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Title:
GEAR FOR A GEAR TRAIN
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/215162
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a gear (1) for a gear train, in particular for a planetary gear train of a chassis assistance system, wherein the gear (1) is divided into at least a first spur gear (3) and a second spur gear (4), which are axially spaced apart from each other on a common axis of rotation (2), the gear (1) further having an open spring ring (5) comprising: a first end (6), which is supported against the first spur gear (3) in a circumferential direction (8), and a second end (7), which is supported against the second spur gear (4) in the direction opposite the circumferential direction (8) such that the spring ring (5) can be tensioned by rotating the spur gears (3, 4) against each other about the common axis of rotation (2) in order to exert a restoring torque on the spur gears (3, 4). The gear according to the invention is distinguished in that a recess (9) for receiving the spring ring (5) in sections is formed on at least one of the spur gears (3, 4).

Inventors:
SCHWARZE, Rene (Lindenstraße 10, Neuenkirchen, 49434, DE)
STEPHAN, Christian (Am Bruchgarten 3, Hille, 32479, DE)
SCHIESS, Marc (Buhlenweg 31, Konstanz, 78467, DE)
MAIR, Ulrich (Ravensburger Str. 38, Friedrichshafen, 88046, DE)
SCHORIES, Lars (Rappertsweiler 14, Tettnang, 88069, DE)
BENKLER, Karl (Hölzlweg 26, Garmisch-Partenkirchen, 82467, DE)
STAMM, Carsten (Hans-Böckler-Str. 66, Friedrichshafen, 88046, DE)
Application Number:
EP2018/060786
Publication Date:
November 29, 2018
Filing Date:
April 26, 2018
Export Citation:
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Assignee:
ZF FRIEDRICHSHAFEN AG (Löwentaler Straße 20, Friedrichshafen, 88046, DE)
International Classes:
F16H55/18
Foreign References:
EP2894374A12015-07-15
DE102005041357A12006-04-06
CN2729432Y2005-09-28
RU2020338C11994-09-30
EP1837558A12007-09-26
DE102015206063A12016-10-06
DE102011122136A12013-06-27
DE102015206063B42017-03-16
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Claims:
Patentansprüche

1 . Zahnrad (1 ) für ein Zahnradgetriebe, insbesondere für ein Planetengetriebe, wobei das Zahnrad (1 ) in zumindest ein erstes Stirnrad (3) und ein zweites Stirnrad (4) geteilt ist, die auf einer gemeinsamen Drehachse (2) axial voneinander beabstandet sind, das Zahnrad (1 ) weiterhin aufweisend einen offenen Federring (5) mit: einem ersten Ende (6), das sich in einer Umfangsrichtung (8) gegenüber dem ersten Stirnrad (3) abstützt, und einem zweiten Ende (7), das sich in zur Umfangsrichtung (8) entgegengesetzter Richtung gegenüber dem zweiten Stirnrad (4) abstützt, derart, dass sich durch Verdrehen der Stirnräder (3, 4) gegeneinander um die gemeinsame Drehachse (2) der Federring (5) spannen lässt, um auf die Stirnräder (3, 4) ein Rückstellmoment auszuüben, dadurch gekennzeichnet, dass an wenigstens einem der Stirnräder (3, 4) eine Ausnehmung (9) zur abschnittsweisen Aufnahme des Federrings (5) ausgebildet ist.

2. Zahnrad nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Federring (5) axial zwischen erstem Stirnrad (3) und zweitem Stirnrad (4) angeordnet ist.

3. Zahnrad nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (9) zumindest ein Ende (6, 7) des Federrings (5) aufnimmt und eine Anlagefläche (10) aufweist, an der sich das aufgenommene Ende (6, 7) abstützt.

4. Zahnrad nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlagefläche (10) taschenförmig ausgebildet ist, um das dazu komplementäre, vorzugsweise nasenförmig ausgebildete Ende (6, 7) des Federrings (5) aufzunehmen.

5. Zahnrad nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlagefläche (10) einen Radius aufweist, der gleich ist wie oder zumindest geringfügig größer ist als ein Radius des vorzugsweise nasenförmig ausgebildeten Endes (6, 7) des Federrings (5).

6. Zahnrad nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (9) einen kreisbogenförmigen Verlauf aufweist.

7. Zahnrad nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stirnräder (3, 4) zur Lagerung auf der gemeinsamen Drehachse (2), insbesondere auf einem die Stirnräder (3, 4) axial durchdringenden Lagerbolzen (12), jeweils einen vorzugsweise etwa zylindrischen Durchgang (15) aufweisen.

8. Zahnrad nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (9) bezogen auf die radiale Erstreckung des Stirnrades (3, 4) unmittelbar an den vorzugsweise etwa zylindrischen Durchgang (15) angrenzt.

9. Zahnrad nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Federring (5) einen kleineren Innendurchmesser als der in den Stirnrädern (3, 4) ausgebildete Durchgang (15) aufweist, wodurch der Federring (5) zur axialen Sicherung insbesondere eines das Stirnrad (3, 4) lagernden Wälzlagers (13) nutzbar ist.

10. Zahnrad nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (9) als eine in das Material des Stirnrads (3, 4) eingebrachte Nut ausgebildet ist.

1 1 . Zahnrad nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (9) eine über deren Verlauf gleichbleibende axiale Tiefe aufweist.

12. Zahnrad nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (9), ausgehend von der Anlagefläche (10) für das jeweilige Ende (6, 7) des Federrings (5), eine bevorzugt stufenlos abnehmende axiale Tiefe im Sinne einer Rampe aufweist.

13. Zahnrad nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Federring (5) weniger als eine Windung aufweist.

14. Zahnrad nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Federring (5) mehr als eine Windung, bevorzugt etwa anderthalb Windungen aufweist.

15. Zahnrad nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Federring (5) im entspannten Zustand eine axiale Steigung aufweist, um im Einbauzustand des Zahnrads (1 ), insbesondere in ein Gehäuse (1 1 ) eines Planetenträgers eines Planetengetriebes, zum Zweck eines Spielausgleichs die Stirnräder (3, 4) axial auseinander zu drücken und/oder bezogen auf die gemeinsame Drehachse (2) gegen diese zu verkippen.

