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Patent Searching and Data


Title:
GARMENT FOR PERSONAL AIR-CONDITIONING
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2008/074440
Kind Code:
A2
Abstract:
Garment for personal air-conditioning which, at least in certain sections, comprises or is provided with at least one three-dimensional airflow-channelling structure, in particular an air-permeable spacer fabric, wherein at least one pocket (7) is intended to accommodate an air delivery device (16), and wherein the inside of the pocket is connected to the structure (8) in such a way as to allow an airflow which can be produced by the air delivery device (16) to flow into the structure (8) or out of the structure (8), and is connected to the surroundings in such a way as to allow air to be sucked into or blown out into the surroundings.

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JP2005054299COOLING GARMENT
WO/2007/143980ITEM OF CLOTHING
WO/2004/107890COOK'S JACKET
Inventors:
POHR, Sebastian, Heinz (Buchschwabacher Strasse 19, Rosstal, 90574, DE)
VOGLER, Alfred (Nordenberger Strasse 18, Nürnberg, 90449, DE)
Application Number:
EP2007/010986
Publication Date:
June 26, 2008
Filing Date:
December 14, 2007
Export Citation:
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Assignee:
ENTRAK ENERGIE- U. ANTRIEBSTECHNIK GMBH & CO. KG (Richtweg 33, Wendelstein, 90530, DE)
POHR, Sebastian, Heinz (Buchschwabacher Strasse 19, Rosstal, 90574, DE)
VOGLER, Alfred (Nordenberger Strasse 18, Nürnberg, 90449, DE)
International Classes:
A41D13/002
Attorney, Agent or Firm:
BLAUMEIER, Jörg (Lindner Blaumeier, Dr.-Kurt-Schumacher-Strasse 23, Nürnberg, 90402, DE)
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Claims:

Patentansprüche

1. Kleidungsstück zur Personenklimatisierung, zumindest abschnittsweise bestehend aus oder versehen mit wenigstens einer dreidimensionalen luft- strömungsführenden Struktur, insbesondere einem luftdurchlässigen Abstandsgewebe, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Tasche (7) zur Aufnahme eines Luftfördergeräts (16) vorgesehen ist, wobei das Tascheninnere eine durch das Luftfördergerät (16) erwirkbare Luftströmung in die Struktur (8) oder aus der Struktur (8) ermöglichend mit der Struktur (8) und ein Ansau- gen oder Ausblasen von Luft in die Umgebung ermöglichend mit der Umgebung verbunden ist.

2. Kleidungsstück nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Ta-sche (7) auf einer luftundurchlässigen Schichtlage (12), die die Struktur (8) außen- seitig bedeckt oder außenseitiger Teil der Struktur (8) ist, und die im Taschenbereich unter Bildung der Luftströmungsöffnung (20) zur Struktur geöffnet ist, aufgesetzt ist, eine zur Umgebung führende Luftströmungsöffnung (23) aufweist, und über eine verschließbare öffnung (14) zugänglich ist.

3. Kleidungsstück nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ta-sche (7) allseitig bis auf die Luftströmungsöffnungen (20, 23) geschlossen und über Befestigungsmittel lösbar am Kleidungsstück (1) befestigbar ist.

4. Kleidungsstück nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass Befesti- gungsmittel in Form eines oder mehrerer Reißverschlüsse, eines oder mehrerer Klettverschlüsse oder eines oder mehrerer Druckknopfverschlüsse vorgesehen sind.

5. Kleidungsstück nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass eine luft- undurchlässige Schichtlage (12), die die Struktur (8) außenseitig bedeckt oder außenseitiger Teil der Struktur (8) ist, die Taschenaußenhaut bildet, wobei das Innere der Tasche über eine verschließbare öffnung (14) zugänglich ist.

6. Kleidungsstück nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Umgebung führende Luftströmungsöffnung (23) am unteren Ende der Tasche (7) vorgesehen ist.

7. Kleidungsstück nach einem der vorangehende Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die zur Umgebung führende Luftströmungsöffnung (23) mit einem offenmaschigen Netzgewebe (24) geschlossen ist.

8. Kleidungsstück nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch ge- kennzeichnet, dass die zur Umgebung führende Luftströmungsöffnung (23) reversibel verschließbar ist.

9. Kleidungsstück nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeich-net, dass die öffnung (14) der Tasche (7) über einen Reißverschluss (15), einen Klettverschluss oder einen Druckknopfverschluss verschließbar ist.

10. Kleidungsstück nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tasche (7) einen aus einem transparenten Material bestehenden Abschnitt, der die Sicht in das Tascheninnere ermöglicht, auf- weist.

11. Kleidungsstück nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tasche (7) eine in das Tascheninnere führende Bedienöffnung (17) zum Bedienen eines eingesetzten Luftfördergeräts aufweist.

12. Kleidungsstück nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tasche (7) zumindest abschnittsweise gefüttert ist o- der eine Innenauskleidung (26) aufweist.

13. Kleidungsstück nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der zur Struktur (8) führenden Luftströmungsöffnung (20) eine ein Verschließen der Luftströmungsöffnung verhindernde Stützeinlage vorgesehen ist.

14. Kleidungsstück nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Form der Tasche (7) im Wesentlichen der Form eines einzusetzenden Luftfördergeräts (16) entspricht.

15. Kleidungsstück nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tasche derart ausgeführt ist, dass die die Tasche innenseitig begrenzende Schichtlage zumindest im Bereich der Luftströmungsöffnungen (20, 23) dichtend an einem eingesetzten Luftfördergerät anliegt.

16. Kleidungsstück nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Schichtlage im wesentlichen vollflächig an dem Luftfördergerät anliegt.

17. Kleidungsstück nach einem der Ansprüche 2 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die öffnung (14) über dichtende Verschlussmittel, insbesondere einen dichtenden Reiß- oder Klettverschluss verschließbar ist.

18. Kleidungsstück nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel zum Verändern der Weite des Kleidungsstücks, insbe- sondere in Form eines Schnürbunds und/oder wenigstens eines einen weitenden Schichtlageneinsatz freigebenden Reißverschlusses vorgesehen sind.

