ADAMIETZ, Sven (Hamburger Strasse 92, Bremen, 28205, DE)
TIETJEN, Kai (Hainbuchenring 31, Thedinghausen, 27321, DE)
ADAMIETZ, Sven (Hamburger Strasse 92, Bremen, 28205, DE)
| s-νμι ιι £-\J I U/ UU-. I Patentansprüche 1. Dachbegrünungskassette. 2. Kassette nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass Wandungen (12 bis 15) und/oder Böden (18) aus Verbundschaum vorgesehen sind, insbesondere mit einer Dichte des Verbundschaums von 50 kg bis 140 kg/m3, vorzugsweise etwa 80 kg/m3. 3. Kassette nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandungen (12 bis 15) und/oder Böden (18) durchwurzelungsfähig und/oder wasserspeichernd und/oder drainagefähig ausgebildet sind. 4. Kassette nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche, gekennzeichnet durch mehrere nebeneinander und/oder hintereinander angeordnete, oben offene Fächer (11 ). 5. Kassette nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Substrat-Füllung, insbesondere Erde oder erdähnliche Stoffe, Samen oder Sprossen und vorzugsweise auch Dünger. 6. Kassette nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Substrat-Füllung mit Pflanzen, insbesondere Sedum. 7. Kassette nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Fach (1 1 ) anorganische Stoffe, vorzugsweise als Wasserspeicher enthält, insbesondere Naturbims, Blähton, Lava, Leichtlava und/oder Blähschiefer. 8. Kassette nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die anorganischen Stoffe eine Korngröße von 0,5 mm bis 10 mm aufweisen, vorzugsweise bis etwa 3 mm. 9. Kassette nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Fach ein Wirrgelege, Drainagegeflecht und/oder Speichervlies enthält. 10. Kassette nach Anspruch 5 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Substrat organisches Material enthält, insbesondere 5 Gewichtsprozent oder mehr. 11. Kassette nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche, gekennzeichnet durch miteinander verklebte oder verschweißte Wandungen (12 bis 15). 12. Kassette nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche, gekennzeichnet durch unterseitige Verstärkungsrippen, insbesondere zumindest in einer Richtung mittig unter oberseitigen Fächern (11 ). 13. Kassette nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche, gekennzeichnet durch unterseitige Rillen (16, 17), insbesondere zumindest in einer Richtung mittig unter oberseitigen Fächern (1 1 ) und/oder unter oberseitigen Wandungen. 14. Kassette nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandungen oder Böden optisch dicht ausgebildet sind, insbesondere ohne Durchbrüche, Öffnungen, Schlitze oder Ausnehmungen. 15. Verwendung einer oder mehrerer Kassetten für die Vorbereitung und Herstellung von Dachbegrünungen. 16. Verfahren zur Begrünung eines Daches, dadurch gekennzeichnet, dass Kassetten am Boden mit Substrat gefüllt werden, das eine Aufzucht der Begrünung aus dem Substrat insbesondere am Boden erfolgt, und dass die Kassetten auf dem zu begrünenden Dach fixiert werden. 17. Dach mit einer oder mehreren aufliegenden Dachbegrünungskassetten. |
Die Erfindung betrifft eine Dachbegrünungskassette.
Herkömmliche Dachbegrünungen sind aus mehreren Lagen aufgebaut, die nacheinander auf ein Dach aufgebracht werden. Verbreitet ist die Verwendung von Sedumpflanzen. Diese können auf Matten angezüchtet und so auf das vorbereitete Dach bzw. auf die bereits auf das Dach aufgebrachten Lagen aufgelegt werden. Alternativ werden die Sedumpflanzen erst auf dem Dach auf einer entsprechenden Substrat-Schicht kultiviert. Dies ist besonders mühsam und lässt sich nicht automatisieren, da jedes Dach anders aufgebaut ist. Auch die Vorkultivierung von Sedum-Matten mit anschließendem Aufrollen, der Beförderung zum Dach und Ausrollen auf dem Dach ist relativ aufwendig. Beim Vorkultivieren muss auf eine genaue Bewässerung geachtet werden. Längere Trockenzeiten schaden in dieser Phase den jungen Pflanzen. Die Pflanzen können beim Aufrollen der Matten geschädigt werden.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung einer kostengünstigen Alternative für die Begrünung von Dächern.
