Heilig, Eduard (Tägelbachweg 6, Friedrichshafen, 88048, DE)
| 1. | Getriebe, insbesondere zum Antrieb einer Trommel eines Fahr mischers, bei welchem ein Abtriebsflansch (3) drehfest mit einer Trommel (8) verbunden ist und ein Gehäuse (6) des Getriebes ortsfest mit einem Fahrzeugrahmen in Verbindung steht und das Getriebe mit mindestens einem elastischen Bauteil (7) zum Aus¬ gleich von Bewegungen zwischen dem Fahrzeugrahmen und der Trommel (8) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass das elastische Bauteil (7) das vom Getriebe erzeugte Drehmoment und die Kräfte der Trommel aufnimmt. |
| 2. | Getriebe nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das elastische Bauteil 7 zwischen einem Fuß (19) des Getriebege häuses und einem Lagerbock (8) des Fahrzeugrahmens ange¬ ordnet ist. |
| 3. | Getriebe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das elastische Bauteil (7) auf seiner Oberseite eine Verbindungsplatte (10) aufweist, welche mit Verbindungselementen (12) mit dem Getriebegehäuse (6) verbunden ist und an seiner Unterseite eine Verbindungsplatte (11) aufweist, welche mit Verbindungselemen¬ ten (14) mit dem Lagerbock (8) des Fahrzeugrahmens verbunden ist. |
| 4. | Getriebe nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Getriebegehäuse (6) einen Zapfen aufweist, welcher über elasti¬ sche Elemente (21) mit einer Welle verbunden ist, welche über elastische Elemente (24) auf einem Lagerbock (8) des Fahrzeug¬ rahmens gehaltert ist. |
| 5. | Getriebe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Welle und der Zapfen konzentrisch zu Drehachsen (22, 23) an¬ geordnet sind, welche rechtwinklig zueinander angeordnet sind. |
| 6. | Getriebe nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass zwi¬ schen einem Abtriebsflansch (3) und der Trommel (18) ein elasti¬ sches Element (7) angeordnet ist, welches einerseits mit der Trommel und andererseits mit dem Abtriebsflansch verbunden ist. |
| 7. | Getriebe nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das elastische Element zwischen dem Abtriebsflansch und der Trom¬ mel radial außerhalb der Lagerung (5) des Abtriebsflansches an¬ geordnet ist. |
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Getriebe, insbesondere zum Antrieb einer Trommel eines Fahrmischers nach der im Oberbegriff von Anspruch 1 näher definierten Art.
Gattungsgemäße Getriebe werden zum Antrieb einer Mischtrommel eines Fahrmischers verwendet, um die Mischtrommel in der Drehrichtung einziehen und der Drehrichtung entleeren anzutreiben, um das Mischgut, beispielsweise Transportbeton, in der Mischtrommel zu mischen oder wieder aus der Misch¬ trommel hinauszufördem. Eine weitere Aufgabe des Getriebes ist es, die Mischtrommel drehbar zu lagern und hierbei das Gewicht der Mischtrommel und deren Inhalt aufzunehmen und über einen Lagerbock an den Fahrzeug¬ rahmen weiterzugeben. Relativbewegungen welche zwischen dem Fahrzeug¬ rahmen und der Mischtrommel insbesondere bei einer Fahrt auf unebenem Gelände mit beladener Mischtrommel entstehen, müssen ebenfalls von diesem Getriebe ausgeglichen werden.
Das US-Patent US 25 11 240 offenbart ein Getriebe für einen Fahrmischer, bei welchem ein Antriebsmotor über ein Untersetzungsgetriebe die Mischtrommel antreibt, wobei die Mischtrommel über einen außerhalb des Getriebes liegen¬ den Abtriebsflansch angetrieben wird, wobei dieser Abtriebsflansch zur Auf¬ nahme des Trommelgewichtes und zum Ausgleich der Relativbewegungen zwischen der Trommel und dem Fahrzeugrahmen ein elastisches Element aufweist und der Flansch drehfest, jedoch in axialer Richtung beweglich, mit der Mischtrommel verbunden ist, um das Drehmoment in die Trommel einzulei¬ ten. Da der Abtriebsflansch außerhalb des Getriebes angeordnet ist, und axial beweglich ist, entstehen Mikrobewegungen insbesondere in radialer Richtung, welche zusätzlich das elastische Element auf Drehmoment belasten. Der vorliegenden Erfindungen liegt die Aufgabe zugrunde, ein Getriebe für einen Transportbetonmischer zu schaffen, welches Relativbewegungen zwi¬ schen dem Fahrzeugrahmen und der Trommel ausgleicht und das Drehmoment von einem Antriebsmotor auf die Trommel weitergibt, wobei das Getriebe über einen längeren Zeitraum betriebssicher ausgeführt sein muss.