Description:
Zahnrad für ein Zahnradgetriebe

Die Erfindung betrifft ein Zahnrad für ein Zahnradgetriebe gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 .

In unterschiedlichen Bereichen der Technik kommen Planetengetriebe zum Einsatz, es handelt sich hierbei um sogenannte Umlaufrädergetriebe, d.h. Getriebe, die neben einer gehäusefesten Welle auch Achsen besitzen, die auf einer Kreisbahn im Gehäuse umlaufen. Bei Planetengetrieben verlaufen die umlaufenden Achsen parallel zur gehäusefesten Welle, wobei die sich auf den umlaufenden Achsen drehenden Zahnräder ein zentrales Rad umkreisen - ähnlich wie Planeten die Sonne umkreisen.

In der Fahrzeugtechnik gibt es unterschiedliche Anwendungen für Planetengetriebe. Zur Steigerung der Fahrzeugstabilität sowie des Fahrkomforts ist es für sich gesehen bekannt, Fahrzeuge mit einem sogenannten Wankstabilisator auszustatten. In einfachster Ausführung handelt es sich hierbei um eine im Wesentlichen C-förmige Drehstabfeder, die im mittigen Bereich gegenüber der Karosserie gelagert ist und deren äußere, sich gegenüberliegende Enden jeweils mit einer Radaufhängung verbunden sind. Durch diese Konstruktion sorgt der Wankstabilisator dafür, dass die Karosserie des Fahrzeugs bei einer Kurvenfahrt nicht nur an der kurvenäußeren Seite einfedert (bedingt durch die Zentrifugalkraft), sondern dass zudem das kurveninnere Rad etwas abgesenkt wird (Kopierverhalten).

Zur weiteren Steigerung des Fahrkomforts ist es aus dem Stand der Technik bekannt, derartige Wankstabilisatoren verstellbar auszuführen. Der Wankstabilisator umfasst dazu einen Aktor und ist in zwei mit Hilfe des Aktors relativ zueinander verdrehbare Stabilisatorhälften geteilt. Durch Verdrehung der Stabilisatorhälften zueinander wird eine Wankbewegung des Fahrzeugaufbaus gezielt erzeugt oder einer durch äußere Einflüsse hervorgerufenen Wankbewegung des Fahrzeugaufbaus gezielt entgegengewirkt. Es sind Wankstabilisatoren bekannt, bei denen ein Elektromotor als Antrieb des Aktuators dient. Um die Baugröße des Elektromotors reduzieren zu können, kommt bei derartigen Wankstabilisatoren üblicherweise ein mechanisches Getriebe, insbesondere in Bauform eines (oder mehrerer in Stufen hinterei- nander angeordneter) Planetengetriebe(s) zur Übersetzung des Drehmoments bzw. der Drehzahl des Elektromotors zum Einsatz.

Auf für sich bekannte Weise verfügen derartige Planetengetriebe im Wesentlichen über ein zentral angeordnetes Sonnenrad, einen Satz von Planetenrädern sowie ein Hohlrad. Die Planetenräder, ausgeführt jeweils als Zahnrad, sind um jeweils eine eigene Drehachse drehbar gegenüber einem Planetenträger gelagert. Sämtliche Planetenräder stehen in kämmendem Eingriff und wälzen sich ab an dem zentral angeordneten Sonnenrad. Zugleich stehen die Planetenräder in kämmendem Eingriff und wälzen sich ab an einem äußeren Hohlrad, das im Anwendungsfall eines Wankstabilisators üblicherweise gehäusefest, das heißt als Teil des Gehäuses des Aktuators ausgeführt ist.

Abhängig von der jeweiligen Getriebestufe kommt es in bestimmten Betriebssituationen zu hohen übertragenen Drehmomenten innerhalb einer Planetenradstufe. Daneben kommt es in bestimmten Betriebssituationen des Fahrzeugs zu Lastwechseln innerhalb des Planetengetriebes. Bedingt durch diese Anforderungen kommen bei in Wankstabilisatoren eingesetzten Planetengetrieben besondere Zahnräder als Planetenräder zum Einsatz. In der DE 10 2015 206 063 B4 wird ein Zahnrad gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 beschrieben. Das dort beschriebene und gezeigte Zahnrad dient als eines von mehreren Planetenrädern innerhalb eines Planetenträgers, und ist damit Teil des Antriebsstrangs eines Wankstabilisators. Das Zahnrad ist, wie der dortigen Figur 7 zu entnehmen, aufgeteilt in ein erstes Stirnrad und ein zweites Stirnrad, die zusammen ein Paar bilden. Das Paar von Stirnräder ist auf einer gemeinsamen Drehachse angeordnet, wobei erstes Stirnrad und zweites Stirnrad axial voneinander beabstandet sind. Weiterhin weist das Zahnrad einen axial zwischen den beiden Stirnrädern angeordneten offenen Federring auf. Der Federring hat ein erstes Ende, das sich in einer Umfangsrichtung gegenüber dem ersten Stirnrad an einem daran ausgebildeten Nocken abstützt, und ein zweites Ende, das sich in entgegengesetzter Richtung gegenüber dem zweiten Stirnrad an einem daran ausgebildeten Nocken abstützt. Durch diese Anordnung lässt sich durch Verdrehen der Stirnräder gegeneinander um die gemeinsame Drehachse der Federring spannen, um auf die Stirnräder ein Rückstellmoment auszuüben. Das Verdrehen der Stirnräder zueinander erzeugt somit eine Vorspannung, die im Einbauzustand des Zahnrads innerhalb des Planetengetriebes auf vorteilhafte Weise dafür sorgt, dass sich gegenüberliegende Flanken beider Stirnräder spielfrei an die gegenüberliegenden Flanken der Gegenverzahnung des äußeren Hohlrades und/oder des innenliegenden Sonnenrades anlegen. Die Verspannung der Stirnräder gegeneinander bewirkt somit eine Spielreduzierung innerhalb der Planetenstufe.

Bei dem aus DE 10 2015 206 063 B4 vorbekannten Zahnrad ist als nachteilig anzusehen, dass dieses eine verhältnismäßig große axiale Baugröße aufweist. Diese ist bedingt durch die an den Stirnrädern jeweils in axialer Richtung abragenden Nocken, welche eine erhöhte axiale Bautiefe erfordern. Daneben bedingt die Ausbildung der Nocken bei der Fertigung der Stirnräder einen hohen Materialabtrag.

Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Zahnrad der in Rede stehenden Art anzugeben, das gegenüber dem aus dem Stand der Technik bekannten Zahnrad mit verringertem Materialabtrag zu fertigen ist und kompakter baut.

Die Aufgabe wird gelöst durch ein Zahnrad mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 . Es handelt sich dabei um ein Zahnrad für ein Zahnradgetriebe, insbesondere für ein Planetengetriebe, das in zumindest ein erstes Stirnrad und ein zweites Stirnrad geteilt ist. Die Stirnräder sind auf einer gemeinsamen Drehachse axial voneinander beabstandet, wobei das Zahnrad weiterhin einen offenen Federring aufweist. Dem Federring ist ein erstes Ende, das sich in einer Umfangsrichtung gegenüber dem ersten Stirnrad abstützt, und ein zweites Ende zugeordnet, das sich in zur Umfangsrichtung in gegengesetzter Richtung gegenüber dem zweiten Stirnrad abstützt. Die AbStützung ist derart gestaltet, dass sich durch Verdrehen der Stirnräder gegeneinander um die gemeinsame Drehachse der Federring spannen lässt, um auf die Stirnräder ein Rückstellmoment auszuüben. Erfindungsgemäß wurde erkannt, dass sich die axiale Baugröße des Zahnrads auf vorteilhafte Weise dadurch verringern lässt, dass an wenigstens einem der Stirnräder eine Ausnehmung zur abschnittsweisen Aufnahme des Federrings ausgebildet ist. Abweichend von der Gestaltung wie aus DE 10 2015 206 063 B4 bekannt, bei welcher der zwischen den beiden Stirnrädern angeordnete Federring die axiale Baugröße des Zahnrades quasi um seine eigene axi- ale Bautiefe vergrößert, sorgt bei dem erfindungsgemäßen Zahnrad die an wenigstens einem der Stirnräder ausgebildete Ausnehmung dafür, dass sich der Federring in dieser zumindest teilweise oder - bei Vorhandensein sich gegenüberliegender Ausnehmungen in beiden Stirnrädern - in Summe sogar vollständig versenken lässt. Der axiale Bauraum des Zahnrades ist damit vorteilhaft reduziert. Die nutzbare Zahnflankenbreite ist bezogen auf die axiale Bauhöhe des Zahnrades somit vergrößert, was sich angesichts der hohen zu übertragenden Drehmomente insgesamt vorteilhaft auswirkt.

Bei dem Zahnrad ist der bereits genannte Federring zweckmäßigerweise axial zwischen dem ersten Stirnrad und dem zweiten Stirnrad angeordnet.

Die erfindungsgemäß vorgesehene Ausnehmung zur abschnittweisen Aufnahme des Federrings kann auf unterschiedliche Weisen gestaltet sein. Zweckmäßigerweise nimmt diese zumindest ein Ende des Federrings auf und weist eine Anlagefläche auf, an der sich das aufgenommene Ende des Federrings abstützt.

Zur Gewährleistung eines sicheren Sitzes des Federrings in unterschiedlichen Betriebssituationen kann die Anlagefläche vorteilhaft taschenförmig ausgebildet sein, um das dazu komplementäre vorzugsweise nasenförmig ausgebildete Ende des Federrings aufzunehmen. Durch die taschenförmige Ausbildung der Anlagefläche wird auf diese Weise vorteilhaft ein Formschluss zwischen Stirnrad und Federring gebildet, der ein Abrutschen des Federrings insbesondere in radialer Richtung verhindern soll.

Vorzugsweise weist dabei die Anlagefläche einen Radius auf, der gleich ist wie oder zumindest geringfügig größer ist als ein Radius des vorzugsweise nasenförmig ausgebildeten Endes des Federrings. Bei gleichem Radius der durch die Anlagefläche gebildeten Tasche und nasenförmigem Ende des Federrings bildet sich eine große Kontaktfläche, wodurch vorteilhaft eine nur geringe Flächenpressung im Material des Stirnrads und/oder des Federrings entsteht. Wenn alternativ der Radius der Tasche zumindest geringfügig größer gewählt ist als der Radius des nasenförmigen Endes des Federrings, ist gewährleistet, dass der Federring unter Belastung - und dadurch bedingte Verformung - linienförmig (d.h. unter Bildung eines Linienkontakts) an der taschenförmigen Anlagefläche des Federrings abwälzen kann. Bei einem nur linien- förmigen Kontakt werden die flächige Reibung und somit das Haft-Gleit-Risiko („Ruckgleiten") zwischen Stirnrad und Federring verringert.

Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung des Zahnrads weist die Ausnehmung einen kreisbogenförmigen Verlauf auf. Da der offene Federring ebenfalls eine kreisbogenförmige Form aufweist, kann die Ausnehmung den offenen Federring somit zumindest abschnittsweise aufnehmen, wobei der Federring die Ausnehmung in hohem Maße ausfüllen kann.

In vorteilhafter Weise weisen die Stirnräder zur Lagerung auf einer gemeinsamen Drehachse, insbesondere auf einem die Stirnräder axial durchdringenden Lagerbolzen, jeweils einen Durchgang auf, der vorzugsweise etwa zylindrisch ausgebildet ist.

Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung grenzt die Ausnehmung bezogen auf die radiale Erstreckung des Stirnrades unmittelbar an den vorzugsweise etwa zylindrischen Durchgang an. Die Ausnehmung ist in diesem Fall also an einem radial innenliegenden Bereich des Stirnrades ausgebildet, wodurch in vorteilhafter Weise der Zahngrund des Stirnrades nur in sehr geringem Maße oder gar nicht durch die Ausnehmung geschwächt wird.

Indem gemäß einer weiterhin vorteilhaften Weiterbildung des Zahnrades der Federring einen kleineren Innendurchmesser als der in den Stirnrädern ausgebildete Durchgang aufweist, kann der Federring - neben seiner Funktion der Erzeugung eines Rückstellmoments - auch zur axialen Sicherung insbesondere eines das Stirnrad lagernden Wälzlagers nutzbar sein.

