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Title:
GRIPPER JAWS AND BLADES FOR AN INSULATION STRIPPER, AND INSULATION STRIPPER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/105702
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to gripper jaws (19, 20) for an insulation stripper (1), each jaw comprising a gripping surface (F) and an attachment extension (76), with ribs (81), which run transversely to a longitudinal direction of a cable (21) to be gripped when the gripping surfaces are fitted, being formed on the gripping surface (F), and comprising groove-like recesses (82) corresponding to the ribs and running between the latter, the recesses having a recess base (83). In order to further develop gripper jaws and in addition an insulation stripper having gripper jaws of this type to improve the ease of use, according to the invention when the gripper jaws (19, 20) are fitted, the ribs (81) can enter into the recesses (82) of the opposing gripper jaw (19, 20) in accordance with the thickness of the cable (21) to be gripped. The invention also relates to blades (24, 25) for an insulation stripper (1), the blades (24, 25) having, on their free ends that run into a blade tip (69) with an acute angle in cross-section, a contour line (70), which has a depression (71), when seen from a side view in which the contour line (70) forms the termination line of the blade (24, 25), the contour line (70) on an integrally formed blade (24, 25) being given and the depression (71), when seen from the side, appearing as a constantly curved line with an optionally first radius (a).

Inventors:
HOLLAND-MORITZ, Georg (Gräfenweg 15b, Steinbach-Hallenberg, 98587, DE)
BRÜCKNER, Michael (Kälberzeil 18, Steinbach-Hallenberg, 98587, DE)
LEGLER, Ralf (Hauptstraße 45, Altersbach, 98587, DE)
Application Number:
EP2018/080468
Publication Date:
June 06, 2019
Filing Date:
November 07, 2018
Export Citation:
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Assignee:
RENNSTEIG WERKZEUGE GMBH (An der Koppel 1, Steinbach-Hallenberg, 98547, DE)
International Classes:
H02G1/12
Foreign References:
EP1557920B12006-11-08
US7513177B22009-04-07
DE4420006C21998-04-23
Attorney, Agent or Firm:
MÜLLER, Enno et al. (Rieder & Partner mbB, Corneliusstraße 45, Wuppertal, 42329, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Klemmbacken (19, 20) für eine Abisolierzange (1) mit jeweils einer

Klemmfläche (F) und einem Befestigungsfortsatz (76), wobei an der Klemmfläche (F) quer zu einer Längsrichtung eines im Einbauzustand zu klemmenden Kabels (21) verlaufende Rippen (81) ausgebildet sind, mit entsprechend dazwischen verlaufenden nutartigen Ausnehmungen (82), die einen Ausnehmungsboden (83) aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass im Einbauzustand der Klemmbacken (19, 20) die Rippen (81) in Ab- hängigkeit von einer Dicke des zu greifenden Kabels (21) in die Ausneh- mungen (82) der gegenüberliegenden Klemmbacke (19, 20) einfahren können.

2. Klemmbacken nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass alle Rip- pen (81) beider im Einbauzustand gegenüberliegenden Klemmbacken (19, 20) auf einem Teil ihrer Längserstreckung eine konkave Ausbuchtung (84) aufweisen. 3. Klemmbacken nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge- kennzeichnet, dass der Ausnehmungsboden (83) über eine Länge der Ausnehmung (82) unterschiedlich tief ausgebildet ist, wobei, bevorzugt, der Ausnehmungsboden (83) im Bereich der Ausbuchtung (84) eine ge- ringste Tiefe aufweist und/ oder, bevorzugt, dass der Ausnehmungsboden (83) bezogen auf einen Längsquerschnitt der Ausnehmung (82) im Bereich der Ausbuchtung (84) eine kuppelartige Erhöhung (86) aufweist.

4. Klemmbacken nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge- kennzeichnet, dass eine größte Tiefe (f) der Ausnehmung (82) einem Drit- tel bis fünf Drittel des freien Abstandes (g) zwischen zwei Rippen (81) im Bereich ihrer Rippenoberfläche (85) entspricht.

5. Klemmbacken nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge- kennzeichnet, dass der Befestigungsfortsatz (76) plattenartig gebildet ist, mit einer sich in Erstreckungsrichtung einer Rippe (81) erstreckenden Plat- tenebene, und/ oder, dass der Befestigungsfortsatz (76) ein Langloch (79) aufweist, mit einer größten Länge senkrecht zu der Erstreckungsrichtung einer Rippe (81), wobei, bevorzugt, das Langloch (79) von einer Befesti- gungsschraube (78) durchsetzt ist, zur Schraubbefestigung der Klemmba- cke (19, 20) von einer Stirnfläche (80) einer Zangenbacke (2, 3) aus.

6. Schneiden (24, 25) für eine Abisolierzange (1), wobei die Schneiden (24, 25) an ihren freien, in einer Schneidenspitze (69) mit einem im Querschnitt spitzen Winkel auslaufenden Enden eine Konturlinie (70) aufweisen, die bezogen auf eine Seitenansicht, in der die Konturlinie (70) die Abschluss- linie der Schneide (24, 25) bildet, eine Einsenkung (71) aufweist, wobei die Konturlinie (70) an einer einteilig ausgebildeten Schneide (24, 25) gegeben ist und die Einsenkung (71) in der Seitenansicht als stetig gekrümmte Li- nie mit einem gegebenenfalls ersten Radius (a) erscheint, dadurch ge- kennzeichnet, dass sich an die Einsenkung (71) ein- oder beidseitig unter Fortsetzung der Umschließung eines eingelegten Kabels (21) eine Kontur- linie anschließt, die in einer Schneidrichtung (b) einer Schneidebene (E) sich in Richtung der Schneidrichtung (b) und der Schneidebene (E) fort- setzt und eine gegenüber der ersten Krümmung geringere Krümmung aufweist.

7. Schneiden nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die geringere Krümmung einer Kreislinie mit einem gegebenenfalls zweiten Radius folgt.

8. Schneiden nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass sich an die erste oder zweite Krümmung ein gerade verlaufender Ab- schnitt (73) der Konturlinie (70) anschließt.

9. Schneiden nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zwei äußere gerade verlaufende Abschnitte (74) ausgebildet sind, die entsprechend einer gemeinsamen Geraden verlaufen.

10. Abisolierzange mit zwei äußeren Klemmbacken (19, 20), zwei inneren Schneidbacken (22, 23) mit Schneiden (24, 25) und zwei Griffteilen (4, 5), gekennzeichnet durch Klemmbacken (19, 20) nach einem der Ansprüche 1 bis 5 und/ oder Schneiden (24, 25) nach einem der Ansprüche 6 bis 9.

Description:
Beschreibung

Klemmbacken und Schneiden für eine Abisolierzange, sowie Abisolierzange

Gebiet der Technik

[0001] Die Erfindung betrifft zunächst Klemmbacken für eine Abisolierzange mit jeweils einer Klemmfläche und einem Befestigungsfortsatz, wobei an der Klemmfläche quer zu einer Längsrichtung eines im Einbauzustand zu klem- menden Kabels verlaufende Rippen ausgebildet sind, mit entsprechend dazwi- schen verlaufenden nutenartigen Ausnehmungen, die einen Ausnehmungsbo- den aufweisen.

[0002] Weiter betrifft die Erfindung Schneiden für eine Abisolierzange, wobei die Schneiden an ihren freien, in einer Schneidenspitze mit einem im Quer- schnitt spitzen Winkel auslaufenden Enden eine Konturlinie aufweisen, die be- zogen auf eine Seitenansicht, in der die Konturlinie die Abschlusslinie der Schneide bildet, eine Einsenkung aufweist, wobei die Konturlinie an einer ein- teilig aus gebildeten Schneide gegeben ist und die Einsenkung in der Seitenan- sicht als stetig gekrümmte Linie mit einem (gegebenenfalls ersten) Radius er- scheint.

[0003] Zudem betrifft die Erfindung eine Abisolierzange mit zwei äußeren Klemmbacken, zwei inneren Schneidbacken mit Schneiden und zwei Grifftei- len.

Stand der Technik

[0004] Abisolierzangen der in Rede stehenden Art sind bekannt. Es wird bei- spielsweise auf die EP 1 557 920 Bl (US 7,513,177 B2) oder auf die DE 44 20 006 C2 verwiesen. Diese Abisolierzangen dienen zum Abisolieren von elektrischen Kabeln. Hierzu wird das Kabel zufolge eines Zusammendrückens der zangen- artig wirkenden Griffteile zwischen den äußeren Klemmbacken eingeklemmt, wobei im Zuge des weiteren Zusammendrückens der Griffteile die Schneiden in den Isoliermantel des Kabels einschneiden und diesen bevorzugt im Zuge einer weiteren Betätigung der Griffteile von dem freizulegenden Leiter abzie- hen.

Zusammenfassung der Erfindung

[0005] Im Hinblick auf den vorbeschriebenen Stand der Technik wird eine Aufgabe der Erfindung darin gesehen, Klemmbacken und Schneiden, darüber hinaus eine solche Klemmbacken und Schneiden aufweisende Abisolierzange in gebrauchsvorteilhafter Weise weiter zu verbessern. [0006] Eine mögliche Lösung der Aufgabe ist nach einem ersten Erfindungs- gedanken bei Klemmbacken gegeben, bei welchen darauf abgestellt ist, dass im Einbauzustand der Klemmbacken die Rippen in Abhängigkeit von einer Dicke des zu greifenden Kabels in die Ausnehmungen der gegenüberliegenden Klemmbacke einfahren können. [0007] Hierdurch ist erreicht, in Abhängigkeit auch von einer Dicke des zu klemmenden Teils, dass ein Formschluss der gegenüberliegenden Klemmba- cken jedenfalls am Ende des Zusammenfahrens erreichbar ist.

