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Title:
GLASS PANE HAVING STRUCTURED CONDUCTIVE COATING
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/185345
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a glass pane comprising a conductive, in particular metal coating (4), preferably for shielding infrared radiation, having a line structure (6) introduced in the coating (4) for generating a filter characteristic for electromagnetic radiation, wherein the line structure (6) cuts through the coating (4), the line structure (6) forming coated tiles (8; 20) and the line structure (6) forming intermediate potential areas (12; 24) arranged between the tiles (8; 20). The technical problem of providing a glass pane with a structuring having an improved filter characteristic and preferably improved production properties is solved in that further lines (14a, 16a; 30, 32) are provided for separating the intermediate potential areas (12; 24).

Inventors:
OSTENDARP, Heinrich (An der Waage 5, Haan, 42781, DE)
Application Number:
EP2019/056114
Publication Date:
October 03, 2019
Filing Date:
March 12, 2019
Export Citation:
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Assignee:
SCHOLLGLAS HOLDING- UND GESCHÄFTSFÜHRUNGSGESELLSCHAFT MBH (Schollstraße 4, Barsinghausen, 30890, DE)
International Classes:
H01Q15/00; C03C17/06; H01Q1/12
Domestic Patent References:
WO2014166869A12014-10-16
WO2017064054A12017-04-20
WO2017064054A12017-04-20
Foreign References:
EP3081378A12016-10-19
US5949387A1999-09-07
Attorney, Agent or Firm:
COHAUSZ & FLORACK PATENT- UND RECHTSANWÄLTE PARTNERSCHAFTSGESELLSCHAFT MBB (Bleichstraße 14, Düsseldorf, 40211, DE)
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Claims:
P a t e n t a n s p r ü c h e

1. Glasscheibe mit einer leitfähigen, insbesondere metallischen Beschichtung (4), vorzugsweise zur Abschirmung von lnfrarotstrahlung,

mit einer in die Beschichtung (4) eingebrachten Linienstruktur (6) zum Erzeugen einer Filtercharakteristik für elektromagnetische Strahlung,

wobei die Linienstruktur (6) die Beschichtung (4) durchtrennt,

wobei die Linienstruktur (6) beschichtete Kacheln (8; 20) bildet und

wobei die Linienstruktur (6) zwischen den Kacheln (8; 20) angeordnete

Zwischenpotentialflächen (12; 24) ausbildet,

dadurch gekennzeichnet,

dass weitere Linien (14a, 16a; 30, 32) zum Trennen der

Zwischenpotentialflächen (12; 24) vorgesehen sind.

2. Glasscheibe nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet,

dass zusammenhängende Zwischenpotentialflächen (12, 24) eine Länge von beispielsweise bis zu 200 mm, insbesondere bis zu 100 mm, vorzugsweise bis zu 40 mm und weiter insbesondere von bis zu 20 mm aufweisen. 3. Glasscheibe nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Linienstruktur (6) die Kacheln (8; 20) zumindest teilweise umgebende Randpotentialflächen (10; 28) ausbildet, und

dass zumindest ein Teil der Randpotentialflächen (10; 28) benachbarter Kacheln (8, 20) beabstandet zueinander angeordnet ist und zumindest abschnittsweise miteinander verbundene Zwischenpotentialflächen (12; 24) ausbildet.

4. Glasscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 3,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Kacheln (8) zumindest abschnittsweise durch äußere Polygone (14) begrenzt sind und

dass zumindest ein Teil der äußeren Polygone (14) benachbarter Kacheln (8) beabstandet zueinander angeordnet ist und streifenförmige

Zwischenpotentialflächen (12) ausbildet.

5. Glasscheibe nach Anspruch 4,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Kacheln (8) zumindest abschnittsweise durch innere Polygone (14) umgeben sind und

dass zumindest abschnittsweise die äußeren Polygone (16) die inneren Polygone (14) umgeben und beschichtete streifenförmige, insbesondere ringförmige Randpotentialflächen (10) ausbilden.

6. Glasscheibe nach Anspruch 4 oder 5,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Kacheln (8) an ihren benachbarten liegenden Ecken Kreuzungen ausbilden und

dass die Zwischenpotentialflächen (12) an den Kreuzungen aneinander grenzen und vorzugsweise zu einem Teil miteinander verbunden sind.

7. Glasscheibe nach Anspruch 6,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Zwischenpotentialflächen (12) im Bereich zumindest eines Teils der Kreuzungen durch die jeweils mindestens eine weitere Linie (14a, 16a) getrennt sind.

8. Glasscheibe nach einem der Ansprüche 4 bis 7,

dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenpotentialflächen (12) zumindest teilweise zwischen den Kreuzungen durch die jeweils mindestens eine weitere Linie (17) getrennt sind.

9. Glasscheibe nach einem der Ansprüche 4 bis 8,

dadurch gekennzeichnet,

dass die miteinander verbundenen Zwischenpotentialflächen (12) in Abständen von maximal zehn Polygonseiten (14, 16), insbesondere vier Polygonseiten (14, 16), vorzugsweise zwei Polygonseiten (14, 16), weiter insbesondere einer Polygonseite (14, 16) durch mindestens eine Linie (14a, 16a) getrennt sind.

10. Glasscheibe nach einem der Ansprüche 4 bis 9,

dadurch gekennzeichnet,

dass die weiteren Linien (14a, 16b) durch eine Verlängerung mindestens einer der Polygonseiten (14, 16) gebildet werden.

11. Glasscheibe nach einem der Ansprüche 4 bis 10,

dadurch gekennzeichnet,

dass die weiteren Linien (14a, 16a) jeweils mindestens eine Polygonseite (14, 16) zweier benachbart angeordneter Kacheln (8) verbindet.

12. Glasscheibe nach einem der Ansprüche 4 bis 11,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Kacheln (8) fünfeckig ausgebildet sind und jeweils eine kurze

Polygonseite (14, 16) und vier lange Polygonseiten (14, 16) aufweisen.

13. Glasscheibe nach Anspruch 12,

dadurch gekennzeichnet,

dass Zwischenpotentialflächen (12) entlang der langen Polygonseiten der äußeren Polygonen (16) benachbarter Kacheln (8) ausgebildet sind.

14. Glasscheibe nach einem der Ansprüche 4 bis 13,

dadurch gekennzeichnet,

dass an rechteckigen Kreuzungen alle langen Polygonseiten der inneren Polygone (14) und alle langen Polygonseiten der äußeren Polygonen (16) verlängert ausgebildet sind.

15. Glasscheibe nach einem der Ansprüche 4 bis 14,

dadurch gekennzeichnet,

dass an nicht rechteckigen Kreuzungen die Polygonseiten der inneren Polygonen (14) und kurzen Polygonseiten der äußeren Polygonen (16) eines aneinander grenzenden Kachelpaares (8B,8D) durchgängig sind und bis zu den langen Polygonseiten der inneren Polygonen (14) der angrenzenden Kachel (8A;8C) verlaufen.

16. Glasscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 3,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Kacheln (20) aus einer äußeren gekrümmten, insbesondere runden Linie (22) gebildet sind und

dass die Kacheln (20) beabstandet angeordnet sind und

Zwischenpotentialflächen (24) ausbilden.

17. Glasscheibe nach Anspruch 16,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Kacheln (20) eine innere gekrümmte, insbesondere runde Linie (26) aufweist und

dass die innere Linie (26) mit der äußeren Linie (22) Randpotentialflächen (28) ausbildet.

18. Glasscheibe nach Anspruch 16 oder 17,

dadurch gekennzeichnet, dass weiteren Linien (30, 32) in radialer Richtung und/oder tangentialer Richtung zwischen den Kacheln (20) angeordnet sind.

Description:
Glasscheibe mit strukturierter leitfähiger Beschichtung

Die Erfindung betrifft eine Glasscheibe mit einer leitfähigen, insbesondere

metallischen Beschichtung, vorzugsweise zur Abschirmung von lnfrarotstrahlung, mit einer in die Beschichtung eingebrachten Linienstruktur zum Erzeugen einer Filtercharakteristik für elektromagnetische Strahlung, wobei die Linienstruktur die Beschichtung durchtrennt, wobei die Linienstruktur beschichtete Kacheln bildet, und wobei die Linienstruktur zwischen den Kacheln angeordnete

Zwischenpotentialflächen ausbildet. Der Begriff Linie ist dabei nicht mathematisch als zweidimensionale Struktur, sondern als dreidimensionale, die Beschichtung durchtrennende längliche Struktur zu verstehen.

Dabei sind die Kacheln so groß dimensioniert und durch die Rand- und

Zwischenpotentialflächen so elektrisch voneinander getrennt, dass die Wellenfronten in dem relevanten Frequenzbereich hinreichend ungehindert durch die Glasscheibe treten können. Bei höheren Frequenzen wird der Durchtritt dadurch gehemmt, dass die Kacheln größer im Verhältnis zu den Wellenlängen werden und weniger elektrisch voneinander getrennt sind. Um den Durchtritt bei niedrigen relevanten Frequenzen nicht zu negativ beeinträchtigen, erstrecken sich die zusammenhängenden Rand- und Zwischenpotentialflächen nur über wenige Kacheln.

Zuvor genannte Glasscheiben werden sowohl beim Ausbau von Fahrzeugen, insbesondere Schienenfahrzeugen, als auch in Gebäuden als Sonnen- und

Wärmeschutz eingesetzt. Die elektrisch leitfähige Beschichtung, insbesondere metallische Beschichtung, wird mit einer geringen Dicke von beispielsweise 80 bis 120 nm oder bis zu 200 nm bei Mehrfachbeschichtungen aufgetragen, so dass die Glasscheibe noch in ausreichender Weise für Licht transparent ist. Allerdings werden von der elektrisch leitfähigen Beschichtung der Glasscheiben nicht nur die Wärmestrahlung bzw. die Sonnenstrahlen reflektiert, sondern auch andere

elektromagnetische Wellen wie z.B. die elektromagnetischen Wellen für mobile Kommunikationsdienste von Funkkommunikationseinrichtungen. Daher wirken die Glasscheiben wie Teile eines Faraday’schen Käfigs.

Aus dem Stand der Technik der WO 2017/064054 ist eine eingangs genannte Struktur bekannt, bei der viereckige bzw. sechseckige Kacheln von inneren Polygonseiten und Ringe durch die inneren Polygonseiten und äußeren Polygonseiten gebildet werden. Die sechseckigen Kacheln weisen jeweils zwei kurzen Polygonseiten und vier lange Polygonseiten auf. Die Ringe wirken dabei als Randpotentialflächen. Zwischen den äußeren Polygonseiten von benachbarten Kacheln sind durchgängige

Zwischenpotentialflächen angeordnet, die ein periodisches Gitter über die gesamte Glasscheibe bilden. Je nach Form der Kacheln ist das periodische Gitter rechteckig oder hexagonal.

Die Ausbildung der einzelnen Kacheln, der diese umgebenden Ringe und der endlosen periodischen Gitterstruktur erzeugen eine Filtercharakteristik, die eine geringere Dämpfung für durchtretende elektromagnetische Wellen als eine geschlossene unstrukturierte Beschichtung aufweist. Somit ist der Empfang von

elektromagnetischen Wellen, beispielsweise von Mobilfunkwellen oder anderer Netzwerkwellen innerhalb von Räumen oder Fahrzeugen verbessert.

Eine möglichst geringe Dämpfung einer schräg eintreffenden Wellenfront wird dadurch erreicht, dass elektromagnetische Wellen möglichst ungestört durch das Glas bzw. durch die Beschichtung treten können. Durch die Aufteilung der Beschichtung, beispielsweise durch eine Laserbearbeitung, in die zuvor beschriebenen elektrisch entkoppelten Kacheln und Zwischenpotentialflächen wird die Wellenfront quasi lokal digitalisiert. Durch die Phasenunterschiede entstehen zwischen den benachbarten Kacheln unterschiedliche elektrische Potentiale, die aufgrund der Trennung der Kacheln nur wenig gegenseitig gestört werden. Mit zunehmender Frequenz der elektromagnetischen Welle entsteht eine

zunehmende kapazitive Kopplung der benachbarten Kacheln, wodurch die

ungehinderte Entstehung der Potentiale auf den benachbarten Kacheln behindert wird. Eine flächige und breite Laserentschichtung der Glasscheibe zwischen den Kacheln würde zwar eine bessere Entkopplung bewirken, die freizulegende Fläche wäre aber groß, was mit einem hohen Aufwand, hoher Sichtbarkeit und hoher Wärmestrahlungstransmission verbunden wäre. Die Lösung besteht daher in der Trennung der Kacheln durch mehrere Laserspuren und der Schaffung von

Zwischenpotentialen zwischen den Kacheln.

Weil sich die benachbarten Kacheln auf unterschiedlichen Phasen der Wellenfront und somit unterschiedlichen Potentialen befinden, unterscheiden sich auch die Zwischenpotentiale zwischen den benachbarten Kacheln, wenn diese entstehen können. Dem wirkt allerdings bei der WO 2017/064054 Al das durchgehende periodische Gitter entgegen, weil durch den Ladungsfluss zwischen benachbarten und miteinander verbundenen Zwischenpotentialflächen , insbesondere bei geringen Frequenzen, eine Egalisierung der benachbarten Zwischenpotentiale stattfindet. Bei zunehmenden Frequenzen nimmt jedoch der Ladungsaustausch ab, weil sich die Stromdichte durch die Beschichtung erhöht. Somit ist bei der in der WO 2017/064054 Al offenbarten Struktur die Dämpfung bei niedrigen Frequenzen stärker als bei höheren Frequenzen.

