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Patent Searching and Data


Title:
GEARING ARRANGEMENT FOR A DEVICE FOR LEVEL ADJUSTMENT OF A VEHICLE STRUCTURE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/192642
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a gearing arrangement (1) for a device (2) for the level adjustment of a vehicle structure, comprising a gear wheel (3) that is rotatably mounted on a stationary housing bolt (9) via a bearing element (5) consisting of an inner ring (6), an outer ring (7) and rolling bodies (8) arranged spatially between same, wherein a sheet metal ring (10) having multiple at least partially circumferentially arranged expansion sections (11) is arranged on the housing bolt (9), wherein the expansion sections (11) are provided to axially support the inner ring (6) in relation to the housing bolt (9) and to prevent an axial movement of the inner ring (6).

Inventors:
HOLZBERGER, Markus (Borbath 9, Emskirchen, 91448, DE)
BRETON, Wilfried (Sulzbacherstraße 15, Altdorf, 90518, DE)
SOMMERKORN, Sebastian (Drosselweg 7, Weisendorf, 91085, DE)
Application Number:
DE2019/100081
Publication Date:
October 10, 2019
Filing Date:
January 28, 2019
Export Citation:
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Assignee:
SCHAEFFLER TECHNOLOGIES AG & CO. KG (Industriestraße 1-3, Herzogenaurach, 91074, DE)
International Classes:
F16H57/12; B60G17/02; F16C35/073; F16H1/20; F16H25/20; F16H57/022
Foreign References:
DE102016204189A12017-09-21
DE3111689A11982-10-07
US4364615A1982-12-21
EP1270974A22003-01-02
US20160107480A12016-04-21
DE102016204189A12017-09-21
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Claims:
Patentansprüche

1. Getriebeanordnung (1 ) für eine Vorrichtung (2) zur Niveauverstellung eines Fahrzeugaufbaus, umfassend ein Zahnrad (3), das über ein Lagerelement (5), beste- hend aus einem Innenring (6), einem Außenring (7) sowie räumlich dazwischen ange- ordneten Wälzkörpern (8), drehbar an einem stationär festgelegten Gehäusebol- zen (9) gelagert ist,

dadurch gekennzeichnet, dass am Gehäusebolzen (9) ein Blechring (10) mit mehre- ren zumindest teilweise umlaufend angeordneten Spreizabschnitten (11 ) angeordnet ist, wobei die Spreizabschnitte (11 ) dazu vorgesehen sind, den Innenring (6) gegen- über dem Gehäusebolzen (9) axial abzustützen und eine axiale Verlagerung des In- nenrings (6) zu verhindern.

2. Getriebeanordnung (1 ) nach Anspruch 1 ,

dadurch gekennzeichnet, dass an einer Außenmantelfläche (12) des Gehäusebol- zens (9) eine zumindest teilweise umlaufende Nut (13) ausgebildet ist, um den Blech- ring (10) zumindest teilweise aufzunehmen.

3. Getriebeanordnung (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass an einer Stirnseite (14) des Innenrings (6) eine zu- mindest teilweise umlaufende Ausnehmung (15) ausgebildet ist, an der die Spreizab- schnitte (11 ) zur Anlage kommen, um eine axiale Abstützung des Blechrings (10) ge- gen den Innenring (6) zu realisieren und eine axiale Verlagerung des Innenrings (6) relativ zum Gehäusebolzen (9) zu verhindern.

4. Getriebeanordnung (1 ) nach Anspruch 3,

dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest teilweise umlaufende Ausneh- mung (15) eine Fase (18) umfasst.

5. Getriebeanordnung (1 ) nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Innenring (6) einen radial aufgeweiteten Innen- mantelabschnitt (16) aufweist, der dazu vorgesehen ist, die Spreizabschnitte (11 ) des Blechrings (10) aufzunehmen.

