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Patent Searching and Data


Title:
GALLEY
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/211119
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention specifies a galley comprising a roller-shutter device (1) with at least one load-bearing lamella unit, which has at least one roller-shutter profile (2, 3) and at least one roller-shutter guide (4); and comprising a counter unit (7) with a counter (8) and a counter-guide profile (9), which interacts with the roller-shutter guide (4) for the purpose of guiding the roller-shutter profile (2, 3); wherein the roller-shutter guide (4) can be moved relative to the counter-guide profile (9) in a horizontal direction of the counter (8). The galley provided here should be one which is easier to clean and is less affected by dirt. This is achieved in that the roller guide (4) engages around the counter-guide profile (9), which is arranged at least to some extent above the counter (8).

Inventors:
KEMMERLING, Frank (Roeckrather Hauptstr. 29, Neuss, 41472, DE)
KÜBECK, Thomas (Finkenstraße 19, Grefrath, 47929, DE)
NEUMANN, Birgit (Saalestr. 4, Duisburg, 47239, DE)
Application Number:
EP2019/060317
Publication Date:
November 07, 2019
Filing Date:
April 23, 2019
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS MOBILITY GMBH (Otto-Hahn-Ring 6, München, 80333, DE)
International Classes:
A47F3/04; A47B31/02; E06B9/11; E06B9/15; E06B9/58
Domestic Patent References:
WO2008111934A12008-09-18
Foreign References:
EP0170338A11986-02-05
DE8520090U11985-09-26
Other References:
None
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Claims:
Patentansprüche

1. Galley, umfassend

- eine Rollovorrichtung (1) mit mindestens einer tragenden Lamelleneinheit (10, 12), die mindestens ein Rolloprofil (2, 3) und mindestens eine Rolloführung (4) aufweist; und

- eine Thekeneinheit (7) mit einer Theke (8) und einem The kenführungsprofil (9), das mit der Rolloführung (4) zur Füh rung der tragenden Lamelleneinheit (10, 12) zusammenwirkt; und

- wobei die Rolloführung (4) relativ zu dem Thekenführungs- profil (9) in einer Horizontalrichtung der Theke (8) bewegbar ist ;

wobei die Rolloführung (4) das zumindest teilweise oberhalb der Theke (8) angeordnete Thekenführungsprofil (9) umgreift.

2. Galley nach Anspruch 1, wobei die Galley ein erstes

Rolloprofil (2) und ein gegenüberliegendes zweites

Rolloprofil (3) aufweist, die mit der Rolloführung (4) als ein U-Profil ausgebildet sind.

3. Galley nach Anspruch 2, wobei die Rolloführung (4) mindes tens eine Führungsrolle (5) aufweist, die zwischen dem ersten Rolloprofil (2) und dem zweiten Rolloprofil (3) angeordnet ist, und die mit dem Thekenführungsprofil (9) zusammenwirkt.

4. Galley nach einem der Ansprüche 2 oder 3, wobei ein Rol lenträger (6) zum Tragen der Führungsrolle (5) auf einer dem Thekenführungsprofil (9) abgewandten Seite der Führungsrolle (5) angeordnet ist.

5. Galley nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei das Theken führungsprofil (9) zumindest teilweise in die Theke (8) ein gelassen ist.

6. Galley nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei das Theken führungsprofil (9) aus einem Flachstahl gebildet ist, der an einem dem Rolloprofil (2, 3) zugewandten Ende abgerundet ist.

7. Galley nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei mindestens eine gestützte Lamelleneinheit (11) zwischen zwei tragenden Lamelleneinheiten (10, 12) angeordnet ist, die mindestens ein drittes Rolloprofil (13) aufweist.

8. Galley nach Anspruch 7, wobei das dritte Rolloprofil (13) auf einer der Theke (8) zugewandten Seite mittels einer ers ten Stützeinrichtung (14) zum Stützen der gestützten Lamel leneinheit (11) mit den zwei tragenden Lamelleneinheiten (10, 12) in Eingriff gebracht ist.

