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Patent Searching and Data


Title:
GLIDING BOARD ARRANGEMENT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2001/066203
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a gliding board arrangement that has novel driving characteristics and consists of two gliding board halves (1, 2). A shoe holder is mounted on said halves respectively. The two gliding board halves (1, 2) are moveably connected to one another by means of a connection construction. A bearing is arranged on each shoe holder. A rod respectively is fitted into the bearing in relation to the longitudinal extension of the gliding board arrangement and extends underneath the shoe holder. The two gliding board halves (1, 2) can be rotated in relation to the rod. A coupling device connects the rods (5, 6) to each other in a rotational manner. Each rod is spaced apart from the surface of the respective gliding board half and the coupling device is constructively configured in such a way that the contact with the gliding board halves (1, 2) as a result of bending or tipping while driving is excluded.

Inventors:
Braun, Dieter (Pforzheimer Strasse 9 Sachsenkam, 83679, DE)
Application Number:
PCT/DE2001/000884
Publication Date:
September 13, 2001
Filing Date:
March 08, 2001
Export Citation:
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Assignee:
IQ CARVING BOARD KG (Pisenkamer Strasse 9 Sachsenkam, 83679, DE)
Braun, Dieter (Pforzheimer Strasse 9 Sachsenkam, 83679, DE)
International Classes:
A63C5/03; A63C5/16; (IPC1-7): A63C5/16
Foreign References:
FR2609407A1
US3171667A
US3907320A
DE19652779A1
DE4324871A1
US3862764A
Attorney, Agent or Firm:
Schweizer, Joachim (Dieselstrasse 1 München, 80993, DE)
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Claims:
Ansprüche
1. Gleitbrettanordnung mit zwei Gleitbretthälften (1,2), auf denen je eine Schuhhalterung montiert ist und beide Gleitbretthälften (1,2) mittels einer Verbindungskonstruktion bewegbar miteinander verbunden sind, gekenn zeichnet durch nachfolgende Merkmale : an jeder Schuhhalterung ist ein Lager angeordnet, je eine Stange ist in bezug auf die Längserstreckung des Gleitbretts in das Lager eingepaßt und verläuft unterhalb der Schuhhalterung, wobei die zwei Gleitbretthälften (1,2) bezüglich der Stange drehbar sind, eine Koppelvorrichtung (7,8) verbindet die Stangen (5,6) drehbar mit einander, wobei jede Stange (5,6) so weit von der Oberfläche der jeweiligen Gleitbrett hälfte beabstandet ist und die Koppelvorrichtung (7,8) konstruktiv so aus gebildet ist, daß eine Berührung mit den Gleitbretthälften (1,2) infolge Durchbiegung oder Kippung während der Fahrt ausgeschlossen ist.
2. Gleitbrett nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stangen (5,6) in dem Lager längsverschiebbar eingepaßt sind und je eine federela stische Zentriervorrichtung mit gegeneinander wirkenden Federn (9,10, 11,12) die Stangen (5,6) in einer vorbestimmten Zentrierposition halten, so daß durch Überwindung der Federkraft die Gleitbretthälften (1,2) rela tiv zueinander verschiebbar sind.
3. Gleitbrett nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die federela stische Zentriervorrichtung als Druckfederanordnung oder als DruckZug Federanordnung ausgebildet ist.
4. Gleitbrett nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zentrier vorrichtung aus Druckfedern (9,10,11,12) oder DruckZugFedern aus gebildet ist, durch die sich die Stangen (5,6) erstrecken.
5. Gleitbrett nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckfe dern (9,10,11,12) oder die DruckZugFedern vor und hinter der Schuh halterung angeordnet sind.
6. Gleitbrett nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckfe dern (9,10,11,12) oder die DruckZugFedern überwiegend unter der Schuhhalterung angeordnet sind.
7. Gleitbrett nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Koppelvorrichtung (7,8) teleskopartig ausgebildet ist und eine Zugfeder aufweist, die die Gleitbretthälften (1,2) auf einen durch einen Anschlag begrenzten Mindestabstand aneinanderzieht.
8. Gleitbrett nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Koppelvorrichtung (7,8) teleskopartig ausgebildet ist und eine DruckZug FederKonstruktion aufweist, die die Gleitbretthälften (1,2) in einem vor bestimmten Abstand zueinander hält, wobei der Abstand durch die Größe der Zugund Druckkraft vorbestimmt werden kann.
9. Gleitbrett nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß eine Feststellvorrichtung vorgesehen ist, um die Stangen (5,6) in den Lagern zu fixieren, so daß die Gleitbretthälften (1,2) nicht mehr zueinan der bewegbar sind, jedoch um ihre Achse in Längserstreckung drehbar bleiben.
10. Gleitbrett nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Lager so ausgebildet ist, daß eine horizontale Verschwenkung der Stangen (5,6) in einem Schwenkwinkel von 30 Grad möglich ist und eine vertikale Bewegung weitgehend verhindert wird.
11. Gleitbrett nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkwinkel mittels verstellbarer Anschläge verringert werden kann.
12. Gleitbrettanordnung mit zwei Gleitbretthälften (1,2), auf denen je eine Schuhhalterung montiert ist und beide Gleitbretthälften (1,2) mittels einer Verbindungskonstruktion bewegbar miteinander verbunden sind, gekenn zeichnet durch nachfolgende Merkmale : an jeder Schuhhalterung ist an der Vorderseite und an der Hinterseite ei ne Führungsstange befestigt, die sich in Längsrichtung der Gleitbretthälfte erstreckt, eine Koppelvorrichtung (7,8) verbindet die Stangen (5,6) drehbar mit einander, die Stangen (5,6) verlaufen durch Druckfedern (9,10,11,12), die sich an der Koppelvorrichtung (7,8) und an der Schuhhalterung abstützen, wobei die vorderseitigen Koppelvorrichtungen nach vorn gegen einen Vorderstangenanschlag und die rückseitigen Koppelvorrichtungen nach hinten gegen einen Hinterstangenanschlag gedrückt werden und die Auftrittebene der Schuhhalterungen unterhalb der Mittellinie der Stangen (5,6) liegt, wobei jede Stange so weit von der Oberfläche der jeweiligen Gleitbrett hälfte beabstandet ist und die Koppelvorrichtung (7,8) konstruktiv so aus gebildet ist, daß eine Berührung mit den Gleitbretthälften (1,2) infolge Durchbiegung oder Kippung während der Fahrt ausgeschlossen ist.
13. Gleitbrett nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Kop pelvorrichtung (7,8) teleskopartig ausgebildet ist und eine Zugfeder auf weist, die die Gleitbretthälften (1,2) auf einen durch einen Anschlag be grenzten Mindestabstand aneinanderzieht.
14. Gleitbrett nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Kop pelvorrichtung (7,8) teleskopartig ausgebildet ist und eine DruckZug FederKonstruktion aufweist, die die Gleitbretthälften (1,2) in einem vor bestimmten Abstand zueinander hält, wobei der Abstand durch die Größe der Zugund der Druckkraft vorbestimmt werden kann.
