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Patent Searching and Data


Title:
GAS TURBINE ROTOR FEATURING COOLING AIR CONDUCTION
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/148630
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a rotor (01) for use in a gas turbine, comprising a plurality of compressor segments (21), a plurality of central segments (31), and a plurality of turbine segments (41); the compressor segments (21) and the turbine segments (41) correspondingly have blade rims (22, 42). In order to better cool the central segments (31) and the turbine rims (42), cooling air ducts (25a, 35, 45a) are used which penetrate the segments (21a, 31, 41a).

Inventors:
SCHNEIDER, Oliver (Mozartstr. 36, Wesel, 46487, DE)
WAGNER, Michael (Kniestraße 3, Dinslaken, 46539, DE)
Application Number:
EP2017/051734
Publication Date:
September 08, 2017
Filing Date:
January 27, 2017
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Wittelsbacherplatz 2, München, 80333, DE)
International Classes:
F01D5/08; F01D11/00; F01D25/12; F02C6/08
Foreign References:
EP1725741B12014-09-24
US20040046326A12004-03-11
EP1640587A12006-03-29
EP0414028A11991-02-27
EP2586968A22013-05-01
DE865773C1953-02-05
US5695319A1997-12-09
US2741454A1956-04-10
EP2896784A12015-07-22
US20130283813A12013-10-31
JPS61226502A1986-10-08
EP1725741B12014-09-24
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Claims:
Patentansprüche

1. Rotor (01,02,03) zur Verwendung in einer Gasturbine umfassend mehrere Verdichtersegmente (21,61,121) mit daran angeordneten Verdichterschaufelkränzen (22), wobei zumindest ein Verdichtersegment (21,61,121) Kühlluftkanäle (25,26,65,66,125,127) aufweist, mehrere Mittelsegmente (31,71,131), welche (31,71,131) eine Mehrzahl im Umfang verteilte erste Kühlluftkanäle (35,75,135) aufweisen, mehrere Turbinensegmente (41,81,141) mit daran angeord¬ neten Turbinenschaufelkränzen (42), wobei zumindest ein erstes Turbinensegment (41a, 81a, 141a) korrespondierende erste Kühlluftkanäle (45,85,145) aufweist, wobei benach¬ barte Segmente (21,31,41; 61,71,81; 121,131,141) über jeweils stirnseitig angeordnete Eingriffsmittel

(38,39,78,138) zur Drehmomentübertragung verbunden sind, dadurch gekennzeichnet,

dass erste Kühlluft aus einem dem vorletztem

Verdichterschaufelkranz (22b) vorhergehenden ersten Entnahmebereich durch die ersten Kühlluftkanäle

(25,35,45; 65,75,85; 125,135,145) zum zweiten und/oder einem nachfolgenden Turbinenschaufelkranz (42b, 42c) gefördert werden kann, und

wobei die ersten Kühlluftkanäle (35,75,135) in den Mit- telsegmenten (31,71,131) in Bereich der Eingriffsmittel

(38,39,78,138) verlaufen.

2. Rotor (01,02) nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Mittelsegmente (31,71,131) derartig ausgeführt sind, so dass ein Eindringen von Verdichterendluft in die Mittelsegmente (31,71,131) radial innerhalb der Ein¬ griffsmittel (38,39,78,138) im Wesentlichen verhindert ist .

3. Rotor (01,02) nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet,

dass die ersten Kühlluftkanäle (35,75,135) in den Mit- telsegmenten (31,71,131)

- in einem Abstand zu den Eingriffsmitteln

(38,39,78,138) geringer als die radiale Breite der Ein¬ griffsmittel (38,39,78,138), insbesondere unmittelbar angrenzend an die Eingriffsmittel (38,39,78,138), oder

- zumindest abschnittsweise die Eingriffsmittel

(38,39,78,138) schneidend oder

- zwischen beidseitig angeordneten Eingriffsmitteln (38,39,78,138) verlaufen.

Rotor (01,02) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,

dadurch gekennzeichnet,

dass erste Kühlluft aus einem dem drittletzten

Verdichterschaufelkranz (22c) vorhergehenden

Entnahmebereich durch die ersten Kühlluftkanäle

(25,35,45; 65,75,85; 125,135,145) zum zweiten und/oder einem nachfolgenden Turbinenschaufelkranz (42b, 42c) gefördert werden kann.

Rotor (01,02,03) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,

dass die Segmente (21,31,41; 61,71,81; 121,131,141) im Spalt zu einem zentrischen Zuganker (05) eine Kühlluft¬ führung (07) und/oder mit der Kühlluftführung (07) in Verbindung stehende im Umfang verteilte dritte Kühlluft kanäle (37,137) aufweisen.

Rotor (01,02,03) nach Anspruch 5,

dadurch gekennzeichnet,

dass in den Mittelsegmenten (31,71) zwischen den ersten Kühlluftkanälen (35,75) und der Kühlluftführung (07) respektive den dritten Kühlluftkanälen (37,137) im Umfang verteilte zweite Kühlluftkanäle (76) vorhanden sind .

7. Rotor (01,02,03) nach einem der Ansprüche 1 bis 6,

dadurch gekennzeichnet,

dass im ersten Turbinensegment (41a, 81a, 141a) radial au- ßerhalb der Eingriffsmittel vierte zu den Turbinenschau¬ feln führende Kühlluftkanäle (48,88,148) vorhanden sind.

