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Title:
GRID PLATE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/172377
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an input device (6) for operating a multimedia device (4) depending on the position of a finger of a user on a pressure plate (24), comprising: - the pressure plate (24) which comprises a lower face (50) and an upper face (48) opposite the lower face (50) and on which the user can move their finger, - a regular grid (15) made of tactile elements (26) which can be haptically sensed by the finger of the user and which are formed on the upper face (48) of the pressure plate (24), and - a sensor (62) which is arranged on the lower face (50) of the pressure plate (24) and is designed to output a button selection signal (42) to the multimedia device (4) depending on the position of the finger on the upper face (48).

Inventors:
MAIER, Ferdinand (Schalkham 77, 5202 Neumarkt am Wallersee, 5202, AT)
Application Number:
EP2018/057072
Publication Date:
September 27, 2018
Filing Date:
March 20, 2018
Export Citation:
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Assignee:
FM MARKETING GMBH (Schalkham 77, 5202 Neumarkt am Wallersee, 5202, AT)
MAIER, Ferdinand (Schalkham 77, 5202 Neumarkt am Wallersee, 5202, AT)
International Classes:
H03K17/96; G06F3/0488
Foreign References:
DE102009052928A12011-05-19
DE102012019979A12014-04-17
DE202012103361U12012-09-28
DE102007020930A12008-11-13
EP0893297A21999-01-27
EP2962902A12016-01-06
US20140172186A12014-06-19
Attorney, Agent or Firm:
VON BÜLOW & TAMADA (Rotbuchenstr. 6, München, 81547, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1 . Eingabegerät (6) zur Bedienung eines Multimediagerätes (4) in Abhängigkeit einer Position eines Fingers eines Benutzers auf einer Druckplatte (24), umfassend: - die Druckplatte (24) mit einer Unterseite (50) und einer der Unterseite (50) gegenüberliegenden Oberseite (48), auf der der Benutzer seinen Finger bewegen kann,

ein regelmäßiges Raster (15) aus für den Finger des Benutzers haptisch erfassbaren taktilen Elementen (26), die auf der Oberseite (48) der Druckplatte (24) ausgebildet sind, und

einen an der Unterseite (50) der Druckplatte (24) angeordneten Sensor (62), der eingerichtet ist, an das Multimediagerät (4) ein Tastenauswahlsignal (42) in Abhängigkeit der Lage des Fingers auf der Oberseite (48) auszugeben. 2. Eingabegerät (6) nach Anspruch 1 , wobei die haptisch erfassbaren taktilen Elemente (26) in die Oberseite (48) der Druckplatte (24) eingeformte Mulden (26) sind.

3. Eingabegerät (6) nach Anspruch 2, wobei die Mulden (26) eine maximale Breitenausdehnung (51 ) zwischen 5 mm und 15 mm in Richtung der

Oberfläche (48) der Druckplatte (24) besitzen.

4. Eingabegerät (6) nach Anspruch 2 oder 3, wobei die Mulden (26) im

Wesentlichen kugelsegmentförmig ausgebildet sind.

5. Eingabegerät (6) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das Raster (15) als strukturiertes Gitter ausgebildet ist.

6. Eingabegerät (6) nach Anspruch 5, wobei das strukturierte Gitter ein kartesisches Gitter ist.

7. Eingabegerät (6) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die

Mulden (26) aneinander angrenzend (53) anliegen. 8. Eingabegerät (6) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die

Druckplatte (24) in einer Richtung (20) vertikal zur Oberseite (48) und Unterseite (50) beweglich gelagert ist, und wobei an der Unterseite (50) der Druckplatte (24) eine Drucktaste (84, 88, 100) angeordnet ist, mit deren Druck ein Tastenbestätigungssignal (46) erzeugbar ist. 9. Verfahren zum Erfassen einer Steuerinformation (42, 46) mit einem

Eingabegerät (6) nach einem der vorstehenden Ansprüche, umfassend:

- Erfassen der Lage des Fingers des Benutzers auf der Druckplatte (24),

- Ausgeben des Tastenauswahlsignals (42) in Abhängigkeit der erfassten Lage, und

- Ausgeben eines Tastenbestätigungssignals (46), wenn eine vorbestimmte

Bedingung erfüllt ist, wobei das Tastenauswahlsignal (42) in Kombination mit dem Tastenbestätigungssignal (46) die Steuerinformation (42, 46) ist.

