DÖRFLER, Thomas (Schonach 12, Creglingen, 97993, DE)
WIRTHWEIN GMBH & CO. KG (Walter-Wirthwein-Straße 2 - 10, Creglingen, 97993, DE)
RENNECKENDORF, Volker (Werdohler Straße 186, Lüdenscheid, 58511, DE)
DÖRFLER, Thomas (Schonach 12, Creglingen, 97993, DE)
| P A T E N T AN S P RÜ C H E Führungsplatte zum seitlichen Führen einer auf einem Untergrund (2) mittels eines Federelements (13) zu befestigenden Schiene (S) für Schienenfahrzeuge, mit einer Stirnfläche, gegen die die Schiene (S) in Montageposition abgestützt ist, und mit einem auf den Fuß (F) der zu befestigenden Schiene aufsetzbaren Isolatorelement (19) , über das das Federelement (13) in Montagestellung auf den Fuß (F) der Schiene (S) wirkt, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s das Isolatorelement (19) an der Führungsplatte (3) schwenkbar gelagert ist. Führungsplatte nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s das Isolatorelement (19) um eine parallel zur Stirnfläche (4) der Führungsplatte (3) ausgerichtete Schwenkachse (X) schwenkbar ist. 3. Führungsplatte nach einem der voranstehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s das Isolatorelement (19) um zwei Schwenklager (L1,L2) schwenkbar gelagert ist. Führungsplatte nach Anspruch 2 und 3, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s die Schwenkachsen (X) der Schwenklager (Ll,L2) koaxial ausgerichtet sind. Führungsplatte nach einem der voranstehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s das Isolatorelement (19) einen Schwenkarm (20,21) aufweist, an dem ein Lagerelement (22,24) ausgebildet ist, das zusammen mit einem korrespondierend geformten Lagerelement (24,22) der Führungsplatte (3) ein Schwenklager (L1,L2) für das Isolatorelement (19) bildet. Führungsplatte nach Anspruch 5, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s das eine Lagerelement ein Zapfen (24) und das andere Lagerelement eine Ausnehmung (22) ist, in der der Zapfen (24) drehbar gelagert ist. Führungsplatte nach Anspruch 6, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s die Ausnehmung eine Langlochöffnung ist. 8. Führungsplatte nach einem der voranstehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s das Isolatorelement (19) eine längliche Grundform hat und sich parallel zu der Stirnfläche der Führungsplatte (3) erstreckt. 9. Führungsplatte nach einem der voranstehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s die Führungsplatte (3) und das Isolatorelement (19) aus Kunststoff hergestellt sind. 10. Führungsplatte nach einem der voranstehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s mindestens ein Rastelement (30,31) vorgesehen ist, an dem das Isolatorelement (19) in der Vormontagestellung lösbar gehalten ist. 11. Führungsplatte nach einem der voranstehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s mindestens ein Rastelement (30,32) vorgesehen ist, an dem das Isolatorelement (19) in einer Lagerstellung gehalten ist, in der sich das Isolatorelement (19) in einer vor der Stirnfläche (4) angeordneten Position befindet . System zum Befestigen einer Schiene (S) auf einem Untergrund, das eine Führungsplatte (3), ein Federelement (13), das bei fertig montiertem System über mindestens einen Federarm (15) eine Niederhaltekraft auf die Schiene (S) ausübt, ein Isolatorelement (19), das bei fertig montiertem System (1) zwischen dem der Schiene (S) zugeordneten Ende des Federarms (15) und der Schiene (S) sitzt, so dass das Federelement (13) über das Isolatorelement (19) auf die Schiene (S) wirkt, und ein Spannelement (17) zum Spannen des Federelements (13) umfasst, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s das Isolatorelement (19) schwenkbar an der Führungsplatte (3) gehalten ist. |
Die Erfindung betrifft eine Führungsplatte zum seitlichen Führen einer auf einem Untergrund mittels eines
Federelements zu befestigenden Schiene für
Schienenfahrzeuge. Die Führungsplatte weist dabei eine Stirnfläche auf, gegen die die Schiene in Montageposition abgestützt ist, und trägt ein auf den Fuß der zu
befestigenden Schiene aufsetzbares Isolierelement, über das das Federelement in Montagestellung auf den Fuß der Schiene wirkt.
