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Patent Searching and Data


Title:
GRINDING DISC HAVING A RING LAYER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/028846
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a grinding disc for processing material surfaces, comprising a disc-shaped base body (3) which has a tool side (13) that can face towards a tool and a workpiece side (12) that can face towards a workpiece, and which comprises a central recess (2), through which a rotational axis (5) engages, for direct or indirect connection of a driveshaft of a tool and at least one grinding layer (8a, 8b). The disc-shaped base body (3) also comprises at least one ring layer (18a, 18b) comprising effective grinding materials and having an inner radius (RR18aI, RR18bI) that is greater than the outer radius (RAA) of the central recess (2), and wherein at least one grinding layer section (A8a, A8b) is arranged in an intermediate region (z) between the at least one ring layer (18a, 18b) and the central recess (2).

Inventors:
KAMPS, Dr. Thomas (Huettenstr. 36, Haiger, 35708, DE)
CONRADI, Bernd (Huettenstr. 36, Haiger, 35708, DE)
SCHMIDT, Steffen (Huettenstr. 36, Haiger, 35708, DE)
Application Number:
EP2017/060798
Publication Date:
February 15, 2018
Filing Date:
May 05, 2017
Export Citation:
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Assignee:
KLINGSPOR AG (Huettenstr. 36, Haiger, 35708, DE)
International Classes:
B24B37/22; B24B37/24; B24D5/04; B24D5/14; B24D7/04; B24D7/06; B24D7/14; B24D11/04
Domestic Patent References:
WO2012157006A12012-11-22
Foreign References:
CN201544084U2010-08-11
GB530670A1940-12-17
GB1540511A1979-02-14
DE2342217A11975-03-13
US20040188266A12004-09-30
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
ADVOTEC. PATENT- UND RECHTSANWÄLTE (Dr. Thomas Grünberg, Widenmayerstr. 4, München, 80538, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Schruppscheibe zur Bearbeitung von Materialoberflächen, umfassend

einen scheibenförmigen Grundkörper (3) mit einer einem Werkzeug zuwendbaren Werkzeugseite (13) und einer einem Werkstück zuwendbaren Werkstückseite (12), der eine von einer Drehachse (5) durchgriffene zentrale Ausnehmung (2) zur direkten oder indirekten Anbindung einer Antriebswelle eines Werkzeugs und mindestens eine Schleifschicht (8a, 8b) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass der scheibenförmige Grundkörper (3) zudem mindestens eine Ringschicht (18a, 18b) umfasst, welche schleifaktive Stoffe umfasst und einen Innenradius

aufweist, welcher größer ist als der Außenradius (RAA) der zentralen Ausnehmung

(2), und dass in einem Zwischenbereich (z) zwischen der mindestens einen Ringschicht (18a, 18b) und der zentralen Ausnehmung (2) zumindest ein Schleifschichtabschnitt (Aga, Agb) angeordnet ist.

2. Schruppscheibe nach Anspruch 1 , gekennzeichnet durch mindestens zwei Schleif- schichten (8a, 8b), wobei die Ringschicht (18a, 18b) in lediglich einer der Schleifschichten (8a, 8b) angeordnet ist.

3. Schruppscheibe nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch mindestens zwei Schleifschichten (8a, 8b), wobei die Ringschicht (18a, 18b) in mindestens zwei Schleifschichten (8a, 8b) angeordnet ist. 4. Schruppscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Ringschicht (18a, 18b) über die gesamte Dicke (d) der Schruppscheibe (1) erstreckt.

5. Schruppscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringschicht (18a, 18b) einen Querschnitt hat, der als Rechteck, als Parallelogramm, als Trapez oder als beliebiges Polygon ausgeführt ist.

6. Schruppscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb des Grundkörpers (3) mehrere Ringschichten (18a, 18b) angeordnet sind.

7. Schruppscheibe nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringschichten (18a, 18b) gleichgroße oder unterschiedlich große Außenradien

und/oder Innenradien aufweisen.

8. Schruppscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Ringschicht (18a, 18b) eine andere Materialzusammensetzung aufweist als die Schleifschicht (8a, 8b), in welcher die Ringschicht (18a, 18b) angeordnet ist.

9. Schruppscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringschicht (18a, 18b) mindestens einen Zusatz aus der Gruppe umfassend Rutil, Wollastonit, Calcit und Basalt umfasst, welcher Zusatz phenolharzgebunden ist.

10. Schruppscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (3) zusätzlich einen Stabilisierungskern (16) mit einem Außenradius (RSA) zur Stabilisierung der Schruppscheibe umfasst, wobei der Stabilisie- rungskem (16) der mindestens einen Schleifschicht (8a, 8b) zugeordnet ist und umlaufend an die zentrale Ausnehmung (2) angrenzt und eine höhere Festigkeit als die mindestens eine Schleifschicht (8a, 8b) aufweist, wobei der Außenradius (RSA) des Stabilisierungskerns (16) kleiner ist als der Innenradius der Ringschicht (18a, 18b).

Description:
Schruppscheibe mit Ringschicht

Die Erfindung betrifft eine Schruppscheibe mit einer Ringschicht

Aus der Praxis ist eine Schruppscheibe bekannt, die sich für das Schruppschleifen von Materialoberflächen diverser Materialien eignet. Sie umfasst einen scheibenförmigen Grundkörper mit einer einem Werkzeug zuwendbaren Werkzeugseite und einer einem Werkstück zuwendbaren Werkstückseite. Der Grundkörper ist von einer Drehachse durchgriffen und weist eine zentrale Ausnehmung zur direkten oder indirekten Anbin- dung einer Antriebswelle eines Werkzeugs auf. Zudem umfasst der Grundkörper mindestens eine Schleifschicht.

Die bisher bekannte Schruppscheibe weist insbesondere bei hohen Drehzahlen keine zufriedenstellende Stabilität auf.„Stabilität einer Schruppscheibe" bedeutet, dass sie auch bei einem hohen Anpressdruck steif bleibt. Eine stabile Schruppscheibe ist während des Schruppvorgangs gut zu kontrollieren, so dass eine definierte oder auch hohe Abtragsleistung erreicht werden kann.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Schruppscheibe der einleitend genannten Gattung zu schaffen, welche sich durch einen verbesserten Aufbau auszeichnet und insbesondere eine verbesserte Stabilität aufweist

Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß durch die Schruppscheibe mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.

Die Schruppscheibe nach der Erfindung umfasst einen scheibenförmigen Grundkörper mit einer einem Werkzeug zuwendbaren Werkzeugseite und einer einem Werkstück zuwendbaren Werkstückseite. Der Grundkörper umfasst eine von einer Drehachse durchgriffene zentrale Ausnehmung zur direkten oder indirekten Anbindung einer Antriebswelle eines Werkzeugs und mindestens eine Schleifschicht. Die erfindungsgemäße Schruppscheibe zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass der scheibenförmige Grundkörper zudem mindestens eine Ringschicht umfasst, welche schleifaktive Stoffe umfasst und einen Innenradius aufweist, welcher größer ist als der Außenradius der zentralen Ausnehmung, und dass in einem Zwischenbereich zwischen der mindestens einen Ringschicht und der zentralen Ausnehmung zumindest ein Schleifschichtabschnitt angeordnet ist.

Zur Verbesserung der Festigkeit und Stabilität der Schruppscheibe ist somit eine Ringschicht in die Schruppscheibe eingebracht. Durch das entsprechende Einbringen, können besonders hochbelastete Bereiche aus einem Material ausgeführt werden, welches hochfester ist als ein umgebendes Material. Es sind zudem Bereiche geschaffen, die spezielle schleifaktive Zusatzstoffe enthalten können. Der Vorteil der erfindungsgemäßen Schruppscheibe liegt auch darin, dass ein Anwender während des Schruppvorgangs zwischen einzelnen Abschnitten von Schleif schichten wechseln kann, um diese je nach Bedarf im Schruppvorgang anzuwenden und somit den Schruppvorgang gezielt zu beeinflussen. Dies geschieht dadurch, dass der Anwender den Schleifwinkel zwischen Werkstück und Schruppscheibe so verändert, dass entweder nur eine Schleifschicht an der Werkstückseite das Werkstück kontaktiert oder aber zumindest eine Schleifschicht und die Ringschicht in Kontakt mit dem Werkstück kommen können.