Gemäß einer weiterhin vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann die Ausnehmung als eine in das Material des Stirnrads eingebrachte Nut ausgebildet sein. Eine Nut bietet den Vorteil, dass sich der Federring sowohl radial innen als auch radial außen an der jeweiligen Nutwand abstützen kann. Ganz unabhängig von der sonstigen Gestaltung des Zahnrades, kann vorgesehen sein, dass die Ausnehmung eine über deren Verlauf gleichbleibende axiale Tiefe aufweist. Ein Verlauf der Ausnehmung mit gleichbleibender axialer Tiefe ist insbesondere aus fertigungstechnischer Sicht vorteilhaft, da sich dies mit geringem Aufwand und somit kostengünstig erzeugen lässt.

Alternativ kann vorgesehen sein, dass die Ausnehmung, ausgehend von der Anlagefläche für das jeweilige Ende des Federrings, eine bevorzugt stufenlos abnehmende axiale Tiefe im Sinne einer Rampe aufweist. Insbesondere, wenn der Federring eine axiale Steigung aufweist, kann sich dieser dann zumindest abschnittsweise flächig in axialer Richtung am jeweiligen Stirnrad abstützen.

Der an dem Zahnrad zum Einsatz kommende Federring kann hinsichtlich seines Um- fangsverlaufes unterschiedlich gestaltet sein. Gemäß einer vorteilhaften Ausführung weist dieser weniger als eine Windung auf. Bezogen auf die Drehachse sind die beiden Enden des offenen Federrings damit um weniger als 360 ° bogenmäßig voneinander entfernt.

Alternativ dazu ist es denkbar, dass der Federring mehr als eine Windung, vorzugsweise etwa anderthalb Windungen aufweist. Bezogen auf die Drehachse sind die beiden Enden des offenen Federrings damit um etwa 540° bogenmäßig voneinander entfernt. Zweckmäßigerweise weist der Federring bei mehr als einer Windung eine axiale Steigung auf.

Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung des Zahnrades weist der Federring im entspannten Zustand ganz allgemein eine axiale Steigung auf, um im Einbauzustand des Zahnrades, insbesondere in ein Gehäuse eines Planetenträgers eines Planetengetriebes, zum Zweck des Spielausgleichs die Stirnräder axial auseinander zu drücken und/oder bezogen auf die gemeinsame Drehachse gegen diese zu verkippen. Dem Federring kommt bei dieser Gestaltung demnach eine weitere Funktion zu; er dient zum Spielausgleich im verbauten Zustand des Zahnrades. Es kann sich dabei um einen Spielausgleich in Umfangsrichtung, in axialer Richtung und/oder in radialer Richtung handeln. Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen erläutert, die in der Zeichnung gezeigt sind. Daraus ergeben sich auch weitere vorteilhafte Wirkungen der Erfindung. In der Zeichnung zeigt:

Fig. 1 ein Zahnrad für ein Planetengetriebe gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung in Explosionsdarstellung,

Fig. 2 das Zahnrad gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel im zusammengebauten Zustand in perspektivischer Ansicht von schräg oben,

Fig. 3 das Zahnrad gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel in Schnittansicht von der Seite, ein Zahnrad für ein Planetengetriebe gemäß einem zweitem Ausführungsbeispiel der Erfindung im zusammengebauten Zustand in Seitenansicht,

Fig. 5 das Zahnrad gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel im Schnitt A-A gemäß Figur 4, im zusätzlich angedeuteten Einbauzustand,

Fig. 6 das Zahnrad gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel im Schnitt B-B gemäß Figur 4,

Fig. 7 das Zahnrad gemäß zweitem Ausführungsbeispiel in perspektivischer

Ansicht von schräg oben bei fehlendem zweiten Stirnrad,

Fig. 8 eine schematische Ansicht eines verstellbaren Wankstabilisators, der an sich gegenüberliegende Radaufhängungen eines Fahrzeugs angelenkt ist, einen Planetenträger, der als Teil eines Planetengetriebes in einen wie in Figur 8 gezeigten verstellbaren Wankstabilisator eingebaut sein kann und in den mehrere erfindungsgemäße Zahnräder eingebaut sind, Fig. 10 eine Detailansicht des Zahnrads gemäß dem in den Fig. 4 bis 7 gezeigten zweiten Ausführungsbeispiel.

Figur 1 zeigt ein Zahnrad 1 gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung in einer Explosionsdarstellung. Das Zahnrad 1 besteht aus einem ersten Stirnrad 3 und einem zweiten Stirnrad 4, die auf einer gemeinsamen Drehachse 2 axial voneinander beabstandet sind. Jedes der beiden Stirnräder 3, 4 weist eine (nicht dargestellte) Außenverzahnung auf. In einem Einbauzustand des Zahnrads 1 können die Stirnräder 3, 4 insbesondere mit einem Sonnenrad und einem Hohlrad eines Planetengetriebes kämmen. Neben den Stirnrädern 3, 4 weist das Zahnrad 1 weiterhin einen offenen Federring 5 auf. Im gezeigten ersten Ausführungsbeispiel weist der Federring 5 anderthalb Windungen auf, demnach ist ein erstes Ende 6 des Federrings 5 gemäß dem kreisbogenförmigen Verlauf des Federrings 5 um anderthalb Umdrehungen bezogen auf die Drehachse 2 von einem zweiten Ende 7 des Federrings 5 beabstandet. Der Federring 5 ist aus Metall gefertigt, somit handelt es sich bei dem Federring 5 um einen in sich elastischen Körper. Der Federring 5 ist insbesondere auf Biegebeanspruchung ausgelegt, welche insbesondere verursacht sein kann durch in Umfangsrichtung auf das erste Ende 6 und das zweite Ende 7 wirkende Kräfte.