19. Kleidungsstück nach einem der Ansprüche 3 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine weitere Befestigungsposition für die lösbare Tasche vorgesehen ist, umfassend eine über einen entfernbaren Schichtlagenabschnitt dicht verschlossene Luftströmungsöffnung in der äußeren Schichtlage.

Description:

Kleidungsstück zur Personenklimatisierung

Die Erfindung betrifft ein Kleidungsstück zur Personenklimatisierung, zumindest abschnittsweise bestehend aus oder versehen mit wenigstens einer dreidimensio- nalen luftströmungsführenden Struktur, insbesondere einem luftdurchlässigen Abstandsgewebe.

Ein solches Kleidungsstück ist beispielsweise aus DE 10 2004 002 287 A1 bekannt. Es weist zumindest ein luftdurchlässiges Abstandsgewebe auf, bestehend aus einer äußeren und einer inneren Schichtlage, die über eine Vielzahl von zwischen ihnen verlaufenden Fasern aus einem relativ steifen Fasermaterial voneinander beabstandet sind, so dass sich eine hinreichend stabile, zwischen den Schichtlagen luftdurchlässige Gewebelage ergibt. Die äußere Schichtlage kann per se luftundurchlässig sein, während die innere Schichtlage zumindest be- reichsweise oder über die gesamte Fläche luftdurchlässig ist. Alternativ kann auch die äußere Schichtlage zumindest bereichsweise luftdurchlässig sein, wobei^zum Abschluss nach außen eine äußere luftundurchlässige weitere Schichtlage vorgesehen ist, die beispielsweise das Außenmaterial des Kleidungsstückes bildet. Der Einsatz eines solchen luftdurchlässigen Gewebes ermöglicht es nun, zwischen diesen Schichtlagen Luft zu führen, die auf ihrem Weg durch die Fasern verwirbelt und folglich großflächig zwischen den beiden Schichtlagen verteilt wird. Infolge der Luftdurchlässigkeit der inneren Schichtlage kann nun Luft gezielt entweder in die luftströmungsführende Struktur eingeblasen werden, die dann über die innere Schichtlage, die dem Körper der Person zugeordnet ist, austritt und diesen klima- tisiert. Alternativ ist es denkbar, aus der Schichtlage Luft abzusaugen, wobei körpernahe, erwärmte und schweißfeuchte Luft über die innere Schichtlage in die luftströmungsführende Struktur gezogen und aus dieser abgeführt wird. Um dies zu ermöglichen, ist bei dem aus DE 10 2004 002 287 bekannten Kleidungsstück ein Anschlussmittel in Form eines speziellen Anschlussstutzens oder dergleichen vorgesehen, an den ein Luftfördergerät manuell anzuschließen ist.

Grundsätzlich kann mit einem Kleidungsstück dieser Art eine gute Personenklimatisierung erreicht werden. Hiermit ist es möglich, auch unter hoher körperlicher

Anstrengung zu arbeiten. Denkbare Einsätze sind beispielsweise im Bereich von Feuerwehren, Wach- oder Personenschutzdiensten aber auch im militärischen Bereich, also überall dort, wo in gegebenenfalls auch unwirtlicher Umgebung lange bzw. körperlich schwer gearbeitet werden muss. Auch eine Verwendung bei sportlicher Betätigung oder in der Freizeit ist denkbar. Mitunter kann es jedoch beim manuellen Anschließen des Personenklimatisierungsgerätes an den Anschlussstutzen zu Schwierigkeiten kommen, zumal dies häufig mit Handschuhen etc. erfolgt, was das Zusammenstecken der Anschlüsse, die üblicherweise relativ klein sind, mitunter verkompliziert. Entweder sind beispielsweise die Handschuhe abzunehmen, sofern dies überhaupt möglich ist, oder es ist die Hilfe einer anderen Person erforderlich. Auch ist die zusätzliche aufwändige Anbringung eines speziellen Anschlussmittels, z.B. in Form des Anschlussstutzens oder eines Anschlussflansches erforderlich. Ferner ist die Pflege des Kleidungsstücks aufwändiger, da hierbei das Anschlussmittel gegebenenfalls zu entfernen ist, um diesen Bereich reinigen zu können.

Der Erfindung liegt damit das Problem zugrunde, ein einfach aufgebautes Kleidungsstück anzugeben, das eine vereinfachte Ankopplung eines der Personenklimatisierung, also Luftförderung dienenden Luftfördergeräts ermöglicht.

Zur Lösung dieses Problems ist bei einem Kleidungsstück der eingangs genannten Art erfindungsgemäß vorgesehen, dass wenigstens eine Tasche zur Aufnahme eines Luftfördergeräts vorgesehen ist, wobei das Tascheninnere eine durch das Luftfördergerät erwirkbare Luftströmung in die Struktur oder aus der Struktur ermöglichend mit der Struktur und ein Ansaugen oder Ausblasen von Luft in die Umgebung ermöglichend mit der Umgebung verbunden ist.

Bei dem erfindungsgemäßen Kleidungsstück sind keine speziellen Anschlussstutzen oder sonstige Anschlusselemente vorgesehen, die umständlich mit dem Luft- fördergerät in strömungsleitende Verbindung zu bringen sind. Vielmehr zeichnet sich das erfindungsgemäße Kleidungsstück durch eine einfache Tasche aus, die ein Luftfördergerät aufnimmt. Das Tascheninnere ist zum einen mit der Struktur, zum anderen mit der Umgebung verbunden. Dies ermöglicht es, mittels des Luft-

