BORER, Silvan (Traubenweg 18b, Frick, CH-5070, CH)
Patentansprüche
1. Greifer (6, 8) für eine Greiferwebmaschine mit einer Gleitbahn, längs de- ren der Greifer (6, 8) aus einer Aufnahmeposition für einen Schussfaden
(4) in eine übergabeposition oder aus der übergabeposition in eine Abgabeposition für den Schussfaden (4) hin und her bewegbar ist, wobei der Greifer (6, 8) eine Fadenklemme mit einer beweglichen Klemmbacke (44) und einer weiteren Klemmbacke (46) aufweist, wobei die bewegliche Klemmbacke (44) mittels einer Vorspannfeder in Klemmstellung vorgespannt ist und mittels Magneteinrichtungen (20, 22; 24, 26; 28, 30) längs der Gleitbahn offenbar ist, wobei die bewegliche Klemmbacke (44) an einem Hebel (40) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Hebel (40) weiterhin ein Dauermagnet (50) angeordnet ist, der durch Zu- sammenwirken mit einem anziehenden Gegenmagneten (52) ein Zurückprallen der Klemmbacke (44) aus der Klemmstellung verhindert.
2. Greifer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die weitere Klemmbacke (46) als feste Klemmbacke (46) ausgebildet ist.
3. Greifer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Hebel (39) als zweiarmiger Hebel ausgebildet und mittels eines Drehgelenks (48) gelagert ist, wobei an einem Hebelarm (41) die bewegliche Klemmbacke (44) und am anderen Hebelarm (40) der Dauermagnet (50) zur Verhinde- rung des Zurückprallens der Klemmbacke (44) aus der Klemmstellung angeordnet ist.
4. Greifer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorspannfeder als Drehfeder (34) ausgebildet ist.
5. Greifer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch ein verschiebbares Keilmittel (38), mittels dessen der öffnungshub der beweglichen Klemmbacke (44) einstellbar ist.
6. Schussfadeneintragvorrichtung (2) für eine Greiferwebmaschine mit einer Gleitbahn und einem Bringgreifer (6) und einem Holgreifer (8) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei längs der Gleitbahn an den Aufnahme- bzw. Abgabepositionen Magneteinrichtungen (20, 22; 24, 26) zum öffnen der Fadenklemmen vorhanden sind, wobei die Magneteinrichtungen als Dau- ermagnete ausgebildet sind, wobei das öffnen der Greifer (6, 8) durch das
Vorbeifahren der Greifer (6, 8) an den Dauermagneten (20, 22; 24, 26) längs der Gleitbahn bewirkt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Dauermagnete (28, 30; 20, 22, 24, 26) im Bringgreifer (6), im Holgreifer (8) und in der Gleitbahn (38) an der übergabestation so angeordnet sind, dass ein Faden (4) vom Bringgreifer (6) auf den Holgreifer (8) durch ein abschnittweises, paralleles Bewegen des Bringgreifers (6) und des Holgreifers (8) übergebbar ist, wobei die Dauermagnete (20, 22, 24, 26) der Gleitbahn anziehend zu den Dauermagneten (28, 30) der Greifer (6, 8) gepolt sind.
7. Schussfadeneintragvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein Abschnitt der Gleitbahn mit dem Webblatt (10) verbunden ist.
8. Schussfadeneintragvorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Dauermagnete (28, 30; 20, 22, 24, 26) im Bringgreifer
(6), im Holgreifer (8) und in der Gleitbahn an der übergabestation so angeordnet sind, dass bei dem parallelen Bewegen des Bringgreifers (6) und des Holgreifers (8) die Fadenklemme des Bringgreifers (6) geöffnet wird, während die Fadenklemme des Holgreifers (8) bereits geschlossen ist.
9. Schussfadeneintragvorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass Bringgreifer (6) und Holgreifer (8) jeweils zwei Dauermagnete (158, 160, 162, 164) mit entgegen gesetzter magnetischer Ausrichtung aufweisen und dass längs der Gleitbahn an den Aufnahmebzw. Abgabepositionen jeweils zwei Dauermagnete (144, 148, 156, 152) mit entgegen gesetzter magnetischer Ausrichtung angeordnet sind.
10. Schussfadeneintragvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass längs der Gleitbahn an den Aufnahme- bzw. Abgabepositionen zwischen den beiden Dauermagneten mit entgegen gesetzter Ausrichtung jeweils ein Dauermagnet (146, 154) mit einer magnetischen Ausrichtung parallel zur Gleitbahn angeordnet ist. |
Greifer und Schussfadeneintragvorrichtung für eine Greiferwebmaschine
Technisches Gebiet
Die Erfindung betrifft einen Greifer für eine Greiferwebmaschine gemäss dem Oberbegriff von Anspruch 1. Weiterhin betrifft die Erfindung eine Schussfadeneintragvorrichtung mit einem entsprechenden Greifer.
Stand der Technik
Bei Greiferwebmaschinen wird der Schussfaden üblicherweise von einem Bring- greifer von einer Seite in das Webfach eingebracht und dann - üblicherweise in etwa in der Mitte des Webfaches - einem Holgreifer übergeben, der den Schussfaden sodann aus dem Webfach herauszieht. Dabei sind in beiden Greifern Greifelemente in einem Greifkopf ausgebildet. Die Greifer bewegen sich dabei längs von Führungselementen, die am Webblatt befestigt sind.
Aus der EP-A-O 690 160 ist eine Schussfadeneintragvorrichtung bekannt, in der für die Greifelemente Permanentmagnete vorgesehen sind, die durch entsprechend eingerichtete elektromagnetische Vorrichtungen an den Führungselementen für den Bringgreifer und den Holgreifer ein öffnen bzw. Schliessen der Grei- ferköpfe gesteuert bewirken. Hierbei entsteht aber das Problem, dass die Elekt- romagnete an den Führungselementen mit elektrischer Leistung versorgt werden müssen. Dies führt zu erheblichen Nachteilen, nämlich eine Wärmebildung sowie dem aufwändigen Führen von elektrischen Versorgungskabeln am Webblatt. Weiterhin nachteilig ist, dass eine Steuerungsvorrichtung eingerichtet und geschaltet werden muss, die bei einer erhöhten Webgeschwindigkeit mit Synchronisationsproblemen zu kämpfen hat oder aber einen komplizierten Sensormechanismus aufweisen muss. Zwar wurde in der EP-A-O 690 160 alternativ auch vorgeschlagen, Permanentmagnete als die Magnetkraft-Ausübungsvorrichtungen zu verwenden. Dabei wird allerdings vorgeschlagen, dass diese Permanentmagnete in der Nähe der Rückzugstotpunktposition auf der Schussfadeneintrag-Startseite angeordnet werden sollen. Eine solche einfache Einpunktübergabe hat sich aber als nachteilig herausgestellt.
In der EP-A-O 990 723 wird dagegen eine Lösung vorgeschlagen, bei der die mit Permanentmagneten ausgestatteten Greifer zwischen einem Paar von Permanentmagneten hindurchgeführt wird, wodurch an dieser Stelle die Greifer geöffnet werden. Bei der EP-A-O 990 723 musste dabei aber auf eine Anordnung die- ser Permanentmagnete längs der Gleitbahn verzichtet werden.
Aus der WO-A-99/60193 ist eine Greifervorrichtung bekannt, bei der auf die aufwändigen Elektromagnete am Webblatt bereits überwunden wurden, indem die Greifer jeweils einen elektrischen Aktuator aufweisen, der den Greiferkopf zu öff- nen und zu schliessen vermag. Vorgeschlagen wurde in der WO-A-99/60193, dass der Aktuator einen Elektromagnet, ein piezoelektrisches Element oder einen Linearmotor enthält.