6. Getriebeanordnung (1 ) nach Anspruch 5,

dadurch gekennzeichnet, dass axial zwischen dem aufgeweiteten Innenmantelab- schnitt (16) und der Innenmantelfläche (17) des Innenrings (6) die zumindest teilweise umlaufende Fase (18) ausgebildet ist, um eine axiale Abstützung des Blechrings (10) gegen den Innenring (6) zu realisieren und eine axiale Verlagerung des Innenrings (6) relativ zum Gehäusebolzen (9) zu verhindern.

7. Getriebeanordnung (1 ) nach einem der Ansprüche 3 oder 4,

dadurch gekennzeichnet, dass an der Innenmantelfläche (17) des Innenrings (6) eine zumindest teilweise umlaufende Ringnut (33) ausgebildet ist, die dazu vorgese- hen ist, die Spreizabschnitte (11 ) des Blechrings (10) aufzunehmen.

8. Getriebeanordnung (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass der Blechring (10) einen über seine axiale Länge verlaufenden Schlitz (19) aufweist, um eine elastische radiale Aufweitung des Blech- rings (10) während einer Montage zu ermöglichen.

9. Getriebeanordnung (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass der Blechring (10) durch Trennen und Umformen hergestellt ist.

10. Getriebeanordnung (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass die Spreizabschnitte (11 ) in einem spitzen Win- kel (W) bezogen auf eine Längsachse (A) des Gehäusebolzens (9) angeordnet sind.

Description:
Getriebeanordnunq für eine Vorrichtung zur

Niveauverstellunq eines Fahrzeugaufbaus

Die Erfindung betrifft eine Getriebeanordnung für eine Vorrichtung zur Niveauverstel- lung eines Fahrzeugaufbaus, umfassend ein Zahnrad mit einem Sperrelement, das über ein Lagerelement, bestehend aus einem Innenring, einem Außenring sowie räumlich dazwischen angeordneten Wälzkörpern, drehbar an einem stationär festge- legten Gehäusebolzen gelagert ist.

Aus der DE 10 2016 204 189 A1 geht ein Niveauversteller für ein Fahrgestell eines Fahrzeugs hervor. Der Niveauversteller umfasst ein Riemenrad, das von einem an ei- nem Elektromotor angeordneten Ritzel mittels eines Riemens zur Niveauverstellung antreibbar ist, sowie ein Zahnrad und ein Federelement. Das Zahnrad kämmt mit dem Riemenrad und ist drehbar an einem stationär festgelegten Bolzen gelagert.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung zur Niveau- verstellung eines Fahrzeugaufbaus weiterzuentwickeln, und insbesondere eine spiel- freie, axiale Sicherung eines Zahnrads bei geringerem axialen Bauraum zu realisie- ren. Ferner soll eine Montage der Vorrichtung vereinfacht werden. Die Aufgabe wird gelöst durch den Gegenstand von Patentanspruch 1. Bevorzugte Ausführungsformen sind den abhängigen Ansprüchen, der Beschreibung und den Figuren zu entnehmen.

Eine erfindungsgemäße Getriebeanordnung für eine Vorrichtung zur Niveauverstel- lung eines Fahrzeugaufbaus umfasst ein Zahnrad, das über ein Lagerelement, beste- hend aus einem Innenring, einem Außenring sowie räumlich dazwischen angeordne- ten Wälzkörpern, drehbar an einem stationär festgelegten Gehäusebolzen gelagert ist, wobei am Gehäusebolzen ein Blechring mit mehreren zumindest teilweise umlaufend angeordneten Spreizabschnitten angeordnet ist, wobei die Spreizabschnitte dazu vor- gesehen sind, den Innenring gegenüber dem Gehäusebolzen axial abzustützen und eine axiale Verlagerung des Innenrings zu verhindern.