Der beabsichtigte Tiefpasseffekt, d.h. Durchlässigkeit für Mobilfunkwellen im relevanten Frequenzbereich von 0,7 bis 2,7 GHz (LTE, GSM, UMTS) und gleichzeitig schlechtere Durchlässigkeit für höhere Frequenzen (WLAN) wird über zwei einstellbare Effekte erreicht.

Zum einen beeinflusst die Größe der Kacheln die Filtercharakteristik. Mit

zunehmender Frequenz erhöhen sich die Potentialunterschiede der benachbarten Kacheln und die örtliche Digitalisierung bildet zunehmend ungenau die reale

Wellenfront ab.

Zum anderen wird die Filtercharakteristik durch die Stärke der Kopplung der benachbarten Kacheln und durch die Dimensionierung der Zwischenpotentialflächen beeinflusst. Mit zunehmender Frequenz entsteht eine zunehmende kapazitive Kopplung zwischen den benachbarten Kacheln und damit eine Egalisierung der Potentialunterschiede zwischen den Kacheln. Diesem kann durch breitere

Zwischenpotentialflächen entgegengewirkt werden.

Ein weiterer zu berücksichtigender Aspekt der aus der WO 2017/064054 Al bekannten Strukturierung ist das Herstellungsverfahren mittels Laserstrukturierung. Der Zeitaufwand bei der Herstellung wird neben der gesamten Länge der zu erzeugenden Linien auch durch deren Anzahl beeinflusst. Denn bei der

Laserbearbeitung muss jede einzelne Linie am Anfangspunkt ausgeschaltet angefahren, dann der Laser aktiviert und die Linie bis zum Endpunkt bearbeitet werden. Diese Bewegung, Deaktivierung und Aktivierung des Lasers ist zeitaufwändig und die Prozesszeiten werden maßgeblich auch durch die Anzahl der zu erzeugenden einzelnen Linien bestimmt.

Daher liegt der vorliegenden Erfindung das technische Problem zugrunde, eine Glasscheibe mit einer Strukturierung mit einer verbesserten Filtercharakteristik und vorzugsweise verbesserten Herstellungseigenschaften anzugeben.

Das zuvor aufgeführte technische Problem wird erfindungsgemäß durch eine eingangs genannte Glasscheibe mit einer Linienstruktur dadurch gelöst, dass weitere Linien zum Trennen der Zwischenpotentialflächen vorgesehen sind.

Die erfindungsgemäße Linienstruktur in der Beschichtung der Glasscheibe weist die Beschichtung auftrennende Linien auf und führt zu einer Kombination aus zwei verschiedenen Flächenbereichen, deren Größe bzw. Länge begrenzt ist. Zum einen werden zunächst Kacheln ausgebildet, die grundsätzlich eine beliebige Form aufweisen können, so beispielsweise rund, oval, eckig mit geraden oder gebogenen Seitenkante(n) oder auch als mehrseitige Polygone.

Zum anderen bildet die Linienstruktur Zwischenpotentialflächen aus, die sich zwischen jeweils zwei benachbart angeordneten Kacheln erstrecken. Die

Zwischenpotentialflächen können mit weiteren Zwischenpotentialflächen verbunden sein und grundsätzlich ein regelmäßiges oder unregelmäßiges Gitter bilden. Jedenfalls sind die Zwischenpotentialflächen durch die die Beschichtung trennenden Linien ebenfalls elektrisch isoliert und können ebenfalls unterschiedliche elektrische

Potentiale gegenüber den Kacheln annehmen.

Die erfindungsgemäße Linienstruktur erlaubt eine unterschiedliche

Potentialverteilung zwischen den einzelnen Kacheln, die daher eine auftreffende elektromagnetische Welle digitalisiert abstrahlen und somit weiterleiten können. Die Zwischenpotentialflächen dienen dabei der Entkopplung der Kacheln untereinander. Dabei stellt es sich als vorteilhaft heraus, wenn die Abmessungen bzw. Dimensionen der Kacheln nicht kleiner als ein Zehntel der Wellenlänge der elektromagnetischen Strahlung sind.

Zwischen zwei benachbart angeordneten Kacheln kann jeweils mindestens eine Zwischenpotentialfläche angeordnet sein. Bevorzugt ist die Ausbildung einer

Zwischenpotentialfläche zwischen zwei Kacheln. Jedoch kann die Linienstruktur auch so gewählt werden, dass zwischen zwei Kacheln zwei oder mehr

Zwischenpotentialflächen angeordnet sind.

Erfindungsgemäß sind die Zwischenpotentialflächen durch weitere Linien zumindest teilweise getrennt. Somit wird eine freie Länge der Zwischenpotentialflächen begrenzt und ein Ladungsaustausch entlang des Gitters beschränkt. Vorzugsweise weisen zusammenhängende Zwischenpotentialflächen eine Länge von beispielsweise bis zu 200 mm, insbesondere bis zu 100 mm, vorzugsweise bis zu 40 mm und weiter insbesondere von bis zu 20 mm auf. Diese gilt insbesondere bei einer Dimension der Kacheln im Bereich von 10 bis 20 mm. Die Zwischenpotentialflächen sind also bevorzugt nicht länger als das 10- bis 20-fache der Kacheldimension. ln bevorzugter Weise bildet die Linienstruktur die Kacheln zumindest teilweise umgebende Randpotentialflächen aus, wobei zumindest ein Teil der

Randpotentialflächen benachbarter Kacheln beabstandet zueinander angeordnet ist und zumindest abschnittsweise miteinander verbundene Zwischenpotentialflächen ausbildet.

Durch die die Beschichtung trennende Linie zwischen der Kachel und der

Randpotentialfläche sind diese elektrisch voneinander getrennt und können somit unterschiedliche elektrische Potentiale annehmen. Die Linien zur Begrenzung der Randpotentialflächen verlaufen mit einem vorgegebenen konstanten oder variablen Abstand zu den die Kacheln begrenzenden Linien, vorzugsweise sind die Linien parallel zueinander ausgerichtet.

Durch eine Anordnung von zwei benachbarten Kacheln mit jeweils einer

Randpotentialfläche und einer dazwischen angeordneten Zwischenpotentialfläche ergeben sich im Bereich von zwei benachbarten Kacheln fünf voneinander elektrisch isolierte Flächen der Beschichtung. Somit können sich bei einem Auftreffen einer elektromagnetischen Welle die elektrischen Potentiale auf den beiden Kacheln weitgehend ungestört voneinander einstellen und die Wellenfront lokal digitalisieren, wie eingangs beschrieben worden ist.