An dem ersten Stirnrad 3 wie gleichermaßen auch an dem zweiten Stirnrad 4 ist jeweils eine Ausnehmung 9 ausgebildet. Es handelt sich hierbei um eine in das Material des Stirnrads 3, 4 eingebrachte Nut mit einem kreisbogenförmigen Verlauf. An einem umfänglichen Ende der Ausnehmung 9 ist jeweils eine Anlagefläche 10 ausgebildet, wobei die Ausnehmung 9 ausgehend von dieser Anlagefläche eine stufenlos abnehmende axiale Tiefe im Sinne einer Rampe aufweist. Die Ausnehmung 9 nimmt somit ausgehend von der Anlagefläche 10 entlang deren bogenförmigen Verlaufs hinsichtlich der axialen Tiefe ab, um nach etwa einer halben Drehung (um die Drehachse 2) mit Erreichen einer Tiefe von null ganz auszulaufen. Die Ausnehmung 9 an jedem der beiden Stirnräder 3, 4 weist somit einen annähernd halbkreisbogenförmigen Verlauf unter Bildung eines stufenlos abnehmenden Nutgrundes auf. Es ist anzumerken, dass abweichend vom gezeigten Ausführungsbeispiel die Ausnehmung 9 vollumfänglich ausgebildet sein kann.

Die an den beiden Stirnrädern 3, 4 ausgebildeten Ausnehmungen 9 sind an den einander zugewandten axialen Flächen der Stirnräder 3, 4 ausgebildet. Bezogen auf eine in Figur 1 durch einen Drehrichtungspfeil angedeutete Umfangsrichtung 8 stützt sich das erste Ende 6 des offenen Federrings 5 - im Einbauzustand - in der Umfangsrichtung 8 gegenüber dem Stirnrad 3 an der dortigen Anlagefläche 10 ab. Das zweite Ende 7 des offenen Federrings 5 stützt sich - wiederum im Zusammenbauzustand - in zur Umfangsrichtung 8 entgegengesetzter Richtung gegenüber der am zweiten Stirnrad 4 ausgebildeten Anlagefläche 10 ab.

Der Zusammenbauzustand des Zahnrads 1 ist in den Figuren 2 und 3 dargestellt. Zur Lagerung des Zahnrads 1 auf einer gemeinsamen Drehachse 2 weist jedes der Stirnräder 3, 4 einen zylindrischen Durchgang 15 in Form einer Bolzenbohrung auf, so dass sich durch die Stirnräder 3, 4 entlang der Drehachse 2 ein Lagerbolzen hindurchführen lässt, auf welchem die Stirnräder 3, 4 beispielsweise mittels Wälz- oder Gleitlager drehbar gelagert werden können. Der Figur 3 lässt sich entnehmen, dass der Federring 5 zumindest teilweise in der Ausnehmung 9 des ersten Stirnrades 3 bzw. in der Ausnehmung 9 des zweiten Stirnrades 4 versenkt ist. Das Zahnrad 1 weist somit trotz Vorhandenseins des Federrings 5 eine verhältnismäßig geringe axiale Bautiefe auf, die zur Übertragung von Drehmoment nutzbare Zahnflankenbreite ist daher bezogen auf die axiale Bautiefe des Zahnrades 1 verhältnismäßig groß.

Indem sich bei dem gezeigten Zahnrad 1 das erste Ende 6 in Umfangsrichtung 8 gegenüber dem ersten Stirnrad 3 abstützt und sich das zweite Ende 7 in dazu entgegengesetzter Richtung gegenüber dem zweiten Stirnrad 4 abstützt, lässt sich durch Verdrehen der Stirnräder 3, 4 gegeneinander um die gemeinsame Drehachse 2 der Federring 5 spannen, um so auf die Stirnräder 3, 4 ein entgegengerichtetes Rückstellmoment auszuüben. Zum Verspannen wird das erste Stirnrad 3 gemäß Darstellung von Figur 1 entgegen der Umfangsrichtung 8 um die Drehachse 2 gedreht, wenn das zweite Stirnrad 4 in seiner gezeigten Drehstellung verbleibt. Durch das relative Verdrehen der Stirnräder 3, 4 gegeneinander wird der offene Federring 5 aus seinem ursprünglichen (unverformten) Zustand verformt, insbesondere wird dieser durch umfängliche Krafteinwirkung am ersten Ende 6 und am zweiten Ende 7 radial aufgeweitet. Durch die elastische Verformung entwickelt der Federring 5 eine Rückstellkraft, die sich auf die Stirnräder 3, 4 als Rückstellmoment auswirkt. Erstes Stirnrad 3 und zweites Stirnrad 4 des Zahnrads 1 sind in diesem zuletzt beschriebenen Zustand gegeneinander verspannt.

In den Figuren 4 bis 7, sowie in Fig. 10 ist ein Zahnrad 1 gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung in verschiedenen Ansichten gezeigt. Es handelt sich wieder um ein Zahnrad, das sich in besonderer weise zum Einbau als Planetenrad eines Planetengetriebes eignet. Der grundsätzliche Aufbau des Zahnrads 1 gemäß zweitem Ausführungsbeispiel ist dem des Zahnrads 1 des ersten Ausführungsbeispiels ähnlich. Zur Vermeidung von Wiederholungen sei daher auf bereits gemachte Ausführungen, soweit zutreffend, verwiesen. Weiter sei erwähnt, dass mit gleichen Bezugszeichen versehene Merkmale des zweiten Ausführungsbeispiels denen des ersten Ausführungsbeispiels gleichen, soweit nachfolgend keine abweichende Beschreibung folgt.

Figur 4 zeigt das Zahnrad 1 gemäß zweitem Ausführungsbeispiel im Zusammenbauzustand in Draufsicht von der Seite. Wieder besteht das Zahnrad 1 aus einem ersten Stirnrad 3 und einem zweiten Stirnrad 4, die auf einer gemeinsamen Drehachse 2 axial voneinander beabstandet sind. Weiterhin zu sehen ist ein Lagerbolzen 12, der durch den als Bolzenbohrung ausgeführten zylindrischen Durchgang 15 von erstem Stirnrad 3 und zweitem Stirnrad 4 geführt ist. Der Lagerbolzen 12 weist eine größere axiale Erstreckung auf als das Zahnrad 1 und ragt somit an jedem seiner Enden in axialer Richtung vom Zahnrad 1 ab. Eine an den Stirnrädern 3, 4 ausgebildete Verzahnung 14 ist symbolisch durch jeweils eine fette Line angedeutet.

