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Patent Searching and Data


Title:
GRATE FOR THE INCINERATION OF SOLID MATERIAL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2013/029680
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a grate (100) for the incineration of solid material, having at least one grate row (10), which comprises a plurality of grate elements (2) arranged in a row one beside the other, where each grate element comprises at least one tube or fluid channel (30) through which cooling fluid can flow and having corresponding channel-opening regions (3), each arranged laterally on the grate element, and wherein the channel-opening regions (3) are oriented coaxially in relation to one another for coupling by means of coupling elements (1), such that the cooling channels are connected to one another in a fluid-tight manner.

Inventors:
SCHENKEL ERNST (CH)
Application Number:
EP2011/065081
Publication Date:
March 07, 2013
Filing Date:
September 01, 2011
Export Citation:
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Assignee:
SCHENKEL ERNST (CH)
International Classes:
F23H3/02; F16L19/02; F16L19/025; F16L19/04; F16L23/20
Foreign References:
US1170317A1916-02-01
DE29823148U11999-02-25
DE102006024632A12006-12-28
EP1617143A22006-01-18
DE2158217A11973-05-24
US20050134043A12005-06-23
US5060988A1991-10-29
EP1760400A22007-03-07
EP0663565A21995-07-19
EP1219898A12002-07-03
EP1315936A12003-06-04
Attorney, Agent or Firm:
BRAUN, André et al. (CH)
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Claims:
Patentansprüche

1. Rost zur Feststoffverbrennung, mit mindestens einer

Rostreihe (10) mit mehreren nebeneinander angeordneten Rostelementen (2), wobei jedes Rostelement mindestens einen von kühlendem Fluid durchstömbaren Fluidkanal (30) mit entsprechenden Kanalmündungsbereichen (3) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Kanalmündungsbereiche (3) nebeneinander

angeordneter Rostelemente (2) zueinander im Wesentlichen koaxial sind.

2. Verbrennungsrost gemäss Anspruch 1, dadurch

gekennzeichnet, dass zum gegenseitigen Koppeln koaxialer

Kanalmündungsbereiche (3) Kopplungselemente (1) vorhanden sind .

3. Verbrennungsrost gemäss Anspruch 1 oder 2, dadurch

gekennzeichnet, dass die Kanalmündungsbereiche (3) einen kreisrunden oder polygonalen Innenquerschnitt aufweist.

4. Verbrennungsrost gemäss Anspruch 2 oder 3, dadurch

gekennzeichnet, dass das Kopplungselement (1) als von Fluid durchströmbare Kopplungshülse mit mindestens einem

Führungsteil (11) und mindestens einem Zentrierteil (12) zum Koppeln der Kanalmündungsbereiche von angereihten Rostelementen ausgebildet ist. 5. Verbrennungsrost gemäss Anspruch 4, dadurch

gekennzeichnet, dass der mindestens eine Führungsteil (11) des Kopplungselements (1) zum Erleichtern der Montage und zum Abdichten eine angeschrägte, vorzugsweise konische Aussenflache aufweist.

Verbrennungsrost gemäss einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens ein

Zentrierteil (12) des Kopplungselements (1) eine

angeschrägte, vorzugsweise konische Aussenfläche

aufweist .

Verbrennungsrost gemäss einem der vorgenannten Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass Führungsteil (11) und Zentrierteil (12) einen im Wesentlichen gleich grossen Aussenumfang oder einen unterschiedlichen, zueinander abgesetzten Aussenumfang aufweisen.

Verbrennungsrost gemäss einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kopplungselement (1) einen kreisrunden oder polygonalen Innenquerschnitt aufweist .

Verbrennungsrost gemäss einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Kopplungselement (1) und Rostelement (1) in montiertem Zustand mindestens eine aus temperaturbeständigem Material gebildete

Dichtung (8) vorhanden ist.

Verbrennungsrost gemäss Anspruch 10, dadurch

gekennzeichnet, dass die Dichtung (8) in einer zur

Führung der Dichtung ausgebildeten Ausnehmung (7) eines entsprechenden Rostelements (2) angeordnet ist.

Verbrennungsrost gemäss einem der vorgenannten Ansprüche , dadurch gekennzeichnet, dass jedes Rostelement (2) längs, quer, und/oder mäanderförmig ausgebildete Kühlkanäle (30) oder einen als Kühlrohr ausgebildeten Kühlkanal (30) aufweist .

