DÜRRBECK, Ludwig (Bahnhofstr. 42, Halfing, 83128, DE)
ISRAEL, Gerhard (Sperlingweg 2a, Lampertheim, 68623, DE)
DÜRRBECK, Joachim (Zur Löwenmühle 6, Halfing, 83128, DE)
DÜRRBECK, Ludwig (Bahnhofstr. 42, Halfing, 83128, DE)
ISRAEL, Gerhard (Sperlingweg 2a, Lampertheim, 68623, DE)
| Patentansprüche 1. Bodenverankerungselement für ein Ernteverfrühungs- system mit einem einen Erdspieß (120, 320, 520) aufweisenden Grundkörper (HO, 310, 510), dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper eine Anzahl von fächerartig anordnenbaren Aufnahmevorrichtungen (144, 344, 610) zur Aufnahme von Gestängeelementen aufweist. 2. Bodenverankerungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (110, 310, 510) als mittels Erdspieß (120, 320) insbesondere senkrecht im Boden verankerbare Platte ausgebildet ist, wobei die Aufnahmevorrichtungen an einer Seite oder auf beiden Seiten der Platte ausgebildet sind. 3. Bodenverankerungselement nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (110, 310, 510) mit wenigstens einem Hakenelement (150, 350) ausgebildet ist. 4. Bodenverankerungselement nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (110, 310, 510) wenigstens eine Fußraste aufweist. 5. Bodenverankerungselement nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmevorrichtungen (144, 344, 610) als an den Grundkörper (110, 310, 510) anbringbare Stecktaschen (140, 340) ausgebildet sind, wobei in den jeweiligen Stecktaschen Rohrstücke (142, 342) zur Aufnahme von Gestängeelementen befestigt sind. 6. Bodenverankerungselement nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmevorrichtungen (144, 344, 610) bzw. die Stecktaschen mittels einer Schraube-Mutter-Befestigung an dem Grundkörper (110, 310) angebracht und festlegbar sind. 7. Bodenverankerungselement nach einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Anschluss (540) für eine Wasserleitung, wobei Grundkörper und Aufnahmeelemente derart ausgebildet sind, dass Wasser in die jeweiligen Gestängeelemente geleitet werden kann. 8. Ernteverfrühungssystem mit wenigstens zwei Bodenverankerungselementen nach einem der vorstehenden Ansprüche, mit jeweils einander zugeordneten Aufnahmevorrichtungen, welche mittels jeweiliger Gestängeelemente (600) miteinander verbunden sind, wobei über den jeweiligen Gestängeelementen eine Folie (750, 850) zur Bereitstellung eines umschlossenen Raumes aufgebracht ist. 9. Ernteverfrühungssystem nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die fächerartige Anordnung der Aufnahmeelemente (144, 344, 610) derart eingestellt ist, dass im wesentlichen ein Winkel von 90 ° oder 180 ° zwischen den in die jeweiligen äußeren Aufnahmeelemente eingebrachten Gestängeelementen aufgespannt wird. |
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Bodenverankerungselement für ein Ernteverfrühungssystem nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1, sowie ein entsprechende Elemente aufweisendes Ernteverfrühungssystem.
Als Ernteverfrühungssysteme werden insbesondere transportable Gewächshäuser, Tunnel- oder Minitunnelanlagen zur Beeinflussung des Wachstums von Obst und Gemüse verstanden .
Obwohl der Bedarf an derartigen Systemen für den Anbau von Obst und Gemüse stetig steigt, wird es gleichzeitig auch aufwändiger, derartige Systeme praktisch zu realisieren. Gründe hierfür sind beispielsweise steigende Lohnkosten und fehlende Erntehelfer. Zum Beispiel das Stellen bzw. Aufstellen herkömmlicher Minitunnel zur Ernteverfrühung, etwa von Spargel oder Erdbeeren, ist mit sehr hohen Kosten verbunden. Aktuell verfügbare oder übliche Ernteverfrühungssysteme umfassen hierbei Längen aus Federstahl mit einem Durchmesser von 6 - 8 mm, die unter Bildung von Bögen an beiden Enden etwa 20 cm von Hand in die Erde gesteckt werden müssen. Über derartige Bögen bzw. Halbbögen wird dann eine entsprechende Folie gelegt und zur Sturmsicherung gegebenenfalls mit Bügeln und/oder Schnüren befestigt . Die vorliegende Erfindung strebt daher die Bereitstellung von einfacher und preiswerter aufbaubaren Ernteverfrühungssystemen an.