Figur 5 zeigt das Zahnrad 1 gemäß zweitem Ausführungsbeispiel nun in Schnittdarstellung. Zudem ist der Einbauzustand des Zahnrads 1 innerhalb eines Planetenträgers angedeutet, dazu ist ein Gehäuse 1 1 des Planetenträgers teilweise eingezeichnet, wobei der Lagerbolzen 12 in sich axial gegenüberliegende Bohrungen des Gehäuses 1 1 des Planetenträgers eingepresst ist. Jedes der Stirnräder 3, 4 ist mit- tels eines Nadellagers 13 drehbar gegenüber dem Lagerbolzen 12 gelagert. Grundsätzlich ähnlich wie bei dem ersten Ausführungsbeispiel ist zwischen erstem Stirnrad 3 und zweitem Stirnrad 4 ein Federring 5 angeordnet. Im Material der Stirnräder 3, 4 ist dazu jeweils eine Ausnehmung 9 ausgebildet. Im Unterschied zum ersten Ausführungsbeispiel ist bei dem Zahnrad 1 gemäß zweitem Ausführungsbeispiel die Ausnehmung 9 jedoch jeweils so angeordnet, dass diese bezogen auf die radiale Erstre- ckung des Stirnrads 3, 4 unmittelbar an den zylindrischen Durchgang 15 angrenzt. Die Ausnehmung 9 in den Stirnrädern 3, 4 ist somit nicht als Nut im engeren Sinne ausgebildet, denn sie ist radial innenseitig nicht vom Material des jeweiligen Stirnrads 3, 4 begrenzt.

Durch diese Gestaltung ist es möglich, dass der Federring 5 einen kleineren Innendurchmesser aufweist, als der in den Stirnrädern 3, 4 ausgebildete Durchgang 15. Insbesondere grenzt der Federring 5 mit seiner Innenumfangsfläche an den Lagerbolzen 12 an. Die Gestaltung erlaubt es, dass der Federring 5 zur axialen Sicherung der Nadellager 13 des ersten Stirnrads 3 und zweiten Stirnrads 4 nutzbar ist.

Figur 6 zeigt das Zahnrad 1 gemäß zweitem Ausführungsbeispiel in einem Schnitt B- B gemäß Figur 4 von oben. Entsprechend der Schnittsetzung (Schnitt mit Stufenverlauf) ist im linken Bildbereich der Figur 6 im Außenbereich das zweite Stirnrad 4 zu sehen, während im Bildbereich rechts der Schnittstufe (angedeutet durch die links der Mittellinie verlaufende gestrichelte Linie), im Außenbereich das erste Stirnrad 3 zu sehen ist. Der Figur lässt sich entnehmen, dass bei dem Zahnrad 1 gemäß zweitem Ausführungsbeispiel der Erfindung der offene Federring 5 anders gestaltet ist als im ersten Ausführungsbeispiel. Es handelt sich um einen offenen Ringkörper, der im Unterschied zum ersten Ausführungsbeispiel jedoch weniger als eine Windung aufweist. Ein erstes Ende 6 des Federrings 5 stützt sich gegenüber dem ersten Stirnrad 3 an einer dort ausgebildeten Anlagefläche 10 ab, die in etwa komplementär zum nasenförmigen Ende 6 des Federrings 5 ausgebildet ist. Der Eingriff des nasenförmi- gen Endes 6 des Federrings in die taschenförmige Anlagefläche 6 des ersten Stirnrades lässt sich auch Figur 7 entnehmen, die das Zahnrad 1 gemäß zweitem Ausführungsbeispiel in perspektivischer Ansicht von schräg oben zeigt, wobei aus Darstellungsgründen das zweite Stirnrad 4 weggelassen ist. Weiterhin der Figur 7 lässt sich entnehmen, dass der Federring 5 - im gezeigten, entspannten Zustand - eine gewisse axiale Steigung aufweist. Das heißt, dass das erste Ende 6 des Federrings bezogen auf die Drehachse 2 in axialer Richtung versetzt ist gegenüber dem zweiten Ende 7 des Federrings 5. Bedingt durch diese axiale Steigung des Federrings 5 erreicht das zweite Ende 7 des Federrings 5 in axialer Richtung eine Position, in welcher dieses aus dem ersten Stirnrad 3 herausragt. Im Zusammenbauzustand gemäß Figuren 4, 5, 6 taucht der Federring 5 in eine am zweiten Stirnrad 4 an der dem ersten Stirnrad 3 zugewandten Seite ausgebildete Ausnehmung 9 teilweise ein. Das zweite Ende 7 des Federrings 5 ist wie das erste Ende 6 des Federrings 5 ebenfalls nasenförmig ausgebildet. Wie Figur 6 zu entnehmen, stützt sich das zweite Ende 7 des Federrings 5 an einer taschenförmigen Anlagefläche 10 ab, die komplementär zum Ende 7 des Federrings 5 am zweiten Stirnrad 4 ausgebildet ist.

Die Funktions- und Wirkungsweise des Zahnrads 1 gemäß zweitem Ausführungsbeispiel ist ähnlich wie bei dem Zahnrad 1 des ersten Ausführungsbeispiels. Auch bei dem Zahnrad 1 gemäß zweitem Ausführungsbeispiel lässt sich durch Verdrehen der Stirnräder 3, 4 gegeneinander um die gemeinsame Drehachse 2 der Federring 5 spannen, um auf die Stirnräder 3, 4 ein Rückstellmoment auszuüben.

Im gezeigten zweiten Ausführungsbeispiel weist der Federring 5 über dessen umfänglichen Verlauf eine im Wesentlichen konstante radiale Breite auf. Lediglich im Bereich des ersten Endes 6 und des zweiten Endes 7 verringert sich die radiale Breite des Federrings 5. Beim betriebsbedingten Verspannen wird der Federring 5 insbesondere auf Biegung beansprucht. Gemäß einer belastungsoptimierten Gestaltung könnte der Federring 5 daher auch abweichend von der Darstellung gemäß Figur 6 ausgeführt sein, indem dieser nämlich lediglich in einem der Öffnung (Enden 6, 7) abgewandten mittigen Bereich eine maximale radiale Breite aufweist, ausgehend von dort jedoch mit einer zu den Enden 6, 7 hin kontinuierlich abnehmenden radialen Breite versehen ist. Aufgrund der bereits erläuterten axialen Steigung des Federrings 5 sind das erste Ende 6 und das zweite Ende 7 des Federrings 5, wie Figur 7 zu entnehmen, axial zueinander versetzt. Zunächst wird dadurch ermöglicht, dass sich das erste Ende 6 in Umfangsrichtung ausschließlich am ersten Stirnrad 3 abstützt, während sich das zweite Ende 7 in Umfangsrichtung ausschließlich am zweiten Stirnrad 4 abstützt.