Zur Lösung der Aufgabe ist eine Dachbegrünungskassette vorgesehen. Diese weist mindestens ein Fach auf, welches vorzugsweise oben offen ist und eine Bodenwand und Seitenwände aufweist. Die Kassette mit einem Fach oder mehreren Fächern ist automatisiert befüllbar, ebenso eine Vielzahl von Kassetten. Auch können Kassetten leicht automatisiert gehandhabt werden. Die
BESTÄTIGUNGSKOPIE Bodenwand kann eine hierfür geeignete Steifigkeit aufweisen. Bodenwand und Seitenwände wirken stabilisierend.
Die Wandungen der Kassetten können mit Poren versehen sein, massiv oder perforiert ausgebildet sein, aus hartem oder weichem Werkstoff bestehen, wasserdurchlässig oder wasserundurchlässig sein. Zumindest eine geringe Wasserdurchlässigkeit wird bevorzugt.
Vorteilhafterweise weist die Kassette Wandungen und/oder Böden aus Verbundschaum auf, insbesondere mit einer Dichte des Verbundschaums von 50 kg bis 140 kg/m 3 , vorzugsweise etwa 80 kg/ m 3 . Bevorzugt wird PU-Schaum verwendet. Auch können für Seitenwandungen einerseits und Bodenwandungen andererseits unterschiedliche Werkstoffe verwendet werden. Bevorzugt ist aber ein einheitlicher Werkstoff. Der genannte Verbundschaum ist leicht verarbeitbar, kann zugeschnitten und geklebt werden und ist kostengünstig erhältlich. Insbesondere ist der Schaum elastisch nachgiebig.
Der verwendete Werkstoff ist vorzugsweise schwer entflammbar, entsprechend der deutschen Brandschutzklasse B1. Stoffe der Klasse B2 können auch verwendet werden.
Nach einem weiteren Gedanken der Erfindung sind die Wandungen und/oder Böden durchwurzelungsfähig und/oder wasserspeichernd ausgebildet. Vorzugsweise ist der verwendete Werkstoff als solcher durchwurzelungsfähig und/oder wasserspeichernd, beispielsweise der zuvor genannte Verbundschaum.
Dabei sollen die Wandungen oder Böden möglichst auch drainagefähig sein. Wasser wird bis zu einer bestimmten Menge in Poren oder ähnlichen Zwischenräumen gespeichert, etwa durch Kapillarwirkung. Darüber hinaus zugeführtes Wasser, etwa durch künstliche Bewässerung oder durch Niederschlag, fließt ab oder sickert aus Wandungen und Böden heraus. Diese sind deshalb vorzugsweise außen nicht wasserundurchlässig versiegelt, sondern insbesondere offenporig ausgebildet. Die Wandungen oder Böden sind vorzugsweise "optisch dicht" und weisen jeweils einen durchgehenden, kompakten Aufbau auf. Durchbrüche, Öffnungen, Schlitze, Ausnehmungen und dergleichen sind nicht vorgesehen, sodass auch kleine Mengen des Substrats nicht durch die Wandungen oder Böden hindurch gelangen können mangels ausreichender Zwischenräume. Die Fächer der Kassette sind nur oben, also außerhalb der Wandungen und Böden offen.
Der Werkstoff der Wandungen und Böden ist so weich und/oder durchlässig, dass die genannte Durchwurzelungsfahigkeit gegeben ist, insbesondere für Sedum.