9. Galley nach einem der Ansprüche 7 oder 8, wobei das dritte Rolloprofil (13) auf einer der Theke (8) abgewandten Seite mittels einer zweiten Stützeinrichtung (15) zum Stützen der gestützten Lamelleneinheit (11) mit den zwei tragenden Lamel leneinheiten (10, 12) in Eingriff gebracht ist.

10. Galley nach einem der Ansprüche 8 oder 9, wobei die erste Stützeinrichtung (14) und/oder die zweite Stützeinrichtung (15) mindestens einen ersten Steg (16) aufweist, der an dem dritten Rolloprofil (13) ausgebildet ist, und der mit mindes tens einem zweiten Steg (17), der an dem ersten Rolloprofil (2) und/oder dem zweiten Rolloprofil (3) und/oder der

Rolloführung (4) ausgebildet ist, in Eingriff steht.

Description:
Beschreibung

Galley

Die Erfindung betrifft eine Galley, umfassend eine

Rollovorrichtung mit mindestens einer tragenden Lamellenein heit, die mindestens ein Rolloprofil und mindestens eine Rolloführung aufweist; und eine Thekeneinheit mit einer Theke und einem Thekenführungsprofil, das mit der Rolloführung zur Führung der tragenden Lamelleneinheit zusammenwirkt; und wo bei die Rolloführung relativ zu dem Thekenführungsprofil in einer Horizontalrichtung der Theke bewegbar ist.

Derartige Galleys (Bordküchen) finden beispielsweise Verwen dung in Hochgeschwindigkeitszügen. Dabei dient die tragende Lamelleneinheit dem (blickdichten) Verschließen eines Be reichs jenseits der Theke, in dem sich ein Arbeitsbereich be finden kann. Das Rolloprofil fungiert als ein solcher Sicht schutz und zur physischen Abtrennung des Arbeitsbereichs. Der Arbeitsbereich kann beispielsweise zur Zubereitung von Mahl zeiten oder Getränken dienen. Das Verschließen erfolgt durch ein Verlagern der tragenden Lamelleneinheit entlang der Hori zontalrichtung der Theke. Während dieser Verlagerung wirkt die Rolloführung mit dem Thekenführungsprofil der Thekenein heit zusammen. Hierdurch wird das Rolloprofil entlang des Thekenführungsprofils der Thekeneinheit geführt. Die tragende Lamelleneinheit wird hierdurch entsprechend verlagert; sie folgt der Verlagerung der Rolloführung. Die tragende Lamel leneinheit folgt also in ihrer Bewegung beim Verschließen des Bereichs jenseits der Theke dem Thekenführungsprofil und da mit auch einer Kontur der Theke. Dies ist notwendig, da die Theke einer Galley in der Regel in einer Horizontalebene ge bogen ist.

Dabei wird das Thekenführungsprofil herkömmlicherweise als U- Profil, das in die Theke eingelassen ist, ausgeführt. Die Führung der tragenden Lamelleneinheit geschieht hier über Kunststoffführungen, die in dem U-Profil laufen. Diese U- Profile unterliegen jedoch der Verschmutzung. In ihnen sam meln sich Flüssigkeiten, Speisepartikel und sonstiger

Schmutz. Beim Bewegen der tragenden Lamelleneinheit bzw. der Rolloführung wird dann der angesammelte Schmutz zu einem Ende des U-Profils geschoben und dort verdichtet. Es kann hier durch der Fall eintreten, dass die tragende Lamelleneinheit den Thekenbereich nicht mehr ordnungsgemäß verschließt.

Die Aufgabe der Erfindung besteht nun darin, eine Galley be reitzustellen, die leichter zu reinigen und unempfindlicher gegen Schmutz ist.

Erfindungsgemäß wird eine Galley zur Verfügung gestellt, bei der die Rolloführung das zumindest teilweise oberhalb der Theke angeordnete Thekenführungsprofil umgreift.