8. Rotor (01,02,03) nach Anspruch 7,

dadurch gekennzeichnet,

dass im letzten Mittelsegment radial außerhalb der Ein¬ griffsmittel vierte Kühlluftkanäle vorhanden sind.

9. Rotor (01,02,03) nach einem der Ansprüche 1 bis 8,

dadurch gekennzeichnet,

dass zumindest ein Verdichterschaufelkranz (22d) stromauf zum ersten Entnahmebereich zweite oder dritte

Kühlluft entnommen und stromauf radial einwärts durch das Verdichtersegment (121e) gefördert werden kann.

10. Rotor (02) nach einem der Ansprüche 1 bis 9,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Außenhüllen (73) zumindest eines, insbesondere aller, Mittelsegmente (71) im Wesentlichen von einer, insbesondere keramischen, Wärmedämmschicht gebildet wird .

11. Gasturbine mit einem Verdichter und einer Brennkammer und einer Turbine, gekennzeichnet durch einen Rotor (01,02,03) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.

Description:
Beschreibung

Rotor einer Gasturbine mit Kühlluftführung Die Erfindung betrifft einen Rotor einer Gasturbine mit einem Verdichterabschnitt, einer Mittelsektion sowie einem Turbi ¬ nenabschnitt, wobei vom Verdichterabschnitt Kühlluft durch die Mittelsektion zum Turbinenabschnitt befördert werden kann .

Aus dem Stand der Technik sind verschiedene Ausführungsformen von Rotoren von Gasturbinen mit Kühlluftführungen bekannt. Ziel der Kühlluftführung ist es hierbei, jeweils den Turbi ¬ nenschaufeln Kühlluft zuführen zu können. Ein Ausführungsbei- spiel für eine derartige Kühlluftführung im Rotor ist aus der Veröffentlichung EP 1 725 741 Bl bekannt. Hierbei ist vorge ¬ sehen, dass von der vorletzten Verdichterstufe Kühlluft abge ¬ führt und durch die letzte Verdichterstufe in einem Spalt zum mittig angeordneten Zuganker geleitet wird. Die Mittelsektion ist in bekannter Weise in Art einer Hohlwelle ausgeführt, so dass die Kühlluft entlang des Zugankers zum Turbinenabschnitt gefördert werden kann. Zwischen der ersten und zweiten Turbinenscheibe befindet sich im Inneren dem Zuganker zuweisend ein Spalt, so dass die Kühlluft zwischen den Turbinenscheiben und folgend durch einen Kühlluftkanal in der zweiten Turbi ¬ nenscheibe dem zweiten Schaufelkranz zugeführt werden kann. Somit kann eine effektive Kühlung der Turbinenschaufeln erfolgen . Weiterhin ist es bekannt, die Mittelsektion mit Öffnungen auf ihrem Außenumfang zu versehen, so dass Verdichterendluft in die Mittelsektion eindringen kann. Durch Durchbrüche innerhalb der Mittelsektion kann sodann die Verdichterendluft durch die Mittelsektion hindurch geführt werden und zur Küh- lung der Turbinenschaufeln des ersten Turbinenschaufelkranzes eingesetzt werden. Wenngleich mit den bekannten Lösungen eine vorteilhafte Kühlung der Turbinenschaufeln der ersten beiden Turbinenschau- felkränze möglich ist, so treten dennoch aufgrund der bereits hohen Temperaturen in der Verdichterendluft hohe thermische Belastungen sowohl in der Mittelsektion als auch im ersten Turbinenabschnitt auf.

Daher ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine verbesserte Kühlung im Bereich der Mittelsektion sowie für die Tur- binenschaufein zur Verfügung zu stellen.

Die gestellte Aufgabe wird durch eine erfindungsgemäße Aus ¬ führungsform eines Rotors nach der Lehre des Anspruchs 1 ge ¬ löst. Eine Gasturbine mit erfindungsgemäßem Rotor ist im An- spruch 11 angegeben.

Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der Unteransprüche . Der gattungsgemäße Rotor dient zunächst einmal zur Verwendung in einer Gasturbine. Hierbei umfasst der Rotor einen

Verdichterabschnitt, eine Mittelsektion sowie einen Turbinen ¬ abschnitt. Der Verdichterabschnitt kann zwar von einem einzi ¬ gen Verdichtersegment gebildet werden, vorgesehen sind jedoch zwei oder mehr aufeinanderfolgende Verdichtersegmente. An den Verdichtersegmenten sind mehrere hintereinander folgende Verdichterschaufelkränze angeordnet. Diesbezüglich ist es zu ¬ nächst unerheblich, ob jedes einzelne Verdichtersegment einen einzelnen Verdichterschaufelkranz aufweist oder ob mehrere Verdichterschaufelkränze auf einem Verdichtersegment angeord ¬ net sind oder ob weiterhin Verdichtersegmente ohne einen Schaufelkranz vorhanden sind. Zumindest sind mehrere nachei ¬ nander folgende Verdichterschaufelkränze erforderlich.

