Patentansprüche
1. Handschuh, vorzugsweise Fahrradhandschuh oder Motorradhandschuh, mit Fingerteilen (Ia, Ib, Ic, Id, Ie) und Polsterungen (9, 10) der Innenseite des
Handschuhs, wobei ein Luftstrom von der Handschuhoberseite (15) über Kanalelemente (11) an die Innenhandfläche gelangen kann.
2. Handschuh nach Anspruch 1, wobei die Kanalelemente Leitungen (12) umfassen.
3. Handschuh nach Anspruch 2, wobei die Leitungen (12) Schläuche umfassen.
4. Handschuh nach Anspruch 3, wobei die Schläuche in einen oder mehrere Auslässe (13) an der Handschuhinnenseite münden.
5. Handschuh nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Kanalelemente (11) zwischen den Polsterungen (9, 10) angeordnet sind.
6. Handschuh nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei auf der Innenhand, vorzugsweise am Ende (Einschlupf) des Handschuhs öffnungen bzw. Auslassventile angebracht sind, durch welche die durch die Kanalelemente strömende Luft entweichen kann.
7. Handschuh nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Polsterungen (9, 10) nur partiell vorgesehen sind.
8. Handschuh nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Polsterung (9) im Bereich des Handtellers, vor dem Ansatz der Finger angeordnet ist.
9. Handschuh nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei die Polsterung (10) einen Bereich einer Polsterung im Bereich des Handtellers umfasst.
10. Handschuh nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei die Polsterungen (9, 10) ein Schaumstoff-, Gel-, Latex- oder Gummimaterial oder eine Mischung oder Kombination daraus umfassen.
11. Handschuh nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei die Polsterungen (9, 10) mit einem Futtermaterial überdeckt sind.
12. Handschuh nach Anspruch 11, wobei das Futtermaterial ein Funktionsmaterial umfasst.
13. Handschuh nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei die Außenluft über einen Einlass (14) zwischen den Fingerteilen (Ib, Ic, Id, Ie) an den Fingerknöcheln der Oberhand (15) in die Kanalelemente (11) gelangt.
14. Handschuh nach Anspruch 13, wobei der Einlass (14) nach außen die Form eines Trichters aufweist.
15. Handschuh nach Anspruch 13 oder 14, wobei der Einlass (14) die Form einer Düse aufweist.
16. Handschuh nach einem der Ansprüche 13 bis 15, wobei der Einlass (14) in die Außenseite des Handschuhs ein- oder aufgesetzt ist.
17. Handschuh nach Anspruch 16, wobei der Einlass (14) durch Naht oder nahtfreie Verbindung (bonding) ein- oder aufgesetzt wird oder einen bereits verbundenen Teil eines Handschuhteils umfasst.
18. Handschuh nach einem der Ansprüche 13 bis 17, wobei der Einlass (14) im Wesentlichen aus Kunststoff besteht.
19. Handschuh nach einem der Ansprüche 13 bis 18, wobei der Einlass (14) verschließbar ist oder eine Membran zum Verhindern des Eindringens von Feuchtigkeit in das Innere des Handschuhs aufweist.
20. Handschuh nach einem der Ansprüche 1 bis 19, wobei die Fingerteile (Ia, Ib, Ic, Id, Ie) Halbfinger sind.
21. Handschuh nach einem der Ansprüche 1 bis 20, wobei die Oberhand (15) im Wesentlichen ein luftdurchlässiges Material umfasst.
22. Handschuh nach Anspruch 21, wobei das luftdurchlässige Material Mesh-Material umfasst. |
Handschuh, insbesondere Fahrradhandschuh
Beschreibung
Die Erfindung betrifft einen Handschuh, insbesondere Sporthandschuh für Sommersportarten wie Fahrradfahren.
Solche vorbekannten Handschuhe, insbesondere für die Ausübung von Aktivsportarten wie beispielsweise Fahrradfahren oder Nordic Walking sind typischerweise mit Untermaterialien versehen, die rutschfest und griffig sind, und so das Risiko des Fallenlassens des Sportartikels oder sogar des Verlierens des Handschuhs verhindern, während der Sport ausgeübt wird. So weist das Innenteil des Handschuhs typischerweise eine Handschuh-außenseitige Materiallage auf, die eine besondere Griffigkeit vermittelt, damit das jeweilige Sportgerät sicher in der Hand verbleibt bzw. im Falle z.B. eines Fahrrad- oder Motorradlenkers sicher kontrolliert werden kann. Ferner umfassen solche Handschuhe häufig im Bereich der Handinnenfläche Materialien wie Frottee, Fleece und sind oftmals zusätzlich gepolstert, um sowohl während der Ausübung des Sports, beispielsweise beim Radfahren, eine gewisse Ergonomie bereitzustellen. Gerade im Bereich von Sportarten, die ein dauerhaftes Aufstützen bzw. Umfassen des Lenkers beinhalten, ist eine gewisse Polsterung beispielsweise zur Verhinderung eines Kapaltunnelsyndroms aber auch im Falle eines Sturzes vorteilhaft. Als Polstermaterialien werden oft Gel, Foam (geschäumte Materialien) oder Silikonbeschichtungen verwendet.
