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Title:
GRAVE LANTERN
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2014/096243
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a grave lantern comprising a light source which is operated using a liquid fuel and the wick (1) of which opens into a fuel supply store (28) at one end and into a combustion chamber (25) at the other end. A main tank (12) is provided for the fuel, said tank being connected to the fuel supply store (28), and the liquid level of the fuel in the fuel supply store (28) lies below the liquid level of the fuel in the main tank (12). The fuel supply store (28) is paired with a level regulating valve (8) for the fuel flowing into the fuel supply store (28). According to the invention, the wick (1) is designed as a common wick, and a flame restricting sleeve (3) is provided, the height of which can be adjusted relative to the wick (1) and which releases an adjustable combustion surface of the wick (1). The grave lantern according to the invention has an adjustable burn time and light intensity which can be reproduced in a reliable manner. The burn time can be adjusted at precise time intervals by fixing the combustion surface, said burn time being readable on burn-time scales (5) based on the setting.

Inventors:
FREUND, Norbert (Sickingerstrasse 52, Schörfling, A-4861, AT)
Application Number:
EP2013/077470
Publication Date:
June 26, 2014
Filing Date:
December 19, 2013
Export Citation:
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Assignee:
FREUND, Norbert (Sickingerstrasse 52, Schörfling, A-4861, AT)
International Classes:
F21V37/00; F23D3/06; F23D3/08; F23D3/20; F23D3/32; F23D3/36
Domestic Patent References:
WO2005062712A2
Foreign References:
CH222897A
DE203125C
FR620537A
EP1484551A1
DE202004002069U1
DE9011047U1
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Claims:
Patentansprüche :

1. Grableuchte mit einer, mit flüssigem Brennstoff betriebenen Lichtquelle, deren Docht (1) einerends in einen BrennstoffbereitStellungsspeicher (28) und andernends in einen Brennraum (25) mündet, wobei ein Haupttank (12) für den Brennstoff vorgesehen ist, der mit dem BrennstoffbereitStellungsspeicher (28) verbunden ist, und das Flüssigkeitsniveau des Brennstoffes im BrennstoffbereitStellungsspeicher (28) unterhalb des Flüssigkeitsniveaus des Brennstoffes im Haupttank (12) liegt, und dem BrennstoffbereitStellungsspeicher (28) ein Niveauregelungsventil (8) für den, in den BrennstoffbereitStellungsspeicher (28) einströmenden Brennstoff zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Docht (1) als Stabdocht ausgeführt ist und eine, in ihrer Höhe relativ zum Docht (1) verstellbare Flammendrosselungshülse (3) vorgesehen ist, die eine verstellbare Verbrennungsoberfläche des Dochtes (1) freigibt .

2. Grableuchte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Niveauregelungsventil (8) durch eine Einströmöffnung in den BrennstoffbereitStellungsspeicher (28) gebildet wird, wobei der Haupttank (12) gasdicht abgeschlossen ist, und der BrennstoffbereitStellungsspeicher (28) über eine Luftzufuhr (6) mit dem Brennraum (25) verbunden ist.

3. Grableuchte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Flammendrosselungshülse (3) in einem Gewinde höhenverstellbar gehalten ist, und ein mit der Flammendrosselungshülse (3) koaxial verbundenes Einstellrad (10) mit einer Brenndauerskala (5) vorgesehen ist, auf der für unterschiedliche Drehstellungen die jeweilige Brenndauer ablesbar ist.

4. Grableuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Haupttank (12) in seinen unteren Bereichen einen, vom Haupttank (12) abgetrennten Zyklustank (11) aufweist, der mit dem Haupttank (12) über ein Zyklustankverbindungsventil (18) verbunden ist, und mit dem BrennstoffbereitStellungsspeicher (28) über die Einströmöffnung (8) verbunden ist.

5. Grableuchte nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Zyklustankverbindungsventil (18) als Federmembrane ausgeführt ist, die an der, dem Brennraum (25) zugewandten Innenfläche des Haupttanks (12) angeordnet ist .

6. Grableuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Haupttank (12) den Brennraum (25) zumindest teilweise umschließt, und in den Brennraum (25) eine Leuchtenröhre (13) eingesetzt ist.

7. Grableuchte nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtenröhre (13) zur Bildung eines Hinterlüftungsspalts (16) zur Innenfläche des Haupttanks (12) zumindest abschnittsweise beabstandet ist, und der Hinterlüftungsspalt (16) in den Brennraum (25) mündet.

8. Grableuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Brennraum (25) im Bereich des Brennraumbodens einen in den Brennraum (25) einmündenden Frischluftzufuhrkanal (21) aufweist.

9. Grableuchte nach Anspruch 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Frischluftzufuhrkanal (21) auch in den Hinterlüftungsspalt (16) ausmündet.

10. Grableuchte nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Federmembrane durch eine konvexe Ventilschließungswölbung an der Leuchtenröhre (13) betätigbar ist.

11. Grableuchte nach einem der Ansprüche 3 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Einstellrad (10) einen Zahnkranz (9) aufweist, sowie Fixierungskeile (22) vorgesehen sind, die beim Einschieben der Leuchtenröhre (13) in eine vorgegebene Zahnstellung des Zahnkranzes (9) eingreifen und das Einstellrad (10) fixieren.

12. Grableuchte nach einem der Ansprüche 4 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass am Haupttank (12) und am Zyklustank (11) Befüllungsanzeigen (41) angeordnet sind.

13. Grableuchte nach einem der Ansprüche 6 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass an der Leuchtenröhre (13) eine Betriebsmodenanzeige (40) zur Anzeige des Vollzeitbetriebes und des Teilzeitbetriebes angeordnet ist .

14. Grableuchte nach einem der Ansprüche 3 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Flammendrosselungshülse (3) auf einem Drosselungshülsenhalter (2) angeordnet ist, wobei die Flammendrosselungshülse (3) und der Drosselungshülsenhalter (2) zur Gewährleistung ihrer relativen Positionierung eine gemeinsame Kalibrierfixierungsdruckstelle (4) aufweisen.

15. Grableuchte nach einem der Ansprüche 8 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtenröhre (13) Einrastelemente (17) aufweist, und die Innenfläche des Haupttanks (12) eine kleinere Leuchtröhrenfixierwölbung (29) und eine größere Leuchtröhrenausschubwölbung (30) aufweist, die mit den Einrastelementen (17) einen Einrastmechanismus bilden.

Description:
Grableuchte

Die Erfindung betrifft eine Grableuchte mit einer, mit flüssigem Brennstoff betriebenen Lichtquelle, deren Docht einerends in einen BrennstoffbereitStellungsspeicher und andernends in einen Brennraum mündet, gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.

Um bei Grableuchten eine möglichst lange Brenndauer zu erhalten, werden bisher meist Kerzen mit größerem Volumen und hierbei insbesondere verlängerte Wachskerzen verwendet, da bei dickeren Kerzen größere Flammen erforderlich sind, um das Wachs im äußeren Kerzenbereich vollständig zum Schmelzen und Abbrennen zu bringen. Vergrößerte Flammen erfordern allerdings einen höheren Brennstoffverbrauch, wodurch letztlich aber wieder ein Teil der gewonnenen verlängerten Betriebszeit verloren geht, und sind somit nur wenig zielführend. Da üblicherweise auf den meisten Gräbern keine all zu hohen Grablaternen zur Aufnahme verlängerter Kerzen zur Verfügung stehen, in welchen die Kerzen wettergeschützt unter sicheren Betriebsbedingungen abbrennen können, müssen üblicherweise kürzere Brenndauern in Kauf genommen werden.

Abgesehen von der generell kürzeren Brenndauer von Wachskerzen zeigt sich bei herkömmlichen Grableuchten des Weiteren der Nachteil, dass die Brenndauer in ihrer Länge unberechenbar ist. Jene Menge an Wachs, die tatsächlich zur Verbrennung gelangt, hängt stark von den Umgebungsbedingungen ab, insbesondere der Temperatur, und kann bei extremen Umgebungsbedingungen stark verringert sein, etwa aufgrund eines unschmelzbaren Kerzenrandes bei sehr tiefen Temperaturen. In diesen Fällen wird die Brenndauer reduziert. Oftmals besteht jedoch der Wunsch, das Andenken einer verstorbenen Person durch das permanente Licht einer Grableuchte angemessen zu wahren, wobei dem Besuch des Grabes und dem neuerlichen Entzünden eines Grablichtes praktische Grenzen gesetzt sind. Daher besteht der Bedarf nach Grableuchten mit einer allgemein längeren Brenndauer, die auch zuverlässig erreicht wird. Das Ziel der Erfindung besteht somit in einer Grableuchte, die einerseits über eine längere Brenndauer verfügt als herkömmliche Grableuchten, und diese längere Brenndauer unter Berücksichtigung der örtlichen Umgebungsbedingungen bei gänzlich aufgebrauchtem Brennstoffvorrat auch möglichst zuverlässig erreicht. Diese vorbestimmte Brenndauer soll erfindungsgemäß auch individuell nach persönlichem Wunsch nicht nur verstellbar, sondern auch einstellbar sein, wodurch sich auch eine unterschiedliche Leuchtkraft ergibt. Des Weiteren soll die Grableuchte auch bedienungsfreundlich und sicher in ihrer Handhabung sein.