Dieses Ziel wird erreicht mit einem Bodenverankerungselement für ein Ernteverfrühungssystem mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1, sowie einem Ernteverfrühungssystem mit den Merkmalen des Patentanspruchs 8.
Mittels der erfindungsgemäß vorgeschlagenen fächerartigen Anordnenbarkeit der jeweiligen Aufnahmeeinrichtungen sind die erfindungsgemäßen Bodenverankerungselemente bzw. hiermit bereitstellbare Ernteverfrühungssysteme in sehr flexibler und vielfältiger Weise einsetzbar. Je nach konkreten Gegebenheiten können die einzelnen Aufnahmeeinrichtungen mit gewünschten Winkelabständen zueinander bereitgestellt bzw. eingestellt werden.
Ein erfindungsgemäßes Bodenverankerungselement ist in einfacher Weise im Boden verankerbar und vor und nach seinem Einsatz, z. B. während des Winters, Platz sparend lagerbar .
Ein erfindungsgemäßes Ernteverfrühungssystem ist mit einem sehr geringen Arbeitsaufwand bereitstellbar und gegenüber herkömmlichen Lösungen mit einer großen Zeitersparnis beim Aufbau verbunden. Erfindungsgemäße Ernteverfrühungssysteme sind sowohl für den gewerblichen Anbau, als auch für Kleingärtner geeignet. Bevorzugte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Bodenverankerungselements und des erfindungsgemäßen Ernteverfrühungssystems sind Gegenstand der Unteransprüche.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Bodenverankerungselements ist der Grundkörper als mittels Erdspieß insbesondere senkrecht im Boden verankerbare Platte ausgebildet, wobei die Aufnahmeeinrichtungen an einer Seite oder auf beiden Seiten der Platte ausgebildet sind. Durch Anordnung der Aufnahmeeinrichtungen an beiden Seiten der Platte ist es in besonders einfacher Weise möglich, Gestängeelemente zu zwei Seiten hin von dem Bodenverankerungselement wegragen zu lassen, wodurch ein Bodenverankerungselement gleichzeitig für zwei parallel zueinander angeordnete Ernteverfrühungssysteme verwendbar ist.
Es ist ferner bevorzugt, dass der Grundkörper mit wenigstens einem Hakenelement ausgebildet ist. Derartige Hakenelemente können zur Befestigung von Schnüren oder Sicherungen beispielsweise zur Sicherung einer an dem Gestänge anzubringenden Folie verwendet werden.
Besonders bevorzugt ist ferner, an dem Grundkörper wenigstens eine Fußraste vorzusehen. Mittels derartiger Fußrasten ist eine besonders einfache, wenig Arbeitszeit erfordernde Verankerung der Bodenverankerungselemente im Boden bereitstellbar.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Bodenverankerungselemente sind die Aufnahmeelemente als an dem Grundkörper anbringbare Stecktaschen ausgebildet, wobei in den jeweiligen Stecktaschen Rohrstücke zur Aufnahme von Gestängeelementen befestigt sind. Es ist gleichfalls möglich, die Stecktaschen derart auszubilden, dass sie die Gestängeelemente unmittelbar aufnehmen.