15. Gleitbrettanordnung mit zwei Gleitbrettern, auf denen je eine Schuh halterung montiert ist und beide Gleitbretter mittels einer Verbindungskon struktion bewegbar miteinander verbunden sind, gekennzeichnet durch nachfolgende Merkmale : an der Rückseite der Schuhhalterung des vorderen Gleitbretts ist eine er ste Stange befestigt, an der Vorderseite der Schuhhalterung des hinteren Gleitbretts ist eine zweite Stange befestigt, an den Endabschnitten der ersten und der zweiten Stange sind je ein er ster und ein zweiter Querträger mittig und rechtwinklig zu den Stangen (5, 6) befestigt, und an den Endabschnitten der Querträger sind an Drehpunkten Verbindungs streben angeordnet, die die Querträger so miteinander verbinden, daß eine schwenkbare ParallelogrammKonstruktion ausgebildet wird, wobei jede Stange und die Querträger so weit von der Oberfläche des je weiligen Gleitbretts beabstandet sind und die ParallelogrammKonstruktion konstruktiv so ausgebildet ist, daß eine Berührung mit den Gleitbretthälften (1,2) infolge Durchbiegung oder Kippung während der Fahrt ausgeschlos sen ist.
16. Gleitbrettanordnung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß eine federelastische Rückstelivorrichtung vorgesehen ist, die die Parallelo grammKonstruktion im unbelasteten Zustand in eine Rechteckform drückt, wobei die Gleitbretter hintereinander angeordnet sind.
17. Gleitbrettanordnung mit zwei Gleitbrettern, auf denen je eine Schuh halterung montiert ist und beide Gleitbretter mittels einer Verbindungskon struktion bewegbar miteinander verbunden sind, gekennzeichnet durch nachfolgende Merkmale : an der Rückseite der Schuhhalterung des vorderen Gleitbretts ist eine er ste Stange befestigt, an der Vorderseite der Schuhhalterung des hinteren Gleitbretts ist eine zweite Stange befestigt, zwei Verbindungsstreben verbinden die Stangen (5,6) zu einer schwenk baren ParallelogrammKonstruktion, wobei eine erste Verbindungsstrebe mit einem Endabschnitt dicht bei der vorderen Schuhhalterung an einem Drehgelenk befestigt ist und der andere Endabschnitt am Ende der zweiten Stange an einem Drehgelenk befestigt ist und eine zweite Verbindungsstrebe mit einem Endabschnitt dicht bei der hinteren Schuhhalterung an einem Drehgelenk befestigt ist und der an dere Endabschnitt am Ende der ersten Stange an einem Drehgelenk befe stigt ist.
18. Gleitbrettanordnung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß eine federelastische Rückstelivorrichtung vorgesehen ist, die die Gleitbret ter im unbelasteten Zustand so stellt, daß das zweite Gleitbrett in gerader Linie hinter dem ersten Gleitbrett angeordnet ist.
19. Gleitbrettanordnung mit zwei Gleitbretthälften (1,2), auf denen je eine Schuhhalterung montiert ist und beide Gleitbretthälften (1,2) mittels einer Verbindungskonstruktion bewegbar miteinander verbunden sind, gekenn zeichnet durch nachfolgende Merkmale : an jeder Schuhhalterung ist ein Lager angeordnet, je eine Stange ist in bezug auf die Längserstreckung der Gleitbretthalften (1,2) in das Lager eingepaßt und verläuft unterhalb der Schuhhalterung, wobei die zwei Gleitbretthälften (1,2) bezüglich der Stange drehbar sind, eine Koppeivorrichtung (7,8) verbindet die Stangen (5,6) drehbar mit einander, wobei jede Stange so weit von der Oberfläche der jeweiligen Gleitbretthälfte beabstandet ist und die Koppelvorrichtung (7,8) konstruk tiv so ausgebildet ist, daß eine Berührung mit den Gleitbretthälften (1,2) infolge Durchbiegung oder Kippung während der Fahrt ausgeschlossen ist und die Koppelvorrichtung (7,8) in Ruheposition durch nachfolgende Merkmale gekennzeichnet ist : an jedem Stangenendabschnitt ist ein Endanschlag (17,18,19,20) be festigt, im Mittelabschnitt jeder Stange ist an der Vorderseite und an der Rück seite der Schuhhalterung ein Anschlag vorgesehen, jeweils zwischen einem Endanschlag (17,18,19,20) und einem An schlag an der Schuhhalterung sind zwei verschiebbare und drehbare Gleit buchsen auf den Stangen (5,6) angeordnet, an den Stangen (5,6) sind vier Druckfedern (9,10,11,12) angeordnet, wobei jede Druckfeder zwischen zwei Gleitbuchsen montiert ist, die infolge der Federkraft gegen die jeweiligen Anschläge gedrückt werden, die linke vordere Gleitbuchsen ist mittels eines ersten Vorderlenkers mit der rechten, am Mittelanschlag anliegenden Gleitbuchse über ein Drehge lenk drehbar verbunden, die rechte vordere Gleitbuchse ist mittels eines zweiten Vorderlenkers mit der linken, am Mittelanschlag anliegenden Gleitbuchse über ein Drehgelenk drehbar verbunden, die linke hintere Gleitbuchse ist mittels eines ersten Hinterlenkers mit der rechten, am Mittelanschlag anliegenden Gleitbuchse über ein Drehgelenk drehbar verbunden, die rechte hintere Gleitbuchse ist mittels eines zweiten Hinterlenkers mit der linken, am Mittelanschlag anliegenden Gleitbuchse über ein Drehgelenk drehbar verbunden.
20. Gleitbrettanordnung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschläge auf den Stangen (5,6) verstellbar und arretierbar sind.
21. Gleitbrettanordnung nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekenn zeichnet, daß die Federn (9,10,11,12) austauschbar sind.
22. Gleitbrettanordnung nach einem der Ansprüche 19 bis 21, dadurch ge kennzeichnet, daß vor den vorderen Gleitbuchsen und hinter den hinteren Gleitbuchsen Federn angeordnet sind.
23. Gleitbrettanordnung nach einem der Ansprüche 19 bis 21, dadurch ge kennzeichnet, daß vor den vorderen Gleitbuchsen oder hinter den hinteren Gleitbuchsen Federn angeordnet sind.
24. Gleitbrettanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da durch gekennzeichnet, daß die Gleitbretthälften (1,2) an ihren Seitenkan ten einen Innenradius aufweisen.
25. Gleitbrettanordnung nach Anspruch 9 und 24, dadurch gekennzeich net, daß die Gleitbretthälften (1,2) unsymmetrisch ausgebildet sind, wobei der Versatz der Gleitbretthälften (1, 2) zueinander und die Kantenradien so gewählt sind, daß der linke Kantenradius der linken Gleitbretthälfte mit dem linken Kanten radius der rechten Gleitbretthälfte und der rechte Kantenradius der rechten Gleitbretthälfte mit dem rechten Kantenradius der linken Gleitbretthälfte auf gleich großen Kreisbögen verlaufen. (Fig. 10).
26. Gleitbrettanordnung nach Anspruch 9 und 24, dadurch gekennzeich net, daß die Gleitbretthälften (1,2) unsymmetrisch ausgebildet sind, wobei der Versatz der Gleitbretthälften (1, 2) zueinander und die Kantenradien so gewählt sind, daß bei einer Kurvenfahrt die jeweiligen Auflagekanten um einen gemeinsamen Mittelpunkt fahren.
Description:
Gleitbrettanordnung Die Erfindung betrifft eine Gleitbrettanordnung mit neuartigen Fahreigen- schaften.