Verbrennungsrost gemäss Anspruch 12, dadurch

gekennzeichnet, dass ein als Kühlrohr ausgebildeter

Kühlkanal (30) eines Rostelements (2) lösbar oder

unlösbar, bspw. eingelegt oder eingegossen, mit dem

Rostelement verbunden ist.

Verbrennungsrost gemäss einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Zufluss und/oder Abfluss von kühlendem Fluid einer Rostreihe (10) des Rosts (100) mit mindestens einem Rostelement (2) der Reihe (10) verbunden ist.

Kopplungselement zur fluid- und druckdichten Kopplung vo Kühlkanälen oder Kühlleitungen benachbarter und

miteinander verbundener Rostelemente eines

Verbrennungsrosts , dadurch gekennzeichnet, dass das

Kopplungselement als eine von Fluid durchströmbare Hülse 1 mit mindestens einem Führungsteil (11) und mindestens einem Zentrierteil (12) zum Koppeln der

Kanalmündungsbereiche von angereihten Rostelementen ausgebildet ist.

Kopplungselement nach Anspruch 14, dadurch

gekennzeichnet, dass der mindestens eine Führungsteil (11) des Kopplungselements (1) zum Erleichtern der

Montage und zum Abdichten eine angeschrägte, vorzugsweise konische Aussenfläche aufweist. Kopplungselement nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens ein Zentrierteil (12) des Kopplungselements (1) eine angeschrägte, vorzugsweise konische Aussenflache aufweist.

Kopplungselement nach Anspruch 14, dadurch

gekennzeichnet, dass Führungsteil (11) und Zentrierteil (12) einen im Wesentlichen gleich grossen Aussenumfang oder einen unterschiedlichen, zueinander abgesetzten Aussenumfang aufweisen.

Kopplungselement nach Anspruch 14, dadurch

gekennzeichnet, dass die Hülse einen kreisrunden oder polygonalen Innenquerschnitt aufweist.

Description:
Rost zur Feststo Verbrennung

Die Erfindung betrifft einen aus mehreren fluidgekühlten

Rostelementen bestehenden Rost zur Feststoffverbrennung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, sowie ein fluid- und

druckdichtes Koppelungselement zur Kopplung der Kühlsysteme von Rostelementen gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 14.

Grosse Verbrennungsanlagen, wie sie beispielsweise zur thermischen Energieerzeugung oder zur Müllverbrennung

eingesetzt werden, besitzen zur Aufnahme und Verbrennung der zu verwertenden Feststoffe wassergekühlte Verbrennungsroste, auf denen das Verbrennungsgut durch den Brennraum bewegt wird. Ein Verbrennungsrost weist mindestens eine Rostreihe mit mehreren fluidgekühlten Rostelementen auf, welche

nebeneinander angeordnet und miteinander mechanisch verbunden sind. Kühlendes Fluid wird durch eine Leitung oder einen Kanal des Rostelements hindurchgeführt. Die Kanäle der Rostelemente sind üblicherweise in Serie miteinander gekoppelt.

Rostelemente werden auch als Roststäbe oder Rostplatten bezeichnet. Ein Rost kann mehrere Rostreihen umfassen, welche meist ziegelartig, mindestens stellenweise übereinander liegend angeordnet sind. Die Wärmeausdehnung einer Rostreihe wird durch an den Enden der Rostreihen angeordnete Dehnkästen aufgenommen. In den Stäben befinden sich Öffnungen für die Zufuhr der Verbrennungsluft. Die nebeneinander liegenden

Rostelemente sind zu Reihen zusammengefasst und jede zweite derartige Rostelementenreihe ist im Hinblick auf den Vorschub des Verbrennungsgutes - d.h. die periodische Ausführung von Schürhüben - beweglich gelagert und mit einem oszillierenden Antrieb verbunden. Da diese Rostelemente zum Grossteil in

Grossverbrennungsanlagen mit ständig wechselnder

Zusammensetzung des Verbrennungsgutes, z.B. in

Müllverbrennungsanlagen, eingesetzt werden, sind die

Anforderungen an deren Betriebsverhalten sehr hoch. Bedenkt man beispielsweise, dass diese Verbrennungsanlagen laufend mit Feststoffen beschickt werden, die sich durch ihr spezifisches Gewicht, ihren Brennwert, ihre Luftdurchlässigkeit, den