Gleichfalls kann die Mittelsektion von einem einzelnen Mit- telsegment gebildet werden. Vorgesehen ist hierbei ebenso die Realisierung der Mittelsektion durch zwei oder mehr aufeinander folgende Mittelsegmente. Die Mittelsegmente weisen hier ¬ bei eine Außenhülle auf, welche im Betrieb der Gasturbine in aller Regel, bzw. zumindest abschnittsweise, von Verdichterendluft umgeben ist. Der Turbinenabschnitt kann vom Prinzip her analog von einem einzelnen Turbinensegment gebil ¬ det sein. Auch hier ist vorgesehen, dass zwei oder mehr Tur- binensegmente eingesetzt werden. An diesen sind mehrere auf ¬ einander folgende Turbinenschaufelkränze angeordnet. Gleich ¬ falls wie beim Verdichterabschnitt, kann ebenso beim Turbi ¬ nenabschnitt vorgesehen sein, dass an jedem einzelnen Turbinensegment ein einzelner Turbinenschaufelkranz angeordnet ist. Alternativ ist es jedoch ebenso möglich, an einem Turbinensegment zwei oder mehrere Turbinenschaufelkränze anzuord ¬ nen sowie es ebenso möglich ist, ein oder mehrere Turbinensegment ohne Schaufelkranz vorzusehen. Zur Realisierung einer Drehmomentübertragung vom Turbinenabschnitt über die Mittelsektion zum Verdichterabschnitt ist hierbei vorgesehen, dass die Verdichtersegmente und/oder die Mittelsegmente und/oder die Turbinensegmente stirnseitig an ¬ geordnete Eingriffsmittel zur Drehmomentübertragung aufwei- sen. Wie die Eingriffsmittel ausgeführt sind, ist hierbei zu ¬ nächst unerheblich, wobei es sich sowohl um eine reibschlüs ¬ sige als auch um eine formschlüssige Drehmomentenübertragung handeln kann. Zur Kühlung der Turbinenschaufeln der Turbinenschaufelkränze werden gattungsgemäß Kühlluftkanäle bzw. eine Kühlluftführung vorgesehen, welche eine Förderung Kühlluft von den

Verdichtersegmenten durch die Mittelsegmente zu den Turbinensegmenten ermöglichen. Hierbei weist zumindest ein Verdich- tersegment Kühlluftkanäle auf, welche eine Kühlluftentnahme aus einem Entnahmebereich zwischen zwei Verdichterschaufelkränzen ermöglichen.

In den Mittelsegmenten der Mittelsektion befinden sich zumin- dest eine Mehrzahl im Umfang verteilte erste Kühlluftkanäle, welche eine Führung von erster Kühlluft vom

Verdichterabschnitt zum Turbinenabschnitt ermöglichen. Hierzu weist zumindest das erste Turbinensegment korrespondierende erste Kühlluftkänle auf. Hierbei ist es nicht zwingend erfor ¬ derlich, dass eine durchgehende Trennung der im Umfang verteilten ersten Kühlluftkanäle vorhanden ist. Vielmehr können diese entlang des Rotors abschnittsweise auch durch eine Ringkavität verbunden sein. Hierbei kann sowohl vorgesehen sein, dass in den Mittelsegmenten sowie in dem ersten Turbinensegment erste Kühlluftkanäle in gleicher Anzahl verteilt auf dem Umfang vorhanden sind. Alternativ kann ebenso vorgesehen sein, dass die Anzahl der ersten Kühlluftkanäle zwi- sehen den einzelnen Segmenten variiert, wobei weiterhin in jedem der Segmente eine Mehrzahl erster Kühlluftkanäle am Umfang verteilt eingesetzt wird.

Zur Verbesserung der Kühlung im Rotor werden erfindungsgemäß nunmehr korrespondierende erste Kühlluftkanäle eingesetzt, welche sich vom Verdichterabschnitt durch die Mittelsektion bis zum Turbinenabschnitt erstrecken. Hierbei weist zumindest das letzte Verdichtersegment sowie die Mittelsegmente sowie zumindest das erste Turbinensegment miteinander korrespondie- rende erste Kühlluftkanäle auf.

Zur Realisierung der besonderen Kühlung sowohl der Mittelsektion als auch der Turbinenschaufeln ist hierbei vorgesehen, dass die Entnahme der ersten Kühlluft in einem Entnahme- bereich erfolgt, welcher stromauf zum vorletzten

Verdichterschaufelkranz angeordnet ist. Dabei erfolgt die Entnahme der ersten Kühlluft aus einem ersten Entnahmebereich zwischen zwei Verdichterschaufelkränzen, bspw. zwischen dem vorletzten und dem drittletzten Verdichterschaufelkranz. Re- levant ist vor allem, dass die erste Kühlluft eine gegenüber der Verdichterendluft geringere Temperatur aufweist.

Dabei ist es weiterhin notwendig, dass die erste Kühlluft durch die ersten Kühlluftkanäle im ersten Turbinensegment zu- mindest bis zum zweiten und/oder weiter zu einem nachfolgenden Turbinenschaufelkranz befördert wird. Zur Bewirkung einer vorteilhaften Kühlung der Mittelsektion unter Einsatz der ersten Kühlluftkanäle ist es weiterhin erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Kühlluftkanäle der Mittel ¬ segmente jeweils ungefähr im Bereich der Eingriffsmittel be- ginnen bzw. enden. Dabei verlaufen die ersten Kühlluftkanäle in den Mittelsegmenten jeweils in einem ersten Abstand zur Rotorachse, welcher ungefähr einem zweiten Abstand der Eingriffsmittel zur Rotorachse entspricht. Dieses ist gegeben, wenn die Differenz zwischen dem ersten Abstand und dem zwei- ten Abstand geringer ist als 25% des zweiten Abstandes.