Aus dem Stand der Technik ist bekannt, die Fahreigenschaften eines Gleit- bretts zu verbessern bzw. anzupassen. So wurde in der DE 196 52 779 vorgeschlagen, das Gleitbrett längs zu teilen und beide Teile durch eine spezielle Verbindungskonstruktion zu verbinden, wodurch neuartige Fahr- eigenschaften entstehen. Die Verbindungskonstruktion bewirkt, daß die Endabschnitte der beiden Gleitbretteile so weit voneinander entkoppelt werden, daß die Endabschnitte relativ zueinander unterschiedliche Auf- und Abwärtsbewegungen ausführen können. Diese Eigenschaft soll eine verbesserte Bodenanpassung bewirken.

Eine ähnliche Gleitbrettkonstruktion ist auch bereits aus der DE 43 24 871 bekannt. Aus der US 3,862,764 ist ebenfalls eine Gleitbrettkonstruktion bekannt, bei der zwei Gleitbretter durch eine bewegliche Verbindungskon- struktion miteinander verbunden sind.

Es besteht das permanente Bedürfnis nach Skisportgeräten mit verbesser- ten oder neuartigen Fahreigenschaften. Es ist daher die Aufgabe der Erfin- dung, eine Gleitbrett-Anordnung zu schaffen, die den unterschiedlichen Bedürfnissen der Benutzer hinsichtlich der Fahreigenschaften gerecht wird.

Die Aufgabe der Erfindung wird mit einer Gleitbrett-Anordnung nach den Ansprüchen 1,12,15,17 und 19 gelöst.

Die Gleitbrett-Anordnung nach Anspruch 1 besteht aus zwei Gleitbretthälf- ten, auf denen je eine Schuhhalterung montiert ist. An jeder der Schuhhal- terungen ist ein Lager angeordnet, wobei das Lager auch aus mehreren Einzellagern bestehen kann. In dieses Lager ist eine Stange eingepaßt, die in dem Lager drehbar ist. Das Lager ist so angeordnet, daß die Stangen parallel zu den Gleitbretthälften ausgerichtet sind. Von besonderer Bedeu- tung ist der Umstand, daß die Stangen einen ausreichenden Abstand von der Oberfläche der Gleitbretthälften aufweisen. Dieser Abstand ist dann ausreichend, wenn bei der Benutzung der Gleitbrett-Anordnung, d. h. wäh- rend der Fahrt, bei der es zu einer Durchbiegung der Gleitbretthälften kommt, die Stangenenden die Oberfläche der Gleitbretthälften nicht berüh- ren. Es ist nicht möglich, einen konkreten Wert für den Abstand an- zugeben, da dieser Wert von der konstruktiven Auslegung, z. B. der Elasti- zität der Gleitbretthälften, abhängt. Die konkrete Bestimmung des Abstan- des ist daher eine Aufgabe des Fachmanns, der diese Optimierung ohne schöpferische Kenntnisse durchführen kann.

Weiterhin ist eine Koppelvorrichtung vorgesehen, die die Stangen mitein- ander verbindet, wobei die Verbindung nicht nur an den Endabschnitten möglich ist, sondern je nach spezieller Anwendung auch an anderen Stel- len erfolgen kann. Die Koppelvorrichtung ist in einigen Anwendungsfällen nach oben ausgewölbt, damit bei der Drehung der Gleitbretthälften keine Berührung mit der Koppelvorrichtung eintritt. Diese Zusammenhänge wer- den insbesondere in den Zeichnungen offenbart, so daß der Fachmann die Koppelvorrichtung entsprechend ausbilden kann, ohne daß dazu eine schöpferische Tätigkeit erforderlich ist.

Nach Anspruch 2 sind die Stangen in dem Lager längsverschiebbar einge- paßt, so daß die Stangen zusammen mit der Koppelvorrichtung einen ver-

schiebbaren Rahmen ausbilden, der bei gedanklich arretierten Gleitbrett- hälften vor-und zurückgeschoben werden kann. Weiterhin ist je eine fe- derelastische Zentriervorrichtung mit gegeneinander wirkenden Federn vorgesehen, welche die Stangen-bei gedanklich arretierten Gleitbretthälf- ten-im Ruhezustand in einer vorbestimmten Zentrierposition halten. Wäh- rend der Fahrt wird mittels Beinkraft bei Bedarf die Federkraft der federela- stischen Zentriervorrichtung überwunden, so daß die Gleitbretthälften rela- tiv zueinander verschoben werden.