Die erwähnten Eigenschaften sind am besten bei Verwendung von Verbundschaum gegeben. Andere Werkstoffe, die die genannten Eigenschaften in der Summe oder einzeln aufweisen, sind aber ebenfalls verwendbar, z. B. durch Gießen, Blasen, Spritzen, Pressen oder Schäumen zu verarbeitende Substanzen, wie als Schnitzel oder Fasern vorliegende Werkstoffe, auch in Verbindung mit Matrixmaterialien zur Erzielung eines festeren und dauerhafteren Verbunds. So können Naturfasern oder Papierschnitzel mit einem den Verbund erhöhenden Bindemittel als Matrixwerkstoff zu Wandungen oder Böden verpresst werden. Wasserspeicherung, Wasserdurchlässigkeit bzw. Drainagefähigkeit und/oder Durchwurzelung werden durch Auswahl der Fasern und Matrixwerkstoffe bestimmt.
Insbesondere durch die wasserspeichernde Eigenschaft ist es möglich die Kassette kostensparend herzustellen durch Befüllung mit Substrat, einschließlich
Erde, Dünger, Sprossen oder Samen, und mit einer ersten definierten Menge an
Wasser. Dieses wird in den Wandungen oder im Boden der Kassette gespeichert. Eine Wasserzufuhr ist dadurch erst nach längerer Zeit erforderlich.
Dies verbilligt die Anzucht am Boden und die weitere Pflege auf dem Dach. Die Dachbegrünungskassette wird vorzugsweise mit den vorkultivierten Pflanzen auf das zu begrünende Dach aufgelegt, nach entsprechender Vorbereitung desselben. Die Kassette verbleibt auf dem Dach. Nach einem weiteren Gedanken der Erfindung weist die Dachbegrünungskassette mehrere nebeneinander und/oder hintereinander angeordnete, oben offene Fächer auf. Die Größe der einzelnen Fächer und die Höhe von Zwischenwandungen kann in Abhängigkeit von der Dachneigung und/oder anderen Parametern vorgesehen sein. Für ein typisches Gründach geeignet sind beispielsweise Kassetten der Abmessung 60 cm x 100 cm mit einer Innenraumhöhe von etwa 3 cm, Wandstärken von etwa 1 cm und in der Aufteilung mit 3 x 7 Fächern, wobei ein Fach innen etwa 19 cm x 14 cm misst. Andere Abmessungen und Aufteilungen sind möglich, zumindest in Abhängigkeit von der Gesamtmasse, den verwendeten Pflanzen, der Stabilität der Kassette und der Dachneigung.
Nach einem weiteren Gedanken der Erfindung enthält mindestens ein Fach anorganische Stoffe, vorzugsweise als Wasserspeicher, insbesondere Naturbims, Blähton, Lava, Leichtlava und/oder Blähschiefer. Die anorganischen Stoffe sind Teil des Substrats. Insbesondere handelt es sich um mineralische Stoffe.
Bevorzugt ist eine Ausführung, bei der die anorganischen Stoffe eine Korngröße von 0,5 mm bis 10 mm aufweisen, vorzugsweise bis etwa 3 mm. Zusätzlich oder alternativ werden folgende Volumengewichte bevorzugt:
- Naturbims 0,3 bis 1 ,1 kg/l bzw. t/m 3
- Blähton 0,35 bis 1,8 kg/l
- Lava/Leichtlava 0,75 bis 1 ,5 kg/l
- Blähschiefer 0,9 bis 1 ,8 kg/l.
Nach einem weiteren Gedanken der Erfindung enthält mindestens ein Fach ein dreidimensionales Wirrgelege, Drainagegeflecht und/oder Speichervlies, wobei diese Teile zusätzlich zum Substrat im Fach angeordnet sind. Das Wirrgelege oder Drainagegeflecht weist beispielsweise ein Flächengewicht von 300 - 800 g/m 2 bei einer Schichtdicke von 5 - 25 mm auf und besteht vorzugsweise aus PP (Polypropylen). Die genannten anorganischen Stoffe und/oder das Wirrgelege, Drainagegeflecht oder Speichervlies sollen die Wasserspeicherfähigkeit erhöhen. Daneben können Schadstoffe gebunden oder gefiltert werden. Auch können chemischphysikalische Prozesse ausgelöst werden, etwa eine Änderung des ph-Wertes durch Verwendung entsprechender anorganischer Stoffe. Wirrgelege, Drainagegeflecht oder Speichervlies können anorganisch, mineralisch oder organisch sein oder entsprechende Bestandteile aufweisen. Auch können Verbundwerkstoffe hierfür oder für die Wandungen und Böden verwendet werden.