Diese Ziele werden durch die Merkmale von Anspruch 1 erreicht. Anspruch 1 bezieht sich auf eine Grableuchte mit einer, mit flüssigem Brennstoff betriebenen Lichtquelle, deren Docht einerends in einen BrennstoffbereitStellungsspeicher und andernends in einen Brennraum mündet, wobei ein Haupttank für den Brennstoff vorgesehen ist, der mit dem

BrennstoffbereitStellungsspeicher verbunden ist, und das Flüssigkeitsniveau des Brennstoffes im

BrennstoffbereitStellungsspeicher unterhalb des

Flüssigkeitsniveaus des Brennstoffes im Haupttank liegt, und dem BrennstoffbereitStellungsspeicher ein

Niveauregelungsventil für den, in den

BrennstoffbereitStellungsspeicher einströmenden Brennstoff zugeordnet ist. Erfindungsgemäß ist hierbei vorgesehen, dass der Docht als Stabdocht ausgeführt ist und eine, in ihrer Höhe relativ zum Docht verstellbare Flammendrosselungshülse vorgesehen ist, die eine verstellbare Verbrennungsoberfläche des Dochtes freigibt.

Somit ist ein flüssiger Brennstoff vorgesehen, der im Schwankungsbereich der Umgebungstemperatur in der Regel keine Änderung des Aggregat zustandes vollzieht. Die Menge des verfügbaren Brennstoffes ist somit unabhängig von den Umgebungsbedingungen. Andererseits ist auch sicher zu stellen, dass pro Zeiteinheit stets dieselbe Brennstoffmenge zur Verbrennung gelangt, was dadurch erreicht wird, indem zusätzlich zum Haupttank ein BrennstoffbereitStellungsspeicher vorgesehen ist, wobei das Flüssigkeitsniveau des Brennstoffes im BrennstoffbereitStellungsspeicher unterhalb des

Flüssigkeitsniveaus des Brennstoffes im Haupttank liegt, und der BrennstoffbereitStellungsspeicher ein

Niveauregelungsventil für den, in den

BrennstoffbereitStellungsspeicher einströmenden Brennstoff aufweist. Innerhalb des Dochtes wird der Brennstoff mittels Kapillarwirkung zum Brennraum gefördert. Sofern der Docht innerhalb des BrennstoffbereitStellungsspeichers in den Brennstoff eintaucht, hängt die Menge des, andernends im Brennraum bereitgestellten Brennstoffes lediglich vom Brennstoffniveau im BrennstoffbereitStellungsspeicher ab, der konstant gehalten wird, auch wenn die Brennstoffmenge im Haupttank während der Betriebszeit abnimmt.

Die Brenndauer hängt jedoch auch von der freien Verbrennungsoberfläche des Dochtes ab. Sofern die Verbrennungsoberfläche konstant gehalten wird, kann eine konstante Brenndauer sichergestellt werden. Um die Brenndauer verändern zu können, ist erfindungsgemäß eine, in ihrer Höhe relativ zum Docht verstellbare Flammendrosselungshülse vorgesehen sein, die eine verstellbare Verbrennungsoberfläche des Dochtes freigibt. Bei größerer Verbrennungsoberfläche wird eine höhere Leuchtkraft, aber eine geringere Brenndauer erzielt. Bei einer Reduzierung der Verbrennungsoberfläche sinkt die Flammenhöhe, sodass die Leuchtkraft abnimmt und die Brenndauer zunimmt. Durch die Festlegung der

Verbrennungsoberfläche ist somit die Brenndauer definierbar, insbesondere aber auch zeitlich präzise einstellbar, sodass auch Brenndauerskalen und dergleichen verwendbar werden, mit denen konkrete Brenndauern eingestellt und abgelesen werden können .

Der Docht ist ferner erfindungsgemäß als Stabdocht ausgeführt. Der Stabdocht ist zur präzisen Flammensteuerung und somit exaktem Brennstoffverbrauch als Festkörperstabdocht aus einem abnützungsfreien und flüssigkeitsdurchlässigen Werkstoff wie etwa Ton, Keramik oder speziellen Kunststoffen, oder als Festkörperstabrohrdocht mit einem Faserkern und fester, flüssigkeitsdurchlässiger Ummantelung aus einem abnützungsfreien Werkstoff wie etwa Ton, Keramik oder speziellen Kunststoffen für gleichbleibende Eigenschaften der Verbrennungsoberfläche gefertigt. Auf diese Weise bleiben Größenabmessungen und Qualitätseigenschaften der

Verbrennungsoberfläche des Dochtes während der gesamten Betriebsdauer der Leuchte im Wesentlichen unverändert, sodass die Betriebsdauer bei vorgegebener Brennstoffmenge auch bei Erlöschen der Flamme durch Brennstoffmangel im nachfolgend beschriebenen Zyklusbetrieb berechenbar und einstellbar bleibt. Insbesondere aufgrund des im Folgenden noch detaillierter beschriebenen Zyklusbetriebes kann durch Begrenzen der Brennstoffmenge in einem eigenen Zyklustank und dem automatischen Befüllen des Zyklustanks beim Anzünden des Dochtes eine preiswerte Mehrfachverwendung einer einzigen Grableuchte ermöglicht werden.

Die vorzugsweise metallische Flammendrosselungshülse drosselt nicht nur die Flamme und bestimmt so die Betriebslänge der Leuchte, sondern ist über die gesamte Betriebszeit knapp unterhalb der Flamme positioniert und garantiert somit selbst bei höchsten Umgebungstemperaturen eine immer unverändert zentrale Dochtposition in der Achsenmitte des Brennraumes. Damit wird eine Betriebssicherheit erreicht, die von herkömmlichen Grableuchten durch mögliches Neigen des Verbrennungsdochtes in aufgeweichtem Wachs nicht gewährleistet werden kann.

Aufgrund der vorgeschlagenen Merkmale ist nicht nur eine maximale Brenndauer zuverlässig reproduzierbar, sondern auch benutzerdefiniert einstellbar, indem die

Flammendrosselungshülse in ihrer Höhe relativ zum Docht verstellt wird. Um diesen Vorteil optimal zu nutzen ist vorgesehen, dass die Flammendrosselungshülse in einem Gewinde höhenverstellbar gehalten ist, und ein mit der Flammendrosselungshülse koaxial verbundenes Einstellrad mit einer Brenndauerskala vorgesehen ist, auf der für unterschiedliche Drehstellungen die jeweilige Brenndauer ablesbar ist. Unterschiedliche Drehstellungen des Einstellrades entsprechen nämlich unterschiedlichen Höhen der Flammendrosselungshülse, und somit unterschiedlichen

Brenndauern .

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform wird das Niveauregelungsventil einfach durch eine Einströmöffnung gebildet, wobei der Haupttank gasdicht abgeschlossen ist, und der BrennstoffbereitStellungsspeicher über eine Luftzufuhr mit dem Brennraum verbunden ist. Da der Haupttank gasdicht abgeschlossen ist, kann unter natürlicher Schwerkraftwirkung nur dann Brennstoff in den BrennstoffbereitStellungsspeicher zur gleichmäßigen Bereitstellung von Brennstoff nachfließen, wenn die Füllstandshöhe des Brennstoffes im

BrennstoffbereitStellungsspeicher die Einströmöffnung freigibt, sodass Luft vom Brennraum in den Haupttank gelangen kann. Auf diese Weise wird eine besonders einfache Ausführung des Niveauregelungsventils verwirklicht.

Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass der Haupttank in seinen unteren Bereichen einen, vom Haupttank abgetrennten Zyklustank aufweist, der mit dem Haupttank über ein

Zyklustankverbindungsventil verbunden ist, und mit dem BrennstoffbereitStellungsspeicher über das

Niveauregelungsventil verbunden ist. Wie noch näher ausgeführt werden wird, ermöglicht der Zyklustank einen Intervallbetrieb der erfindungsgemäßen Grableuchte, bei dem mehrere LeuchtIntervalle mit jeweils limitierter Brenndauer vorgebbar sind. Bei für Transport und Lagerung geschlossenem Niveauregelungsventil und außer im Intervallbetrieb stets geöffnetem Zyklusverbindungsventil kann außerdem der, durch Temperaturunterschiede variierende Brennstoffdruck über eine Gasüberdruckblase ausgeglichen werden, wie noch näher ausgeführt werden wird. Bei Inbetriebnahme der Grableuchte wird das Niveauregelungsventil vor dem Anzünden geöffnet, sodass Brennstoff aus dem Zyklustank und bei offenem Zyklustankverbindungsventil aus dem Haupttank nachströmend in den BrennstoffbereitStellungsspeicher einströmen und sich der Docht mit Brennstoff voll saugen kann. Da der Haupttank unter Umständen umgebungsbedingt unter einem Überdruck stehen kann, ist es beim erstmaligen Öffnen des Niveauregelungsventils mitunter notwendig, die Grableuchte auf den Kopf zu stellen, sodass die Luft zunächst entweichen und es zu keiner BrennstoffÜberflutung des BrennstoffbereitStellungsspeichers kommen kann. Beim Zurückdrehen der Grableuchte in ihre Betriebsposition kann dann anschließend der Brennstoff unter Einwirkung der Schwerkraft frei nach Bedarf in den BrennstoffbereitStellungsspeicher einfließen und dieser seine Brennstoffbereitstellungsaufgäbe für eine immerwährend gleichbleibende DochtSättigung erfüllen.

Hinsichtlich des Zyklustankverbindungsventils wird vorgeschlagen, dass es als Federmembrane ausgeführt ist, die an der, dem Brennraum zugewandten Innenfläche des Haupttanks angeordnet ist. Das Zyklustankverbindungsventil ist somit vom Brennraum aus betätigbar, insbesondere durch mechanischen Kontakt mit anderen Komponenten, etwa in Folge eines Einschiebens von Komponenten in den Brennraum, wie noch näher ausgeführt werden wird.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist ferner vorgesehen, dass der Haupttank den Brennraum zumindest teilweise umschließt, und in den Brennraum eine Leuchtenröhre eingesetzt ist. Diese Konfiguration ermöglicht einerseits eine besonders kompakte Bauform, und schützt andererseits den Brennraum vor Witterungseinflüssen. Die Leuchtenröhre kann für ein attraktives Leuchtbild entsprechend gestaltet werden, und schützt außerdem den umgebenden Haupttank vor Wärmeeinwirkung.

Hinsichtlich der Leuchtenröhre wird dabei vorgeschlagen, dass die Leuchtenröhre zur Bildung eines Hinterlüftungsspalts zur Innenfläche des Haupttanks zumindest abschnittsweise beabstandet ist, und der Hinterlüftungsspalt in den Brennraum mündet. Dabei ist es vorteilhaft, wenn der Brennraum im Bereich des Brennraumbodens einen in den Brennraum einmündenden Frischluftzufuhrkanal aufweist, und der Frischluftzufuhrkanal auch in den Hinterlüftungsspalt ausmündet. Die so erzielten Strömungsverhältnisse begünstigen den Verbrennungsvorgang innerhalb des Brennraumes und stabilisieren die Flamme, da heiße, sauerstoffarme Verbrennungsluft innerhalb der Leuchtenröhre hochströmen kann, und kühle, Sauerstoffreichere Frischluft über den Frischluftzufuhrkanal in den Brennraum und den

Hinterlüftungsspalt nachströmen kann. Des Weiteren wird über die Wärmekonvektion Wärme abgeführt und bei entsprechender Ausführung des Hinterlüftungsspalts auch Wärmeleitung zum Haupttank reduziert. Beides reduziert die Wärmeeinwirkung auf den Haupttank. Da auch der BrennstoffbereitStellungsspeicher über die Luftzufuhr mit dem Brennraum verbunden ist, wird auch der BrennstoffbereitStellungsspeicher mit Frischluft versorgt. Falls der Frischluftzufuhrkanal nach außen abfallend und um den gesamten Umfangsbereich der Leuchtenröhre angeordnet ist, kann dieser auch eindringendes Regenwasser aufnehmen und nach außen abfließen lassen. Damit kann ein Überfluten des Brennraumes und ein Eindringen des Wassers in den BrennstoffbereitStellungsspeicher vermieden werden.

Die einschiebbare Leuchtenröhre kann auch so ausgeführt werden, dass es das als Federmembrane ausgeführte Zyklustankverbindungsventil zwischen Haupttank und Zyklustank betätigt. Hierfür wird vorgeschlagen, dass die Federmembrane durch eine konvexe Ventilschließungswölbung an der Leuchtenröhre betätigbar ist. Die Ventilschließungswölbung ist dabei an der Leuchtenröhre so ausgeführt, dass sie im eingesetzten Zustand der Leuchtenröhre in Anlage mit der Federmembrane gelangt und letztere betätigt, wodurch das Zyklustankverbindungsventil zwischen Haupttank und Zyklustank geschlossen wird. Bei Entfernen der Leuchtenröhre wird die Federmembrane wieder entlastet und das

Zyklustankverbindungsventil geöffnet. Ein solcher

Öffnungszustand kann auch erreicht werden, indem die Ventilschließungswölbung nur einseitig an der Leuchtenröhre ausgeführt ist, und die Leuchtenröhre um 180° verdreht eingesetzt wird. Diese Ausführung ermöglicht auch ohne Verstellbarkeit der Verbrennungsoberfläche des Dochtes unterschiedliche Betriebszustände mit jeweils unterschiedlichen Brenndauern. So kann etwa der Wechsel vom, beispielsweise fabrikseingestellten Vollzeitbetrieb zum gewünschten Teilzeitbetrieb einfach durch komplettes Herausziehen und wieder umgekehrtes Einschieben der Leuchtenröhre in den Brennraumschacht erfolgen. Der Start jedes einzelnen LeuchtIntervalls im Teilzeitbetrieb gestaltet sich dabei ebenfalls einfach. Um den Zugang zum Docht freizumachen, muss bei jedem Anzünden die Leuchtenröhre hochgeschoben werden. Dabei wird gleichzeitig das Zyklustankverbindungsventil zwischen Haupttank und Zyklustank geöffnet, sodass so lange Brennstoff durch

Schwerkrafteinwirkung in den Zyklustank einfließen kann, als Tankluft vom Zyklustank in den Haupttank hochsteigen kann. Hat der Docht die Flamme vom Zündholz übernommen, wird die Leuchtenröhre wieder vollkommen in den Brennraumschacht eingeschoben, und damit das Zyklustankverbindungsventil zwischen Haupttank und Zyklustank wieder geschlossen. Die Grableuchte brennt nun so lange, bis der Brennstoff im Zyklustank aufgebraucht ist, und kann dann durch neuerliches Hochheben der Leuchtenröhre wieder aufgefüllt und der Docht von neuem wieder entzündet werden.

Ferner wird vorgeschlagen, dass das Einstellrad einen Zahnkranz aufweist, sowie Fixierungskeile vorgesehen sind, die beim Einschieben der Leuchtenröhre in eine vorgegebene Zahnstellung des Zahnkranzes eingreifen und das Einstellrad fixieren. Auf diese Weise können unerwünschte Drehbewegungen des Einstellrades während des Betriebes, sowie während des Transportes oder der Lagerung der Grableuchte vermieden werden .

Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass der Zyklustank einen, in Richtung des BrennstoffbereitStellungsspeichers abgeschrägten Boden aufweist. Diese Maßnahme stellt einerseits sicher, dass jegliche Restmenge an Brennstoff der Verbrennung im BrennstoffbereitStellungsspeicher zugeführt wird, andererseits wird aber auch eine Überprüfung eines horizontalen Standes der Grableuchte und eine Entlüftung des Haupttanks ermöglicht. Vor der erstmaligen Inbetriebnahme kann nämlich die Grableuchte im umgestürzten Zustand auf die vorgesehene Lagerungsebene aufgestellt werden, wobei sich allfällige Gasüberdruckblasen aufgrund des abgeschrägten Bodens des nun oben befindlichen Zyklustanks in den zentralen Bereichen der Grableuchte sammeln, und über den BrennstoffbereitStellungsspeicher und dessen Luftzufuhr in den Brennraum entweichen können. Das funktioniert allerdings nur bei horizontaler Positionierung der Grableuchte, sodass auf diese Weise auch die horizontale Positionierung überprüft und gegebenenfalls korrigiert werden kann. Bei korrekter, horizontaler Positionierung der Grableuchte kann eine Schräglage der Flammenachse zur Leuchtenröhrenachse unterbunden werden, sodass eine übermäßige Erwärmung der Leuchtenröhre vermieden werden kann.

Zur Erleichterung des sicheren Betriebes der Grableuchte wird ferner vorgeschlagen, dass am Haupttank und am Zyklustank Befüllungsanzeigeskalen angeordnet sind. Eine, an der Leuchtenröhre angeordnete Betriebsmodenanzeige ermöglicht des Weiteren ein bequemes Ablesen des Vollzeitbetriebes und des Teilzeitbetriebes .

Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass der Haupttank einen, in Richtung des Zyklustankverbindungsventils abgeschrägten Boden aufweist, um jegliche Restmenge an Brennstoff zu nützen.

Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die Leuchtenröhre zumindest teilweise mit einer Strahlungsreflektierenden Beschichtung versehen ist, um ein optisch ansprechenderes Leuchtbild zu erzeugen und die Helligkeit der Grableuchte zu erhöhen .

Um eine Koinzidenz einer eingestellten Brenndauer mit der tatsächlich vergangenen Zeit sicherzustellen, muss die Positionierung der Flammendrosselungshülse fabriksmäßig genau eingestellt werden. Daher wird vorgeschlagen, dass die Flammendrosselungshülse auf einem Drosselungshülsenhalter angeordnet ist, wobei die Flammendrosselungshülse und der Drosselungshülsenhalter zur Gewährleistung ihrer relativen Positionierung eine gemeinsame Kalibrierfixierungsdruckstelle aufweisen . Um das Ein- und Ausschieben der Leuchtenröhre zu erleichtern wird ferner vorgeschlagen, dass die Leuchtenröhre Einrastelemente aufweist, und die Innenfläche des Haupttanks eine kleinere Leuchtröhrenfixierwölbung und eine größere Leuchtröhrenausschubwölbung aufweist, die mit den

Einrastelementen einen Einrastmechanismus bilden.

Eine sicherere Funktionsfähigkeit der erfindungsgemäßen Grableuchte wird erreicht, wenn zur stabilen Druckausübung der Ventilschließungswölbung auf das Zyklustankverbindungsventil eine Ventilschließungsandruckkante im Bereich des

Zyklustankverbindungsventils vorgesehen ist, die die Ventilschließungswölbung bei einem axialen Bewegungsweg der Leuchtenröhre radial in Richtung des

Zyklustankverbindungsventils bewegt .

Da Produkte an Verkaufsstellen mitunter unerlaubter Weise ausprobiert und dabei Beschädigungen verursacht werden, wird ferner vorgeschlagen, dass eine Brennraumversiegelungsfolie vorgesehen ist, die die Leuchtröhreneinschuböffnung des Haupttanks bedeckt. Falls mit dem Leuchtröhrenmechanismus hantiert wurde, kann eine solche Manipulation anhand der beschädigten Brennraumversiegelungsfolie leicht festgestellt werden .

Des Weiteren kann der Hinterlüftungsspalt mit einem Dichtring abgedeckt sein, wobei Kühlluftdurchströmöffnungen in der Leuchtenröhre vorgesehen sind. Der Dichtring verhindert das Eindringen von Regenwasser. Wie bereits erwähnt wurde, ist für die Verwendung der Grableuchte außerhalb schützender Laternen oder dergleichen eine spezielle Abdeckung vorgesehen, bei der nach dem Herausnehmen aus dem Brennraum ein Dichtring von der Griffmulde in eine Fixierungskerbe aufgeschoben werden muss, womit aber der Warmluftaustritt aus dem Hinterlüftungsspalt abgedeckt wird. Die Warmluft wird daher über die Kühlluftdurchströmöffnungen in das Innere umgeleitet, sodass der Hinterlüftungsspalt vor eindringendem Regenwasser geschützt ist. Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass die Leuchtenröhre mit Griffrillen versehen ist. Die Griffrillen, mit denen die Leuchtenröhre versehen ist, erleichtern einerseits das Herausziehen der Leuchtenröhre aus dem Brennraum, und haben andererseits aber auch die Aufgabe, die eingestellten Tageswerte abzudecken und somit für fremde Beobachter uneinsehbar zu machen.

Eine besonders hochwertige Ausführung sieht vor, dass ein Helligkeitssensor und ein Solarmodul vorgesehen sind, sowie ein durch eine Steuerungseinheit angesteuertes Motorzahnrad, das mit dem Zahnkranz am Einstellrad in Eingriff bringbar ist. Auf diese Weise kann die Helligkeit der Grableuchte automatisch auf das vorhandene Umgebungslicht abgestimmt werden, etwa mithilfe einer Steuerungseinheit, die beispielsweise Tag- und Nachtzeiten mithilfe der Helligkeitssensoren feststellt und die LeuchtIntensität über ein entsprechendes Steuerprogramm einstellt. Nach einmaliger Anschaffung einer solchen Leuchtenröhre kann sie aufgrund des Solarmoduls immer wieder verwendet werden. Inbesondere können auch stundengenaue Betriebszyklen nach Vorgabe durch die Steuerelektronik der Steuerungseinheit eingehalten werden, eventuell auch ohne einen separaten Zyklustank vorzusehen.

Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass der Docht als spitzer Stabdocht ausgeführt ist, und mehrere Dochthalterohre unterschiedlicher Länge vorgesehen sind, die von einer Verschlussfolie abgedeckt sind. Der Docht kann etwa einem Dochtbereitstellungsrohr entnommen und in eines der Dochthalterohre eingeschoben werden. Nach Durstoßen der Verschlussfolie dringt der Docht in den

BrennstoffbereitStellungsspeicher ein, wobei aufgrund der unterschiedlichen Länge der Dochthalterohre eine unterschiedliche Verbrennungsfläche des Dochtes freigeben wird und somit eine unterschiedliche Brenndauer erzeugt wird. Diese Ausführungsform bietet somit weniger Einstellmöglichkeiten für die Betriebslänge, ist aber einfacher ausgeführt. Es kann aber auch ein Dochthalterohr für den Docht vorgesehen sein, in das ein Docht unterschiedlicher Länge einführbar ist. Die unterschiedliche Länge kann etwa auch durch einfaches Abbrechen des Stabdochtes an vorgegebenen Unterteilungen erreicht werden. In einer ähnlichen Ausführung kann ein Dochthalterohr für den Docht vorgesehen sein, bei dem die Dochtverbrennungsoberfläche durch eine aufgeschraubte Flammendrosselungshülse veränderbar ist.

Für die zuletzt genanten Ausführungsformen wird vorgeschlagen, dass der Docht in seinem spitzen Endbereich eine Verdrillung aufweist. Die Verdrillung dient dazu, nach dem Durchstoßen der Verschlussfolie die Luftzufuhr in den

BrennstoffbereitStellungsspeicher sicher zu stellen.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand von

Ausführungsbeispielen mithilfe der beiliegenden Zeichnungen erläutert. Es zeigen hierbei die

Fig. 1 eine Frontansicht mit teilweise eingeschobener Leuchtenröhre,

Fig. 2 eine Seitenansicht mit geschlossenem

Niveauregelungsventil in den BrennstoffbereitStellungsspeicher und geöffnetem Zyklustankverbindungsventil bei einer ersten Stellung der Flammendrosselungshülse,

Fig. 3 eine Seitenansicht mit geöffnetem Niveauregelungsventil in den BrennstoffbereitStellungsspeicher und geschlossenem Zyklustankverbindungsventil bei einer zweiten Stellung der Flammendrosselungshülse und im Vergleich zu Fig. 2 umgedrehten Leuchtenröhre,

Fig. 4 eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Grableuchte in Explosionsdarstellung,

Fig. 5 eine vergrößerte Darstellung des

BrennstoffbereitStellungsspeichers und der Niveauregelung des Brennstoffes bei geöffneter Einströmöffnung,

Fig. 6 eine Draufsicht des Einstellrades mit Brenndauerskala und Einrastmechanismus für die Leuchtenröhre, sowie die, in den Zahnkranz des Einstellrades eingreifenden Fixierungskeile, Fig. 7a den oberen Abschnitt der Fig. 7b für den Teilzeitbetrieb,

Fig. 7b die Rückseite der erfindungsgemäßen Grableuchte für den Vollzeitbetrieb mit den vorzugsweise vorgeschlagenen Befüllungsanzeigen für den Haupttank und den Zyklustank, sowie einer, an der Leuchtenröhre angeordneten Betriebsmodenanzeige, Fig. 8 die erfindungsgemäße Grableuchte in auslaufsicherer Transportläge und Lagerungsposition, und die

Fig. 9a eine Darstellung der Rückseite der Leuchtenröhre bei Einschub in den Brennraum für Vollzeitbetrieb,

Fig. 9b eine seitliche Darstellung der Leuchtenröhre bei Einschub in den Brennraum für Vollzeitbetrieb gemäß Fig. 9a, Fig. 9c eine Darstellung der Rückseite der Leuchtenröhre bei Einschub in den Brennraum für Teilzeitbetrieb,

Fig. 9d eine seitliche Darstellung der Leuchtenröhre bei Einschub in den Brennraum für Teilzeitbetrieb gemäß Fig. 9c, Fig. 10 eine Darstellung der Flammendrosselungshülse mit dem Einstellrad zur Auswahl der Brenndauer,

