 5a, b wie Fig. 4a, b mit eingesetztem Bewegungsbeschlag;

Fig. 6 eine isometrische Darstellung eines Montageelements mit teilein- geschobenem Bewegungsbeschlag; und

Fig. 7 eine isometrische Ansicht des Montageelements 50 mit einge schobenem Bewegungsbeschlag gemäß Fig. 6 sowie einem Ent nahmewerkzeug.

In allen Figuren kennzeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche oder gleichwir kende Elemente. Aus Gründen der Übersichtlichkeit ist in den Figuren nicht je des Element in allen Figuren mit einem Bezugszeichen versehen.

In der Beschreibung beziehen sich Begriffe wie oben, unten, links, rechts aus schließlich auf die in den jeweiligen Figuren gewählte beispielhafte Darstellung. Die Begriffe vorne und hinten sind auf eine Ausrichtung des Möbelkorpus be zogen, wobei die vordere Seite die offene und dem Benutzer in der Regel zu gewandte Seite des Möbelkorpus kennzeichnet.

Fig. 1 zeigt in einer isometrischen Darstellung einen Oberschrank beispielswei se einer Küche als erstes Ausführungsbeispiel eines Möbels mit Verbundele menten als Seitenwand. Als Verbundelement ist im Rahmen dieser Anmeldung eine Anordnung aus einer Möbelplatte mit einem integrierten Funktionsbauteil zu verstehen.

Der Oberschrank umfasst einen Möbelkorpus 10 mit einem Unterboden 1 1 und einem Oberboden 12 sowie zwei Seitenwänden 13. Eine Rückwand ist bevor zugt unter anderem aus Stabilitätsgründen vorhanden, in diesem Ausführungs beispiel aber nicht sichtbar.

Der Möbelkorpus 10 ist nach vorne offen, um Zugang zum Innenraum des Schrankes zu erhalten. Es ist eine Klappenanordnung 20 mit einer in diesem Beispiel einteiligen Klappe 21 vorgesehen, um die Öffnung des Möbelkorpus 10 verschließen zu können. Die einteilige Klappe 21 ist entlang ihrer oberen hori zontalen Seitenkante schwenkbar gelagert. Zu diesem Zweck sind Bewe gungsbeschläge 30 vorgesehen, die mit einem Hebelwerk 33 im oberen Be reich der einteiligen Klappe 21 mit dieser verbunden sind.

Die Bewegungsbeschläge 30, nachfolgend abgekürzt auch als Beschläge 30 bezeichnet, sind dabei (bis auf das in der dargestellten Öffnungsstellung aus gefahrene Hebelwerk 33) versenkt in der jeweiligen Seitenwand 13 angeordnet. Im geschlossenen Zustand der Klappe 21 ist das Hebelwerk 33 ggf. bis auf Montageelemente zur Verbindung mit der Klappe 21 vollständig in die Seiten wand 13 eingefahren. Der Bereich innerhalb der Seitenwand 13, in dem sich der Beschlag 30 befindet, ist in der Fig.1 bei der linken Seitenwand 13 durch eine gestrichelte Linie angedeutet. Bei der rechten Seitenwand 13 ist der Be schlag 30 mit einer Abdeckung 36 versehen.

Die Seitenwand 13 zeichnet sich durch Seitenflächen aus, die idealerweise zumindest an der Außenseite des Möbelkorpus 10 über ihre gesamte Fläche eine durchgängig gleiche Oberflächenbeschaffenheit aufweisen. Die Oberflä che der Seitenflächen kann durch verschiedene Muster, Oberflächenbeschaf fenheit oder verschiedene Farben Designeffekte erzeugen. An der zum Innen raum des Möbelkorpus 10 weisenden jeweiligen inneren Seitenfläche der Sei tenwände 13 ist die Abdeckung 36 bevorzugt bündig mit der sonstigen Oberflä che der Seitenwand 13. Sie kann optisch angepasst sein oder sich auch be wusst optisch absetzen in Relation zur Oberfläche der Seitenwand 13.

Anmeldungsgemäß sind die Seitenwände 13 aus Möbelplatten 40 aufgebaut, die ein integriertes Montageelement 50 zur Befestigung des Beschlags 30 auf weisen. Die Möbelplatten 40 und damit die Seitenwände 13 weisen eine Stirn- Seite 43 auf, die im Bereich des Beschlags 30 eine Öffnung aufweist, in die das Hebelwerk 33 des Beschlags 30 eintaucht bzw. aus der das Hebelwerk 33 aus fährt. Im geschlossenen Zustand der Klappenanordnung 20 ist das Hebelwerk 33 bis auf eventuelle Befestigungsmittel, mit dem es mit der hier einteiligen Klappe 21 verbunden ist, vollständig in die Öffnung eingetaucht.