Bei einer bevorzugten Ausfuhrungsform der Schruppscheibe nach der Erfindung umfasst die Schruppscheibe mindestens zwei Schleifschichten, wobei die Ringschicht in lediglich einer der Schleifschichten angeordnet ist. Die eine Ringschicht ist somit einer Schleifschicht zugeordnet und weist daher maximal die Höhe dieser Schleifschicht in Richtung der Drehachse auf. Mit anderen Worten ist die Höhe der Ringschicht auf die Höhe der ihr zugeordneten Schleifschicht begrenzt. Bei einer Anordnung mehrerer Ringschichten in dem Grundkörper können zwei oder mehreren Schleifschichten jeweils einer separaten Ringschicht zugeordnet sein.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausfuhrungsform der Schruppscheibe nach der Erfindung umfasst die Schruppscheibe mindestens zwei Schleifschichten, wobei die Ringschicht in mindestens zwei Schleifschichten angeordnet ist. Die eine Ringschicht kann sich somit über die gesamte Höhe der Schleifschichten erstrecken, in welcher sie angeordnet ist. Es ist auch denkbar, dass die eine Ringschicht lediglich einen Zwischenbereich zwischen zwei Schleifschichten übergreift und nicht bis zur Außenfläche einer Schruppscheibe in einem Neuzustand ragt. Mit anderen Worten ist die Ringschicht in diesem Fall komplett in der Schruppscheibe bzw. in mehreren Schleifschichten eingebettet. Es ist auch denkbar, die Höhe einer Ringschicht auf die Höhe einer Schleifschicht zu begrenzen und eine andere Ringschicht in mehreren Schleifschichten anzuordnen.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Schruppscheibe nach der Erfin- dung erstreckt sich die Ringschicht über die gesamte Höhe der Schruppscheibe. Diese Ausführungsform ist insbesondere bei einem einschichtigen Aufbau der Schruppscheibe vorteilhaft.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Schruppscheibe nach der Erfindung weist die Ringschicht einen Querschnitt auf, der als Rechteck, als Parallelogramm, als Trapez oder als beliebiges Polygon ausgeführt ist. Je nach Anwendungsanforderung kann ein unterschiedlicher Querschnitt gewählt werden, wobei jedoch die Verwendung eines Querschnitts mit ausgeprägten Kanten zu einer guten Schleifleistung führt.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Schruppscheibe nach der Erfindung sind innerhalb des Grundkörpers mehrere Ringschichten angeordnet. Es ist in diesem Fall denkbar, dass jeder Schleifschicht eine separate Ringschicht zugeordnet ist.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Schruppscheibe nach der Erfindung weisen die mehreren Ringschichten gleichgroße oder alternativ unterschiedlich große Außenradien und/oder Innenradien auf. Es ist bei gleichgroßen Radien somit möglich die mehreren Ringschichten in Richtung der Drehachse übereinander in der Schruppscheibe anzuordnen und eine Ringschicht jeweils einer Schleifschicht zuzuordnen. Bei unterschiedlich großen Radien ist es möglich, die Ringschichten übereinander anzuordnen, wobei sie in einem Schruppscheibenquerschnitt versetzt zueinander angeordnet sind. Es ist auch möglich mehrere Ringschichten innerhalb einer einzigen Schleifschicht anzuordnen. Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Schruppscheibe nach der Erfindung weist die mindestens eine Ringschicht eine andere Materialzusammensetzung auf, als die Schleif schicht, in welcher die Ringschicht angeordnet ist.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst die Ringschicht mindestens einen Zusatz aus der Gruppe umfassend Rutil, Wollastonit, Calcit und Basalt, welcher Zusatz phenolharzgebunden ist. Es ist dabei denkbar, bei der Verwendung mehrerer Ringschichten in einer Schruppscheibe identische Materialzusammensetzungen für die Ringschichten vorzusehen, als auch unterschiedliche Materialzusammensetzung für jede der verwendeten Ringschichten.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Schruppscheibe nach der Erfindung umfasst der Grundkörper zusätzlich einen Stabilisierungskern mit einem Außenradius zur Stabilisierung der Schruppscheibe. Der Stabilisierungskern ist der mindestens einen Schleifschicht zugeordnet und umlaufend an die zentrale Ausnehmung angrenzend angeordnet. Der Stabilisierungskern weist eine höhere Festigkeit als die mindestens eine Schleifschicht auf, wobei der Außenradius des Stabilisierungskerns kleiner ist als der Innenradius der Ringschicht. Im Vergleich zu der bekannten Schruppscheibe lässt sich durch den Einsatz eines Kerns in Kombination mit einer Ringschicht eine weitere Anpassung und Verbesserung der Stabilität erreichen. Der Kern dient nämlich der Stabilisierung der Schruppscheibe während ihrer Rotation.

Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen des Gegenstandes der Erfindung sind der Beschreibung, der Zeichnung und den Patentansprüchen entnehmbar. Ausführungsbeispiele von Schruppscheiben nach der Erfindung sind in der Zeichnung schematisch vereinfacht dargestellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.

Es zeigt:

Fig. 1 Einen Schnitt durch eine erfindungsgemäße Schruppscheibe nach einer ersten Ausführungsform;

Fig. 2 Einen Schnitt durch eine erfindungsgemäße Schruppscheibe nach einer weiteren Ausführungsform; Fig. 3 Einen Schnitt durch eine erfindungsgemäße Schruppscheibe nach einer weiteren Ausfuhrungsform;

Fig. 4a/4b Schnitte durch erfindungsgemäße Schruppscheiben nach weiteren

Ausfuhrungsformen;

Fig. 5a/5b Schnitte durch erfindungsgemäße Schruppscheiben nach weiteren

Ausführungsformen;

Fig. 6a/6b Schnitte durch erfindungsgemäße Schruppscheiben nach weiteren

Ausführungsformen;

Fig. 7a/7b Schnitte durch erfindungsgemäße Schruppscheiben nach weiteren

Ausfuhrungsformen; und

Fig. 8 Einen Schnitt durch eine erfindungsgemäße Schruppscheibe nach einer weiteren Ausführungsform.

Die in Figur 1 dargestellte Schruppscheibe 1 weist einen Grundkörper 3 auf. Der Grundkörper 3 umfasst eine zentrale Ausnehmung 2, welche von einer Drehachse 5 durchgriffen ist. Die Drehachse 5 liegt im Rotationszentrum der Schruppscheibe 1. In der Ausnehmung 2 ist ein Einsatz 4 zur Befestigung der Schruppscheibe 1 an einer Antriebswelle eines Werkzeugs angeordnet. Ein derartiger Einsatz 4 ist jedoch zur Realisierung der erfindungsgemäßen Schruppscheibe 1 nicht notwendig.

Der Grundkörper 3 der Schruppscheibe 1 weist eine Schleifschicht 8a auf, welche die einzige Lage der in Figur 1 dargestellten Schruppscheibe 1 bildet.

Der scheibenförmige Grundkörper 3 weist eine einem nicht dargestellte Werkzeug zuwendbare Werkzeugseite 13 und eine einem ebenfalls nicht dargestellte Werkstück zuwendbare Werkstückseite 12 auf.

