NEGULESCU, Dimitrie (Lissabonallee 29, Berlin, 14163, DE)
| Patentansprüche 1. Gasturbinenbrennkammeranordnung mit einer Ringbrennkammer (1) sowie mit einem in Strömungsrichtung vor der Ringbrennkammer (1 ) angeordneten, einen Ringkanal umfassenden Diffusorelement (2) sowie mit einem dem Diffusorelement (2) vorgeordneten Axialkompressor (1 13, 1 14), dadurch gekennzeichnet, dass das Diffusorelement (2) einen ringförmigen Leitschaufelbereich (3) aufweist, in welchem Leitschaufeln (4) angeordnet sind, welche zur Umlenkung einer eintretenden Strömung (5) in einem Winkel (ot) in einem Bereich zwischen 28° und 32° zu einer Mittelachse (6) der Gasturbine ausgebildet sind, und dass stromab des Leitschaufelbereichs (3) ein nicht mit strömungstechnisch wirksamen Strömungsleitelementen versehener Diffusorbereich (7) angeordnet ist, wobei in der Ringbrennkammer (1) angeordnete Brenner (8) mit ihren Brennerachsen (9) in einem Winkel (ß) zwischen 40° und 50° zur Mittelachse (6) geneigt angeordnet sind. 2. Gasturbinenbrennkammeranordnung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass Flammrohre (10) und Hitzeschilde (1 1 ) in der Brennerachse (9) geneigt angeordnet sind. 3. Gasturbinenbrennkammeranordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringbrennkammer (1) zur Ausbildung von Drallflammen ausgebildet ist. 4. Gasturbinenbrennkammeranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringbrennkammer (1) ein Verhältnis von Länge (L) zur Höhe (H) von L/H < 1 ,4 aufweist. 5. Gasturbinenbrennkammeranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass stromab der Ringbrennkammer (1 ) ein mit Turbinenleit- schaufeln (12) versehener Turbinenleitschaufelkranz (13) angeordnet ist, welcher Turbinenleitschaufeln (12) umfasst, welche zur Umlenkung der in den Turbinenleitschaufelkranz eintretenden Strömung in einem Winkel in einem Bereich zwischen 65° und 70° ausgebildet sind. 6. Gasturbinenbrennkammeranordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Turbinenleitschaufeln (12) in einer konvergenten Ringdüse (14) integriert sind. Gasturbinenbrennkammeranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Diffusorbereich strömungstechnisch nicht wirksame Streben (15) angeordnet sind. |
Beschreibung
Die Erfindung bezieht sich auf eine Gasturbinenbrennkammeranordnung gemäß den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 .
Im Einzelnen bezieht sich die Erfindung auf eine Gasturbinenbrennkammeranordnung in Axialbauweise, welche insbesondere für eine Fluggasturbine, jedoch auch für stationäre Gasturbinen verwendbar ist.
Aus dem Stand der Technik ist es bekannt, dass die Strömung, welche einen Kompressor der Gasturbine verlässt, mittels eines Austrittsleitrades in axialer Richtung umgelenkt wird. Diese Umlenkung ist erforderlich für die Reduzierung der Strömungsgeschwindigkeiten und für eine Anpassung an die nachfolgende Brennkammer mit in her- kömmlicher Weise axial angeordnetem Brenner. Die Strömung wird somit am Verdichteraustritt im Austrittsleitrad verzögert und fast vollständig in Axialrichtung umgelenkt. Anschließend durchströmt die Strömung einen Diffusor, in welchem sie in axialer Strömungsrichtung geführt und dabei verzögert wird. Nachfolgend gelangt die Strömung in ein Flammrohr bzw. in mehrere Flammrohre im Fall einer Ringbrennkammer mit ge- mischter Bauweise. Dort sind Einspritzdüsen angeordnet, welche ebenfalls in Axialrichtung ausgerichtet sind. Somit ergeben sich Flammen, die ebenfalls fast vollständig in Axialrichtung ausgebildet sind. Am Brennkammeraustritt werden die heißen Verbren- nungsgase in einem Turbinenleitschaufelkranz auf Schallgeschwindigkeitsniveau beschleunigt und zugleich in Turbinendrehrichtung stark umgelenkt.
Diese mehrfache Umlenkung der Strömung bedingt, dass die Brennkammer oder auch die gesamte Gasturbine eine relativ große Länge aufweisen muss. Es ergibt sich hierdurch ein großes Brennkammergewicht. Weiterhin sind eine Vielzahl von Bauteilen erforderlich, die auch zu einer Kostenbelastung führen.