Dies hat den Vorteil, dass kein Schmutz mehr in das Theken führungsprofil eindringen kann. Dieses überragt die Theke zu mindest teilweise. Es ist nicht (beispielsweise) als U-Profil in die Theke eingelassen. Hierdurch wird ebenso eine Schlin gerkante gebildet, die verhindert, dass auf der Theke ver schüttete Flüssigkeiten von dieser herunterlaufen können. Die Rolloführung ist ebenso oberhalb der Theke angeordnet.

Schmutz, der in die Rolloführung eindringt, kann somit ein fach aus dieser wieder entfernt werden bzw. aus ihr heraus fallen .

Dabei ist bevorzugt, dass die Galley ein erstes Rolloprofil und ein gegenüberliegendes zweites Rolloprofil aufweist, die mit der Rolloführung als ein U-Profil ausgebildet sind.

Zwischen den Schenkeln des U-Profils kann das Thekenführungs- profil aufgenommen werden. Die Rolloführung kann so auf ein fache Weise derartig konstruiert werden, dass sie das Theken führungsprofil, wie vorgesehen, umgreift. Es müssen auch kei ne zusätzlichen Bauteile für dieses Umgreifen in der

Rollovorrichtung vorgesehen werden. Die ohnehin vorhandenen Rolloprofile können hierfür verwendet werden. Auch ist diese Konstruktion bauraumsparend, da sie vorhandene Teile mit ein bezieht .

Dabei ist weiter bevorzugt, dass die Rolloführung mindestens eine Führungsrolle aufweist, die zwischen dem ersten

Rolloprofil und dem zweiten Rolloprofil angeordnet ist, und die mit dem Thekenführungsprofil zusammenwirkt.

Die Anordnung der Führungsrolle zwischen dem ersten

Rolloprofil und dem zweiten Rolloprofil ist zunächst wiederum bauraumsparend. Die Führungsrolle kann in dem U-Profil aufge- nommen werden. Weiterhin dient die Führungsrolle dazu, die Reibung des Systems zu verringern. Die Führungsrolle steht dabei in Kontakt mit dem Thekenführungsprofil und läuft auf dieser. Die Führungsrolle weist eine Welle auf. Mithin ist die Rolloführung einfach entlang des Thekenführungsprofils in der Horizontalrichtung bewegbar. Das gleiche gilt dann ent sprechend für die tragende Lamelleneinheit. Der Thekenbereich kann leichtgängig ohne große Reibungsverluste verschlossen werden .

Auch ist bevorzugt, dass ein Rollenträger zum Tragen der Füh rungsrolle auf einer dem Thekenführungsprofil abgewandten Seite der Führungsrolle angeordnet ist.

Der Rollenträger ist mithin in dem Raum zwischen dem ersten Rolloprofil und dem zweiten Rolloprofil angeordnet. Er dient dem Tragen der Führungsrolle und kann somit bauraumsparend untergebracht werden. Er kann aus Kunststoff gebildet sein.

Bei all dem ist bevorzugt, dass das Thekenführungsprofil zu mindest teilweise in die Theke eingelassen ist.

Das Thekenführungsprofil ist mithin sowohl teilweise in die Theke eingelassen und überragt die Theke teilweise. Das The kenführungsprofil überragt dabei die Theke in einer senkrecht zur Theke orientierten Richtung. Dabei wird eine Länge des Thekenführungsprofils, mit der es in die Theke eingelassen ist, größer sein, als eine Länge des Thekenführungsprofils, die die Theke in einer Längsrichtung des Thekenführungspro fils überragt. Der in die Theke eingelassene Abschnitt des Thekenführungsprofils dient der Verankerung desselben in der Theke; der die Theke überragende Teil des Thekenführungspro fils wird mit der Rolloführung in Eingriff gebracht. Es re sultiert sichere Befestigung des Thekenführungsprofils in der Theke, sowie ein sicherer Eingriff mit der Rolloführung. Da raus ergeben sich insgesamt gute Laufeigenschaften für die tragende Lamelleneinheit beim Verschließen des Thekenbe reichs .