[0008] Bevorzugt ist auch, dass alle Rippen beider im Einbauzustand gegen- überliegenden Klemmbacken auf einem Teil ihrer Längserstreckung eine kon- kave Ausbuchtung aufweisen.

[0009] Eine solche Ausbuchtung in beiden Klemmbacken erweist sich insbe- sondere bei der Klemmung von Kabeln mit vergleichsweise kleinen Querschnit- ten von Vorteil. Das Kabel erfährt in der Ausbuchtung der Rippe eine an ihre Längserstreckung orientierte Aufnahme. Hierbei kann sich eine Klemmbacken- Schließstellung ergeben, bei welcher die Rippen der einen Klemmbacke in einer Längsrichtung außerhalb des geklemmten Kabels dieses über eine gewisse Hö- he bzw. Erstreckung des Kabels in einer Schließrichtung der Klemmenbacken umfassen oder sogar in die Ausnehmungen der anderen Klemmbacke eingrei- fen.

[0010] Die konkave Ausbuchtung kann, wie bevorzugt, bezüglich beider Klemmbacken gleich ausgebildet sein, wobei die Ausbuchtungen beider Klemmbacken mit ihren Öffnungen aufeinander zu weisen.

[0011] Durch die konkave Ausbuchtung aller Rippen einer Klemmbacke ergibt sich eine insgesamt über die Klemmbacke in einer Längserstreckung, bezogen auf ein zum Abisolieren eingelegtes Kabel, betrachtet wannenartige, natürlich die die Ausnehmung unterbrochene Vertiefung mit Bezug zu einer durch die Rippen-Stirnflächen außerhalb der Ausbuchtungen aufgespannten bevorzugt ebenen Klemmfläche.

[0012] Nach einem weiteren Erfindungsgedanken ist eine mögliche Lösung der Aufgabe bei Schneiden gegeben, bei welchen darauf abgestellt ist, dass sich an die Einsenkung ein- oder beidseitig unter Fortsetzung der Umschließung eines eingelegten Kabels eine Konturlinie anschließt, die in einer Schneidrich- tung einer Schneidebene sich in Richtung der Schneidrichtung und der

Schneidebene fortsetzt und eine gegenüber der ersten Krümmung geringere Krümmung aufweist.

[0013] Zufolge dieser Ausgestaltung sind Schneiden für eine Abisolierzange angegeben, die in vorteilhafter Weise geeignet sind zum Einschneiden des Iso- liermantels von Kabeln unterschiedlicher Durchmesser. Durch die vorgeschla- gene Schneidengeometrie ist über den üblichen Nutzungsbereich bezüglich der Kabeldurchmesser ein ausreichender Einschnitt in den Isoliermantel in Um fangsrichtung des Kabels erreichbar, so dass ein anschließendes Abziehen des abzutrennenden Abschnitts des Isoliermantels unter gegebenenfalls Abreißen eines nicht eingeschnittenen, geringen Umfangabschnittes sicher und bezüglich der Durchführung leicht erreichbar ist.

[0014] Es ist über die Einsenkung hinaus, von dieser aus betrachtet, eine wei- tere Erstreckung der Konturlinie in einer umfassenden Weise zu einem einge- legten Kabel geschaffen. Die Konturlinie erstreckt sich auch in bzw. entlang der Schneidebene, also mit einer erweiternden Ausdehnung in Querrichtung unter Bezug auf ein eingelegtes Kabel.

[0015] Bezüglich einer Abisolierzange ist eine mögliche Lösung der Aufgabe nach einem weiteren Erfindungsgedanken dadurch gegeben, dass diese mit Klemmbacken und/ oder Schneiden, aufweisend die vor- und/ oder nachbe- schriebenen Merkmale, versehen ist.

[0016] So kann die Abisolierzange Klemmbacken aufweisen, bei welchen alle Rippen beider im Einbauzustand gegenüberliegenden Klemmbacken auf einem Teil ihrer Längserstreckung eine konkave Ausbuchtung aufweisen. Darüber hinaus kann die Abisolierzange alternativ oder auch kombinativ hierzu Schnei- den aufweisen, wobei sich an die Einsenkung ein- oder beidseitig unter Fortset- zung der Umschließung eines eingelegten Kabels eine Konturlinie anschließt, die - bezogen auf eine Schneidrichtung einer Schneidebene - sich in Richtung der Schneidrichtung fortsetzt und eine gegenüber der ersten Krümmung gerin- gere Krümmung aufweist. [0017] Weitere Merkmale der Erfindung sind nachstehend, auch in der Figu- renbeschreibung, oftmals in ihrer bevorzugten Zuordnung zum Gegenstand des Anspruchs 1 und/ oder der weiteren unabhängigen Ansprüche oder zu Merkmalen weiterer Ansprüche erläutert. Sie können aber auch in einer Zuord- nung zu nur einzelnen Merkmalen des Anspruchs 1 und/ oder der weiteren unabhängigen Ansprüche oder des jeweiligen weiteren Anspruches oder je- weils unabhängig von Bedeutung sein.

[0018] So kann gemäß einer bevorzugten Ausführungsform eine Ausbuchtung einer klemmbackenseitigen Rippe bezogen auf eine Länge der Rippe mittig ausgebildet sein. Bevorzugt sind alle Ausbuchtungen einer Klemmbacke jeweils mittig ausgebildet.

[0019] Darüber hinaus kann eine Ausbuchtung tiefenmäßig den jeweils zuge- ordneten Ausnehmungsboden nicht erreichen. Entsprechend ist der tiefste Be- reich der Ausbuchtung in Richtung einer quer zur Längserstreckung der Rippe betrachteten Höhenerstreckung der Rippe beabstandet.

[0020] Auch kann der Ausnehmungsboden über eine Länge der Ausnehmung unterschiedlich tief ausgebildet sein. Dies kann durch eine zumindest partiell nicht ebenenparallele oder eine stufenartige Ausgestaltung des Ausnehmungs- bodens zu der durch die Rippenstirnflächen aufgespannten Klemmfläche gege- ben sein.

[0021] Auch kann der Ausnehmungsboden im Bereich der Ausbuchtung eine geringste Tiefe aufweisen. Die Tiefe ist hierbei bevorzugt gemessen senkrecht zur Längserstreckung eine Rippe, ausgehend von einer oberen freien Stirnflä- che der Rippe, die mit den Stirnflächen der weiteren Rippen die ebene Klemm- fläche aufspannen. So kann weiter der Ausnehmungsboden eine Erhebung aufweisen, die sich in einer bevorzugten Ausgestaltung im Bereich der Aus- buchtung der den Ausnehmungsboden begrenzenden Rippen erstrecken kann.

[0022] In einer möglichen Ausgestaltung kann hierzu der Ausnehmungsboden bezogen auf einen Querschnitt der Ausnehmung im Bereich der Ausbuchtung quer zu einer Längsrichtung einer Rippe bzw. Ausnehmung eine kuppelartige Erhöhung aufweisen. Mit Bezug auf einen solchen Längsquerschnitt kann eine Begrenzungslinie einer solchen Erhöhung einer Kreislinie folgen, gegebenen- falls mit einem durchgehend gleichbleibenden Radius, gegebenenfalls aber auch mit über die Erstreckung unterschiedlichen Radien.

[0023] So kann weiter die kuppelartige Erhöhung bezüglich der in dem Quer- schnitt betrachteten Randkante gegenläufig gekrümmt gerichtet sein zu der zu geordneten Randkante der Ausbuchtung, welche ebenfalls einer Kreislinie fol- gen kann, weiter gegebenenfalls ebenfalls mit einem gleichbleibenden oder sich über die Erstreckungslänge verändernden Radius.

[0024] Eine größte Tiefe der Ausnehmung kann einem Drittel bis fünf Drittel des freien Abstandes zwischen zwei Rippen im Bereich ihrer Rippenoberfläche entsprechen. Der Abstand zweier Rippen zueinander definiert auch die Breite der Ausnehmung im Bereich der oberen Rippenenden, gegebenenfalls vor Be- ginn der kuppelartigen Erhöhungen oder von oben betrachtet unmittelbar an- schließend an die gegebenenfalls vorgesehenen kuppelartigen Erhöhungen.

[0025] Zur Festlegung einer Klemmbacke an der Abisolierzange ist der Befes- tigungsfortsatz vorgesehen. Dieser erstreckt sich von einem Grundkörper der Klemmbacke ausgehend entgegengerichtet zu dem ebenfalls von dem Grund- körper abragenden Rippen. Der Befestigungsfortsatz kann plattenartig gebildet sein, mit einer sich in Erstreckungsrichtung einer Rippe erstreckenden Platten- ebene. Hierbei kann sich der Befestigungsfortsatz in Erstreckungsrichtung einer Rippe etwa über die halbe Erstreckungslänge bis hin zu beispielsweise vier Fünftel der Erstreckungslänge einer Rippe erstrecken. Auch kann die diesbe- zügliche Länge des Befestigungsfortsatzes der Länge einer Rippe im Wesentli- chen entsprechen, gegebenenfalls sogar diese übertreffen. Quer zu dieser Er- streckungslänge betrachtet kann der Befestigungsfortsatz eine Dicke aufweisen, die dem 1- bis 3-Fachen, gegebenenfalls bis hin zu einem 5-Fachen der in selber Richtung betrachteten Dicke einer Rippe entsprechen kann. Es ergibt sich so in bevorzugter Ausgestaltung ein schwertartiger Befestigungsfortsatz.

