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Title:
GRIPPER DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2006/089327
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a gripper device (1) for a handing machine, for example handling shaft or manipulator (11), comprising a support device (6) which may be coupled to the handling shaft or the manipulator (11) and retainer means (5) arranged thereon, in particular a vacuum gripper (4) for a preferably planar workpiece (2), itself comprising supply means (12) for activation or deactivation of the retainer means (5). The retainer means (5) is arranged on a telescopic adjustable-length support arm (21) which is pivotably mounted in a pivot bearing (17) on the support device (6) in a pivot plane (20) parallel to the contact plane of the retainer means (5).

Inventors:
Theis, Helmut (Schilfweg 10, Pfarrkirchen, A-4540, AT)
Application Number:
PCT/AT2006/000076
Publication Date:
August 31, 2006
Filing Date:
February 23, 2006
Export Citation:
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Assignee:
TRUMPF MASCHINEN AUSTRIA GMBH & CO. KG. (Industriepark 24, Pasching, A-4061, AT)
Theis, Helmut (Schilfweg 10, Pfarrkirchen, A-4540, AT)
International Classes:
B65G47/91; B21D43/18; B25J15/06; B25J18/02; B65G47/91; B21D43/18; B25J15/06; B25J18/00
Attorney, Agent or Firm:
Lindmayr, Bauer Secklehner Rechtsanwalts-oeg (Rosenauerweg 16, Windischgarsten, A-4580, AT)
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Claims:
P a t e n t a n s p r ü c h e
1. Greifvorrichtung (1) für eine Handlingeinrichtung, insbesondere Manipulator (11) mit einer mit dem Manipulator (11) kuppelbaren Tragvorrichtung (6) und mit auf dieser angeord netem Haltemittel (5), insbesondere Vakuumgreifer (4) für einen bevorzugt plattenförmigen Werkteil (2) und mit Versorgungsmitteln (12) zur Aktivierung oder Deaktivierung des Haltemittels (5), dadurch gekennzeichnet, dass das Haltemittel (5) auf einem längenverstellbaren. Tragarm (21) angeordnet ist der in einem auf der Tragvorrichtung (6) angeordneten Schwenklager (17) in einer zu einer Kontaktebene des Haltemittels (5) parallelen Schwenkebene (20) schwenkbar gelagert ist.
2. Greifeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragarm (21) durch einen im Schwenklager (17) gelagerten Basisarm (28) und einem relativ dazu in Richtung einer Längserstreckung des Basisarmes (28) verstellbaren Kragarm (29) gebildet ist.
3. Greifeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Kragarm (29) in einer in Richtung einer Länge (38) des Basisarmes (28) verlaufenden Führungsnut (32) längs einer Seitenfläche (33) des Basisarmes (28) verstellbar geführt ist.
4. Greifeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Haltemittel (5) an einem dem Schwenklager (17) entgegen gesetzten Endbereich des Kragarms (29) angeordnet ist.
5. Greifeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich net, dass am Basisarm (28) ein weiteres in Richtung der Länge (38) des Basisarms (28) verstellbares Haltemittel (5) angeordnet ist.
6. Greifeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Haltemittel (5) in einer Führungsnut am Basisarm (28) verstellbar gelagert ist.
7. Greifeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Basisarm (28) und der Kragarm (29) bevorzugt durch Hohlprofile (30) gebildet sind.
8. Greifeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die den Tragarm (21) bildenden Hohlprofile (30) konzentrisch zueinander angeordnet sind und der Kragarm (29) vom Hohlprofil (30) des Basisarmes (28) umfasst ist.
9. Greifeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kragarm (29) am Basisarm (28) über eine lösbare Feststelleinrichtung (34) fixierbar ist.
10. Greifeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich net, dass dem Schwenklager (17) auf der Tragvorrichtung (6) und/oder auf dem Basisarm (28) eine die Schwenkbarkeit begrenzende bzw. fixierende Anschlag und Feststellvorrichtung (23) zugeordnet ist.
11. Greifeinrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn zeichnet, dass jedem Haltemittel (5) am Basisarm (28) und/oder Kragarm (29) ein mit Anschlussmitteln (45) der Tragvorrichtung (6) oder eines Kupplungselements (10) für Steuersignale und oder einem Medium leitungsverbundenes Schaltmittel (39) zugeordnet ist.
12. Greifeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich net, dass das Schaltmittel (39) durch z.B. ein elektrisch, pneumatisch etc. betätigtes Pneumatikventil (40) gebildet ist.
13. Greifeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltmittel (39) in der Tragvorrichtung angeordnet sind.
14. Greifeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das den Kragarm (29) ausbildende Hohlprofil (30) druckdicht ausgebildet ist.
15. Greifeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich net, dass das dem Haltemittel (5) des Kragarms (29) zugeordnete Schaltmittel (39) bevorzugt im Bereich des Schwenklagers (17) auf dem Basisarm (28) angeordnet ist.
16. Greifeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Innenraum des Hohlprofils (30) des Kragarmes (29) über ein Druckrohr (41) mit dem Schaltmittel (39) strömungsverbunden ist.
17. Greifeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckrohr (41) etwa konzentrisch im Hohlprofil (30) verläuft und in einer Dichtanordnung (43), z.B. O Ring Dichtung, eine Stirnwand (42) durchragt.
18. Greifeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Vakuumgreifer (4) mit dem Schaltmittel (39) bevorzugt eine Einheit ausbildet.
19. Greifeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Basisarm (28) über einen Schwenkantrieb (50), z.B. einem Elektrogetriebemotor (51) mit Zahnritzel (52) und Zahnsegment (53), schwenkbar ausgebildet ist.
20. Greifeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass für die Relatiwerstellung zwischen dem Basisarm (28) und dem Kragarm (29) ein Stellantrieb (54) angeordnet ist, z.B. ein Zahnstangentrieb (55) mit einem am Basisarm (28) angeordneten Elektromotor (56) mit Zahnritzel (57) und einer am Kragarm (29) angeordneten Zahnstange (58).
21. Greifeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Tragvorrichtung (6) mehrere der Tragarme (21) schwenkbar angeordnet sind.
22. Greifeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltemittel (5) mit Sensoren (15), z.B. Drucksensoren für eine Gewichtsnahme versehen sind.
23. Greifeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Tragvorrichtung (6) eine optisch elektronische Bilderfassungseinrichtung (60) für eine Werkteil und/oder Positionskennung angeordnet ist.
24. Greifeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bilderfassungseinrichtung (60) durch zumindest eine CCD Kamera (61) und einer Leuchteneinheit gebildet ist.
Description:
Greifvorrichtung