fördergeräts über eine entsprechende Luftströmungsöffnung entweder aus der Umgebung Luft in das Tascheninnere und von dort über eine zweite Luftströmungsöffnung in die Struktur einzublasen und von dort zum Körper hin auszublasen, oder im umgekehrten Betrieb über das Luftfördergerät Luft aus der Struktur vom Körper abzusaugen und in die Umgebung über die entsprechende Luftströmungsöffnung auszublasen. Aus handhabungstechnischer Sicht ist das Einsetzen des Luftfördergeräts sehr einfach, es muss lediglich in die Taschen eingesetzt werden, wonach unmittelbar die entsprechende Strömungskopplung des Luftfördergeräts zur Umgebung und zum Inneren der Struktur gegeben ist, also sofort mit dem Luftförder- und damit dem Kühlbetrieb begonnen werden kann. Besonders zweckmäßig wird hierzu ein möglichst kleinformatiges Personenklimatisierungsgerät verwendet, wie es beispielsweise aus DE 10 2005 010 951 A1 bekannt ist. Dieses kleinformatige Luftfördergerät ist in seiner Handhabung sehr einfach, die Tasche kann relativ klein gehalten werden, bei hinreichend großer Luftfördermen- ge, mithin also Leistungsfähigkeit, wobei das Luftfördergerät vollständig autark im Betrieb ist, mithin also über eine integrierte Energieversorgung etc. verfügt. Selbstverständlich ist es denkbar, mehrere Taschen vorzusehen, in die jeweils ein solches Luftfördergerät eingesetzt werden kann, um an zwei oder mehr verschiedenen Orten einblasen oder absaugen zu können.

Die luftströmungsführende Struktur kann wiederum ein Abstandsgewebe sein, bestehend aus einer inneren und äußeren Schichtlage, verbunden über entsprechende stabile Fasern, wobei bevorzugt beide Schichtlagen luftdurchlässig sind, und die äußere Schichtlage von einer weiteren luftundurchlässigen Schichtlage außenseitig bedeckt ist, wobei diese luftundurchlässige Schichtlage lose oder fest mit der äußeren Schichtlage des Abstandsgewebes verbunden sein kann. Alternativ zu einem solchen Abstandsgewebe ist auch jede andere dreidimensionale Feinstruktur verwendbar, die einen Abstand zwischen der Kleidung des Trägers und der äußeren Schichtlage oder Außenschicht des Kleidungsstückes schafft, um eine offene, luftfördernde Struktur zu realisieren, beispielsweise ein textile Schicht mit Noppen oder dergleichen. In jedem Fall bildet diese Struktur bevorzugt das Futter des Kleidungsstückes, das bevorzugt über der sonstigen Kleidung oder Ausrüstung des Trägers getragen wird und infolge der Stabilität der Struktur nur

geringfügig zusammengedrückt wird, so dass die Luftströmung stets aufrechterhalten werden kann. Der Strömungsraum wird letztlich durch die entweder luftdichte Außenschichtlage oder den nach außen hin abschließenden luftdichten Oberstoff begrenzt. Mit einem solchen Kleidungsstück ist es also möglich, warme oder schweißfeuchte Luft von der Körperoberfläche abzutransportieren und gegen frische Umgebungsluft auszutauschen. Damit unterstützt das erfindungsgemäße Kleidungsstück das körpereigene Thermo-Regulationssystem, in dem Staunässe vermieden und Verdunstungskühlung durch abtrocknenden Schweiß ermöglicht wird. Verdunstungskühlung ist hocheffizient und auch bei Umgebungstemperatu- ren wirksam, die über der Körpertemperatur liegen.

Die Tasche selbst ist zweckmäßigerweise auf der luftundurchlässigen Schichtlage, die die Struktur als Oberstoff außenseitig bedeckt oder außenseitiger Teil der Struktur ist, und die im Taschenbereich unter Bildung einer Luftströmungsöffnung zur Struktur hin geöffnet ist, aufgesetzt, ferner weist die Tasche eine zur Umgebung führende Luftströmungsöffnung auf, sowie eine verschließbare öffnung, über die das Tascheninnere zugänglich ist. Die Tasche ist also mit der äußeren Schichtlage, sei es dass diese unmittelbar die äußere Schichtlage der Struktur bzw. des Abstandsgewebes bildet, oder dass es sich dabei um eine separate O- berschichtlage handelt, verbunden, beispielsweise vernäht oder verklebt. Diese luftundurchlässige Schichtlage ist bereichsweise ausgeschnitten, mithin also geöffnet, um die Luftströmungsöffnung zu bilden, über die Luft in die Struktur eintritt oder aus dieser abgezogen wird. Die Tasche ist also nach innen zur Struktur hin offen. über eine weitere Luftströmungsöffnung erfolgt der Luftaustausch mit der Umgebung.

Während nach der beschriebenen Erfindungsausgestaltung die Tasche fest mit dem Stoff oder der Schichtlage verbunden sein kann, ist es grundsätzlich auch denkbar, die Tasche lösbar an dem Kleidungsstück, also der äußeren Schichtlage zu befestigen, wozu die Tasche allseitig bis auf die Luftströmungsöffnung geschlossen und über Befestigungsmittel lösbar am Kleidungsstück befestigbar ist. Dies bietet die Möglichkeit, die Tasche abzumachen, wenn sie nicht benötigt wird, wobei dann am Kleidungsstück gegebenenfalls ein entsprechender Verschluss-

läppen oder dergleichen für die im Oberstoff befindliche Luftströmungsöffnung vorgesehen sein kann. Das heißt, die Tasche wird nur angesetzt, wenn dies erforderlich ist. Auch besteht die Möglichkeit, das Luftfördergerät samt Tasche abzunehmen, um sich beispielsweise gezielt im Gesicht Luft zuzuführen. Als Befesti- gungsmittel für die lösbare Tasche kann beispielsweise ein oder können mehrere Reißverschlüsse, ein oder mehrere Klettverschlüsse oder ein oder mehrere Druckknopfverschlüsse vorgesehen sein.