Nach einem weiteren Gedanken der Erfindung enthält das Substrat organisches Material, insbesondere 5 Gewichtsprozent oder mehr. Bevorzugt sind insbesondere höchstens 50 Gewichtsprozent an organischem Material. Im Übrigen sind im Substrat anorganische Stoffe, Saatgut, Sprossen oder Pflanzen und Dünger enthalten. Bei dem organischen Material handelt es sich vorzugsweise um Erde bzw. Boden.
Die Kassette ist vorteilhafterweise hergestellt durch ausgeschnittene und miteinander verklebte oder verschweißte Wandungen. Möglich ist auch die Herstellung als gezogenes oder gepresstes Formteil.
Nach einem weiteren Gedanken der Erfindung , weist die Dachbegrünungskassette an ihrer Unterseite Verstärkungsrippen auf, insbesondere zumindest in einer Richtung mittig unter den oberseitig gebildeten Fächern.
Nach einem weiteren Gedanken der Erfindung weist die Dachbegrünungskassette unterseitig Rillen auf, für eine bessere Dränage und/oder zur Aufnahme von Verstärkungsprofilen bzw. einer Auflattung zur Schubkraftaufnahme auf einem geneigten Dach.
Die unterseitigen Rillen verlaufen vorzugsweise mittig unter oberseitigen Fächern und/oder unter oberseitigen Wandungen. Insbesondere verlaufen die Rillen unmittelbar unter oberseitigen Wandungen und parallel zu diesen. Möglich ist auch eine Kombination der genannten Anordnungen, nämlich zueinander kreuzende Rillen, wobei die Rillen vorzugsweise in einer Richtung mittig unter den oberseitigen Fächern und in einer hierzu quer gerichteten Richtung unmittelbar unter den oberseitigen Wandungen verlaufen.
Die unterseitigen Rillen sind vorzugsweise mit keilförmigem Querschnitt ausgebildet, nämlich mit in Richtung auf die oberseitigen Fächer oder Wandungen abnehmender Weite. In umgekehrter Weise können auch die oberseitigen Wandungen mit keilförmigem Querschnitt ausgebildet sein, nämlich mit in Richtung auf die unterseitigen Rillen zunehmender Weite. Bevorzugt sind aber oberseitige Wandungen mit rechteckigem Querschnitt.
Gegenstand der Erfindung ist auch die Verwendung einer Kassette für die Vorbereitung und Herstellung von Dachbegrünungen. Eine derartige Verwendung von Kassetten ist bisher nicht bekannt.
Schließlich gehören zur Erfindung auch ein Verfahren zur Begrünung eines Daches und ein Dach mit Dachbegrünungskassetten. Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und aus der Beschreibung im Übrigen.
Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung werden nachfolgend anhand von Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht von oben auf eine Dachbegrünungskassette, Fig. 2 eine Unteransicht der Dachbegrünungskassette, Fig. 3 einen Längsschnitt der Dachbegrünungskassette,
Fig. 4 einen Querschnitt der Dachbegrünungskassette, Fig. 5 eine perspektivische Darstellung der Dachbegrünungskassette schräg von oben.
Eine Dachbegrünungskassette 10 ist quaderförmig ausgebildet und weist nebeneinander und hintereinander mehrere quaderförmige, oben offene Fächer 11 auf, hier in Längsrichtung der Kassette sieben Fächer und in Querrichtung drei Fächer, jeweils getrennt durch Längswandungen 12 und Querwandungen 13. Äußere Querwandungen werden als Stirnwände 14 bezeichnet, äußere Längswandungen als Längsseitenwände 15.