Mit anderen Worten bilden das Zahnrad und das Lagerelement eine Zwischenradein- heit, die vorzugsweise in einer Vorrichtung zur Niveauverstellung sowohl mit einem Antriebsrad, das mit einer Antriebseinheit wirkverbunden ist, als auch mit einer Spin- delmutter, die bevorzugt eine Außenverzahnung aufweist, wirkverbunden ist. Mithin ist das Zahnrad als Zwischenrad ausgebildet, das sowohl mit dem Antriebsrad als auch mit der Außenverzahnung der Spindelmutter in Zahneingriff steht. Somit wird das An- triebsrad durch die Antriebseinheit angetrieben und die Gewindemutter mit einer ent- sprechenden Übersetzung des Zahnrads angetrieben. An einer axialen Stirnseite des Zahnrads ist insbesondere ein Sperrelement drehfest angeordnet, das beispielsweise eine Sperrkontur umfasst, wobei in die Sperrkontur beispielsweise ein an einem Hebel angeordneter Sperrabschnitt eingreift und bei einer Rotation des Zahnrades innerhalb der Sperrkontur geführt wird. Der Sperrabschnitt des Hebelarms ist insbesondere da- zu vorgesehen, eine Rotation des Zahnrads bzw. des Zwischenrads zu sperren, um eine ungewollte axiale Verlagerung einer gegenüber der Spindelmutter axial verlager- baren Gewindespindel zu verhindern. Durch das axial gesicherte Zahnrad kann eine Führung des Sperrabschnitts in der Sperrkontur sicher ausgeführt werden, ohne dass eine axiale Verlagerung des Zahnrades und eine damit einhergehende Knickung des Hebelarms zu befürchten ist.

Das Zahnrad weist einen einseitig geöffneten Hohlraum auf, wobei das Lagerelement innerhalb des Zahnrads im Hohlraum angeordnet ist. Das Lagerelement ist bevorzugt als zweireihiges Radialkugellager ausgebildet, wobei der Innenring einerseits axial am Gehäusebolzen anliegt und andererseits von dem Blechring axial gegen den Gehäu- sebolzen vorgespannt ist. Der Außenring ist axialfest an einer den Hohlraum des Zahnrades begrenzenden Innenwandung angeordnet und beispielsweise mittels eines Sicherungsrings axial gesichert. Mithin ist das Zahnrad einseitig geöffnet ausgebildet, wobei die Zwischenradeinheit, also das Zahnrad inklusive des vormontierten La- gerelements, während einer Montage auf dem Gehäusebolzen montiert wird. Mit an- deren Worten kann dadurch eine Blindmontage der Zwischenradeinheit durch einen Facharbeiter vorgenommen werden.

Der Blechring, der aus einem Metall ausgebildet ist, wird vor der Montage der Zwi- schenradeinheit zunächst auf dem Gehäusebolzen axialfest montiert. Vorzugsweise ist an einer Außenmantelfläche des Gehäusebolzens eine zumindest teilweise umlau- fende Nut ausgebildet, um den Blechring zumindest teilweise aufzunehmen. Insbe- sondere ist die Nut derart ausgebildet, dass eine Außenmantelfläche des Gehäuse- bolzens nach der Montage des Blechrings außen bündig bzw. flächig mit einer Au- ßenmantelfläche des Blechrings ist. Dadurch wird eine Montage der Zwischenradein- heit weiter vereinfacht.

Die Spreizabschnitte sind bevorzugt gleichmäßig verteilt am Umfang des Blechrings verteilt angeordnet, sodass eine gleichmäßige Abstützung des Innenrings erfolgt. Die Spreizabschnitte sind beispielsweise mittels Stanzen oder Laserschneiden hergestellt und einstückig mit dem Blechring ausgebildet. Die Spreizabschnitte sind ferner bevor- zugt in einem spitzen Winkel bezogen auf eine Längsachse des Gehäusebolzens an- geordnet, wobei der spitze Winkel des Weiteren bevorzugt höchstens 45° beträgt.