Durch die Erweiterung der Mittelsegmente um erste Kühlluftka ¬ näle, welche sich vom zumindest vorletzten Verdichterschaufelkranz bis in den zweiten Turbinenschaufelkranz er- strecken, wird eine deutlich verbesserte Kühlung sowohl der Mittelsektion als auch der Turbinenschaufeln ermöglicht. Dadurch können die Temperaturen insbesondere in der Mittelsektion insoweit reduziert werden, dass eine größere Freiheit hinsichtlich der Materialwahl zur Realisierung der Mittelseg- mente offensteht und/oder eine höhere Betriebstemperatur in der Brennkammer ermöglicht wird.

In vorteilhafter Weise werden die ersten Kühlluftkanäle bei zumindest in zwei benachbarten Segmenten derartig angeordnet, dass die erste Kühlluft unmittelbar in den aufeinander folgenden ersten Kühlluftkanälen von einen Segment in das nächste Segment weiterströmen kann. Hierzu enden die ersten Kühlluftkanäle an gegenüberliegenden Stirnseiten der beiden Segmente, wobei die Stirnseiten an der Position der ersten Kühl- luftkanäle vorteilhaft nur einen geringen Spalt zwischen sich bilden oder besonders vorteilhaft aneinander anliegen. In besonders vorteilhafter Weise werden die ersten Kühlluftkanäle zumindest vom letzten Verdichtersegment über die Mittelseg ¬ mente hinweg bis zum ersten Turbinensegment jeweils stirnsei- tig gegenüberliegend angeordnet. Weiterhin weisen die Mittelsegmente in besonders vorteilhaf ¬ ter Weise eine Innenhülle auf, so dass die Mittelsektion eine Art Hohlwelle bildet. Weiterhin weist der Rotor naheliegend vorteilhaft zumindest einen Zuganker auf, welcher sich entlang des Rotors erstreckt und die Segmente miteinander verbindet. Hierbei ist es zu ¬ nächst unerheblich, wie der Zuganker angeordnet wird. Weiterhin ist es zunächst unerheblich, ob ein oder mehrere Zuganker eingesetzt werden. In aller Regel wird jedoch ein zentraler Zuganker eingesetzt. Es ist jedoch ebenso denkbar, um die Drehachse verteilt mehrere Zuganker einzusetzen.

Zur vorteilhaften Übertragung des Drehmomentes von der Turbi- ne zum Verdichter werden die Eingriffsmittel von einer Stirnverzahnung gebildet. In besonders vorteilhafter Weise wird hierzu eine Hirth-Verzahnung eingesetzt.

Zur Reduzierung eines Wärmeeintrages in die Mittelsektion bzw. zur effektiven Kühlung der Mittelsektion durch den Einsatz der ersten Kühlluftkanäle ist es besonders vorteilhaft, wenn ein Eindringen von Verdichterendluft in die Mittelseg ¬ mente in einem Bereich radial innerhalb der Eingriffsmittel im Wesentlichen verhindert ist. Entsprechend sind die Mittel- Segmente zumindest über denjenigen Bereich, in dem sich außerhalb der Mittelsegmente die Verdichterendluft befindet, wenn die Mittelsegmente radial außerhalb der Eingriffsmittel keinerlei Funktion mehr aufweisen mit einer komplett geschlossenen Außenhülle auszuführen. Im denjenigen Falle, dass das jeweilige Mittelsegment radial außerhalb der Eingriffs ¬ mittel eine weitere Funktion erfüllt, gilt die geschlossene Kontur zumindest für eine theoretische Außenhülle über bzw. durch das Mittelsegment radial außerhalb der Eingriffsmittel. Wesentlich ist hierbei, dass keine Verdichterendluft in einen Bereich innerhalb der Mittelsegmente gelangt, welcher radial innerhalb der Eingriffsmittel liegt. Weiterhin ist es hierbei vorteilhaft, wenn die Segmente mit ersten Kühlluftkanälen, d.h. zumindest das letzte Verdichtersegment und die Mittelsegmente und das erste Turbinenseg ¬ ment, zur Abgrenzung der ersten Kühlluft von der

Verdichterendluft in der jeweiligen Verbindungsstelle zwi ¬ schen benachbarten Segmenten zwischen der Außenhülle und den ersten Kühlluftkanälen stirnseitig angeordnete äußere Dicht ¬ mittel aufweisen. Wie die Dichtung realisiert wird, ist zunächst unerheblich, wobei nicht zwingend eine absolut dichte Verbindung erforder ¬ lich ist. Vielmehr ist es hinreichend, wenn es aufgrund der vorhandenen Druckunterschiede zwischen dem Druck in den ersten Kühlluftkanälen und dem Druck außerhalb der Außenhülle, d.h. dem Verdichterenddruck, sowie zwischen dem Druck in den ersten Kühlluftkanälen und dem Druck innerhalb der Innenhülle lediglich zu einer hinsichtlich der Effektivität der Kühlung vernachlässigbaren Querströmung kommt. Dabei können die

Dichtmittel bspw. von einer Spaltdichtung und/oder einer Nut- Feder-Verbindung und/oder von einer Labyrinthdichtung gebildet sein.