Ebenso betrifft die Erfindung ein System zum Befestigen einer Schiene auf einem Untergrund, das eine
Führungsplatte, ein Federelement, das bei fertig
montiertem System über mindestens einen Federarm eine Niederhaltekraft auf die Schiene ausübt, ein
Isolatorelement, das bei fertig montiertem System zwischen dem der Schiene zugeordneten Ende des Federarms und der Schiene sitzt, so dass das Federelement über das
Isolatorelement auf die Schiene wirkt, und ein
Spannelement zum Spannen des Federelements umfasst.
Eine Führungsplatte und ein Befestigungssystem der voranstehend genannten Art sind aus der
DE 20 2009 004 399 Ul bekannt. Bei dem bekannten System trägt die Führungsplatte an ihrer der zu befestigenden Schiene zugeordneten Stirnseite ein sich parallel zu der Stirnseite erstreckendes Isolatorelement für Anwendungen, bei denen eine hohe elektrische Isolation der Schiene gefordert wird oder bei denen in Folge der Verwendung einer nicht isolierenden Verankerung im jeweiligen
Untergrund eine gesonderte Isolation zur Schiene
erforderlich ist. Dieses Isolatorelement sitzt bei fertig montiertem System auf dem Fuß der zu befestigenden Schiene so auf, dass das die Niederhaltekraft aufbringende
Federelement über das Isolatorelement auf die Schiene wirkt. Auf diese Weise ist die Schiene gegenüber den leitfähigen Elementen des Schienenbefestigungssystems isoliert .
Um die Montage des bekannten Systems so zu vereinfachen, dass sie auch mit Hilfe von automatisch arbeitenden
Montagemaschinen sicher bewältigt werden kann, ist das Isolatorelement fest mit der Führungsplatte verbunden. Die feste Anbindung des Isolatorelements hat den zusätzlichen Vorteil, dass das Isolatorelement verliersicher an der Führungsplatte gehalten ist und lose Bauteile im Bereich der Baustelle vermieden werden.
Damit trotz der festen Verbindung zwischen Isolatorelement und Führungsplatte das Isolatorelement den Bewegungen der Schiene und des Federelements folgen kann, ohne die von dem Federelement ausgeübte Niederhaltekraft zu
beeinträchtigen, ist im Übergangsbereich zwischen dem Isolatorelement und der Führungsplatte eine
Sollbruchstelle vorgesehen, die bricht, wenn beim Spannen des Federelements eine bestimmte Belastung überschritten wird.
Für bestimmte Anwendungen ist die voranstehend erläuterte feste Anordnung des Isolatorelements an der Führungsplatte insofern problematisch, als das Isolatorelement in
Richtung des Raums vorsteht, der im fertig montierten Zustand von der zu befestigenden Schiene eingenommen wird. So können bestehende Schienenbefestigungen mit Hilfe der bekannten Kombination aus Führungsplatte und
Isolatorelement auf besonders einfache Weise modernisiert werden, wenn keine neue Schiene montiert werden soll.
Jedoch lassen sich die bekannten Führungsplatten mit den fest an ihnen befestigten Isolatorelementen nicht für die Montage neuer Schienen verwenden. Eine mit minimiertem Aufwand erfolgende Neumontage setzt voraus, dass zunächst die im jeweiligen Befestigungspunkt vorgesehenen
Führungsplatten und sonstigen Bauteile der jeweils
verwendeten Befestigungssysteme vormontiert, anschließend die Schiene in den von den Führungsplatten begrenzten Raum gesetzt und dann die Befestigungssysteme fertig montiert werden. Bei einem solchen Vorgehen würde ein fest an der Führungsplatte befestigtes Isolatorelement somit genau in den Raum vorstehen, in den die Schiene gesetzt werden soll.