Die Erfindung betrifft eine Greifvorrichtung, wie sie im Oberbegriff des Anspruches 1 beschrieben ist.

Aus der DE 36 28 381 Al ist ein Greifvorrichtung zur Handhabung von Werkstücken mit einer Einrichtung bekannt, die an Saugflächen einer Mehrzahl von Saugern Unterdruck erzeugt. Der erfindungsgemäße Sauggreifer zeichnet sich dadurch aus, dass zum Greifen von Werkstücken unterschiedlicher Größe und unterschiedlichem Gewicht sowie von mehreren Werkstücken gleichzeitig die Sauger in mehreren Reihen nebeneinander angeordnet sind und dass der Unterdruck für die Sauger in jeder Reihe getrennt steuerbar ist. Hierdurch können auch Werkstücke aus einer Reihe von Werkstücken gegriffen werden, wenn die Fläche der Sauger mehrere Werkstücke überdeckt.

Aus der DE 32 34 216 Al ist eine Vorrichtung zum Be- und insbesondere Entladen von Bearbeitungsmaschinen bekannt, mit der verhindert wird, dass die Werkstückhalterungen, insbesondere Sauggreifer, an Stellen des Werkstücks angreifen, an denen Ausschnitte oder Durchbrüche angeordnet sind. Dies wird mittels einer zweiachsigen Verstellvorrichtung der Werkstückhalterungen am Greiferkopf erreicht, wobei bei einer vollautomatischen Lösung die Verstelleinrichtung mit der Koordinatensteuerung der Bearbeitungsmaschine verbunden sein kann.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Greifeinrichtung mit Haltemitteln für Werkteile, insbesondere Vakuumgreifern, zu schaffen, die einfach an unterschiedliche Werkstückgeometrien anpassbar ist.