Fig. 11 die Grableuchte mit einer Abdeckung und einem Dichtring bei Verwendung außerhalb schützender Laternen,

Fig. 12 für eine Ausführung gemäß Fig. 11 eine Ansicht der Leuchtenröhre mit aufgesetzter Abdeckung und der Positionierung des Dichtringes für den Hinterlüftungsspalt, Fig. 13 eine Seitenansicht der Grableuchte gemäß einer weiteren Ausführungsform mit einer vereinfachten

Flammenregulierung, bei der der Stabdocht eine Verschlussfolie durchstößt und unterschiedlich lange Flammendrosselungshülsen auf Dochthalterohre aufgesetzt sind,

Fig. 14a eine Draufsicht auf die vier unterschiedlich hohen Flammendrosselungshülsen,

Fig. 14b eine Schnittansicht des Dochthalterohrmagazins mit Entsorgungsabdichtkappe und Druckverschluss ,

Fig. 14c eine Detailansicht eines Dochthalterohres mit Dochthalteblöcken zur Sicherstellung von Luft zufuhrkanälen, Fig. 14d eine Ansicht der Verdrillung im Endbereich des Stabdochtes ,

Fig. 15 eine Frontansicht einer weiteren Ausführungsform als programmierbare Grableuchte mit Getriebemotor, Motorzahnrad, Steuerungseinheit und Solarmodul, und die Fig. 16 eine Draufsicht auf den Zahnradantrieb für eine Ausführungsform gemäß der Fig. 15.

Zunächst wird auf die Fig. 1 bis 4 Bezug genommen. Eine erfindungsgemäße Grableuchte umfasst einen Haupttank 12 mit durchscheinenden Wandungen, der eine mit flüssigem Brennstoff betriebene Lichtquelle teilweise umgibt, deren Docht 1 einerends in einem BrennstoffbereitStellungsspeicher 28 (siehe Fig. 3 und 5) und andernends in einen Brennraum 25 mündet. Zudem umfasst der Haupttank 12 einen, in den BrennstoffbereitStellungsspeicher 28 ausmündenden Zyklustank 11 für den Brennstoff.

Dem BrennstoffbereitStellungsspeicher 28 ist ein

Niveauregelungsventil 8 für den in den

BrennstoffbereitStellungsspeicher 28 einströmenden Brennstoff zugeordnet, der im gezeigten Ausführungsbeispiel durch eine Einströmöffnung gebildet wird, wobei der Haupttank 12 gasdicht abgeschlossen ist, und der BrennstoffbereitStellungsspeicher 28 über eine Luftzufuhr 6 mit dem Brennraum 25 verbunden ist. Der flüssige Brennstoff kann solange aus dem Haupttank 12 über den Zyklustank 11 in den BrennstoffbereitStellungsspeicher 28 einströmen, bis das Flüssigkeitsniveau im

BrennstoffbereitStellungsspeicher 28 die Einströmöffnung des Niveauregelungsventils 8 vollständig abschließt, und somit ein Rückströmen von Luft aus dem BrennstoffbereitStellungsspeicher 28 in den Zyklustank 11 und den Haupttank 12 über die Einströmöffnung des Niveauregelungsventils 8 unterbunden wird. Sinkt das Brennstoffniveau im

BrennstoffbereitStellungsspeicher 28 unter die Oberkante der in den BrennstoffbereitStellungsspeicher 28 ausmündenden Einströmöffnung des Niveauregelungsventils 8 ab, kann Luft aus dem BrennstoffbereitStellungsspeicher 28 durch die Einströmöffnung des Niveauregelungsventils 8 in den Zyklustank 11 und den Haupttank 12 überströmen, sodass solange Brennstoff in den BrennstoffbereitStellungsspeicher 28 nachfließt, bis das Flüssigkeitsniveau im Brennstoffbereitstellungsspeicher 28 wenigstens wieder auf dem Niveau der Oberkante der Einströmöffnung des Niveauregelungsventils 8 liegt. Eine in den Brennstoff ereitStellungsspeicher 28 einmündende

Luftzufuhr 6 sorgt dafür, dass bei Bedarf stets eine ausreichende Menge an Luft in den

BrennstoffbereitStellungsspeicher 28 und den Haupttank 12 zurückströmen kann.

Gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel umfasst der Haupttank 12 den vorzugsweise zylinderförmigen Brennraum 25 zumindest größtenteils, wobei in den Brennraum 25 eine Leuchtenröhre 13 eingesetzt ist, die eine abgeflachte Sichtfläche 15, etwa mit Verzierungen versehen, aufweisen kann. Die Leuchtenröhre 13 ist zur Bildung eines Hinterlüftungsspalts 16 zur Innenfläche des Haupttanks 12 zumindest abschnittsweise beabstandet, wobei der

Hinterlüftungsspalt 16 in den Frischluftzufuhrkanal 21 mündet. Der Haupttank 12 und der Zyklustank 11 bilden somit auf äußerst platzsparende Weise nicht nur das

Flüssigbrennstoffgehäuse, sondern auch den Leuchtekörper und ermöglichen größtmögliche Brennstofflagerung .

Um eine ausreichende Versorgung der Flamme mit Verbrennungsluft zu gewährleisten, ist auch der Brennraum 25 im Bereich des Brennraumbodens mit dem Frischluftzufuhrkanal 21 verbunden. Zudem bildet der Frischluftzufuhrkanal 21 auch einen aus der Grableuchte führenden Regenablauf aus, über den in das Lampeninnere eindringendes Regenwasser in einfacher Weise abgeleitet werden kann. Der Frischluftzufuhrkanal 21 sorgt dabei über den Hinterlüftungsspalt 16 auch dafür, dass im Haupttank 12 vorhandener Brennstoff nicht übermäßig erwärmt wird. Über den Frischluftzufuhrkanal 21 kann ferner Frischluft in dem erwärmten Hinterlüftungsspalt 16 aufsteigen und bei Verwendung einer Abdeckung 33 durch Durchströmöffnungen 48 in der Leuchtenröhre 13 über Schlitze 34 nach außen abströmen, wie noch eingehender beschrieben werden wird.

Im gezeigten Ausführungsbeispiel umschließt der Haupttank 12 den Brennraum 25 lediglich teilweise, sodass ein Mantelabschnitt der Leuchtenröhre 13 in Frontansicht sichtbar verbleibt. Dadurch wird die Sichtbarkeit der Flamme erhöht und die Leuchtkraft der erfindungsgemäßen Grableuchte verbessert. Des Weiteren wird die Zugangsmöglichkeit zum Brennraum 25 verbessert. Zum Entzünden der Lampe bzw. zum Einstellen der Flammenhöhe kann die Leuchtenröhre 13 mithilfe der Griffrillen

45 nach oben (siehe etwa Fig. 1) abgehoben und in der angehobenen Position mittels einer leicht überwindbaren, kleineren Leuchtröhrenfixierwölbung 29 (siehe Fig. 2) fixiert werden, wonach der Brennraum 25 unmittelbar von vorne über die Durchbrechung zugänglich ist. Nach einem Entzünden der Grableuchte braucht lediglich die Leuchtenröhre 13 wieder abgesenkt werden, wobei die Leuchtenröhre 13 nach oben hin bei Verwendung außerhalb von Grablaternen durch eine zusätzliche Lampenkörperabdeckung 33 und wahlweise einem anliegenden Dichtring 46 (siehe Fig. 11 und 12) abgeschlossen ist, die ein unmittelbares Eindringen von Regenwasser und Wind in den Brennraum 25 vermeiden soll. Die Leuchtenröhre 13 kann vorzugsweise aus einem hitzebeständigen Material bestehen, das transparent, in der gewünschten Farbe eingefärbt, aber auch bei Bedarf für den mehrfachen Gebrauch künstlerisch und auf dem Verstorbenen bezogen gestaltet ist. Um während des Transportes ein ungewolltes Trennen von Haupttank 12 und Leuchtenröhre 13 zu vermeiden, kann die Leuchtenröhre 13 verrastend in den umgebenden Haupttank 12 eingesetzt sein. Für den Haupttank 12 empfiehlt sich insbesondere eine transparente Ausgestaltung aus glasklarem oder leicht gefärbtem Kunststoff, der wiederum mit farblosem Brennstoff gefüllt ist.

Des Weiteren kann der Hinterlüftungsspalt mit einem Dichtring

46 abgedeckt sein, wobei Kühlluftdurchströmöffnungen 48 in der Leuchtenröhre 13 vorgesehen sind (siehe Fig. 11 und 12) . Wie bereits erwähnt wurde, ist für die Verwendung der Grableuchte außerhalb schützender Laternen oder dergleichen eine spezielle Abdeckung 33 vorgesehen, bei der nach dem Herausnehmen aus dem Brennraum 25 der Dichtring 46 von der Griffmulde 35 in eine Fixierungskerbe 47 aufgeschoben werden muss, womit aber der Warmluftaustritt aus dem Hinterlüftungsspalt 16 abgedeckt wird. Die Warmluft wird daher über die Kühlluftdurchströmöffnungen 48 in das Innere umgeleitet, sodass der Hinterlüftungsspalt 16 vor eindringendem Regenwasser geschützt ist.

