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Patent Searching and Data


Title:
GUIDE RAIL FOR A FITTING
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/104162
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a fitting for a window or a door, consisting of at least one guide rail 1 and sliding part 2 guided in a profile groove 3 of the guide rail 1 for longitudinally sliding along a positioning axis 4, wherein the profile groove 3 comprises guide surfaces 5, 5' extending parallel to the positioning axis 4 and serving as the support basis for guiding the sliding part 2 parallel to the positioning axis 4, wherein a web 6 extending perpendicular to the window or door from the side of the guide rail 1 facing away from the window or door as an extension of the guide surface 5' supports the sliding part 2 in the axial direction of the positioning axis 4, and the sliding part 2 is connected to a fitting 8 located on the casement through the resulting opening 7 in the guide rail 1, wherein the sliding part 2 is pivotable through the opening 7 in the guide rail 1 at an angle engaging behind the web 6 and along a cutout 9 opposite the web 6 and extending the guide surface 5 and can be fixed for securing in the guide rail 1 in a parallel orientation to the positioning axis 4 of the sliding part 2 to the guide surfaces 5, 5' and takes on an orientation for sliding longitudinally.

Inventors:
TEXTOR, Marco (Kleine Straße 1, Burbach, 57299, DE)
Application Number:
EP2011/052331
Publication Date:
September 01, 2011
Filing Date:
February 17, 2011
Export Citation:
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Assignee:
SIEGENIA-AUBI KG (Industriestraße 1-3, Wilnsdorf, 57234, DE)
TEXTOR, Marco (Kleine Straße 1, Burbach, 57299, DE)
International Classes:
E05F3/22
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Claims:
Patentansprüche

Beschlag für ein Fenster oder eine Tür, bestehend aus mindestens einer Führungsschiene (1 ) und einem in einer Profilnut (3) der Führungsschiene (1 ) längsverschiebbar entlang einer Stellachse (4) geführten Gleitstück (2), wobei die Profilnut (3) parallel zur Stellachse (4) erstreckende Führungsflächen (5,5') umfasst, welche als Stützbasis für die Führung des Gleitstücks (2) parallel zur Stellachse (4) dienen, wobei von dem Fenster oder der Tür abgewandten Seite der Führungsschiene (1 ) in Verlängerung der

Führungsfläche (5') ein rechtwinklig zum Fenster oder Tür erstreckender Steg

(6) das Gleitstück (2) in axialer Richtung der Stellachse (4) abstützt, und das Gleitstück (2) durch die sich ergebende Öffnung (7) der Führungsschiene (1 ) hindurch mit einem am Flügelrahmen befindlichen Beschlag (8) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet,

dass das Gleitstück (2) in einem Winkel den Steg (6) hintergreifend und an einem den Steg (6) gegenüberliegenden und in Verlängerung der

Führungsfläche (5) angeordneten Freimachung (9) entlang durch die Öffnung

(7) der Führungsschiene (1 ) hindurch schwenkbar ist und in paralleler Lage der Stellachse (4) des Gleitstücks (2) zu den Führungsflächen (5,5') in der Führungsschiene (1 ) sichernd festlegbar ist und eine längsverschiebbare Lage einnimmt.

Beschlag nach Anspruch 1 ,

dadurch gekennzeichnet,

dass das Gleitstück (2) aus einem Zapfen (15) und aus einer an einem Ende um die Stellachse (4) drehbeweglich befestigten Führungsrolle (12) besteht, wobei der Zapfen (1 5) am anderen Ende mit dem Beschlag (8) form- und/ oder kraftschlüssig verbunden ist.

Beschlag nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet,

dass eine Höhe (13) einer Innenfläche (1 1 ) des Steges (6) zu dem Drehpunkt (10) der Freimachung (9) kleiner ist, als eine Höhe (14) der Führungsrolle (12) des Gleitstücks (2).