Die vorstehend beschriebenen zusätzlichen Materiallagen bzw. Polsterbereiche haben jedoch bei warmen Temperaturen, beispielsweise in den Sommermonaten den Nachteil einer schlechten Klimatisierung. So wird durch die Isolationswirkung einer oder mehrerer zusätzlicher Materialschichten und des verwendeten Materials der Temperaturausgleich zwischen einer im Inneren des Handschuhs befindlichen Hand des Benutzers und der Umgebung erschwert. Dies trifft im Falle von Fahrrad- und Motorradhandschuhen, insbesondere für den Innenhandbereich des Handtellers zu, mit der die Lenkerstange umschlossen wird, wodurch selbst bei der Verwendung von luftdurchlässigem Material für die Innenseite des Handschuhs oder sogar bei nackter Hand kaum Luft bzw. kein Luftzug und Fahrtwind an die Haut im Bereich des Handtellers gelangen kann. Demzufolge kann es lokal
an der Innenhandseite in diesem Bereich zu überhitzungen der Hand und damit verbundener Schweißbildung kommen, wobei nicht nur der Tragekomfort beeinträchtigt wird, sondern auch die Leistung des Sportlers herabgesetzt werden kann. Vor allem bei Sportarten wie Rad-, Motorrad- und Motorcrossfahren kann eine schweißnasse Innenhand, vor allem bei der Verwendung von Silikon als zusätzliche Materiallage, besonders rutschig werden, wodurch sich ein Gefahrenpotential bilden kann.
Aufgrund der Probleme im Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Handschuh der eingangs genannten Art zu schaffen, bei welchem eine effiziente Luftzirkulation im Handschuhinneren im Bereich des Handtellers ermöglicht, und somit die Schweißbildung an der Hand des Benutzers weitgehend vermieden bzw. durch die Zugluft weggetragen wird, was zu einer erheblichen Verbesserung des Tragekomforts und der Sicherheit führt.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe mit einer Weiterbildung des Handschuhs der eingangs genannten Art gelöst, der im Wesentlichen dadurch gekennzeichnet ist, dass die Materiallage der Innenseite des Handschuhs Kanalelemente bzw. Luftstromleitungen, wie Schläuche aufweist, die die Luft von der Handschuhoberseite, vorzugsweise durch Trichter im Bereich zwischen den Knöcheln der Fingeransätze an die Innenhandfläche im Bereich des Handtellers gelangen lassen.
Dementsprechend betrifft die vorliegende Erfindung einen Handschuh, vorzugsweise Fahrradhandschuh, mit Fingerteilen und einer Polsterung der Innenseite des Handschuhs, wobei ein Luftstrom von der Handschuhoberseite über Kanalelemente an die Innenhandfläche gelangen kann.
Die erfindungsgemäße Ausgestaltung ermöglicht auf überraschend einfache Weise einen effektiven Luftaustausch an der Innenhandseite, wirkt somit der Schweißbildung am Handteller vor und schafft dadurch eine merkliche Erhöhung des Tragekomforts. Ein besonderer Vorteil der erfindungsgemäßen Handschuhe ist dabei, dass erfindungsgemäß Polsterelemente zur Bildung bzw. Aufnahme der Kanalelemente genutzt werden, die gleichzeitig einen verbesserten Druckstellenschutz des Handbereichs erlauben, der dem
übergang von den Mittelhandknochen zu den Basisfingergliedern entspricht, wo oftmals Schwielen entstehen, im Folgenden als "Schwielen"-anfälliger Bereich bezeichnet.
Somit trägt der erfindungsgemäße Handschuh gleich mehreren Bedürfnissen von Sportlern, insbesondere Fahrradfahrern, Rechnung, da er zum einen die unangenehme Schweißbildung unterdrückt, die bei bestimmten Sportarten auch unter Sicherheitsaspekten unerwünscht ist, und ferner in den sensiblen Bereichen der Innenhand eine Polsterung zur Verfügung stellt, die punktuellen Druckbelastungen, beispielsweise beim Griff eines Lenkrads entgegenwirkt.