Auch ist bei all dem bevorzugt, dass das Thekenführungsprofil aus einem Flachstahl gebildet ist, der an einem dem

Rolloprofil zugewandten Ende abgerundet ist.

Hierdurch werden scharfe vorstehende Kanten auf der Theke vermieden, die in der Galley arbeitendes Personal verletzen könnten. Auch lassen sich so die Laufeigenschaften der Füh rungsrolle auf dem Thekenführungsprofil verbessern.

Es ist auch bevorzugt, dass mindestens eine gestützte Lamel leneinheit zwischen zwei tragenden Lamelleneinheiten angeord net ist, die mindestens ein drittes Rolloprofil aufweist.

Die tragenden Lamelleneinheiten und die gestützten Lamellen einheiten sind also alternierend angeordnet. Es folgt je eine tragende Lamelleneinheit auf eine gestützte Lamelleneinheit auf eine tragende Lamelleneinheit usw. Dabei weisen lediglich die tragenden Lamelleneinheiten die Rolloführung und zugleich das erste Rolloprofil und das zweite Rolloprofil auf. Die ge stützten Lamelleneinheiten weisen nur ein drittes Rolloprofil auf, nicht jedoch eine Rolloführung. Damit kann insgesamt die Anzahl der Rolloführungen und mithin der Führungsrollen redu ziert werden. Es lassen sich Bauteile einsparen, was War tungsaufwand und Kosten der Galley senken kann. Die

Rollovorrichtung ist modular aus tragenden Lamelleneinheiten und gestützten Lamelleneinheiten aufgebaut .

Dabei ist bevorzugt, dass das dritte Rolloprofil auf einer der Theke zugewandten Seite mittels einer ersten Stützein richtung zum Stützen der gestützten Lamelleneinheit mit den zwei tragenden Lamelleneinheiten in Eingriff gebracht ist. Die tragenden Lamelleneinheiten tragen bzw. stützen damit die gestützten Lamelleneinheiten mittels der ersten Stützeinrich tung. Je nach Aufbau der Rollovorrichtung werden dann jeweils zwei gestützte Lamelleneinheiten von einer tragenden Lamel leneinheit gestützt. Die Rollovorrichtung wird stabil ausge führt. Damit kann insgesamt die Anzahl der Rolloführungen und mithin der Führungsrollen reduziert werden. Es lassen sich Bauteile einsparen, was Wartungsaufwand und Kosten der Galley senken kann. Auch werden mitunter fehleranfällige bewegte Bauteile eingespart. Die Rollovorrichtung ist modular aus tragenden Lamelleneinheiten und gestützten Lamelleneinheiten aufgebaut .

Auch ist bevorzugt, dass das dritte Rolloprofil auf einer der Theke abgewandten Seite mittels einer zweiten Stützeinrich tung zum Stützen der gestützten Lamelleneinheit mit den zwei tragenden Lamelleneinheiten in Eingriff gebracht ist.

Die tragenden Lamelleneinheiten tragen bzw. stützen damit die gestützten Lamelleneinheiten also ebenso mittels der zweiten Stützeinrichtung. Je nach Aufbau der Rollovorrichtung werden dann jeweils zwei gestützte Lamelleneinheiten von einer tra genden Lamelleneinheit gestützt. Die zusätzliche zweite

Stützeinrichtung verleiht der Rollovorrichtung insgesamt eine höhere Stabilität gegen auf diese einwirkenden äußeren Kräf te. Die Ausführung der Stützung über die erste Stützeinrich tung und die zweite Stützeinrichtung stellt auch eine redun dante Konstruktionsweise dar. Bei einer Beschädigung oder ei nem Ausfall der ersten Stützeinrichtung oder der zweiten Stützeinrichtung kann die jeweils andere die Funktion der be schädigten oder ausgefallenen übernehmen (jedenfalls bis zur Reparatur oder dem Austausch der beschädigten oder ausgefal lenen Stützeinrichtung) . Auch kann damit insgesamt die Anzahl der Rolloführungen und mithin der Führungsrollen reduziert werden. Es lassen sich Bauteile einsparen, was Wartungsauf wand und Kosten der Galley senken kann. Auch werden mitunter fehleranfällige bewegte Bauteile eingespart. Die