10. Steuervorrichtung (106, 108), die eingerichtet ist, ein Verfahren nach

Anspruch 9 durchzuführen.

Description:
Rasterplatte Beschreibung Die vorliegende Erfindung betrifft ein Eingabegerät zur Bedienung eines Multi- mediagerätes in Abhängigkeit einer Position eines Fingers eines Benutzers auf einer Druckplatte, ein Verfahren zum Erfassen einer Steuerinformation mit dem Eingabegerät und eine Steuervorrichtung zur Durchführung des Verfahrens. Aus der US 2014/0172186 A1 ist ein Eingabegerät zur Bedienung eines

Multimediagerätes in Abhängigkeit einer Position eines Fingers eines Benutzers auf verschiedenen Tasten bekannt.

Es ist Aufgabe der Erfindung, das Eingabegerät zu verbessern.

Die Aufgabe wird durch die unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte

Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.

Gemäß einem Aspekt der Erfindung umfasst ein Eingabegerät zur Bedienung eines Multimediagerätes in Abhängigkeit einer Position eines Fingers eines Benutzers auf einer Druckplatte, die Druckplatte mit einer Unterseite und einer der Unterseite gegenüberliegenden Oberseite, auf der der Benutzer seinen Finger bewegen kann, ein regelmäßiges Raster aus für den Finger des Benutzers haptisch erfassbaren taktilen Elementen, die auf der Oberseite der Druckplatte ausgebildet sind, und einen an der Unterseite der Druckplatte angeordneten Sensor, der eingerichtet ist, an das Multimediagerät ein Tastenauswahlsignal in Abhängigkeit der Lage des Fingers auf der Oberseite auszugeben. Gegenüber dem eingangs genannten Eingabegerät, auf dem einzelne Tasten zum Bedienen des Multimediagerätes angeordnet sind und jeder Taste ein eigener kapazitiver Sensor zur Lageerfassung des Fingers des Benutzers auf dem

Eingabegerät zugeordnet ist, besitzt des angegebene Eingabegerät nur ein einziges Eingabeelement in Form der Druckplatte und einem der Druckplatte zugeordneten Lagesensor, analog zu einem Touchpad. Das angegebene

Eingabegerät ist daher deutlich einfacher aufgebaut als das eingangs genannte Eingabegerät. Anders als bei einem Touchpad kann der Benutzer allerdings

Bedienelemente auf der Druckplatte, die bestimmten Funktionen auf dem

Multimediagerät zugeordnet sind, erfühlen und benötigt daher zur Funktionsauswahl grundsätzlich keine ablenkende und zeitaufwändige Interaktion mit einem Bildschirm. Die Bedienung des Multimediagerätes über das angegebene

Eingabegerät erfolgt rein intuitiv, ohne dass grundsätzlich eine visuelle Interaktion mit den Fingern des Benutzers notwendig wäre.

In einer Weiterbildung des angegebenen Eingabegerätes sind die haptisch erfassbaren taktilen Elemente in die Oberseite der Druckplatte eingeformte Mulden. Diese Mulden sind für den Benutzer gegenüber Erhebungen leichter zu erfühlen, weil die konkaven Mulden eine gleichmäßigere Druckverteilung für die konvex ausgebildeten Finger des Benutzers bieten. Demgegenüber würde der Benutzer konvexe Erhebungen grundsätzlich nur an einem einzigen Druckpunkt an seinem Finger spüren.

In einer besonderen Weiterbildung des angegebenen Eingabegerätes besitzen die Mulden eine maximale Breitenausdehnung zwischen 5 mm und 15 mm in Richtung der Oberfläche der Druckplatte. Mit diesen Längenausdehnungen sind die Mulden optimal an die durchschnittliche Fingergröße menschlicher Benutzer angepasst.