Bei der Montage der Zwischenradeinheit wird der Innenring des Lagerelements mit der Innenmantelfläche über den Gehäusebolzen geschoben. Mit anderen Worten dringt der Gehäusebolzen mit dem Blechring durch den Innenring hindurch, wobei die Spreizabschnitte elastisch nach innen verformen, damit der Innenring mit geringem oder keinem Widerstand montiert werden kann. Der Innenring wird soweit über den Blechring geschoben, bis der Innenring an einer Stirnfläche des Gehäusebolzens zur Anlage kommt und die Spreizabschnitte wieder elastisch nach außen verformen bzw. aufschnappen oder aufspreizen, um den Innenring axial zu sichern. Anders gesagt werden die Spreizabschnitte während der Montage des Zwischenradeinheit elastisch verformt, sodass sie an der Nut des Gehäusebolzens zur Anlage kommen. Erst nach Erreichen der gewünschten axialen Position des Innenrings schnappen die Spreizab- schnitte auf, wobei dadurch vorteilhafterweise eine Blindmontage möglich ist, da ein Zurückziehen der Zwischenradeinheit nicht mehr möglich ist.

Vorzugsweise ist an einer Stirnseite des Innenrings eine zumindest teilweise umlau- fende Ausnehmung ausgebildet, in der die Spreizabschnitte zur Anlage kommen, um eine axiale Abstützung des Blechrings gegen den Innenring zu realisieren und eine axiale Verlagerung des Innenrings relativ zum Gehäusebolzen zu verhindern. Die Ausnehmung ist insbesondere als Innenfase an der Innenmantelfläche des Innen- rings, an denen sich die axial freien Enden der Spreizabschnitte abstützen, ausgebil- det. Somit wird eine axiale Sicherung des Lagerelements erreicht, da eine radiale Auf- spreizung der Spreizabschnitte verhindert wird. Alternativ sind weitere Aussparungen oder alternative Geometrien der Ausnehmung denkbar, mit denen eine axiale Siche- rung des Innenrings sichergestellt wird.

Bevorzugt umfasst die zumindest teilweise umlaufende Ausnehmung eine Fase. Unter einer Fase ist eine abgeschrägte Fläche zu verstehen, die im montierten Zustand des Lagerelements derart ausgebildet ist, dass eine flächige Abstützung der axialen En- den der Spreizabschnitte erfolgt.

Ferner bevorzugt umschließt der Innenring den Blechring über zumindest einen Teil der axialen Länge des Blechrings, wodurch ein ungewolltes radiales Austreten des Blechrings aus der Nut verhindert wird. Mit anderen Worten wird der Blechring von dem Innenring radial überdeckt, sodass eine formschlüssige Verliersicherung des Blechrings erreicht wird.

Gemäß einer zweiten bevorzugten Ausführungsform weist der Innenring einen radial aufgeweiteten Innenmantelabschnitt auf, der dazu vorgesehen ist, die Spreizabschnit- te des Blechrings aufzunehmen. Mit anderen Worten weist der Innenring im Bereich des aufgeweiteten Innenmantelabschnitts einen größeren Innendurchmesser auf als an der Innenmantelfläche, die an der Außenmantelfläche des Gehäusebolzens abge- stützt ist. Mithin werden die Spreizabschnitte radial und axial in dem aufgeweiteten Innenmantelabschnitt aufgenommen. Der Innenring ist somit abgesetzt ausgebildet, wobei die Innenmantelfläche des Innenrings, die sich gegen den Gehäusebolzen ab- stützt, zur Kraftübertragung herangezogen wird. Durch diese Maßnahme lässt sich vorteilhafterweise der axial erforderliche Bauraum der Zwischenradeinheit reduzieren.