Eine zusätzliche Verbesserung der Leuchtkraft kann erreicht werden, indem die Leuchtenröhre 13 mit einer

Strahlungsreflektierenden Beschichtung 14 versehen ist. Dies hat insbesondere den Effekt, dass auch bei kleiner Flamme, wie sie zur Erzielung einer besonders langen Brenndauer erforderlich ist, eine verbesserte Lichtabstrahlung erzielt werden kann.

Die Griffrillen 45, mit denen die Leuchtenröhre 13 versehen ist, erleichtern einerseits das Herausziehen der Leuchtenröhre 13 aus dem Brennraum 25, haben andererseits aber auch die Aufgabe, die eingestellten Tageswerte abzudecken und somit für fremde Beobachter uneinsehbar zu machen.

Um die Flammengröße nach einer Tageseinstellskala möglichst genau auf die gewünschte Betriebszeitlänge einstellen zu können, ist im Brennraum 25 eine den Docht 1 umfassende Flammendrosselungshülse 3 vorgesehen, die fest auf einem Drosselungshülsenhalter 2 aufgesetzt ist. Der

Drosselungshülsenhalter 2 ist wiederum mittels eines Gewindes 7 höhenverstellbar gehalten. Eine Drehbewegung des Drosselungshülsenhalters 2 bzw. der Flammendrosselungshülse 3 bewirkt somit eine lineare Bewegung der

Flammendrosselungshülse 3. Diese Flammengrößeneinstellung kann dabei auch direkt von vorne bei hochgeschobener Leuchtenröhre 13 an einem, mit einer Brenndauerskala 5 versehenen Einstellrad 10 erfolgen, wobei eine

Kalibrierfixierungsdruckstelle 4 zwischen den

Berührungsflächen von Flammendrosselungshülse 3 und Drosselungshülsenhalter 2 zur fabriksmäßigen

Betriebslängeneichung und damit vom Schraubgewinde unabhängiger Höhenpositionierung der Flammendrosselungshülse 3 dient .

Damit nicht nur die Beleuchtungsstärke und damit die gesamte Beleuchtungsdauer, sondern auch die Beleuchtungsdauer einzelner EinzelleuchtIntervalle frei einstellbar ist, umfasst der Haupttank 12 gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 bis 4 einen, über einen Zwischenboden 38 abgetrennten Zyklustank 11, wobei der Zyklustank 11 über ein verschließbares Zyklustankverbindungsventil 18 mit dem Haupttank 12, sowie über das Niveauregelungsventil 8 mit dem niveauregulierten BrennstoffbereitStellungsspeicher 28 verbunden ist. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist das

Zyklustankverbindungsventil 18 als Federmembrane ausgeführt, die an der, dem Brennraum 25 zugewandten Innenfläche des Haupttanks 12 angeordnet ist.

In einer besonders bedienungsfreundlichen Ausführungsform werden sowohl die Flammengröße und Brenndauereinstellung, als auch die Befüllung des BrennstoffbereitStellungsspeichers 28 von der Leuchtefrontseite aus vorgenommen. Hierbei wird die Flammengröße bzw. Brenndauer und die Öffnung des Niveauregelungsventils 8 durch eine einzige Drehbewegung des Gewindes 7 gleichzeitig bewerkstelligt. Das äußere Gewindeteil weist dabei eine oder mehrere Einströmöffnungen auf und ist fest am Tankboden befestigt. Der innere Gewindekörper wird durch Drehen in die Höhe geschraubt uns lässt Brennstoff durch die freigegebenen Einströmöffnungen des Niveauregelungsventils 8 in den BrennstoffbereitStellungsspeicher 28 um den Docht 1, der etwa als Brennstab ausgeführt ist, einfließen, und zwar so lange, bis die Einströmöffnungen des Niveauregelungsventils 8 durch den aufsteigenden BrennstoffSpiegel verschlossen werden und keine weitere Luft mehr in den Zyklustank 11 zum Volumenausgleich einströmen kann. Durch diesen Mechanismus kann unabhängig von der Füllstandshöhe im Haupttank 12 über die gesamte Betriebszeit eine gleichmäßige DochtSättigung für eine möglichst genaue Einhaltung der vorgegebenen Betriebsdauer erreicht werden. Das Gewinde 7 bildet bei dieser Ausführungsform ein Brennstoffabsperrventil in den BrennstoffbereitStellungsspeicher 28.

Bei diesem Hochschrauben des inneren Gewindekörpers wird das obere Ende der Flammendrosselungshülse 3 immer weiter auf dem, als Brennstab ausgeführten und fest am Boden verankerten Docht 1 hinaufgeschoben, sodass sich die Verbrennungsoberfläche immer mehr verkleinert und die Flamme damit immer mehr gedrosselt wird (siehe Fig. 3). Diese Flammendrosselung wird über eine Brenndauerskala 5 bestimmt, die sich auf der oberen Sichtfläche und am äußeren Umfangsbereich des Einstellrades 10 zwischen den beiden Zahnkränzen 9 befindet (siehe auch Fig. 10) .

Das Einstellen der Flammengröße und Brenndauer mithilfe des Einstellrades 10 erfolgt etwa mithilfe eines grifffesten Zahnkranzes 9, der mit einer Einrastfeder 39 zusammenwirkt. Der Zahnkranz 9 kann beim Einstellen der Brenndauer mithilfe der Einrastfeder 39 auf Fixierungskeile 22 ausgerichtet werden, sodass beim Einschieben der Leuchtenröhre 13 diese Fixierungskeile 22 genau in die vordersten Zahnstellungen eingreifen und das Einstellrad 10 fixieren können (siehe Fig. 6) . Dieser Vorgang wird durch eine Justierungsmarkierung 23 erleichtert (siehe etwa Fig. 1) . Eine besonders hochwertige Ausführung sieht vor, dass ein Helligkeitssensor 56 und ein Solarmodul 57 vorgesehen sind, sowie ein durch eine Steuerungseinheit 55 angesteuertes Motorzahnrad 54 eines Getriebemotors 53, das mit dem Zahnkranz 9 am Einstellrad 10 in Eingriff bringbar ist (siehe Fig. 15 und 16) . Auf diese Weise kann die Helligkeit der Grableuchte automatisch auf das vorhandene Umgebungslicht mithilfe der Steuerungseinheit 55 abgestimmt werden, etwa indem Tag- und Nachtzeiten mithilfe des Helligkeitssensors 56 festgestellt und die LeuchtIntensität über ein entsprechendes Steuerprogramm eingestellt wird. Der Zahnkranz 9 des Einstellrades 10 wird dabei vom Motorzahnrad 54 angetrieben. Die Führungsschiene 58 dient dabei der Stabilisierung des Einstellrades 10 während des Antriebes durch das Motorzahnrad 54.

Die Steuerungseinheit 55 sowie das von ihr angesteuerte Motorzahnrad 54 und der Getriebemotor 53 können bei einer solchen Ausführung auch gemeinsam mit der Leuchtenröhre 13 als austauchbares Modul ausgeführt sein, das etwa eine Leuchtenröhre 13 ohne elektronischer Ausstattung ersetzen kann. Auf diese Weise kann das hochwertige Modul umfassend die Leuchtenröhre 13 und die elektronischen Komponenten auch wiederverwendet werden, und der Haupttank 12 mit dem Zylklustank 11 sowie die Verbrennungseinheit umfassend den Docht 1, den Drosselungshülsenhalter 2, die

Flammendrosselungshülse 3 und die

Kalibrierfixierungsdruckstelle 4 können dem Recycling zugeführt werden.

In der Fig. 6, die eine erfindungsgemäße Grableuchte von oben zeigt, sind des Weiteren Führungswölbungen 26 an der Leuchtenröhre 13 ersichtlich, die in axial an der Innenfläche des Haupttanks 12 verlaufenden Führungsnuten 27 geführt sind und ein Ausrichten bzw. korrektes Einschieben der Leuchtenröhre 13 gegenüber dem Haupttank 12 ermöglichen. Mithilfe von Einrastelementen 17 (siehe auch Fig. 2 und Fig. 3), die z.B. als radiale Vorsprünge der Leuchtenröhre 13 ausgebildet sein können, wird einerseits eine Beabstandung der Leuchtenröhre 13 zur Innenfläche des Haupttanks 12 zur Bildung eines Hinterlüftungsspalts 16 sichergestellt, und andererseits ein Einrastmechanismus bereitgestellt, um einen temporären Halt der Leuchtenröhre 13 in hochgeschobener Position zum Entzünden des Dochtes 1 zu ermöglichen, und einen leichten Widerstand gegen die vollständige Entnahme der Leuchtenröhre 13 zu erzeugen.