In einer bevorzugten Weiterbildung des angegebenen Eingabegerätes sind die Mulden im Wesentlichen kugelsegmentformig ausgebildet. Durch die

kugelsegmentförmige Ausbildung wird eine besonders große Kontaktfläche zwischen dem Finger des Benutzers und der Mulde ermöglicht, so dass der

Benutzer die Mulde gut erfühlen kann. In einer besonders bevorzugten Weiterbildung des angegebenen Eingabegerätes besitzen die Mulden, die vorzugsweise im Wesentlichen kugelsegmentformig sind, eine Tiefenausdehung zwischen 5% und 15% der maximalen Breitenausdehnung. In diesem Bereich für die Tiefenausdehnung ist die Kontaktfläche zwischen den Mulden und dem Finger des Benutzers maximal, so dass der Benutzer jede einzelne Mulde haptisch optimal erfassen, ohne dass die Druckplatte selbst allzu dick ausgeführt werden muss, um eine ausreichende Dicke für die

Tiefenausdehnung vorzusehen.

In einer anderen Weiterbildung des angegebenen Eingabegerätes ist das Raster als strukturiertes Gitter ausgebildet. Auf diese Weise ist das Raster einem Menü nachempfunden, wodurch sich das angegebene Eingabegerät hervorragend als Ersatz für einen Touchscreen zur Bedienung beispielsweise eines Smartphones beispielsweise in einem Fahrzeug verwenden lässt.

In einer besonders bevorzugten Weiterbildung des angegebenen Eingabegerätes ist das strukturierte Gitter ein kartesisches Gitter. Auf diese Weise ist das

Eingabegerät einem Kachelmenü nachempfunden, wie sie auf herkömmlichen Smartphone zu finden sind.

Um die Druckplatte mit dem Raster so klein wie möglich auszuführen und damit auch in Bereichen mit engem Bauraum, wie beispielsweise einem Lenkrad, verbauen zu können, sollten die Mulden aneinander angrenzend anliegen.

In einer noch anderen Ausführung des angegebenen Eingabegerätes ist die Druckplatte in einer Richtung vertikal zur Oberseite und Unterseite beweglich gelagert, wobei an der Unterseite der Druckplatte eine Drucktaste angeordnet ist, mit deren Druck ein Tastenbestätigungssignal erzeugbar ist. Auf diese Weise lässt sich die Erzeugung des Tastenauswahlsignals zur Erzeugung einer Anzeige, wo sich der Finger des Benutzers befindet, von der Erzeugung eines weiteren

Tastenauswahlsignals zur Auslösung einer bestimmten Funktion, die mit dieser Fingerposition verbunden ist, trennen, wodurch Fehlfunktionen vermieden werden können. Dies kann insbesondere im Fahrzeugbereich sicherheitsrelevant sein. Grundsätzlich kann die Funktion allerdings auch durch andere technische

Strategien ausgelöst werden, beispielsweise wenn der Benutzer eine bestimmte Zeit mit dem Finger auf der gewählten Position verbleibt. Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung umfasst ein Verfahren zum Erfassen einer Steuerinformation mit einem der angegebenen Eingabegeräte die Schritte: Erfassen der Lage des Fingers des Benutzers auf der Druckplatte, Ausgeben des Tastenauswahlsignals in Abhängigkeit der erfassten Lage und Ausgeben eines Tastenbestätigungssignals, wenn eine vorbestimmte Bedingung erfüllt ist, wobei das Tastenauswahlsignal in Kombination mit dem Tastenbestätigungssignal die Steuerinformation ist.

Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist eine Steuervorrichtung

eingerichtet, eines der angegebenen Verfahren durchzuführen.

In einer Weiterbildung der angegebenen Vorrichtung weist die angegebene

Vorrichtung einen Speicher und einen Prozessor auf. Dabei ist das angegebene Verfahren in Form eines Computerprogramms in dem Speicher hinterlegt und der Prozessor zur Ausführung des Verfahrens vorgesehen, wenn das

Computerprogramm aus dem Speicher in den Prozessor geladen ist.

Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung umfasst ein Computerprogramm Programmcodemittel, um alle Schritte des angegebenen Verfahrens durchzuführen, wenn das Computerprogramm auf einem Computer oder einer der angegebenen Vorrichtungen ausgeführt wird.

Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung enthält ein Computerprogrammprodukt einen Programmcode, der auf einem computerlesbaren Datenträger gespeichert ist und der, wenn er auf einer Datenverarbeitungseinrichtung

ausgeführt wird, das angegebene Verfahren durchführt.

Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung umfasst eine Wiedergabeeinrichtung einen Bildschirm zur Anzeige eines Menüs aus einer Anzahl zu einem Raster angeordneten Menüelementen und eine der zuvor angegebenen

Steuervorrichtungen.

Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung umfasst eine Fernbedienung eine Drucktaste mit einer Anzahl zu einem Raster angeordneten haptisch erfassbaren Segmenten, einen Positionssensor zur Erfassung einer Position eines Fingers eines Benutzers auf dem Raster und eine Sendeschnittstelle zum Versenden eines Positionssignals, das von der Position eines Fingers eines Benutzers auf der Drucktaste abhängig ist sowie eines Auslösesignals, wenn die Drucktaste durch den Benutzer gedrückt wird. Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung umfasst ein Multimediasystem eines der angegebenen Wiedergabeeinrichtungen und die zuvor angegebene

Fernbedienung.

Die oben beschriebenen Eigenschaften, Merkmale und Vorteile dieser Erfindung sowie die Art und Weise, wie diese erreicht werden, werden verständlicher im Zusammenhang mit der folgenden Beschreibung der Ausführungsbeispiele, die im Zusammenhang mit der Zeichnung näher erläutert werden. Es zeigen:

Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Multimediasystems mit einer

Wiedergabeeinrichtung und einer Fernbedienung;

Fig. 2a eine Oberseite einer Druckplatte in der Fernbedienung der Fig. 1 ,

Fig. 2b eine Unterseite der Druckplatte der Fig. 2a,

Fig. 3a eine Oberseite eines kapazitiven Sensors in der Fernbedienung der Fig. 1 ,

Fig. 3b eine Unterseite des kapazitiven Sensors der Fig. 3a, Fig. 4 eine Ansicht der Druckplatte und dem daran befestigten kapazitiven Sensor von der Unterseite,

Fig. 5a eine Oberseite einer Schaltplatte in der Fernbedienung der Fig. 1 , Fig. 5b eine Unterseite der Schaltplatte der Fig. 5a,

Fig. 6 eine Ansicht der Druckplatte sowie dem daran befestigten kapazitiven Sensor und der Schaltplatte von der Unterseite, Fig. 7a eine Oberseite einer Leiterplatte in der Fernbedienung der Fig. 1 , Fig. 7b eine Unterseite der Leiterplatte der Fig. 7a,

Fig. 8 eine Ansicht der Druckplatte sowie dem daran befestigten kapazitiven Sensor, der Schaltplatte und der Leiterplatte von der Unterseite, und

Fig. 9 eine schematische Darstellung eines alternativen Multimediasystems mit einer Wiedergabeeinrichtung und einer Fernbedienung.

In den Figuren werden gleiche technische Elemente mit gleichen Bezugszeichen versehen und nur einmal beschrieben. Die Figuren sind rein schematisch und geben vor allem nicht die tatsächlichen geometrischen Verhältnisse wieder.

Es wird auf Fig. 1 Bezug genommen, die eine schematische Darstellung eines Multimediasystems 2 mit einer Wiedergabeeinrichtung 4 und einer

Eingabeschnittstelle in Form einer Fernbedienung 6 zeigt. Das Multimediasystem 2 ist eingerichtet, noch näher zu beschreibende Medieninhalte auf einem Bildschirm 8 der Wiedergabeeinrichtung 4 wiederzugeben. Die Bildsignale, die zur Darstellung der Medieninhalte auf dem Bildschirm 8 notwendig sind, werden in einer

Steuervorrichtung in Form einer Set Top Box 10 in an sich bekannter Weise generiert und über ein Datenkabel 12 an den Bildschirm 8 in an sich bekannter Weise übertragen. Hierauf soll der Kürze halber nicht eingegangen werden.

Ein Beispiel für einen auf dem Bildschirm 8 dargestellten Medieninhalt ist ein in Fig. 1 auf dem Bildschirm 8 angedeutetes Menü 14. Das Menü 14 umfasst eine Anzahl von zwölf Menüelementen 16, die in einem in Fig. 2 referenzierten kartesischen Raster 15 angeordnet sind. Von diesen Menüelementen 16 sind in Fig. 1 der Übersichtlichkeit halber nicht alle mit einem eigenen Bezugszeichen versehen. Mit dem Menü 14 lässt sich die Funktion der Set Top Box 10 und die Wiedergabe anderer Medieninhalte über die Fernbedienung 6 steuern. Bevor auf diese

Steuerung näher eingegangen wird, soll zunächst der Aufbau der Fernbedienung 6 näher erläutert werden.