Die Schleifschicht 8a und die in den übrigen Figuren 2 bis 8 dargestellten Schleifschichten 8a, 8b können schleifaktive Körnungen, wie Normalkorund braun (regulär brown fused alumin) und Derivate, Aluminiumoxid blau (blue fired alumina), Edelkorund weiß (white fused alumina), Zirkonkorund (zirconia alumina), Siliciumcarbid, Kera- mikkorn (ceramic grain), Edelkorund rosa (pink fused alumina) und/oder einkristallines Aluminiumoxid (monocrystalline alumina) umfassen. Zudem können die Schleifschichten unterstützende Füllstoffe, wie Polyaluminiumfluorid, Kryolit, Pyrit, Calcit, Wollas- tonit und/oder Graphit umfassen, welche mit Phenolharzsystemen gebunden sein können.

Der Grundkörper 3 umfasst zudem eine Ringschicht 18a, welche schleifaktive Stoffe umfasst, wobei die in Figur 1 abgebildete Ringschicht 18a und die in den übrigen Figuren 2 bis 8 abgebildeten Ringschichten 18a, 18b die bezüglich der Schleifschichten 8a, 8b beschriebenen Materialen umfassen können. Die Ringschicht 18a weist einen Innenradius auf, welcher größer ist als der Außenradius RAA der zentralen Ausnehmung 2. Die Ringschicht 18a weist zudem einen Außenradius auf, welcher kleiner ist als ein Außenradius des Grundkörpers 3. Zwischen der Ringschicht 18a und der zentralen Ausnehmung 2 ist ein Zwischenbereich z ausgebildet, in welchem ein Schleifschichtabschnitt A 8e der Schleifschicht 8a angeordnet ist. Mit anderen Worten unterbricht die Ringschicht 18a die Schleifschicht 8a.

Die Ringschicht 18a ist so angeordnet, dass sie sich über die gesamte Dicke d der Schruppscheibe 1 erstreckt. Die Ringschicht 18a ist somit sowohl von der Werkzeugseite 13 her als auch von der Werkstückseite 12 her sichtbar. Falls eine in Figur 6b exemplarisch dargestellte Verstärkungsschicht 6 werkzeugseitig vorgesehen sein sollte, kann diese die Ringschicht 18a, 18b werkzeugseitig überdecken oder ebenfalls von der Ringschicht 18a, 18b durchgriffen sein.

Figur 2 zeigt eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schruppscheibe 1, wobei jedoch nur diejenigen Merkmale beschrieben werden sollen, welche aus der Beschreibung zu Figur 1 nicht bekannt oder gegenüber dieser abgewandelt sind.

Die Schruppscheibe 1 nach Figur 2 ist zweilagig aufgebaut, wobei der Grundkörper 3 zwei Schleifschichten 8a, 8b umfasst. Zwischen den beiden Schleifschichten 8a, 8b ist eine Trennschicht 10 angeordnet, welche als Glasgewebelage aufgeführt sein kann. Die Trennschicht 10 dient der Festigkeit der Schruppscheibe 1 und der verbesserten Verbindung zwischen den zwei benachbarten Schleifschichten 8a, 8b. Die Trennschicht 10 erstreckt sich von einem Außenrand 17 der Schruppscheibe 1 bis zu der zentralen Ausnehmung 2 beziehungsweise umgreift die zentrale Ausnehmung 2 ringförmig.

Die in dem Grundkörper 3 angeordnete Ringschicht 18a ist in mehreren Schleifschichten 8a, 8b angeordnet, wobei sie die Schleifschicht 8a in Richtung der Drehachse 5 teilweise und die Schleifschicht 8b vollständig durchgreift. Die Ringschicht 18a und die Schleifschicht 8b liegen werkstückseitig offen.

Figur 3 zeigt eine Abwandlung der Schruppscheibe 1 nach Figur 2, wobei die Ringschicht 18a keine der beiden Schleifschichten 8a, 8b vollständig durchgreift. Die Ringschicht 18a ist nämlich in einem Zwischenbereich zwischen den beiden Schleif- schichten 8a, 8b angeordnet und weder von der Werkzeugseite 13 noch von der Werkstückseite 12 her sichtbar.

