| WO/2010/062549 | SUBSTRATE FOR ARTIFICIAL TURF |
| WO/2003/069124 | A METHOD OF DEWATERING A SOLID PARTICULATE MATERIAL |
| WO/2003/041822 | VERTICAL TO HORIZONTAL DRAINING SYNTHETIC TURF |
MOOSDORF, Heidi (Häuslöd 7, Ursensollen, 92289, DE)
OTTO, Werner (Waldspitze 23, Altdorf, 90518, DE)
| PATENTANSPRüCHE
1 . Bodenbefestigungs- und -bewässerungsanordnung, mit einer Nutzfläche (10), wobei die Nutzfläche (10) aus einem wasserdicht ausgebildeten Becken (14), in dessen Bodennähe eine Drainagevorrichtung ( 18) angeordnet ist und das eine Tretschicht (20) enthält, gebildet ist; und einer außerhalb der Nutzfläche (10) angeordneten Wasserausgleichsvorrichtung (22), wobei die Wasserausgleichsvorrichtung (22) aus einem Wasseraufnahmeraum (23) gebildet ist, der mit einem Wasserzulauf (24) und einem Wasserablauf (26) versehen ist und der mit der Drainagevorrichtung (18) der Nutzfläche (10) in Verbindung steht, dadurch gekennzeichnet, dass die Nutzfläche (10) ferner oberhalb der Drainagevorrichtung (18) eine Anordnung von Bodenbefestigungsmatten (32) in der Tretschicht (20) aufweist, wobei die Bodenbefestigungsmatten (32) wasserdurchlässig ausgebildet sind.
2. Bodenbefestigungs- und -bewässerungsanordnung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenbefestigungsmatten (32) einen Grundkörper (320) mit Durchbrechungen (322) in seiner Dickenrichtung aufweisen.
3. Bodenbefestigungs- und -bewässerungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenbefestigungsmatten (32) einen Grundkörper (320) mit einer Vielzahl von Vorsprüngen (324) an seiner Oberseite aufweisen.
4. Bodenbefestigungs- und -bewässerungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsprünge (324) an der Oberseite des Grundkörpers (320) der Bodenbefestigungsmatten (32) zwei Gruppen von Vorsprüngen (324) aufweisen, die unterschiedliche Höhen besitzen und im gegenseitigen Wechsel angeordnet sind.
5. Bodenbefestigungs- und -bewässerungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenbefestigungsmatten (32) einen Grundkörper (320) mit einer glatten Oberseite aufweisen.
6. Bodenbefestigungs- und -bewässerungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenbefestigungsmatten (32) einen Grundkörper (320) mit einer
Vielzahl von Fortsätzen (326) an seiner Unterseite aufweisen.
7. Bodenbefestigungs- und -bewässerungsanordnung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Becken (14) der Nutzfläche (10) eine Vertiefung im Boden (12) ist, die mit einer wasserdichten Folie (16) ausgekleidet ist.
8. Bodenbefestigungs- und -bewässerungsanordnung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Drainagevorrichtung (18) der Nutzfläche (10) Drainagerohre aufweist, die bis in die Wasserausgleichsvorrichtung (22) reichen.
9. Bodenbefestigungs- und -bewässerungsanordnung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wasserausgleichsvorrichtung (22) ferner mit einer Messeinrichtung (30) zum Erfassen des Wasserstandspegels in der Wasserausgleichsvorrichtung (22) versehen ist. |
BODENBEFESTIGUNGS- UND -BEWäSSERUNGSANORDNUNG
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
1 . Gebiet der Erfindung
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Bodenbefestigungs- und -bewässerungs- anordnung mit einer Nutzfläche und einer außerhalb der Nutzfläche angeordneten Wasserausgleichsvorrichtung 1 , und insbesondere eine solche Bodenbefestigungsund -bewässerungsanordnung für Reitplätze und dergleichen.