Alternativ zum Aufsetzen einer Tasche ist es denkbar, dass eine ausreichend luf- tundurchlässige Schichtlage, die die Struktur außenseitig bedeckt oder außenseitiger Teil der Struktur ist, die Taschenaußenhaut bildet, wobei das Innere der Tasche über eine verschließbare öffnung zugänglich ist. Hier ist also die Tasche innenseitig vorgesehen, d.h., die luftundurchlässige Schichtlage bildet die Tasche selbst aus, diese befindet sich unterhalb dieser äußeren Schichtlage. In das Ta- scheninnere gelangt man wiederum über eine entsprechende öffnung in der Schichtlage, die z.B. über einen Reißverschluss o.dgl. verschließbar ist. über eine innere Luftströmungsöffnung kommuniziert auch hier das Tascheninnere mit der Struktur, über eine äußere Luftströmungsöffnung mit der Umgebung.

Zweckmäßigerweise ist die zur Umgebung führende Luftströmungsöffnung am unteren Ende der Tasche vorgesehen, das heißt, im Falle eines Absaugens von Luft aus der Struktur bläst das Luftfördergerät nach unten aus der Tasche heraus oder saugt von unten her Luft an. Dies kann z.B. aus Geräuschgründen sinnvoll sein, da auf diese Weise das Betriebsgeräusch des Luftfördergeräts vom Ohr weg abgestrahlt werden kann. Auch wird so ein Witterungsschutz erreicht, das Luftfördergerät wird z.B. bei Regen nicht nass. Je nach Ausgestaltung oder Einsatzzweck ist aber auch eine Ausrichtung dieser Luftströmungsöffnung zur Seite oder nach oben hin denkbar. Die zur Umgebung führende Luftströmungsöffnung ist zweckmäßigerweise mit einem offenmaschigen Netzgewebe verschlossen.

Wie bereits beschrieben, besteht grundsätzlich die Möglichkeit, mehrere Taschen an dem Kleidungsstück vorzusehen, in die beispielsweise jeweils ein Luftfördergerät eingebracht werden kann. Sind beispielsweise zwei Taschen vorgesehen, und

ist lediglich eine mit einem Luftfördergerät belegt, oder sind beide mit einem Luftfördergerät belegt, von denen aber nur eines arbeitet, so bestünde grundsätzlich die Möglichkeit, dass dann Luft unmittelbar über die zur Umgebung führende Luftströmungsöffnung der zweiten Tasche angesaugt wird, was insbesondere dann nachteilig ist, wenn die beiden Taschen relativ eng benachbart zueinander angeordnet sind, so dass quasi der Luftströmungsweg „kurzgeschlossen" wird, und mithin der eigentliche Lufttransport zum oder vom Körper der Personen nicht mehr ausreichend stattfindet. Um dies zu unterbinden, ist zweckmäßigerweise die zur Umgebung führende Luftströmungsöffnung einer Tasche reversibel verschließbar, beispielsweise über einen Klettverschluss und einen geeigneten Verschlussabschnitt, einen Reißverschluss oder dergleichen. Das heißt, der Benutzer kann eine äußere Luftströmungsöffnung dann schließen, wenn entweder in dieser Tasche kein Luftfördergerät ist, oder ein darin befindliches Luftfördergerät im Moment nicht betrieben ist.

Die öffnung der Tasche, über die das Luftfördergerät in die Tasche eingebracht werden kann, ist zweckmäßigerweise ebenfalls über einen Reißverschluss, über einen Klettverschluss oder einen Druckknopfverschluss verschließbar, also über auseichend luftdichte Verschlussmittel, die relativ einfach handzuhaben sind.

Die Tasche selbst besteht zweckmäßigerweise aus einem ausreichend luftundurchlässigen Stoff und weist einen aus einem transparenten Material bestehenden Abschnitt auf, der die Sicht in das Tascheninnere ermöglicht. Dies bietet die Möglichkeit, Anzeigemittel des Luftfördergeräts über diesen transparenten Ab- schnitt erkennen zu können, gegebenenfalls kann hierüber auch eine Bedienung erfolgen, in dem beispielsweise über diesen flexiblen transparenten Abschnitt Bedienknöpfe oder dergleichen am Luftfördergerät gedrückt werden können, beispielsweise zum Ein- oder Ausschalten desselben. Dies kann aber auch grundsätzlich über eine in das Tascheninnere führende Bedienöffnung erfolgen, über die der Anwender in das Tascheninnere langen kann.

Da mit einem solchen Luftfördergerät, das einen kleinen Elektromotor mit zugeordnetem Ventilator umfasst, ein wenngleich geringes Betriebsgeräusch verbun-

den ist, das mithin bei verschiedenen Anwendungen störend wirkt (denkbar ist natürlich auch ein Einsatz des Kleidungsstückes im Büro, um sich während der Arbeit zu kühlen), ist die Tasche zweckmäßigerweise zumindest abschnittsweise gefüttert bzw. weist eine Einlage auf, um eine Geräuschdämmung zu realisieren.

Um zu vermeiden, dass der Zugang zur Luftströmungsöffnung, die mit der strömungsführenden Struktur kommuniziert, versehentlich verschlossen wird, beispielsweise über den Arm des Trägers, der z. B. eine Last zu tragen hat etc., was dann ein Ansaugen von Luft aus der Struktur oder ein Einblasen von Luft in die Struktur erschwert oder verhindert, ist zweckmäßigerweise im Bereich der zur Struktur führenden Luftströmungsöffnung eine ein Verschließen der Luftströmungsöffnung verhindernde Stützeinlage vorgesehen. Diese Stützeinlage kann beispielsweise eine schmal bemessene zweite Lage eines Abstandsgewebes oder dergleichen sein, mithin also jedwede Einrichtung, die auch bei einem Druck auf den Taschenbereich von oben verhindert, dass die strömungstechnische Kommunikation zwischen dem Tascheninneren und der Struktur behindert oder geschlossen wird.