Nach Anspruch 3 ist die federelastische Zentriervorrichtung als Druckfe- deranordnung oder als Druck-Zug-Federanordnung ausgebildet.

Nach Anspruch 4 besteht die Zentriervorrichtung aus Druckfedern oder aus Druck-Zug-Federn, durch die sich die Stangen erstrecken. Diese An- ordnung ist besonders einfach und zuverlässig.

Nach Anspruch 5 sind die Druckfedern oder die Druck-Zug-Federn vor und hinter der Schuhhalterung angeordnet. Diese Anordnung wird gewählt, wenn ein großer Verschiebeweg der Gleitbretthälften zueinander ge- wünscht wird.

Nach Anspruch 6 sind die Druckfedern oder die Druck-Zug-Federn über- wiegend unter der Schuhhalterung angeordnet. Diese Anordnung wird ge- währt, wenn nur ein kleiner Verschiebeweg benötigt wird.

Nach Anspruch 7 ist die Koppelvorrichtung teleskopartig aufgebaut. An oder in der Koppelvorrichtung ist eine Zugfeder angeordnet, die die Gleit- bretthälften auf einen durch einen Anschlag begrenzten Mindestabstand aneinanderzieht. Es ist für den Fachmann klar, daß in der entgegengesetz- ten Richtung ebenfalls ein Anschlag vorzusehen ist, der ein vollständiges Auseinanderziehen der Koppelvorrichtung verhindert.

Die Zugfeder der Koppelvorrichtung kann auch so bemessen sein, daß bei bestimmungsgemäßer Benutzung der Gleitbrettanordnung ein vollständiges Auseinanderziehen der Koppelvorrichtung nicht eintreten kann.

Nach Anspruch 8 ist die Koppelvorrichtung ebenfalls teleskopartig ausge- bildet und weist eine Zug-Druckfeder-Konstruktion auf, so daß die Gleit- bretthälften in einem vorbestimmten Abstand zueinander gehalten werden, wenn keine äußeren Kräfte einwirken. Anschläge verhindern einen uner- wünscht kleinen oder einen unerwünscht großen Abstand.

Nach Anspruch 9 ist eine Feststellvorrichtung vorgesehen, um die Stangen in den Lagern hinsichtlich der Längsverschiebbarkeit zu fixieren, so daß die Gleitbretthälften zueinander nicht mehr bewegbar, jedoch um ihre Längs- achse drehbar sind. Die Feststellvorrichtung kann z. B. eine einfache Klemmschraube oder eine Klemmbacke mit einem Exzenter-Klemmhebel sein. Das Längsfixieren einer verschiebbaren Stange in einer Hülse mittels verschiedener Maßnahmen ist hinreichend bekannt und muß daher nicht näher erläutert werden. Es ist zu betonen, daß für diese spezielle Ausfüh- rungsform ein Schutz auch dann beansprucht wird, wenn keine lösbare Feststellvorrichtung vorgesehen ist, sondern durch geeignete konstruktive Maßnahmen die gleiche Wirkung wie bei einer unlösbaren Feststelivorrich- tung erzielt wird.

Diese Ausführungsform eröffnet die Möglichkeit, einem Snowboard ähnli- che Fahreigenschaften zu erzielen. Durch die freie Verstellbarkeit der Gleit- bretter zueinander können die Fahreigenschaften in weiten Grenzen variiert werden.

Nach Anspruch 10 ist das Lager so ausgebildet, daß eine horizontale Ver- schwenkung der Gleitbretthälften bezüglich der Stangen in einem Schwenkwinkel von 30 Grad möglich ist und eine vertikale Bewegung weitgehend verhindert wird. Um eine derartige horizontale Schwenkbewe-

gung zu ermöglichen, muß das Lager in horizontaler Richtung ein Spiel aufweisen, in vertikaler Richtung dagegen muß ein Spiel weitgehend ver- mieden werden. Ein solches Lager kann ein Fachmann mit Basiskenntnis- sen der Konstruktionslehre aufbauen, ohne schöpferisch tätig zu werden.

Ein Beispiel für ein derartiges Lager wird in der Beschreibung eines Ausfüh- rungsbeispiels gegeben. Bei einem Gleitbrett mit den Merkmalen nach An- spruch 10 ist es dem Fahrer möglich, die Gleitbretthälften innerhalb eines vorgegebenen Bereiches unabhängig voneinander zu bewegen.

Nach Anspruch 11 sind an dem Lager verstellbare Anschläge angeordnet, mit denen die Größe des Schwenkwinkels eingestellt werden kann, wo- durch individuelle Fahreigenschaften einstellbar sind.

Nach Anspruch 12 wird eine eigenständige Erfindung beansprucht, die je- doch auf den gleichen Grundgedanken wie die Erfindung nach Anspruch 1 beruht und ebenfalls die wesentlichen Merkmale des Anspruchs 1 auf- weist.

Es wird eine Gleitbrettanordnung mit zwei Gleitbretthälften bereitgestellt, wobei an jeder Schuhhalterung an der Vorderseite und an der Hinterseite eine Führungsstange befestigt ist, die sich in Längsrichtung der Gleitbrett- hälfte erstreckt. Eine Koppelvorrichtung verbindet die Stangen drehbar miteinander, die durch Druckfedern verlaufen. Die Druckfedern stützen sich mit dem einen Ende an der Schuhhalterung und mit dem anderen Ende an der Koppelvorrichtung ab.

Charakteristisch für diese Erfindung ist der Umstand, daß sich die Auftritt- fläche der Schuhhalterungen unterhalb der Mittellinie der Stangen befindet.

Damit liegen die Schuhhalterung und die Schuhsohle tiefer als bei der Gleitbrettanordnung nach Anspruch 1.

Wie bei der Erfindung nach Anspruch 1 ist auch hier jede Stange so weit von der Oberfläche der jeweiligen Gleitbretthälfte beabstandet und ist die Koppelvorrichtung konstruktiv so ausgebildet, daß eine Berührung mit der Gleitbretthälfte infolge Durchbiegung oder Kippung während der Fahrt ausgeschlossen ist.

Nach Anspruch 13 ist die Koppelvorrichtung teleskopartig ausgebildet und weist eine Zugfeder auf, die die Gleitbretthälften auf einen durch einen Anschlag begrenzten Mindestabstand aneinanderzieht. Während der Fahrt kann der Fahrer je nach Bedarf mittels Beinkraft die Gleitbretthälften aus- einanderdrücken.