2. Technischer Hintergrund
Es ist eine Bodenbefestigungs- und -bewässerungsanordnung bekannt, die nach dem Ebbe-Flut-Prinzip funktioniert und beispielsweise von der Klinkert Reitplatz- und Sportplatzbau GmbH, Deutschland, angeboten wird. Diese Bodenbefestigungs- und -bewässerungsanordnung weist eine Nutzfläche, die aus einer wasserdicht verkleideten Vertiefung im Boden gebildet ist, in deren Bodennähe Drainagerohre angeordnet sind und die eine Tretschicht aus feinem Sand enthält, und einen neben der Nutzfläche angeordneten Wasserausgleichsbrunnen, der aus einem Wasseraufnahmeraum gebildet ist, der mit einem Wasserzulauf und einem Wasserablauf versehen ist und in dessen Inneres die Drainagerohre der Nutzfläche ragen, auf. Der Feuchtigkeitsgehalt der Tretschicht wird automatisch über den Wasserausgleichsbrunnen geregelt und ist je nach Bedarf für verschiedene Anwendungen einstellbar.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Bodenbefestigungs- und -bewässerungsanordnung zu entwickeln, die eine höhere Stabilität, Elastizität und Wasserdurchlässigkeit der Tretschicht erzielt.
Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Bodenbefestigungs- und -bewässerungsanordnung, mit einer Nutzfläche, wobei die Nutzfläche aus einem wasserdicht ausgebildeten Becken, in dessen Bodennähe eine Drainagevorrichtung angeordnet ist und das eine Tretschicht enthält, gebildet ist, und einer außerhalb der Nutzfläche
angeordneten Wasserausgleichsvorrichtung, wobei die Wasserausgleichsvorrichtung aus einem Wasseraufnahmeraum gebildet ist, der mit einem Wasserzulauf und einem Wasserablauf versehen ist und der mit der Drainagevorrichtung der Nutzfläche in Verbindung steht. Gemäß der Erfindung weist die Nutzfläche ferner oberhalb der Drainagevorrichtung eine Anordnung von Bodenbefestigungsmatten in der Tretschicht auf, wobei die Bodenbefestigungsmatten wasserdurchlässig ausgebildet sind.
Die Bodenbefestigungsmatten in der Tretschicht erhöhen je nach Ausführungsform in gewünschtem Maße die Stabilität und die Elastizität der Tretschicht. Durch die Bodenbefestigungsmatten ist es außerdem möglich, die Tretschicht dünner und grobkörniger auszubilden, wodurch die Wasserdurchlässigkeit der Tretschicht erhöht werden kann.
In einer Ausgestaltung der Erfindung weisen die Bodenbefestigungsmatten einen Grundkörper mit Durchbrechungen in seiner Dickenrichtung zum Erzielen der Wasserdurchlässigkeit auf.
In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weisen die Bodenbefestigungsmatten einen Grundkörper mit einer Vielzahl von Vorsprüngen an seiner Oberseite auf. Dabei enthalten diese Vorsprünge bevorzugt zwei Gruppen von Vorsprüngen, die unterschiedliche Höhen besitzen und im gegenseitigen Wechsel angeordnet sind. Die Vorsprünge an den Oberseiten der Bodenbefestigungsmatten erhöhen zum Beispiel die Trittsicherheit von Pferden. Alternativ ist es aber auch möglich, dass die Bodenbefestigungsmatten einen Grundkörper mit einer glatten Oberseite aufweisen.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weisen die Bodenbefestigungsmatten einen Grundkörper mit einer Vielzahl von Fortsätzen an seiner Unterseite auf. Diese Fortsätze dienen der Stabilisierung der Lage der Bodenbefestigungsmatten in der Tretschicht.
Vorzugsweise ist das Becken der Nutzfläche eine Vertiefung im Boden, die mit einer wasserdichten Folie ausgekleidet ist, und die Drainagevorrichtung der Nutzfläche ist
durch Drainagerohre gebildet, die bis in die Wasserausgleichsvorrichtung reichen. Die Wasserausgleichsvorrichtung ist ferner mit einer Messeinrichtung zum Erfassen des Wasserstandspegels in der Wasserausgleichsvorrichtung versehen.