Diese Aufgabe der Erfindung wird durch die im Kennzeichenteil des Anspruches 1 wiedergegebenen Merkmalen erreicht. Der überraschende Vorteil dabei ist, dass die Greifkoordinaten in Bezug auf die Werkteilgeometrie unter Berücksichtigung der sich im Zuge der Bear- beirung des Werkteils, z.B. bei Biegevorgängen, Stanzvorgängen etc., ändernden Abmessungen festlegbar sind und ein festgelegtes Greiffeld von keinen Vorrichtungsteilen, die Bearbeitung behindernd, oder ein Umgreifen erforderlich machend, überragt wird.

Vorteilhaft sind auch Ausführungsformen nach den Ansprüchen 2 und 3, wodurch sich eine einfache Verstellung und eine stabile Armabstützung und damit sicheres Handling ergibt.

Durch die Ausbildung nach Anspruch 4 ist es möglich, das Haltemittel am Werkteil unmit- telbar benachbart zum Rand anzusetzen d.h. mit möglichst großer Greifweite zu erfassen.

Nach einer anderen Ausführungsvariante gemäß Anspruch 5 wird eine verlässliche Aufnahme und Halterung auch großformatiger Werkteile erreicht.

Vorteilhaft ist auch eine Weiterbildung nach Anspruch 6, wodurch eine exakte Ausrichtung des Sauggreifers in Bezug auf eine Aufnahmeebene erreicht wird.

Bei der Ausgestaltung nach Anspruch 7 ist von Vorteil, dass dadurch biege- und torsionssteife Tragarme erreicht werden.

Durch die Weiterbildung nach Anspruch 8 wird erreicht, dass eine sehr kompakte und Platz sparende Anordnung vorliegt und damit eine Beeinträchtigung bei der Vornahme von Fertigungsprozessen wirkungsvoll vermieden wird.

Durch die Ausbildung nach den Ansprüchen 9 und 10 kann das eingestellte Greiffeld dauerhaft fixiert werden.

Gemäß einer vorteilhaften Ausbildung wie im Anspruch 11 beschrieben, ist entsprechend den Anforderungen an ein Greiffeld eine gezielte Beaufschlagung der erforderlichen Haltemittel mit Vakuum oder Mediumsdruck gegeben.

Dabei erweist sich eine Ausgestaltung nach Anspruch 12 vorteilhaft, wodurch verlässliche und erprobte Serienkomponenten zum Einsatz gelangen.

Nach einer vorteilhaften Weiterbildung gemäß Anspruch 13 wird eine sehr kompakte Baueinheit für die Tragvorrichtung erreicht und die Tragarme belastende Massen eingespart.

Von Vorteil sind aber auch Ausbildungen nach den Ansprüchen 14 bis 17, wodurch die Ver-

sorgung des am teleskopisch verstellbaren Kragarm angeordneten Haltemittel technisch einfach realisierbar ist und störende, lange flexible Leitungen entfallen.

Die Ausgestaltung nach Anspruch 18 ermöglicht eine sehr kompakte Bauweise der Tragvor- richtung.

Vorteilhaft sind auch die Ausbildungen nach den Ansprüchen 19 und 20, .wodurch ein automatisiertes Einstellen eines erforderlichen Greiffeldes, gesteuert von einer zentralen Steuereinrichtung entweder des Manipulators oder Fertigungseinrichtung, erreicht wird und ein kurzer Umrüstvorgang und ein verlässliches, weitestgehend fehlerfreies Justieren der Tragarme bzw. der Tragmittel nach bevorzugt in einem Steuerprogramm vorgegebenen Greifko- ordinaten gewährleistet wird.