Diese Problem besteht nicht, wenn in einem System zur Befestigung einer Schiene ein in der aus der
DE 20 2007 018 500 Ul bekannten Art und Weise
ausgebildetes Isolatorelement verwendet wird. Das
Isolatorelement ist auch hier aus einem elektrisch nicht leitenden Werkstoff hergestellt. Dabei weist das Isolatorelement eine Aufnahme auf, in der ein Endabschnitt eines Federelements formschlüssig sitzt, das bei fertig montiertem System die erforderliche Niederhaltekraft auf die Schiene ausübt. Zusätzlich weist das bekannte
Isolatorelement auf seiner dem Schienenfuß zugeordneten Unterseite eine Anlagefläche auf. Über diese Anlagefläche ist das Isolatorelement stets sicher geführt, wenn es gemeinsam mit dem Federelement aus einer auf der
Führungsplatte angeordneten Vormontagestellung in die Endmontagestellung auf den Schienenfuß aufgeschoben wird.
Bei Montagesituationen, bei denen es aufgrund der
baulichen Gegebenheiten oder der jeweils zur Verfügung stehenden Montagehilfsmittel nicht möglich ist, das
Isolatorelement in der voranstehend beschriebenen Weise bereits bei der Vormontage dauerhaft mit dem jeweils vorgesehenen Federelement zu verkoppeln, müssen die
Isolatorelemente jeweils als eigenständige Bauteile zwischen Schienenfuß und Spannklemme gelegt werden. Unter den in der Praxis herrschenden rauen Anforderungen erweist sich dies aufgrund der begrenzten Größe des
Isolatorelements in der Regel als schwierig. So kann es bei manueller Montage vorkommen, dass der kleine Isolator vom Monteur vergessen wird oder verloren geht, ohne dass dies bemerkt wird. Für eine automatische Montage müssen darüber hinaus aufwändige Manipulatoren vorgesehen werden, um eine lagerichtige Positionierung des Isolatorelements zu gewährleisten.
Vor dem Hintergrund des voranstehend erläuterten Standes der Technik bestand die Aufgabe der Erfindung darin, eine Führungsplatte und ein System zum Befestigen einer Schiene zu schaffen, die auf einfache Weise montiert werden können und auch unter ungünstigen Montagebedingungen eine sichere lagerichtige Positionierung des Isolatorelements
gewährleiste .
In Bezug auf die Führungsplatte ist diese Aufgabe
erfindungsgemäß dadurch gelöst worden, dass die
Führungsplatte die in Anspruch 1 angegebenen Merkmale aufweist .
In Bezug auf das System zum Befestigen einer Schiene besteht die erfindungsgemäße Lösung der voranstehend genannten Aufgabe erfindungsgemäß darin, dass ein solches System gemäß Anspruch 12 ausgebildet ist.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben und werden wie der
allgemeine Erfindungsgedanke nachfolgend im Einzelnen erläutert .
In Übereinstimmung mit dem eingangs angegebenen Stand der Technik weist eine erfindungsgemäße Führungsplatte zum seitlichen Führen einer auf einem Untergrund mittels eines Federelements zu befestigenden Schiene für
Schienenfahrzeuge eine Stirnfläche, gegen die die Schiene in Montageposition abgestützt ist, und ein auf den Fuß der zu befestigenden aufsetzbares Isolierelement auf, über das das Federelement in Montagestellung auf den Fuß der
Schiene wirkt.
Erfindungsgemäß ist nun das Isolatorelement an der
Führungsplatte schwenkbar gelagert. Auf diese Weise ist einerseits das Isolatorelement unverlierbar an der Führungsplatte befestigt, so dass es unabhängig davon, ob die Montage der Führungsplatte und des Isolatorelements manuell oder automatisch erfolgt, nicht vergessen werden oder verloren gehen kann. Andererseits erlaubt es seine erfindungsgemäß verschwenkbare Anordnung an der
Führungsplatte, das Isolatorelement problemlos aus einer Vormontagestellung, in der es so positioniert ist, dass der für die Platzierung der Schiene benötigte Raum frei ist, in eine Montagestellung zu schwenken, in der es auf dem Schienenfuß sitzt.
Mit der Erfindung steht somit eine Führungsplatte und ein entsprechend ausgebildetes System zum Befestigen einer Schiene zur Verfügung, mit denen auch unter ungünstigen Montagebedingungen jederzeit auf besonders einfache Weise eine den jeweiligen Anforderungen gerecht werdende
Positionierung des Isolatorelements gewährleistet ist.