Feuchtigkeitsgehalt etc. unterscheiden, so lässt sich leicht einsehen, dass derartige Roste oft sehr hohen Temperaturen ausgesetzt sind und einen ungewöhnlichen technischen Aufwand erfordern, wenn sie die erwünschten Standzeiten bei optimalem Verbrennungsprozess erreichen sollen. Durch die beim

Verbrennungsvorgang freiwerdende Hitze sind die Rostelemente ständig sowohl der chemischen Korrosion, als auch dem

mechanischen Verschleiss ausgesetzt und müssen zwecks

Erzielung einer akzeptablen Lebensdauer ständig mit einem Fluid gekühlt werden. Wobei die Kühlung innerhalb der

Rostreihen vom Fluid-Eintritt von Rostelement zu Rostelement bis Fluid-Austritt gelangt.

Im Hinblick auf die wirksame Kühlung der hoch

beanspruchten Rostelemente sind bereits zahlreiche

Lösungsvorschläge vorgelegt worden, von welchen nachstehend einige besprochen werden, die im vorliegenden Zusammenhang von besonderem Interesse sind.

Die Dokumente EP 1760400 sowie EP 0663565 zeigen ein Rostelement aus Stahlguss, welches Bestandteil eines

wassergekühlten Rostes innerhalb einer Anlage zur thermischen Behandlung von Abfällen ist. Das vom Kühlwasser durchströmte Rostelement weist zwei oder mehrere praktisch parallel verlaufende Kühlkanäle aus Stahlguss auf. Die Ein- und Austrittsöffnungen sind bevorzugt unmittelbar am fussseitigen Ende des Kühlkanals, unten aus dem Rostelement austretend, angeordnet. Die Kühlkanäle der Rostelemente werden miteinander mittels an den Rostelementen eingeschweissten Verschraubungen und Rohrstücke, bspw. sogenannte Krümmer, verbunden. Jede Rostreihe weist eine HauptZulaufleitung und eine

Hauptablaufleitung zum Zu- bzw. Abführen des Kühlfluids auf.

Das Dokument EP 1219898 AI zeigt einen Rostblock, der Bestandteil eines Rostes innerhalb einer Anlage zur

thermischen Behandlung von Abfall ist. Die vom Kühlwasser durchströmte Rohrleitung ist hierbei zwischen dem als Gussteil erstellten Rostblock und einem gesonderten Halteteil

angeordnet .

Der Ein- und Auslauf des Kühlfluids erfolgt über

Rohrsysteme die im Bereich des Rostelementträgers nach hinten angeordnet sind. Die Versorgung erfolgt ab einem gemeinsamen Verteilsystem und die Verbindung erfolgt über Rohrleitungen mit Verschraubungen oder Schweissungen .

Das Dokument EP 1315936 AI beschreibt ein mit Flüssigkeit gekühltes Rostelement mit eingegossenen Kühlschlangen. Das flüssige Kühlmittel wird jedem Rostelement von unten im

Bereich einer zum Tragen der Rostelemente vorgesehenen

Konstruktion, auch Rostelementträger genannt, zu- und

abgeführt. Der Anschluss ans Kühlsystem erfolgt über

verschraubte Rohrleitungen. Die Verbindung zu den benachbarten Rostelementen erfolgt über verschraubte rohrförmige

Zwischenstücke, sogenannte Krümmer.

Es ist auch bekannt, die Rostelemente mit

Schlauchverbindungen zu versehen, um diese miteinander zu verbinden. Nachteilig ist, dass die Schlauchverbindungen durch die vorherrschenden hohen Temperaturen sowie durch Material, wie heisse Metallteile, welche beim Verbrennungsrost

hinunterfallen, beschädigt werden können.