[0026] Zudem kann der Befestigungsfortsatz ein Langloch aufweisen, mit ei- ner größten Länge senkrecht zu der Erstreckungsrichtung einer Rippe. Das Langloch ist von einer Befestigungsschraube durchsetzt, zur Schraubbefesti- gung der Klemmbacke von einer Stirnfläche einer Zangenbacke aus. Das Lang- loch belässt beispielsweise zum Ausgleich von Toleranzen einen Spielraum hin- sichtlich des Durchgriffs der Schraube. Die Schraubbefestigung von einer Stirn- fläche einer Zangenbacke aus erweist sich als handhabungstechnisch günstig.

[0027] In einer möglichen Ausgestaltung ist eine Herstellung der Klemmbacke im Sinterverfahren vorgesehen.

[0028] Bezüglich der Schneidenkontur kann die geringere Krümmung einer Kreislinie mit einem gegebenenfalls zweiten Radius folgen, weiter entspre- chend mit einem gegenüber dem gegebenenfalls ersten Radius größeren Radi- usmaß, beispielsweise etwa dem 5- bis 20-Fachen, darüber hinaus gegebenen- falls bis hin zu einem 50-Fachen oder mehr des Maßes des ersten Radius.

[0029] Auch kann sich, wie zudem bevorzugt, an die erste oder zweite Krüm- mung ein- oder beidseitig ein gerade verlaufender Abschnitt der Konturlinie anschließen. So kann sich beispielsweise ein im Wesentlichen beispielsweise V- förmiger Verlauf der Schneidkonturlinie im Bereich der Einsenkung ergeben, wobei die V-Spitze der Einsenkung durch eine stetig gekrümmte Linie mit ei- nem gegebenenfalls ersten Radius gebildet ist. Auch kann sich ein solcher gera- de verlaufender Abschnitt der Konturlinie erst im Anschluss an eine zweite Krümmung der Konturlinie anschließen. Der gerade verlaufende Abschnitt kann bei einer Ausrichtung der Abisolierzange mit in Richtung der Schwerkraft verlaufender Schneidrichtung horizontal verlaufen.

[0030] Die mit dem ersten Radius verrundete V-Spitze bietet eine günstige Umfassung durchmesser kleiner Kabel durch die Schneide, so dass gegebenen- falls ein in Umfangsrichtung weitestgehend oder vollständig umlaufender Ein- schnitt des Isolationsmantels erreichbar sein kann.

[0031] Darüber hinaus können im Falle von zwei äußeren in Bezug auf die Einsenkung gegenüberliegend gerade verlaufende Abschnitten diese entspre- chend einer gemeinsamen Geraden verlaufen. Diese weiteren gerade verlau- fenden Abschnitte können, wie bevorzugt, im Wesentlichen die Einsenkung beidseitig begrenzen und gegebenenfalls mit der Einsenkung die Konturlinie der Schneide insgesamt bilden. Weiter können sich diese möglichen gerade ver- laufenden Abschnitte quergerichtet zur Schneidrichtung erstrecken. [0032] Eine Abisolierzange der in Rede stehenden Art ist insbesondere hand- habungstechnisch weiter verbessert zufolge Anordnung von Klemmbacken und/ oder Schneiden jeweils aufweisend eines oder mehrere der vorbeschriebe- nen Merkmale. Kurze Beschreibung der Zeichnungen

[0033] Nachstehend ist die Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung er- läutert, die aber lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellt. Auf der Zeichnung zeigt:

Fig. 1 in perspektivischer Darstellung eine Abisolierzange;

Fig. 2 in perspektivischer Einzeldarstellung ein Schneidbackenpaar;

Fig. 3 das Schneidbackenpaar in Seitenansicht;

Fig. 4 eine weitere perspektivische Darstellung des Schneidbacken- paares;

Fig. 5 den Schnitt gemäß der Linie V-V in Figur 4; Fig. 6 eine Längsschnittdarstellung durch die Abisolierzange, eine unbetätigte Grundstellung betreffend;

Fig. 7 eine der Figur 6 entsprechende Darstellung, jedoch eine Zwi- schenstellung im Zuge der Betätigung betreffend;

Fig. 8 eine Folgedarstellung zu Figur 7 im Zuge der weiteren Betäti- gung der Abisolierzange;

Fig. 9 eine Folgedarstellung zu Figur 8, die Betätigungsendstellung betreffend; Fig. 10 eine im Wesentlichen der Figur 7 entsprechende Längsschnitt- darstellung der Abisolierzange, betreffend eine Entriegelungs- Stellung einer Zugstange zur Ermöglichung eines Wechsels des Schneidbackenpaares;

Fig. 11 die Her aus Vergrößerung des Bereiches XI in Figur 6;

Fig. 12 den in Figur 11 dargestellten Bereich in partiell geschnittener

Perspektivdarstellung;

Fig. 13 eine weitere perspektivische Explosionsdarstellung des in den

Figuren 11 und 12 dar gestellten Bereichs;

Fig. 14 eine Klemmbacke der Abisolierzange in Stirnansicht;

Fig. 15 die Klemmbacke in einer weiteren Ansicht;

Fig. 16 die Klemmbacke in Seitenansicht;

Fig. 17 die Herausvergrößerung des Bereiches XVII in Figur 16;

Fig. 18 die Draufsicht auf die Klemmbacke gemäß Pfeil XVIII in Figur

14;

Fig. 19 den Schnitt gemäß der Linie XIX-XIX in Figur 18; Fig. 20 den Schnitt gemäß der Linie XX-XX in Figur 18; Fig. 21 eine Schneide einer Schneidbacke in perspektivischer Einzel- darstellung;

Fig. 22 den Schnitt gemäß der Linie XXII-XXII in Figur 21 durch die

Schneide;

Fig. 23 die Schneide in einer vergrößerten Seitenansicht;

Fig. 24 eine vergrößerte schematische Schnittdarstellung der Anord- nung beider Schneiden des Schneidbackenpaares;

Fig. 25 eine perspektivische Darstellung des Zangenmaulbereichs bei zwischen die Klemmbacken eingelegtem, abzuisolierenden Ka- bel;

Fig. 26 eine teilweise explosionsperspektivische Darstellung des Berei- ches XXVI in Figur 1;

Fig. 27 in explosionsperspektivischer Darstellung die Zangenbacken der Abisolierzange, sowie Mittel zur Einstellung einer Schnitt- tiefe der Schneidbacken;

Fig. 28 eine weitere perspektivische Darstellung gemäß Figur 27; Fig. 29 in perspektivischer Darstellung die Verstellmittel- Anordnung zur Einstellung einer Schnitttiefe der Schneidbacken;

Fig. 30 die Verstellmittel- Anordnung in Seitenansicht; Fig. 31 in einer Seitenansicht ein Exzenterteil der Verstellmittel-

Anordnung mit einem ersten und einem zweiten Exzenter;

Fig. 32 die Anordnung gemäß Figur 31 in perspektivischer Darstel- lung; Fig. 33 den Schnitt gemäß der Linie XXXTTT-XXXTTT in Figur 31 durch den Bereich des ersten Exzenter s;

Fig. 34 den Schnitt gemäß der Linie XXXIV-XXXIV in Figur 31 durch den Bereich des zweiten Exzenters;

Fig. 35 eine schematische Schnittdarstellung des Bereiches XXXV in Fi- gur 7;

Fig. 36 eine der Figur 35 entsprechende Darstellung, jedoch nach einer manuellen Schnitttiefen- Verstellung über die Verstellmittel- Anordnung.

[0034] Dargestellt und beschrieben ist, zunächst mit Bezug zu Figur 1, eine Abisolierzange 1 mit zwei Zangenbacken 2, 3 und zwei Griffteilen 4, 5. Die Zangenbacken 2 und 3 begrenzen ein Zangenmaul M.

[0035] Die Zangenbacke 2, die nachstehend als feststehend bezeichnet ist, ist über einen Wangenbereich 6 unmittelbar und fest mit dem Griffteil 4 verbun- den. [0036] Im Wangenbereich 6 bietet die Abisolierzange 1 eine Lagerung für eine Drehachse 7 mit einer geometrischen Achse x an, um welche die weiter nach- stehend bewegliche Zangenbacke 3 drehbar gehaltert ist.

[0037] Die Lagerung der beweglichen Zangenbacke 3 an der Drehachse 7 ergibt sich im Bereich eines in Erstreckungsrichtung der Achse x in Projektion zu dem Wangenbereich 6 der feststehenden Zangenbacke 3 sich erstreckenden Schulterbereiches 8 der beweglichen Zangenbacke 3.