Von Vorteil ist aber auch eine Ausbildung nach Anspruch 22, weil dadurch eine automati- sierte Kontrolle des von der Greifvorrichtung aufgenommenen Werkteils erreicht wird und die ermittelten Daten einer Qualitätskontrolle zuführbar sind und bei Aufnahme z.B. aneinander haftender Werkteile sofortige Korrekturmaßnahmen gesetzt werden können wie beispielsweise eine Störungsabschaltung und Störungsmeldung.

Möglich ist aber auch eine Ausbildung nach Anspruch 21, weil dadurch eine Optimierung des Greiffeldes entsprechend angepasst an die Werkteilgeometrie möglich ist.

Schließlich sind aber auch Ausbildungen nach den Ansprüchen 23 und 24 vorteilhaft, weil damit eine Werkteilkontrolle nach der Werkteilgeometrie aber auch eine exakte Positionie- rung der Greifvorrichtung am Werkteil erreicht wird, maßgeblich für einen hohen Qualitätsstandard des zu fertigenden Produkts.

Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert.

Es zeigen:

Fig. 1 die erfindungsgemäße Greifvorrichtung in Draufsicht;

Fig. 2 ein Detail der GreifVorrichtung in Ansicht;

Fig. 3 die GreifVorrichtung , geschnitten gemäß den Linien III-III in Fig.2;

Fig. 4 eine andere Ausbildung der erfindungsgemäßen GreifVorrichtung in einer Detaildraufsicht.

Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausfuhrungsformen gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben, unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen und sind bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen. Weiters können auch Einzelmerkmale oder Merkmalskombinationen aus den gezeigten und beschriebenen unterschiedlichen Ausführungsbeispielen für sich eigenständige, erfinderische oder erfindungsgemäße Lösungen darstellen.

In den Fig. 1 bis 3 ist eine Greifvorrichtung 1 für bevorzugt plattenförmige Werkteile 2, zu deren Aufnahme und/oder Transport und/oder Beschickung einer Fertigungseinrichtung, wie Abkantpresse, etc., gezeigt. Diese ist ausgelegt, den aufzunehmenden Werkteil 2, an einer Oberfläche 3 für dessen Manipulation zu halten, wozu im gezeigten Ausführungsbeispiel bevorzugt mit Unterdruck beaufschlagte Vakuumgreifer 4 als Haltemittel 5 vorgesehen sind die zur Abgabe des Werkteils mit Überdruck versorgt werden.

Die Greifvorrichtung 1 weist eine mit einer Handlingeinrichtung, z.B. Handlingachse, Roboter, kuppelbare Tragvorrichtung 6 auf, beispielsweise gebildet durch zwei parallel zueinander angeordnete und über Distanzelemente 7 zueinander beabstandete Tragplatten 8, 9 und z.B. einem ringförmigen Kupplungselement 10, für die Verbindung mit einer Handlingachse oder mit einem Manipulator 11.

Selbstverständlich sind auch andere Bauformen für die Tragvorrichtung, z.B. in Gehäuseform möglich.

Die Tragvorriclitung 6 ist mit Versorgungsmitteln 12 versehen, z.B. Leitungen 13, für eine Energie- und/oder Signalübertragung und mit Bohrungen 14 für ein Druckmedium, für die Aktivierung oder Deaktivierung aber auch gegebenenfalls für eine Funktions- und Zustands- kontrolle der Haltemittel 5, für z.B. Sensoren 15, die an den Haltemitteln 5 beispielsweise zur Gewichtskontrolle des aufgenommenen Werkteils 2 vorgesehen sein können.

Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Tragplatten 8, 9 der_Iragvorrichtung 6 in einem rechteckigen Format, wobei selbstverständlich auch kreisrunde, ovale oder mehreckige Formate zur Anwendung gelangen können. In Eckbereichen 16 sind zwischen den Tragplatten 8, 9 Schwenklager 17 ausgebildet, mit zu einer Mittelachse 18 der Tragvorrichtung 6 parallel ausgerichteten Schwenkachsen 19. In diesen beispielsweise vier Schwenklagern 17 sind in einer zu den Schwenkachsen 19 senkrecht ausgerichteten Schwenkebene 20 Tragarme 21 schwenkbar, gemäß - Doppelpfeil 22 - gelagert. Dem Schwenklager 17 zugeordnet ist eine einen Schwenkwinkel begrenzende und eine auf den aufzunehmenden Werkteil 2 abge- stimmte Lage des Tragarms 21 festlegende Anschlag- und Feststellvorrichtung 23 vorgesehen. Diese Anschlag- und Feststellvorrichtung 23 wird beispielsweise durch einen am Tragarm 21 angeordneten Gewindebolzen 24 gebildet, der einen kulissenförmigen Durchbruch 25 der Tragplatte 8 durchragt und die Festlegung der Lage des Tragarms 21 mittels einer am Gewindebolzen 24 aufgesetzten Sechskantmutter 26 durch Klemmung an der Tragplatte 8 er- folgt. Die Fixierung kann aber auch mittels einer Klemmschraube erfolgen.

Eine Krümmung des vom Gewindebolzen 24, bzw. der Klemmschraube durchragten Durchbruches 25 ist entsprechend einem Radius 27 zur Schwenkachse 19 ausgelegt. Eine Längserstreckung des Durchbruches 25 begrenzt den gesamten Schwenkbereich des Tragarmes 21, wobei ein gesamter Schwenkbereich bevorzugt zwischen 45° und 90° beträgt.

Der Tragarm 21 wird durch einen im Schwenklager 17 gelagerten Basisarm 28 und einem Kragarm 29 gebildet, wobei der Basisarm 28 und der Kragarm 29 bevorzugt durch Hohlprofile 30 gebildet sind und der Kragarm 29 relativ zum Basisarm 28 in Richtung einer Längs- erstreckung des Tragarms 21 gemäß - Doppelpfeil 31 - verstellbar ist. Beispielswiese ist der Kragarm 29 in einer Führungsnut 32 in einer Seitenfläche 33 des Basisarms 28 linear verstellbar geführt und über eine Feststellvorrichtung 34, z.B. eine Klemmschraube, in einer vorgesehenen Auszugslänge 35 fixierbar.

Nach einer wie im Ausfuhrungsbeispiel gewählten Bestückung des Tragarms 21 mit den Haltemitteln 5, insbesondere Vakuumgreifern 4, ist in einem Endbereich 36 des Kragarms 29 eines der Haltemittel 5 vorgesehen und ist ein weiteres der Haltemittel 5 am Basisarm 28 angeordnet und insbesondere an einer der den Kragarm 29 aufnehmenden Seitenfläche 33 ent- gegengesetzten Seitenfläche 37. Bevorzugt ist dieses Haltemittel 5 in Richtung einer Länge 38 des Basisarms 28 verstell- und einer gewählten Lage positionierbar.

Die Vakuumbeaufschlagung der Haltemittel 5 bei Aufnahme des Werkteils 2, wie auch die Druckbeaufschlagung zur Abgabe des Werkteils 2 erfolgt über aus dem Stand der Technik be- kannte elektrisch betätigte Schaltmittel 39, z.B. Pneumatikventile 40, die bevorzugt in der Tragvorrichtung 6, insbesondere zu Ventilgrappen zusammengefassόt, angeordnet sind. Möglich ist jedoch auch, dass der Vakuumgreifer 4 mit dem Pneumatikventil 40 eine Baueinheit bilden.

Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist das am Basisarm 28 angeordnetes Haltemittel 5 mit dem Pneumatikventil 40 als Einheit ausgebildet, während das Pneumatikventil 40 zur Beaufschlagung des Haltemittels 5 des Kragarmes 29 in der Tragvorrichtung 6 angeordnet ist.