Zweckmäßigerweise ist die Form der Tasche bzw. einer etwaigen in dieser fest angeordneten Einlage im Wesentlichen der Form eines einzusetzenden Luftfördergeräts angepasst, so dass diese möglichst „spielfrei" in der Tasche aufgenommen ist und sich zwangsläufig die Ansaugöffnung des Luftfördergeräts in unmittelbarer Nähe zur entsprechenden Luftströmungsöffnung der Tasche befindet, wie auch die Ausblasöffnung des Luftfördergeräts in unmittelbarer Nähe zur entspre- chenden Ausblas-Luftströmungsöffnung beim Einsetzen automatisch positioniert ist. Die möglichst spielfreie Aufnahme des Luftfördergeräts verhindert eine ungewollte Rückströmung in der Tasche zwischen der Ansaug- und der Ausblasöffnung am Luftfördergerät. Ist eine Innenauskleidung (z.B. aus einem weicheren Kunststoffmaterial) oder ein Innenfutter (z.B. ein stärkeres Stoffgewebe o.dgl.) vorgese- hen, so kann hierüber auch ein mechanischer Schutz des Luftfördergeräts erreicht werden. Wenn das Luftfördergerät entsprechend konzipiert ist, ist es sogar möglich, das Luftfördergerät in unterschiedlicher Ausrichtung einzusetzen, da sich in einem solchen Fall lediglich der Betrieb die Luftströmungsrichtung umkehrt. Wenn

in der einen Position des Luftfördergeräts die Ansaugöffnung mit der zur Umgebung führenden Luftströmungsöffnung und die Ausblasöffnung der zur Struktur führenden Luftströmungsöffnung in strömungstechnischer Verbindung steht, wird Luft in die Struktur und zum Körper hin geblasen. Wird das Luftfördergerät nun andersherum eingesetzt, so steht die Ansaugöffnung des Luftfördergeräts mit der zur Struktur führenden Luftströmungsöffnung in Verbindung, während die Austrittsöffnung mit der zur Umgebung führenden Luftströmungsöffnung in Verbindung steht. In diesem Fall wird Luft aus der Struktur vom Körper abgesaugt und nach außen geblasen. Unabhängig davon, wie aber das Luftfördergerät in die Tasche eingesetzt wird, sind in jedem Fall die entsprechenden geräteseitigen öffnungen mit den entsprechenden Luftströmungsöffnungen verbunden.

Wie bereits beschrieben, ist die Form der Tasche zweckmäßigerweise im Wesentlichen der Form eines einzusetzenden Luftfördergeräts entsprechend ausgeführt. Das Luftfördergerät ist vorzugsweise im Wesentlichen rechteckig und relativ flach, so dass es nicht allzu sehr aufträgt. Entsprechend weist auch die Tasche eine im Wesentlichen rechteckige Innenform auf, respektive eine in sie eingesetzte Einlage. Dies ist aus mehrerlei Gründen von Vorteil. Ein zentraler Vorteil besteht darin, dass nach Einschieben des Luftfördergeräts in die Tasche dieses automatisch richtig positioniert ist, d. h., die Ansaug- und Ausblasöffnungen des Luftfördergeräts liegen exakt positioniert benachbart oder gegenüber den Luftströmungsöffnungen zur inneren Struktur respektive zur Umgebung. Durch die spielarme Aufnahme kann das Luftfördergerät auch nicht verrutschen. Darüber hinaus wird, wenn die Tasche derart ausgeführt ist, dass die die Tasche begrenzende Schicht- läge respektive die Einlage zumindest im Bereich der Luftströmungsöffnungen dichtend an einem eingesetzten Luftgerät anliegt, auch eine entsprechende Rückströmung verhindert. D. h, die Tasche ist so dimensioniert, dass zumindest im Bereich der Ansaug- und Ausblasöffnungen des Luftfördergeräts das Taschenmaterial abdichtend am Gehäuse des Luftfördergeräts anliegt. Hierüber kann eine defi- nierte Luftführung ohne Ansaugen von Falschluft bzw. ohne Rückströmung sichergestellt werden. Zweckmäßigerweise liegt die Schichtlage im Wesentlichen vollflächig an dem Luftfördergerät an, und zwar über seine gesamten Seitenflächen, so dass sich eine sehr gute, großflächige Abdichtung bei gleichzeitig siehe-

rer, ein Verrutschen ausschließender Aufnahme des Luftfördergeräts ergibt. Jedoch ist bereits eine linienförmige Abdichtung im Bereich der Luftströmungsöffnung gleichermaßen wirkungsvoll.

Zur weiteren Sicherstellung, dass keine Falschluft gezogen wird, ist die öffnung zweckmäßigerweise über im Wesentlichen dichte Verschlussmittel, insbesondere einen dichtenden Reiß- oder Klettverschluss, verschließbar. Hierüber wird verhindert, dass über die Taschenöffnung, die beispielsweise mit einem Reißverschluss nach Einsetzen des Luftfördergeräts geschlossen wird, Falschluft gezogen wird. Dieses Luftvolumen würde dann nicht aus dem Inneren des Kleidungsstücks, gezogen werden, würde also nicht zur Temperierung des Trägers beitragen.

Weiterhin können Mittel zum Verändern der Weite des Kleidungsstücks vorgesehen sein. Denkbar ist beispielsweise ein Schnürbund, sei es am unteren Ende o- der im Bereich der Mitte des beispielsweise als Jacke oder Weste ausgebildeten Kleidungsstücks. Denkbar ist auch die Verwendung eines weitenden Schichtlageneinsatzes, der hinter z. B. einem Reißverschluss angeordnet ist und sich bei öffnen des Reißverschlusses auffaltet. Beispielsweise können im Brustbereich, anschließend an die Armausnehmungen, zwei solche Reißverschlüsse links und rechts mit entsprechenden, hinterlegten Schichtlageneinsätzen vorgesehen sein.