In den Transport und in den Handel kommt die Grableuchte mit normal eingeschobener Leuchtenröhre 13, die mit ihren Fixierungskeilen 22 die gesamte Gewindeachse mit Flammendrosselungsmechanismus und Brennstoffabsperrventil absolut gegen jede unerwünschte Drehbewegung absichert. Vorzugsweise wird die Grableuchte dabei auf den Kopf gestellt, wie in der Fig. 8 dargestellt ist. In dieser Transport- und Lagerungsposition kann nämlich selbst bei Versagen des Niveauregelungsventils 8 kein Brennstoff aus dem Zyklustank 11 in den BrennstoffbereitStellungsspeicher 28 gelangen. Des Weiteren ist diese Position auch vor der ersten Inbetriebnahme zum Entlassen allfälliger Gasüberdruckblasen 32 empfehlenswert. In die Leuchtenröhre 13 ist des Weiteren eine Abdeckung 33 eingesetzt, die bei Inbetriebnahme entnommen und auf die Leuchtenröhre 13 aufgesetzt werden kann, falls für die Grableuchte keine Grablaterne zur Verfügung steht. Hierfür weist die Abdeckung 33 einen Einkoppelungsabschnitt 36 auf, der in eine Griffmulde 35 übergeht. In der Griffmulde 35 befindet sich auch ein Dichtring 46, der vor dem Aufsetzen der Abdeckung 33 auf die Leuchtenröhre 13 in seine Fixierungskerbe 47 aufgeschoben werden muss. Die Abdeckung 33 weist außerdem Schlitze 34 auf, die möglichst klein auszuführen sind und als Auslass für die Verbrennungsgase der Grableuchte dienen. Um des Weiteren beim Kauf der Grableuchte einen bereits unerlaubt erfolgten Probierzugriff auf den Leuchtenmechanismus ausschließen zu können, ist der Brennraum 25 über seine gesamte Leuchtröhreneinschuböffnung mit einer

Brennraumversiegelungsfolie 43 verschlossen, sodass ein unberührter Originalzustand garantiert werden kann.

Zur Inbetriebnahme der Grableuchte und Ablassen der Gasüberdruckblase 32 wird sie um 180° gekippt, sodass sie etwa die Lage gemäß Fig. 8 einnimmt. Sobald sie wieder in die Betriebslage gemäß Fig. 1 zurück gestellt wurde, muss lediglich die Leuchtenröhre 13 beim Anzünden des Dochtes 1 kurz hochgeschoben und anschließend wieder zur Gänze eingeschoben werden. Ein Einrastmechanismus, der etwa durch eine kleinere Leuchtröhrenfixierwölbung 29 und eine größere Leuchtröhrenausschubwölbung 30, die in geringfügiger, axialer Beabstandung angeordnet sind, sowie einem federnden Einrastelement 17 gebildet wird, erleichtert dabei das korrekte Einsetzen der Leuchtenröhre 13.

Die Gasüberdruckblase 32 kann auch zum Überprüfen einer waagrechten Leuchtestandfläche verwendet werden. Hierfür ist der Winkel des abgeschrägten Tankbodens auf das Volumen der Gasüberdruckblase 32 abgestimmt, sodass ähnlich einer Wasserwaage die einwandfreie Positionierung der Leuchte durch eine Positionierung der Gasüberdruckblase 32 in der Mitte des Tankbodens angezeigt wird. Reicht die Gasüberdruckblase 32 jedoch immer mehr über die Tankbodenmitte hinaus, wird die Gefahr des Durchschmelzens der Leuchtenröhre 13 immer größer, sodass die Leuchte nur mehr mit kleiner Flamme betrieben werden sollte.

Die Fig. 2 zeigt die erfindungsgemäße Grableuchte mit geschlossenem Niveauregelungsventil 8 im außerbetrieblichen Zustand. In weiterer Folge kann zwischen einem Vollzeitbetrieb und einem Teilzeitbetrieb gewählt werden. Wird das Niveauregelungsventil 8 durch Drehen am Einstellrad 10 und Hochschrauben des Drosselungshülsenhalters 2 geöffnet, so befindet sich die Grableuchte im Vollzeitbetrieb, bei der das Zyklustankverbindungsventil 18 aufgrund einer konkaven Ventilöffnungswölbung 19 nahe der

Ventilschließungsandruckkante 31 der Leuchtenröhre 13 geöffnet bleibt. Der gesamte Brennstoffvorrat im Haupttank 12 kann frei zur Einströmöffnung 8 zufließen, bis er vollkommen aufgebraucht ist. Auf diesen Vollzeitbetrieb bezieht sich der äußere Zahlenkranz der Brenndauerskala 5, wie er in der Fig. 6 ersichtlich ist. Je nach Drehstellung des Einstellrades 10 und der damit verbundenen Leuchtkraft ergibt sich gemäß der dargestellten Ausführungsform eine maximale Brenndauer von 8 bis 32 Tagen. Die entsprechende Leuchtkraft wird dabei in intuitiver Weise etwa durch ein größeres Flammensymbol 42 bei niedriger Brenndauer und ein kleineres Flammensymbol 42 bei langer Brenndauer, sowie durch eine Lichtstärkenanzeige LA angezeigt .

Anders ist dies beim mehrfachen Teilzeitbetrieb, wie er in der Fig. 3 dargestellt ist. Für die Konfiguration gemäß der Fig. 3 wurde vor der ersten Inbetriebnahme die Leuchtenröhre 13 vollkommen aus dem Haupttank 12 herausgenommen und umgekehrt wieder eingeschoben, sodass eine konvexe

Ventilschließungswölbung 20 an der Leuchtenröhre 13 das Zyklustankverbindungsventil 18 zwischen Haupttank 12 und Zyklustank 11 mittels einer Ventilschließungsandruckkante 31 schließt, und nur der im Zyklustank 11 befindliche Brennstoff aufgebraucht werden kann. Bei einer neuerlichen Inbetriebnahme muss zum Dochtanzünden die Leuchtenröhre 13 wieder hochgeschoben werden. Gleichzeitig gibt dabei die Ventilschließungswölbung 20 den Brennstoffdurchfluss im Zyklustankverbindungsventil 18 vom Haupttank 12 in den Zyklustank 11 frei, sodass automatisch der Zyklustank 11 für die nächste Betriebsperiode aufgefüllt wird und nach dem Anzünden durch Einschieben der Leuchtenröhre 13 eine neue, abgegrenzte Teilzeitfunktion begonnen wird. Auf diesen Teilzeitbetrieb bezieht sich der innere Zahlenkranz der Brenndauerskala 5, wie er in der Fig. 6 ersichtlich ist. Je nach Drehstellung des Einstellrades 10 und der damit verbundenen Leuchtkraft ergibt sich gemäß der dargestellten Ausführungsform eine maximale Brenndauer von 1 bis 3 Tagen. Die variierende Leuchtkraft kann dabei über eine Lichtstärkenanzeige LA in Lumen dargestellt sein.

Der Betriebsmodus und der entsprechende Einschub der Leuchtenröhre 13 kann dabei mithilfe einer

Betriebsmodenanzeige 40 entweder durch den Wortlaut „VOLLZEIT" bzw. „TEILZEIT", oder durch eine entsprechende graphische Abbildung angezeigt werden (siehe Fig. 7) . Die Fig. 9a-9d zeigen hierfür eine Ausführung der Leuchtenröhre 13, wobei die Fig. 9a und 9b eine Darstellung der Rückseite (Fig. 9a) sowie eine seitliche Darstellung (Fig. 9b) der Leuchtenröhre 13 bei Einschub in den Brennraum 25 für einen Vollzeitbetrieb zeigt, und die Fig. 9c und 9d eine Darstellung der Rückseite (Fig. 9c) sowie eine seitliche Darstellung (Fig. 9d) der Leuchtenröhre 13 bei Einschub in den Brennraum 25 für einen Teilzeitbetrieb.

Auf den beiden Brennstofftanks befindet sich jeweils eine Befüllungsanzeige 41, mit der sich speziell bei der Teilzeitfunktion Zwischeneinstellungen vornehmen lassen, indem der Zyklustank 11 nicht voll, sondern nur halb oder auch nur ein viertel befüllt und damit ein halb oder ein viertel der an der Brenndauerskala 5 angezeigten Brenndauer erreicht wird. Dies ergibt eine äußerst sparsame Betriebsvariante, die aber ebenfalls ein Höchstmaß an Betriebssicherheit auch für die kurzzeitigsten und optisch hochwertigsten Grabbeleuchtungen gewährleistet . Der verfügbare Brennstoff bzw. die Brenndauer lassen sich somit mithilfe der Brenndauerskala 5, der zu ihr geeichten Flammendrosselungshülse 3, einer rückseitig ablesbaren Befüllungsanzeige 41, sowie dem Zyklustank 11 jederzeit nach wahlweise einstellbarem Tagesverbrauch regeln.