Damit wird insbesondere bei Freizeitsportlern, die aufgrund der störenden Schweißbildung Sporthandschuhe nicht anlegen, die Bereitschaft gesteigert, Sporthandschuhe zum Schütze ihrer Hände, sowie aufgrund vorstehend erwähnter genereller Sicherheitsaspekte zu tragen.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand einem in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiel näher erläutert.
Anhand der Zeichnungen werden Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine inverse Ansicht eines Handschuhs von der Seite des Handtellers, Fig. 2 eine Ansicht eines Handschuhs von der Handrückenseite.
Die Fig. 1 und 2 zeigen ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Handschuhs, bei dem in Fig. 1 die Innenseite nach außen gestülpt dargestellt ist. Der Handschuh ist im dargestellten Ausführungsbeispiel als Halbfinger-Fahrradhandschuh ausgebildet. Ein Handschuh H(R) für die rechte Hand, insbesondere ein Fahrrad- oder Sporthandschuh, mit Halbfingern Ia (für den Daumen) und Ib bis Ie (für die restlichen Finger) weist eine Anziehöffnung 2 mit einem oder ohne Verschluss, hier z.B. einem Klettverschluss 3, und im Handtellerbereich beispielsweise einen die Griffigkeit erhöhenden Belag 4 auf, der in der Figur 1 nicht dargestellt ist. Jeder Halbfinger Ib bis Ie kann aus einzelnen, über Nähte 5 verbundenen Zuschnittteilen 6, 7 gefertigt sein, beispielsweise um an den Innen- und Außenseiten der Finger und in den Fingerzwischenräumen unterschiedliche, den jeweiligen Anforderungen angepasste Materialien, Nahtverläufe oder Gewebe (Schichten) zu haben, die
zu einem guten Tragekomfort beitragen. Jeder Halbfinger Ib bis Ie hat einen angedeuteten Fingeransatz 8.
Im Bereich des angedeuteten Fingeransatzes rühren an der Handschuhinnenseite Kanalelemente 11 Luft an den Handteller, wobei die Außenluft über einen Einlass 14 in die Kanalelemente 11 gelangt, der sich in diesem Ausfuhrungsbeispiel zwischen den Fingerteilen Ib, Ic, Id, Ie an den Fingerknöcheln der Oberhand 15 befindet. In einem anderen, hier nicht dargestellten, Ausfuhrungsbeispiel können die Einlasse, ggf. in Form eines Schlitzes oberhalb der Verbindung zwischen Daumen und Zeigefinger, vorgesehen sein, beispielsweise im Falle einer Rennlenkerhaltung, um auch hier den Fahrtwind optimal einzufangen, da hier die Luft nicht über die Knöchel einströmt. Die Kanalelemente können durch die Polsterungen 9, 10 gebildet werden und/oder wie gestrichelt angedeutet, Leitungen 12 in Form von Schläuchen umfassen. Die Luftstromleitungen 12 sind vorzugsweise austauschbar, so dass beispielsweise im Falle von Verstopfungen die Leitungen leicht gereinigt oder ausgetauscht werden können. Wie in Fig. 1 und Fig. 2 gezeigt, wird die Luft über im Bereich der Wurzel der Halbfinger Ib bis Ie an der Handschuhoberseite angeordnete Lufteinlässe in die Kanalelemente bzw. Leitungen eingeführt. Die Lufteinlässe 14, beispielsweise in Form von Düsen, können beispielsweise in die Schichtein eingearbeitet werden, die zwischen den Fingern, d.h. von Zeigefinger Ib bis kleinem Finger Ie am Fingeransatz 8 an der Oberhand angeordnet sind. Die Lufteinlässe 14 weisen gegebenenfalls eine Membran auf, die das Eindringen von Feuchtigkeit und/oder Feststoffen, wie Staub oder Pollen in das Innere des Handschuhs verhindern. In einer weiteren, hier nicht dargestellten Ausführungsform sind die Lufteinlässe vorzugsweise verschließbar, um im Falle von beispielsweise Regen oder extrem kalter Luft den verbesserten Tragekomfort aufrechtzuerhalten.