Einer der Nachteile des Stands der Technik besteht auch darin, dass in Anbetracht der Verwendung unterschiedlicher Werkstoffe für die Anschlussverbindung an ein aus Stahlguss bestehendes Rostelement mit Verschraubungen aus Edelstahl hohe Anforderungen an die Schweissverbindung und deren Überprüfung gestellt werden. So besteht die Gefahr von

Spannungsüberbeanspruchungen und Rissbildungen im Bereich der verbundenen Stahlteile. Ein anderer Nachteil des Stands der Technik besteht darin, dass die Einschweissung der Anschlussverbindung in das Rostelement oder Verbindungsrohr von Hand erfolgt und schwer zugänglich ist. Ein weiterer Nachteil des Stands der Technik besteht darin, dass die Verbindung zum benachbarten Rostelement über Rohrzwischenstücke mit Verschraubungen erfolgt. Durch die konstante Schürbewegung des Verbrennungsrostes sind die

Verbindungen zum benachbarten Rostelement erhörter Leckage ausgesetzt.

Ein Nachteil des Stands der Technik besteht darin, dass die bei der Verwendung separat erstellter und dann mit dem Gussblock verbundener Rohrleitungen nur sehr kleine

Rohrquerschnitte in den Anschlussstellen realisierbar sind, was zu hohen Druckverlusten und geringen Kühlwassermengen führt. Druckverluste werden auch zusätzlich durch die erforderlichen Verschraubungen und Rohrkrümmer unvorteilhaft vergrössert .

Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Verbindung von Rostelementen zur Feststoffverbrennung

vorzuschlagen, welche die Nachteile des Stands der Technik nicht aufweist. Insbesondere soll eine Verbindung von

Fluidkanälen vorgeschlagen werden, die sich durch eine

unkomplizierte, ökonomische Herstellung auszeichnet.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss durch die

kennzeichnenden Merkmale der Ansprüche 1 und 14 gelöst.

Einer der Vorteile der Erfindung besteht darin, dass mittels der direkten Kopplung der Fluidkanäle von benachbarten Rostelementen einer Rostreihe eines Rosts ein geringer

Druckabfall des Kühlfluids gewährleistet ist. Zudem können grosse Kühlwassermengen durch die Rostelemente gefördert werden, da die Rostelemente gegeneinander zentriert und durch entsprechende Befestigungsmittel fixiert sind, wodurch die üblicherweise durch die Schürbewegung des Verbrennungsrostes hervorgerufenen Leckagen verhindert werden.

Die Kopplung der Fluidkanäle von Rostelementen wird nachfolgend auch als Fluid-Verbindung bezeichnet.

Ein anderer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass der gegenüber den bekannten Fluid-Verbindungen extrem grosse

Kühlwasserdurchflussquerschnitt höhere Durchflussmengen bei geringerem Druckverlust ermöglicht. Dies führt zu einer besseren Kühlung der Rostelemente. Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass bei entsprechender Ausführung der Kühlanschlüsse die

Fluidverbindung für wassergekühlte Rostelemente aus Guss mit gegossenen Kühlkanälen und Rostelemente mit eingelegten oder eingegossenen Kühlelementen einsetzbar ist.

Ein anderer Vorteil der Erfindung besteht auch darin, dass durch die gewählte Ausführungsart der Fluid-Verbindung sämtliche Schweissungen an schlecht zugänglichen Stellen mit schwierigen Schweissnahtvorbereitungen und der Gefahr von Spannungs- und Rissbildungen entfallen.

Ein Vorteil der Erfindung besteht auch darin, dass die Ausführung der Rostelemente für die Aufnahme der Fluid- Verbindung im Zusammenhang mit der Herstellung der gegossenen Rostelemente oder mit mechanischer Nachbearbeitung erfolgt.

Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass die Materialqualität der im Kraftnebenanschluss eingebauten Dichtungen auch die Notlaufeigenschaften bei einem Ausfall der Rostkühlung erfüllen.

Ein Vorteil der Erfindung besteht darin, dass die Fluid- Verbindung aus nicht rostendem Werkstoff besteht und deshalb unempfindlich gegen chemische Korrosionen und mechanischen Verschleiss ist.

Das erfindungsgemässe Kopplungselement gewährleistet eine lösbare, druckdichte und selbstzentrierende Fluidverbindung zwischen benachbarten Rostelementen bei grossem

Kühlwasserdurchfluss und geringem Druckverlust. Die Erfindung wird im Folgenden anhand des m den Figuren dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert.

Fig. 1 zeigt eine perspektivische Darstellung einer Aus führungs form eines Rostelements mit seitlich angeordnetem Kanalmündungsbereich eines Fluidkanals ;

Fig. 2 zeigt eine geschnittene Detailansicht einer

Verbindung zweier seitlich aneinander angeordneter

Rostelemente mit einem Kopplungselement in montiertem

Zustand .