Gleichwohl ist es nicht erforderlich, dass alle benachbarten Randpotentialflächen jeweils eine Zwischenpotentialfläche zwischen sich ausbilden ln diesem Fall bildet eine Linie die Begrenzung für zwei benachbarte Randpotentialflächen. Zuvor ist die Linienstruktur der Beschichtung allgemein mit beliebiger Form der Kacheln beschrieben worden. Nachfolgend werden bevorzugte Beispiele angegeben, bei denen die Kacheln eine eckige Form aufweisen und durch Polygone begrenzt werden. ln bevorzugter Weise ist also die Linienstruktur derart ausgebildet, dass die Kacheln zumindest abschnittsweise durch äußere Polygone begrenzt sind, dass zumindest ein Teil der äußeren Polygone benachbarter Kacheln beabstandet zueinander angeordnet sind und streifenförmige Zwischenpotentialflächen ausbilden. Die polygonförmigen Kacheln sind dabei in einem regelmäßigen oder unregelmäßigen Muster angeordnet. ln weiter bevorzugter Weise sind die Kacheln zumindest abschnittsweise durch innere Polygone umgeben, wobei zumindest abschnittsweise die äußeren Polygone die inneren Polygone umgeben und beschichtete streifenförmige, insbesondere ringförmige Randpotentialflächen ausbilden.

Somit ist in bevorzugter Weise jede mehreckige Kachel von einem inneren und einem äußeren Polygon an allen Polygonseiten umgeben. Vorzugsweise ist dabei die

Randpotentialfläche um eine Kachel herum durchgängig als Ring ausgebildet, diese kann aber auch durch ein oder mehrere Linien getrennt sein und somit Teilringe ausbilden.

Die mehreckigen Kacheln bilden an ihren benachbarten Ecken Kreuzungen aus und die Zwischenpotentialflächen grenzen an den Kreuzungen aneinander und sind vorzugsweise an einem Teil der Kreuzungen miteinander verbunden. Somit können sich die Zwischenpotentialflächen entlang mehrerer Kacheln durchgängig erstrecken Erfindungsgemäß sind die Zwischenpotentialflächen jedoch im Bereich zumindest eines Teils der Kreuzungen durch die jeweils mindestens eine weitere Linie getrennt.

Zusätzlich oder alternativ dazu können die Zwischenpotentialflächen jeweils zumindest teilweise zwischen den Kreuzungen durch mindestens eine weitere Linie getrennt sein. Dadurch entsteht eine variablere Gestaltung der gesamten Linienstruktur.

Das Trennen der Zwischenpotentialflächen erfolgt somit vorzugsweise an den

Kreuzungen, kann aber auch entlang der Polygonseiten durch quer oder senkrecht verlaufende eingebrachte Linien erfolgen. Dadurch kann ein gleicher oder ähnlicher elektrischer Effekt erzielt werden wie bei weiteren trennenden Linien im Bereich der Kreuzungen. ln bevorzugter Weise sind die miteinander verbundenen Zwischenpotentialflächen in Abständen von maximal zehn Polygonseiten, insbesondere vier Polygonseiten, vorzugsweise von maximal zwei Polygonseiten, weiter insbesondere einer

Polygonseite durch mindestens eine Linie getrennt. Ein weit ausgedehntes Gitter mit durchgängigen Zwischenpotentialflächen wird somit vermieden. Dabei gilt, dass je kürzer die Zwischenpotentialfläche ausgebildet ist, desto geringer ist der

Ladungsaustausch zwischen benachbarten Kacheln entlang der

Zwischenpotentialfläche. Durch die Länge der Zwischenpotentialflächen kann die Filtercharakteristik der Beschichtung eingestellt werden.

Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung der beschriebenen Linienstruktur besteht darin, dass die weiteren Linien zum Durchtrennen der Zwischenpotentialflächen durch eine Verlängerung mindestens einer der Polygonseiten gebildet werden. Diese Ausgestaltung hat den herstellungstechnischen Vorteil, dass die Lasersteuerung für die weitere Linie nicht erneut angesetzt werden, sondern lediglich die Spur des Lasers verlängert werden muss.

Für das Trennen der Zwischenpotentialfläche ist es weiter bevorzugt, dass die weiteren Linien jeweils mindestens eine Polygonseite zweier benachbart

angeordneter Kacheln verbindet. Dabei kann entweder die Polygonseite des inneren Polygons oder die Polygonseite des äußeren Polygons einer ersten Kachel mit der Polygonseite des inneren Polygons oder der Polygonseite des äußeren Polygons einer dazu benachbarten zweiten Kachel durch die weitere Linie verbunden sein.

Weiterhin können die Kacheln fünfeckig ausgebildet sein und jeweils einen inneren Polygon mit einer kurzen Polygonseite und vier langen Polygonseiten aufweisen. Dadurch ergibt sich ein regelmäßiges Muster von Kacheln, bei dem es möglich ist, dass Zwischenpotentialflächen entlang der langen Polygonseiten der äußeren Polygone benachbarter Kacheln ausgebildet sind und dass entlang der kurzen Polygonseiten zwei Randpotentialflächen ohne Ausbildung einer Zwischenpotentialfläche

aneinander anliegen.

Eine weitere Eigenschaft einer Anordnung von mehreckigen Kacheln besteht darin, dass sich rechteckige Kreuzungen ergeben können, bei denen vier Kacheln über Eck aneinander stoßen und die aufeinander zulaufenden Polygonseiten jeweils rechte Winkel zwischen sich ausbilden. Bei der bevorzugten Ausgestaltung mit fünfeckigen Kacheln können sich solche rechteckigen Kreuzungen ausbilden. Des Weiteren sind auch nicht rechteckige Kreuzungen möglich, bei denen die Polygonseiten von drei Kacheln nicht im rechten Winkel aufeinander zulaufen, insbesondere in Winkeln von 120°. Nicht rechteckige Kreuzungen sind ebenfalls bei fünfeckigen Kacheln möglich.

Eine besonders bevorzugte Ausgestaltung der Glasscheibe mit einer Linienstruktur besteht darin, dass an rechteckigen Kreuzungen alle Polygonseiten der inneren Polygonen und alle Polygonseiten der äußeren Polygonen verlängert ausgebildet sind. Diese bilden somit zusammen mit entsprechenden Polygonseiten benachbarter Polygonseiten durchgezogene Linien, so dass die vier aufeinander zu laufenden Zwischenpotentialflächen mehrfach durchtrennt sind. Der Vorteil dieser

Ausgestaltung liegt erneut in der vereinfachten Herstellung, da der Laserstrahl zum Erzeugen von jeweils zwei Polygonseiten und den weiteren trennenden Linien nur einmal angesetzt und verfahren werden muss. Ebenso bevorzugt ist eine Ausgestaltung, bei der an nicht rechteckigen Kreuzungen die Polygonseiten der inneren Polygone und die kurzen Polygonseiten der äußeren Polygonen eines aneinander grenzenden Kachelpaares durchgängig sind und bis zu den langen Polygonseiten des inneren Polgygons der angrenzenden Kachel verlaufen. Auch hierbei ergibt sich eine herstellungstechnische Vereinfachung und gute

Trennung der Zwischenpotentialflächen.