Zur Versorgung des am Kragarm 29 angeordnetem Haltemittel 5 ist das Hohlprofil 30 des Kragarms 29 druckdicht ausgebildet. Die Beaufschlagung des Hohlprofϊls 30 erfolgt über ein Druckrohr 41 , zwischen dem bevorzugt am Basisarm 28, und damit mitschwenkbar, im Bereich der Tragvorrichtung 6 angeordnetem Schaltmittel 39 und dem Hohlprofil 30, wobei das Druckrohr 41 eine der Tragvorrichtung 6 zugewandte Stirnwand 42 des Hohlprofils 30 in einer Dichtanordnung 43, z.B. O-Ringdichtung, durchragt. Durch die Anordnung des Schaltmittels 39 am Basisarm 28 ist unabhängig von der Verschwenkbarkeit des Basisarms 28 die Beaufschlagung des Hohlprofϊls 30 des Kragarms 29 mit dem erforderlichen Unterdruck oder Überdruck für den Vakuumgreifer 5 über das starre Druckrohr 41 gewährleistet.

Bei einer Anordnung des bzw. der Schaltmittel 39 in der Tragvorrichtung sind flexible Verbindungsleitungen z.B. Spiralschläuche vorgesehen um die Schwenkbarkeit bzw. Längsver- Stellung zu gewährleisten.

Die bevorzugte Ansteuerung der Schaltmittel 39 zur Aktivierung bzw. Deaktivierung erfolgt über eine übergeordnete Steuereinrichtung entweder des Manipulators 11 oder zu bedienen-

den Fertigungseinrichtung und ist zur Reduzierung des Leitungs- und Installationsaufwandes für Steuer- und Signalleitungen mittels ein Asi-Bussystem vorteilhaft, wobei aber auch konventionelle Systeme möglich sind.

Die Ansteuerung der Schaltmittel 39 kann sowohl einzeln als auch gruppenweise erfolgen, wodurch eine an die jeweilige Werkstückgeometrie angepasste Auswahl der zur Anwendung gelangenden Vakuumgreifer 4 ausgewählt werden kann.

Es wird weiter noch daraufhingewiesen, dass die Anzahl und Anordnung der Tragarme 21 auf der Tragvorrichtung 6 sowie der Haltemittel 5 auf den Tragarmen 21 in keiner Weise eingeschränkt ist und es im Rahmen der Erfindung liegt, eine für den jeweiligen Verwendungszweck ausgebildet Greifvorrichtung 1 zu konzipieren.

In der Fig. 4 ist eine weitere Ausbildung der erfindungsgemäßen Greifvorrichtung 1 gezeigt. Der wesentliche Aufbau dieser beispielsweise gezeigten und beschriebenen Greifvorrichtung 1 entspricht der bereits vorhergehend beschriebenen Greifvorrichtung.

Für einen weitestgehend automatisierten Betrieb sowie zum Erreichen einer kurzen Umrüst- zeit beim Wechsel zwischen unterschiedlichen Werkteilgeometrien ist gemäß diesem Aus- führungsbeispiel für das Schwenken und Positionieren des Tragarms 21 ein Schwenkantrieb 50 auf der Tragvorrichtung 6 vorgesehen.

Dieser wird beispielsweise durch einen Elektro-Getriebemotor 51 gebildet, mit einem Zahnritzel 52, das mit einem Zahnsegment 53 im Bereich des Schwenklagers 17 des Basisarms 28 in Eingriff steht. Selbstverständlich ist anstelle der durch Zahnräder gebildeten Antriebsanordnung auch ein beispielsweise Schneckentrieb möglich.

Weiters zeigt das weitere Ausführungsbeispiel die Möglichkeit, die Verstellung des Kragarmes 29 in Bezug auf den Basisarm 28 mittels eines linearen Stellantriebes 54 zu automati- sieren. Ein derartiger Stellantrieb 54 ist beispielsweise ein elektromotorisch betriebener Spindeltrieb oder wie gezeigt ein Zahnstangentrieb 55, mit einem am Basisarm 28 angeordneten Antriebsmotor 56 mit einem Zahnritzel 57, das in Eingriff steht mit einer am Kragarm 29 angeordneten Zahnstange 58.