Zweckmäßigerweise sind die Stecktaschen mittels einer Schraube-Mutter-Befestigung an dem Grundkörper angebracht und festlegbar. Eine derartige Schraube-Mutter-Befestigung ist in einfacher Weise in entsprechende Ausnehmungen im Grundkörper bzw. der Grundplatte vorsehbar.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Bodenverankerungselements weist dieses einen Anschluss für eine Wasserleitung auf, wobei Grundkörper und Aufnahmeelemente derart ausgebildet sind, dass Wasser von dem Anschluss in die jeweiligen Gestängeelemente geleitet werden kann. Bei einer entsprechenden Ausbildung der Gestängeelemente ist somit in einfacher Weise eine Bewässerungsmöglichkeit für ein Ernteverfrühungssystem zur Verfügung gestellt.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Ernteverfrühungssystems ist die fächerartige Anordnung der Aufnahmeelemente derart einstellbar, dass im wesentlichen ein Winkel von 90 oder 180 Grad zwischen den jeweiligen äußeren Aufnahmeelementen aufgespannt wird. Hiermit ist in einfacher Weise durch parallele Anordnung von zwei Bodenverankerungselementen ein viertelbogenförmiger Endabschnitt eines Gewächshauses oder ein halbbogenförmiges Gewächshaus bereitstellbar. Beispielsweise bei Anordnung der Aufnahmeeinrichtungen über einen Winkelbereich von etwa 180 ° kann unter Verwendung von lediglich zwei Bodenverankerungselementen ein sehr großer Raum mittels entsprechender U-förmig gebogener Gestängeelemente, deren Enden jeweils in einander zugeordneten Aufnahmeelementen der zwei Bodenverankerungselemente aufgenommen sind, umschlossen werden. Für das Umschließen eines ähnlich großen Raumes wäre eine wesentlich größere Zahl von herkömmlichen Federstahlbögen notwendig, die alle manuell in den Boden einzubringen wären.
Weitere Vorteile und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung und der beiliegenden Zeichnung.
Es versteht sich, daß die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
In der Zeichnung zeigt
Figur 1 eine (teilweise schematisch vereinfachte) Draufsicht einer bevorzugten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Bodenverankerungselements,
Figur 2 eine schematisch vereinfachte seitliche Ansicht, teilweise geschnitten, des Bodenverankerungselements gemäß Figur 1,
Figur 3 eine weitere bevorzugte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Bodenverankerungselements in einer der Figur 1 entsprechenden Ansicht, Figur 4 eine seitliche Ansicht des Bodenverankerungselements gemäß Figur 3,
Figur 5a eine schematische seitliche Ansicht, teilweise geschnitten, einer weiteren bevorzugten
Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Bodenverankerungselements,
Figur 5b eine schematische Ansicht, teilweise geschnitten, eines Abschnitts des Bodenverankerungselements gemäß Figur 5a,
Figur 6 eine schematisch vereinfachte, perspektivische
Ansicht einer bevorzugten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Ernteverfrühungssystems, das zwei Bodenverankerungselemente gemäß den Figuren
1 und 2 verwendet, und
Figur 7 eine schematisch vereinfachte, perspektivische Ansicht einer weiteren bevorzugten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Ernteverfrühungssystems, welche Bodenverankerungselemente gemäß den beiden Ausführungsformen der Figuren 1 und 2 sowie 3 und 4 verwendet.
Eine erste bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Bodenverankerungselements ist in den Figuren 1 und 2 dargestellt und insgesamt mit 100 bezeichnet. Das Bodenverankerungselement 100 weist einen als Platte 110 ausgebildeten Grundkörper, welcher in seinem unteren Bereich mit einem Erdspieß 120 ausgebildet ist, auf. Der Erdspieß ist bevorzugt einstückig mit der Platte 110 ausgebildet . Die Platte 110 ist mit einer Anzahl von Ausnehmungen 130 ausgebildet. Von einer Seite der Platte ist jeweils eine Schraube 135 in die Ausnehmungen eingesteckt, welche auf der anderen Seite mit jeweils einer Mutter 136 zusammenwirkt. Wie insbesondere in Figur 2 zu erkennen, ist auf der einen Seite der Platte zwischen einem Schraubenkopf 135a und der Platte, und auf der anderen Seite der Platte zwischen der Platte und der Mutter 136 eine Stecktasche 140 vorgesehen. Zur Vereinfachung der Darstellung ist in Figur 2 lediglich eine Ausnehmung 130 mit entsprechend zugeordneten Bauteilen dargestellt. Durch Lockerung von Schraube 135 bzw. Mutter 136 sind die Stecktaschen jeweils um die Schraubenachse 135b verschwenkbar, und in einer gewünschten Stellung relativ zu der Platte 110 festlegbar.