An den langen Polygonseiten der fünfeckigen Kacheln sind benachbarte äußere Polygone beabstandet zueinander, so dass sich vier Linien und drei

Zwischenpotentialflächen ergeben. Die Zwischenpotentialfläche ist dabei bevorzugt breiter als die beiden Randpotentialflächen. An den kurzen Polygonseiten der fünfeckigen Kacheln sind die äußeren Polygone durch die gleiche Linie gebildet, so dass sich drei Linien und zwei Randpotentialflächen ergeben.

Eine weitere Ausgestaltung der Linienstruktur der Glasscheibe besteht darin, dass die Kacheln aus einer äußeren gekrümmten, insbesondere runden Linie gebildet ist und dass die Kacheln beabstandet angeordnet sind und Zwischenpotentialflächen ausbilden. Somit kann eine von einer mehrkantigen Ausgestaltung der Kacheln abweichende Linienstruktur erreicht werden. ln bevorzugter Weise können die Kacheln eine innere gekrümmte, insbesondere runde Linie aufweisen, wobei die innere Linie mit der äußeren Linie

Randpotentialflächen ausbildet.

Weiterhin können weiteren Linien in radialer Richtung und/oder tangentialer

Richtung zwischen den Kacheln angeordnet sein. Als radiale Richtung ist eine

Richtung gemeint, die die Mittelpunkte zwei benachbarten Kacheln verbindet. Hier sind die weitere Linien, die radialer Richtung angeordnet sind, vorzugsweise nur außerhalb der äußeren Linien und ggf. auch außerhalb der inneren Linien ausgebildet. Tangential bedeutet, dass die weiteren Linien tangential zu den äußeren Linien und im Abstand zu den äußeren Linien verlaufen und mehrere weitere Linien ein

Wabenmuster bilden. lm Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen mit Bezug auf die Zeichnung erläutert ln der Zeichnung zeigen

Fig. la, b zwei aus dem Stand der Technik bekannte Linienstrukturen von

beschichteten Glasscheiben,

Fig. 2, 2a, 2b ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen

Linienstruktur einer beschichten Glasscheibe,

Fig. 3, 3a ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen

Linienstruktur einer beschichten Glasscheibe,

Fig. 4, 4a ein drittes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen

Linienstruktur einer beschichten Glasscheibe,

Fig. 5, 5a, 5b ein viertes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen

Linienstruktur einer beschichten Glasscheibe,

Fig. 6, 6a, 6b ein fünftes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen

Linienstruktur einer beschichten Glasscheibe,

Fig. 7, 7a, 7b ein sechstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen

Linienstruktur einer beschichten Glasscheibe,

Fig. 8, 8a, 8b ein siebtes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen

Linienstruktur einer beschichten Glasscheibe, Fig. 9, 9a, 9b ein achtes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Linienstruktur einer beschichten Glasscheibe,

Fig. 10, 10a, 10b ein neuntes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen

Linienstruktur einer beschichten Glasscheibe,

Fig. 11, 11a ein zehntes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen

Linienstruktur einer beschichten Glasscheibe,

Fig. 12, 12a ein elftes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Linienstruktur einer beschichten Glasscheibe,

Fig. 13, 13a ein zwölftes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen

Linienstruktur einer beschichten Glasscheibe und

Fig. 14 ein Diagramm zur Verdeutlichung der Zwischenpotentialflächen und bevorzugten Dimensionen der Linienstruktur. ln der nachfolgenden Beschreibung der verschiedenen erfindungsgemäßen

Ausführungsbeispiele werden Elemente mit gleicher Funktion und gleicher

Wirkungsweise mit denselben Bezugszeichen versehen, auch wenn die Elemente bei den verschiedenen Ausführungsbeispielen in ihrer Dimension oder Form

Unterschiede aufweisen können.

Fig. la zeigt eine Darstellung aus der WO 2017/064054 Al mit einer hexagonalen Gitterstruktur, die rautenförmige Kacheln F und diese umgebende ringförmige Randpotentialflächen R. Die Kacheln F bilden jeweils zu dritt ein Sechseck, dessen außen liegenden Randpotentialflächen R beabstandet von den entsprechenden Strukturen weiterer Tripel von Kacheln angeordnet sind und somit durchgängige Zwischenpotentialflächen bilden. Die Zwischenpotentialflächen bilden somit ein hexagonales Gitter HG, das sich ununterbrochen bis zu den Rändern der Glasscheibe erstreckt.

Fig. lb zeigt eine ähnliche, ebenfalls aus dem Stand der Technik bekannte

Linienstruktur mit secheckigen Kacheln K mit jeweils zwei kurzen Seitenkanten und vier langen Seitenkanten. Auch hier bildet sich eine Gitterstruktur aus den

Randpotentialflächen EZ und Zwischenpotentialflächen ZZ aus, wobei die

Zwischenpotentialflächen ZZ ein ausgedehntes Gitter bilden.

Fig. 2 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Glasscheibe 2 mit einer leitfähigen metallischen Beschichtung 4 in einer Draufsicht ln die

Beschichtung 4 ist eine Linienstruktur 6 zum Erzeugen einer Filtercharakteristik für elektromagnetische Strahlung eingebracht. Dabei durchtrennt die Linienstruktur 6 die Beschichtung 4, wobei die Linien im Querschnitt senkrecht zur Längsrichtung an mindestens einer Stelle die Beschichtung ganz durchtrennen und die Glasscheibe freilegen. Bei der Herstellung mittels Laserstrahls, dessen sich radial um die

Ausbreitungsrichtung erstreckendes lntensitätsprofil in der Regel nicht rechteckig ist, sondern eine abgerundete Gaußform aufweist, wird somit in der Regel auch kein rechteckiges Querschnittsprofil der Linie erzeugt, sondern ein zu den Seitenkanten der Linie abgerundetes Profil. lm dargestellten Ausführungsbeispiel sowie in allen weiteren in den Fig. 3 bis 10 gezeigten Ausführungsbeispielen, sind die Kacheln 8 fünfeckig ausgebildet und weisen jeweils eine kurze Polygonseite und vier lange Polygonseiten auf.

Die in Fig. 2 und 2a dargestellte Linienstruktur 6 zeigt Kacheln 8, die durch äußere Polygone 16 begrenzt werden. Zwischen den Kacheln 8 sind Zwischenpotentialflächen 12 angeordnet, die miteinander verbunden oder an mehreren Stellen durch weitere Linien 16a an den Kreuzungen oder durch Linien 17 im Bereich zwischen den

Kreuzungen getrennt sein können. Durch die weiteren Linien 16a und 17 wird sich weit erstreckende Zwischenpotentialflächen 12 weit über die Kachelgrenzen hinaus verhindert.