[0038] Die Zangenmaul-Offenstellung, beispielsweise gemäß der Darstellung in Figur 6, ist anschlagbegrenzt, zufolge Abstützung eines Vorsprungbereiches 9 an der beweglichen Zangenbacke 3 an einer zugeordneten Abstützfläche 10 der feststehenden Zangenbacke 2.

[0039] Das weitere Griffteil 5 ist um eine weitere, parallel zur Drehachse 7 be- ziehungsweise deren geometrischen Achse x ausgerichtete geometrische Achse y schwenkgelagert. Die diesbezügliche körperliche Achse ist gleichfalls in dem Wangenbereich 6 der feststehenden Zangenbacke 2 beziehungsweise des fest- stehenden Griffteils 4 gehaltert.

[0040] Das bewegliche Griffteil 5 ist um die Achse y in Richtung auf das fest- stehende Griffteil 4 schwenkbar, wobei eine Schwenkverlagerung des bewegli- chen Griffteils 5 in Richtung auf das feststehende Griffteil 4 eine gekoppelte Drehbewegung der beweglichen Zangenbacke 3 um die Achse x bewirkt.

[0041] Hierzu ist an dem beweglichen Griffteil 5 ein bevorzugt abgewinkelt verlaufender Steuerhebel 11 befestigt, der mit seinem freien Ende, in dem dar- gestellten Ausführungsbeispiel mit einer in diesem Bereich bevorzugt angeord- neten Rolle 12, auf einen bspw. kulissenartig ausgebildeten Ausleger 13 des Schulterbereiches 8 der beweglichen Zangenbacke 3 einwirkt.

[0042] Der Steuerhebel 11 ist an dem beweglichen Griffteil 5 schwenkbeweg- lich gehaltert. Die diesbezügliche Schwenkachse verläuft bevorzugt parallel zur geometrischen Drehachse x.

[0043] Zwischen dem Steuerhebel 11 und dem beweglichen Griffteil 5 wirkt eine Rückstellfeder 14 bevorzugt in Form einer Schenkelfeder. Diese belastet das bewegliche Griffteil 5 in Richtung auf die in Figur 6 dargestellte Grundstel- lung. [0044] In dieser Grundstellung wirkt ein sich mit Bezug zu der geometrischen

Achse y des beweglichen Griffteils 5 abgewandt zu dem Griffbereich erstre- ckender Vorsprungbereich 15 derart auf den Schulterbereich 8 der beweglichen Zangenbacke 3 ein, dass diese in ihre anschlagbegrenzte Grundstellung ge- drängt und gehalten ist. [0045] Darüber hinaus wirkt das bewegliche Griffteil 5 über einen Lenker 16 auf eine in den Wangenbereich 6 der feststehenden Zangenbacke 2 schwenkge- lagerte Schneide 17 ein. Die Lagerung der Schneide 17 erfolgt im Wangenbe- reich 6, wobei die diesbezügliche geometrische Achse z ebenfalls parallel ver- läuft zu der geometrischen Drehachse x der beweglichen Zangenbacke 3. [0046] Die Schneide 17 liegt in einem freigeschnittenen Bereich 18 der festste- henden Zangenbacke 3 beziehungsweise des Wangenbereiches 6 frei und dient bevorzugt zum Ablängen eines Kabels, beispielsweise eines in einem weiteren Schritt abzuisolierenden Kabels. [0047] Durch die Schwenkbewegung der Schneide 17 im Zuge der Schwenk- verlagerung des beweglichen Griffteils 5 in Richtung auf das feststehende Griff- feil 4 wird ein gegebenenfalls in dem Bereich 18 einliegendes Kabel unter Ab- stützung des Kabels an den Flanken des Wangenbereiches 6, welche den Be- reich 18 begrenzen, durch die ver schwenkende Schneide 17 durchtrennt.

[0048] Die beiden Zangenbacken 2 und 3 weisen jeweils eine äußere Klemm- backe 19, 20 auf, zur klemmenden Erfassung eines zur Abisolierung eines freien Endes in das Zangenmaul M eingelegten Kabels 21, vergleiche auch Figuren 13 bis 16. [0049] Darüber hinaus sind zwei, mit Bezug auf die Anordnung der Klemm- backen 19 und 20 relativ zu der geometrischen Drehachse x, innere Schneidba- cken 22, 23 vorgesehen, jeweils in den Klemmbacken 19 und 20 zugewandten Endbereich festgelegten Schneiden 24, 25. Die Schneiden 24 und 25 sind aufei- nander zuweisend angeordnet. [0050] Die Schneidbacken 22 und 23, wozu in weiterer Einzelheit auch auf die

Figuren 2 bis 5 verwiesen wird, sind zu einem Schneidbacken-Paar 26 zusam- mengefasst und im Bereich der den Schneiden 24 und 25 abgewandten Enden über eine Schwenkachse 27 miteinander verbunden, welche Schwenkachse 27 eine Relativverschwenkbarkeit der Schneidbacken 22 und 23 zueinander er- laubt.

[0051] Die geometrische Achse der Schwenkachse 27 erstreckt sich in betriebs- bereiter Anordnung des Schneidbacken-Paares 26 bevorzugt in Parallelausrich- tung zu der Drehachse x der beweglichen Zangenbacke 3. [0052] Zwischen den Schneidbacken 22 und 23 ist eine Feder 28, in dem darge- stellten Ausführungsbeispiel in Form einer Zylinder-Druckfeder, angeordnet, welche Feder 28 die Schneidbacken 22 und 23 in eine zueinander distanzierte Offenstellung belastet.

[0053] In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist an der unteren Schneid- backe 23, d.h. an der der feststehenden Zangenbacke 2 zugeordneten Schneid- backe 22 ein in Erstreckungsrichtung der Schneidbacke 22 rastfestlegbarer An- schlagschlitten 29 vorgesehen, zum Anbieten eines Anschlages für das freie, in das Zangenmaul M eingeführte Ende des Kabels 21, um hierüber die Länge des abzuisolierenden Bereiches zu definieren.

[0054] Die Schneidbacken 22 und 23 sind in der jeweils zugeordneten Zangen- backe 2, 3 seitlich geführt, vergleiche auch beispielsweise Figuren 12 und 13, zur Ermöglichung einer ordnungsgemäßen Schiebeverlagerung der Schneidba- cken 22 und 23 in Richtung ihrer Längserstreckung, d.h. ausgehend von einer den Klemmbacken 19 und 20 zugeordneten Ausgangsstellung in Richtung einer zu den Klemmbacken 19 und 20 beabstandeten und in Richtung auf die Dreh- achse x verlagerten Endstellung und aus dieser Endstellung wieder zurück in die Ausgangsstellung.

[0055] Für diese Verlagerung der Schneidbacken 22, 23, bevorzugt des

Schneidbacken-Paares 26 insgesamt, ist eine Zugstange 30 vorgesehen. Die Schneidbacken 22, 23 können im Zuge eines Zusammendrückens der Griffteile 4, 5 gegen die Kraft einer auf die Zugstange 30 wirkenden Feder 39 aus einer Ausgangsstellung in eine Endstellung verlagert werden. Die Zugstange 30 ist hierzu weiter bevorzugt von einer in einem bspw. Langloch 34 bewegbaren Zugachse 33 durchsetzt. Die Zugstange 30 weist darüber hinaus bevorzugt an ihrem griffseitigen Ende ein an der Zugstange 30 befestigtes Verschiebeteil auf. Das Verschiebeteil kann gegen die Kraft der Feder 39 relativ zu der Zugstange 30 verschiebbar sein, zur Befreiung der Zugstange 30 auf einer griffseitigen La- gerung.

[0056] Das Verschiebeteil kann insbesondere als eine Hülse 35 ausgebildet sein.

[0057] Wenn die Zugstange 30 auf der griffseitigen Lagerung befreit ist, kann die Zugstange 30 um die Zugachse 33 verschwenkbar sein. Durch eine entspre- chende Verschwenkung werden die Schneidbacken 22, 23 von der Zugstange 30 frei gegeben. [0058] Die Zugstange 30 ist auch unter Durchsetzung einer zugstangenseiti- gen, langlochartigen Ausnehmung 31 durch die körperliche Drehachse 7 ge- führt.

[0059] Zugeordnet der Schwenkachse 27 des Schneidbacken-Paares 26 weist die Zugstange 30 eine im Wesentlichen in Richtung auf die feststehende Zan- genbacke 2, darüber hinaus im Wesentlichen in Schließ- beziehungsweise Öff- nungsrichtung der Schneidbacken 22 und 23 gerichtete Einfahröffnung 32 auf. Diese ist geschaffen durch eine insgesamt hakenartige Ausgestaltung des dies- bezüglichen Endbereiches der Zugstange 30.

[0060] In dieser Einfahröffnung 32 liegt in üblicher Nutzungsstellung der Ab- Isolierzange 1 die Schwenkachse 27 des Schneidbacken-Paares 26 ein, so dass eine zufolge der langlochartigen Ausgestaltung der Ausnehmung 31 ermöglich- te Schiebeverlagerung der Zugstange 30 zu einer entsprechenden Schiebeverla- gerung des Schneidbacken-Paares 26 führt. [0061] Diese Schiebeverlagerung der Zugstange 30 ist über eine Kopplung mit den am beweglichen Griffteil 5 gehalterten Steuerhebel 11 ermöglicht, welcher Steuerhebel 11 mit einer parallel zur Drehachse 7 aus gerichteten Zugachse 33, die in dem dargestellten Ausführungsbeispiel zugleich die Achse für die Rolle 12 bilden kann, in ein zugstangenseitiges Langloch 34 eingreift. Eine Mittellän- gslinie des Langloches 34 schließt zu einer Verlagerungsrichtung r der Zug- stange 30 einen spitzen Winkel a von etwa 60 bis 85°, weiter beispielsweise et- wa 75° ein.