Wie insbesondere in Figur 2 zu erkennen, können mittels einer Schraube 135 und einer Mutter 136 mehrere Stecktaschen 140 an einer Schraube 135 festgelegt werden. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist hierbei auf jeder Seite der Platte 110 eine Stecktasche 140 vorgesehen. Es ist ebenfalls möglich, auf einer oder beiden Seiten der Platte 110 mehrere bzw. mehr als zwei Stecktaschen vorzusehen. In den Stecktaschen 140 sind jeweils Rohrstücke 142 befestigt (in Figur 1 nur auf den Stecktaschen der Vorderseite dargestellt) , insbesondere eingeschraubt oder eingeklemmt. Stecktaschen 140 und Rohrstücke 142 bilden zusammen jeweils eine Aufnahmeeinrichtung 144 zur Aufnahme von Gestängeelementen, wie sie unten unter Bezugnahme auf die Figuren 5a, 5b, 6 und 7 dargestellt sind.
An der Platte 110 ist ferner eine Anzahl von Hakenelementen 150 vorgesehen (in Figur 2 ist nur eines dargestellt) . Diese Hakenelemente können beispielsweise mit einem Gewinde ausgebildet sein, so dass sie ebenfalls durch Muttern 152 an der Platte 110 befestigbar sind. Es ist ebenfalls denkbar, die Hakenelemente einstückig mit der Platte 110 auszubilden, oder die Platte 110 selbst mit entsprechenden Gewinden auszubilden.
Eine weitere bevorzugte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Bodenverankerungselements ist in den Figuren 3 und 4 dargestellt und insgesamt mit 300 bezeichnet .
Das Bodenverankerungselement 300 weist einen als sektorförmige Platte 310 ausgebildeten Grundkörper auf. Die Platte 310 ist ebenfalls mit einem Erdspieß 320 ausgebildet. Der Erdspieß 320 ist bevorzugt einstückig mit der Platte 310 ausgebildet.
Die Platte 310 weist eine Ausnehmung auf, in der mittels einer mit einem Schraubenkopf 335a ausgebildeten Schraube 335 und einer Mutter 336 zwei Stecktaschen 340, eine auf jeder Seite der Platte 330, befestigt sind. Diese Schraube- Mutter-Stecktaschenbefestigung entspricht der analogen Befestigung gemäß der ersten bevorzugten Ausführungsform. In die Stecktaschen 340 sind wiederum Rohrstücke 342 eingebracht. Die Stecktaschen können unter einem Winkel oder parallel zueinander ausgerichtet werden.
Auf der Grundplatte 350 ist ein Haken 350 ausgebildet, welcher ebenfalls ein mit Gewinde ausgebildetes Ende aufweist, der mit einer Mutter 352 an einer entsprechenden Ausnehmung an der Platte 310 befestigbar ist. Es ist bevorzugt, die Platte 310 an ihren den Sektor definierenden Kanten mit jeweiligen Umbiegeabschnitten auszubilden, so dass sich insgesamt zwei umgebogene Abschnitte 310a, 310b ergeben, welche beispielsweise als Fußrasten verwendbar sind.
In den Figuren 5a und 5b ist eine weitere bevorzugte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Bodenverankerungselements in einer seitlichen Ansicht und einer Schnittansicht dargestellt und mit 500 bezeichnet. Das Bodenverankerungselement weist einen als Platte ausgebildeten Grundkörper 510 mit einem hiermit einstückig ausgebildeten Erdspieß 520 auf.
Das Bodenverankerungselement 500 weist eine auf dem Grundkörper ausgebildete und sich durch diesen erstreckende Hohlwelle 550 auf (Längsachse der Hohlwelle mit 550' bezeichnet) . Die Hohlwelle 550 weist einen Wasseranschluss 580 auf. Auf der Hohlwelle 550 ist ferner eine Einrichtung 590 zum Weiterleiten von Wasser an die Gestängeelemente, hier mit 600 bezeichnet, aufgebracht. Die Hohlwelle 550 umfasst einen zylindrischen Mantel 551, welcher einen Mittelkanal 552 umgibt. Ein Abschnitt des Mantels 551 ist mit einem Gewinde 560 ausgebildet, so dass die Hohlwelle mittels einer Mutter 536 auf dem Grundkörper befestigbar ist .
Die Ausführungsform gemäß Figuren 5a, 5b zeichnet sich dadurch aus, dass eine Anzahl von als Scheiben ausgebildeten Aufnahmevorrichtungen 610 für Gestängeelemente 600 an einer einzigen Welle, nämlich der Hohlwelle 550 vorgesehen ist. Die Aufnahmevorrichtungen 610 sind in Figur 5b geschnitten dargestellt. Die Hohlwelle ist hierbei fast bis zu ihrem Kopfende aufgebohrt oder mit einer Endplatte 550a an einem Ende verschlossen. Die Welle 550 ist auf ihrem Mantel 551 mit einer Anzahl von beabstandeten Nuten ausgebildet, die sich beispielsweise jeweils über den halben Umfang in Umfangsrichtung oder schräg zur Umfangsrichtung erstrecken. Die Nuten können entweder (bis zum Mittelkanal) durchgehend ausgebildet sein, und somit sich in Umfangsrichtung erstreckende Ausnehmungen in der Hohlwelle 550 bilden. Es ist ebenfalls möglich, in den jeweiligen Nuten ein oder mehrere Löcher bis zum Mittelkanal der Welle zu bohren.
Die Hohlwelle 550 wird mit einer Anzahl von scheibenförmigen Aufnahmevorrichtungen 610 belegt, welche ebenfalls mit sich in radialer Richtung erstreckenden Löchern (schematisch dargestellt und mit 620 bezeichnet) ausgebildet sind. Die Aufnahmevorrichtungen 610 werden durch Drehen auf der Hohlwelle so angeordnet, dass die Löcher 620 mit den (durchgehenden) Nuten in der Hohlwelle 550 bzw. den in den Nuten vorgesehenen Löchern fluchten oder wenigstens in fluider Wirkverbindung stehen. Die Löcher 620 in den Aufnahmevorrichtungen 610 dienen gleichzeitig zur Aufnahme von hohlen Gestängeelementen 600. Durch entsprechende Ausbildung der Nuten und Anordnung der Aufnahmevorrichtungen ist es somit möglich, die Gestängeelemente 600 fächerartig bezüglich der Hohlwelle 550 anzuordnen und z. B. durch Festziehen der Mutter 536 an dem Grundkörper 510 zu fixieren.
Somit ist von dem Wasseranschluss 580 über die Welle 550, die Aufnahmevorrichtungen 610 und die Gestängeelemente 600 ein durchgängiger Wasserkanal zur Verfügung gestellt, welcher zur Bewässerung im Rahmen eines Ernteverfrühungssystems dienen kann. Die Gestängeelemente 600 weisen zweckmäßigerweise voneinander beabstandete Öffnungen (schematisch dargestellt und mit 601 bezeichnet) auf .
Zweckmäßigerweise sind zwischen den einzelnen
Aufnahmevorrichtungen 610 jeweils Dichtungen 615 vorgesehen
(in Figur 5b geschnitten dargestellt) . Es ist ebenfalls möglich, nur jede zweite oder dritte Aufnahmevorrichtung wasserdurchgängig auszubilden.
Bevorzugte Verwendungsmöglichkeiten der erfindungsgemäßen Bodenverankerungselemente zur Schaffung von Ernteverfrühungssystemen sind in den Figuren 6 und 7 dargestellt.
In Figur 6 ist ein Ernteverfrühungssystem, beispielsweise ein transportables Gewächshaus, insgesamt mit 700 bezeichnet. Dieses transportable Gewächshaus weist zwei Bodenverankerungselemente 100 auf, deren Stecktaschen bzw. Aufnahmevorrichtungen 144 fächerartig jeweils über einen Winkel von etwa 180 ° aufgespannt sind. Hierbei ist jeweils eine Aufnahmevorrichtung 144 des vorderen Bodenverankerungselements 100 zu einer entsprechend angeordneten Aufnahmevorrichtung 144 des hinteren Bodenverankerungselements 100 parallel angeordnet. Die jeweiligen Aufnahmevorrichtungen 144 nehmen jeweils die Enden von jeweiligen Gestängeelementen 600 auf. Die Gestängeelemente sind hierbei U-förmig gebogen, so dass die Gestängeelemente insgesamt ein etwa halbbogenförmiges Volumen umspannen. Über die Gestängeelemente 600 ist eine Folie 750 aufgespannt (schematisch gestrichelt dargestellt) . Die Folie 750 kann zweckmäßigerweise mit Schnüren 720 an den Hakenelementen 150 gesichert bzw. verspannt sein.
Auf den jeweils vorgesehenen Bodenverankerungselementen 100 sind beispielsweise für ein Kleingewächshaus zweckmäßigerweise mindestens sechs Aufnahmevorrichtungen
144 auf jeder Seite der Platte 110 vorgesehen. In der
Darstellung der Figur 6 sind nur jeweils die
Aufnahmevorrichtungen auf einer Seite der Platten 110 mit Gestängeelementen bestückt. Durch beidseitige Bestückung kann ein Bodenverankerungselement jeweils für zwei aneinander liegende Gewächshäuser verwendet werden.
In der Mitte der U-förmig gebogenen Gestängeelemente 600 ist beispielsweise an der Unterseite eine (nicht dargestellte) Klemme befestigbar, welche ein Seil 730
(schematisch dargestellt) aufnehmen kann, das fest mit der
Klemme verbindbar ist. Wenn die Aufnahmevorrichtungen bzw. die Gestängeelemente fächerförmig aufgeklappt werden, ergibt sich somit mittels des Seils 730 ein genauer Abstand zwischen den einzelnen Gestängeelementen 600.
Zusätzliche Sturm-Sicherungssysteme sind vorsehbar, hier jedoch nicht im einzelnen dargestellt.
Der Durchmesser des Halbrundbogens bzw. der durch die U- förmig gebogenen Gestängeelemente eingeschlossene Raum kann individuell, je nach Art des Gemüseanbaus gewählt werden. So kann beispielsweise für ein Tomaten-Verfrühungssystem der Durchmesser aller Halbrundbögen bis zu zwei Meter gewählt werden. Damit wird ein Ernteverfrühungssystem von insgesamt vier Meter Länge und zwei Meter Höhe zur Verfügung gestellt. Es ist ebenfalls möglich, die Gestängeelemente 600 unterschiedlich lang auszubilden. Beispielsweise können zur
Verfrühung von niedrig wachsenden Pflanzen die beiden außen liegenden Gestängeelemente (in Figur 6 als 600' und 600'' bezeichnet) Spannweiten von zwei Metern aufweisen, die dazwischen liegende Gestängeelemente von beispielsweise einem Meter. In diesem Beispiel ergäbe sich eine Länge von vier Metern bei einer Breite von zwei Metern und einer Höhe von einem Meter.
Die Erdspieße 120 der jeweiligen Bodenverankerungselemente 100 sind in Figur 6 nicht sichtbar, da sie sich unterhalb der Erde 760 befinden.
Insgesamt müssen zur Bereitstellung eines Ernteverfrühungssystems wie in Figur 6 dargestellt lediglich zwei Bodenverankerungselemente in den Boden eingebracht werden, wobei aufgrund der fächerartigen Anordnung der Aufnahmevorrichtungen bzw. der Gestängeelemente 600 ein relativ großes Volumen umspannt werden kann.
Eine einfache Möglichkeit der Vergrößerung des Volumens eines Ernteverfrühungssystems gemäß Figur 6 bei sehr kleinem zusätzlichem Aufwand ist in Figur 7 dargestellt. Das dort dargestellte Ernteverfrühungssystem ist insgesamt mit 800 bezeichnet, und weist insgesamt vier schematisch dargestellte Bodenverankerungselemente 100 sowie zwei ebenfalls schematisch dargestellte Bodenverankerungselemente 300 in der Art, wie unter Bezugnahme auf die Figuren 3 und 4 beschrieben, auf. Man erkennt zunächst, dass die Aufnahmevorrichtungen 144 der beiden äußeren Bodenverankerungselemente 100 jeweils fächerartig angeordnet sind, wobei hier jedoch nur ein Winkel von etwa 90 ° aufgespannt wird.
Bei den mittig angeordneten Bodenverankerungselementen 300 wird eine Aufnahmevorrichtung 344 jeweils senkrecht nach oben angeordnet.
Durch Einbringung entsprechender Gestängeelemente 600 in die Aufnahmevorrichtungen 144 der Bodenverankerungselemente 100 wird jeweils ein im wesentlichen viertelbogenförmiger Endbereich überspannt bzw. definiert. Die beiden Bodenverankerungselemente 300 sind über einen im wesentlichen vertikal zum Boden verlaufendes Gestängeelement 600 miteinander verbunden. Insgesamt bilden somit die mittigen Bodenverankerungselemente 300 mit dem jeweils zugeordneten Gestängeelement 600 eine Verlängerung für aus vier Bodenverankerungselementen 100 gebildete Ernteverfrühungssysteme . Eine auf die jeweiligen
Gestängeelemente aufgebrachte Folie ist mit 850 bezeichnet
(gestrichelt dargestellt) , und wiederum mittels
Hakenelementen 150 und Schnüren 720 an den
Bodenverankerungselementen sicherbar .
Selbstverständlich können in einer Konstruktion, wie sie in Figur 7 dargestellt ist, auch mehrere oder wesentlich mehr Bodenverankerungselemente 300 zur Verlängerung des Ernteverfrühungssystems verwendet werden, so dass sich insgesamt beliebige Längen in einfacher Weise darstellen lassen. Der Aufwand im Aufbau derartiger Ernteverfrühungssystem ist gegenüber herkömmlichen Lösungen stark vermindert. Ein Ernteverfrühungssystem, welches derartige Bodenverankerungselemente 300 als Verlängerungsmittel verwendet, eignet sich insbesondere für den gewerblichen Anbau, wenn größere Flächen mit einem Ernteverfrühungssystem bedeckt werden sollen.
In besonders vorteilhafter Weise sind bei Verwendung einer größeren Anzahl von Bodenverankerungselementen 300 und jeweils zwei dieser Bodenverankerungselemente 300 verbindenden, U-förmig gebogenen Gestängeelementen 600 die einzelnen Gestängeelemente zur Bereitstellung eines gleichmäßigen Abstandes über ein Seil bzw. eine Schnur miteinander verbunden.
Wenn die U-förmig gebogenen Gestängeelemente 600 beispielsweise auf einer Vorrichtung oder einem selbst fahrenden Wagen aufgelegt sind, ist es unter Verwendung derartiger Seile möglich, die U-förmig gebogenen Gestängeelemente automatisch nach dem Befestigen des ersten Gestängeelements von dem Wagen herunter zu ziehen und in der Erde beispielsweise durch Eintreten zu fixieren.
In vorteilhafter Weise sind, wie oben beschrieben, die Gestängeelemente als Rohre gefertigt. Bei entsprechend ausgebildeten Bodenverankerungselementen kann somit eine Bewässerung für ein Ernteverfrühungssystem bereitgestellt werden .
Die U-förmig zu biegenden Gestängeelemente können vorteilhafterweise in ihrem mittleren Bereich mit einer beispielsweise zehn Zentimeter langen Vertiefung ausgebildet sein. Mit einer derartigen Vertiefung können nach Wegnahme einer geeigneten Ernteverfrühungsfolie rutschfeste Sonnenschutzfolien oder Hagelnetze längs des Ernteverfrühungssystems angebracht werden.
Als insbesondere vorteilhaft erweist sich, die jeweiligen Bodenverankerungselemente mit Fußrasten auszubilden, wodurch die jeweiligen Bodenverankerungselemente 100, 300 mittels einer einfachen Trittbewegung im Boden verankerbar sind.
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