Die Linien 16a sind Verlängerungen der Polygonseiten der zugehörigen äußeren Polygonen 16 und verbinden sich einander gegenüber liegende äußere Polygone 16 miteinander. Die Linien 17 sind zwischen, insbesondere mittig zwischen den

Kreuzungen angeordnet und verbinden ebenfalls einander gegenüber liegende äußere Polygone 16 miteinander.

Bei dem in Fig. 2 gezeigten Ausschnitt sind eine Mehrzahl von weiteren Linien 16a und 17 eingezeichnet, die die Zwischenpotentialflächen 12 an entsprechend vielen Stellen trennen. Diese Anordnung ist nur exemplarisch und die Dichte der weiteren Linien 16a und 17 innerhalb der gesamten Linienstruktur kann geringer sowie regelmäßig oder unregelmäßig angeordnet sein. ln den nachfolgenden Ausführungsbeispielen gemäß der Fig. 3 bis 10 sind die weiteren Linien 17, die zwischen Kreuzungen angeordnet sind, der Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt. Jedoch können weitere Linien 17 abseits der Kreuzungen gleichwohl auch bei diesen Ausführungsbeispielen angeordnet sein.

Fig. 3 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Linienstruktur 6 mit beschichteten Kacheln 8 und mit die Kacheln 8 umgebende

Randpotentialflächen 10. Der Teil der Randpotentialflächen 10, die sich entlang der langen Seitenkanten der Kacheln 8 erstrecken, sind mit angrenzenden

Randpotentialflächen 10 weiterer Kacheln 8 beabstandet angeordnet und bilden Zwischenpotentialflächen 12 aus.

An den kurzen Seiten der Kacheln 8 liegen die benachbarten Randpotentialflächen 10 direkt ohne Ausbildung einer Zwischenpotentialfläche aneinander an. Wie Fig. 3 und insbesondere die Vergrößerung in Fig. 3a zeigen, sind die Kacheln 8 durch Polygone mit inneren Polygonseiten 14 begrenzt, wobei äußere Polygone 16 die inneren Polygone 14 umgeben und beschichtete streifenförmige und ringförmige Randpotentialflächen 10 ausbilden. Jede Kachel 8 ist somit von einem inneren Polygon und einem äußeren Polygon an allen Seiten begrenzt bzw. umgeben.

Weiterhin sind die langen Polygonseiten äußerer Polygone 16 benachbarter Kacheln 8 beabstandet zueinander angeordnet und bilden streifenförmige

Zwischenpotentialflächen 12 aus. Dort, wo kurze Polygonseiten äußerer Polygone 16 aneinander angrenzen, ist keine Zwischenpotentialfläche ausgebildet und eine Linie bildet für beide aneinander grenzenden Kacheln 8 die Polygonseite der jeweiligen äußeren Polygone 16.

Die Kacheln 8 bilden weiterhin zu einem Teil an ihren benachbarten Ecken

rechteckige Kreuzungen aus, von denen eine Kreuzung in Fig. 3a vergrößert dargestellt ist. An rechteckigen Kreuzungen stoßen jeweils die Seitenkanten von vier Kacheln 8 unter rechtem Winkel von 90° aufeinander. Des Weiteren sind nicht rechteckige Kreuzungen vorhanden, bei denen drei äußere Polygone 16 in einem Winkel von jeweils 120° aufeinander stoßen. Diese Kreuzungen werden nachfolgend nicht rechteckige Kreuzungen genannt.

Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 sind an einem Teil der rechteckigen

Kreuzungen und an den nicht rechteckigen Kreuzungen die Zwischenpotentialflächen 12 miteinander verbunden. Dabei entsteht abschnittsweise eine durchgängige Zwischenpotentialfläche 12, die sich entlang von zwei Kacheln 8 erstreckt. An mehreren in Fig. 3 regelmäßig verteilt angeordneten rechteckigen Kreuzungen sind die Zwischenpotentialflächen 12 durch jeweils vier Linien getrennt. ln dem Ausschnitt in Fig. 3a ist zu erkennen, dass dazu Polygonseiten der inneren Polygone 14 zweier benachbarter Kacheln 8 miteinander mittels einer Linie 14a verbunden sind und eine gerade Linie bilden. Somit wird das regelmäßige Gitter der miteinander verbundenen Zwischenpotentialflächen 12 aufgeteilt und die

zusammenhängenden Zwischenpotentialflächen 12 erstrecken sich entlang von jeweils vier Kacheln bzw. Polygonseiten der Kacheln.

Die Zwischenpotentialflächen 12 sind also an jeder zweiten rechteckigen Kreuzung durch vier Linien 14a getrennt. Die jeweils anderen zweiten rechteckigen Kreuzungen weisen keine trennenden Linien 14a auf.

Fig. 4 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Linienstruktur 6.. Der Unterschied zu Fig. 3 besteht darin, dass zum einen alle rechteckigen

Kreuzungen weiteren Linien 16a aufweisen, die die zusammenhängenden

Zwischenpotentialflächen 12 trennen. Wie Fig. 4a zeigt, sind die weiteren Linien 16a als Verlängerungen der Polygonseiten der äußeren Polygone 16 ausgebildet. Die zusammenhängenden Zwischenpotentialflächen 12 erstrecken sich daher jeweils entlang von zwei langen Polygonseiten 16 aneinander anliegender Kacheln 8.

Dadurch, dass alle rechteckigen Kreuzungen weitere Linien 16a aufweisen, sind jeweils maximal zwei Zwischenpotentialflächen 12 miteinander verbunden.

Fig. 5 zeigt ein viertes Ausführungsbeispiel einer Linienstruktur. Alle rechteckigen Kreuzungen sind wie in Fig. 5a gezeigt ausgebildet, weitere Linien 16a trennen jeweils die Zwischenpotentialflächen 12. Zusätzlich weisen alle nicht rechteckigen

Kreuzungen ebenfalls weiteren Linien auf, die die Zwischenpotentialflächen 12 auch an den nicht rechteckigen Kreuzungen trennen. Somit erstrecken sich alle

Zwischenpotentialflächen nur entlang einer Polygonseite jeder Kachel 8.

Fig. 5b zeigt zwei nicht rechteckige Kreuzungen zwischen den Kacheln 8A, 8B, 8C sowie 8A, 8C, 8D. Die kurzen Polygonseiten der inneren Polygone 14 und die kurzen Polygonseiten de äußeren Polygone 16 der beiden Kacheln 8A und 8C erstecken sich bis zur Ecke der langen Polygonseiten der äußeren Polygone 16 der über Eck gegenüberliegenden Kacheln 8B und 8D und bilden weitere Linien 14a und 16a. Somit werden die Zwischenpotentialflächen 12 zwischen den beiden Kachelpaaren 8A, 8D und 8C, 8D und die Randpotentialflächen 10 der zugehörigen Kachel 8A und 8C getrennt. Die Randpotentialflächen 10 der zugehörigen Kachel 8D ist dagegen nicht durchtrennt. Dieselbe Linienstruktur ist an der gegenüberliegenden Ecke an der nicht rechteckigen Kreuzung bei den Kacheln 8A, 8B und 8C vorhanden.