Fig. 3 zeigt eine aufgebrochene Darstellung einer

Rostreihe mit Kopplungselementen in einer geschnittenen

Ansicht von unten, bei der die Verbindung der gekoppelten Fluidkanäle zweier Rostelemente der Rostreihe sowie die

Kühlkanalführung sichtbar ist;

Fig. 4 zeigt zwei nebeneinander angeordnete Rostelemente in einer Ansicht von unten und fluidmässig miteinander

verkoppelt und verschraubt.

Fig. 5 zeigt zwei nebeneinander angeordnete Rostelemente in einer Ansicht von oben und fluidmässig miteinander

verkoppelt und verschraubt.

Das in Fig. 1 perspektivisch dargestellte Rostelement 2 besitzt an beiden Längsseiten der zum Aufnehmen der zu

verbrennendem Feststoffe dienenden Schubfläche senkrecht nach unten ragende Seitenwände, in denen sich die Mündungsbereiche 3 der im Inneren der Rostelemente verlaufenden Kühlkanäle und Verbindungsöffnungen 4 zur Aufnahme von Verbindungsmitteln, etwa Schraubenverbindungen, befinden. Neben dem Rostelement ist ein Kopplungselement 1 gezeigt, welches m den

Mündungsbereich 3 des gezeigten Rostelements 2 und einen entsprechenden Mündungsbereich eines seitlich daran

anschliessenden Rostelements passt.

Je nach Ausführungsart der Rostelementkühlung mit gegossenen Kühlkanälen oder eingelegten oder eingegossenen Kühlschlangen richtet sich die Lage der Aufnahme der Fluid- Verbindung auf die volle Länge der Rostelementseite. Dasselbe gilt auch für die Lage der Schraubverbindungen. Bereits bei der Herstellung der aus Stahlguss bestehenden Rostelemente, werden die Öffnungen mitberücksichtigt. Je nach Giessverfahren ist eine mechanische Nachbearbeitung der Rostelemente

erforderlich .

In der Schnittdarstellung der Fig. 2 ist eine Form des Kopplungselements und seine Lage in den Mündungsbereichen der Kühlkanäle benachbarter Rostelemente 2 gezeigt. Das im

Folgenden detailliert beschriebene Kopplungselement 1 ist mittels einer eine Dichtung 8 gegenüber den Rostelementen 2 abgedichtet. Das Kopplungselement 1 weist einen Zentrierteil 12, sowie in beiden axialen Richtungen anschliessende

Führungsteile 11 auf.

Das in Figur 2 dargestellte Kopplungselement 1 kann für den Ein- und Auslass als Verbindungselement von Fluid

eingesetzt werden und ist in der Richtung der Strömung

unabhängig einsetzbar.

Die in Figur 2 dargestellte Aus führungs form zeigt einen Kühlwasserdurchflussquerschnitt 5 und eine Wandstärke 6, welche in der Dimension und Ausführungsart nicht eingeschränkt sind. Die dargestellte Aus führungs form ist auch nicht auf die Ausführung und Formgebung der Führungs-, Zentrier- und Dichtungsteile eingeschränkt.

Das Kopplungselement 1 koppelt den jeweiligen Fluid- oder Kühlkanal seitlich benachbarter Rostelemente. Die Länge des Kopplungselements 1 ist so ausgebildet, dass dessen freie Enden mindestens teilweise die Seitenwand eines Rostelements 2 durchdringen .

Das Kopplungselement 1 weist vorzugsweise einen

kreisrunden Innenquerschnitt auf. Die Formgebung des

Kopplungselements 1 kann in jedoch auch in polygonaler Form ausgeführt werden. Die Wahl der Stärke der Wandung 6 des

Kopplungselement 1 richtet sich nach dem jeweiligen

Verwendungszweck und den herrschenden Betriebsbedingungen.

Die Führungsteile 11 weisen einen gegenüber dem

Zentrierteil 12 kleineren Durchmesser auf und dienen zur

Führung und Positionierung beim Zusammenbau der Rostelemente 2 und enden im Bereich der im Inneren der Rostelemente

verlaufenden Kühlkanäle oder Rohrsysteme. Die Führungsteile 11 sind kegelförmig ausgebildet mit einer Konizität, die einem im jeweiligen Mündungsbereich 3 der Rostelemente ausgebildeten Innenkonus entspricht.