Die Fernbedienung 6 umfasst ein metallisches Gehäuse 18 mit einer

Durchgangsöffnung 19 unter anderem zur Gewichtsreduktion. In dem Gehäuse 18 ist eine Druckplatte 24 aus einem Kunststoff gehalten, die in einer Druckrichtung 20 beweglich in der Fernbedienung 6 gehalten ist. Auf dieser Druckplatte 24 ist eine Anzahl von zwölf haptisch erfassbaren taktilen Elementen oder Segmenten in Form von Mulden 26 zu dem gleichen Raster 15 angeordnet, wie das Raster 15 des Menüs 14 auf dem Bildschirm 8. Jeder der Mulden 26 auf der Fernbedienung 6 ist ein Menüelement 16 des Menüs zugeordnet.

Die Fernbedienung 6 umfasst ferner Tasten, die die Druckplatte 24 durchstoßen und unabhängig von dieser drückbar sind. Hierzu gehört eine Ein-/Austaste 28, um das gesamte Multimediasystem 4 oder nur ein Teil davon zu aktivieren oder in einen Ruhezustand zu versetzen, eine Lautstärkewipptaste 30 zur Steuerung einer Lautstärke der Medienwiedergabe und eine Spracherkennungsaktivierungstaste 32, mit der eine Steuerung des Multimediasystems 2 mittels Sprache über ein

Mikrofon 34 aktivierbar ist.

Zu den unabhängig von der Druckplatte 24 drückbaren Tasten gehören ferner eine Blättertaste 36, eine zweite Blättertaste 38 und eine Rückkehrtaste 40, auf die später bei der Beschreibung der Steuerung der Funktion der Set Top Box 10 mittels der Fernbedienung 6 näher eingegangen wird. Um die Drucktaste 24 von den restlichen Tasten 30 bis 40 unterscheiden zu können, können diese optional gegenüber der Druckplatte 24 in Hochglanz ausgeführt sein.

Ein die Fernbedienung 6 zur Steuerung der Funktion der Set Top Box 10

verwendender Benutzer kann einen Finger in eine beliebige der Mulden 26 legen. Unterhalb der Druckplatte 24 ist im Gehäuse 18 der Fernbedienung 6 eine

Elektronik mit einem später zu beschreibenden Positionssensor in Form einer Schaltfolie 62 vorhanden, die erfasst, in welche der Mulden 26 der Finger des Benutzers gelegt ist und die mit einer nicht gezeigten Sendeschnittstelle ein entsprechendes Positionssignal 42 an die Set Top Box 10 sendet. Auf diese

Elektronik wird an späterer Stelle näher eingegangen.

Die Set Top Box 10 erkennt dann anhand des Positionssignals 42 die Mulde 26, in der der Finger des Benutzers liegt und kennzeichnet das dieser Mulde 26

zugeordnete Menüelement 16 mit einer Hervorhebung 44, die in Fig. 1 mit einer Schraffur angedeutet ist. Bewegt der Benutzer seinen Finger und legt ihn in eine andere Mulde 26, übermittelt die Fernbedienung 6 die Bewegung des Fingers über die

Sendeschnittstelle mit dem Positionssignal 42, so dass die Set Top Box 10 die Hervorhebung 44 entsprechend mitbewegen kann. Auf diese Weise kann der Benutzer stets sehen, in welcher der Mulden 26 sich sein Finger gerade befindet.

Befindet sich der Finger des Benutzers in einer Mulde 26, die einem Menüpunkt 16 zugeordnet ist, welchen der Benutzer zur Steuerung der Set Top Box 10 auswählen möchte, so drückt er die Drucktaste 24 um die Achse 20 herunter. Die noch zu beschreibende Elektronik der Fernbedienung 6 erfasst diesen Druck und sendet ebenfalls über die Sendeschnittstelle ein entsprechendes Auslösesignal 46 an die Set Top Box 10, mit dem die Funktion aktiviert wird, die dem aktuell

hervorgehobenen Menüpunkt 16 zugeordnet ist. Bevor auf die Elektronik der Fernbedienung 6 näher eingegangen wird, soll zunächst die Druckplatte 24 anhand der Fig. 2a, die die Oberseite 48 der