[0062] Ein gegenüber dem insbesondere im Bereich der Drehachse 7 und der Zugachse 33 geführten Bereich abgekröpfter Abschnitt der Zugstange 30 ver- läuft in üblicher Nutzungsstellung der Abisolierzange 1 gegebenenfalls inner- halb des feststehenden Griffteiles 4, jedenfalls in Zuordnung zu diesem.

[0063] Im Bereich des griffseitigen Endes ist die Zugstange 30 von der genann- ten Hülse 35 umfasst. Diese ist bevorzugt unverlierbar an der Zugstange 30 gehaltert, dies unter Ermöglichung einer Schiebeverlagerbarkeit der Hülse 35 relativ zu der Zugstange 30. Dies ist ermöglicht zufolge eines zapfenartigen Halterungsteils 36, das den Hülsenquerschnitt durchsetzt, unter jeweils endsei- tiger Festlegung des zapfenförmigen Halterungsteils 36 im Bereich der Hül- senwandung 37. Das zapfenförmige Halterungsteil 36 durchsetzt hierbei die in der Hülse 35 endbereichseitig aufgenommene Zugstange 30 im Bereich eines weiteren Langlochs 38.

[0064] Innerhalb der Hülse 35 ist die Feder 39 in Form einer Zylinder- Druckfeder angeordnet, die sich einerends am Boden 40 der Hülse 35 abstützt und anderenends an einer dem Boden 40 zugewandten Schulter 41 der Zug- stange 30. Entsprechend ist eine Relativverlagerung von Zugstange 30 und Hülse 35 in Richtung der Hülsenlängsachse entgegen der Kraft der Feder 39 ermöglicht.

[0065] Die Hülse 35 ist zusammen mit dem zugeordneten Endbereich der Zugstange 30 in dem dargestellten Ausführungsbeispiel in einer griffinnensei- tigen Höhlung 42 aufgenommen, wobei sich die Hülse 35 im betriebsbereiten Zustand der Abisolierzange 1 über eine über den Boden 40 hinausragende zap- fenförmige Erweiterung an einem Höhlungsboden 43 abstützen kann.

[0066] Darüber hinaus weist die Hülse 35 einen Rastvorsprung 44 auf, zum Eingriff in eine an dem Griffteil 4, insbesondere im Bereich der Höhlung 42 ausgebildete Rastausnehmung 45.

[0067] Die Zugstange 30 kann zufolge der vorbeschriebenen Anordnung und Ausgestaltung der abgefederten Hülse 35 aus der griffteilseitigen Lagerung be- freit werden (vergleiche Figur 10). Hiernach kann, wie auch schon weiter oben ausgeführt, die Zugstange 30 um die Drehachse 7 geschwenkt werden, was zu- dem auch durch die in dem Langloch 34 der Zugstange 30 geführte Zugachse 33 ermöglicht ist. Zufolge dieser Schwenkverlagerung der Zugstange 30 in Richtung auf das bewegliche Griffteil 5 wird ein Aufschwenken des die Ein- fahröffnung 32 aufweisenden freien Endes der Zugstange 30 bewirkt, zur Frei- gabe der Schwenkachse 27 des Schneidbacken-Paares 26. Darüber hinaus kann gegebenenfalls überlagert zu der Aufschwenkbewegung der Zugstange 30 eine Linearbewegung, geführt durch die in der langlochartigen Ausnehmung 31 eingreifenden Drehachse 7, gegeben sein. Hierbei wird der über die Zugachse 33 mitgeschleppte Steuerhebel 11 entgegen der Kraft der Rückstellfeder 14 schwenkverlagert. [0068] In der aufgeschwenkten und gegebenenfalls schiebeverlagerten Stel- lung der Zugstange 30 gemäß der Darstellung in Figur 10 kann in handha- bungstechnisch günstiger Weise eine Entnahme des Schneidbacken-Paares 26 erfolgen, bevorzugt unter Durchführen einer Schwenkbewegung der Schneid- backen 22 und 23 in Richtung auf eine Schließstellung entgegen der die

Schneidbacken 22 und 23 belastenden Feder 28.

[0069] Auch ist nach einem Wiedereinsetzen eines Schneidbacken-Paares 26 die ordnungsgemäße Betriebsstellung der Abisolierzange 1 in handhabungs- technisch günstiger und werkzeugloser Weise einnehmbar. [0070] Die Schneidbacken 22 und 23 sind in Richtung auf eine Schließstellung entgegen einer die Schneidbacken 22 und 23 in eine beispielsweise in Figur 6 dargestellte Offenstellung belastende Feder 28 bei einem Zusammenführen der Griffschenkel 4 und 5 aufeinander zu bewegbar.

[0071] Die Schneidbacken 22 und 23 sind weiter als Paar zusammengefasst herausnehmbar, zum Auswechseln. In weiterer Einzelheit sind die Schneidba- cken 23 und 23 über eine Schwenkachse 27, die auch bevorzugt als Achsstift ausgebildet ist, miteinander schwenkbar verbunden.

[0072] Jede Schneidbacke 22, 23 stützt sich in der zugeordneten Zangenbacke 2, 3 über ein Kulissenteil 46, 47 ab, welches Kulissenteil 46, 47 sich wiederum an einer klemmbackenfesten Kulisse 48, 49 abstützt.

[0073] Diese mittelbare Abstützung der Schneidbacken 22, 23 an der jeweili- gen Zangenbacke 2, 3 ist aus der eingangs erwähnten EP 1 557 920 Bl bekannt. Es wird bezüglich der Wirkungsweise auch auf den Inhalt dieser Patentschrift verwiesen. [0074] Das gleitkeilartige Kulissenteil 46 beziehungsweise 47 ist geeignet zur Verlagerung entlang der backenseitig gleitkeilflächenartig ausgebildeten Kulis- se 48 beziehungsweise 49. Die Radien der miteinander wirkenden Flächen von Kulissenteil 46, 47 und Kulisse 48, 49 sind einander angepasst. Insgesamt ist eine Schiebeverlagerbarkeit der Kulissenteile 46 und 47 im Wesentlichen in Verschieberichtung r der Zugstange 30 und des Schneidbacken-Paars 26 gege ben.

[0075] Das in der beweglichen Zangenbacke 3 geführte Kulissenteil 46 ist be- vorzugt über eine Koppelstange 50 mit dem Wangenbereich 6 der feststehen- den Zangenbacke 2 beziehungsweise des feststehenden Griffteils 4 verbunden, dies über eine endseitig der Koppelstange 50 vorgesehene erste Achse 51, die in dem Wangenbereich 6 in einem ersten Langloch 52 geführt ist.

[0076] Auch das in der feststehenden Zangenbacke 2 geführte Kulissenteil 47 kann eine Koppelstange 53 aufweisen, die endseitig eine zweite Achse 54 tragen kann, zum Eingriff in ein im Schulterbereich 8 der beweglichen Zangenbacke 3 vorgesehenes zweites Langloch 55.

[0077] Mit Bezug auf eine Grundstellung beispielsweise gemäß der Darstel- lung in Figur 6 sind die Langlöcher 52 (siehe auch Figur 25) und 55 (siehe auch Figur 27) mit Bezug auf eine Projektion derselben in Richtung der geometri- schen Drehachse x in eine senkrecht zur Drehachse x ausgerichteten Ebene so ausgerichtet, dass diese zu der Verschieberichtung r im Wesentlichen jeweils einen spitzen Winkel von etwa 45° einschließen, wobei beide Langlöcher 52 und 55 im Wesentlichen in Richtung auf die Drehachse x geneigt verlaufen.

[0078] Zufolge der vorbeschriebenen Anordnung der Kulissenteile 46 und 47 in Zusammenwirkung mit den backenseitigen Kulissen 48 und 49, wie auch weiter zufolge der Anbindung der Kulissenteile 46 und 47 über die Koppel- stangen 50 und 53 an einem Bereich der im Wesentlichen gegenüberliegenden Zangenbacke ist bei dem Ausführungsbeispiel eine selbsttätige (automatische) Schneidtiefenanpassung in Abhängigkeit von dem Kabel- Außendurchmesser gegeben.

[0079] Es ergeben sich in Abhängigkeit von dem Durchmesser beziehungswei- se der Dicke des zwischen den Klemmbacken 19 und 20 zu erfassenden Kabels 21 bei entsprechendem Zusammendrücken der Griffteile 4 und 5 unterschiedli- che Schneidtiefen der Schneiden 24 und 25 der Schneidbacken 22 und 23, da in Abhängigkeit mit der erfassten Kabeldicke und der damit einhergehenden Be- abstandung der Klemmbacken 19 und 20 und hierüber der Zangenbacken 2 und 3 eine Schiebeverlagerung der Kulissenteile 46 und 47 entlang der Kulissen 48, 49 einhergeht, demzufolge sich der Abstützpunkt für die Schneidbacken 22 und 23 an den Kulissenteilen 46 und 47 ändert. Die Kulissenteile 46 und 47 werden in Abhängigkeit von der Kabeldicke in gleichem Maße in beziehungs- weise entgegen der Verschieberichtung r über die Koppelstangen 50 und 53 verlagert.