Der Aufbau einer für die Seitenwände 13 geeigneten Möbelplatte 40 ist im Zu sammenhang mit den Fig. 2, 3a und 3b in einem ersten und in Zusammenhang mit den Fig. 4a bis 7 nachfolgend in einem zweiten Ausführungsbeispiel näher erläutert.

Fig. 2 zeigt eine isometrische Seitenansicht einer Möbelplatte 40 mit integrier tem Montageelement 50 sowie einem Beschlag 30 und einer aufgesetzten Ab deckung 36 in einer isometrischen Explosionsdarstellung. Die Möbelplatte 40 ist beispielsweise zur Herstellung der Seitenwände 13 in dem Möbelkorpus 10 gemäß Fig. 1 geeignet.

Die Möbelplatte 40 ist in der Regel aus Holz oder einem Holzwerkstoff (Span platte, MDF, HDF) oder auch einem Holz/Kunststoff-Verbundwerkstoff gefertigt. In alternativen Ausgestaltungen können auch Steinplatten als Möbelplatten verwendet werden.

Die Möbelplatte 40 weist eine von einer Seitenfläche 41 her eingebrachte Aus sparung 42 auf, die zumindest abschnittsweise auch zu einer Stirnseite 43 der Möbelplatte 40 hin geöffnet ist. Durch die Öffnung in der Stirnseite 43 tritt das Hebelwerk 33 aus.

Die Montageplatte 50 ist in die Aussparung 42 eingesetzt und mit der Möbel platte 40 verbunden, insbesondere verklebt. Das Montageelement 50 weist ei nen rechteckigen ebenen Boden 51 auf und drei Seitenabschnitte 52. Die zur Stirnseite 43 der Möbelplatte 40 weisende Seite verbleibt offen. Der Boden 51 ist bevorzugt einstückig mit den Seitenabschnitten 52 ausgebildet und kann beispielsweise aus Stahlblech gefertigt sein, wobei die Seitenabschnitte 52 von dem Boden 51 abgekantet sind. Das Montageelement 50 kann so beispielswei se kostengünstig als Stanzbiegeteil gefertigt werden.

Die Abmessungen des Montageelements 50 entsprechen der Kontur der Aus sparung 42, so dass das Montageelement 50 von der Seitenfläche 41 der Mö belplatte 40 her möglichst passgenau in die Aussparung 42 eingesetzt werden kann. Bereits durch das passgenaue Einsetzen können auf den Beschlag 30 wirkende Kräfte über das Montageelement 50 gut in die Möbelplatte 40 einge leitet werden. Zudem sind zusätzlich Verbindungsmittel vorgesehen, um das Montageelement 50 an der Möbelplatte 40 zu befestigen. Vorteilhaft kann das Montageelement 50 in die Aussparung 42 eingeklebt werden, wobei sich ins besondere der großflächige Boden 51 für eine Verklebung eignet. Durch eine derartige Verklebung wird nicht nur das Montageelement 50 fixiert, sondern auch der Boden der Aussparung 42, der unter Umständen aus einer nur weni ge Millimeter (mm) starken verbleibenden Schicht der Möbelplatte 40 besteht, stabilisiert. Eine Verklebung kann zusätzlich an den Außenflächen der Seiten abschnitte 52 erfolgen. An diesen Stellen können auch Schraubverbindungen vorgesehen sein, bei denen Schrauben durch die Seitenabschnitte 52 des Montagelements 50 in das Kernmaterial der Möbelplatte 40 eingeschraubt wer den.

Auf dem Boden 51 sind zudem Montagebolzen 53 angeordnet, beispielsweise aufgeschweißt in einem Punktschweißprozess oder durch Öffnungen des Bo dens 51 gesteckt und mit dieser verbördelt. Der einzusetzende Beschlag 30 weist an den Positionen der Montagebolzen 53 Montagebohrungen 34 auf, und wird entsprechend mit diesen Montagebohrungen 34 auf die Montagebolzen 53 aufgesteckt. Die Montagebolzen 53 sind im dargestellten Ausführungsbeispiel mit einem zentralen Innengewinde versehen, in das Montageschrauben 35 ge schraubt werden, die entsprechend die Seitenplatte 31 und damit den Beschlag 30 auf den Montagebolzen 53 sichern.

Auf den Beschlag 30 wird zur Abdeckung die bereits im Zusammenhang mit der Fig. 1 genannte Abdeckung 36 aufgesetzt. Sie kann beispielsweise Rast mittel aufweisen, mit denen sie auf die Seitenplatte 31 aufgeclipst wird.