Zur vorteilhaften Anordnung der ersten Kühlluftkanäle in den Mittelsegmenten im Bereich der Eingriffsmittel werden die ersten Kühlluftkanäle in den ersten Mittelsegmenten derart angeordnet, so dass deren Abstand zu den Eingriffsmitteln ge ¬ ringer ist als die radiale Breite der Eingriffsmittel. Beson ¬ ders vorteilhaft ist hier eine unmittelbar angrenzende Anord ¬ nung der ersten Kühlluftkanäle an die Eingriffsmittel. Alter- nativ kann auch vorgesehen sein, dass die Öffnungen der ersten Kühlluftkanäle zumindest abschnittsweise unmittelbar bei den Eingriffsmitteln angeordnet sind. Insofern schneiden die ersten Kühlluftkanäle zumindest abschnittsweise die Ein ¬ griffsmittel , wobei ebenso vorgesehen sein kann, dass die ersten Kühlluftkanäle innerhalb der Eingriffsmittel beginnen bzw. enden. Alternativ kann auch vorgesehen sein, dass die stirnseitig angeordneten Öffnungen der Kühlluftkanäle zwi- sehen äußeren Eingriffsmitteln und inneren Eingriffsmitteln angeordnet sind.

Durch diese vorteilhafte Anordnung der Kühlluftkanäle in un- mittelbarer Nähe der Eingriffsmittel kann eine effektive Küh ¬ lung der Mittelsegmente insbesondere im Bereich der Ein ¬ griffsmittel sichergestellt werden.

Zur vorteilhaften Kühlung ist es weiterhin vorteilhaft, wenn die Entnahme der ersten Kühlluft aus dem Verdichter in einem ersten Entnahmebereich erfolgt, der stromauf des drittletzten Verdichterschaufelkranzes angeordnet ist. Hierbei erfolgt in besonders vorteilhafter Anordnung die Entnahme der ersten Kühlluft zwischen dem drittletzten und dem viertletzten

Verdichterschaufelkranz oder zwischen dem viertletztem und dem fünftletztem Verdichterschaufelkranz.

Weiterhin ist es besonders vorteilhaft, wenn die erste

Kühlluft am ersten Turbinenschaufelkranz zum zweiten und/oder einem nachfolgenden Turbinenschaufelkranz zur Kühlung der dort angeordneten Turbinenschaufeln geführt wird.

Eine weitere Verbesserung bei der Kühlung der Turbinenschau ¬ feln wird erzielt, wenn zusätzlich dritte Kühlluft von den Verdichtersegmenten zu den Turbinensegmenten befördert werden kann, wobei diese getrennt von der in den ersten Kühlluftka ¬ nälen strömenden ersten Kühlluft im Rotor geführt wird. Dieses kann in einfacher Weise erfolgen, indem Kühlluft von einem vorhergehenden Verdichterschaufelkranz, d.h. aus einem der Abnahme der ersten Kühlluft vorhergehenden

Entnahmebereich, in die Mitte des Rotors geleitet und sodann zumindest abschnittsweise innerhalb der eine Kühlluftführung bildenden Innenhülle, d.h. im Freiraum zwischen der durch die Mittelsegmente gebildeten Hohlwelle und dem Zuganker, zu den Turbinensegmenten strömen kann, um dort den Turbinenschaufeln zugeführt zu werden. Analog zur Anordnung der äußeren Dichtmittel zwischen Außenhülle und ersten Kühlluftkanälen ist es vorteilhaft, wenn zwischen den Segmenten stirnseitig angeordnete innere Dicht ¬ mittel vorhanden sind, welche insofern zwischen den ersten Kühlluftkanälen und der Innenhülle der Mittelsegmente anzu ¬ ordnen sind. Insofern kann hinsichtlich deren vorteilhaften Realisierung auf die vorherigen Ausführungen zu den äußeren Dichtmitteln verwiesen werden. Sofern kein hinreichender freier Querschnitt der Kühlluftführung zwischen einem oder mehreren Segmenten und dem Zuganker, bspw. aufgrund einer Abstützung des Zugankers an einem Segment, vorhanden ist, kann weiterhin vorteilhaft vorgesehen sein, dass im Umfang verteilte dritte Kühlluftkanäle im inne- ren Bereich des entsprechenden Segmentes, bspw. eines Mittelsegmentes, angeordnet sind, welche einen hinreichenden freien Querschnitt für die dritte Kühlluft bilden.

Insbesondere die Anordnung der ersten Kühlluftkanäle im äuße- ren Bereich der Mittelsegmente eröffnet die vorteilhafte Mög ¬ lichkeit, in den Mittelsegmenten getrennt im Umfang verteilt angeordnete zweite Kühlluftkanäle vorzusehen. Somit kann in besonders vorteilhafter Weise zweite Kühlluft getrennt von der ersten Kühlluft vom Verdichterabschnitt durch die Mittel- Segmente zum Turbinenabschnitt gefördert werden. Dabei ist es vorteilhaft, wenn analog zweite Dichtmittel stirnseitig an den Mittelsegmenten eingesetzt werden, welche hierbei zwischen den ersten Kühlluftkanälen und den zweiten Kühlluftkanälen anzuordnen sind.