Aus dem Stand der Technik ist weiterhin bekannt, dass eine Greifereinrichtung zwei formschlüssige Klemmbacken umfasst, die an einem Greiferkörper angeordnet sind. Dabei ist dann der Schussfaden zwischen den Klemmbacken geklemmt führbar. Bei der Aufnahme des Schussfadens durch den Bringgreifer, bei der Ll- bergabe des Schussfadens vom Bringgreifer an den Holgreifer und bei der Freigabe des Schussfadens aus dem Holgreifer kann die Greifereinrichtung geöffnet werden, wodurch der Schussfaden freigegeben wird. Das öffnen geschieht üblicherweise durch eine Bewegung der oberen Klemmbacke, so dass der Schussfaden dann frei auf der unteren Klemmbacke aufliegt.
Aus der CH-A-556 930 ist bekannt, einen Greifer mit einem beweglichen Klemm- teil und einem ortsfesten Gegenlager auszubilden, wobei am Gegenlager eine weichelastische Unterlage mit einem darauf schwimmend eingelagerten, ver- schleissfesten Auflageteil vorgesehen ist. Die in der CH-A-556 930 vorgeschlagene Ausführung zeichnet sich dadurch aus, dass das Auflageteil durch seine Form und die Elastizität der weichelastischen Unterlage festgehalten (geklemmt) und dadurch ein Auswechseln oder Entfernen des Auflageteils ermöglicht wird. Die Ausführung der CH-A-556 930 hat aber auch Nachteile.
Beim Betrieb einer solchen Greifereinrichtung hat sich herausgestellt, dass die Klemmbacke beim Schliessen zurückprellen kann, insbesondere wenn eine der Klemmbacken mit einer elastischen Auflage versehen ist. Dadurch besteht die Gefahr, dass der Faden nicht ausreichend geklemmt, das heisst mitgenommen wird.
Darstellung der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Greifereinrichtung für den Schussfadeneintrag einer Greiferwebmaschine der eingangs beschriebenen Art zu verbessern und eine sichere Mitnahme des Fadens zu gewährleisten.
Die Aufgabe wird durch eine Greifereinrichtung nach Anspruch 1 gelöst. Dabei haben die Massnahmen der Erfindung zunächst einmal zur Folge, dass - insbesondere bei hohen Betriebsfrequenzen - ein prellfreier Betrieb der Klemmbacken möglich ist, wodurch der Faden sicher gehalten und mitgenommen wird. Zudem ist die Herstellung des Greifers einfach und kann präzise durchgeführt werden und sichert auch bei hohen Drehzahlen der Webmaschine einen sicheren, stö- rungs- und verschleissarmen Betrieb.
Vorteilhafte Ausgestaltungen des Greifers gemäss der vorliegenden Erfindung sind in den Ansprüchen 2 bis 5 beschrieben.
Grundsätzlich ist es möglich, dass beim Greifer beide Klemmbacken beweglich ausgebildet sind. Vorteilhaft - da einfacher - ist es gemäss Anspruch 2 aber, wenn beim Greifer die weitere Klemmbacke als feste Klemmbacke ausgebildet ist.
Besonders vorteilhaft ist die Ausbildung des Greifers dadurch, dass der Hebel als zweiarmiger Hebel ausgebildet und mittels eines Drehgelenks gelagert ist, wobei an einem Hebelarm die bewegliche Klemmbacke und am anderen Hebelarm der Dauermagnet zur Verhinderung des Zurückprallens der Klemmbacke aus der Klemmstellung angeordnet ist (Anspruch 3). Gemäss Anspruch 4 ist beim Greifer die Vorspannfeder als Drehfeder ausgebildet.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung wird in Anspruch 5 angegeben. Der Greifer weist dabei ein verschiebbares Keilmittel auf, mittels dessen der öffnungshub der beweglichen Klemmbacke einstellbar ist.