Unter dem schrägen Boden des Zyklustanks 11 befindet sich des Weiteren ein Tragtaschenmagazin 24, aus der nach dem Kauf eine maßgerechte dünne Entsorgungstasche 37 herausgezogen werden kann, mit der die ca. 1 Kilogramm schwere Grableuchte bequem und sicher an ihren Einsatzort gebracht, und mit der eine bereits ausgebrannte Leuchte sauber und leicht wieder der Entsorgung bzw. dem Recycling zugeführt werden kann. Ein Verschmutzen von Autositzen oder ähnlichen Absteilflächen durch nicht zur Gänze aufgebrauchte Brennstoffreserven und geöffneten Brennstoffventilen wird durch die Entsorgungstasche 37 mit Sicherheit vermieden.

In einer einfacheren Ausführungsform ohne bewegliche Teile mit weniger und fixen Einstellwerten wird ein Docht 1 in Form eines spitzen Stabdochtes in eines von zum Beispiel vier auswählbaren Dochthalterohre eingeschoben, die vier unterschiedlich hohe Flammendrosselungshülsen 3 aufgesetzt haben (siehe Fig. 13 und 14) . Die BrennstoffSättigung des Dochtstabes wird eingeleitet mit dem Durchstechen der Verschlussfolie 49 an der Bodenseite des ausgewählten Dochthalterohres. Damit wird auch die Tankluftzufuhr ermöglicht, die für den verbrauchten Brennstoff zugeführt werden muss. Der Docht kann etwa einem

Dochtbereitstellungsrohr 50 entnommen und in eines der Dochthalterohre eingeschoben werden. Nach Durstoßen der Verschlussfolie 49 dringt der Docht 1 in den BrennstoffbereitStellungsspeicher 28 ein, wobei aufgrund der unterschiedlichen Länge der Dochthalterohre eine unterschiedliche Verbrennungsfläche des Dochtes 1 freigeben wird und somit eine unterschiedliche Brenndauer erzeugt wird. Es kann aber auch ein Dochthalterohr für den Docht 1 vorgesehen sein, in das ein Docht 1 unterschiedlicher Länge einführbar ist. Die unterschiedliche Länge kann etwa auch durch einfaches Abbrechen des Stabdochtes an vorgegebenen Unterteilungen erreicht werden. Für die zuletzt genannten Ausführungsformen wird vorgeschlagen, dass der Docht 1 in seinem spitzen Endbereich eine Verdrillung 52 aufweist (Fig. 14d) . Die Verdrillung 52 dient dazu, nach dem Durchstoßen der Verschlussfolie 49 die Luftzufuhr in den

BrennstoffbereitStellungsspeicher 28 sicher zu stellen. In einer anderen Ausführungsform kann statt der zu durchstoßenden Verschlussfolie 49 auch ein hochelastischer Gummikörper verwendet werden, der sich beim Herausziehen des Stabdochtes wieder selbstständig verschließt, wobei bei dieser Variante ein spitzer Stabrohrdocht verwendet wird, durch dessen Innenrohr die Luftzufuhr in den

BrennstoffbereitStellungsspeicher 28 gesichert wird. Die Fig. 14b zeigt hierfür eine Schnittansicht des

Dochthalterohrmagazins bestehend aus den Dochthalterohren mit Entsorgungsabdichtkappe 59 und Druckverschluss 60, und die Fig. 14c eine Detailansicht eines Dochthalterohres mit Dochthalteblöcken 51 zur Sicherstellung der Luftzufuhr 6.

Im Vergleich der erfindungsgemäßen Grableuchte zu den elektrischen Langzeitgrableuchten ergeben sich klare und herausragende Merkmale für die „heiße" Grableuchte, die „kalte" Batteriegrablichter nicht erfüllen können. Der überlegene Vorteil der regelbaren „heißen" Grableuchte gegenüber batteriebetriebenen Leuchten liegen besonders in den kalten und von kurzen Tagen und langen Nächten gezeichneten Wintermonaten, wenn sich mitunter ergiebiger Schneefall über die Gräber legt. Bei diesen Gegebenheiten bleibt die erfindungsgemäße, „heiße" Grableuchte aufgrund ihrer Wärmestrahlung und Schmelzwirkung sichtbar.

Die erfindungsgemäße Leuchte zeichnet sich durch einfache Bauweise und geringen Materialaufwand aus. Sie ist ferner nicht für ein neuerliches Auftanken gedacht, sondern als Einwegleuchte mit maximalem Brennstoffvorrat für lange und einstellbare Betriebszeiten. Der Anwender kommt mit dem Flüssigbrennstoff dabei nicht in Berührung, sodass keine Gefahr der Verbrennung oder Verschmutzung besteht. Des Weiteren ist dem Anwender die Leuchtdauer im vorhinein genau bekannt. So kann er etwa eine Leuchtdauer von beispielsweise dreißig Tagen einstellen, oder als Alternative zehn Leuchtperioden von jeweils 3 Tagen, wobei der vorhandene Brennstoff wahlweise stets einem neuen Beleuchtungsprogramm zugeführt werden kann.

Ein wesentlicher Unterschied zu bekannten Ausführungen besteht auch darin, dass bei bekannten Leuchten zwar die Leuchtkraft regelbar ist, aber keine Kenntnis der mit einer bestimmten Leuchtkraft verbundenen Leuchtdauer besteht, weil ohne Einstellungstabelle diese dem Zufall überlassen werden muss. So wie ein Konsument beim Kauf einer Grabkerze das Interesse hat zu erfahren wie hoch der Preis für eine Kerze ist und wie lange diese auch brennen wird, so möchte dieser Grabbesucher auch bei einer regelbaren Grableuchte gerne wissen, mit welcher Helligkeitseinstellung die Grableuchte wie lange brennen wird, um so die Möglichkeit zu haben, ein Preis- Leistungsverhältnis herstellen zu können. Der Zyklusbetrieb bringt dabei auch den Vorteil mit sich, dass etwa ein Grabbesucher nicht stets neue Kerzen mitbringen muss, sondern immer wieder die vorhandene Leuchte aktivieren kann.

Die regelbare Langzeitgrableuchte eignet sich somit als idealer Grabschmuck für die verschneiten Wintermonate, in denen die Winterzeit von November bis März mit einigen wenigen, erfindungsgemäßen Grableuchten überbrückt werden kann und den verstorbenen Angehörigen eine Wertschätzung ihres irdischen Lebens zugekommen lassen werden kann.

Bezugs zeichenliste :

1 Docht 38 Zwischenboden

2 Drosselungshülsenhalter 39 Einrastfeder

3 Flammendrosselungshülse 40 Betriebsmodenanzeige

4 Kalibriertixierungsdruckstelle 41 Befüllungsanzeige

5 Brenndauerskala 42 Flammensymbol

6 Luftzufuhr 43 Brennraum¬

7 Gewinde versiegelungsfolie

8 Niveauregelungsventil 44 Betriebsanleitung

9 Zahnkranz LA Lichtstärkenanzeige

10 Einstellrad 45 Griffrillen

11 Zyklustank 46 Dichtring

12 Haupttank 47 Fixierungskerbe

13 Leuchtenröhre 48 Kühlluftdurchström-

14 Beschichtung öffnungen

15 Sichtfläche 49 Verschlussfolie

16 Hinterlüftungsspalt 50 Dochtbereit ¬

17 Einrastelement stellungsrohr

18 Zyklustankverbindungsventil 51 Docht alteblöcke

19 Ventilöffnungswölbung 52 Verdrillung

20 Ventilschließungswölbung 53 Getriebemotor

21 Frischluftzufuhrkanal 54 Motorzahnrad

22 Fixierungskeile 55 Steuerungseinheit

23 Justierungsmarkierung 56 Helligkeitssensor

24 Tragtaschenmagazin 57 Solarmodul

25 Brennraum 58 Führungsschiene

26 Führungswölbungen 59 Entsorgungs ¬

27 Führungsnuten abdichtkappe

28 BrennstoffbereitStellungsspeicher 60 Druckverschluss

29 kleinere Leuchtröhrenfixierwolbung

30 größere Leuchtröhrenausschubwolbung

31 Ventilschließungsandruckkante

32 Gasüberdruckblase

33 Abdeckung

34 Schlitze

35 Griffmulde

36 Einkoppelungsabschnitt

37 Entsorgungstasche