Druckplatte 24 zeigt und Fig. 2b, die die Unterseite 50 der Druckplatte 24 zeigt, näher beschrieben werden. Die Mulden 26 sind im Wesentlichen kugelsegmentförmig in die Oberseite 48 der Druckplatte 24 eingeformt, so dass ein Benutzer seinen Finger darin mit einer hohen Kontaktfläche zwischen Finger und Mulde 26 platzieren kann. Auf diese Weise sind die Mulden 26 für den Benutzer haptisch besonders gut erfassbar. Die einzelnen Mulden 26 haben je als maximale Breitenausdehnung den

Basiskreisradius 51 , wenn man die jeweilige Mulde 26 als Kugelsegment betrachtet und den Basiskreis als bündig mit der Oberfläche der Oberseite 48 der

Druckplatte 24 sieht. Von den einzelnen Basiskreisradien 51 sind in Fig. 2a der Übersichtlichkeit halber nicht alle mit einem eigenen Bezugszeichen versehen. Als besonders geeignet für die Taktilität haben sich Basiskreisradien 51 zwischen 5mm und 15mm erwiesen. Als in der Perspektive der Fig. 2a nicht weiter zu sehende Kugelsegmenthöhe für die Tiefenausdehnung der Mulden 26 haben sich für eine gute Taktilität zwischen 5% und 15% des jeweiligen Basiskreisradius als besonders günstig erwiesen. Grundsätzlich müssen nicht alle Mulden 26 die gleichen geometrischen Abmessungen besitzen. Ferner sind die einzelnen Mulden 26 so platziert, dass sich die Kugelsegmente überschneiden und zwischen den Mulden 26 Schnittkanten 53 ausgebildet sind. Diese Schnittkanten 53 sind für den Benutzer ebenfalls taktil sehr deutlich zu erfassen, so dass er die einzelnen Mulden 26 beim Überfahren mit seinem Finger haptisch klar voneinander trennen kann. Von den Schnittkanten 53 sind in Fig. 2a nicht alle mit einem Bezugszeichen versehen.

Die Druckplatte 24 umfasst neben den bereits genannten Mulden 26 auf der Oberseite 48 Durchgangsöffnungen 52, durch die die restlichen Tasten 30 bis 40 zum Durchstoßen der Druckplatte 48 geführt sind. Auf der Unterseite 50 der

Druckplatte 24 sind an den Durchgangsöffnungen 52 Kerben 54 ausgebildet, in die in Fig. 5a zu sehende Nasen 89 an den Tasten 28 bis 40 zur Verdrehsicherung eingreifen können. Ferner umfasst die Druckplatte 24 an der Unterseite 50 Sicherungselemente 56 und einen Schnapphaken 58, mit denen die Druckplatte 24 in der Fernbedienung 24 gegen ein Herausfallen gesichert werden kann.

Schließlich ist an der Unterseite 50 der Druckplatte 24 eine schraffiert dargestellte Klebefläche 60 vorgesehen, auf die ein kapazitiver Sensor in Form einer kapazitiven Schaltfolie 62 aufklebbar ist, die beispielhaft in den Fig. 3a von ihrer Oberseite 64 und 3b von ihrer Unterseite 66 gezeigt ist.

Die Schaltfolie 62 umfasst auf ihrer Oberseite 64 eine Klebefolie 68, über die die Schaltfolie 62 auf der Unterseite 50 der Druckplatte 24 auf die Klebefläche 50 aufklebbar ist.

Die im folgenden beschriebenen Elemente sind der Übersichtlichkeit halber nicht in Fig. 3a sondern nur in Fig. 3b mit einem Bezugszeichen versehen. In der

Schaltfolie 62 sind zwischen der Oberseite 64 und der Unterseite 66 zwölf

Kondensatorplatten 70 eingelassen, die zu dem gleichen Raster 15 angeordnet sind, wie das Raster 15 der Mulden 26 auf der Oberseite 48 der Druckplatte 48. Jeder Kondensatorplatte 70 ist beabstandet dazu eine Auswerteelektrode 72 zugeordnet, die der Übersichtlichkeit halber nicht alle mit einem Bezugszeichen versehen sind. Von jeder Auswerteelektrode 72 führt eine Auswerteleitung 74 auf der Schaltfolie 62 zu einer Schnittstelle 76, die dann an eine Auswerteelektronik in Form einer in Fig. 7a und 7b zu sehenden Leiterplatte 78 anschließbar ist. Auch die Auswerteleitungen 74 sind der Übersichtlichkeit halbe nicht alle mit einem eigenen Bezugszeichen versehen. In Fig. 4 ist die Schaltfolie 62 auf die Unterseite 50 der Druckplatte 24 aufgeklebt dargestellt.