Das Zentrierteil 12 des Kopplungselements 1 dient zur Stabilisierung und Zentrierung der Rostelemente 2 zueinander. Das Zentrierteil ist ebenfalls in beiden Richtungen

kegelförmig ausgebildet, wobei die Konizität derjenigen der Führungsteile, so dass ein Einschieben des Kopplungselements 1 in die Mündungsbereiche 3 ohne Mühe erfolgen kann. Die Kegel bzw. Kegelabschnitte von Führungsteil 11 und Zentrierteil 12 werden vorzugsweise mit denselben Toleranzen angefertigt . Zwischen Führungsteil 11 und Zentrierteil 12 ist ein

Absatz in Form einer Stufe vorhanden. Der Absatz zwischen Führungsteil 11 und Zentrierteil 12 im Winkel von 90° zur Mittelachse oder zu einem zu definierenden Winkel des

Kopplungselements 1 dient als Grundfläche für die Aufnahme einer temperaturbeständigen ring- oder polygonförmigen

Dichtung 8.

Der Raum oder Platz für die Aufnahme der Dichtung 8 wird vorzugsweise am Rostelement 2 im Mündungsbereich als Sitz oder Ausnehmung angeformt, so dass eine ring- oder polygonförmige Dichtungskammer vorhanden ist.

Das Kopplungselement 1 wird in montiertem Zustand gegen die verformbare Dichtung 8 gedrückt, welche sich beim

Zusammenbau der Rostelemente 2 verpresst und sich der

Dichtungskammer anpasst. Die Dichtung 8 dichtet das

Rostelement 2 gegenüber dem Kopplungselement 1 ab. Durch das passgenaue Bearbeiten der kegelförmigen Aussenform des

Führungsteils 11 und deren geringen Toleranz zum Rostelement wirken keine Schubkräfte auf die Dichtung.

Das Volumen der Dichtung 8 wird um einen bestimmten Faktor grösser gewählt, als das zur Verfügung stehende

Raumvolumen, so dass die Dichtung 8 optimal verpresst wird.

Figur 3 illustriert eine aufgebrochene Darstellung einer Rostreihe 10 des Rosts 100 in einer geschnittenen Ansicht von unten, bei der die Verbindung der gekoppelten Fluidkanäle zweier Rostelemente 2 der Rostreihe 10 sowie die

Kühlkanalführung sichtbar ist. Im Betrieb, dass heisst in der normalen Einbaulage ist das in Figur 3 dargestellte gekühlte Rostelement 2 somit um 180° gewendet vorzustellen. In dieser normalen Betriebslage zeigt die Figur 5 gekühlte Rostelemente miteinander verbunden, Ansicht von oben.

Figur 4 illustriert die gekühlten Rostelemente 2 von unten im zusammengebauten Zustand, wobei zur starren

Verbindung zweier Rostelemente 2 Durchgangsöffnungen oder -bohrungen 4 zur Aufnahme von Schrauben bzw. zur Realisierung von Schraubverbindungen vorhanden sind. Mittels der

Schraubverbindungen werden die Rostelemente auf Block

zusammengeschraubt und auf Lösbarkeit abgesichert. Über die gleichen Schraubverbindungen wird die Kopplung der Fluidkanäle mittels Kopplungselement 1 zwischen zwei benachbarten

Rostelementen 2 gewährleistet. Durch Festziehen der

Schraubverbindungen wird das Kopplungselement 1 in die

entsprechenden Kanalmündungsbereiche eingedrückt und dichtend positioniert .

Zwischen zwei nebeneinander angeordneten Rostelementen 2 entsteht ein sogenannter Durchfallspalt, welcher vorzugsweise durch die mechanische Nachbearbeitung klein gehalten wird, damit Feststoff oder brennende Partikel sowie Asche nicht durch den Spalt hindurch fallen. Bezugszeichenlegende

100 Rost

30 Kühlkanal

10 Rostreihe

1 Kopplungselernent

11 Führungsteil

12 Zentrierteil

2 Rostelement

3 Kanalmündungsbereich

4 Befestigungsteil

5 Kühlwasserdurchflussquerschnitt

6 Wandstärke

8 Dichtung