Vorzugsweise ist axial zwischen dem aufgeweiteten Innenmantelabschnitt und der In- nenmantelfläche des Innenrings die Fase zumindest teilweise umlaufend ausgebildet, um eine axiale Abstützung des Blechrings gegen den Innenring zu realisieren und ei- ne axiale Verlagerung des Innenrings relativ zum Gehäusebolzen zu verhindern. So- mit stützen sich die Spreizabschnitte flächig gegen den Innenring ab. Analog zur ers- ten Ausführungsform überdeckt der Innenring den Blechring ferner über zumindest einen Teil der axialen Länge des Blechrings, wodurch ein ungewolltes radiales Austre- ten des Blechrings aus der Nut verhindert wird. Gemäß einer dritten bevorzugten Ausführungsform ist an der Innenmantelfläche des Innenrings eine zumindest teilweise umlaufende Ringnut ausgebildet, die dazu vorge- sehen ist, die Spreizabschnitte des Blechrings aufzunehmen. Mit andern Worten wird dadurch der axial erforderliche Bauraum der Zwischenradeinheit weiter reduziert ohne den Querschnitt des Innenrings im Stirnflächenbereich zu schwächen. Ferner erfolgt eine bessere Abstützung des Blechrings gegenüber dem Innenring und eine radiale Verliersicherung des Blechrings wird dadurch verbessert, da der Blechring ober- und unterhalb, also axial benachbart zu den Spreizabschnitten von dem Innenring über- deckt ist.

Die Erfindung schließt die technische Lehre ein, dass der Blechring einen über seine axiale Länge verlaufenden Schlitz aufweist, um eine elastische radiale Aufweitung des Blechrings während einer Montage zu ermöglichen. Bevorzugt ist der Blechring durch Trennen und Umformen hergestellt. Insbesondere ist denkbar, den Blechring durch Stanzen oder Laserschneiden herzustellen und anschließend in die gewünschte Form umzuformen. Die Herstellung der Spreizabschnitte erfolgt dabei vorzugsweise vor der Umformung des Blechrings.

Weitere die Erfindung verbessernde Maßnahmen werden nachstehend gemeinsam mit der Beschreibung von zwei bevorzugten Ausführungsbeispielen der Erfindung an- hand der Figuren näher dargestellt, wobei gleiche oder ähnliche Bauteile mit demsel- ben Bezugszeichen versehen sind. Dabei zeigt

Figur 1 eine schematische, teilweise durchsichtige Perspektivdarstellung einer

Vorrichtung zur Niveauverstellung mit einer erfindungsgemäßen Getrie- beanordnung gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel,

Figur 2 eine schematische Schnittdarstellung einer Zwischenradeinheit gemäß

Figur 1 ,

Figur 3 eine detaillierte Teilschnittdarstellung einer Ausnehmung eines Innen- rings der Zwischenradeinheit gemäß Figur 2, Figur 4 eine schematische Schnittdarstellung eines Gehäusebolzens gemäß Fi gur 2,

Figur 5 eine schematische Perspektivdarstellung eines Blechrings gemäß den

Figuren 2 und 4,

Figur 6 eine schematische Schnittdarstellung einer Zwischenradeinheit gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel, und

Figur 7 eine schematische Schnittdarstellung einer Zwischenradeinheit gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel.

Gemäß Figur 1 umfasst eine erfindungsgemäße Getriebeanordnung 1 für eine Vor- richtung 2 zur Niveauverstellung eines - hier nicht dargestellten - Fahrzeugaufbaus ein Antriebsrad 25 und ein Zahnrad 3, die über eine jeweilige daran umfänglich aus- gebildete Verzahnung 20a, 20b drehbar miteinander verbunden sind. Durch das An- triebsrad 25 wird über das Zahnrad 3 ein weiteres Zahnrad 21 eines Gewindetriebs 22 angetrieben, wobei eine an dem Zahnrad 21 ausgebildete Verzahnung 23 im Zahn- eingriff mit der Verzahnung 20b des Zahnrads 3 ist. Das Zahnrad 21 kann als Spin- delmutter ausgebildet sein, um bei einer Verdrehung mittels des Gewindetriebs 22 ei- ne Flöhenverstellung des Fahrzeugaufbaus auszuführen.