Grundsätzlich lässt sich die erfindungsgemäße schwenkbare Anordnung des Isolatorelements an der Führungsplatte durch jede Art von Gelenk lösen, welches es erlaubt, das
Isolatorelement aus einer Vormontageposition, in der das Isolatorelement außerhalb des von der zu befestigenden Schiene eingenommen Raums angeordnet ist, in seine
Endmontageposition zu schwenken. Eine besonders
praxisgerechte, besonders einfach handhabbare
Ausgestaltung der Erfindung ergibt sich dabei dann, wenn bei einer erfindungsgemäßen Führungsplatte bzw. einem entsprechend ausgebildeten System das Isolatorelement um eine parallel zur Stirnfläche der Führungsplatte
ausgerichtete Schwenkachse schwenkbar ist. Da die
Stirnfläche jeweils parallel zur zu befestigenden Schiene verläuft, kann bei dieser Ausrichtung der Schwenkachse das Isolatorelement durch eine besonders einfache
Schwenkbewegung aus der Vormontageposition in seine auf dem Schienenfuß sitzende Endmontageposition geklappt werden. Ebenso ist es in diesem Fall auf einfache Weise möglich, zur Aufbewahrung und zum Transport das mit der Führungsplatte kombinierte Isolatorelement in eine
Stellung zu schwenken, in der es vor der Stirnfläche der Führungsplatte angeordnet ist. Bei in dieser Lagerstellung angeordnetem Isolatorelement nimmt die Führungsplatte eine minimale Höhe ein, ohne dass das Isolatorelement von der Führungsplatte getrennt werden muss.
Abhängig von seiner Gestalt, von der Art des zum Einsatz kommenden Federelements oder der baulichen Gegebenheiten kann es zweckmäßig sein, das Isolatorelement jeweils nur in einem Lager an der Führungsplatte zu lagern. Eine besonders robuste Lagerung ergibt sich allerdings dann, wenn das Isolatorelement um zwei Schwenklager schwenkbar gelagert ist. Dies gilt insbesondere dann, wenn das
Isolatorelement in Kombination mit einer W-förmigen, als Federelement verwendeten Spannklemme eingesetzt wird, deren Federarme jeweils gemeinsam über das Isolatorelement auf die Schiene wirken.
Da Führungsplatten der hier in Rede stehenden Art in Bezug auf eine normal zu ihrer Stirnfläche ausgerichtete
Mittelachse spiegelsymmetrisch ausgebildet sind, ergibt sich eine besonders zweckmäßige Gestaltung der
Führungsplatte dann, wenn die Schwenkachsen der
Schwenklager zueinander koaxial ausgerichtet sind, sich die Schwenklager also ebenfalls symmetrisch zur
betreffenden Mittelachse anordnen lassen.
Die schwenkbare Anordnung des Isolatorelements an der Führungsplatte lässt sich beispielsweise dadurch
verwirklichen, dass das Isolatorelement mindestens einen Schwenkarm aufweist, an dem ein Lagerelement ausgebildet ist, das zusammen mit einem korrespondierend geformten Lagerelement der Führungsplatte ein Schwenklager für das Isolatorelement bildet. Bei dem einen Lagerelement kann es sich dabei um einen Zapfen und bei dem anderen
Lagerelement um eine Äusnehmung handeln, in der der Zapfen drehbar gelagert ist. Dabei können der Zapfen der
Führungsplatte und die Äusnehmung dem Isolatorelement zugeordnet sein. Selbstverständlich ist im Sinne einer kinematischen Umkehr auch eine umgekehrte Anordnung der Lagerelemente denkbar. Um einen nachträglichen oder selbsttätigen Toleranzausgleich beispielsweise zwischen der Endmontageposition des Isolatorelements und dem
Federelement zu ermöglichen, kann die jeweilige Ausnehmung als Langloch ausgebildet sein, in dem der Zapfen verdreh- und verschiebbar geführt ist. Im Fall, dass das
Isolatorelement in zwei Schwenklagern an der
Führungsplatte gelagert ist, kann dies auch dadurch erreicht werden, dass die Schwenkarme des Isolatorelements ausreichend elastisch ausgebildet sind, um sie für die Montage an der Führungsplatte aufspreizen zu können.