Die Schaltfolie 62 stellt in der vorliegenden Ausführung eine erste Möglichkeit der Informationseingabe dar. Der Benutzer platziert seinen Finger in einer der

Mulden 26 auf der Oberseite 48 der Druckplatte 24 und verändert so die Kapazität zwischen der unmittelbar unter der entsprechenden Mulde 26 liegenden

Kondensatorplatte 70 und der direkt daran angrenzenden Auswerteelektrode 72. Diese veränderte Kapazität kann die Leiterplatte 78 über die Auswerteleitung 74 erfassen, auswerten und basierend darauf das Positionssignal 42 generieren, um die in Fig. 1 angedeutete Hervorhebung 44 auf dem Bildschirm 8 zu generieren.

Um das mit der Hervorhebung 44 hervorgehobene Menüelement 16 auszuwählen oder zu aktivieren, drückt der Benutzer die Druckplatte 24 in der Druckrichtung 20. Zur Erfassung dieses Druckes ist eine Schaltplatte 80 in der Fernbedienung 6 vorhanden, auf die anhand der Fig. 5a, die die Schaltplatte 80 von einer

Oberseite 82 zeigt und Fig. 5b, die die Schaltplatte 80 von einer Unterseite 84 zeigt, näher erläutert werden soll.

Auf der Oberseite 82 der Schaltplatte 80 sind ein Druckaufnahmeelement 84 für die Druckplatte 24 sowie weitere Druckaufnahmeelemente 86 für die restlichen

Tasten 30 bis 40 ausgebildet. In der Fig. 5a sind auf einige der weiteren

Druckaufnahmeelemente 86 die Tasten 28, 30, 32 bereits aufgelegt, weshalb diese weiteren Druckaufnahmeelemente 86 in der Perspektive der Fig. 5a nicht zu sehen sind. An den Tasten 30, 32 sind die zuvor erwähnten Nasen 89 zur Herstellung der Verdrehsicherung zu sehen.

Den Druckaufnahmeelementen 84, 86 gegenüberliegend auf der Unterseite 84 der Schaltplatte 80 sind Kontaktdome 88 angeordnet, die durch die Druckaufnahmeelemente 84, 86 niedergedrückt werden können, um in einer noch zu

beschreibenden Weise auf der Leiterplatte 78 einen elektrischen Kontakt

herzustellen. Zur lagesicheren Montage der gesamten Schaltplatte 80 in der Fernbedienung 6 sind auf dieser verschiedene Formschlusselemente, wie Kerben 90 und

Durchgangsbohrungen 92 angeordnet. Schließlich ist auf der Schaltplatte 80 eine Durchführöffnung 94 ausgebildet, durch die die Schnittstelle 76 der Schaltfolie 62 geführt werden kann.

In Fig. 6 ist die Schaltplatte 80 auf die Unterseite 50 der Druckplatte 24 aufgesetzt dargestellt, wobei auf die Druckplatte 24 die Schaltfolie 62 wie in Fig. 4 gezeigt aufgeklebt ist.

Die Schaltplatte 80 ist aus einem flexiblen Material gefertigt. Übt der Benutzer einen Druck auf eines der Druckaufnahmeelemente 84, 86 auf der Oberseite 82 der Schaltplatte 80 in der Druckrichtung 20 aus, so wird der Druck auf die

Kontaktdome 88 übertragen. Diese werden durch den Druck flachgedrückt und kontaktieren auf der Leiterplatte 78 einen Schaltkreis in der nachstehend zu beschreibenden Weise.

Hierzu wird auf Fig. 7a und 7b Bezug genommen, die die Leiterplatte entsprechend von einer Oberseite 96 und einer Unterseite 98 zeigen.

Auf der Leiterplatte 78 sind diverse elektrische Bauelemente getragen, die zum näheren Verständnis der Erfindung hinter der Ausführung nicht notwendig sind. Soweit die Bauelemente daher nicht mit einem eigenen Bezugszeichen versehen sind, werden diese auch nicht weiter beschrieben.