Ein weiterer, wesentlicher Nachteil besteht darin, dass durch die mehrfache Strö- mungsumlenkung, welche sich beispielsweise auf mindestens zu 120° addiert, erhebliche Strömungsverluste ergeben, welche wiederum zu einem erhöhten Brennstoffverbrauch führen und somit auch in erhöhten Schadstoffemissionen resultieren.
Aus der US 2007/0012048 A1 ist es bekannt, den Neigungswinkel der aus dem Kom- pressor austretenden Strömung beizubehalten oder gegebenenfalls zu erhöhen. Auch die Einspritzdüsen, die Hitzeschilder und die Axialwände der Brennkammer sind in den Winkel geneigt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Gasturbinenbrennkammeranordnung der eingangs genannten Art für eine mit einer Axial-Brennkammer versehene Gasturbine zu schaffen, welche bei einfachem Aufbau und einfacher, kostengünstiger Herstellbarkeit die Nachteile des Standes der Technik vermeidet.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe für die Merkmalskombination des Anspruchs 1 ge- löst. Die Unteransprüche beschreiben weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung.
Erfindungsgemäß ist somit vorgesehen, dass das Diffusorelement, welches einen Teil der Brennkammeranordnung bildet, zwei Funktionsbereiche umfasst, nämlich zunächst einen ringförmigen Leitschaufelbereich, der nicht vollständig umlenkt, sowie einen nachfolgenden Diffusorbereich für konstanten Strömungsdrall (Drallerhaltung).
Die Erfindung bezieht sich somit auf eine Gasturbinenbrennkammeranordnung mit einer Axial-Brennkammer und einem bevorzugt, aber nicht zwingend vorgesehenen Axial- Kompressor, so wie dies nachfolgend in Verbindung mit Fig. 4 beschrieben wird. Es kann erfindungsgemäß auch ein Radialverdichter mit der Axial-Brennkammer kombiniert werden. Die in einem Neigungswinkel aus dem Axial-Kompressor austretende Luftströmung wird in dem ringförmigen Leitschaufelbereich durch die dort vorgesehenen Leitschaufeln so umgelenkt, dass die Strömung in einem Winkel zwischen 28° und 32°, bevorzugterweise in einem Winkel α von 30° zur Mittelachse der Gasturbine ausgerichtet ist. Die Leitschaufel lenkt die Strömung somit um ca. 20° um, beispielsweise von einem Eintritts- winkel von 50° auf 30° am Austritt. Die somit in ihrem Neigungswinkel reduzierte Luftströmung durchströmt dann den Diffusorbereich. Dieser ist erfindungsgemäß so ausgebildet, dass sich dort keine strömungstechnisch wirksamen Strömungsleitelemente befinden. Die Strömung kann somit ungehindert durch den Diffusor durchströmen. Dabei vergrößert sich der Neigungswinkel der Strömung selbsttätig auf einen Neigungswinkel zur Längsachse zwischen 40° und 50°, bevorzugt 45°. Somit durchströmt die Strömung den Auslassbereich des Diffusorbereichs mit einem wiederum erhöhten Neigungswinkel und trifft in diesem Winkel auf die Brenner der Ringbrennkammer, welche in eben diesem Winkel zwischen 40° und 50°, bevorzugt 45°, zur Mittelachse bzw. zur Axialrichtung geneigt angeordnet sind. Die Luftströmung durchströmt somit ohne weitere Um- lenkung die Brenner.
Durch die erfindungsgemäße Gestaltung des Leitschaufelbereichs, des Diffusorbereichs und der Brenner ergibt sich in der Ringbrennkammer eine Drallflamme, welche frei von den Nachteilen des Standes der Technik ist und eine optimierte Verbrennung ermög- licht. Hierbei ergibt sich eine im Vergleich zum Stand der Technik verkürzte Baulänge. Dafür wird die Flammrohrhöhe H größer angelegt, als bei herkömmlichen Brennkammern. Somit kann erfindungsgemäß die Brennkammer kürzer und leichter ausgebildet werden, als die aus dem Stand der Technik bekannten Ringbrennkammern. Da im Diffusorbereich weniger umgelenkt wurde und auch im Brennkammereintrittsbereich weni- ger umgelenkt werden muss, sind weniger Bauteile nötig.