Die Zuführung der ersten Kühlluft zum zweiten und/oder einem nachfolgenden Turbinenschaufelkranz ermöglicht die besonders vorteilhafte Kühlung des ersten Turbinenschaufelkranzes mit Verdichterendluft. Hierzu weist das erste Turbinensegment im Umfang verteilte vierte Kühlluftkanäle auf, welche radial au ¬ ßerhalb der Eingriffsmittel angeordnet sind. Diese sind der ¬ artig auszuführen, dass die vierte Kühlluft den Turbinen- schaufeln des ersten Turbinenschaufelkranzes zugeführt werden kann .

Zur vorteilhaften Zuführung der Verdichterendluft als vierte Kühlluft zum ersten Turbinensegment ist es weiterhin vorteil ¬ haft, wenn im letzten Mittelsegment korrespondierende vierte Kühlluftkanäle radial außerhalb der Eingriffsmittel angeord ¬ net sind. Eine besonders vorteilhafte Führung der zweiten und/oder dritten Kühlluft im Bereich des Verdichters wird erzielt, wenn hierzu die Kühlluft aus einem zweiten bzw. dritten

Entnahmebereich zumindest einen Verdichterschaufelkranz stromauf des ersten Entnahmebereichs für die erste Kühlluft entnommen wird.

Sofern keine zweiten Kühlluftkanäle vorgesehen sind durchquert dritte Kühlluft aus dem dritten Entnahmebereich in besonders vorteilhafter Weise das angrenzende Verdichtersegment stromauf radial nach innen durch dritte Kühlluftkanäle. Bei Verwendung von ersten, zweiten und dritten Kühlluftkanälen kann diese vorteilhafte Kühlluftführung sowohl für die zweite Kühlluft als auch für die dritte Kühlluft vorgesehen sein. Insofern durchquert beispielsweise die zweite Kühlluft aus dem zweiten Entnahmebereich im Folgenden das angrenzende Verdichtersegment stromauf radial nach innen durch zweite Kühlluftkanäle .

In besonders vorteilhafter Weise befindet sich somit zwischen dem Verdichtersegment mit den ersten Kühlluftkanälen und den entgegengesetzt verlaufenden zweiten bzw. dritten Kühlluftkanälen ein weiteres Verdichtersegment mit einem

Verdichterschaufelkranz, welches keine Kühlluftkanäle auf ¬ weist.

Vorteilhaft ist es weiterhin, wenn die Außenhülle zumindest eines Mittelsegmentes von einer Wärmedämmschicht gebildet wird. Hierbei kann es sich in besonders vorteilhafter Weise um eine keramische Wärmedämmschicht handeln. Durch die Ver ¬ wendung einer Wärmedämmschicht wird die Aufheizung des Mit ¬ telsegmentes durch die höhere, außerhalb der Außenhülle vor ¬ liegende Temperatur der Verdichterendluft reduziert, so dass die Kühlung des Mittelsegmentes durch die ersten Kühlluftka ¬ näle besonders effektiv wirksam sein kann. Dabei ist es be ¬ sonders vorteilhaft, wenn alle Mittelsegmente mit einer ent ¬ sprechenden Wärmedämmschicht versehen werden.

In Kombination mit dem Einsatz einer Wärmedämmschicht kann somit vorteilhaft die Temperatur in den Mittelsegmenten ge- genüber den bekannten Lösungen im Stand der Technik reduziert werden .

Der Einsatz eines erfindungsgemäßen Rotors führt nunmehr zur Bildung einer verbesserten erfindungsgemäßen Gasturbine, welche einen Verdichter, eine Brennkammer und eine Turbine aufweist, durch die Verwendung eines erfindungsgemäßen Rotors oder einer hierzu vorteilhaften Ausführungsform.

In den nachfolgenden Figuren werden zwei beispielhafte Ausführungsformen für einen erfindungsgemäßen Rotor schematisch skizziert .

Es zeigen: ein erstes Ausführungsbeispiel eines Rotors mit Verdichtersegmenten und Turbinensegmenten, an denen jeweils ein Schaufelkranz angeordnet ist;

Figur 2 ein weiteres Ausführungsbeispiel für einen Rotor, bei dem zwei Schaufelkränze auf jeweils einem

Schaufelsegment angeordnet sind;