In Anspruch 6 ist eine Anwendung des erfindungsgemässen Greifers in einer Schussfadeneintragvorrichtung angegeben. Diese zeichnet sich dadurch aus, dass die Dauermagnete im Bringgreifer, im Holgreifer und in der Gleitbahn an der übergabestation so angeordnet sind, dass ein Faden vom Bringgreifer auf den Holgreifer durch ein abschnittweises, paralleles Bewegen des Bringgreifers und des Holgreifers übergebbar ist, wobei die Dauermagnete der Gleitbahn anziehend zu den Dauermagneten der Greifer gepolt sind.
Vorteilhaft ist es dabei, wenn ein Abschnitt der Gleitbahn mit dem Webblatt ver- bunden ist (Anspruch 7).
Eine vorteilhafte Durchführung des Schussfadeneintrags ist dann möglich, wenn die Dauermagnete im Bringgreifer, im Holgreifer und in der Gleitbahn an der Cl- bergabestation so angeordnet sind, dass bei dem parallelen Bewegen des Bring- greifers und des Holgreifers die Fadenklemme des Bringgreifers geöffnet wird, während die Fadenklemme des Holgreifers bereits geschlossen ist (Anspruch 8).
Um die Wirkung und damit die mögliche Webgeschwindigkeit noch zu erhöhen und um die Schussfadeneintragvorrichtung zuverlässiger auszugestalten, ist es vorteilhaft, wenn Bringgreifer und Holgreifer jeweils zwei Dauermagnete mit entgegen gesetzter magnetischer Ausrichtung aufweisen und dass längs der Gleitbahn an den Aufnahme- bzw. Abgabepositionen jeweils zwei Dauermagnete mit entgegen gesetzter magnetischer Ausrichtung angeordnet sind (Anspruch 9). Diese Wirkung kann noch dadurch erhöht werden, wenn längs der Gleitbahn an den Aufnahme- bzw. Abgabepositionen zwischen den beiden Dauermagneten mit entgegen gesetzter Ausrichtung jeweils ein Dauermagnet mit einer magnetischen Ausrichtung parallel zur Gleitbahn angeordnet ist (Anspruch 10).
Die vorbenannten sowie die beanspruchten und in den nachfolgenden Ausführungsbeispielen beschriebenen, erfindungsgemäss zu verwendenden Elemente unterliegen in ihrer Grosse, Formgestaltung, Materialverwendung und ihrer technischen Konzeption keinen besonderen Ausnahmebedingungen, so dass die in dem jeweiligen Anwendungsgebiet bekannten Auswahlkriterien uneingeschränkt Anwendung finden können.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand schematischer Zeichnungen nachfolgend näher beschrieben, dabei zeigen:
Figur 1 eine schematische Darstellung einer Schussfadeneintragvorrichtung gemäss einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung mit dem Bringgreifer und dem Holgreifer vor dem Webblatt;
Figur 2 eine Detaildarstellung des erfindungsgemässen Greifers, hier des
Holgreifers, gemäss Figur 1,
Figur 3 eine Darstellung einer alternativen Ausführung der Schussfadenein- tragvorrichtung.