Die gesamte Strömungsumlenkung, welche beim Stand der Technik mindestens 120° beträgt und zu erheblichen Störungsverlusten führt, wird durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung auf weniger als 60° reduziert. Die erfindungsgemäße Gasturbinenbrennkammeranordnung ermöglicht es somit, ein längenreduziertes und gewichtsreduziertes Triebwerk zu bauen. Hierdurch ergibt sich eine erhebliche Kostenersparnis. Die erfindungsgemäße Gasturbinenbrennkammeran- Ordnung ist auch zur Verbesserung bestehender Brennkammerkonzepte geeignet.
Erfindungsgemäß ist es besonders vorteilhaft, wenn im Brenner auch die Flammrohre und die Hitzeschilder im Winkel der Brennkammerachse geneigt angeordnet sind. Hierdurch wird eine verbesserte Durchströmung der Brennkammer und eine verbesserte Flammausbildung gewährleistet.
Die erfindungsgemäße Ringbrennkammer weist bevorzugterweise für das Flammrohr ein Verhältnis von Länge zu Höhe von kleiner 1 ,4 auf. Hierdurch ist eine besonders kompakte Bauweise der Gasturbinenbrennkammeranordnung möglich.
Besonders günstig ist es, wenn stromab der Ringbrennkammer ein mit Turbinenleit- schaufeln versehener Turbinenleitschaufelkranz vorgesehen ist, welcher Turbinenleit- schaufeln umfasst, welche zur weiteren, zusätzlichen Umlenkung der in den Turbinenleitschaufelkranz eintretenden Strömung in einem Winkelbereich zwischen 15° und 20°, bevorzugt 17°, ausgebildet ist. Hierdurch ist es möglich, die Strömung in optimaler Weise der ersten Turbinenstufe zuzuführen. Dabei ist es erfindungsgemäß besonders günstig, wenn die Turbinenleitschaufeln in einer ausgeprägt konvergenten Ringdüse integriert sind. Sofern es bautechnisch erforderlich ist, in dem Diffusorbereich radiale Streben vorzusehen, so sind diese erfindungsgemäß zur Drallerhaltung so ausgebildet, dass sie strömungstechnisch nicht wirksam sind, so dass sich die Strömung, welche mit einem Winkel von 45° bis 55° aus dem Kompressor austritt, nach Durchlauf durch den Leitschaufelbereich und Umlenkung in einen Neigungswinkel von 28° bis 32° (bevorzugt 30°) wieder von selbst in einer Winkelrichtung ausrichten kann, um in einem Winkel zwischen 40° und 50°, bevorzugt 45°, in die geneigten Brenner zu strömen.
Der erfindungsgemäß ausgebildete Leitschaufelbereich ist somit so ausgelegt, dass sich eine kleinere Winkelumlenkung als bei den aus dem Stand der Technik bekannten Konstruktionen ergibt. Dies führt zu einer Reduzierung der Strömungsverluste. Weiterhin ist es möglich, die Anzahl der Leitschaufeln zu reduzieren.
Der erfindungsgemäße Diffusorbereich ist als Drallströmungsdiffusor ausgebildet, ent- lang dessen Lauflänge der Strömungswinkel der Strömung vor dem Leitschaufelbereich wiederhergestellt wird. Dies erfolgt selbsttätig durch eine Umlenkung der Strömung entgegengesetzt der Umlenkung in dem Leitschaufelbereich. Der erfindungsgemäße Diffu- sor ist somit rippenfrei ausgelegt. Dies bedeutet, dass keine strömungstechnisch wirksamen Strömungsleitelemente vorgesehen sind. Weiterhin ergibt sich erfindungsge- mäß, dass die Kanalhöhe am austritt des Diffusorbereichs wesentlich größer als bei aus dem Stand der Technik bekannten Konstruktionen ist. Dies führt zu einer Verbesserung der Anströmung der Brennkammer sowie zu der erfindungsgemäß geschaffenen Möglichkeit, eine in Radialrichtung dickere Brennkammer zu verwenden. Das nachfolgende Ringflammrohr der Brennkammer weist Einspritzdüsen auf, welche in dem sich beim Austritt aus dem Diffusorbereich ergebenden Winkel geneigt sind. Dieser Winkel beträgt bevorzugt 45° zur Mittelachse. Auch die im Flammrohrdom vorgesehenen Hitzeschilde sind in dem genannten Winkel geneigt. Erfindungsgemäß ist es möglich, die Anzahl der Einspritzdüsen passend zu dem gewünschten Brennkammerausle- gungskonzept (magere Verbrennung oder reiche Verbrennung) auszuwählen und zu dimensionieren. Erfindungsgemäß ist es somit möglich, eine sehr kurze, jedoch radial ausgeprägte Brennkammer oder ein Flammrohr zu erhalten.