Schließlich ist es denkbar, eine lösbare Tasche, wie sie bereits zuvor beschrieben wurde, nicht nur an einer einzigen Position, beispielsweise, wie nachfolgend noch näher beschrieben wird, im Bereich des unteren Endes einer Jacke oder Weste zu befestigen, sondern bei Bedarf auch beispielsweise im Brustbereich oder an den Seiten. Hierzu sind entsprechende Befestigungsmittel, die die alternativen Anbringpositionen definieren, kleidungsstückseitig vorgesehen, wie natürlich auch eine entsprechende Luftströmungsöffnung, die zur inneren Struktur führt. Diese Luftströmungsöffnung ist über einen Schichtlagenabschnitt bei Nichtgebrauch dicht verschlossen, so dass von dort keine Falschluft gezogen werden kann. Soll dort aufgrund der gegebenen Situation eine Tasche nebst Luftfördergerät angeordnet werden, so ist dieser Schichtlagenabschnitt zu entfernen und die Tasche

an den entsprechenden Befestigungsmitteln (z. B. Druckknöpfe, Klettverschlüsse, Reißverschlüsse etc.) zu befestigen.

Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den im Folgenden beschriebenen Ausführungsbeispielen sowie anhand der Zeichnungen. Dabei zeigen:

Fig. 1 eine Prinzipdarstellung eines erfindungsgemäßen Kleidungsstücks in

Form einer Weste nach einer ersten Ausführungsform,

Fig. 2 eine Prinzipdarstellung eines erfindungsgemäßen Kleidungsstücks in

Form einer Weste nach einer zweiten Ausführungsform,

Fig. 3 eine detaillierte Teilansicht des Kleidungsstücks aus Fig. 2 im Be- reich einer Tasche,

Fig. 4 eine detaillierte Teilansicht des Kleidungsstücks aus Fig. 1 im Bereich einer Tasche in einer Seitenansicht,

Fig. 5 die Teilansicht aus Fig. 4 in einer Vorderseitenansicht, und

Fig. 6 die Teilansicht aus Fig. 4 in einer Ansicht von oben.

Fig. 1 zeigt eine Prinzipdarstellung eines erfindungsgemäßen Kleidungsstücks 1 , hier beispielsweise in Form einer Weste 2, die in bekannter Weise über einen vorderseitigen Reißverschluss 3 zum Anlegen geöffnet und anschließend geschlossen werden kann. Sie weist einen Halsausschnitt 4 sowie zwei Armausschnitte 5 auf und kann über wenigstens einen umlaufenden Gummizug 6 oder ein Schnürband im Bereich der Taille zugezogen werden. Die Weste 2 besteht beispielswei- se aus einem Abstandsgewirke, das das Innenfutter bildet, und das außenseitig mit einem Oberstoff aus luftundurchlässigem Material belegt ist, worauf nachfolgend noch in Verbindung mit den Figuren 3 - 6 näher eingegangen wird.

Im Bereich des unteren Endes der Weste 2 sind zwei Taschen 7 vorgesehen, in die, worauf nachfolgend ebenfalls noch eingegangen wird, jeweils ein Luftfördergerät eingesetzt werden kann, das im gezeigten Beispiel, wie durch die Pfeile P dargestellt, Luft aus der Umgebung in das Tascheninnere saugt und aus dem Ta- scheninneren in das Innere der luftströmungsführenden Struktur, hier also beispielsweise des Abstandsgewebes, einbläst. Dieses Abstandsgewebe ist zum Körper hin offen, so dass eingeblasene Luft zum Körper des Trägers ausgeblasen werden kann und diesen kühlen kann, beispielsweise durch Verdunstungskühlung über abtrocknenden Schweiß etc. Die Luft strömt, wie durch die Pfeile S angege- ben, nach dem Durchströmen der Struktur wieder im Bereich der Hals- und Armausschnitte 4, 5 aus.

Während Fig. 1 ein erfindungsgemäßes Kleidungsstück 1 in Form einer Weste 2 zeigt, bei welchem Luft von außen in das Kleidungsstück eingeblasen wird, zeigt Fig. 2 eine Prinzipdarstellung, bei der Luft von außen in die Struktur eingesaugt wird, diese durchströmt und anschließend im Bereich der Taschen wieder ausgeblasen wird. Auch hier sind zwei Taschen 7 vorgesehen, in denen jeweils ein Luftfördergerät angeordnet ist. Dieses saugt nun Luft aus dem Inneren des Abstandsgewirkes an, welche Luft über die Hals- und Armausschnitte 4, 5, wie durch die Pfeile S dargestellt ist, in dieses eintritt. Diese Luft strömt nun durch das Abstandsgewebe und nimmt dabei vom Körper der Person M erwärmte oder schweißfeuchte Luft mit sich. Diese beladene Luft wird, wie durch die Pfeile P dargestellt ist, im Bereich der Taschen 7 in die Umgebung nach außen geblasen.

Fig. 3 zeigt in Form einer detaillierteren Prinzipdarstellung eine Schnittansicht durch die Weste 2 aus Fig. 2 im Bereich einer Tasche 7. Die Weste 2 besteht wie beschrieben aus einer inneren Struktur 8, hier in Form eines Abstandsgewirkes, umfassend eine innere Schichtlage 9 sowie eine äußere Schichtlage 10, die beide über stabile Fasern 11 miteinander verbunden und voneinander beabstandet sind. Es bildet sich also eine luftströmende Struktur aus, angesaugte oder eingeblasene Luft zirkuliert zwischen den stabilen Fasern 11. Diese sind hinreichend stabil, um beide Schichtlagen 9, 10 zu beabstanden und auch einem gewissen Druck stand-

zuhalten, so dass die Struktur 8 nicht ohne weiteres zusammenfällt, sondern strömungsoffen bleibt.

Die äußere Schichtlage 10 ist von einer weiteren ausreichend luftundurchlässigen Schichtlage 12, die einen Oberstoff bildet, belegt. Diese Schichtlage 12 zieht sich bis an die Innenseite der Weste 2 im unteren Bereich der inneren Schichtlage 9, bildet also im unteren Westenbereich auch innen einen luftdichten Abschluss.