Die axiale Steigung des Federrings 5 bewirkt weiterhin auf vorteilhafte Weise einen mit dem Zahnrad 1 erzielbaren Spielausgleich. Im Einbauzustand des Zahnrads 1 übt nämlich der Federring 5 zwischen erstem Stirnrad 3 und zweitem Stirnrad 4 axialen Druck aus. Dieser wird dadurch bewirkt, dass der Federring 5 zumindest im Bereich seines ersten Endes 6 in axialer Richtung am ersten Stirnrad 3 anliegt, während das zweite Ende 7 des Federrings in axialer Richtung am zweiten Stirnrad 4 anliegt. Die in den Stirnrädern 3, 4 ausgebildeten Ausnehmungen 9 und der Federring 5 sind so bemessen, dass im Einbauzustand des Zahnrads 1 in ein Gehäuse 1 1 eines Planetenträgers (vergleiche Figur 5) der Federring 5 in axialer Richtung leicht zusammengedrückt wird. Aufgrund seiner Elastizität entwickelt der Federring 5 eine entsprechende Rückstellkraft und drückt somit die Stirnräder 3, 4 spielreduzierend oder gar spielaufhebend nach außen gegen das Gehäuse 1 1 des Planetenträgers.

Da die in Axialrichtung ausgeübte Kraft des Federrings 5 am ersten Stirnrad 3 und am zweiten Stirnrad 4 in einem gleichen Umfangsbereich (gemäß Figur 7 im Bereich der angedeuteten Verzahnung 14) angreift, bewirkt die in Axialrichtung wirkende Rückstellkraft des Federrings 5 zudem ein (leichtes) Verkippen des ersten Stirnrads 3 und des zweiten Stirnrads 4 gegenüber der Drehachse 2. Durch dieses Verkippen kann vorteilhaft ein im Nadellager 13 vorliegendes Lagerspiel reduziert oder gar behoben werden.

Es sei angemerkt, dass der zuvor beschriebene Spielausgleich (Verschieben in Axialrichtung und/oder Verkippen gegenüber der Drehachse) jeweils nur in sehr geringem Ausmaß stattfindet. Dieses Ausmaß kann jedoch genügen, um ansonsten auftretende Betriebsgeräusche, verursacht durch spielbedingte Bewegungen der Stirnräder 3, 4 beispielsweise beim Lastwechsel oder im lastfreien Zustand des Planetengetriebes zu vermeiden. Die Darstellung gemäß Figur 10 zeigt weitere Details des Zahnrads des zweiten Ausführungsbeispiels. Zu sehen ist ein Detailschnitt, welcher insbesondere die Kontaktsituation zwischen dem offenen Federring 5 und einem Stirnrad, hier dem ersten Stirnrad 3 beschreibt. Das zweite Stirnrad 4 des Zahnrads ist in der Ansicht nicht sichtbar. Wieder ist zu sehen, dass sich das erste Ende 6 des Federrings 5 gegenüber dem ersten Stirnrad 3 an der dort ausgebildeten Anlagefläche 10 abstützt. Besser als in Figur 6 lässt sich erkennen, dass das erste Ende 6 des Federrings 5 nasenförmig ausgebildet ist. Die die Anlagefläche 10 kontaktierende Nase am ersten Ende 6 des Federrings 5 weist einen Radius auf und läuft zum radial Inneren tangential aus. Die am Stirnrad 3 ausgebildete Anlagefläche 10 bildet in Bezug auf das erste Ende 6 des Federrings 5 eine dazu etwa komplementäre Tasche, welche die Nase aufnimmt. Die Tasche weist ebenfalls einen Radius auf und läuft zum radial Inneren ebenfalls tangential aus. Der tangentiale Auslauf der Tasche zum radial Inneren bildet eine Kontur 33 im Sinne eines Hinterschnitts. Dieser Hinterschnitt verhindert ein Verrutschen des ersten Endes 6 Federrings 5 in radialer Richtung (radiale Sicherung des nasenförmi- gen Endes 6).

Der Radius der am Stirnrad 3 ausgebildeten Tasche sollte mindestens gleich sein wie oder größer sein als der Radius der Nase am ersten Ende 6 des Federrings 5. Im gezeigten Ausführungsbeispiel gemäß Figur 10 sind die Radien von Tasche und Nase gleich. Somit bildet sich zwischen Stirnrad 3 und Federring 5 eine große (gekrümmte) Kontaktfläche, wodurch vorteilhaft eine nur geringe Flächenpressung im Material des Stirnrads 3 und des Federrings 5 entsteht.

Alternativ zur dargestellten Gestaltung könnte der Radius der Tasche zumindest geringfügig größer gewählt werden als der Radius des nasenförmigen Endes des Federrings. Dadurch würde gewährleistet, dass der Federring unter Belastung - und dadurch bedingte Verformung - linienförmig (d.h. unter Bildung eines Linienkontakts) an der taschenförmigen Anlagefläche des Federrings abwälzen kann. Durch einen nur linienförmigen Kontakt werden die flächige Reibung und somit das Haft-Gleit- Risiko („Ruckgleiten") zwischen Stirnrad und Federring minimiert. Die Radien von Tasche und Nase sollten dann jedoch auf weiterhin vorteilhafte Weise nur einen ge- ringen Unterschied aufweisen, damit im Falle hoher Belastung die Flächenpressung keinen kritischen Wert erreicht und keine plastische Verformung entsteht. Vielmehr sollte die Gestaltung dann ermöglichen, dass durch elastische Verformung eine größere Kontaktfläche entsteht, wodurch die Flächenpressung gesenkt würde.