4. Beschlag nach Anspruch 2,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Führungsrolle (12) bei einem Eingriff in die Profilnut (3) in

Endmontagestellung eine Abmessung (16) quer zur Stellachse (4) hat, die nur geringfügig kleiner ist als die lichte Breite (1 7) der Profilnut (3).

5. Beschlag nach Anspruch 2,

dadurch gekennzeichnet

dass die Führungsrolle (12) in Endmontagestellung der Geometrie der

Profilnut (3) angepasst ist, und quer zur Stellachse (4) beabstandet zwischen der Führungsrolle (12) und einer Deckenwand (18) der Führungsschiene (1 ) und beabstandet zwischen der Führungsrolle (12) bis zur Innenfläche (1 1 ) des Steges (6) angeordnet ist. 6. Beschlag nach Anspruch 2,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Führungsrolle (12) vorzugsweise aus einem Kunststoffmaterial gefertigt ist.

7. Beschlag nach Anspruch 1 ,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Führungsschiene (1 ) über der Führungsfläche (5) und in

Verlängerung der angeordneten Freimachung (9) mit einem Übergang über eine Schräge (20) zu einer Anlagewand (21 ) eine Erweiterung der Öffnung (7) bildet, wobei die Anlagewand (21 ) unterhalb des Steges (6) eine Freifläche (22) zur Aufnahme von Befestigungsmitteln aufweist und in Längserstreckung mit Rastvorsprüngen (23) versehen ist.

8. Beschlag nach Anspruch 7,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Führungsschiene (1 ) mit einer C-förmigen Abdeckschiene (24) verkleidbar ist, wobei die Abdeckschiene (24) symmetrisch ausgebildet ist und auf die Rastvorsprünge (23) aufklipsbar ist.

9. Beschlag nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,

dass eine Demontage des Gleitstücks (2) aus der Endmontagestellung in der Führungsschiene (1 ) mit Einnehmen einer abgesenkter Position und mit einer Winkelstellung aus der formschlüssigen Verbindung aus der Öffnung (7) der

Führungsschiene (1 ) möglich ist.

10. Beschlag nach Anspruch 7,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Führungsschiene (1 ) mit einer weiteren Ausführung einer C-förmigen Abdeckschiene (25) verkleidbar ist, wobei die Abdeckschiene (25) auf einer

Seitenfläche (26) in Richtung zur sichtbaren Seite eine Nase (27) trägt und bei Eingehen der fixierten Lage mit der Führungsschiene (1 ) eine Montage des Gleitstücks (2) erlaubt und gegen eine Demontage gesichert ist.

Description:
Führungsschiene für einen Beschlag

Die Erfindung betrifft ein Beschlag gemäß der im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Art.

Ein derartiger Beschlag dieser Art ist durch die DE 202004021441 U1 bekannt geworden.

Das Gehäuse der Gleitschiene weist eine Anlagewand und eine der Anlagewand gegenüber angeordnete Stirnwand auf. Ferner weist eine die Anlagewand und die Stirnwand verbindende Deckenwand, einen von den Wänden begrenzten Innenraum zur Aufnahme des Gleitstückes und einen der Deckenwand gegenüber angeordneten und über die gesamte Gehäuseerstreckung verlaufenden Längschlitz auf. Das Gleitstück ist dabei in einer hinterschnittenen Profilnut geführt gelagert und durch den Längsschlitz mit einem Betätigungsarm eines Türschließers angeschlossen. Eine weitere Ausgestaltung eines bekannten Gleitstücks geht aus der DE 7635460 U1 hervor.