Aufgesetzt auf diese äußere Schichtlage 10 ist die Tasche 7, die aus einem eben- falls ausreichend luftundurchlässigen Stoffmaterial 13 besteht. Dieses weist eine öffnung 14 auf, die beispielsweise mit einem Reißverschluss 15 reversibel geöffnet und geschlossen werden kann, um das Luftfördergerät 16 einzusetzen. Benachbart zu dieser öffnung ist beispielsweise eine weitere öffnung 17, über die eine Bedienung des Luftfördergeräts 16, beispielsweise ein Ein-Aus-Knopf, betä- tigt werden kann. Gegebenenfalls weist das Taschenmaterial auch einen transparenten Abschnitt 18 auf, über den der Träger in das Tascheninnere, dort beispielsweise auf eine Leuchtanzeige oder dergleichen des Luftfördergeräts 16, blicken kann.

In jedem Fall kommuniziert das Tascheninnere 19 über eine erste Luftströmungsöffnung 20 mit der strömungsführenden Struktur 8. Hierzu weist der Oberstoff 12 eine öffnung 21 auf, die beispielsweise mit einem netzartigen Stoffmaterial 22, das luftdurchlässig ist, geschlossen ist. Hierüber kann Luft aus der Struktur 8 in das Tascheninnere 19 gesaugt werden. Die Tasche 7 weist ferner eine zweite Luftströmungsöffnung 23 am unteren Ende auf, die ebenfalls mit einem netzartigen Gewebe 24 luftdurchlässig verschlossen ist. über diese taschenunterseitig vorgesehene öffnung wird angesaugte Luft nach außen ausgeblasen.

Die Form der Tasche 7 ist der Form des Luftfördergeräts angepasst. Bevorzugt ist dieses als einfacher Axiallüfter ausgebildet und weist eine möglichst kleinformatige Geometrie auf. Das Taschenmaterial 13 selbst ist bevorzugt auf den Oberstoff 12 aufgenäht oder mit diesem verklebt, mithin also fest verbunden. Denkbar wäre es aber auch, diesen lösbar anzuordnen, mithin also die Tasche 7 abnehmbar zu

gestalten. Anstelle eines Axiallüfters kann auch ein Radiallüfter verwendet werden, wobei dann die Positionen der Luftströmungsöffnungen entsprechend der Ansaug- und Ausblasöffnungen des Radiallüfters gewählt werden.

Nicht näher gezeigt ist eine Stützeinlage, die zur Verhinderung eines Verschlie- ßens der „Luftschleuse", also des Bereichs der zur Struktur hinführenden Luftströmungsöffnung 20 dient. Diese Stützeinlage kann beispielsweise ein schmaler Abschnitt aus Abstandsgewebe sein, das hinreichend stabil ist, auch bei beachtlicher Belastung noch einen Strömungsweg offen zu halten. Diese Stützeinlage kann beispielsweise an der Tascheninnenseite angeordnet sein, so dass die offene Abstandsgewirkestruktur bei Belastung von oben auf die Tasche gegen das Luftfördergerät gedrückt wird, und dabei dessen Ansaugöffnung nicht verschließt.

Die Figuren 4 - 6 zeigen eine weitere Ausführungsform einer Taschenausgestal- tung, wie sie bei einem Kleidungsstück 1 aus Fig. 1 vorgesehen sein kann. Auch die dort gezeigte Weste 2 besteht aus einer strömungsführenden Struktur 8 in Form eines Abstandsgewebes mit einer inneren Schichtlage 9, einer äußeren Schichtlage 10 und diese beabstandenden stabilen Fasern 11. Außenseitig ist wiederum ein ausreichend luftundurchlässiges Obermaterial 12 vorgesehen, wie hier auch eine Kordel 25 gezeigt ist, die zum Zusammenschnüren zur besseren Anpassung an den Träger dient. Das luftundurchlässige Obermaterial 12 ist auch hier wieder bis an die Innenseite der inneren Schichtlage 9 gezogen, um im unteren Westenbereich einen luftdichten Abschluss zu bilden. Die Tasche 7 ist auch hier wiederum auf das Obermaterial 12 aufgesetzt und mit diesem fest verbunden. Bei dieser Erfindungsausgestaltung liegt das Luftfördergerät 16 horizontal. Die Tasche 17 ist mit einer Innenauskleidung 26 versehen, die der hier im Wesentlichen zylindrischen Form des Luftfördergeräts, das als „Lüfterpatrone" angesprochen werden kann, angepasst ist, so dass dieses relativ formschlüssig im Tascheninneren aufgenommen ist. Um in das Innere zu gelangen, ist oberseitig wie- derum ein Reißverschluss 15 vorgesehen, über den die Tasche geöffnet werden kann.

Bei dieser Erfindungsausgestaltung saugt das Luftfördergerät 16 Luft aus der Umgebung an, wie durch die Pfeile P dargestellt ist. Hierzu ist an der Tasche 7 seitlich eine Luftströmungsöffnung 23 vorgesehen, die auch hier mit einem grobmaschigen Netzgewebe 24 verschlossen ist. über eine weitere Luftströmungsöffnung 20 kommuniziert das Tascheninnere 19 mit dem Abstandsgewirke, also der luftströmungsführenden Struktur 8. Hierzu weist das Obermaterial 12 eine entsprechende öffnung 21 auf, die den Zugang zur Struktur 8 hin ermöglicht, so dass Luft unmittelbar in diese über die äußere Schichtlage 10, die luftdurchlässig ist, geblasen werden kann, wie durch die Pfeile P dargestellt ist. Das Obermaterial 12 zieht sich bis in das Tascheninnere, lediglich im Bereich der öffnung 21 ist das Obermaterial 12 entfernt, um den Luftdurchtritt über diese „Luftschleuse" zu ermöglichen. Selbstverständlich könnte auch hier eine weitere Lage an Abstandsgewirke vorgesehen sein, um als Stützlage zu wirken und zu verhindern, dass der Luftaus- lass des Luftfördergeräts 16 abgedrückt wird, was nicht näher dargestellt ist.