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
Obige sowie weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten, nicht-einschränkenden Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen besser verständlich. Darin zeigen:
Fig. 1 eine schematische Schnittansicht zur Erläuterung des Aufbaus einer
Bodenbefestigungs- und -bewässerungsanordnung gemäß der vorliegenden Erfindung; und
Fig. 2 eine schematische Schnittansicht von Bodenbefestigungsmatten, die in der Bodenbefestigungs- und -bewässerungsanordnung von Fig. 1 eingesetzt werden können.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG EINES DERZEIT BEVORZUGTEN AUSFüHRUNGSBEISPIELS
In Fig. 1 ist zunächst der Aufbau einer erfindungsgemäß ausgestalteten Bodenbefestigungs- und -bewässerungsanordnung nach dem Ebbe-Flut-System veranschaulicht. Der Aufbau dieser Bodenbefestigungs- und -bewässerungsanordnung basiert dabei auf der von der Klinkert Reit- und Sportplatzbau GmbH angebotenen herkömmlichen Bodenbefestigungs- und -bewässerungsanordnung.
Die Bodenbefestigungs- und -bewässerungsanordnung enthält eine Nutzfläche 10, die insbesondere als Reitplatz, Sportplatz oder dergleichen genutzt werden kann. Diese Nutzfläche 10 wird durch eine Tretschicht 20 gebildet, die zum Beispiel im Fall eines Reitplatzes aus Sand gebildet ist. Die Tretschicht 20 ist in ein Becken 14 gefüllt, das zum Beispiel aus einer Vertiefung im Boden 12 gebildet ist, die mit einer wasserdichten Folie 16 verkleidet ist, um das Becken 14 wasserdicht zu machen.
Die Nutzfläche 10 kann ferner mit einem Erdwall 34 und/oder mit Schwellen 36 begrenzt werden.
Im Bodenbereich des Beckens 14 ist eine Drainagevorrichtung 18 in Form mehrerer Drainagerohre angeordnet. über diese Drainagerohre 18 kann der Wasserpegel 19 in der Nutzfläche 10, genauer in der Tretschicht 20 von unten reguliert werden, um damit den Feuchtigkeitsgehalt der Tretschicht 20 je nach Bedarf einzustellen.
Wie in Fig. 1 dargestellt, ist oberhalb der Drainagevorrichtung 18 in der Tretschicht 20 ferner eine Anordnung von Bodenbefestigungsmatten 32 integriert. Diese Bodenbefestigungsmatten 32 sind wasserdurchlässig ausgebildet und erhöhen die Stabilität und die Elastizität der Tretschicht 20, sodass durch das Einbringen der Bodenbefestigungsmatten 32 in die Tretschicht 20 diese dünner und aus einem grobkörnigeren Sand ausgebildet werden kann. Dies erhöht wiederum die Wasserdurchlässigkeit der Tretschicht 20 und damit die Funktionsfähigkeit der gesamten Anordnung.
Wie in Fig. 1 angedeutet, sind die Bodenbefestigungsmatten 32 zum Beispiel in der Höhe der Unterkante der Schwelle 36 in der Tretschicht angeordnet. Die vorliegende Erfindung ist aber selbstverständlich nicht nur auf diese Anordnung beschränkt.
Eine Bodenbefestigungsmatte 32, wie sie vorteilhafterweise in der erfindungsgemäßen Bodenbefestigungs- und -bewässerungsanordnung eingesetzt werden kann, ist beispielhaft in Fig. 2 dargestellt.
Wie in Fig. 2 vereinfacht dargestellt, besitzen die in die Tretschicht 20 integrierten Bodenbefestigungsmatten 32 einen plattenförmigen Grundkörper 320 aus einem vorzugsweise elastischen Kunststoff material. Um die Wasserdurchlässigkeit der Anordnung zu gewährleisten, weist dieser Grundkörper 320 Durchbrechungen 322 in der Dickenrichtung des Grundkörpers 320 auf.
An der Oberseite des Grundkörpers 320 ist eine Vielzahl von noppenartigen Vorsprüngen 324 zum Beispiel in Form eines Kegelstumpfes angeordnet. Vorzugsweise
weisen diese Vorsprünge 324 zwei Gruppen von Vorsprüngen auf, die unterschiedliche Höhen besitzen und im gegenseitigen Wechsel angeordnet sind. Diese Vorsprünge 324 an der Oberseite des Grundkörpers 320 erhöhen die elastische Wirkung und die Trittsicherheit der Bodenbefestigungsmatten 32. Die Vorsprünge 324 können aber selbstverständlich auch mit nur einer einheitlichen Höhe, mit anderen Formen und beliebigen Anzahlen, Größen und Anordnungen vorgesehen sein, um die Bodenbefestigungsmatten 32 den individuellen Bedürfnissen der Nutzfläche 10 anzupassen.