Die Aufgabe wird mit einem, auch die kennzeichnenden Merkmale des Haupt¬ anspruchs aufweisenden, gattungsgemäßen, Getriebe gelöst.
Erfindungsgemäß ist das Getriebe mit dem Fahrzeugrahmen bzw. einem La¬ gerbock, welcher mit dem Fahrzeugrahmen verbunden ist, und der Mischtrom¬ mel verbunden. Zwischen der Mischtrommel und dem Fahrzeugrahmen ist mindestens ein elastisches Element angeordnet, welches die Gewichtskraft der Trommel und deren Inhalt aufnimmt, sowie das Drehmoment abstützt. In einer Ausgestaltungsform der Erfindung ist das elastische Element zwischen dem Lagerbock und einem Fuß des Getriebegehäuses angeordnet, wodurch das Getriebe den Bewegungen der Mischtrommel folgt und der Ausgleich dieser Bewegungen zum Lagerbock über dieses elastische Element erfolgt. In einer weiteren Ausgestaltungsform dieser Erfindung weist dieses elastische Element an jeder Seite eine Platte auf, welche über Verbindungselemente einerseits mit dem Fuß des Getriebegehäuses und andererseits mit dem Lagerbock verbind¬ bar ist. In einer weiteren Ausgestaltungsform der Erfindung ist zwischen einem Abtriebsflansch des Getriebes und der Mischtrommel mindestens ein elasti¬ sches Element angeordnet, wodurch das Getriebe fest mit dem Lagerbock verbunden ist und den Bewegungen des Lagerbocks folgt und der Ausgleich zwischen der Mischtrommel und dem Lagerbock in dem elastischen Element zwischen dem Abtriebsflansch und der Mischtrommel stattfindet. In einer weite¬ ren Ausgestaltungsform der Erfindung weist das Getriebegehäuse einen senk¬ recht nach unten weisenden Zapfen auf, welcher in einem elastischen Element gehaltert ist, wodurch eine erste Drehbewegung um eine erste Drehachse stattfinden kann und dieses elastische Element wiederum in elastischen Ele¬ menten, welche um 90° gedreht angeordnet sind, gehaltert ist, wodurch eine Drehbewegung um die zweite Drehachse stattfindet, wodurch das Getriebege¬ häuse die Bewegungen zwischen der Mischtrommel und der Fahrzeugrahmen ausgleichen kann.
Weitere Merkmale sind der Figurenbeschreibung zu entnehmen.
Es zeigen
Figur 1 ein Getriebe mit einem elastischen Element zwischen dem Fuß des Getriebegehäuses und einem Lagerbock,
Figur 2 ein Getriebe mit einem elastischen Element zwischen dem Abtriebs¬ flansch und der Mischtrommel und
Figur 3 ein Getriebe mit elastischen Elementen, deren Drehachsen um 90° versetzt angeordnet sind.
Figur 1 : Ein Antriebsmotor 1 , vorzugsweise ein hydrostatischer Motor, insbe¬ sondere ein Radialkolbenmotor, treibt über mindestens eine Planetenstufe 2 einen Abtriebsflansch 3 an, welcher fest mit der nicht gezeigten Trommel des Fahrmischers verbunden ist. Es besteht auch die Möglichkeit, langsamer lau¬ fende Radialkolbenmotoren mit einer Planetenstufe oder schnell laufende Axi¬ alkolbenmotoren mit mehreren Planetenstufen oder Elektromotore zum Antrieb des Abtriebsflansches zu verwenden. Das Gewicht der Trommel, sowie deren Drehbewegung, wird vom Abtriebsflansch 3 über ein drehbares Gehäuseteil 4 in eine Lagerung 5 eingeleitet, welche sich auf einem ortsfesten Gehäuseteil 6 abstützt. Das ortsfeste Gehäuseteil 6 steht über ein flexibles Element 7 mit einem Lagerbock 8 in Verbindung, welcher mit dem Fahrzeugrahmen verbun¬ den ist. Die Lagerung 5 ist vorzugsweise als Kegelrollenlagerung ausgeführt. Das flexible Element 7 besteht aus einem flexiblen Kern 9, welcher mit einer ersten Platte 10 und mit einer zweiten Platte 11 verbunden ist. Die erste Platte 10 ist über Verbindungselemente 12 mit dem ortsfesten Gehäuseteil 6 oder mit einem mit diesem verbundenen Bauteil 13 verbunden. Die zweite Platte 11 ist ebenfalls über Verbindungselemente 14 mit dem Lagerbock 8 verbunden. Vor¬ zugsweise ist das innere Zentralrad 15 der Planetenstufe 2, der Antrieb und das äußere Zentralrad 16 bildet den Abtrieb. Es besteht jedoch auch die Mög¬ lichkeit, dass der Planetenträger 17 den Abtrieb bildet. Die Lagerung 5 ist vor¬ zugsweise als Wälzlagerung, insbesondere Kegelradlagerung, ausgebildet, es besteht jedoch auch die Möglichkeit, die Lagerung 5 als Gleitlagerung auszu¬ bilden. Indem das flexible Element 7 Drehmoment und Gewichtskräfte der Trommel aufnimmt, entsteht eine sichere und wartungsfreie Lösung.