Eine für die heute überwiegende Zahl der Anwendungsfälle optimale Form des Isolatorelements ist dann gegeben, wenn das Isolatorelement eine längliche Grundform hat und sich parallel zu der Stirnfläche der Führungsplatte erstreckt. Eine einerseits kostengünstige und gleichzeitig sowohl hinsichtlich der isolierenden Wirkung als auch
hinsichtlich ihres Gewichts besonders günstige
Ausgestaltung ergibt sich dadurch, dass die Führungsplatte und das Isolatorelement aus Kunststoff hergestellt sind. Die Herstellung von Führungsplatte und Isolatorelement kann in diesem Fall im Spritzgießverfahren erfolgen, wobei bevorzugt Polyamid mit Glasfaserverstärkung verarbeitet wird. Im Fall, dass das zwischen Isolatorelement und
Führungsplatte erfindungsgemäß vorhandene Gelenk in der voranstehend erläuterten Weise durch eine Kombination aus Zapfen und Aufnahme gebildet ist, kann das Gelenk dabei durch einen Formschieber im Werkzeug ausgebildet werden. Dies erlaubt es, die aus Führungsplatte und
Isolatorelement gebildete Baueinheit ohne weitere
Zwischen- oder Montageschritte in einem Fertigungsschritt herzustellen. Das sich durch den Formschieber zwischen Zapfen und Ausnehmung der Gelenkverbindung ergebende Spiel trägt in diesem Fall zum Toleranzausgleich bei der Montage der Bauteile auf der Baustelle bei.
Eine weitere die praktische Handhabung der
erfindungsgemäßen Führungsplatte verbessernde
Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Rastelement vorgesehen ist, an dem das Isolatorelement in der Vormontagestellung lösbar gehalten ist. In gleicher Weise kann mindestens ein Rastelement vorgesehen sein, an dem das Isolatorelement in einer Lagerstellung gehalten ist, in der sich das Lagerelement in einer vor der Stirnfläche angeordneten Position befindet . Nachfolgend wird die Erfindung anhand von
Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen jeweils schematisch :
Fig. 1 ein System zum Befestigen einer Schiene auf einem festen Untergrund in seitlicher teilgeschnittener Ansicht;
Fig. 2 eine Führungsplatte mit einem Isolatorelement in einer Vormontagestellung in seitlicher Ansicht;
Fig. 3 die Führungsplatte mit dem Isolatorelement gemäß
Fig. 1 in an einer Schiene angesetztem
Vormontagezustand in einer perspektivischen Ansicht ;
Fig. 4 die Führungsplatte mit dem Isolatorelement in einer für die Aufbewahrung oder einen Transport
vorgesehenen Lagerstellung in seitlicher Ansicht.
Das in Fig. 1 gezeigte System 1 zum Befestigen einer Schiene S auf einem beispielsweise durch eine
Betonschwelle gebildeten Untergrund 2 umfasst eine nach Art einer konventionellen Winkelführungsplatte
ausgebildete Führungsplatte 3, gegen deren ebene
Stirnfläche 4 die Schiene S mit der Längsseite ihres Schienenfußes F abgestützt ist.
Die Schiene S steht in ebenfalls an sich bekannter Weise über eine elastische Zwischenlage 5 auf dem Untergrund 2. Die elastische Zwischenlage 5 gewährleistet eine
ausreichende Nachgiebigkeit der Schiene S in dem
Befestigungspunkt, der durch das System 1 und ein entsprechend gestaltetes, auf der gegenüberliegenden Seite der Schiene angeordnetes, hier nicht dargestelltes
Befestigungssystem gebildet ist.
An den unteren Rand der Stirnfläche 4 ist an der
Führungsplatte 3 ein in Richtung der Schiene S
vorstehender Vorsprung 6 angeformt, der sich über die Breite der Stirnfläche 4 erstreckt und bei fertiger
Montage unter den Schienenfuß F greift. Der Vorsprung 6 begrenzt auf diese Weise den Weg, um den sich die Schiene S beim Überfahren durch ein hier nicht gezeigtes
Schienenfahrzeug absenkt.