Die in den Figuren 2 und 3 gezeigte Ringschicht 18a durchgreift auch die Trennschicht 10, so dass die Trennschicht 10 aus einem äußeren Ring und einem inneren Ring gebildet ist. Die in den Figuren 4a bis 7b gezeigten Schnittdarstellungen verschiedener Ausführungsformen der Schruppscheibe 1 nach der Erfindung zeigen insbesondere unterschiedliche Querschnittsausführungen der Ringschichten 18a, 18b. Die Querschnittsaus- fuhrungen sind nicht auf die in den Figuren 4a bis 7b gezeigten Schruppscheiben 1 begrenzt und können auch bei einlagigen Schruppscheiben oder Schruppscheiben mit mehr als zwei Lagen und/oder einer Verstärkungsschicht Anwendung finden.

In den Figuren 4a und 4b weist der Querschnitt der Ringschichten 18a, 18b eine rechteckige Form auf, wobei Figur 4b einen quadratischen Querschnitt der Ringschichten 18a, 18b zeigt.

Figur 4a zeigt zudem exemplarisch, dass die Ringschicht 18a lediglich in der Schleif- schicht 8a und die Ringschicht 18b lediglich in der Schleifschicht 8b angeordnet ist. Somit ist jeder Schleifschicht 8a, 8b eine separate Ringschicht 18a, 18b zugeordnet. Die derart zugeordneten Ringschichten 18a, 18b sind zudem hinsichtlich ihrer Ausdehnung auf die Außenmaße der entsprechenden Schleifschichten 8a, 8b beschränkt. Die Figuren 5a und 5b zeigen einen Querschnitt der Ringschichten 18a, 18b, welcher als Parallelogramm ausgebildet ist. In Figur Sa sind die Querschnitte der Ringschichten 18a, 18b in Richtung der Rotationsachse 5 verkippt und fluchten miteinander. Es ist jedoch auch denkbar, dass der Querschnitt einer Ringschicht in Richtung der Rotations- achse 5 und der Querschnitt einer anderen Ringschicht in Richtung des Außenrandes 17 verkippt ist. Figur 5b zeigt, dass die beiden Ringschichten 18a, 18b zur Außenseite 17 verkippt sind und nicht miteinander fluchten sondern in Richtung der Rotationsachse 5 übereinander angeordnet sind.

Die Figuren 6a und 6b zeigen einen Querschnitt der Ringschichten 18a, 18b, welcher als Trapez ausgebildet ist. Die in Figur 6a gezeigten Querschnitte der Ringschichten 18a, 18b sind in Richtung der Rotationsachse 5 übereinander angeordnet und laufen in Richtung der Werkzeugseite 12 spitz zu. Es ist jedoch auch denkbar, dass eine Ringschicht in Richtung der Werkzeugseite 13 spitz zuläuft und eine andere Ringschicht in Richtung der Werkzeugseite 12 spitz zuläuft. Figur 6b zeigt eine einzige Ringschicht 18a, welche als Trapez ausgebildet ist und die beiden Schleifschichten 8a, 8b vollständig durchgreift. Die Ringschicht 18a läuft in Richtung der Werkzeugseite 13 spitz zu. Beispielhaft ist die in Figur 6b dargestellte Schruppscheibe 1 mit einer Verstärkungsschicht 6 versehen. Die Verstärkungsschicht 6 ist nicht auf die in Figur 6b dargestellte Schruppscheibe I begrenzt, sondern kann auch in den Schruppscheiben 1 gemäß den übrigen Figuren Verwendung finden.

Die Verstärkungsschicht 6 ist an der Werkzeugseite 13 der Schruppscheibe 1 angeordnet und kann einen Zusatz aus der Gruppe umfassend Rutil, Wollastonit, Calcit und Basalt umfassen. Der Zusatz kann phenolharzgebunden sein. Eine Korngröße innerhalb der Verstärkungsschicht 6 kann zwischen 0,1 mm bis 1,0 mm, vorzugsweise zwischen 0,2 mm und 0,5 mm liegen. Zudem kann die Verstärkungsschicht 6 Quarzsand umfassen. Somit weist die Verstärkungsschicht 6 eine hohe Festigkeit auf. Sie kann darüber hinaus eine netzartige Einlage umfassen, um die Stabilität der Schruppscheibe 1 weiter zu erhöhen.