Die Durchbrechungen 322 im Grundkörper 320 der Bodenbefestigungsmatten 32 sind dabei zwischen den Vorsprüngen 324 ausgebildet.
An der Unterseite des Grundkörpers 320 ist zudem eine Vielzahl von Fortsätzen 326 vorgesehen, die beispielsweise als Hohlzylinder ausgebildet sein können, ohne auf diese geometrische Form beschränkt zu sein. Die Fortsätze 326 dienen der Stabilisierung der Lage der Bodenbefestigungsmatten 32 in der Tretschicht 20.
In einer bevorzugten Ausgestaltung weisen die Fortsätze 326 zudem Durchgangslöcher 328 auf, die fluchtend zu den Durchbrechungen 322 im Grundkörper 320 ausgebildet sind.
Die in Fig. 2 veranschaulichte Bodenbefestigungsmatte 32 ist zum Beispiel aus der DE 200 19 81 2 U1 bekannt. Bezüglich weiterer Merkmale und Vorteile einer solchen Bodenbefestigungsmatte 32 wird daher auf diese Druckschrift verwiesen. Die vorliegende Erfindung ist aber keineswegs nur auf diese Ausführungsform der Bodenbefestigungsmatte 32 beschränkt. Zum Beispiel kann die Oberseite der verwendeten Bodenbefestigungsmatten auch glatt, d.h. ohne Vorsprüngen oder Noppen ausgebildet sein.
Eine mechanische Bearbeitung der Tretschichtoberfläche wird auch durch die eingebrachten Bodenbefestigungsmatten nicht behindert. Im Gegenteil werden die Drainagerohre 18 durch die Bodenbefestigungsmatten 32 zusätzlich geschützt.
Wieder Bezug nehmend auf Fig. 1 ist außerhalb der Nutzfläche 10, getrennt durch eine Trennschicht 21 des Bodens 12 eine Wasserausgleichsvorrichtung 22 vorgesehen.
Diese Wasserausgleichsvorrichtung 22 ist zum Beispiel in der Art eines Brunnens aufgebaut und enthält einen Wasseraufnahmeraum 23, in dessen Inneres die Drainagerohre 18 durch die Trennschicht 21 hindurch ragen. Der Wasseraufnahmeraum 23 weist ferner einen Wasserzulauf 24, einen Wasserablauf 26 mit zugehöriger Pumpe 28 und einen Wasserstandsdetektor 30 zum Erfassen des Wasserpegels 19 in der Wasserausgleichsvorrichtung 22 auf.
Da die Drainagerohre 18 der Nutzfläche 10 mit dem Innern der Wasserausgleichsvorrichtung 22 verbunden sind, ist der Wasserpegel 1 9 in der Wasserausgleichsvorrichtung 22 gleich dem Wasserpegel 19 in der Nutzfläche 10. Somit kann der Wasserpegel 19 in der Nutzfläche 10 durch Einstellen des Wasserpegels 19 in der Wasserausgleichsvorrichtung 22, der über den Wasserstandsdetektor 30 überwacht wird, mittels des Wasserzulaufs 24 und des Wasserablaufs 26 automatisch eingestellt werden, um einen optimal eingestellten Feuchtigkeitsgehalt der Tretschicht 20 zu erzielen. Je nach Anwendung der Tretschicht 20 kann ihr Feuchtigkeitsgehalt dabei unterschiedlich eingestellt werden.
BEZUGSZIFFERNLISTE
Nutzfläche Boden Becken Folie Drainagerohre Wasserpegel Tretschicht Trennung Wasserausgleichsvorrichtung Wasseraufnahmeraum von 22 Wasserzulauf Wasserablauf Pumpe Wasserstandsdetektor Bodenbefestigungsmatten Wall Schwelle Grundkörper Durchbrechungen Vorsprünge an der Oberseite von 320 Fortsätze an der Unterseite von 320 Durchgangslöcher von 326