An ihrer von der Stirnfläche 4 abgewandten Rückseite weist die Führungsplatte 3 einen Winkelabschnitt 7 auf, über den sie in an sich bekannter Weise einerseits in einer in den Untergrund 2 eingeformten Rinne 8 geführt und andererseits gegen eine an den Untergrund 2 angeformte Schulter 9 abgestützt ist.
Auf der freien Oberseite 10 der Führungsplatte 3 sind Formelemente, wie eine sich parallel zur Stirnfläche 4 erstreckende Rille 11 und eine mittig angeordnete, an die Stirnfläche 4 stoßende Erhebung 12 ausgebildet, die zum Führen eines als konventionelle W-förmige Spannklemme ausgebildeten Federelements 13 dienen. In Montagestellung ist an der Erhebung 12 dabei die Mittelschlaufe 14 des Federelements 13 geführt, während in der Rille 11 der jeweilige Übergang zwischen der Mittelschlaufe 14 und einem der beiden Federarme 15 des Federelements 13 sitzt. Über ihren jeweiligen freien Endabschnitt 16 übt das Federelement 13 bei fertig montiertem System 1 die erforderliche elastische Niederhaltekraft auf den
Schienenfuß F aus.
Zum Verspannen seines Federelements 13 umfasst das System 1 zusätzlich ein beispielsweise als konventionelle
Spannschraube ausgebildetes Spannelement 17, das durch eine an zentraler Stelle in die Führungsplatte 3
eingeformte, von der Oberseite 10 bis zur auf dem
Untergrund 2 aufliegenden AufStandfläche 18 reichenden Durchgangsöffnung geführt und in einen in den Untergrund 2 eingelassenen, hier nicht dargestellten Verankerung gehalten ist. Das Spannelement 17 ist hier der
Übersichtlichkeit halber nur durch eine gestrichelte Linie angedeutet .
Än der Führungsplatte 3 ist ein Isolatorelement 19 schwenkbar gelagert. Das Isolatorelement 19 weist eine längliche Form auf und erstreckt sich parallel zur
Stirnfläche 4 über deren gesamte Breite. An die schmalen Endseiten des Isolatorelements 19 ist jeweils ein
Schwenkarm 20,21 angeformt. Die Schwenkarme 20,21 sind dabei so geformt, dass sie im Wesentlichen senkrecht zum Isolatorelement 3 ausgerichtet die Führungsplatte 3 in ihrem an die Stirnfläche 4 angrenzenden Bereich seitlich umgreifen .
In die Endabschnitte der Schwenkarme 20,21 ist jeweils eine als Durchgangsöffnung ausgebildete Ausnehmung 22 vorhanden, in die ein an die Führungsplatte 3 in ihrem an die Stirnfläche 4 angrenzenden Seitenabschnitts 23 angeformter und seitlich nach außen von der Führungsplatte 3 abstehender Zapfen 24 greift. Der Außendurchmesser des Zapfens 24 ist dabei um ein bestimmtes Untermaß kleiner als der Innendurchmesser der Ausnehmung 22, so dass ein zum Ausgleich von Toleranzen ausreichendes Spiel 25 zwischen Zapfen 24 und Ausnehmung 22 vorhanden ist. Die Zapfen 24 und die ihnen jeweils zugeordnete Ausnehmung 22 bilden gemeinsam jeweils ein Schwenklager L1,L2, um die das Isolatorelement 19 verschwenkbar ist. Durch die koaxial zueinander ausgerichteten Zapfen 24 ist dabei eine parallel zur Stirnfläche 4 parallel ausgerichtete
Schwenkachse X definiert, um die das Isolatorelement 19 aus einer Vormontagestellung, in der es oberhalb der
Oberseite 10 der Führungsplatte 3 außerhalb des für die Platzierung der Schiene S benötigten Raums R befindet (Fig. 2), in ihre Montageposition geschwenkt werden kann, in der es mit seiner Auflagefläche 26 auf dem Schienenfuß F liegt ( Fig . 1 ) .