Rollovorrichtung ist modular aus tragenden Lamelleneinheiten und gestützten Lamelleneinheiten aufgebaut . Schließlich ist bevorzugt, dass die erste Stützeinrichtung und/oder die zweite Stützeinrichtung mindestens einen ersten Steg aufweist, der an dem dritten Rolloprofil ausgebildet ist, und der mit mindestens einem zweiten Steg, der an dem ersten Rolloprofil und/oder dem zweiten Rolloprofil und/oder der Rolloführung ausgebildet ist, in Eingriff steht.

Diese Ausbildung der Stützeinrichtung (en) stellt dabei eine ebenso einfache wie kostengünstige Möglichkeit der Ausführung der ersten und/oder zweiten Stützeinrichtungen dar. Dabei kann dann der erste Steg beispielsweise auf dem zweiten Steg aufliegen und mit diesem (beispielsweise durch Verkleben o.ä.) in Eingriff gebracht sein. In dieser Anordnung ist dann die gestützte Lamelleneinheit gleichsam in die tragenden La melleneinheiten mittels ihrer eigenen Gravitationskraft „ein gehängt " .

Die oben beschriebenen Eigenschaften, Merkmale und Vorteile dieser Erfindung sowie die Art und Weise, wie diese erreicht werden, werden klarer und deutlicher verständlich im Zusam menhang mit der folgenden Beschreibung der Ausführungsbei spiele, die im Zusammenhang mit den Zeichnungen näher erläu tert werden. Es zeigen:

Figur 1 eine Schnittansicht einer erfindungsgemäßen

Rollovorrichtung ;

Figur 2 eine schematische Teilansicht einer erfindungsgemä ßen Galley mit einer ersten Stützeinrichtung;

Figur 3 eine schematische Teilansicht einer erfindungsgemä ßen Galley mit einer zweiten Stützeinrichtung.

In der Figur 1 ist eine Schnittansicht einer erfindungsgemä ßen Rollovorrichtung 1 gezeigt. Die Rollovorrichtung 1 weist ein erstes Rolloprofil 2 und ein zweites Rolloprofil 3 auf. Das erste Rolloprofil 2 ist dem zweiten Rolloprofil 3 gegen überliegend angeordnet. An einem axialen Ende des ersten Rolloprofils 2 und des zweiten Rolloprofils 3 ist eine

Rolloführung 4 vorgesehen. Diese wird mittels des ersten Rolloprofils 2 und des zweiten Rolloprofils 3 in Gestalt ei nes U-Profils gebildet.

Zwischen den beiden Schenkeln dieses durch das erste

Rolloprofil 2 und das zweite Rolloprofil 3 gebildeten U- Profils der Rolloführung 4 ist eine Führungsrolle 5 angeord net. Die Führungsrolle 5 weist eine Welle auf. Die Führungs rolle 5 ist also drehbar gelagert. Das Tragen der Führungs rolle 5 wird von einem Rollenträger 6 besorgt. Dieser ist zwischen dem ersten Rolloprofil 2 und dem zweiten Rolloprofil 3 bauraumsparend angeordnet .

Weiter weist die erfindungsgemäße Galley eine Thekeneinheit 7 auf. Diese Thekeneinheit 7 weist zum einen eine Theke 8, so wie ein Thekenführungsprofil 9 auf. Das Thekenführungsprofil 9 ist dabei zumindest teilweise in die Theke 8 eingelassen ausgeführt. Um eine stabile Verankerung des Thekenführungs- profils 9 in der Theke 7 sicherzustellen, wird folgende Kon struktion bevorzugt. Das Thekenführungsprofil 9 ist über ei nen größeren Abschnitt seiner Länge in die Theke 8 eingelas sen, als es diese überragt. Der die Theke 8 überragende Teil des Thekenführungsprofils 9 überragt diese in einer Richtung senkrecht zur Theke 8.