Wege zur Ausführung der Erfindung
In Figur 1 ist eine Schussfadeneintragvorrichtung 2 einer Greiferwebmaschine zum Eintragen eines Schussfadens 4 gemäss einem bevorzugten Ausführungs- beispiel der vorliegenden Erfindung mit einem Bringgreifer 6 und einem Holgreifer 8 dargestellt. Der Bringgreifer 6 bringt dabei den Schussfaden 4 aus einer Aufnahmeposition ausserhalb des Webblattes 10 mit Hilfe des Bringgreiferbandes 12 in eine übergabeposition etwa in der Mitte des Webblattes 10. Ebenso fährt der Holgreifer 8 etwa in die Mitte des Webblattes 10, mit Hilfe des Holgreiferban- des 14, um den Schussfaden an der übergabeposition zu übernehmen und auf die andere Seite des Webblattes in die Abgabeposition weiter zuziehen. Das Bringgreiferband 12 wie auch das Holgreiferband 14 werden dabei vom Bringgreiferrad 16 bzw. vom Holgreiferrad 18 angetrieben. Die Darstellung von Figur 1
zeigt vier Dauermagnete in der Greiferführung, nämlich einen Dauermagneten 20 für die Position, wenn der Bringgreifer 6 in Aufnahmeposition für den Schussfaden ist, einen Dauermagneten 22 für die Position, wenn der Bringgreifer 6 in ü- bergabeposition ist, einen Dauermagneten 24 für die Position, wenn der Holgrei- fer 8 in übergabeposition ist, sowie einen Dauermagneten 26 für die Position, wenn der Holgreifer 8 in Abgabeposition für den Schussfaden ist. Entsprechende Gegenmagnete 28 und 30 befinden sich im Bringgreifer 6 bzw. im Holgreifer 8, wobei auch diese Gegenmagnete als Dauermagnete ausgebildet sind.
Der in Figur 2 detailliert dargestellte Holgreifer 8 weist in diesem Ausführungsbeispiel einen Greiferkörper 32 auf, an dem einerseits eine feste Klemmbacke 46 und andererseits eine Einrichtung für die bewegliche Klemmbacke 44 angeordnet ist. Diese Einrichtung weist einen zweiarmigen Hebel 39 auf, dessen einer Hebelarm 41 die bewegliche Klemmbacke mit einem aufgebrachten Gummidämpfer 42 ausbildet. Der andere Hebelarm 40 weist in etwa an seinem Ende einen Rückhaltemagneten 50 auf, der mit einem Rückhalteanschlag 52 zusammenwirkt. Der Hebel wird durch eine Drehfeder 34 in Klemmstellung der Klemmbacken vorgespannt, indem eine Druckübertragung auf den Hebelarm 41, im vorliegenden Ausführungsbeispiel am Punkt 36, in etwa in der Mitte des Hebelarmes 41 aus- geübt wird. Der Hebel 39 ist im Bereich des überganges der beiden Hebelarme 40 und 41 an einem Drehgelenk 48 angeordnet.
Wenn der Holgreifer 8 nun an einem der Dauermagnete 24 bzw. 26 vorbeifährt, wird die bewegliche Klemmbacke 44 geöffnet, indem der Dauermagnet 30 von dem entsprechenden Dauermagneten 24 bzw. 26 angezogen wird. Nach dem Vorbeifahren an dem Dauermagneten 24 bzw. 26 wird die bewegliche Klemmbacke 44 wieder geschlossen und der Faden wird eingeklemmt. Um im Falle eines Einklemmens ein Rückprellen der Klemmbacke und damit ein Lösen des Schussfadens zu vermeiden, ist der Magnet 50 vorgesehen, der ein Rückprellen durch sein anziehendes Zusammenwirken mit dem Rückhalteanschlag 52 verhindert. Der Holgreifer 8 weist im vorliegenden Ausführungsbeispiel weiterhin ein verschiebbares Keilmittel auf, mittels dessen der öffnungshub der beweglichen
Klemmbacke einstellbar ist. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist der Bringgreifer 6 entsprechend dem Holgreifer 8 aufgebaut.
Im Folgenden wird die bevorzugte Ausführung der Schussfadeneintragung be- schrieben. Die beiden Greifer 6 und 8 sind jeweils in der Greiferführung 38 geführt, wobei der mittlere Teil der Greiferführung am Webblatt 10 angeordnet ist. In der Greiferführung ist in dem Bereich, in dem der Schussfaden in der Aufnahmeposition aufgenommen werden soll, zunächst einmal ein erster Dauermagnet 20 angeordnet, der zum öffnen der Fadenklemme des Bringgreifers 6 zum Auf- nehmen des Schussfadens 4 dient. Im übergabebereich etwa in der Mitte des Schusseintragbereichs dient ein zweiter Dauermagnet 22 grundsätzlich zum öffnen der Fadenklemme des Bringgreifers 6 zum Abgeben des Schussfadens an den Holgreifer 8. Ein in Figur 1 etwas rechts davon befindlicher Dauermagnet 24 dient zum öffnen der Fadenklemme des Holgreifers 8 zum Aufnehmen des Schussfadens 4 durch den Holgreifer 8, während ein weiterer, in Figur 1 rechts dargestellter Dauermagnet 26 zum öffnen der Fadenklemme des Holgreifers 8 zum Abgeben des Schussfadens 4 in der Abgabeposition neben der Gewebekante dient.
In einem alternativen Ausführungsbeispiel nach Figur 3 sind die Magnete in einer kraftverstärkten Ausführung ausgebildet, indem jeweils ein in seiner Polarität nach oben gerichteter Dauermagnet 158 bzw. 162 und ein in seiner Polarität nach unten gerichteter Dauermagnet 160 bzw. 164 im Bringgreifer 6 bzw. im Holgreifer 8 einer Dauermagnetkombination 142 in der Greiferführung für den Bringgreifer 6 und einer Dauermagnetkombination 150 in der Greiferführung für den Holgreifer 8 gegenüber stehen. Dabei besteht die Dauermagnetkombination auch jeweils aus einem in seiner Polarität nach oben gerichteten Dauermagneten 144 bzw. 152 und einem in seiner Polarität nach unten gerichteter Dauermagneten 148 bzw. 156. Die Wirkung der Dauermagnetkombinationen 142 bzw. 150 wird noch durch die in ihrer Polarität parallel zur Bewegungsrichtung der Greifer 6 und 8 ausgerichteten Dauermagnete 146 und 154 verstärkt, indem diese Dauermagnete 146 bzw. 154 den Magnetfluss richten.
Bezuαszeichenliste
2 Schussfadeneintragvorrichtung
4 Schussfaden
6 Bringgreifer
8 Holgreifer
10 Webblatt
12 Bringgreiferband
14 Holgreiferband
16 Bringgreiferrad
10 18 Holgreiferrad
20 Dauermagnet in Greiferführung,
Bringgreifer in Aufnahmeposition für den Schussfaden
22 Dauermagnet in Greiferführung,
Bringgreifer in übergabeposition
15 24 Dauermagnet in Greiferführung,
Holgreifer in übergabeposition
26 Dauermagnet in Greiferführung,
Holgreifer in Abgabeposition des Schussfadens
28 Dauermagnet im Bringgreifer
20 30 Dauermagnet im Holgreifer
32 Greiferkörper
34 Drehfeder
36 Druckübertragung auf Hebel
38 Einstellkeil
25 39 Hebel
40 Hebelarm
41 Hebelarm
42 Gummidämpfer
44 bewegliche Klemmbacke
30 46 feste Klemmbacke
48 Drehgelenk vom Hebelarm
50 Rückhaltemagnet
52 Rückhalteanschlag
142 Dauermagnetkombination in Greiferführung, Bringgreifer Mitte
144 Dauermagnet "up", Bringgreifer Mitte
146 Dauermagnet "parallel", Bringgreifer Mitte
148 Dauermagnet "down", Bringgreifer Mitte 150 Dauermagnetkombination in Greiferführung, Holgreifer Mitte
152 Dauermagnet "up", Holgreifer Mitte
154 Dauermagnet "parallel", Holgreifer Mitte
156 Dauermagnet "down", Holgreifer Mitte
158 Dauermagnet im Bringgreifer "up" 160 Dauermagnet im Bringgreifer "down"
162 Dauermagnet im Holgreifer "up" 64 Dauermagnet im Holgreifer "down"