Am Austritt der Ringbrennkammer benötigt der erfindungsgemäß ausgebildete Turbi- nenleitschaufelkranz nur etwa die Hälfte der Leitschaufeln einer konventionellen Brennkammer, da erfindungsgemäß lediglich eine weitaus geringere Umlenkung vorgenommen wird. Diese beträgt nur ca. 25% der Umlenkung der Leitschaufeln einer konventionellen Brennkammer. Die Leitschaufeln sind erfindungsgemäß bevorzugt filmgekühlt und sind bevorzugt in einer ausgeprägt konvergenten Ringdüse integriert. Diese ge- währleistet die Beschleunigung der Verbrennungsgrade bis zum Schallgeschwindigkeitsniveau, wobei die zahlenmäßig wenigen umlenkenden Turbinenleitschaufeln die Strömungsrichtung zum nachfolgenden Turbinenrad anpassen. Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels in Verbindung mit der Zeichnung beschrieben. Dabei zeigt:
Fig. 1 einen Abwicklungsschnitt durch die Gasturbinenbrennkammeranordnung,
Fig. 2 eine Schnittansicht durch die Ringbrennkammer, eine Schnittansicht eines abgewandelten Ausführungsbeispiels analog Fig. 1 , und eine schematische Darstellung eines Gasturbinentriebwerks gemäß der vorliegenden Erfindung
Die erfindungsgemäße Gasturbinenbrennkammeranordnung weist eine Ringbrenn- kammer 1 auf. Stromauf der Ringbrennkammer 1 ist ein Diffusorelement 2 vorgesehen, welches, wie sich insbesondere aus den Fig. 1 und 3 ergibt, zunächst einen Leitschaufelbereich 3 mit Leitschaufeln 4 und einen nachfolgenden Diffusorbereich umfasst. Die Leitschaufeln 4 des Leitschaufelbereichs 3 sind so angeordnet und ausgebildet, dass sie eine aus einem Kompressor eintretende Strömung 5 umlenken. Die Umlenkung er- folgt so, dass die Strömung beim Austritt aus dem Leitschaufelbereich 3 in einem Winkel α zu einer Mittelachse 6 der Gasturbine geneigt ist. Der Winkel α beträgt 28° bis 32°, bevorzugt 30°.
Beim Durchlauf durch den Diffusorbereich 7 erhöht sich, da es sich um einen Drallströ- mungsdiffusor handelt, der Neigungswinkel der Strömung wieder von selbst, so dass die Strömung in einem Winkel ß zwischen 40 und 50°, bevorzugt 45°, den Brennern 8 zugeführt wird. Die Brenner 8 sind so angeordnet, dass eine jeweilige Brennerachse 9 ebenfalls in dem Winkel ß zur Mittelachse 6 geneigt ist. Analog sind auch die Leitbleche am Flammrohreintritt 10 und die Hitzeschilde 11 sowie die im Einzelnen nicht darge- stellten Einspritzdüsen (Brenner) in dem Winkel ß geneigt.
Die aus dem Flammrohr 10 austretende Strömung wird erfindungsgemäß einem Turbi- nenleitschaufelkranz 13 mit Turbinenleitschaufeln 12 zugeführt. In dem Turbinenleit- schaufelkranz erfolgt eine weitere Neigung der Strömung um einen Winkel zwischen 15 und 20, bevorzugt 17° (eine zusätzliche Umlenkung von 17°). Die Strömung verlässt somit den Turbinenleitschaufelkranz 13 in einem Winkel γ, der größer ist als 65°.
Die Fig. 2 zeigt, dass der Turbinenleitschaufelkranz im Bereich einer Ringdüse 14 an- geordnet ist. Weiterhin zeigt die Fig. 2 die erfindungsgemäß vorgesehene, vergrößert ausgeprägte Höhe H des Flammrohrs 10.