Figur 3 ein drittes Ausführungsbeispiel für einen Rotor mit optimierter Kühlluftführung. In der Figur 1 wird ein erstes Ausführungsbeispiel für einen erfindungsgemäßen Rotor Ol schematisch skizziert. Zu erkennen ist links angeordnet der Verdichterabschnitt 20, welcher 20 in diesem Fall gebildet wird durch drei Verdichtersegmente 21a, 21b und 21c, wobei jedes der Verdichtersegmente 21 je ¬ weils einen Verdichterschaufelkranz 22a, 22b bzw. 22c aufweist. Nachfolgend nach dem Verdichterabschnitt 20 befindet sich die Mittelsektion 30, welche 30 ebenso von mehreren Mittelsegmenten 31a, 31b und 31c gebildet wird. Im Anschluss an die Mittelsektion 30 folgt der Turbinenabschnitt 40, welcher 40 in diesem schematischen Beispiel ebenfalls drei Turbinensegmente 41a, 41b, 41c umfasst. Hierbei weist ebenso jedes Turbinensegment 41 einen Turbinenschaufelkranz 42a, 42b bzw. 42c auf. Zur Verbindung der einzelnen Segmente 21, 31 und 41 zueinander wird ein mittig angeordneter Zuganker 05 eingesetzt. Dieser 05 weist im mittleren Bereich zwei Abstützungen 06 zur radialen Verbindung mit der Mittelsektion auf 30. Zur Kühlung der Turbinenschaufeln durch Einsatz von Kühlluft vom Verdichterabschnitt 20 wird einerseits in bekannter Weise weitere Kühlluft entlang einer Kühlluftführung 07 zwischen den Segmenten 21, 31, 41 einerseits und dem Zuganker 05 anderseits innerhalb der Innenhülle 34 der Mittelsektion 30 ge ¬ führt. Zur Überbrückung der Abstützung 06 am Zuganker 05 befindet sich ein dritter Kühlluftkanal 37 im zweiten Mittel- segment 31b nahe der Innenhülle, so dass die weitere Kühlluft die Abstützung 06 umströmen kann.

Zur verbesserten Kühlung sowohl der Mittelsektion 30 als auch der Turbinenschaufeln werden nunmehr in den Segmenten 21, 31, 41 Kühlluftkanäle 25, 35 und 45 eingesetzt, durch die 25, 35, 45 erste Kühlluft vom Verdichterabschnitt 20 durch die Mit ¬ telsektion 30 zum Turbinenabschnitt 40 strömen kann. Erste Kühlluft kann hierbei aus einem Bereich vor dem vorletzten Verdichterschaufelkranz 22b entnommen und durch im vorletzten Verdichtersegment 21b vorhandene erste Kühlluftkanäle 25b und durch im letzten Verdichtersegment 21a vorhandene erste Kühl ¬ luftkanäle 25a zur Mittelsektion strömen. Den Kühlluftkanälen 25b, 25a im Verdichterabschnitt folgend befinden sich in den Mittelsegmenten 31 ebenso erste Kühlluftkanäle 35a, 35b und 35c, durch die 35 die erste Kühlluft durch die Mittelsektion 30 zum Turbinenabschnitt 40 geführt werden kann. Dazu weist das erste Turbinensegment 41a ebenso einen ersten Kühlluftka- nal 45a auf, so dass erste Kühlluft dem zweiten Turbinenseg ¬ ment 41b und somit dem zweiten Turbinenschaufelkranz 42b zugeführt werden kann.

Darüber hinaus weist dieses Ausführungsbeispiel sämtliche Segmente durchziehende zweite Kühlluftkanäle 26, 36 und 46 auf, so dass zweite Kühlluft aus einem Bereich vor dem vor ¬ vorletzten Turbinenschaufelkranz 22c getrennt vom ersten Kühlluftkanal 25, 35, 45 und getrennt von der weiteren

Kühlluft innerhalb der Innenhülle 34 durch die Mittelsegmente 31 bis zum dritten Turbinensegment 41c und dem dritten Turbi ¬ nenschaufelkranz 42c geführt werden kann.

Zu erkennen ist weiterhin die Anordnung von äußeren Eingriffsmitteln 38 sowie inneren Eingriffsmitteln 39, wobei sich die Öffnungen der ersten Kühlluftkanäle 35 in den Mittelsegmenten 31 zwischen den äußeren Eingriffsmitteln 38 und den inneren Eingriffsmitteln 39 befinden. Darüber hinaus ist zu erkennen, dass im ersten Turbinensegment 41a ein vierter Kühlluftkanal 48 vorgesehen ist, so dass eine Kühlung des ersten Turbinenschaufelkranzes 42a mittels Verdichterendluft möglich wird.

Die Figur 2 skizziert ein weiteres Ausführungsbeispiel für einen erfindungsgemäßen Rotor 02, wobei im Unterschied zur vorherigen Ausführungsform das vorletzte Verdichtersegment 61b in beispielhafter Weise den vorletzten

Verdichterschaufelkranz 22b sowie den drittletzten

Verdichterschaufelkranz 22c trägt. In vergleichbarer Weise wird in diesem Ausführungsbeispiel ein Turbinensegment 81b eingesetzt, welches 81b den zweiten Turbinenschaufelkranz 42b sowie den dritten Turbinenschaufelkranz 42c trägt. Analog zur vorherigen Ausführungsform ist vorgesehen, dass im vorletzten Verdichtersegment 61b ein erster Kühlluftkanal 65b im Bereich zwischen dem vorletzten Verdichterschaufelkranz 22b und dem drittletzten Verdichterschaufelkranz 22c endet. Weiterhin weist das vorletzte Verdichtersegment 61b einen zweiten Kühlluftkanal 66 auf, welcher 66 die Zufuhr von