In die Oberseite des Isolatorelements 19 ist eine sich ebenfalls in Längsrichtung des Isolatorelements 19 und parallel zu der Stirnfläche 4 erstreckende Aufnahme 27 eingeformt, in der bei fertig montiertem System 1 die freien Enden der Federarme 15 des Federelements 13 sitzen.
Um bei der Verschwenkung eine Kollision mit der Erhebung 12 der Führungsplatte 3 auszuschließen, ist in die der Erhebung 12 zugeordnete Längsseite des Isolatorelements 19 eine Ausnehmung 28 eingeformt, deren Breite und Tiefe so bemessen sind, dass das Isolatorelement mit ausreichendem Spiel über die Erhebung 12 hinweg geschwenkt werden kann.
An beiden Seiten der Führungsplatte 3 ist im Bereich des an die Stirnfläche 4 angrenzenden Seitenabschnitts 23 der Führungsplatte 3 jeweils eine Schulter 29 angeformt, die eine nach oben vorstehende Raste 30 trägt. Die Raste 30 wirkt mit Rastausnehmungen 31,32 zusammen, die am Umfang der freien Endabschnitte der Schwenkarme 20,21 ausgebildet sind. Durch die eine Rastausnehmung 31 ist dabei jeweils die Vormontageposition markiert, während durch die andere Rastausnehmung 32 die Endmontageposition gekennzeichnet ist, in der das Isolatorelement 19 auf dem Schienenfuß F aufliegt. Die zweite Rastausnehmung 32 ist dabei so groß geformt, dass sie eine weitestgehend kraftfreie
Verschwenkung des Isolatorelements 19 über einen
Winkelbereich zulässt, der ausreicht, um auch das
Isolatorelement 19 an unterschiedlich dicken Schienenfüßen F lagerichtig positionieren zu können. Ebenso reicht der Winkelbereich aus, um das Isolatorelement 19 zur
Aufbewahrung und zum Transport in eine Lagerstellung zu bringen, bei der es vor der Stirnfläche 4 der
Führungsplatte 3 angeordnet und seine Äuflagefläche 26 im Wesentlichen parallel zur AufStandfläche 18 der
Führungsplatte 3 ausgerichtet ist (Fig. 4). Die
Rastausnehmungen 31,32 sind dabei jeweils so geformt, dass das Isolatorelement 19 unter Ausnutzung des im Bereich der Schwenklager Ll,L2 vorhandenen Spiels 25 leicht aus der jeweiligen Rastposition bewegt werden können.
BEZUGSZEICHEN
1 System zum Befestigen einer Schiene S
2 fester Untergrund (Betonschwelle)
3 Führungsplatte
4 Stirnfläche der Führungsplatte 3
5 elastische Zwischenlage
6 Vorsprung der Führungsplatte 3
7 Winkelabschnitt der Führungsplatte 3
8 Rinne des Untergrunds 2
9 Schulter des Untergrunds 2
10 freie Oberseite der Führungsplatte 3
11 Rille der Führungsplatte 3
12 Erhebung der Führungsplatte 3
13 Federelement (Spannklemme)
14 Mittelschlaufe des Federelements 13
15 Federarm des Federelements 13
16 freier Endabschnitt des Federelements 13
17 Spannelement
18 AufStandfläche der Führungsplatte 13
19 Isolatorelement
20,21 Schwenkarm
22 Ausnehmung des Schwenkarms 20
23 Seitenabschnitt der Führungsplatte 3
24 Zapfen der Führungsplatte 3
25 Spiel
26 Auflagefläche des Isolatorelements 19
27 Aufnahme des Isolatorelements 19
28 Ausnehmung des Isolatorelements 19
29 Schulter der Führungsplatte 3
30 Raste der Führungsplatte 3
31,32 Rastausnehmungen des Schwenkarms 20
F Schienenfuß der Schiene S
L1,L2 Schwenklager
R für die Platzierung der Schiene S benötigter Raum
S Schiene
X gemeinsame Schwenkachse der Schwenklager L1,L2
Next Patent: ELECTRICAL CONNECTION SYSTEM