An dem Zahnrad 3 ist ferner ein Sperrelement 4 angeordnet, wobei das Sperrele- ment 4 stirnseitig am Zahnrad 3 drehfest angeordnet ist. Das Sperrelement 4 ist als Sperrscheibe ausgebildet und weist eine stirnseitig daran ausgebildete Sperrkontur 24 auf. Alternativ kann das Sperrelement 4 auch stirnseitig im Zahnrad 3 integriert bezie- hungsweise einteilig ausgebildet sein. Die Vorrichtung 2 ist mittels eines - hier nicht dargestellten - Antriebsmotors, der mit dem Antriebsrad 25 wirkverbunden ist, an- treibbar. Die Getriebeanordnung 21 umfasst ferner einen Flebelarm 26, der begrenzt horizontal beweglich an einem Gehäuse 27 aufgenommen ist und beispielsweise mit einem am distalen Ende des Flebelarms 26 angeordneten Stiftabschnitt axial in die Sperrkontur 24 des Sperrelements 4 eingreift. Der Stiftabschnitt ist dazu vorgesehen, durch geeignete Ausbildung der Sperrkontur 24 eine ungewollte Rotation des Zahnra- des 3 zu verhindern. Nach Figur 2 bildet das Zahnrad 3 der Getriebeanordnung 1 zusammen mit einem Lagerelement 5 eine Zwischenradeinheit 28, wobei das Zahnrad 3 über das La- gerelement 5, das aus einem Innenring 6, einem Außenring 7 sowie räumlich dazwi- schen zweireihig angeordneten Wälzkörpern 8 besteht, drehbar an einem stationär festgelegten Gehäusebolzen 9 gelagert ist. Das Lagerelement 5 ist vorliegend in ei- nem Hohlraum 32 des Zahnrads 3 angeordnet. Mit anderen Worten ist das Zahnrad 3 zu einer axialen Seite hin geöffnet ausgebildet. Am Gehäusebolzen 9 ist ein Blech- ring 10 mit mehreren umlaufend angeordneten Spreizabschnitten 11 angeordnet, wo bei die Spreizabschnitte 11 dazu vorgesehen sind, den Innenring 6 gegenüber dem Gehäusebolzen 9 axial abzustützen und eine axiale Verlagerung des Innenrings 6 zu verhindern. Der Innenring 6 kommt in axialer Richtung einerseits an einer Stirnflä- che 29 des Gehäusebolzens 9 zur Anlage und wird andererseits durch die Spreizab- schnitte 11 gegenüber dem Gehäusebolzen 9 axial vorgespannt.

Figur 3 zeigt detailliert den Bereich, an dem sich einer der exemplarisch dargestellten Spreizabschnitte 11 am Innenring 6 abstützt. Vorliegend ist an einer Stirnseite 14 des Innenrings 6 eine umlaufende Ausnehmung 15 ausgebildet, an der die Spreizab- schnitte 11 zur Anlage kommen. Die Ausnehmung 15 umfasst eine Fase 18, wobei an der Fase 18 eine weitere umlaufende Aussparung 30 ausgebildet ist, um ein jeweili- ges axiales Ende 31 der Spreizabschnitte 11 aufzunehmen. Vorliegend ist die Aus- sparung 30 derart ausgebildet, dass das axiale Ende 31 des Spreizabschnitts 11 flä- chig am Innenring 6 zur Anlage kommt, um eine axiale Abstützung des Blechrings 10 gegen den Innenring 6 zu realisieren und eine axiale Verlagerung des Innenrings 6 relativ zum Gehäusebolzen 9 zu verhindern. Mit anderen Worten wird die axiale Si- cherung spielfrei ausgebildet, da sich die Spreizabschnitte 11 in Abhängigkeit des axi- alen Maßes mehr oder weniger weit öffnen und sich dementsprechend am Innenring 6 anlegen.