Das Bezugszeichen 16 bezeichnet eine schematisch eingezeichnete Drallflamme. Die Fig. 3 zeigt ein im Gegensatz zu dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 abgewandeltes Ausführungsbeispiel, bei welchem in dem Diffusorbereich 7 zusätzliche Streben 15 angeordnet sind, welche lediglich der Stabilität und Abstützung des Diffusorkanais dienen, strömungstechnisch jedoch nicht wirksam sind.
Wie oben beschrieben, erfolgt somit die Umlenkung der Strömung durch die Leitschaufeln 4 um einen Betrag der entgegengesetzten Umlenkung im Diffusorbereich 7, so dass sich folgendes ergibt: ß - α = 20°. Die Umlenkung der Leitschaufeln 12 resultiert in einem Winkel γ > 65°. Es ergibt sich: γ - ß = 17°. Die Umlenkung beträgt somit ca. 17°. Somit lenken die Leitschaufeln 12 die Strömung um 17° zusätzlich um und bringen somit den Strömungsverlauf am Austritt auf einen Winkel von beispielsweise γ = 70°.
Das Gasturbinentriebwerk 110 gemäß Fig. 4 ist ein Beispiel einer Turbomaschine, bei der die Erfindung Anwendung finden kann. Aus dem Folgenden wird jedoch klar, dass die Erfindung auch bei anderen Turbomaschinen verwendet werden kann. Das Trieb- werk 110 ist in herkömmlicher Weise ausgebildet und umfasst in Strömungsrichtung hintereinander einen Lufteinlass 111 , einen in einem Gehäuse umlaufenden Fan 112, einen axial wirkenden Zwischendruckkompressor 113, einen axial wirkenden Hochdruckkompressor 114, eine axial durchströmte Brennkammer 115, eine Hochdruckturbine 116, eine Zwischendruckturbine 117 und eine Niederdruckturbine 118 sowie eine Abgasdüse 119, die sämtlich um eine zentrale Triebwerksachse 6 angeordnet sind.
Der Axial-Zwischendruckkompressor 113 und der Axial-Hochdruckkompressor 1 4 umfassen jeweils mehrere Stufen, von denen jede eine in Umfangsrichtung verlaufende Anordnung fester stationärer Leitschaufeln 120 aufweist, die allgemein als Statorschau- fein bezeichnet werden und die radial nach innen vom Triebwerksgehäuse 121 in einem ringförmigen Strömungskanal durch die Kompressoren 113, 14 vorstehen. Die axialen Kompressoren weisen weiter eine Anordnung von Kompressorlaufschaufeln 122 auf, die radial nach außen von einer drehbaren Trommel oder Scheibe 126 vorstehen, die mit Naben 127 der Hochdruckturbine 116 bzw. der Zwischendruckturbine 117 gekoppelt sind.
Die Turbinenabschnitte 116, 117, 1 8 weisen ähnliche Stufen auf, umfassend eine Anordnung von festen Leitschaufeln 123, die radial nach innen vom Gehäuse 121 in den ringförmigen Strömungskanal durch die Turbinen 116, 117, 118 vorstehen, und eine nachfolgende Anordnung von Turbinenschaufeln 124, die nach außen von einer drehbaren Nabe 127 vorstehen. Die Kompressortrommel oder Kompressorscheibe 126 und die darauf angeordneten Schaufeln 122 sowie die Turbinenrotornabe 127 und die darauf angeordneten Turbinenlaufschaufeln 124 drehen sich im Betrieb um die Trieb- werksachse 6.
Bezugszeichenliste
1 Ringbrennkammer
2 Diffusorelement
3 Leitschaufelbereich
4 Leitschaufel
5 Eintretende Strömung
6 Mittelachse (Triebwerksachse)
7 Diffusorbereich
8 Einspritzdüse des Brenners
9 Brennerachse
10 Flammrohr
11 Hitzeschild
12 Turbinenleitschaufel
13 Turbinenleitschaufelkranz
14 Ringdüse
15 Strebe
16 Drallflamme
110 Gasturbinentriebwerk
111 Lufteinlass
112 im Gehäuse umlaufender Fan
113 Axial-Zwischendruckkompressor
114 Axial-Hochdruckkompressor
115 Brennkammer
116 Hochdruckturbine
117 Zwischendruckturbine
118 Niederdruckturbine
119 Abgasdüse
120 Leitschaufeln
121 Triebwerksgehäuse
122 Kompressorlaufschaufeln
123 Leitschaufeln
24 Turbinenschaufeln
26 Kompressortrommel oder -scheibe
127 Turbinenrotornabe
128 Auslasskonus