Mittels des Schwenkantriebes 50 und des Stellantriebes 54 ist ein automatisiertes und von einem Fertigungsprogramm steuerbares Umrüsten der GreifVorrichtung 1 bei einem Wechsel unterschiedlich zu handhabender Werkteile erreicht, wodurch einerseits die Umrüstzeit reduziert wird und Umrüstfehler weitestgehend vermieden werden.

Die Ausbildung des Schwenkantriebes 50 und des Stellantriebes 54 sollte durch eine selbst- hemmende Antriebsanordnung erfolgen, wodurch Komponenten für die Lagearretierung sowohl für das Schwenken, wie auch für die Ausfahrlänge entfallen können.

Wie weiter noch der Fig. 2 zu entnehmen, ist beispielsweise in der Tragvorrichtung eine Bilderfassungseinrichtung 60, z. B. eine CCD- Kamera 61, gegebenenfalls mit einer Beleuchtungseinrichtung, integriert, wie sie aus der WO 03/095125 Al derselben Anmelderin, bekannt ist und mit der Steuereinrichtung des Manipulators 11 bzw. mit der Steuereinrichtung der Fertigungseinrichtung leitungsverbunden ist.

Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten der Greifvorrichtung, wobei an dieser Stelle bemerkt sei, dass die Erfindung nicht auf die speziell dargestellten Ausführungsvarianten derselben eingeschränkt ist, sondern vielmehr auch diverse Kombinationen der einzelnen Ausführungsvarianten untereinander möglich sind und diese Variationsmöglichkeit aufgrund der Lehre zum technischen Handeln durch gegenständliche Erfindung im Können des auf diesem technischen Gebiet tätigen Fachmannes liegt. Es sind also auch sämtliche denkbaren Ausführungsvarianten, die durch Kombinationen einzelner Details der dargestellten und beschriebenen Ausführungsvariante möglich sind, vom Schutzumfang mitumfasst.

Der Ordnung halber sei abschließend daraufhingewiesen, dass zum besseren Verständnis des Aufbaus der Greifvorrichtung diese bzw. deren Bestandteile teilweise unmaßstäblich und/ oder vergrößert und/oder verkleinert dargestellt wurden. Die den eigenständigen erfinderischen Lösungen zugrunde liegende Aufgabe kann der Beschreibung entnommen werden.

Vor allem können die einzelnen in den Fig. 1, 2, 3; 4 gezeigten Ausführungen den Gegenstand von eigenständigen, erfindungsgemäßen Lösungen bilden. Die diesbezüglichen, erfindungsgemäßen Aufgaben und Lösungen sind den Detailbeschreibungen dieser Figuren zu entnehmen.

Bezugszeichenaufstellung

1 Greifvorrichtung 36 Endbereich

2 Werkteil 37 Seitenfläche

3 Oberfläche 38 Länge

4 Vakuumgreifer 39 Schaltmittel

5 Haltemittel 40 Pneumatikventil

6 Tragvorrichtung 41 Druckrohr

7 Distanzelement 42 Stirnwand

8 Tragplatte 43 Dichtanordnung

9 Tragplatte 44 Spiralschlauch

10 Kupplungselement 45 Anschlussmittel

11 Manipulator 50 Schwenkantrieb

12 Versorgungsmittel

13 Leitung 51 Elektro-Getriebemotor

14 Bohrung 52 Zahnritzel

15 Sensor 53 Zahnsegment

54 Stellantrieb

16 Eckbereich 55 Zahnstangentrieb

17 Schwenklager

18 Mittelachse 56 Elektromotor

19 Schwenkachse 57 Zahnritzel

20 Schwenkebene 58 Zahnstange 59

21 Tragarm 60 Bilderfassungseinrichtung

22 Doppelpfeil

23 Anschlag- u. Feststellvorrichtung 61 CCD- Kamera

24 Gewindebolzen

25 Durchbruch

26 Sechskantmutter

27 Radius

28 Basisarm

29 Kragarm

30 Hohlprofil

31 Doppelpfeil

32 Führungsnut

33 Seitenfläche

34 Feststellvorrichtung

35 Auszugslänge