[0080] Die Einstellung der Schnitttiefe erfolgt dadurch, dass bei einem Zu- sammendrücken der Griffteile 4 und 5 und hierüber der Zangenbacken 2 und 3 und der damit verbundenen Auslenkung der beweglichen Zangenbacke 3 um die Drehachse 7 das untere Kulissenteil 47 in der feststehenden Zangenbacke 2 über die mit der beweglichen Zangenbacke 3 verbundene Koppelstange 53 leicht von der Maulspitze weggezogen wird. Dabei wird das Kulissenteil 47 um einen Betrag verschoben. Durch diese Verschiebung wird die zu geordnete Schneidbacke 23 um einen Zustellbetrag geschlossen und zugleich die Winkel- lage des Kulissenteiles 47 verändert. [0081] Synchron hierzu erfolgt über das über die Koppelstange 50 mit der fest- stehenden Zangenbacke 2 verbundene Kulissenteil 46 eine Auslenkung der be- weglichen Zangenbacke 3, so dass eine Relativbewegung des Kulissenteils 46 gegenüber der zugeordneten Kulisse 48 in gleicher Richtung wie bei dem Kulis- senteil 47 erfolgt. So erfolgen auch hier eine Zustellbewegung der zugeordneten Schneidbacke 22 senkrecht zur Längsverschiebung und die Lagekorrektur des Kulissenteils 46.

[0082] Im Zuge des Zusammendrückens der Griffteile 4 und 5 wird zunächst ein Schließen des Zangenmauls M zufolge entsprechender Schwenkverlagerung der beweglichen Zangenbacke 3 unter Überlagerung einer Schließung des

Schneidbacken-Paares 26 durchgeführt (vergleiche Figur 7). Die Schneiden 17 der Schneidbacken 22 und 23 schneiden in den Isolationsmantel des Kabels 21 ein, dies mit einer Einschnitttiefe, die gemäß der vorbeschriebenen Ausgestal- tung in Abhängigkeit von der Kabeldicke sich automatisch einstellt. [0083] Die Schwenkverlagerung der beweglichen Zangenbacke 3 ist erreicht zufolge einer entsprechenden Beaufschlagung der an dem Steuerhebel 11 ange- ordneten Rolle 12 an einer zugewandten, in der Grundstellung der Abiso- lierzange 1 in etwa in Verschieberichtung r ausgerichteten Steuerfläche des Auslegers 13. [0084] Bei weiterer Schwenkverlagerung des beweglichen Griffteiles 5 in Rich- tung auf den feststehenden Griff teil 4 gemäß der Darstellung in Figur 8 gleitet die Rolle 12 des Auslegers 13 entlang der zugewandten und vorbeschriebenen Stirnfläche des Auslegers 13 unter Überwindung der Rückstellkraft der in der Hülse 35 auf die Zugstange 30 einwirkenden Feder 39. Die Zugstange 30 wird linear in Verschieberichtung r gezogen, unter Mitschleppung des Schneidba- cken-Paars 26. Hierdurch erfolgt das Abstreifen des durch Einschneiden mittels der Schneiden 17 separierten Isolationsabschnittes 56 vom Leiter.

[0085] Gemäß der Darstellung in Figur 9 verlässt die auslegerseitige Rolle 12 bei einem weiteren Zusammendrücken der Griffteile 4 und 5 die abstützende Stellung zu dem Ausleger 13 der beweglichen Zangenbacke 3, welche zurück in Richtung auf ihre Offen-Grundstellung verschwenkt, unter gleichzeitiger Öff- nung des Zangenmauls M, wie auch des Schneidbacken-Paares 26. Dies unter anderem bedingt durch die Rückstellkraft der zwischen den Schneidbacken 22 und 23 vorgesehenen Feder 28. [0086] Das endseitig abisolierte Kabel 31 liegt zur Entnahme aus der Abiso- lierzange 1 frei. Der abgetrennte und abgezogene Isolationsabschnitt 56 liegt zur Entnahme frei oder fällt gegebenenfalls selbsttätig aus dem Zangenmaul M.

[0087] Zur Ermöglichung einer Justierung der automatischen Schneidtiefen- anpassung der Schneiden 24 und 25 der Schneidbacken 22 und 23 kann ein zentrales Verstellmittel vorgesehen sein. Dieses kann, wie beispielhaft in Figur 26 dargestellt, ein einstückig ausgebildetes Exzenterteil 57 sein mit zwei in Achsrichtung des Exzenterteils 57 zueinander beabstandeten Exzentern 58 und 59. Weiter wird hierzu auf die Figuren 31 bis 34 verwiesen.

[0088] Weiter kann das Exzenterteil 57, wie auch dargestellt, die Drehachse 7 bilden, insbesondere durch einen zwischen den Exzentern 58 und 59 gebildeten, im Querschnitt kreisrunden und konzentrischen Exzenterteilbereich.

[0089] Das Exzenterteil 57, vergleiche auch Figur 28, kann hohlwellenartig ge- bildet sein, zum Durchsatz einer zentralen, massiven Welle. Diese kann weiter gebildet sein durch einen Schraubbolzen 60, über welchen das Exzenterteil 57 an dem Wangenbereich 6 der feststehenden Zangenbacke 2 drehhalterbar ist. Der Schraubbolzen 60 stützt sich hierbei endseitig mit einem Kragen wangen- seitig ab. Diesem Kragen in Achsrichtung gegenüberliegend erfolgt eine Ver- schraubung mit einer von außen zugänglichen, tellerförmigen Handhabe 61, welche mit einem, wie dargestellten, Vierkant-Fortsatz drehfest in eine entspre- chend ausgebildete koaxiale Ausnehmung 62 des Exzenterteils 57 eingreift. Ei- ne Drehverlagerung der Handhabe 61 um die geometrische Drehachse x führt entsprechend zu einer Drehverlagerung des Exzenterteils 57 insgesamt. Es kann eine Rastdrehverlagerung gegeben sein. [0090] Der bezüglich des die Drehachse 7 ausformenden Mittelbereichs des

Exzenterteils 57 der Handhabe 61 zugewandte zweite Exzenter 59 kann insge- samt, d.h. auch bezüglich der nockenartigen Erweiterung, durchmessergrößer ausgebildet sein als der die Drehachse 7 bildende Abschnitt, während der wei- tere, entfernt zu der Handhabe 61 ausgebildete erste Exzenter 58 gegenüber dem mittleren, die Drehachse 7 bildenden Bereich durchmesser kleiner ausge- bildet sein kann.

[0091] Die Exzenter 58 und 59 wirken über erste und zweite Lenker 63, 64 auf die erste beziehungsweise zweite Achse 51, 54 der Koppelstangen 50, 53 (siehe Figuren 30, 35 und 36). [0092] Die Justierung der auch durch diese Ausgestaltung weiterhin gegebene automatische Schneidtiefeneinstellung erfolgt zufolge Verdrehen der Handhabe 61, was entsprechend über die formschlüssige Verbindung zu einer Drehverla- gerung der Exzenter 58 und 59 führt, weiter entsprechend zu einer Verlagerung der exzentrisch gegenüber der geometrischen Drehachse x im Querschnitt vor- gewölbten Steuerbereiche 65, 66 um den jeweiligen Winkelbetrag. [0093] Wie aus den Schnittdarstellungen in den Figuren 33 und 34 zu erken- nen, können gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel die Steuerbereiche 65 und 66 der Exzenter 58 und 59 mit Bezug auf die geometrische Drehachse x um einen Winkel ß von etwa 90° zueinander versetzt angeordnet sein.

[0094] Zufolge Verdrehen der Handhabe 61 und damit einhergehendem Ver- drehen der Exzenter 58 und 59 um die geometrische Drehachse x ist eine gleichmäßige und gleichgerichtete Verlagerung der ersten und zweiten Achse 51, 54 beider Koppelstangen 50 und 53 in den zugeordneten ersten und zweiten Langlöchern 52, 55 erreichbar (siehe Pfeile c). In Figur 36 ist eine gegenüber der Stellung in Figur 35 um 180° verdrehte Handhaben-Stellung gezeigt. Entspre- chend sind die Steuerbereiche 65 und 66 der Exzenter 58 und 59 in eine mit Be- zug zu der geometrischen Drehachse x gegenüberliegende Stellung verdreht, unter entsprechender Schleppmitnahme der zugeordneten Lenker 63 und 64. Letztere umfassen in einer möglichen Ausgestaltung die umlaufende Stirnflä- che des jeweiligen Exzenter s.

[0095] Die Achsen 51 und 54 sind gemäß dem Beispiel um etwa das halbe Er- streckungsmaß des jeweils zugeordneten Langlochs 52, 55 in dem Langloch 52, 55 verlagert, unter entsprechendem Mitschleppen der an den Achsen 51 und 54 angebundenen Koppelstangen 50 und 53 sowie der abschließend vorgesehenen Kulissenteile 46 und 47.