Nach Anspruch 14 ist ebenfalls eine teleskopartige Koppelvorrichtung vor- gesehen, die jedoch eine Zug-Druckfeder-Konstruktion aufweist. Durch dieses Merkmal werden die Gleitbretthälften in einem vorbestimmten Ab- stand zueinander gehalten. Der Fahrer kann während der Fahrt bei Bedarf die Gleitbretthälften auseinander-oder zusammendrücken.

Nach Anspruch 15 wird eine eigenständige Erfindung beansprucht, die je- doch auf den gleichen Grundgedanken wie die Erfindung nach Anspruch 1 beruht und ebenfalls die wesentlichen Merkmale des Anspruchs 1 auf- weist.

Es wird eine Gleitbrettanordnung mit zwei Gleitbrettern bereitgestellt, auf denen je eine Schuhhalterung montiert ist. An der Rückseite der Schuhhal- terung des vorderen Gleitbretts ist eine erste Stange befestigt, und an der Vorderseite der Schuhhalterung des hinteren Gleitbretts ist eine zweite Stange befestigt. An den Endabschnitten der ersten und der zweiten Stan- ge ist jeweils ein erster und ein zweiter Querträger mittig und rechtwinklig zu den Stangen befestigt. An den Endabschnitten der Querträger sind Schwenklager vorgesehen, an denen zwei Verbindungsstreben angeordnet

sind. Die Verbindungsstreben, die die Querträger miteinander verbinden, bilden eine Parallelogramm-Konstruktion.

Auch hier sind die Stangen und die Verbindungskonstruktion so ausgebil- det, daß eine Berührung mit einem der Gleitbretter während der Fahrt aus- geschlossen ist. Diese Gleitbrettanordnung weist spezifische Fahreigen- schaften auf und vermittelt ein neuartiges Fahrgefühl.

Nach Anspruch 16 ist an der Parallelogramm-Konstruktion eine federelasti- sche Rückstelivorrichtung vorgesehen, die die Parallelogramm-Konstruktion im unbelasteten Zustand in eine Rechteckform drückt, wobei die Gleitbret- ter hintereinander angeordnet sind. Eine solche Rückstellung kann durch verschiedene Maßnahmen erreicht werden, die dem Fachmann hinreichend bekannt sind. Z. B. ist es möglich, in oder an den Schwenklagern Torsions- federn anzuordnen.

Nach Anspruch 17 wird eine weitere eigenständige Erfindung beansprucht, die jedoch auf den gleichen Grundgedanken wie die Erfindung nach An- spruch 1 beruht und ebenfalls die wesentlichen Merkmale des Anspruchs 1 aufweist.

Es wird eine Gleitbrettanordnung mit zwei Gleitbrettern bereitgestellt, auf denen je eine Schuhhalterung montiert ist. An der Rückseite der Schuhhal- terung des vorderen Gleitbretts ist eine erste Stange befestigt, und an der Vorderseite der Schuhhalterung des hinteren Gleitbretts ist eine zweite Stange befestigt. Durch zwei Verbindungsstreben sind die Stangen eben- falls zu einer schwenkbaren Parallelogramm-Konstruktion verbunden.

Bei dieser Erfindung ist eine erste Verbindungsstrebe mit einem Endab- schnitt dicht bei der vorderen Schuhhalterung an einem Drehgelenk befe- stigt. Der andere Endabschnitt dieser Verbindungsstrebe ist am Ende der zweiten Stange an einem Drehgelenk befestigt. Die zweite Verbindungs-

strebe ist mit einem Endabschnitt dicht bei der hinteren Schuhhalterung an einem Drehgelenk befestigt, und der andere Endabschnitt dieser Verbin- dungsstrebe ist am Ende der ersten Stange an einem Drehgelenk befestigt.

Auch hier sind die Stangen und die Verbindungskonstruktion so ausgebil- det, daß eine Berührung mit einem der Gleitbretter während der Fahrt aus- geschlossen ist. Auch diese Gleitbrettanordnung weist spezifische Fahrei- genschaften auf und vermittelt ein neuartiges Fahrgefühl.

Nach Anspruch 18 ist auch hier eine federelastische Rückstellvorrichtung vorgesehen, die die Gleitbretter im unbelasteten Zustand so stellt, daß das zweite Gleitbrett in gerader Linie hinter dem ersten Gleitbrett angeordnet ist. Für die Ausgestaltung einer Rückstelivorrichtung gelten die vorstehen- den Ausführungen nach Anspruch 16.

Nach Anspruch 19 wird eine weitere eigenständige Erfindung beansprucht, die jedoch auf den gleichen Grundgedanken wie die Erfindung nach An- spruch 1 beruht und ebenfalls die wesentlichen Merkmale des Anspruchs 1 aufweist.

Es wird eine Gleitbrettanordnung mit zwei Gleitbrettern bereitgestellt, auf denen je eine Schuhhalterung montiert ist. Beide Gleitbretthälften sind mit- tels einer Verbindungskonstruktion bewegbar miteinander verbunden. Un- ter jeder Schuhhalterung erstreckt sich in bezug auf die Längserstreckung der Gleitbretthälften je eine Stange. Eine Koppelvorrichtung verbindet die Stangen drehbar miteinander, wobei jede Stange so weit von der Oberflä- che der jeweiligen Gleitbretthälfte beabstandet ist und die Koppelvorrich- tung konstruktiv so ausgebildet ist, daß eine Berührung mit den Gleitbrett- hälften infolge Durchbiegung oder Kippung während der Fahrt ausge- schlossen ist. Die Koppelvorrichtung ist in Ruheposition durch nachfolgen- de Merkmale gekennzeichnet :

An jedem Stangenendabschnitt ist ein Endanschlag befestigt. Im Mittelab- schnitt jeder Stange ist an der Vorderseite und an der Rückseite der Schuhhalterung jeweils ein Mittenanschlag vorgesehen. Jeweils zwischen einem Endanschlag und einem Mittenanschlag sind zwei verschiebbare und drehbare Gleitbuchsen zu einem Gleitbuchsenpaar auf den Stangen ange- ordnet. An den Stangen sind vier Druckfedern angeordnet, wobei jede Druckfeder zwischen zwei Gleitbuchsen eines Gleitbuchsenpaares montiert ist. Infolge der Federkraft wird jeweils eine des Gleitbuchsenpaars gegen einen Endanschlag und die andere des Gleitbuchsenpaars gegen einen Mit- tenanschlag gedrückt. Somit gibt es auf jeder Stange ein vorderes Gleit- buchsenpaar und ein hinteres Gleitbuchsenpaar. Die vorderen vier Gleit- buchsen sind mittels zweier Vorderlenker über Kreuz miteinander verbun- den. Die Verbindungsstellen sind als Drehlager ausgebildet. Ebenso sind die hinteren vier Gleitbuchsen mittels zweier Hinterlenker über Kreuz mit- einander verbunden. Die Verbindungsstellen sind ebenfalls als Drehlager ausgebildet.