Die Kassette 10 weist vorzugsweise Außen-Abmessungen von etwa 100 cm (Länge) x 60 cm (Breite) x 5 cm (Höhe) auf. Gebildet sind die Kassetten aus Streifen bzw. Platten aus Verbundschaum, insbesondere PU-Schaum, mit einer Dicht von etwa 80 kg/m 3 . Die einzelnen Streifen bzw. Platten können leicht durch Zuschnitt hergestellt und miteinander verklebt werden. Je nach Stückzahl können die Kassetten auch einstückig hergestellt werden, etwa durch Gießen oder Pressen.
An ihrer Unterseite ist die Kassette 10 zwar eben aber mit einem Raster aus quer- und längsverlaufenden Rillen 16, 17 ausgebildet, siehe Bodenwand 18 in Fig. 2. Die Größe des derart gebildeten Rasters entspricht der Größe des Rasters aus Längswandungen 12 und Querwandungen 13. Allerdings sind die Querrillen 17 versetzt, nämlich etwa mittig zwischen den Querwandungen 13 angeordnet. Gemäß Fig. 2 liegen die Längsrillen 16 unmittelbar unterhalb der Längswandungen 12. Auch hier ist aber ein Versatz möglich, ebenso wie eine Anordnung der Querrillen 17 unmittelbar unter den Querwandungen 13.
Die Rillen 16, 17 können insbesondere zwei Funktionen erfüllen. Zum einen ist über die Rillen eine Dränage möglich. Staunässe wird vermieden. Zum anderen können einzelne Rillen zur Aufnahme von Verstärkungsprofilen dienen. Dadurch können auf geneigten Dächern auftretende Schubkräfte besser aufgenommen werden. Die Fächer 11 der Kassetten werden vorzugsweise am Boden mit Substrat 19 gefüllt. Bei dem Substrat handelt es sich insbesondere um für die Anzucht der Dachbegrünung geeignete Erde mit Samen oder Sprossen und ggf. Dünger. Bevorzugt ist eine Begrünung mit Sedum. Nach dem Befüllen werden die Kassetten auf das zu begrünende Dach aufgelegt und dort fixiert. Die Anzucht bis zur Entwicklung sichtbarer Pflanzen kann noch am Boden oder bereits auf dem Dach durchgeführt werden. Vorzugsweise wird die Anzucht vollständig am Boden ausgeführt. Dabei ist eine bessere Überwachung der Bewässerung möglich. Diese kann in größeren Zeitabständen erfolgen, etwa ein erstes Mal im Zusammenhang mit dem Befüllen der Fächer mit Substrat und dann erst wieder mit einem gewissen Zeitabstand.
Durch die Verwendung des Verbundschaums der genannten Art sind die Wandungen der Kassette - auch die Bodenwand 18 - durchwurzelungsfähig und wasserspeichernd. Je nach verwendetem Werkstoff ist auch eine lange Lebensdauer entsprechend der projektierten Lebensdauer des Daches möglich.
Die vorzugsweise mit ausgebildeter Begrünung versehenen Kassetten 10 werden auf einem nicht gezeigten Dach nebeneinander und hintereinander ohne Lücken ausgelegt. Durch das Rastermaß sich ergebende Restflächen auf dem Dach können belegt werden mit Teilkassetten. Diese können leicht hergestellt werden durch Teilen und Trennen einzelner Kassetten 10.
Die einzelnen Wandungen 12 bis 15 weisen eine Dicke von etwa 1 cm auf. Die Bodenwand 18 ist aufgrund der erforderlichen Tragfähigkeit etwas dicker ausgebildet mit einer Stärke von etwa 3 cm, abzüglich der teilweise vorgesehenen Rillen 16, 17 von 1 cm Tiefe und Breite. Dabei sind die Rillen 16, 17 auch randseitig umlaufend vorgesehen, also unterhalb der Stirnwände 14 und Längsseitenwände 15.
Fig. 5 zeigt eine teilweise mit Substrat 19 gefüllte Kassette 10. In der Praxis ist die Befüllung aller Fächer 11 mit Substrat vorgesehen. Bezugszeichenliste
10 Dachbegrünungskassette
1 1 Fächer
12 Längswandungen
13 Querwandungen
14 Stirnwände
15 Längsseitenwände
16 Längsrillen
17 Querrillen
18 Bodenwand
19 Substrat
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