Die in den Figuren 7a und 7b gezeigten Ausführungsformen der Schruppscheibe 1 sind auf Querschnitte der Ringschicht 18a als beliebiges Polygon gerichtet. Die Ringschicht 18a nach Figur 7a weist den Querschnitt eines Sterns mit fünf Spitzen auf, welcher die Schleifschichten 8a, 8b durchgreift. In Figur 7b ist ein unregelmäßiges Polygon gezeigt, welches ebenfalls beide Schleifschichten 8a, 8b durchgreift.

Figur 8a zeigt eine Schruppscheibe 1 mit einer Verstärkungsschicht 6 und zwei Schleifschichten 8a, 8b. Zwischen den Schleifschichten 8a, 8b ist jeweils eine Trennschicht 10 angeordnet.

Zudem umfasst die Schruppscheibe 1 einen Stabilisierungskern, welcher aus zwei Kernsegmenten 16a, 16b gebildet ist. Der Stabilisierungskern ist um die Drehachse 5 der Schruppscheibe 1 herum umlaufend an die zentrale Ausnehmung 2 angrenzend angeordnet bzw. bildet abschnittsweise den Rand der zentralen Ausnehmung 2. Der Stabilisierungskern 16 kann Rutil, Wollastonit, Calcit und/oder Basalt umfassen, welche phenolharzgebunden sein können. Eine Korngröße kann zwischen 0,1 mm und 1,0 mm, vorzugsweise zwischen 0,2 mm und 0,5 mm liegen.

Jeder Schleifschicht 8a, 8b ist ein Kernsegment 16a, 16b des Stabilisierungskerns zugeordnet. Das Kernsegment 16a ist zwischen zwei daran angrenzenden Trennschichten 10 angeordnet. Das Kernsegment 16b grenzt werkzeugseitig an eine Trennschicht 10 an und ist werkstückseitig offen, das heißt von einer Trennschicht 10 unbedeckt. Daraus folgt, dass die Trennschichten 10 den Stabilisierungskern in zwei Kernsegmente 16a, 16b unterteilen. Die zwei benachbarten Kernsegmente 16a, 16b sind über die dazwischen angeordnete Trennschicht 10 miteinander verbunden und definieren den Stabilisierungskern. Der Stabilisierungskern 16 weist einen Außenradius R SA auf und einen Innenradius, welcher einem Radius R A A der zentralen Ausnehmung 2 entspricht. Der Stabilisierungskern 16 weist eine höhere Festigkeit als die mindestens eine Schleifschicht 8a, 8b auf, wobei der Außenradius RS A des Stabilisierungskerns 16 kleiner ist als ein Innenradius R der Ringschichten 18a, 18b.

In der Schleifschicht 8a ist eine Ringschicht 18a angeordnet, welche einen Außenradius und den Innenradius aufweist. Der Schleifschicht 8b ist ebenfalls eine

Ringschicht 18b zugeordnet, welche einen Außenradius und den Innenradius aufweist. Figur 8 zeigt somit, dass innerhalb des Grundkörpers 3 mehrere

Ringschichten 18a, 18b angeordnet sind. Die Ringschichten 18a, 18b sind innerhalb des Grundkörpers 3 in Richtung der Rotationsachse 5 übereinander angeordnet und auf- grund unterschiedlich großer Außenradien und Innenradien versetzt zueinander ausgerichtet.

Die in Figur 8 gezeigten Ringschichten 18a, 18b sowie die in den übrigen Figuren gezeigten Ringschichten können Rutil, Wollastonit, Calcit und/oder Basalt neben den schleifaktiven Stoffen umfassen, welche phenolharzgebunden sein können.

Um eine optimale Anbindung der Schruppscheibe 1 an ein Werkzeug zu gewährleisten, ist die zentrale Ausnehmung 2 als versenkte Nabe aufgeführt.

Bezugszeichenliste