Nach Anspruch 20 sind die Anschläge auf den Stangen verstellbar und ar- retierbar, d. h., die Anschläge können auf der Stange verschoben und an einer ausgewählten Stelle arretiert werden, wodurch die Fahreigenschaften variiert werden können.

Nach Anspruch 21 sind die Federn austauschbar, wodurch ebenfalls die Fahreigenschaften variiert werden können.

Nach Anspruch 22 sind vor den vorderen Gleitbuchsen und hinter den hin- teren Gleitbuchsen ebenfalls Federn angeordnet, so daß die jeweilige Gleit- buchse in einer mittleren Position gehalten wird. Diese Position ergibt sich aus dem Gleichgewicht der gegeneinander wirkenden Federkräfte. Die Fe- dern müssen nicht identisch sein. Durch den Einsatz von unterschiedlich starken und/oder langen Federn ergeben sich viele Variationsmöglichkei- ten, um ein sehr individuelles Fahrverhalten des Gleitbrettes zu bewirken.

Nach Anspruch 23 sind vor den vorderen Gleitbuchsen oder hinter den hinteren Gleitbuchsen Federn angeordnet. Auch diese Maßnahme dient zur Einstellung eines individuellen Fahrverhaltens.

Nach Anspruch 24 weisen die Gleitbretthälften an ihren Seitenkanten ei- nen Innenradius auf, der die Fahreigenschaften der Gleitbrettanordnung verbessert.

Nach Anspruch 25 wird eine Gleitbrettanordnung bereitgestellt, bei der die Gleitbretthälften unsymmetrisch ausgebildet sind. Bei dieser Gleitbrettan- ordnung ist ein Versatz der Gleitbretthälften zueinander fest eingestellt.

Diese Gleitbrettanordnung wird demnach wie ein Snowboard gefahren, wobei jedoch die Gleitbretthälften um ihre Längsachse drehbar bleiben.

Wie aus der Fig.... ersichtlich, sind die Form der Gleitbretthälften, der Versatz zueinander und die Kantenradien so gewählt, daß der linke Kanten- radius der linken Gleitbretthälfte mit dem linken Kantenradius der rechten Gleitbretthälfte und der rechte Kantenradius der rechten Gleitbretthälfte mit dem rechten Kantenradius der linken Gleitbretthälfte auf gleich großen Kreisbögen verlaufen, wobei die jeweiligen Kreisbögen zueinander parallel versetzt sind. Diese Ausführungsform zeichnet sich durch ein gutes Kur- venfahrtverhalten aus.

Nach Anspruch 26 sind die jeweiligen Radien so ausgebildet, daß bei einer Kurvenfahrt die jeweiligen Auflagekanten um einen gemeinsamen Mittel- punkt fahren. Diese Ausführungsform zeichnet sich durch ein noch besse- res Kurvenfahrtverhalten aus.

Nachfolgend wird die Erfindung an Hand von Ausführungsbeispielen erläu- tert.

Fig. 1 zeigt die Erfindung in einer ersten Ausführungsform.

Fig. 2 zeigt die Erfindung in einer zweiten Ausführungsform.

Fig. 3 zeigt die Erfindung in einer dritten Ausführungsform.

Fig. 4 zeigt die Erfindung in einer vierten Ausführungsform.

Fig. 5 zeigt die Erfindung in einer fünften Ausführungsform.

Fig. 6 zeigt die Erfindung in einer sechsten Ausführungsform.

Fig. 7 zeigt die Erfindung in einer siebenten Ausführungsform.

Fig. 8 zeigt die Erfindung in einer achten Ausführungsform.

Fig. 9 zeigt die Erfindung in einer neunten Ausführungsform.

Fig. 10 zeigt die Erfindung in einer zehnten Ausführungsform.

Die Fig. 1 zeigt eine Gleitbrettanordnung mit zwei Gleitbretthälften 1,2.

Auf jeder Gleitbretthälfte ist ein Lagerblock montiert, durch den eine Stan- ge 5,6 führt. Auf dem Lagerblock ist die Schuhhalterung befestigt. Die Stangen sind leichtgängig in das Lager eingepaßt. Auch wenn eine Person auf den Gleitbretthälften 1,2 steht, bleiben die Stangen leicht verschieb- bar. Die Unterseite der Stange 5,6 hat im vorliegenden Beispiel einen Ab- stand zur Oberfläche des Gleitbrettes von ca. 30 mm. Die Stangenenden sind mittels je einer nach oben gebogenen Koppelvorrichtung drehbar mit- einander verbunden. Die Gleitbretthälften 1,2 können demnach in Rich- tung der Drehpfeil verdreht werden. Die Stangen sind durch Spiralfedern gesteckt. Im vorliegenden Beispiel sind die Spiralfedern als Zug-und Druckfedern ausgebildet, die an ihren Enden jeweils befestigt sind. Diese Federanordnung bildet eine federelastische Zentriervorrichtung, die die Stangen durch Federkraft in einer vorbestimmten Position hält. Zur nähe- ren Erläuterung der Funktion wird angenommen, daß alle vier Federn gleich lang sind, die gleiche Federkonstante aufweisen und unter leichter Vor- spannung stehen, d. h., sie stützen sich vorn und hinten an der Koppelvor- richtung und zu der Mitte hin jeweils an dem schuhkappenseitigen und dem hackenseitigen Ende der Schuhhalterungen ab. Diese neutrale Stel- lung ist in Fig. 1 a gezeigt.

Wenn eine Person auf dem Gleitbrett steht und das Gleitbrett auf schnee- bedecktem Boden aufliegt, kann die Person durch Beinkraft die beiden

Gleitbretthälften 1,2 einen vorbestimmten Weg zueinander verschieben, wobei die Rückstellkräfte der vier Federn überwunden werden müssen.