Während einer Montage wird zunächst der Blechring 10 auf eine Außenmantelflä- che 12 des Gehäusebolzens 9 aufgeschoben. Nach Figur 4 ist an einer Außenmantel- fläche 12 des Gehäusebolzens 9 eine umlaufende Nut 13 ausgebildet, um den Blech- ring 10 aufzunehmen. Mit anderen Worten entspricht die axiale Länge der Nut 13 der axialen Länge des Blechrings 10. Vorliegend weist der Blechring 10 einen über seine axiale Länge verlaufenden Schlitz 19 auf, der in Figur 5 näher dargestellt ist. Der axia- le Schlitz 19 ermöglicht eine elastische, radiale Aufweitung des Blechrings 10 wäh- rend der Montage, wobei der Blechring 10 bei Erreichen der axialen Position in die Nut 13 einschnappt und vorliegend vollständig radial und axial aufgenommen wird. Ferner zeigt Figur 4, dass die Spreizabschnitte 11 bezogen auf eine Längsachse A des Gehäusebolzens 9 in einem spitzen Winkel W angeordnet und in die gleiche Rich- tung ausgerichtet sind, wobei der spitze Winkel W vorliegend 25° beträgt.

Anschließend wird die Zwischenradeinheit 28, umfassend das Zahnrad 3 und das im Hohlraum 32 vormontierte Lagerelement 5 auf den Gehäusebolzen 9 aufgeschoben, wobei eine Blindmontage des Innenrings 6 auf den Gehäusebolzen 9 erfolgt. Während der Innenring 6 über den Blechring 10 geschoben wird, verformen die Spreizabschnit- te 11 elastisch nach innen und legen sich innerhalb der Nut 13 zumindest teilweise am Gehäusebolzen 9 an, sodass der Innenring 6 mit geringem oder keinem Widerstand auf den Gehäusebolzen 9 geschoben werden kann. Anders gesagt werden die

Spreizabschnitte 11 bei der Montage der Zwischenradeinheit 28 elastisch nach innen gedrückt. Sobald der Innenring 6 die gewünschte axiale Position erreicht bzw. an der Stirnfläche 29 des Gehäusebolzens 9 zur Anlage kommt, weiten sich die Spreizab- schnitte 11 wieder auf und übernehmen die axiale Sicherung der Zwischenradein- heit 28. Die axiale Sicherung ist somit spielfrei ausgeführt.

Der Blechring 10 wird derart am Gehäusebolzen 9 axial angeordnet, dass der Blech- ring 10 im montierten Zustand der Zwischenradeinheit 28 teilweise von dem Innen- ring 6 überdeckt wird, wodurch zusätzlich ein radialer Austritt des Blechrings 10 aus der Nut 13 verhindert wird, siehe Figur 2. Ein selbsttägiges Lösen des Blechrings 10 wird damit unterbunden. Mit anderen Worten sitzt der Blechring 10 im Wesentlichen axial oberhalb des Lagerelements 5 axialfest am Gehäusebolzen 9, wodurch der In- nenring 6 mit nahezu der gesamten Innenmantelfläche 17 am Gehäusebolzen 9 ab- gestützt ist. Dadurch lassen sich hohe Belastungen, wie beispielsweise Kippmomente am Zahnrad 3 aufnehmen und in den Gehäusebolzen 9 einleiten.

Gemäß Figur 5 ist der Blechring 10 kreisförmig ausgebildet, wobei acht Spreizab- schnitte 11 gleichmäßig am Umfang des Blechrings 10 verteilt angeordnet sind. Es können alternativ mehr oder weniger Spreizabschnitte 11 am Blechring 10 angeordnet sein. Der Blechring 10 und seine Spreizabschnitte 11 sind vorliegend mittels Stanzen und Umformen hergestellt. Vorliegend werden die Spreizabschnitte 11 durch ein U- förmiges Stanzen aus dem Blechring 10 getrennt, wobei die Spreizabschnitte 11 nach dem Stanzen alle in die gewünschte Form nach außen gebogen werden. Die axial freien Enden 31 der Spreizabschnitte 11 sind alle in die gleiche Richtung ausgerichtet.