Hierbei ist das Gleitstück in einer hinterschnittenen Profilnut geführt gelagert. Ein am Ausstellarm einer Gelenkverbindung angeordneter Zapfen greift dabei zum Fixieren der Bauteile durch eine Öffnung der Führungsschiene hindurch in ein Loch des Gleitstückes, wobei der Zapfen durch ein federbelastetes Sicherungsglied mit dem Gleitstück eine lösbare Verbindung eingeht. Das Sicherungsglied besteht aus mindestens einem im Gleitstück sitzenden Biegefederstab, der an seinen Enden eingespannt ist und tangential in eine Umfangsnut des Zapfens eingreift. Außerdem befindet sich achsparallel, aber seitlich versetzt zum Lagerloch im Gleitstück eine schlüssellochartige Ausnehmung zum Einstecken eines Schlüssels, durch dessen in einer kreisförmigen Erweiterung der Aussparung verdrehbaren Bart der

Biegefederstab aus der Umfangsnut des Zapfens herausdrängbar ist.

Die Gleitstücke nach der gezeigten Ausführung und weitere aus dem Stand der Technik bekannte Varianten sind so ausgebildet, dass die Montage nur von einem offenen Ende aus der vorgesehenen Führungsschiene erfolgen kann. Daher werden die Gleitstücke vor dem Montieren der Führungsschiene in das Fensters oder die Tür in die Profilnut der Führungsschiene eingeschoben. In der Praxis ist die

Führungsschiene im eingebauten Zustand des Fensters oder der Tür an den jeweiligen offenen Enden nach Art des Elementes unzugänglich gemacht, beispielsweise durch das Einputzen des Fensters oder der Tür oder durch den senkrechten Rahmenholm . Eine nachträgliche Montage oder ein Austausch des oder der Gleitstücke ist daher nicht mehr möglich. Eine Möglichkeit, das Gleitstück nach Einbau der Führungsschiene in das Fenster oder die Tür beispielsweise im eingeputzten Zustand zu montieren, ist gegeben, wenn im Bereich der Öffnung der hinterschnittenen Führungsschiene ein Ausschnitt ausgebildet ist, der geringfügig größer bemessen ist als die Breite und die Länge des Gleitstücks. Dies bedarf jedoch eines zusätzlichen Aufwands und Bearbeitung der Führungsschiene. Außerdem ist die beschriebene Stelle erkennbar, was sich nachteilig auf den optischen Aspekt auswirkt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die voran beschriebenen Nachteile zu beseitigen und ein Beschlag der gattungsgemäßen Art so weiter zu bilden, dass mit kostengünstiger Variante der Beschlag universeller montierbar und demontierbar ist, wobei ein sicherer Halt bei hoher Traglast des Flügels gewährleistet ist.

Die erfindungsgemäße Lösung der Aufgabe wird durch die Merkmale des

kennzeichnenden Teils des Patentanspruchs 1 gelöst. Die Unteransprüche beziehen sich auf weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung. Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass das Gleitstück aufgrund von baulichen Maßnahmen in die Führungsschiene sowohl auf die bekannte Art von einem offenen Ende einführbar ist, als auch nach dem neuen Erfindungsgedanken von der Öffnung aus, die sich in Längsverschiebung automatisch ergibt. Dadurch ist das in der Führungsschiene angeordnete Gleitstück mit dem am Flügel befindlichen Beschlag über den Zapfen verbindbar. Das Gleitstück kann aber auch mit dem bereits am Flügel angeordneten Beschlag befestigt sein und in eine funktionsbereite

Endmontagestellung überführt werden. Das Gleitstück lässt sich durch seine

Formgebung und die der Führungsschiene in vorteilhafter Weise in einem Winkel durch Drehbewegung an einem der Führungsschiene angeordneten Steg

hintergreifend und an einem den Steg gegenüberliegenden in Verlängerung der Führungsfläche angeordneten Freimachung entlang durch die Öffnung der

Führungsschiene hindurch einführen. Dabei ist das Gleitstück in paralleler Lage der Stellachse zu den Führungsflächen in der Führungsschiene sichernd festlegbar und nimmt eine längsverschiebbare gesicherte Lage ein. Erst nach der Drehbewegung um die Längsmittelachse stützt sich das Gleitstück an den Führungsflächen der

Führungsschiene ab.