Die Einlasse 14 bestehen vorzugsweise aus Kunststoff und sind in der Materiallage der Oberhand in dem betreffenden Bereich des Fingeransatzes zwischen den Fingern Ib bis Ie ein- oder aufgesetzt und beispielsweise durch eine Naht befestigt. Wenn die Lufteinlässe im Bereich zwischen den Fingerknöcheln und Ansatz der Finger Ib, Ic, Id, Ie angeordnet sind, stören diese die Funktionalität des Handschuhs am wenigstens und beeinträchtigen auch sowohl den Tragekomfort als auch die ästhetik des Handschuhs kaum. Im Gegenteil kann durch die Verwendung von formschönen Düsen eine insgesamt ästhetisch angenehme und
sportliche oder eine technische bzw. futuristische Erscheinungsform des Handschuhs bewirkt werden.
Auf der Handinnenseite 2 sind die Polsterungen 9, 10 aus herkömmlichen Polstermaterialien wie Schaumstoff, Gel, Latex, Gummi oder Mischungen oder Kombinationen daraus angeordnet, wobei der Teil der Polsterung 9 der den "Schwielen"-anfälligen Bereich der
Innenhand abpolstert, in einem Bereich 10 nach unten in den Handteller verlängert und bis zum Handgelenk angeordnet sein können, wie dies besonders in Fig. 1 zu sehen ist. Die
Polsterungen 9, 10 können an der Innenseite des Handschuhs angeordnet und gegebenenfalls durch ein Futter in der Größe des Polstermaterials oder durch ein vollständiges
Handschuhfutter abgedeckt sein.
Die Größe und Ausgestaltung der Polsterungen 9, die an den "Schwielen" -anfälligen Bereichen angeordnet sind bzw. 10, die sich über den Handteller erstrecken, sollten so ausgestaltet sein, dass sich zum einen die Polsterungen 9, 10 in jeder Griffposition zwischen der Hand des Trägers und dem Griff befinden, und zum anderen die Kanalelemente 11 bis zum Ende des Handtellers reichen. Bevorzugt erstrecken sich die Polsterungen 9, 10 und die Kanalelemente bis kurz vor Abschluss des Handschuhs am Handgelenk. Zur Vermeidung von evtl. Rückstau der Luft können in einer weiteren, hier nicht dargestellten, Ausführungsform Luftaustrittslöcher oder vorzugsweise ein sehr luftdurchlässiges Material vorgesehen sein.
In Figur 1 sind die Kanalelemente 11 als Leitungen in Form von Schläuchen 12 ausgebildet, die unterhalb der Polsterung des "Schwielen"-anfälligen Bereichs in einen Auslass 13 münden, aus dem die Luft direkt an die unterschiedlichen Regionen des Handtellers gelangen kann. Obwohl bevorzugt, ist die Verwendung solcher Leitungen nicht unbedingt notwendig. Stattdessen können auch die durch die Polsterungen 9, 10 gebildeten Kanalelemente zur direkten Heranführung der Luft an den Handteller genutzt werden. Jedoch gewährleistet die Verwendung von Schläuchen, dass die Zufuhr des Fahrtwindes auch bei fester Umfassung des Sportgeräts, beispielsweise des Lenkers, nicht evtl. durch „Abklemmen" des Luftstroms im schwielenanfälligen Bereich unterbrochen wird. Dabei versteht sich, dass die in Figur 1 offen dargestellten Kanalelemente beginnend am Lufteinlass teilweise geschlossen sein können oder auch vollständig von einer Materiallage umschlossen sind, die entweder perforiert oder selbst zumindest teilweise luftdurchlässig ist, so dass die in die Kanalelemente eingeleitete
Luft auf diese Weise möglichst gleichmäßig an den Handteller gelangen kann. Durch Verwendung von Funktionsmaterial könnte sogar evtl. der an der Innenhand im Bereich der Kanalelemente spürbare Fahrtwind die Verdunstungskälte des Schweißes maximieren.
In einer weiteren, hier nicht dargestellten, Ausführungsform umfasst die Struktur der Luftkanäle eine bevorzugt verästelte Luftkanalführung im Bereich der Handinnenfläche. Es versteht sich, dass im Falle einer verästelten Luftkanalführung, welche eine noch gleichmäßigere Ventilation der Handinnenfläche ermöglicht, entsprechend festes Polstermaterial verwendet wird, um ein „Zusammendrücken" des verästelten Netzwerks und damit einhergehend das Abklemmen der Luftzufuhr zu vermeiden.