Die Aussparung 42 der Möbelplatte 40 kann so tief ausgebildet sein, dass sie den Beschlag 30, ggf. mit der Abdeckung 36, vollständig aufnimmt. Vorteilhaft ist dann der Bereich des Beschlags 30, ggf. mit der Abdeckung 36, bündig zur sonstigen Oberfläche der Seitenfläche 41. Es entsteht - insbesondere mit auf gesetzter Abdeckung 36 - eine optisch nahezu homogene Fläche. Dennoch kann nach einem Abnehmen der Abdeckung 36 und einem Lösen der Monta geschrauben 35 der Beschlag 30 bei montierten Möbel nach innen zum Innen raum des Möbelkorpus hin entnommen werden, beispielsweise um ihn bei ei nem eventuellen Defekt oder bei Verschleiß austauschen zu können. Fig. 3a zeigt in einer Draufsicht die Stirnseite 43 der Möbelplatte 40 mit Monta geelement 50, in das der Beschlag 30 eingesetzt ist und auf den die Abde ckung 36 aufgesetzt ist.

In dem oberen Teil der Fig. 3b ist ein Bereich um einen der Montagebolzen 53 in einer Schnittdarstellung wiedergegeben. Im unteren Teil der Fig. 3b ist ein Abschnitt des Montageelements 50 freigestellt und vergrößert wiedergegeben. Die Figuren zeigen nochmals die oberflächenbündige Anordnung und Befesti gung des Beschlags 30 in der Aussparung 42 detailliert.

An dem Boden 51 des Montageelements 50 sind Prägungen 57 (vgl. unterer Teil der Fig. 3b) angeordnet, an denen die Montagebolzen 53 festgelegt sind. Durch die Prägungen 57 sind die Anlagestellen des Beschlages 30 am Monta geelement 50 exakt definiert und es ist ermöglicht, die Flöhentoleranz der Bau einheit bestehend aus Montageelement 50 und Beschlag 30 in einem engen Maßbereich zu halten. Mögliche Unebenheiten des Bodens 51 des Monta geelements 50 spielen dadurch bezüglich der Gesamthöhe keine Rolle. Alter nativ dazu ist es auch denkbar, die Prägungen 57 an der Seitenplatte 31 und/oder 32 anzuordnen, um diesen Effekt zu erzielen.

In den Fig. 4a und 4b ist ein zweites Ausführungsbeispiel einer Möbelplatte 40 mit integriertem Montageelement 50 gezeigt. Fig. 4a gibt die Anordnung in ei ner Seitenansicht auf die Seitenfläche 41 der Möbelplatte 40 wieder und Fig. 4b in einer isometrischen Schrägansicht.

Wie bei dem zuvor gezeigten Ausführungsbeispiel ist in die Möbelplatte 40 eine Aussparung 42 eingebracht, in die das Montagelement 50 eingesetzt ist. Die ses weist wiederum einen ebenen Boden 51 auf, der an drei Seiten abgekantet ist, so dass Seitenabschnitte 52 gebildet sind. Die Seitenabschnitte 52 enden bündig mit den Kanten der Aussparung 42.

Zur Befestigung ist bevorzugt wieder ein Verkleben des Montageelements 50 mit der Möbelplatte 40 vorgesehen. Auf die in Zusammenhang mit dem ersten Ausführungsbeispiel alternativen oder zusätzlichen Befestigungsmethoden wird verwiesen.

Im Unterschied zum ersten Ausführungsbeispiel ist vorliegend ein Einsetzen des Beschlags 30 nicht von der Seitenfläche 41 her vorgesehen, sondern ein Einschieben von der Stirnseite 43 her. Entsprechend ist die stirnseitige Öffnung in der Möbelplatte 40 so ausgebildet, dass der Öffnungsquerschnitt den Ab messungen des Beschlags 30 an Stellen seiner maximalen Einbauhöhe ent spricht, so dass dieser von der Stirnseite 43 her eingeschoben werden kann.

Zur Befestigung des Beschlags 30 in dem Montagelement 50 ist an dem unte ren und an dem oberen Seitenabschnitt 52 jeweils ein Führungssteg 54 ange ordnet. Beim Einschieben des Beschlags 30 umgreifen die nach oben bzw. un ten leicht überstehenden Seitenplatten 31 , 32 die Seiten der Führungsstege 54, wodurch der Beschlag 30 in einer Richtung senkrecht zur Seitenfläche 41 der Möbelplatte 40 festgelegt ist. Weiterhin sind im gezeigten Beispiel vor (in Ein schubrichtung des Beschlags 30 gesehen) den Führungsstegen 54 nach innen ausgestellte Rastfedern 55 angeordnet, mit denen der Beschlag 30 im einge schobenen Zustand verrastet. An dem in Einschubrichtung gesehen hinteren Seitenabschnitt 52 des Montageelements 50 sind zudem Federelemente 56 angeordnet, deren Funktion nachfolgend in Zusammenhang mit den Fig. 6 und 7 erläutert wird.