Kühlluft von einem Bereich stromauf des drittletzten

Verdichterschaufelkranzes 22c ermöglicht. Die Zufuhr der ers ¬ ten Kühlluft durch die ersten Kühlluftkanäle 65, 75, 85 er- folgt analog dem vorherigen Beispiel durch die Mittelsektion 70 durch erste Kühlluftkanäle 75. Diese 75 befinden sich im Gegensatz zum vorherigen Ausführungsbeispiel in einem Bereich zwischen den Eingriffsmitteln 77 und der Außenhülle 73 der Mittelsegmente 71. Der weitere Verlauf der ersten Kühlluft durch den Turbinenabschnitt 80 durch das erste Turbinenseg ¬ ment 81a sowie das zweite Turbinensegment 81b erfolgt analog dem vorherigen Beispiel durch die ersten Kühlluftkanäle 85a bzw. 85b. Die Zufuhr der zweiten Kühlluft erfolgt analog vor ¬ herigem Beispiel durch die zweiten Kühlluftkanäle 66 im letz- ten und vorletzten Verdichtersegment 61a, 61b und durch die zweiten Kühlluftkanäle 76 in den Mittelsegmenten 71 und dem zweiten Kühlluftkanal 86a im ersten Turbinensegment 81a sowie im Folgenden durch den zweiten Kühlluftkanal 86b im zweiten Turbinensegment 81b.

Weiterhin wird in diesem Ausführungsbeispiel die Verwendung einer Wärmedämmschicht 72 an der Außenhülle 73 der Mittelseg ¬ mente 71 skizziert. Somit kann eine besonders effektive Küh ¬ lung der Mittelsegmente 71 durch die erste Kühlluft erfolgen.

In der Figur 3 wird ein weiteres Ausführungsbeispiel für ei ¬ nen Rotor 03 mit einer vorteilhaften Kühlluftführung skizziert. Zu erkennen ist zunächst mal der analoge Aufbau mit dem Verdichtabschnitt 120, umfassend mehrere Verdichterseg- mente 121, dem Mittelabschnitt 130, umfassend mehrere Mittel ¬ segmente 131, und dem Turbinenabschnitt 140, umfassend die Turbinensegmente 141. Übereinstimmte mit dem ersten Beispiel sind an den Verdichtersegmenten 121 jeweils ein Verdichterschaufelkranz 22 und an den Turbinensegmenten 141 jeweils ein Turbinenschaufelkranz 42 angeordnet. Weiterhin weist der Rotor 03 einen Zuganker 05 mit zwei Abstützung 06 in Anlage an die mit Mittelsegmente 131 auf. Zwischen dem Zu- gang 05 und den Segmenten 121,131,141 befindet sich analog die Kühlluftführung 07, wobei zur Umgehung der Abstützung 06 dritte Kühlluftkanäle 137b, 137c in den Mittelsegmenten 131b, 137c vorhanden sind. Ebenso sind im ersten Turbinensegment 141a vierte Kühlluftkanäle 148 zur Führung von Verdichter- endluft zum ersten Turbinenschaufelkranz 42a sowie in eine

Ringkavität hinter dem ersten Turbinensegment 141a vorhanden.

Weiterhin zu erkennen sind erste Kühlluftkanäle 125, 135, 145 zur Führung erster Kühlluft vom Verdichtabschnitt 120 zum Turbinenabschnitt 140. Im Gegensatz zu den vorherigen Ausführungsbeispielen ist nunmehr vorgesehen, dass die erste

Kühlluft aus einem ersten Entnahmebereich zwischen dem drittletzten Verdichterschaufelkranz 22c und dem viertletzten Verdichterschaufelkranz 22d entnommen wird. Entsprechend sind in den drei letzten Verdichtersegmente 121a, 121b und 121c erste Kühlluftkanäle 125a, 125b 125c vorhanden. Dabei ist vorgesehen, dass die ersten Kühlluftkanäle 125c im drittletzten Verdichtersegment 121c von einer Ringkavität unterhalb des Strömungspfades diagonal stromaufwärts radial einwärts in den Bereich der Eingriffsmittel 138 führt. Von hier an durchziehen erste Kühlluftkanäle 125b, 125a, 135, 145a die Segmen ¬ te 121b, 121a, 131, 141a bis zum zweiten Turbinensegment 141b. Dort führen zweite Kühlluftkanäle 145b in eine Ringka ¬ vität vor dem Turbinensegment 141b und weiter zum Turbinen- schaufelkranz 42b sowie in eine Ringkavität hinter dem Turbi ¬ nensegment 141b. Dieses ermöglicht eine besonders vorteilhaf ¬ te Kühlung der Turbinenschaufeln, insbesondere des zweiten Turbinenschaufelkranzes 42b. Weiterhin ist in diesem Ausführungsbeispiel die Anordnung dritter Kühlluftkanäle 127e im Verdichtersegment 121e einen Verdichterschaufelkranz, d.h. in diesem Fall dem viertletzten Verdichterschaufelkranz 22d, stromauf zu erkennen. Hierbei führt der dritte Kühlluftkanal 127e entgegengesetzt zum ers ¬ ten Kühlluftkanal 125c im drittletzten Verdichtersegment 121c von einer Ringkavität unterhalb des Strömungspfades stromauf radial einwärts in einen Bereich radial innerhalb der Ein- griffsmittel vor dem fünftletzten Verdichtersegment 121e. Von hier kann die dritte Kühlluft durch die Kühlluftführung 07 zum Turbinenabschnitt 140 strömen. Hieraus ergibt sich die Ausführung des zwischenliegenden viertletzten

Verdichtersegments 121d ohne Kühlluftkanäle.