Schließlich lässt sich Figur 10 entnehmen, dass die kreisbogenförmig verlaufende Ausnehmung 9, welche den Federring 5 aufnimmt, einen etwas größeren Durchmesser aufweist als der Federring 5 an seinem Außenumfang. Ein dadurch entstehender, in Fig. 10 teilweise zu sehender ringabschnittförmiger Freiraum ermöglicht, dass sich der Federring 5 unter Belastung ungehindert aufbiegen kann. Der Federring 5 grenzt axial an das Nadellager 13 an, dessen Nadellagerkäfig 32 in Figur 10 bereichsweise zu sehen ist. In Umfangsrichtung kontaktiert der Federring 5 das Stirnrad 3 ausschließlich mit seinem ersten Ende 6 im Bereich der Anlagefläche 10. Mit seinem zweiten Ende 7 kontaktiert der Federring 5 in Umfangsrichtung ausschließlich das Stirnrad 4 (vgl. Fig. 4 bis 7).

Zur Veranschaulichung des Einsatzgebietes des zuvor beschriebenen Zahnrades zeigt Figur 8 in schematischer Ansicht einen verstellbaren Wankstabilisator 20. Der Wankstabilisator 20 ist Teil eines nicht vollständig gezeigten Fahrwerks eines (nicht dargestellten) Fahrzeugs. Ein erstes Rad 21 a und ein auf der gegenüberliegenden Fahrzeugseite angeordnetes Rad 21 b sind jeweils über einen Querlenker 22a beziehungsweise 22b sowie weitere, aus Vereinfachungsgründen hier nicht dargestellte Fahrwerkkomponenten mit dem Aufbau des Fahrzeugs verbunden. Rad 21 a und Querlenker 22a beziehungsweise Rad 21 b und Querlenker 22b bilden somit jeweils eine Radaufhängung. Jede dieser Radaufhängungen ist an ein Ende einer zugehörigen Stabilisatorhälfte 23a beziehungsweise 23b des verstellbaren Wankstabilisators 20 gekoppelt. Die beiden Stabilisatorhälften 23a und 23b sind fahrzeugmittig über einen Aktuator 24 miteinander verbunden.

Auf für sich gesehen bekannte Weise ist der Wankstabilisator 20 um eine Achse 25 drehbar gegenüber dem Fahrzeugaufbau gelagert (nicht gezeigt). Der Aktuator 24, hier vereinfacht dargestellt als zylindrischer Körper, umfasst im Wesentlichen ein Gehäuse, einen Elektromotor sowie eine Getriebeanordnung. Über den Elektromotor und die Getriebeanordnung stehen die Stabilisatorhälfte 23a und die Stabilisatorhälfte 23b in Antriebsverbindung. Bei stehendem Elektromotor sind die beiden Stabilisatorhälften 23a, 23b im Bereich des Aktuators 24 starr miteinander verbunden. Durch Betrieb des Elektromotors lassen sich die Stabilisatorhälften 23a, 23b abhängig von der Drehrichtung des Elektromotors um die Achse 25 gegeneinander verdrehen. So lässt sich der Wankstabilisator 20 auf für sich gesehen bekannte Weise verstellen.

Die im Aktuator 24 vorhandene Getriebeanordnung umfasst typischerweise mehrere Stufen von Planetengetrieben. Insbesondere die abtriebsseitige Planetenradstufe, welche also drehfest mit einer der beiden Stabilisatorhälften verbunden ist, wird mechanisch bedingt hohen Drehmomenten ausgesetzt. Unter anderem bestehen daher hohe Anforderungen an die Gestaltung der Planetenräder dieser abtriebsseitigen Planetenstufe.

Figur 9 zeigt zur Veranschaulichung einen Planetenträger 30, der Teil einer abtriebsseitigen Planetenstufe eines wie in Fig. 8 schematisch dargestellten verstellbaren Wankstabilisators 20 sein kann. Auf der Achse 25, welche der Drehachse des Wankstabilisators 20 gemäß Figur 8 entspricht, ist ein Eingangsritzel 31 angeordnet. Dieses Eingangsritzel 31 ist einteilig ausgeführt mit einem innerhalb des Planetenträgers 30 angeordneten Sonnenrad, das in der Darstellung der Figur 9 durch den Planetenträger 30 verdeckt ist. Um das Sonnenrad herum sind im gezeigten Ausführungsbeispiel insgesamt vier Zahnräder 1 angeordnet (alternativ könnten auch drei oder mehr als vier Zahnräder um das Sonnenrad herum angeordnet sein), die jeweils um eine Drehachse 2 drehbar gegenüber dem Planetenträger 30 gelagert sind. Die Zahnräder 1 stehen jeweils im kämmenden Eingriff mit dem zentralen Sonnenrad. Im Einbauzustand des Planetenträgers 30 in das Gehäuse des Aktuators 24 (vgl. Figur 8) stehen die vier Zahnräder 1 zudem in kämmendem Eingriff mit einem durch die innere Gehäusewand gebildeten Hohlrad.

Wie Figur 9 zu entnehmen, handelt es sich bei den vier Zahnrädern 1 des Planetenträgers 30 jeweils um Zahnräder, die in ein erstes und ein zweites Stirnrad, die auf einer gemeinsamen Drehachse 2 axial voneinander beabstandet sind, geteilt sind. Auf vorteilhafte Weise und unter Erzielung der zuvor beschriebenen Wirkungen ist der Planetenträger 30 mit erfindungsgemäßen, wie zuvor beschriebenen Zahnrädern 1 ausgestattet. Diese können beispielsweise gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel (Figuren 1 -3) oder gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel (Figuren 4-7) ausgestaltet sein.

Bezuqszeichen Zahnrad

Drehachse

erstes Stirnrad

zweites Stirnrad

offener Federring

erstes Ende

zweites Ende

Umfangsrichtung

Ausnehmung

Anlagefläche

Gehäuse Planetenträger

Lagerbolzen

Nadellager

Verzahnung (angedeutet)

Durchgang

Wankstabilisator

a Rad

b Rad

a Querlenker

b Querlenker

a Stabilisatorhälfte

b Stabilisatorhälfte

Aktuator

Achse

Planetenträger

Eingangsritzel

Nadellagerkäfig

Kontur