Die Möbelplatte 40 mit eingeschobenem Beschlag 30 ist in analoger Darstel lungsweise wie in den Fig. 4a und 4b in den Fig. 5a und 5b gezeigt. Wieder ist der Beschlag 30 im Wesentlichen bündig mit seiner nach außen weisenden Seitenplatte 31 mit der Seitenfläche 41 der Möbelplatte 40 ausgerichtet. Eine insbesondere in der Fig. 5b zu sehende verbleibende Stufe wird von einer hier nicht dargestellten Abdeckung (vgl. Abdeckung 36 des ersten Ausführungsbei spiels) noch gefüllt.

In Fig. 6 ist das Einschieben des Beschlags 30 in das Montageelement 50 nochmals beispielhaft außerhalb der Möbelplatte 40 dargestellt. In dieser Figur ist zu erkennen, dass beim Beschlag 30 die Seitenplatten 31 , 32 durch einen Rahmen 38 voneinander beabstandet sind. Der Rahmen 38 verläuft entlang zumindest der oberen und der unteren Seite und bevorzugt auch entlang der hinteren Seite des Beschlags 30 und bildet zusammen mit den Seitenplatten 31 , 32 ein Gehäuse des Beschlags 30.

An der oberen und der hier nicht sichtbaren unteren Seite ist der Rahmen 38 gegenüber den Seitenplatten 31 , 32 leicht nach innen versetzt, so dass jeweils ein u-förmiges Führungsprofil gebildet wird, das den entsprechenden Füh rungssteg 54 aufnimmt. Weiter ist in dem Rahmen 38 an geeigneter Stelle eine Rastvertiefung 37 angeordnet, in die die Rastfeder 55 einrastet, so dass der Beschlag 30 nicht nur durch die Führung 54 seitlich, sondern auch im Hinblick auf die Einschubrichtung festgelegt ist und nicht mehr ohne weiteres nach vor ne entnommen werden kann.

Der eingeschobene Zustand des Beschlags 30 in dem Montageelement 50 ist in der Fig. 7 wiedergegeben. Weiter zeigt die Fig. 7 das Ansetzen eines Ent nahmewerkzeugs 60, das ein vorderes Griffteil 61 und zwei davon senkrecht abstehende und zueinander parallel ausgerichtete streifenförmige Einsteck zungen 62 aufweist. Die Einsteckzungen 62 werden anliegend am Rahmen 38 zwischen die Seitenabschnitte 52 der Montageplatte 50 und den Beschlag 30 eingeschoben und hebeln die Rastfeder 55 aus der Rastvertiefung 37. Nach Einschieben des Entnahmewerkzeugs 60 ist somit die Verriegelung der Rast federn 55 in den Rastvertiefungen 37 aufgehoben und der Beschlag 30 kann nach vorne entnommen werden, um ihn ggf. zu reparieren oder zu ersetzen.

Das Entnehmen des Beschlags 30 wird durch die in Fig. 6 sichtbaren Fe derelemente 56 unterstützt. Die Federelemente 56 werden beim Einschieben des Beschlags 30 gespannt und federn nach dem Aufheben der Verrastung zwischen der Rastfeder 55 und der Rastvertiefung 37 aus und schieben den Beschlag 30 so weit in Entnahmerichtung vor, dass er dann von einem Benut zer gut gegriffen werden kann.

Auch die im zweiten Ausführungsbeispiel gezeigte Anordnung erlaubt somit ei nen Austausch des Beschlags 30 bei montiertem Möbelkorpus oder Möbel.

Alternativ ist für das Montageelement 50 auch die Verwendung anderer Materi alien wie beispielsweise Kunststoff oder Leichtmetall möglich. Das Monta geelement 50 kann dabei auch mehrteilig hergestellt sein, wobei die Rastfedern 55 und Federelemente 56 aus einem elastischen federnden Material separat festgelegt sein können.

Bezugszeichen

10 Möbelkorpus

1 1 Unterboden

12 Oberboden

13 Seitenwand

20 Klappenanordnung

21 einteilige Klappe

30 Beschlag

31 , 32 Seitenplatte

33 Hebelwerk

34 Montagebohrung

35 Montageschraube

36 Abdeckung

37 Rastvertiefung

38 Rahmen

40 Möbelplatte

41 Seitenfläche

42 Aussparung

43 Stirnseite

50 Montageelement

51 Boden

52 Seitenabschnitt

53 Montagebolzen

54 Führungssteg

55 Rastfeder

56 Federelement

57 Prägung

60 Entnahmewerkzeug

61 Griffteil

62 Einsteckzunge