Nach Figur 6 ist eine zweite Ausführungsform dargestellt. Die Montage der Zwischen- radeinheit 28 erfolgt analog zur zuvor in den Figuren 2 bis 5 beschriebenen Art und Weise gemäß der ersten Ausführungsform. Der einzige Unterschied zur ersten Aus- führungsform besteht darin, dass der Innenring 6 einen radial aufgeweiteten Innen- mantelabschnitt 16 aufweist, der dazu vorgesehen ist, die Spreizabschnitte 11 des Blechrings 10 radial und axial aufzunehmen. Dadurch kann insbesondere eine Ein- sparung von axialem Bauraum der Zwischenradeinheit 28 erzielt werden. Ferner ist axial zwischen dem aufgeweiteten Innenmantelabschnitt 16 und der Innenmantelflä- che 17 des Innenrings 6 eine umlaufende Fase 18 ausgebildet, um eine axiale Abstüt- zung des Blechrings 10 gegen den Innenring 6 zu realisieren und eine axiale Verlage- rung des Innenrings 6 relativ zum Gehäusebolzen 9 zu verhindern.

Alternativ kann der aufgeweitete Innenmantelabschnitt 16 bezogen auf dessen axiale Länge und in Abhängigkeit der auftretenden Lasten derart ausgebildet sein, dass der Gehäusebolzen 9 und der Innenring 6 die gleiche axiale Länge aufweisen, um den er- forderlichen axialen Bauraum zu optimieren.

Gemäß Figur 7 ist eine dritte Ausführungsform dargestellt. Die Montage der Zwischen- radeinheit 28 erfolgt analog zur zuvor in den Figuren 2 bis 5 beschriebenen Art und Weise gemäß der ersten Ausführungsform. Der einzige Unterschied zur ersten Aus- führungsform besteht darin, dass an der Innenmantelfläche 17 des Innenrings 6 eine umlaufende Ringnut 33 ausgebildet ist, die axial benachbart zwischen einer ersten und zweiten Innenmantelfläche 17a, 17b angeordnet ist. Die axiale Position der Ringnut 33 ist abhängig von den Abmessungen des Blechrings 10 und dem Gehäu- sebolzen 9, sowie der Position der Spreizabschnitte 11. Die Ringnut 33 kann alternativ in Abhängigkeit der Anordnung der Spreizabschnitte 11 am Blechring 10 teilweise um laufend ausgebildet sein. Die Ringnut 33 ist derartig ausgebildet, dass die Spreizabschnitte 11 im montierten Zustand des Blechrings 10 radial und axial in der Ringnut 33 aufgenommen sind. Dadurch kann eine zusätzliche Einsparung von axialem Bauraum der Zwischenrad- einheit 28 erzielt werden. Axial zwischen der Ringnut 33 und der ersten Innenmantel- fläche 17a und/oder zwischen der Ringnut 33 und der zweiten Innenmantelfläche 17a kann darüber hinaus eine Fase ausgebildet sein, um eine axiale Abstützung des Blechrings 10 gegen den Innenring 6 zu realisieren und eine axiale Verlagerung des Innenrings 6 relativ zum Gehäusebolzen 9 zu verhindern.

Bezuqszeichenliste

1 Getriebeanordnung

2 Vorrichtung

3 Zahnrad

4 Sperrelement

5 Lagerelement

6 Innenring

7 Außenring

8 Wälzkörper

9 Gehäusebolzen

10 Blechring

1 1 Spreizabschnitt

12 Außenmantelfläche

13 Nut

14 Stirnseite

15 Ausnehmung

16 Aufgeweiteter Innenmantelabschnitt

17 Innenmantelfläche

17a, 17b Innenmantelfläche

18 Fase

19 Schlitz

20a, 20b Verzahnung

21 Zahnrad

22 Gewindetrieb

23 Verzahnung

24 Sperrkontur

25 Antriebsrad

26 Hebelarm

27 Gehäuse

28 Zwischenradeinheit

29 Stirnfläche

30 Aussparung

31 Axiales Ende 32 Hohlraum

33 Ringnut

A Längsachse W Winkel