Dadurch, dass alle rechteckigen Kreuzungen und alle nicht rechteckigen Kreuzungen weitere Linien 14a bzw. 16a aufweisen, sind alle Zwischenpotentialflächen 12 voneinander getrennt.

Fig. 6 zeigt ein fünftes Ausführungsbeispiel einer Linienstruktur, wobei die rechteckigen Kreuzungen wie beim ersten Ausführungsbeispiel nach Fig. 3

ausgebildet sind. Eine rechteckige Kreuzung ist vergrößert in Fig. 6a gezeigt.

Die nicht rechteckigen Kreuzungen zwischen den Kacheln 8 weisen zu einer Hälfte keine weiteren trennenden Linien auf und die andere Hälfte der nicht rechteckigen Kreuzungen weist eine gegenüber Fig. 5 abweichende Linienstruktur mit Trennung der Zwischenpotentialflächen 12 auf, wie in Fig. 6b im Detail gezeigt ist.

Die vier Kacheln 8A, 8B, 8C und 8D bilden zwei nicht rechteckige Kreuzungen lm Bereich der nicht rechteckigen Kreuzungen sind die Polygonseiten der inneren Polygone 14 der Kacheln 8B und 8D verlängert und bilden somit weitere Linien 14a, die sich bis zu den Polygonseite der äußeren Polygone 16 der betreffenden Kacheln 8B und 8D erstrecken und damit die Randpotentialflächen 10 der Kacheln 8B und 8D trennen. Weiterhin ist gemäß Fig. 6b die gemeinsame Polygonseite der äußeren Polygone 16 beider Kacheln 8B und 8D als weitere Linie 16a verlängert und verläuft bis zur Polygonseite des inneren Polygons 14 der Kachel 8A. Dadurch werden sowohl die Zwischenpotentialflächen 12 als auch die Randpotentialfläche 10 der Kachel 8A getrennt. Auch hier ist die gegenüber liegende nicht rechteckige Kreuzung in gleicher Weise ausgebildet. Dadurch, dass alle rechteckigen Kreuzungen und jede zweite nicht rechteckige

Kreuzung weitere Linien 14a und/oder 16a aufweisen, sind die

Zwischenpotentialflächen 12 entweder paarweise miteinander verbunden oder liegen einzeln vor, da an den angrenzenden rechteckigen und nicht rechteckigen Kreuzungen weitere Linien 14a bzw. 16a vorhanden sind.

Fig. 7 zeigt ein sechstes Ausführungsbeispiel einer Linienstruktur 6. Die rechteckigen Kreuzungen sind gemäß Fig. 7a in gleicher Weise wie in Fig. 6a dargestellt ausgebildet lm Gegensatz zu Fig. 6 sind in Fig. 7 alle nicht rechteckigen Kreuzungen so

ausgebildet, wie in Fig. 7b dargestellt ist.

Dadurch, dass alle rechteckigen Kreuzungen und alle nicht rechteckigen Kreuzungen weitere Linien 14a bzw. 16a aufweisen, sind alle Zwischenpotentialflächen 12 voneinander getrennt. ln Fig. 8 ist ein siebtes Ausführungsbeispiel einer Linienstruktur dargestellt, bei der die nicht rechteckigen Kreuzungen mit weiteren Linien versehen sind, die die

Randpotentialflächen 10 und die Zwischenpotentialflächen 12 trennen. Die

rechteckigen Kreuzungen sind dabei wie bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 7 ausgebildet.

Die nicht rechteckigen Kreuzungen weisen dagegen eine abweichende Linienstruktur auf, die in Fig. 8b für zwei nicht rechteckige Kreuzungen zwischen den Kacheln 8A, 8B, 8C und 8A, 8C, 8D gezeigt sind. Alle kurzen Polygonseiten 14 und 16 der Kacheln 8A und 8C sind verlängert erstecken sich durchgängig bis zu den inneren langen

Polygonseiten 14 der über Eck liegenden Kacheln 8B und 8D und trennen die zu den Kacheln 8B und 8D gehörenden Randpotentialflächen 10 und

Zwischenpotentialflächen 12. Dadurch, dass alle rechteckigen Kreuzungen und alle nicht rechteckigen Kreuzungen weitere Linien 14a bzw. 16a aufweisen, sind alle Zwischenpotentialflächen 12 voneinander getrennt. Fig. 9 zeigt ein achtes Ausführungsbeispiel einer Linienstruktur, wobei die rechteckigen Kreuzungen gemäß Fig. 9a gegenüber Fig. 8 verändert und die nicht rechteckigen Kreuzungen gemäß Fig. 9b unverändert sind.

Die rechteckige Kreuzung gemäß Fig. 9a weist verlängerte lange Polygonseiten der inneren Polygone 14 auf, bilden weitere Linien 14a und trennen die

Randpotentialflächen 10 und die Zwischenpotentialflächen 12. Die langen

Polygonseiten der äußeren Polygone 16 werden durch die weiteren Linien 14a abgeschnitten, so dass ein inneres freies Quadrat entsteht. Dadurch, dass alle rechteckigen Kreuzungen und alle nicht rechteckigen Kreuzungen weitere Linien 14a bzw. 16a aufweisen, sind alle Zwischenpotentialflächen 12 voneinander getrennt.

Fig. 10 zeigt ein neuntes Ausführungsbeispiel einer Linienstruktur, bei der die rechteckigen Kreuzungen gemäß Fig. 10a gegenüber dem vorigen

Ausführungsbeispiel geändert wurden und die nicht rechteckigen Kreuzung gemäß Fig. 10b unverändert geblieben sind.

Wie auch bei den nicht rechteckigen Kreuzungen gemäß Fig. 10b, sind bei den rechteckigen Kreuzungen nach Fig. 10a die Polygonseiten aller inneren Polygone 14 und die Polygonseiten aller äußeren Polygone 16 verlängert, bilden weitere Linien 14a und 16a und durchtrennen somit die Randpotentialflächen 10 und die

Zwischenpotentialflächen 12 mehrfach. Dadurch, dass alle rechteckigen Kreuzungen und alle nicht rechteckigen Kreuzungen weitere Linien 14a bzw. 16a aufweisen, sind alle Zwischenpotentialflächen 12 voneinander getrennt.