Um eine möglichst bewegungslose Fixierung des Luftfördergeräts 16 zu ermöglichen, ist wie beschrieben die Innenauskleidung 26 vorgesehen. Diese kann in Verbindung mit dem Taschenmaterial 13 so gestaltet sein, dass ein Bedienknopf 27 nach oben herausragt, über den eine Bedienung möglich ist. Um die Einschie- bebewegung zu begrenzen, ist im gezeigten Beispiel ein grobmaschiges Netzgewebe 22 vorgesehen, das luftdurchlässig ist, jedoch ein weiteres Einschieben des Luftfördergeräts 16 verhindert. über die Innenauskleidung wird einerseits eine gewisse Geräuschdämpfung des Lüfter- und Luftströmungsgeräusches ermöglicht, und andererseits eine ungewünschte Rückströmung zwischen der Ansaug- und der Ausblasöffnung des Luftfördergeräts vermieden.

Wie beschrieben, lässt das erfindungsgemäße Kleidungsstück, das eine beliebige Form haben kann (z.B. Weste, Jacke, Hose, Overall, etc.) auf sehr einfache Weise die Integration und strömungstechnische Ankopplung eines Luftfördergeräts zu, um Luft vom oder zum Körper des Trägers zu führen. Dass die Luft nicht nach außen entweicht, ist durch das Obermaterial gewährleistet, das einerseits eine sichere Umhüllung der inneren Luftströmung bietet, andererseits aber auch die Aufnahme bzw. Befestigungsbasis für die Tasche darstellt. Das Obermaterial 12 soll

möglichst luftdicht, leicht und insbesondere ausreichend reißfest sein. Zusätzlich soll das Material auch wasserabweisend sein, zugleich aber auch dampfdurchlässig. Im unteren Bereich ist es wie beschrieben nach innen gezogen, bildet dort also eine umlaufende Innenhülle. Dies ist erforderlich, damit die eingeblasene Luft nicht nach unten entweichen kann, sondern im Bereich des Oberkörpers des Trägers entweicht. Die Innenhülle muss deshalb ebenfalls möglichst luftdicht sein, weshalb sie bevorzugt aus dem Obermaterial besteht. Sie ist mit der inneren Struktur, hier also dem Abstandsgewirke, verbunden. Eingedrungene Feuchtigkeit wie Schweiß oder dergleichen muss dennoch abtrocknen können, weshalb das Material - wie beschrieben - dampfdurchlässig sein sollte.

Wie bereits beschrieben bietet das erfindungsgemäße Kleidungsstück, beispielsweise in Form einer Jacke oder Weste, eine hervorragende Möglichkeit, auf einfache und insbesondere von der Handhabung her komfortable Weise eine Komfort- klimatisierung des Trägers zu erzielen. Die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Tasche bietet die Möglichkeit, das Kleidungsstück schnell und einfach betriebsbereit zu machen. Es ist lediglich erforderlich, das Luftfördergerät, das beispielsweise über eine integrierte Batterie oder Akkumulatoren verfügt, in die Tasche einzusetzen. Denn wie beschrieben ist die Taschenform besonders bevorzugt der Form des Luftfördergeräts angepasst, so dass dieses spielarm und fest in der Tasche aufgenommen ist. Gleichzeitig ist hierüber sichergestellt, dass die Ansaug- und Ausblasöffnungen des Luftfördergeräts exakt und positionsgenau den Luftströmungsöffnungen zur inneren Struktur sowie zur Umgebung gegenüberliegend angeordnet sind. Es ist lediglich noch die Tasche über den Reiß- oder Klettver- Schluss oder dergleichen zu verschließen (ein solcher ist jedoch nicht einmal zwingend vorzusehen, wenn eine spielarme oder leicht vorgespannte Aufnahme des Luftfördergeräts in der Tasche sichergestellt ist). Infolge dieser Formanpassung ist eine Dichtung zur Verhinderung eines Luftstrom-Kurzschlusses gegeben, d. h., es wird keine Rückströmung zwischen den entsprechenden öffnungen zuge- lassen, nachdem das Taschenmaterial dicht am Gerätegehäuse anliegt. Auch bei Verwendung dichter Taschenverschlüsse wird ein solches Ziehen von Falschluft verhindert. Die Integration eines transparenten Fensters für etwaige Anzeigen bzw. die Bedienung des Luftfördergeräts lässt auch dies sehr komfortabel zu, oh-

ne dass hierfür das Luftfördergerät zu entnehmen ist. Ferner bietet sich eine gute Geräuschdämpfung durch das Taschenmaterial bzw. die Ausrichtung des Auslassöffnung, die bevorzugt nach unten gerichtet ist, im Bedarfsfall aber auch nach hinten, zur Seite oder nach oben gerichtet sein kann, je nach Einsatzzweck. Auch bietet die Tasche einen gewissen mechanischen Schutz der Lüftereinheit, insbesondere wenn eine entsprechende vorgeformte Tascheneinlage vorgesehen ist. Auch ist grundsätzlich eine Umkehr der Strömungsrichtung denkbar. Darüber hinaus bietet das erfindungsgemäße Kleidungsstück in Form einer Jacke oder einer Weste in Verbindung mit der bevorzugten Ausrichtung der Ausblasöffnung nach unten, also zu den Beinen des Trägers hin, die Möglichkeit, dieses Kleidungsstück unter einer Schutzbekleidung wie beispielsweise einem thermisch isolierenden Overall (z. B. eines Hochofenarbeiters oder eines Feuerwehrmanns) oder eines sonstigen Schutzanzugs zu tragen. Denn es ist sichergestellt, dass dieser äußere Anzug das Ausblasen der Luft nicht hindert. Der Einsatz des Kleidungsstücks ist jedoch nicht nur auf solche extremen Einsatzgebiete beschränkt. Vielmehr kann die Jacke oder Weste oder dergleichen auch in der Freizeit getragen werden. In diesem Zusammenhang ist es, wenn die Jacke oder Weste beispielsweise beim Autofahren getragen wird, auch möglich, das Klimatisierungsgerät beispielsweise mit dem Fahrzeug-Bordnetz über einen Anschlussstecker zu verbinden, um bei- spielsweise die im Lüftungsgerät integrierten Akkumulatoren zu laden oder das Gerät grundsätzlich hierüber zu betrieben.