[0096] Im Falle der Anordnung einer so ausgebildeten Verstellmittel- Anordnung kann über die Handhabe 61 und entsprechend über die Exzenter 58 und 59 die Winkellage der Kulissenteile 46 und 47 und die Relativlage dersel- ben zu der jeweiligen Kulisse 48, 49 bezüglich der Grundausrichtung in der Zangenmaul-Offenstellung eingestellt werden, aus welcher Grundstellung her- aus im Zuge der üblichen Nutzung der Abisolierzange 1 eine weitere automati- sche Anpassung an die Kabeldicke erfolgen kann.

[0097] Gemäß den Darstellungen in den Figuren 35 und 36 kann eine beispiel- hafte Verstellung der Exzenter 58 und 59 um 180° zur Justierung der automati- sehen Schneidtiefeneinstellung eine in diesen Darstellungen gezeigte Öffnung der Schneidbacken 22 und 23 bezüglich eines Öffnungs Winkels g um ein Viertel bis ein Achtel, weiter beispielsweise etwa einem Sechstel des Winkelmaßes ver- größern.

[0098] Die Relativanordnung der ersten und zweiten Achse 51, 54 in den zu- geordneten Langlöchern 52 und 55 ist hierbei unabhängig von einer Schwenk- stellung der Klemmbacken 19, 20 beziehungsweise der Zangenbacken 2 und 3.

[0099] Die Abisolierzange 1 kann mit nachfolgend näher beschriebenen Klemmbacken 19 und 20 und/ oder nachstehend näher beschriebenen Schnei- den 17 versehen sein. [00100] Die Schneiden 24, 25 der Schneidbacken 22, 23 können über stirnseitig zu bedienende Schrauben 67 an der jeweiligen Schneidbacke 22 beziehungswei- se 23 festlegbar sein.

[00101] Hierzu kann jede zumindest im Wesentlichen plattenförmig gebildete Schneide 24, 25 eine von der jeweiligen Schraube 67 zu durchsetzende Bohrung 68 aufweisen.

[00102] Die Schneide 24, 25 weist eine im Nutzungszustand in Richtung auf das Zangenmaul M weisende Schneidenspitze 69 auf, mit einem im Querschnitt gemäß der Darstellungen in den Figuren 21 und 22 in einem spitzen Winkel auslaufenden Ende, das in einer Seitenansicht gemäß Figur 23 eine Konturlinie 70 bildet. In der Seitenansicht gemäß Figur 23 bildet die Konturlinie 70 zugleich eine Abschlusslinie der Schneide 17.

[00103] Die Konturlinie 70 kann eine Einsenkung 71 aufweisen. Diese erscheint in einem in Eängserstreckung der Konturlinie 70 betrachteten mittigen Bereich als stetig gekrümmte Einie (gekrümmter Bereich 72), bevorzugt einer Kreislinie, mit einem Radius a, an die sich bevorzugt beidseitig unter Fortsetzung der Um schließung eines eingelegten Kabels 21 eine Linie beziehungsweise Abschnitt 73 mit geringerer Krümmung anschließt. Gemäß dem dargestellten Ausführungs- beispiel kann diese sich an die mittige gekrümmte Linie anschließende Linie beidseitig der Krümmung eine Gerade sein, so dass sich insgesamt eine im We sentlichen V-förmige Einsenkung 71 der Konturlinie 70 ergibt, mit einer ent- sprechend mit dem Radius a verrundeten V-Spitze.

[00104] Die sich an die verrundete Kontur im Bereich 72 anschließende Kontur- linie im Abschnitt 73 kann sich, bezogen auf eine Schneidrichtung b einer Schneidebene E in Richtung der Schneidrichtung b fortsetzen (vergleiche Figur 24). Sie steigt entsprechend beim Ausführungsbeispiel und mit Bezug zu Fig. 29 ausgehend von der Einsenkung in der Schneidrichtung b nach oben an bzw. fällt nach unten ab.

[00105] Die Einsenkung 71 begrenzend setzt sich die Konturlinie 70 bevorzugt beidseitig der Einsenkung 71 fort in gerade verlaufende Abschnitte 73, 74, die entsprechend einer gemeinsamen, quer zur Schneidrichtung b verlaufenden Gerade verlaufen können.

[00106] Die Konturlinie 70 setzt sich hierbei auch in einer Ebenenerstreckung der - in Strenge gekrümmt verlaufenden, siehe Figuren 3 und 11 - Schneidebene E fort, vergl. Fig. 23. Die Konturlinie 70 erstreckt sich damit auch in der Breite und der Höhe und zwar bevorzugt relativ weniger stark in der Höhe als im Be- reich der verrundeten Kontur und relativ stark in der Breite als im Bereich der verrundeten Kontur. [00107] Jede Klemmbacke 19 beziehungsweise 20 kann, wie dargestellt, zu- nächst einen plattenförmigen Grundkörper 75 aufweisen, mit zwei gegenüber- liegenden Breitseitenflächen. Von einer Breitseitenfläche ragt bei etwa mittiger Anordnung ein Befestigungsfortsatz 76 senkrecht ab. Dieser kann plattenartig gebildet sein mit einer im Einbauzustand quer zu einer Ausrichtung eines zu ergreifenden Kabels 21 zwischen den Klemmbacken 19 und 20 sich erstrecken- den Plattenebene.

[00108] Mittels des Befestigungsfortsatzes 76 ist eine Befestigung der Klemmba- cke 19 beziehungsweise 20 an der zugeordneten Zangenbacke 2 beziehungs- weise 3 ermöglicht, zufolge Einschub des Befestigungsfortsatzes 76 in eine ent- sprechend ausgebildete Aufnahmetasche 77 der Zangenbacke 2, 3.

[00109] Die Festlegung an der Zangenbacke 2, 3 erfolgt zufolge einer Ver- schraubung. Die diesbezügliche Befestigungsschraube 78 durchsetzt hierzu eine entsprechende Bohrung in der Zangenbacke 2, 3 sowie ein Langloch 79 in dem Befestigungsfortsatz 76, wobei die Schraubbefestigung der Klemmbacke 19, 20 von einer Stirnfläche 80 der jeweiligen Zangenbacke 2, 3 aus erfolgt.

[00110] Beide Klemmbacken 19 und 20 sind bezüglich der in Einbausituation aufeinander zu weisenden Breitseiten der Grundkörper 75 mit quer zu einem zwischen die Klemmbacken 19 und 20 klemmzuhalternden Kabel 21 verlaufen- den Rippen 81 versehen. Zwischen diesen Rippen 81 verlaufen nutartige Aus- nehmungen 82 mit jeweils einem Ausnehmungsboden 83. [00111] Gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel, und bevorzugt, können je Klemmbacke 19, 20 beispielsweise sechs solcher Rippen 81 vorgesehen sein, die quer zur Längserstreckung der Rippen 81 betrachtet gleichmäßig zueinan- der beabstandet sind, vergleiche auch Figur 18. Weiter sind die Rippen 81 so angeordnet, dass diese, in Abhängigkeit von einer Dicke des zu klemmenden Kabels 21, aber auch ohne Einlegen eines Kabels 21, kammartig in die Ausneh- mungen 82 der gegenüberliegenden Klemmbacke einfahren können.

[00112] Alle Rippen 81 beider Klemmbacken 19 und 20 können, wie dargestellt, auf einem Teil ihrer Längserstreckung, weiter bevorzugt mittig ihrer Längser- streckung, eine konkave Ausbuchtung 84 aufweisen. Hieraus ergibt sich bei bevorzugt in einer Längserstreckung eines eingelegten Kabels betrachtet fluch- tender Anordnung der Ausnehmungen 84 und über alle Rippen 81 betrachtet eine im Wesentlichen mittige wannenförmige Senke - im Sinne einer Hüllfläche über die Konturlinien der Ausbuchtungen in der genannten Längserstreckung - bezüglich der in Richtung auf das Zangenmaul M weisenden Rippenoberfläche 85. Hierzu wird auch auf die Figuren 19 und 20 verwiesen.

[00113] Die Rippenoberfläche 85 beidseitig der Ausbuchtungen 84 spannen ins- gesamt eine ebene Klemmfläche F auf.

[00114] Die in Erstreckungsrichtung einer Rippe 81 betrachtete Breite d einer Ausbuchtung 84 kann etwa dem halben Rippenlängserstreckungsmaß entspre- chen. Die senkrecht zum Breitenmaß d betrachtete Tiefe e einer Ausbuchtung 84 kann etwa der halben maximalen, in selber Richtung betrachteten größten Tiefe f einer Ausnehmung 82 entsprechen.

[00115] Auch kann die größte Tiefe f einer Ausnehmung 82 in dem dargestell- ten Ausführungsbeispiel etwa dem 1,5-Fachen des quer zur Rippenlängserstre- ckung betrachteten freien Abstandes g zwischen zwei benachbarten Rippen 81 im Bereich ihrer Rippenoberfläche 85 entsprechen (vergleiche Figur 17).

[00116] Zudem kann jede Rippe 81, bezogen auf einen Querschnitt quer zur Längserstreckung der Rippe 81, ausgehend von dem Ausnehmungsboden 83 sich in Richtung zur Rippenoberfläche 85 konisch verjüngen. So können die, die Ausnehmung 82 begrenzenden Rippenaußenflächen zueinander einen Konus- winkel d von etwa 15° einschließen.