Wenn die Federn an beiden Enden befestigt sind, werden bei einer Ver- schiebung der Gleitbretthälften 1,2 zueinander immer die überkreuzliegen- den Federn gestaucht oder gezogen. In den Fig. 1b und 1c sind die ver- schobenen Positionen dargestellt, wobei die Pfeile jeweils die Kraftrichtung anzeigen.

Wenn eine Person mit dem Gleitbrett geradeaus fährt, sind die Gleitbrett- hälften 1,2 in der in Fig. 1a gezeigten Position. Ist eine Kurve zu fahren, werden die Gleitbretthälften 1,2 gemäß den Fig. 1 b und 1 c gegeneinander verschoben, wodurch die Kurvenfahrt eingeleitet wird.

Die Fig. 2 zeigt eine zweite Ausführungsform der Erfindung. Im Gegensatz zu der Ausführungsform nach Fig. 1 sind bei der zweiten Ausführungsform die Gleitbretthälften 1,2 im Ruhezustand nicht nebeneinander, sondern zueinander versetzt. Die Schuhhalterungen können bei Bedarf leicht ver- schwenkt werden, so daß der Fahrer eine Fahrposition einnimmt, die der Fahrposition bei einem herkömmlichen Snowboard ähnelt. Bei dieser Aus- führungsform muß eine Arretierung der Stangen vorgesehen sein (nicht gezeigt), die eine Verschiebung in Längsrichtung nach der Arretierung nicht mehr zuläßt. Eine solche Arretierung kann z. B. durch eine Klemm- schraube bewirkt werden. In diesem Fall müssen die Stangen in der Kop- pelvorrichtung drehbar gelagert sein.

Die Fig. 3 zeigt eine dritte Ausführungsform der Erfindung. Diese Ausfüh- rungsform entspricht weitgehend der ersten Ausführungsform. Die Kop- pelvorrichtung ist jedoch teleskopartig aufgebaut. Im vorliegenden Beispiel ist der waagerechte Abschnitt der Koppelvorrichtung aus zwei ineinander- gesteckten Rohren aufgebaut, in denen eine Druck-Zug-Feder angeordnet ist. Diese Druck-Zug-Feder ist an ihren Enden in dem Rohr befestigt, um auch als Zugfeder wirken zu können. Die Fig. 3b zeigt den Aufbau der

Koppelvorrichtung im Detail. Der waagerechte Abschnitt ist über Drehge- lenke an den senkrechten Stäben befestigt. Die Fig. 3a zeigt das Gleitbrett in einer neutralen Stellung. Die Pfeile zeigen die Bewegungsmöglichkeiten an. In Fig. 3c ist gezeigt, daß unter Krafteinwirkung durch den Fahrer die vordere Koppelvorrichtung zusammengedrückt und die hintere Koppelvor- richtung auseinandergezogen ist, um Kurven leichter fahren zu können. Es ist für den Fachmann klar, daß bei der gezeigten Ausführungsform die Fe- der so bemessen werden muß, daß ein vollständiges Auseinanderziehen der Rohre sicher vermieden wird. Dieser Umstand kann auch durch einen Anschlag verhindert werden.

Die Fig. 4 zeigt eine Gleitbrettanordnung mit zwei Gleitbretthälften 1,2, wobei an jeder Schuhhalterung an der Vorderseite und an der Hinterseite eine Führungsstange befestigt ist, die sich in Längsrichtung der Gleitbrett- hälfte erstreckt. Eine Koppelvorrichtung verbindet die Stangen drehbar miteinander. An den Stangen sind weiterhin Druckfedern angeordnet, die sich mit dem einen Ende an der Schuhhalterung und mit dem anderen Ende an der Koppelvorrichtung abstützen. In der Fig. 4 ist die Wirkung von au- ßen auf die Koppelvorrichtung einwirkender Kräfte F gezeigt, die bewirken, daß die Koppelvorrichtung jeweils in Richtung der Schuhhalterung ver- schoben wird. Diese Darstellung wurde gewählt, um die Funktion dieser Gleitbrettanordnung zu verdeutlichen.

Charakteristisch für diese Gleitbrettanordnung ist der Umstand, daß die Auftrittebene der Schuhhalterungen unterhalb der Stangen liegt. Damit lie- gen die Auftrittfläche der Schuhhalterungen und die Schuhsohle tiefer als bei den bisher beschriebenen Ausführungsformen.

Die Fig. 5 zeigt eine Ausführungsform, bei der die Federn überwiegend un- ter der Schuhhalterung angeordnet sind. Diese Anordnung wird gewählt, wenn nur ein kleiner Verschiebeweg benötigt wird. Aus der Zeichnung wird ersichtlich, daß auf jeder Stange 5,6 zwei Federn angeordnet sind,

die sich gegen je einen äußeren Anschlag und einen gemeinsamen inneren Anschlag im Lagerblock abstützen.

Die Fig. 6a zeigt eine Ausführungsform eines Lagerblockes, bei dem eine horizontale Verschwenkung der Gleitbretthälften 1,2 bezüglich der Stan- gen in einem Schwenkwinkel a von insgesamt ca. 30 Grad möglich ist.

Dazu ist das Lager, wie in der Zeichnung ersichtlich, nach vorn und nach hinten erweitert. Diese Erweiterung ist jedoch nur in horizontaler Ebene vorgesehen, so daß eine vertikale Bewegung der Gleitbretter weitgehend verhindert wird. Mit diesem Gleitbrett ist es dem Fahrer möglich, die Gleit- bretthälften 1, 2 innerhalb eines vorgegebenen Bereiches ohne großen Kraftaufwand unabhängig voneinander zu bewegen, wie in den Fig. 6b und 6c gezeigt. Bei der vorliegenden Ausführungsform sind an dem Lager noch zusätzlich Stellschrauben vorgesehen, um den Schwenkwinkel a zu begrenzen.