Somit ist es der aus dem U-Profil des ersten Rolloprofils 2 und des zweiten Rolloprofils 3 gebildeten Rolloführung 4 ein fach möglich, das Thekenführungsprofil 9 zu umgreifen. Die innerhalb der Rolloführung 4 angeordnete Führungsrolle 5 kann so mit dem Thekenführungsprofil 9 Zusammenwirken. Dazu setzt die Führungsrolle 5 auf dem Thekenführungsprofil 9 auf und rollt auf diesem ab. Die Rolloführung 4 ist entlang des The kenführungsprofils 9 bewegbar. Dasselbe gilt entsprechend für das erste Rolloprofil 2 und das zweite Rolloprofil 3.

Dabei wird dann das Ende des Thekenführungsprofils 9, auf dem die Führungsrolle 5 aufliegt, abgerundet sein. Dadurch wird zum einen eine gute (reibungsarme) Laufeigenschaft der Füh- rungsrolle 5 auf dem Thekenführungsprofil 9 erreicht. Zum an deren wird jedoch auch gewährleistet, dass sich Personal in der Galley nicht an scharfen Kanten des aus der Theke 8 her vorstehenden Thekenführungsprofils 9 verletzten kann.

Das Thekenführungsprofil 9 wird sich über die gesamte Länge der Theke 8 oder zumindest über einen Großteil der Theke 8 erstrecken. Damit wird zum einen erreicht, dass sich die Galley gut über die gesamte Länge der Theke 8 mittels der Rollovorrichtung 1 verschließen lässt. Zum anderen bildet dann das Thekenführungsprofil 9 auch eine Schlingerkante. Diese verhindert, dass auf der Theke 8 verschüttete Flüssig keiten von der Theke 8 herunterlaufen können. Das Thekenfüh rungsprofil 9 kann aus einem Flachstahl gebildet sein. Die Führungsrolle 5 kann aus einem Kunststoff gebildet sein. Ins gesamt lässt sich durch diese nunmehr beschriebenen Merkmale ein weitgehend reibungsfreies Abrollen der Führungsrolle 5 auf dem Thekenführungsprofil 9 erreichen. Die Galley lässt sich leichtgängig verschließen.

Auch ist mithin eine bauraumsparende Konstruktion der

Rollovorrichtung 1 erreicht. Sowohl die Führungsrolle 5 als auch der Rollenträger 6 sind zwischen dem ersten Rolloprofil 2 und dem zweiten Rolloprofil 3 innerhalb der U-förmigen Rolloführung 4 angeordnet. Die ohnehin vorhandenen Bauteile (das erste Rolloprofil 2 und das zweite Rolloprofil 3) können die für die Führung der Rolloführung 4 notwendigen Komponen ten aufnehmen.

Die vorliegende Erfindung verzichtet auf U-förmig in die The ke 8 eingelassene Führungsprofile. Damit kann es zu keiner Ansammlung von Schmutz und/oder Speiseresten in diesen Profi len kommen. Die erfindungsgemäße Galley bzw. deren

Rollovorrichtung 1 ist einfach sauber zu halten und zu reini gen. Aufgrund der Ausführung der Rolloführung 4 in Form eines U-Profils kann in die Rolloführung 4 eingedrungener Schmutz einfach aus dieser wieder herausfallen bzw. entfernt werden. Es kann verhindert werden, dass die Galley aufgrund von

Schmutz nicht mehr ordnungsgemäß geschlossen werden kann.