Konstruktiv einfach und besonders wirtschaftlich herstellbar ist der Beschlag nach der Erfindung, wenn das Gleitstück aus einem Zapfen und aus einer an einem Ende um die Stellachse drehbeweglich befestigte Führungsrolle besteht, wobei der Zapfen am anderen Ende mit dem Beschlag form- und/oder kraftschlüssig verbunden ist.

Außerdem kann der Zapfen unbeinflusst von den Führungseigenschaften

ausschließlich für die Verbindung vom Flügel zum Rahmen ausgestaltet werden. Vorzugsweise weist der Zapfen dazu an seinem dem Beschlag zugewandten Ende ein Gewinde auf, welches in ein am Beschlag angeordnetes Innengewinde eingedreht wird. Durch die Gewindeanordnung ist eine Einstellung des Gleitstücks in der Führungsschiene realisierbar. Am anderen, dem zur Führungsschiene weisenden Ende ist die Führungsrolle frei drehbar befestigt. Die Befestigung der Führungsrolle mit dem Zapfen kann beispielweise durch Vernietung oder durch ein

Sicherungselement erzielt werden. Die zweigeteilten Bauteile des Gleitstücks bewirken, dass der Zapfen und auch die Führungsrolle in der Formgestaltung genau auf die Montage- und Funktionseigenschaften angepasst werden können. Auf diese Weise ist eine gesteuerte Bewegung in Längsrichtung zur Profilnut der

Führungsschiene und eine genaue Position der Endmontagestellung des Gleitstücks einfach einstellbar.

Besonders vorteilhaft ist nach einem weiteren Merkmal der Erfindung, dass eine Höhe einer Innenfläche des Steges zu dem Drehpunkt des Radius kleiner ist, als eine Höhe der Führungsrolle des Gleitstücks. Das Gleitstück wird innerhalb der Führungsschiene durch die Führungsrolle an den Führungsflächen geführt. Selbst bei einer

Verschiebung des Gleitstücks zur Stellachse in Richtung des Steges der

Führungsschiene, behält das Gleitstück die Führung an den Führungsflächen bei, so dass weiterhin ein kontrolliertes Verschieben des Flügels zum Rahmen möglich ist.

Mit Erreichen der Endmontagestellung des Gleitstücks, hat die Führungsrolle bei einem Eingriff in die Profilnut in Endmontagestellung eine Abmessung quer zur Stellachse, die nur geringfügig kleiner ist als die lichte Breite der Profilnut. Durch die geringen Abstandsmaße mit einer nahezu spielfreien Kupplung von dem Gleitstück zur Führungsschiene, ist der Flügel zum Rahmen sicher geführt. Selbst bei geöffnetem Flügel zum Rahmen sind Klappergeräusche beispielsweise bei starkem Wind auszuschließen. Mit der Anpassung der Führungsrolle durch Formgebung der Querschnittskontur an die Profilnut in Endmontagestellung, wird das Gleitstück auch in dem Bewegungsgrad in die nicht relevante unbelastete Richtung des Fensters oder der Tür eingeschränkt, um mögliche ruckartige Bewegungen des Gleitstücks zu vermeiden. Um eine optimale Ausrichtung des Flügels zum Rahmen zu erreichen und zur Vermeidung von

Reibwiderständen und Laufgeräuschen, ist die Führungsrolle quer zur Stellachse beabstandet zu einer Deckenwand der Führungsschiene und beabstandet zur Innenfläche des Steges der Führungsschiene angeordnet.

Besonders vorteilhaft ist, dass die Führungsrolle vorzugsweise aus einem

Kunststoffmaterial gefertigt ist, da die Führungsrolle die Funktion der Gleiteigenschaft des Gleitstücks bildet. Bei Verwendung eines geeigneten Kunststoffes kann eine gute Gleiteigenschaft erzielt werden, sowie eine formgenaue Konstruktion, was geringe Laufgeräusche und Herstellungskosten zur Folge hat.