Figur 2: Ein Antriebsmotor 1 treibt ein inneres Zentralrad 15 an, wobei das äußere Zentralrad 16 im ortsfesten Gehäuse 6 angeordnet ist und der Plane¬ tenträger 17 den Abtrieb bildet. Der Planetenträger 17 ist drehfest mit einem Abtriebsflansch 3 verbunden, welcher über eine Lagerung 5 im ortsfesten Ge¬ häuseteil 6 gelagert ist. Zwischen der Trommel 18 und dem Abtriebsflansch 3 ist ein flexibles Element 7 angeordnet, welches das Drehmoment und die Ge¬ wichtskraft der Trommel 18 auf den Abtriebsflansch 3 überträgt und hierbei Relativbewegungen zwischen der Trommel 18 und dem Fahrzeugrahmen aus¬ gleicht. Das ortsfeste Gehäuseteil 6 ist über einen Fuß 19 mit einem nicht ge¬ zeigten Lagerbock verbunden, welcher mit dem Fahrzeugrahmen verbunden ist. Durch die Integration der Lagerung 5 in das Getriebegehäuse ist es mög¬ lich, die Lagerung 5 ausreichend mit Schmiermittel zu versorgen. Indem das flexible Element 7 auf einem großen Durchmesser angeordnet ist, besteht die Möglichkeit, das Drehmoment und die Gewichtskraft von der Mischtrommel 18 in den Abtriebsflansch 3 einzuleiten. Es besteht auch die Möglichkeit, das Getriebe wie das Getriebe in Fig. 1 auszubilden und das flexible Element 7 der Fig. 2 zu verwenden.
Figur 3: Ein nicht gezeigter Antriebsmotor treibt über eine nicht gezeigte Über¬ setzungsgetriebestufe einen Antriebsflansch 3 an, welcher fest mit der Misch¬ trommel 8 verbunden ist. Das ortsfeste Gehäuseteil 6 weist in seinem unterem Bereich 20 einen Zapfen auf, welcher mit einem ersten flexiblen oder drehba¬ ren Element 21 verbunden ist. Durch dieses erste flexible Element 21 ist es möglich, dass das ortsfeste Gehäuseteil 6 eine Drehbewegung um die Dreh¬ achse 22 ausführt. Rechtwinklig zur Drehachse 22 ist die Drehachse 23 ange¬ ordnet, welche mit zweiten flexiblen oder drehbaren Elementen (24) umgeben ist und so mit dem ersten flexiblen oder drehbaren Element (21) verbunden ist, dass eine Drehung um die Drehachse 23 möglich wird. Indem die Drehach¬ sen 22 und 23 rechtwinklig zueinander angeordnet sind, und über flexible oder drehbare Elemente 21 und 24 einerseits mit dem ortsfesten Gehäuseteil 6 und andererseits mit dem Lagerbock 8 verbunden sind, wird das Drehmoment der Mischtrommel, sowie die Gewichtskraft im Fahrzeugrahmen abgestützt und gleichzeitig Relativbewegungen zwischen dem Fahrzeugrahmen und der Mischtrommel ausgeglichen. Bezuαszeichen
1 Antriebsmotor 2 Planetenstufe 3 Abtriebsflansch 4 Drehbares Gehäuseteil 5 Lagerung 6 Ortsfestes Gehäuse 7 Flexibles Element 8 Lagerbock 9 Kern 10 Platte 11 Platte 12 Verbindungselemente 13 Bauteil 14 Verbindungselemente 15 Inneres Zentralrad 16 Äußeres Zentralrad 17 Planetenträger 18 Trommel 19 Fuß 20 Unterer Bereich 21 Erstes flexibles oder drehbares Element 22 Drehachse 23 Drehachse 24 Zweites flexibles oder drehbares Element
Next Patent: STEPPED AUTOMATIC TRANSMISSION