Die Fig. 7 zeigt eine Gleitbrettanordnung mit zwei Gleitbretthälften 1,2, die mittels einer Verbindungskonstruktion bewegbar miteinander verbun- den sind. An der Rückseite der Schuhhalterung des vorderen Gleitbretts ist eine erste Stange befestigt und an der Vorderseite der Schuhhalterung des hinteren Gleitbretts ist eine zweite Stange befestigt. An den Endabschnit- ten der ersten und der zweiten Stange 5, 6 sind je ein erster und ein zwei- ter Querträger mittig und rechtwinklig zu den Stangen befestigt. An den Endabschnitten der Querträger sind an Drehpunkten Verbindungsstreben angeordnet, die die Querträger so miteinander verbinden, daß eine schwenkbare Parallelogramm-Konstruktion ausgebildet wird. Die Fig. 7a zeigt eine Stellung, in der die Gleitbretthälften 1,2 hintereinander liegen und die Parallelogramm-Konstruktion ein Rechteck bilden. Die Fig. 7b und 7c zeigen ein Ausschwenken des hinteren Gleitbrettes nach rechts und nach links, wobei die Funktion der Parallelogramm-Konstruktion aus den Zeichnungen deutlich wird und daher nicht näher erläutert werden muß.

Die Fig. 8 zeigt eine weitere Gleitbrettanordnung mit zwei Gleitbretthälften 1,2, die ebenfalls mittels einer Parallelogramm-Konstruktion verbunden sind. Der Aufbau dieser Parallelogramm-Konstruktion ähnelt der vorherge- hend beschriebenen. Auch die kinematischen Verhältnisse sind ähnlich, so daß der Fachmann bei der Betrachtung der Fig. 8a bis 8d die offenbarte technische Lehre entnehmen kann.

Sowohl bei der Ausführungsform nach den Fig. 7 als auch bei der Ausfüh- rungsform nach Fig. 8 können in den Gelenken Feder-Rückstellelemente vorgesehen werden, um die Gleitbretthälften 1,2 in eine vorbestimmte Po- sition zu drücken.

Die Fig. 9a, b zeigt eine weitere Gleitbrettanordnung mit zwei Gleitbrett- hälften 1,2, die ebenfalls mittels einer Verbindungskonstruktion verbun- den sind. An jeder Schuhhalterung ist ein Lager angeordnet. Je eine Stan- ge ist in bezug auf die Längserstreckung der Gleitbretthälften 1,2 in das Lager eingepaßt und verläuft unterhalb der Schuhhalterung, wobei die zwei Gleitbretthälften 1,2 bezüglich der Stange 5,6 drehbar sind. Eine Koppel- vorrichtung verbindet die Stangen drehbar miteinander, wobei jede Stange 5,6 so weit von der Oberfläche der jeweiligen Gleitbretthälfte beabstandet ist und die Koppelvorrichtung konstruktiv so ausgebildet ist, daß eine Berührung mit den Gleitbretthälften 1,2 infolge Durchbiegung oder Kippung während der Fahrt ausgeschlossen ist. Die Koppelvorrichtung weist in Ruheposition nachfolgende Merkmale auf : An jedem Stangenendabschnitt ist ein Endanschlag befestigt. Im Mittelab- schnitt jeder Stange 5,6 ist an der Vorderseite und an der Rückseite der Schuhhalterung ein Anschlag vorgesehen. Jeweils zwischen einem Endan- schlag und einem Anschlag an der Schuhhalterung sind zwei verschiebbare und drehbare Gleitbuchsen auf den Stangen angeordnet. Über die Stangen sind vier Druckfedern geschoben, wobei jede Druckfeder zwischen zwei Gleitbuchsen angeordnet ist. Jede Druckfeder drückt zwei Gleitbuchsen

gegen zwei entgegengesetzte Anschläge. Weiterhin ist in Blickrichtung die linke vordere Gleitbuchsen mittels eines ersten Vorderlenkers mit der rech- ten, am Mittelanschlag anliegenden Gleitbuchse über ein Drehgelenk dreh- bar verbunden. Demgemäß ist die rechte vordere Gleitbuchse ist mittels eines zweiten Vorderlenkers mit der linken, am Mittelanschlag anliegenden Gleitbuchse über ein Drehgelenk drehbar verbunden, so daß die Vorderen- ker ein Kreuz bilden. Analog dazu sind die hinteren Gleitbuchsen mit Hin- terlenken kreuzweise verbunden. Diese Merkmale sind vorzugsweise aus der Fig. 9a entnehmbar, die die Draufsicht zeigt. Die Fig. 9b zeigt die Sei- tenansicht, aus der insbesondere erkennbar ist, daß die Stangen und die Verbindungskonstruktion einen Abstand a von der Gleitbrett-Oberfläche aufweisen.

Es ist zu betonen, daß die Lenker an ihrem Kreuzungspunkt nicht mitein- ander verbunden sind. Diese Gleitbrettanordnung vermittelt ein spezifi- sches Fahrgefühl und hat ein gutes Kurvenverhalten.

Die Fig. 9c zeigt eine modifizierte Weiterbildung der Anordnung von Fig.

9a, b. Bei dieser Ausführungsform ist jeweils vor jeder vorderen Gleitbuch- se eine Feder angeordnet, so daß die Gleitbuchse eine vorbestimmbare Stellung einnimmt, die von der Kraft der Federn abhängt. Auch diese Gleitbrettanordnung vermittelt ein spezifisches Fahrgefühl und hat eben- falls ein gutes Kurvenverhalten.

Die Fig. 10 zeigt eine Gleitbrettanordnung, bei der die Gleitbretthälften 1, 2 unsymmetrisch ausgebildet sind. Bei dieser Gleitbrettanordnung ist ein Versatz der Gleitbretthälften 1,2 zueinander fest eingestellt. Diese Gleit- brettanordnung wird demnach wie ein Snowboard gefahren, wobei jedoch die Gleitbretthälften 1,2 um ihre Längsachse drehbar bleiben. Wie ersicht- lich, sind die Form der Gleitbretthälften 1,2, der Versatz und die Kanten- radien so gewählt, daß für eine Linkskurve der linke Kantenradius der lin- ken Gleitbretthälfte mit dem linken Kantenradius der rechten Gleitbretthälf-

te übereinstimmt, d. h., beide Kreisbögen weisen den gleichen Radius auf und sind parallel zueinander versetzt. Die analoge Ausführung gilt für eine Rechtskurve.

Zusammenfassend sei nochmals erwähnt, daß jede der beschriebenen Ausführungsformen Stangen und Koppelvorrichtungen aufweist, wobei je- de Stange so weit von der Oberfläche der jeweiligen Gleitbretthälfte beab- standet ist und die Koppelvorrichtung konstruktiv so ausgebildet ist, daß eine Berührung mit den Gleitbretthälften 1,2 infolge Durchbiegung oder Kippung während der Fahrt ausgeschlossen ist.