Auf der Oberseite 96 der Leiterplatte 78 sind ortsgleich zu den Kontaktdomen 88 an der Unterseite 84 der Schaltplatte 80 Kontaktelemente 100 mit je einem

Außenring 102 und einem Innenring 104 angeordnet. Drückt der Benutzer in der zuvor genannten Weise eine Taste 30 bis 40 und damit über die

Druckaufnahmeelemente 84, 86 einen der Kontaktdome 88 nieder, dann schließt der niedergedrückte Kontaktdom 88 den entsprechend in der Druckrichtung 20 unter ihm liegenden Außenring 102 mit dem Innenring 104 kurz. Im Ergebnis wird auf der Leiterplatte 78 ein Schaltkreis geschlossen. Die zu den einzelnen

Kontaktelementen 100 gehörenden Schaltkreise sind in Fig. 7a und 7b der

Übersichtlichkeit halber nicht mit einem Bezugszeichen versehen. Die Schaltkreise sind an eine Auswerteeinrichtung 106 auf der Leiterplatte 78 angeschlossen. Die Auswerteeinrichtung 106 erfasst, wenn ein einem der

Kontaktelemente 100 zugeordneter Schaltkreis geschlossen und gibt ein

entsprechendes Signal an eine Signalerzeugungseinrichtung 108 aus. Die

Signalerzeugungseinrichtung 108 überträgt dann basierend darauf das

Auslösesignal 46 an das Multimediasystem 4.

Ferner befindet sich auf der Leiterplatte ein Anschluss 1 10, an den die

Schnittstelle 76 der Schaltfolie 62 anschließbar ist. Über den Anschluss 1 10 sind die Signale auf den Auswerteleitungen 74 der Schaltfolie 62 in die

Auswerteeinrichtung 106 leitbar, die basierend darauf dann die

Signalerzeugungseinrichtung 108 ansteuert. Analog zur Übertragung des

Auslösesignals 46 überträgt die Signalerzeugungseinrichtung 108 dann das

Positionssignal 42 in Abhängigkeit dieser Ansteuerung.

Es wird auf Fig. 9 Bezug genommen, in der eine schematische Darstellung eines alternativen Multimediasystems 2' mit der Wiedergabeeinrichtung 4 und der Fernbedienung 6 gezeigt ist.

Die Fernbedienung 6 des alternativen Multimediasystem 2' ist Teil eines

Lenkrades 1 12 im Cockpit 1 14 eines nicht weiter zu sehenden Fahrzeuges. Durch das Lenkrad 1 12 hindurch ist im Hintergrund eine Armaturenanzeige 1 16 zu sehen, in der auch die Wiedergabeeinrichtung 4 des alternativen Multimediasystems 2' angeordnet ist.

In der Fernbedienung 6 des alternativen Multimediasystems 2' besitzt das

Raster 15 auf der Druckplatte 24 lediglich neun Mulden 26, die in drei Reihen und drei Spalten angeordnet sind. Der Benutzer kann das Lenkrad 1 12 mit seiner Hand umgreifen und seinen Daumen-Finger in einer der Mulden auf der Druckplatte 24 legen. In der bereits beschriebenen Weise erfasst die Fernbedienung 6 in dem alternativen Multimediasystem 2' in welcher Mulde 26 der Daumen-Finger liegt und überträgt das Positionssignal 42. Allerdings kann die Übertragung im Fahrzeug kabelgebunden erfolgen. Gemäß dem Positionssignal 42 wird das der Mulde 26, auf der der Daumen-Finger des Benutzers liegt, entsprechend zugeordnete

Menüelement 16 mit der Hervorhebung 44 im Cockpit 1 16 angezeigt. Drückt der Benutzer mit seinem Daumen-Finger die Druckplatte 24 in der

Druckrichtung 20 nieder, wird das mit der Hervorhebung 44 angezeigte

Menüelement 16 ausgelöst.

Dadurch, dass der Benutzer seine Steuerung des Menüs 14 durch die

Hervorhebung 44 vor jedem Auslösen nachvollziehen kann, braucht er keinen direkten Sichtkontakt mit der Druckplatte 24 mehr, mit der das Menü 14 gesteuert wird. Er kann das Menü so während der Fahrt mit dem Fahrzeug steuern, ohne auf seine Finger sehen zu müssen. Es ist egal, ob es sich bei dem Menü 14 um das Kachelmenü eines Smartphones oder um ein beliebiges anderes Menü handelt.