[00117] Die Rippenoberfläche 85 einer jeden Rippe 81 kann sich mit Bezug quer zu einer Längserstreckung der Rippe 81 über einen Teilbereich in einer die Klemmfläche F definierenden Ebene erstrecken, so beispielsweise gemäß der Darstellung in Figur 17 über eine Länge h, die etwa einem Drittel der in die Klemmfläche F projizierten Gesamtlänge k entsprechen kann. Der über die Länge h hinausgehende Abschnitt der Rippenoberfläche 85 kann gemäß der in Figur 17 gezeigten Ausführungsform unter einem Winkel e von etwa 5° abfal- len.

[00118] Der Ausnehmungsboden 83 kann über die Länge der Ausnehmung 82 unterschiedlich tief ausgebildet sein, entsprechend unterschiedliche Maße f aufweisen. So kann, wie auch dargestellt, im Bereich der Ausbuchtung 84 aus- nehmungsbodenseitig eine kuppelartige Erhöhung 86 vorgesehen sein mit einer in Längserstreckung der Ausnehmung 82 betrachteten Breite m, die etwa einem Drittel der Gesamtlänge der Ausnehmung 82 beziehungsweise einer Rippe 81 entsprechen kann und einer Höhe n über das Niveau des sich an die Erhöhung 86 anschließenden Bereichs des Ausnehmungsbodens 83, welche Höhe n etwa einem Drittel bis einem Fünftel der größten Tiefe f der Ausnehmung 82 ent- sprechen kann. [00119] Die Anordnung und die Abmaße von Ausbuchtung 84 und Erhöhung 86 können weiter so gewählt sein, dass selbst im Bereich der Erhöhung 86 die Ausbuchtung 84 nicht den Ausnehmungsboden 83 erreicht.

[00120] Die vorstehenden Ausführungen dienen der Erläuterung der von der Anmeldung insgesamt erfassten Erfindungen, die den Stand der Technik zu mindest durch die folgenden Merkmalskombinationen jeweils auch eigenstän- dig weiterbilden, wobei zwei, mehrere oder alle dieser Merkmalskombinatio- nen auch kombiniert sein können, nämlich:

[00121] Klemmbacken, die dadurch gekennzeichnet sind, dass im Einbauzu- stand der Klemmbacken 19, 20 die Rippen 81 in Abhängigkeit von einer Dicke des zu greifenden Kabels 21 in die Ausnehmungen 82 der gegenüberliegenden Klemmbacke 19, 20 einfahren können.

[00122] Klemmbacken, die dadurch gekennzeichnet sind, dass alle Rippen 81 beider im Einbauzustand gegenüberliegenden Klemmbacken 19, 20 auf einem Teil ihrer Längserstreckung eine konkave Ausbuchtung 84 aufweisen.

[00123] Klemmbacken, die dadurch gekennzeichnet sind, dass der Ausneh- mungsboden 83 über eine Länge der Ausnehmung 82 unterschiedlich tief aus- gebildet ist.

[00124] Klemmbacken, die dadurch gekennzeichnet sind, dass der Ausneh- mungsboden 83 im Bereich der Ausbuchtung 84 eine geringste Tiefe aufweist.

[00125] Klemmbacken, die dadurch gekennzeichnet sind, dass der Ausneh- mungsboden 83 bezogen auf einen Längsquerschnitt der Ausnehmung 82 im Bereich der Ausbuchtung 84 eine kuppelartige Erhöhung 86 aufweist. [00126] Klemmbacken, die dadurch gekennzeichnet sind, dass eine größte Tiefe f der Ausnehmung 82 einem Drittel bis fünf Drittel des freien Abstandes g zwi- schen zwei Rippen 81 im Bereich ihrer Rippenoberfläche 85 entspricht.

[00127] Klemmbacken, die dadurch gekennzeichnet sind, dass der Befesti- gungsfortsatz 76 plattenartig gebildet ist, mit einer sich in Erstreckungsrichtung einer Rippe 81 erstreckenden Plattenebene.

[00128] Klemmbacken, die dadurch gekennzeichnet sind, dass der Befesti- gungsfortsatz 76 ein Langloch 79 aufweist, mit einer größten Länge senkrecht zu der Erstreckungsrichtung einer Rippe 81. [00129] Klemmbacken, die dadurch gekennzeichnet sind, dass das Langloch 79 von einer Befestigungsschraube 78 durchsetzt ist, zur Schraubbefestigung der Klemmbacke 19, 20 von einer Stirnfläche 80 einer Zangenbacke 2, 3 aus.

[00130] Schneiden, die dadurch gekennzeichnet sind, dass sich an die Einsen- kung 71 ein- oder beidseitig unter Portsetzung der Umschließung eines einge- legten Kabels 21 eine Konturlinie anschließt, die bezogen auf eine Schneidrich- tung b einer Schneidebene E sich in Richtung der Schneidrichtung b fortsetzt und eine gegenüber der ersten Krümmung geringere Krümmung aufweist.

[00131] Schneiden, die dadurch gekennzeichnet sind, dass die geringere Krümmung einer Kreislinie mit einem gegebenenfalls zweiten Radius folgt. [00132] Schneiden, die dadurch gekennzeichnet sind, dass sich an die erste oder zweite Krümmung ein gerade verlaufender Abschnitt 73 der Konturlinie 70 an- schließt. [00133] Schneiden, die dadurch gekennzeichnet sind, dass zwei äußere gerade verlaufende Abschnitte 74 ausgebildet sind, die entsprechend einer gemeinsa- men Geraden verlaufen.

[00134] Eine Abisolierzange, gekennzeichnet durch zwei äußere Klemmbacken 19, 20, zwei innere Schneidbacken 22, 23 mit Schneiden 24, 25 und zwei Grifftei- len 4, 5.

[00135] Alle offenbarten Merkmale sind (für sich, aber auch in Kombination untereinander) erfindungswesentlich. In die Offenbarung der Anmeldung wird hiermit auch der Offenbarungsinhalt der zugehörigen/ beigefügten Prioritäts- unterlagen (Abschrift der Voranmeldung) vollinhaltlich mit einbezogen, auch zu dem Zweck, Merkmale dieser Unterlagen in Ansprüche vorliegender An- meldung mit aufzunehmen. Die Unter ansprüche charakterisieren, auch ohne die Merkmale eines in Bezug genommenen Anspruchs, mit ihren Merkmalen eigenständige erfinderische Weiterbildungen des Standes der Technik, insbe- sondere um auf Basis dieser Ansprüche Teilanmeldungen vorzunehmen. Die in jedem Anspruch angegebene Erfindung kann zusätzlich ein oder mehrere der in der vorstehenden Beschreibung, insbesondere mit Bezugsziffern versehene und/ oder in der Bezugsziffernliste angegebene Merkmale aufweisen. Die Er- findung betrifft auch Gestaltungsformen, bei denen einzelne der in der vorste- henden Beschreibung genannten Merkmale nicht verwirklicht sind, insbeson- dere soweit sie erkennbar für den jeweiligen Verwendungszweck entbehrlich sind oder durch andere technisch gleichwirkende Mittel ersetzt werden kön- nen. Liste der Bezugszeichen

1 Abisolierzange 29 Anschlagschlitten

2 feststehende Zangenbacke 30 Zugstange

3 bewegliche Zangenbacke 31 Ausnehmung

4 feststehendes Griffteil 32 Einfahröffnung

5 bewegliches Griffteil 33 Zugachse

6 Wangenbereich 34 Langloch

7 Drehachse 35 Hülse

8 Schulterbereich 36 Halterungsteil

9 Vorsprungbereich 37 Hülsenwandung

10 Abstützfläche 38 Langloch

11 Steuerhebel 39 Leder

12 Rolle 40 Boden

13 Ausleger 41 Schulter

14 Rückstellfeder 42 Höhlung

15 Vorsprungbereich 43 Höhlungsboden

16 Lenker 44 Rastvorsprung

17 Schneide 45 Rastausnehmung

18 freigeschnittener Bereich 46 Kulissenteil

19 Klemmbacke 47 Kulissenteil

20 Klemmbacke 48 Kulisse

21 Kabel 49 Kulisse

22 Schneidbacke 50 Koppelstange

23 Schneidbacke 51 erste Achse

24 Schneide 52 erstes Langloch

25 Schneide 53 Koppelstange

26 Schneidbacken-Paar 54 zweite Achse

27 Schwenkachse 55 zweites Langloch

28 Leder 56 Isolationsabschnitt Exzenterteil 84 Ausbuchtung

erster Exzenter 85 Rippenoberfläche zweiter Exzenter 86 Erhöhung

Schraubbolzen

Handhabe a Radius

Ausnehmung b Schneidrichtung erster Lenker c Pfeil

zweiter Lenker d Breite

Steuerbereich e Tiefe

Steuerbereich f Tiefe

Schraube g Abstand

Bohrung h Länge

Schneidenspitze k Gesamtlänge

Konturlinie m Breite

Einsenkung n Höhe

gekrümmter Bereich r Verschieberichtung

Abschnitt x geometrische Drehachse

Abschnitt y geometrische Achse

Grundkörper z geometrische Achse

Befestigungsforts atz E Schneidebene

Aufnahmetasche F Klemmfläche

Befestigungs schraube M Zangenmaul

Langloch a Winkel

Stirnfläche ß Winkel

Rippe g Öffnungswinkel

Ausnehmung d Konuswinkel

Ausnehmungsboden e Winkel