Bei dieser Ausführungsform ergibt sich im Vergleich zu allen anderen

Ausführungsbeispielen eine maximale Verbesserung der Herstellungseffektivität. Denn sämtliche inneren Polygonseiten 14 und sämtliche äußeren Polygonseiten 16 sind maximal verlängert und insbesondere bei den rechteckigen Kreuzungen durchgehend ausgebildet, so dass eine Lasersteuerung erheblich weniger neue Anfangspositionen für zu erzeugende Linien anfahren muss. lm Vergleich zur aus dem Stand der Technik bekannten Ausführungsform nach Fig. lb wird bei der Ausführungsform nach Fig. 10 bei gleicher Anzahl von Kacheln pro Flächeneinheit nur die Hälfte der für die Herstellung der Linienstruktur notwendigen Einzellinien benötigt, obwohl eine maximale Auftrennung der Beschichtung erreicht wird. Diese Halbierung der Linienanzahl erhöht die Herstellungsgeschwindigkeit deutlich und verringert die Herstellungskosten im Vergleich zum Stand der Technik.

Die Bearbeitung kann dabei grundsätzlich über eine Scannertechnik und einen Nanosekunden- Pulslaser stattfinden, wobei beispielsweise die

Strukturierungsgeschwindigkeit 3-4 m/s, die Pulsfrequenz in der Größenordnung 100 kHz und der resultierende Pulsabstand 20-40gm betragen können. Die

Laserparameter werden so eingestellt, dass in der Mitte der Laserspur bzw. der Linie die reine Glasoberfläche bestehen bleibt, ohne aber das Glas zu beschädigen ln einem Übergangsbereich zum Rand der Laserspur bzw. Linie verbleibt dann ein Teil der Beschichtung.

Fig. 11 zeigt ein zehntes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen

Linienstruktur 6. Das zehnte Ausführungsbeispiel ist dadurch gekennzeichnet, dass die Kacheln 20 aus einer äußeren runden Linie 22 gebildet sind und dass die Kacheln 20 beabstandet angeordnet sind und Zwischenpotentialflächen 24 ausbilden. Des Weiteren sind weiteren Linien 30 in tangentialer Richtung zwischen den Kacheln 20 angeordnet.

Darüber hinaus können die Kacheln 20 eine innere runde Linie aufweisen, wie beispielhaft für die unten rechts dargestellte Kachel 20 in Fig. 11 dargestellt ist. Die innere Linie 26 bildet mit der äußeren Linie 22 Randpotentialflächen 28 aus. Die Linienstruktur 6 kann dabei für alle Kacheln 20 oder nur für einen Teil der Kacheln 20 eine derartige Doppellinienstruktur mit inneren Linien 26 aufweisen. Eine derartige Struktur mit inneren Linien 26 kann auch bei den weiteren Ausführungsbeispielen nach den Fig. 12 und 13 vorhanden sein.

Die weiteren Linien 30 trennen die Zwischenpotentialflächen 24 und verhindern ein sich weit ersteckendes Gitter von Zwischenpotentialflächen 24. Die weiteren Linien 30 bilden dabei ein Wabenmuster aus.

Fig. 12 zeigt ein elftes Ausführungsbeispiel, bei dem ebenfalls die Kacheln 20 aus runden Linien 22 gebildet sind, die zwischen sich Zwischenpotentialflächen 24 ausbilden. Die weiteren Linien 30 trennen die Zwischenpotentialflächen 24 verhindern ein sich weit ersteckendes Gitter von Zwischenpotentialflächen 24.

Zusätzlich sind weitere radial verlaufende Linien 32 vorgesehen, die die

Zwischenpotentialflächen 24 weiter trennen und kleinere Abschnitte von

Potentialflächen bilden.

Fig. 13 zeigt ein zwölftes Ausführungsbeispiel, bei dem wiederum die Kacheln 20 aus runden Linien 22 gebildet sind, die zwischen sich Zwischenpotentialflächen 24 ausbilden. Die weiteren Linien 30 trennen die Zwischenpotentialflächen 24 verhindern ein sich weit ersteckendes Gitter von Zwischenpotentialflächen 24.

Die weiteren Linien 30 bilden wieder ein Wabenmuster, jedoch sind die weiteren Linien 30 verlängert um die Linien 30a ausgebildet und erstrecken sich jeweils bis zu einer runden Linie 22 einer der benachbarten Kacheln 20. Dadurch wird eine weitere Aufteilung der Zwischenpotentialflächen 24 in kleinere Abschnitte erreicht.

Wenn bei diesem Ausführungsbeispiel auch eine im Zusammenhang mit der

Linienstruktur nach Fig. 11 beschriebene innere Linie 26 vorhanden sein sollte, dann können die Linien 30a zumindest teilweise auch sich bis zur inneren Linie 26 erstrecken, dass die Randpotentialfläche 28 ebenfalls weiter unterteilt werden. ln den Fig. 11 bis 13 sind jeweils eine Mehrzahl von weiteren Linien 30 und ggf. 32 eingezeichnet, jedoch gilt auch hier, dass die Anzahl und somit die Dichte der weiteren Linien 30 und 32 geringer sein kann.

Die Dimensionen der in den Fig. 11 bis 13 gezeigten Linienstruktur liegt im Bereich von 10 bis 15 mm Durchmesser der Kacheln 20 und im Bereich von 1 bis 2 mm für den Abstand zwischen den Kacheln 20.

Fig. 14 zeigt im oberen Teil ein elektrisches Potentialbild in einer idealisierten Form. Von links beginnend weist das Potential der Kachel 8A einen hohen Wert auf, das schrittweise über die Rand- und Zwischenpotential 10, 12 und 10 (Bezugszeichen entsprechend der zuvor erläuterten Rand- und Zwischenpotentialflächen) auf einen niedrigen Potentialwert der Kachel 8B absinkt. Somit wird eine effektive Entkopplung der Potentiale der beiden Kacheln 8A und 8B erreicht, so dass die Kacheln 8A und 8B mit nur geringer gegenseitiger Beeinflussung die eintreffende Wellenfront auf die andere Seite der Glasscheibe abstrahlen und somit weiterleiten können. ln der Bildmitte ist eine Draufsicht einer Linienstruktur 14, 16 mit den sich daraus ergebenden Flächenanteilen der Kacheln 8, der Randpotentialflächen 10 und der Zwischenpotentialfläche 12. Die Spurbreite der Linien 14 und 16 beträgt in diesem Beispiel 0,1 mm, die Abstand zwischen den Linien 14 und 16 beträgt jeweils 0,45 mm und der Abstand zwischen den beiden Linien 16 beträgt ebenfalls 0,45 mm. Somit sind die Linien 14 und 16 jeweils paarweise gleich beabstandet. ln den Fig. 3 bis 10 weisen die Linien 14 und 16 dagegen einen geringeren Abstand als zwischen den Linien 16 auf. Als weiteres Maß kann bei diesem Beispiel die Größe der maximalen Ausdehnung der Kacheln in diagonaler Richtung oder zwischen den Ecken und den gegenüber liegenden Seiten von ungefähr 15 bis 20 mm angegeben werden.