In einer weiteren Ausführungsform ist der Bereich zwischen dem schwielenanfälligen Bereich der Hand bis in etwa zum oberen Bereich des Handballens, was dem Ort der Druckbelastung bei festem Umfassen des Lenkers entspricht, mit der verästelten Luftkanalführung und entsprechend hartem Polstermaterial ausgestattet, wohingegen der Bereich vom oberen Handballen bis hin zum Handgelenk (Einschlupf des Handschuhs) dreidimensionales Mesh - Material umfasst, wobei die Polsterungen (10) und die Kanalelemente (11) in das dreidimensionale Mesh-Material münden. Vorzugsweise umfasst diese Ausführungsform eine weitere abriebfeste, bzw. rutschfeste Materiallage. Diese umfasst in einem Ausführungsbeispiel ein luftundurchlässiges Material, so dass für die über die Filter entströmende Luft eine klare Strömung in Richtung des Handgelenks vorgesehen ist und die Luft erst nach vollständigem Durchströmen der Innenhand austritt. Selbstverständlich können auch Kombinationen der vorstehend beschriebenen Ausführungsformen, beispielsweise ein offenes Kanalelement abgehend zwischen den Fingerteilen Ib und Ic und zwei Leitungen abgehend vom Lufteinlass an den Fingerteilen Ic, Id, Ie und andere Kombinationen erfindungsgemäß verwendet werden.
Grundsätzlich ist es auch möglich, den erfindungsgemäßen Handschuh als Fäustling auszugestalten und den Lufteinlass an den entsprechenden Stellen auf der Oberhand anzuordnen. Jedoch sind erfindungsgemäß Sporthandschuhe mit Fingerteilen bevorzugte Ausführungsformen. In anderen Ausführungsformen kann der Sporthandschuh natürlich auch Halbfinger umfassen.
Das Innen- und Oberhandteil des Handschuhs bestehen aus für die eingangs genannten Handschuhe üblichem Material, beispielsweise textilem Material. Im Falle eines Sommersporthandschuhs, beispielsweise eines Sommerradhandschuhs, besteht das Oberhandteil aus Gewirke, Lycra, Micromesh oder Macromesh. Im Falle eines Motorrad- oder Motocrosshandschuhs beispielsweise besteht das Oberhandteil aus Gewebe- oder Ledermaterial, wie etwa Veloursleder oder Kunstleder. Da Veloursleder oder Kunstleder, aber auch andere Gewebematerialien, die nicht aus Leder sind, eine hohe Geschmeidigkeit aufweisen, wird das Abknicken der Finger im Bereich zwischen Handteller und Fingerabschnitt erleichtert, wenn die Bereiche des übergangs zwischen dem Handtellerbereich und den jeweiligen Fingerbereichen des Innenhandteils aus einem solchen Material oder Kombinationen daraus bestehen. Ferner kann in einer Ausführungsform, beispielsweise bei einem Motorrad- oder Motocrosshandschuh, die Luft auch auf die Oberhand geleitet werden. In einer erfindungsgemäß zweckmäßigen Ausführungsform für Fahrradhandschuhe besteht die Materiallage der Handschuhoberseite aus besonders luftdurchlässigem "Mesh"-Material. Allerdings können auch andere textile Materialien verwendet werden, sowie auch Leder, Lederimitat oder Kunstleder.
Aus den vorstehenden Ausführungen ist ersichtlich, dass der erfindungsgemäße Handschuh in einer Vielzahl von Sportarten Verwendung finden kann, beispielsweise als Fahrradhandschuh, Motorradhandschuh, Motocrosshandschuh, Skilanglaufhandschuh, Snowmobilinghandschuh, Skiabfahrtshandschuh, Golfhandschuh, Tennishandschuh, Torwarthandschuh,
Fitnesshandschuh oder ein Handschuh für Nordic Walking, Badminton, Baseball, Bogenschießen, Gewichtheben oder Sportschützen. Aber auch für warme Frühjahrstage kann ein erfindungsgemäßer Handschuh verwendet werden.
Bezugszeichenliste
Ia) Halbfingerteil für Daumen
Ib) Halbfingerteil für Zeigefinger
Ic) Halbfingerteil für Mittelfinger
Id) Halbfingerteil für Ringfinger
Ie) Halbfingerteil für kleinen Finger
2) Anziehöffnung (Einschlupf)
3) Klettverschluss
4) Belag
5) Nähte
6) Zuschnittteil
7) Zuschnittteil
8) Fingeransatz
9) Polsterung
10) Polsterung
H) Kanalelemente
12) Luftstromleitung
13) Auslass
14) Einlass
15) Oberhand
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