In der Figur 2 ist eine schematische Teilansicht einer erfin dungsgemäßen Galley gezeigt. Diese weist eine erste tragende Lamelleneinheit 10 auf, die benachbart einer gestützten La melleneinheit 11 angeordnet ist. Die gestützte Lamellenein heit 11 ist wiederum neben einer zweiten tragenden Lamellen einheit 12 angeordnet. Die Rollovorrichtung 1 ist also modu lar aus alternierend angeordneten tragenden Lamelleneinheiten 10, 12 und gestützten Lamelleneinheiten 11 aufgebaut . Durch diese Bauweise lassen sich Führungsrollen 5 einsparen. Die Anzahl der bewegten Teile der Rollovorrichtung 1 wird redu ziert. Die Rollovorrichtung 1 ist einfacher zu warten und we niger fehleranfällig. Auch ist sie in der Herstellung preis werter .

Die Befestigung der gestützten Lamelleneinheit 11 an den tra genden Lamelleneinheiten 10, 12 kann über eine erste Stütz - einrichtung 14 erfolgen. Diese weist in dem vorliegenden Aus führungsbeispiel jeweils einen ersten Steg 16 und einen zwei ten Steg 17 auf. Der erste Steg 16 ist an der gestützten La melleneinheit 11 ausgebildet; der zweite Steg 17 ist an der zweiten tragenden Lamelleneinheit 12 ausgebildet.

Der erste Steg 16 und der zweite Steg 17 stehen dabei mitei nander in Eingriff. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel liegt der erste Steg 16 auf dem zweiten Steg 17 auf. Er kann mit diesem zum Beispiel mittels Verklebens verbunden sein.

Die gestützte Lamelleneinheit 11 wird mittels der ersten tra genden Lamelleneinheit 10 und der zweiten tragenden Lamellen einheit 12 getragen bzw. gestützt. Es kann entsprechend in der gestützten Lamelleneinheit 10 auf eine Rolloführung 4 verzichtet werden.

Auch ist die erste Stützeinrichtung 14 auf einer der Theke 8 abgewandten Seite der Rolloführung 4 angeordnet. Die gestütz- te Lamelleneinheit 11 ist mithin gleichsam in die tragenden Lamelleneinheiten 10, 12 „eingehängt".

In der Figur 3 ist eine weitere schematische Teilansicht ei ner erfindungsgemäßen Galley gezeigt. In diesem Ausführungs beispiel ist eine zweite Stützeinrichtung 15 vorgesehen. Die se ist auf einer der Rolloführung 4 zugewandten Seite der Theke 8 angeordnet. Auch die zweite Stützeinrichtung 15 weist jeweils einen ersten Steg 16 und einen zweiten Steg 17 auf. Wiederum stehen der erste Steg 16 und der zweite Steg 17 mit einander in Eingriff. Der erste Steg 16 ist auf dem zweiten Steg 17 angeordnet. Die gestützte Lamelleneinheit 10 ist gleichsam auf den tragenden Lamelleneinheiten 10, 12 „abge stützt". Der erste Steg 16 kann wiederum beispielsweise durch Verkleben mit dem zweiten Steg 17 in Eingriff gehalten wer den .

Es können nun sowohl die erste Stützeinrichtung 14 als auch die zweite Stützeinrichtung 15 zugleich in der

Rollovorrichtung 1 vorgesehen sein. Hierdurch lässt sich die Anzahl der Stützeinrichtungen 14, 15 redundant auslegen.

Selbst bei einem Ausfall einer der Stützvorrichtungen 14, 15 kann die übrige intakte Stützvorrichtung 15, 14 deren Funkti on jedenfalls teilweise bis zu einer Reparatur übernehmen. Eine zuverlässige Funktion der Rollovorrichtung 1 ist gewähr leistet .

Die erfindungsgemäße Galley kann beispielsweise an Bord von Hochgeschwindigkeitszügen zum Einsatz kommen. Sie ist dabei besonders leicht zu reinigen und sauber zu halten. Die Galley ist insgesamt unempfindlicher gegen Schmutz aller Art.

Obwohl die Erfindung im Detail durch bevorzugte Ausführungs beispiele näher illustriert und beschrieben wurde, so ist die Erfindung nicht durch die offenbarten Beispiele eingeschränkt und andere Variationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet werden, ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen.