VON KÄNEL, Hans Rudolf (Wangenhubelstrasse 26 B, Oberwangen b. Bern, CH-3173, CH)
| Patentansprüche 1 . Bodenbelag, umfassend eine auf den Bodenuntergrund (7) auflegbare mattenartige Unterlage (1 ), welche mit Durchbrüchen (3) versehen ist, auf weiche mattenartige Unterlage (1 ) ein körniges Schüttgut aufbringbar ist, welches Schüttgut die begehbare Oberfläche des Bodenbelages bildet, und an welcher mattenartigen Unterlage (1 ) an die Durchbrüche (3) begrenzenden Stege Dorne (6) angebracht sind, welche im auf den Bodenuntergrund (7) aufgesetzten Zustand der mattenartigen Unterlage (1 ) gegen das körnige Schüttgut nach oben ausgerichtet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Dorne (6) jeweils die Eckpunkte eines im wesentlichen gleichseitigen Vielecks bilden, die zwischenraumlos aneinandergefügt sind, und dass das Schüttgut aus Gesteinsstücken (9) besteht, die eine Korngrösse B aufweisen, die mindestens der halben Länge A einer Seite des Vielecks entspricht. 2. Bodenbelag nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die mattenartige Unterlage (1 ) aus einem plattenformigen Grundkörper (2) gebildet ist, der mit parallel verlaufenden Längsstegen (4) verstärkt ist, an welchen Längsstegen (4) die Dorne (6) befestigt sind. 3. Bodenbelag nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchbrüche (3) durch Lochreihen (5) gebildet sind, die zwischen den Längsstegen (4) verlaufen. 4. Bodenbelag nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die mattenförmige Unterlage (1 ) mit den Dornen (6) aus einem wetterbeständigen Kunststoff gebildet ist. 5. Bodenbelag nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Bodenuntergrund (7) und Unterseite der mattenartigen Unterlage (1 ) eine vliesförmige Matte (8) eingesetzt ist. 6. Bodenbelag nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Vielecke jeweils als Quadrat ausgebildet sind und dass jeweils vier Dorne (6a, 6b, 6c, 6d) die Eckpunkte eines Quadrates bilden. 7. Bodenbelag nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Gesteinsstücke (10) einen Korngrössen-Durchmesser B aufweisen, der im Wesentlichen der Seitenlänge A des Quadrates entspricht. 8. Bodenbelag nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Gesteinsstücke (9) aus Kieselsteinen (10) gebildet sind. |
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Bodenbelag, umfassend eine auf den Bodenuntergrund auflegbare mattenartige Unterlage, welche mit Durchbrüchen versehen ist, auf weiche mattenartige Unterlage ein körniges Schüttgut aufbringbar ist, welches Schüttgut die begehbare
Oberfläche des Bodenbelages bildet, und an welcher mattenartigen Unterlage an die Durchbrüche begrenzenden Stege Dorne angebracht sind, welche im auf den Bodenuntergrund aufgesetzten Zustand der mattenartigen Unterlage gegen das körnige Schüttgut nach oben ausgerichtet sind.
Es ist bekannt, Bodenbeläge für begehbare Oberflächen durch das Aufbringen von körnigem Schüttgut zu gestalten. Dieses körnige Schüttgut kann beispielsweise aus Kies oder Kieselsteinen bestehen, welche den
Bodenbelag bilden. Bevor dieses körnige Schüttgut aufgebracht wird, kann der entsprechend vorbereitete Bodenuntergrund mit einer mattenartigen Unterlage abgedeckt werden, welche wasserdurchlässig ist. Eine derartige mattenartige Unterlage hat bei aus Kies bestehendem Bodenbelag neben der optimalen Drainage die Aufgabe, zu vermeiden, dass im Bodenuntergrund Unkraut wachsen kann.
Dieses die begehbare Oberfläche bildende körnige Schüttgut des Bodenbelags hat den Nachteil, dass durch eine starke Beanspruchung Spuren entstehen können, beispielsweise Bremsspuren durch Fahrräder oder dergleichen oder Fusseindrücke, was zur Folge hat, dass derartige
Bodenbeläge entsprechend wieder planiert werden müssen, was aufwändig ist.
Es ist auch bekannt, die mattenartige Unterlage mit dornenartigen Vorsprüngen zu versehen, mit welchen eine Spurenbildung bei starker
Beanspruchung eingeschränkt werden kann. Es kann aber nicht vermieden werden, dass beispielsweise Beine von belasteten Stühlen in das körnige Schüttgut eindringen können, was unangenehm ist.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht somit darin, den Bodenbelag so zu gestalten, dass das aufgebrachte körnige Schüttgut soweit fixiert ist, dass auch bei starker Beanspruchung das Entstehen von
entsprechenden Spuren vermieden werden kann, und dass auch das Einsinken von Beinen von belasteten Stühlen in das Schüttgut vermeidbar ist.
Erfindungsgemäss erfolgt die Lösung dieser Aufgabe dadurch, dass die Dorne jeweils die Eckpunkte eines im wesentlichen gleichseitigen Vielecks bilden, die zwischenraumlos aneinandergefügt sind, und dass das Schüttgut aus Gesteinsstücken besteht, die eine Korngrösse aufweisen, die mindestens der halben Länge einer Seite des Vielecks entspricht.
Mit dieser Ausgestaltung des Bodenbelags wird erreicht, dass durch die vorstehenden Dorne die auf die mattenartige Unterlage und zwischen die Dorne aufgebrachte Gesteinsstücke optimal gehalten und dadurch vermieden wird, dass die einzelnen Gesteinsstücke sich bezüglich der Dorne dieser mattenartigen Unterlagen und gegeneinander verschieben können. Dadurch wird erreicht, dass die Oberfläche dieser aufgebrachten Gesteinsstücke auch bei starker Beanspruchung gleichbleibend ist, was angenehm ist für den Benutzer und sich auch auf die ästhetische Wahrnehmung entsprechend auswirkt.
In vorteilhafter Weise ist die mattenartige Unterlage aus einem plattenförmigen Grundkörper gebildet, der mit parallel verlaufenden
Längsstegen verstärkt ist, an welchen Längsstegen die Dorne befestigt sind. Durch die entsprechend angeordneten Längsstege ergibt sich die erforderliche Stabilität dieser mattenartigen Unterlage, trotzdem lässt sie sich quer zu den Längsstegen in einfacher Weise aufrollen, was ermöglicht, eine derartige mattenartige Unterlage einfach zu transportieren und auf dem entsprechenden Bodenuntergrund auszulegen.
In vorteilhafter Weise sind die Durchbrüche durch Lochreihen gebildet, die zwischen den Längsstegen verlaufen, was neben einem optimalen Wasserdurchlass auch eine einfache Herstellung ermöglicht. Um eine lange Lebensdauer dieser mattenförmigen Unterlage erreichen zu können, ist es vorteilhaft, diese aus einem widerstandsfähigen, wetterbeständigen Kunststoff zu bilden.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, dass zwischen Bodenuntergrund und Unterseite der mattenartigen Unterlage eine vliesförmige Matte eingesetzt ist. Durch diese vliesförmige Matte wird vermieden, dass im Bodenuntergrund Unkraut wachsen kann und über die begehbare Oberfläche, die durch die Gesteinsstücke gebildet wird, vorstehen kann.
In vorteilhafter Weise sind die Vielecke jeweils als Quadrat ausgebildet und bilden jeweils vier Dornen die Eckpunkte eines Quadrates, beim Verwenden von Gesteinsstücken, die einen Durchmesser aufweisen, der im wesentlichen der Seitenlänge des Quadrates entspricht, wird jeweils in ein Quadrat ein Gesteinsstück eingesetzt, das durch die vier Dornen fixiert wird, man erhält dadurch eine einheitliche Oberfläche des Bodenbelags.
In vorteilhafter Weise können die Gesteinsstücke aus Kieselsteinen gebildet sein, wodurch eine besonders schöne Oberfläche des Bodenbelags erreicht wird.
Eine Ausführungsform der Erfindung wird nachfolgend anhand der beiliegenden Zeichnungen beispielhaft näher erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 in räumlicher Darstellung eine mattenartige Unterlage mit den vorstehenden Dornen;
Fig. 2 eine Draufsicht auf die mattenartige Unterlage gemäss Fig. 1 ;
Fig. 3 eine Schnittdarstellung entlang Linie IV-IV gemäss Fig. 4 längs der Längsstege der mattenartigen Unterlage mit Beispielen von eingebrachten Gesteinsstücken; Fig. 4 eine Ansicht der mattenartigen Unterlage gemäss Fig. 3, bei welchem eine der Kammern mit Gesteinsstücken aufgefüllt ist;
Fig. 5 eine Ansicht der mattenartigen Unterlage gemäss Fig. 3, bei welcher eine der Kammern mit einem Kieselstein ausgefüllt ist;
Fig. 6 eine Draufsicht auf die begehbare Oberfläche, gebildet durch die eingesetzten Gesteinsstücke.
Wie aus den Fig. 1 und 2 ersichtlich ist, ist die mattenartige Unterlage 1 aus einem plattenförmigen Grundkörper 2 gebildet. Dieser plattenförmige Grundkörper 2 ist mit Durchbrüchen 3 ausgestattet. Diese Durchbrüche 3 sind durchgehend, sodass diese mattenartige Unterlage wasserdurchlässig ist. Der plattenförmige Grundkörper 2 ist mit parallel verlaufenden Längsstegen 4 verstärkt, zwischen welchen Längsstegen 4 die Durchbrüche 3 in Form von Lochreihen 5 angeordnet sind.
An den Längsstegen 4 sind Dorne 6 angebracht, welche im auf dem Bodenuntergrund aufgesetzten Zustand der mattenartigen Unterlage 1 gegen oben ausgerichtet sind. Im hier dargestellten Ausführungsbeispiel sind diese Dorne 6 so angeordnet, dass jeweils vier Dorne 6a, 6b, 6c und 6d die
Eckpunkte eines Quadrates mit einer Seitenlänge A bilden. Die Dorne könnten aber auch so angeordnet werden, dass sie beispielsweise die Eckpunkte von im wesentlichen gleichseitigen Dreiecken oder von im wesentlichen
gleichseitigen Sechsecken bilden, welche Vielecke besonders optimal zwischenraumlos aneinander gefügt werden können.
Wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, wird diese mattenartige Unterlage 1 auf einen entsprechend vorbereiteten Bodenuntergrund 7 aufgelegt. Im hier dargestellten Ausführungsbeispiel ist zwischen die mattenartige Unterlage 1 und die Bodenunterlage 7 eine vliesförmige Matte 8 eingesetzt, welche ihrerseits wasserdurchlässig ist. Diese mattenartige Unterlage 1 kann in bekannter Weise auf der Bodenunterlage 7 verankert werden, wozu bekannte und nicht dargestellte Verankerungsstifte verwendet werden können, die in die Bodenunterlage 7 eingeschlagen werden. Der Kopfbereich dieser Verankerungsstifte kann umgebogen sein, wodurch die mattenartige Unterlage 1 in optimaler Weise festgehalten wird.
Nach dem Verlegen dieser mattenartigen Unterlage 1 und gegebenenfalls dem Befestigen an der Bodenunterlage 7 werden
Gesteinsstücke 9 auf dieser mattenartigen Unterlage 1 gleichmässig verteilt.
Die Gesteinsstücke 9 können aus Kies 1 1 gebildet sein, wie dies auf der rechten Seite in Fig. 3 und in Fig. 4 dargestellt ist. Dieses Kies 1 1 hat eine Korngrösse B, die mindestens der halben Länge der Seite A des Quadrates entspricht, in einen durch die vier Dorne 6a, 6b, 6c, 6d gebildeten Raum finden somit mehrere Kieskörner 12 Unterschlupf, vorteilhaft ist, wenn die Korngrösse B so ausgestaltet ist, dass nicht mehr als vier Kieskörner 12 in diesem Raum Platz finden.
Diese Gesteinsstücke 9 können beispielsweise auch aus Kieselsteinen 10 bestehen, wie dies in Fig. 3 auf der linken Seite und in Fig. 5 dargestellt ist, welche etwa eine Korngrösse aufweisen, die etwa der Länge A der Seite eines Quadrates bzw. dem Abstand der einzelnen Dorne 6a, 6b, 6c, 6d voneinander entspricht, wodurch ein Kieselstein 10 jeweils in ein Quadrat, das durch diese vier genannten Dorne gebildet wird, eingesetzt ist und dieses voll ausfüllt, wie dies auch aus Fig. 5 ersichtlich ist. Im hier dargestellten Beispiel wird die mattenartige Unterlage somit nur von einer Schicht von Kieselsteinen 10 bedeckt, welche durch die Dorne 6 fixiert werden. Dadurch erhält man eine sehr gleichmässige begehbare Oberfläche eines
Bodenbelages.
Die Höhe der Dorne 6 wird vorteilhafterweise so gewählt, dass sie kleiner ist als die Länge A der Seite des Vielecks, die zwischen die Dorne 6 eingebrachten Gesteinsstücke überragen dann die Dorne 6, welche somit kaum sichtbar sind.
Diese den Bodenbelag bildenden Gesteinsstücke 9 können sich gegenseitig nicht bewegen, sie können sich dadurch nicht mit der Bodenunterlage vermischen, was eine Verschmutzung zur Folge hätte. Dies wird durch die eingelegte vliesförmige Matte 8 zusätzlich unterstützt.
Fig. 6 zeigt eine Draufsicht auf eine mattenartige Unterlage 1 , in welche Kies 12 eingebracht ist, wie dies zu Fig. 3 und Fig. 5 beschrieben worden ist. Hierbei ist ersichtlich, dass dieses Kies 12 eine sehr regelmässige begehbare Oberfläche bilden. Bei optimaler Korngrösse dieses Kieses 12 sind die Dorne 6 in den Zwischenräumen praktisch von Auge nicht mehr
auszumachen.
Ein derartiger Bodenbelag mit Gesteinsstücken kann durch diese erfindungsgemässe Ausgestaltung auch auf geneigten Flächen angelegt werden. Die Dorne 6 halten die auf die mattenartige Unterlage ausgebreiteten Gesteinsstücke fest, ein Abrutschen dieser Gesteinsstücke wird dadurch vermieden. Zum besseren Festhalten der Gesteinsstücke auf geneigten Flächen können die Dorne 6 gegen die Neigung hin etwas gebogen sein, wie dies insbesondere aus Fig. 3 ersichtlich ist, wodurch die Gesteinsstücke noch besser fixiert werden.
Die mattenartige Unterlage 1 kann aus einem widerstandsfähigen, wetterfesten Kunststoff gebildet sein, selbstverständlich wären auch andere geeignete Materialien denkbar.
Mit dieser erfindungsgemässen Ausgestaltung kann ein Bodenbelag geschaffen werden, der eine begehbare Oberfläche aus Gesteinsstücken aufweist, welche Gesteinsstücke durch die mit Dornen versehene mattenartige Unterlage fixiert werden und die begehbare Oberfläche strapazierfähig macht.