Zur Vereinfachung der Montage des Gleitstücks in die Führungsschiene, weist die Führungsschiene in Verlängerung der dort angeordneten Freimachung ein Radius auf, der einen Übergang über eine Schräge zu einer Anlagewand bildet. Durch die Ausgestaltung ergibt sich eine Erweiterung der Öffnung. Zur Befestigung der

Führungsschiene weist die Anlagewand unterhalb des Steges eine Freifläche zur Aufnahme von Befestigungsmitteln auf und ist in Längserstreckung mit

Rastvorsprüngen versehen.

Um der Führungsschiene einen optischen Vorteil zu verschaffen, ist die

Führungsschiene mit einer C-förmigen Abdeckschiene verkleidbar, wobei die

Abdeckschiene symmetrisch ausgebildet ist und auf die Rastvorsprünge aufklipsbar ist. Die Abdeckschiene ist, ebenso wie die, variabel für alle Längen ablängbar. Durch die symmetrische Ausbildung ergeben sich entsprechende Fertigungsvorteile und Montagevereinfachungen.

Besonders vorteilhaft ist es, dass eine Demontage des Gleitstücks aus der

Endmontagestellung in der Führungsschiene möglich ist. Mit Einnahme einer abgesenkten Position des Gleitstücks in der Führungsschiene und Eingehen einer Winkelstellung durch Drehbewegung von dem Fenster oder der Tür weg in Richtung Innenraum , wird ein Herausführen des Gleitstücks aus der formschlüssigen

Verbindung durch die Öffnung der Führungsschiene ermöglicht. Damit wird selbst das Wechseln des Gleitstücks oder des gesamten Flügels im eingebauten Zustand anhand der vorangehenden Merkmale ohne zusätzlichen Arbeitsaufwand und ohne weitere Bearbeitung an der Führungsschiene ermöglicht.

In einer anderen Ausführungsvariante ist die Führungsschiene mit einer C-förmigen Abdeckschiene verkleidbar, wobei die Abdeckschiene auf einer Seitenfläche in Richtung zur sichtbaren Seite eine Nase trägt und bei Eingehen der fixierten Lage mit der Führungsschiene eine Montage des Gleitstücks erlaubt, aber eine Sicherung bei einer Demontage darstellt.

Um eine optimale Funktion der Abdeckschiene zur Sicherung gegen ein ungewolltes Herausfallen des Flügels zum Rahmen bei einer weiterhin leichten Montage zu erreichen, ist die Abdeckschiene in vorteilhafter Weise als Kunststoffstrangpressprofil ausgebildet.

Die Anbindung von der Abdeckschiene zur Nase ist dabei so ausgebildet, dass der Widerstand der Nase in Montagerichtung des Gleitstücks durch

Federkraftbeaufschlagung relativ gering ist, wobei sich hingegen die Nase bei einer möglichen Demontage bei einer Beanspruchung an die Abdeckschiene anlehnt und so einen großen Widerstand aufbaut, der dazu veranlasst die Abdeckschiene zu lösen.

Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. Es zeigen:

Fig. 1 : die Führungsschiene mit der Abdeckschiene und mit dem Gleitstück

angebunden an den Beschlag in einer perspektivischen Ansicht nach der Erfindung,

Fig. 2: eine Schnittdarstellung des Ausführungsbeispiels nach Figur 1 mit der Führungsschiene, der Abdeckschiene und dem in die Führungsschiene eingeführten Gleitstück in der Endmontageposition,

Fig. 3: die Führungsschiene in einer Darstellung nach Figur 2 zum Einführen des Gleitstücks in die Profilnut der Führungsschiene,

Fig. 4: die Führungsschiene in einer Darstellung nach Figur 2 und Figur 3 zum Einführen des Gleitstücks in die Profilnut der Führungsschiene, Fig. 5: die Führungsschiene in einer Darstellung nach Figur 2 bis Figur 4 zum Einführen des Gleitstücks in die Profilnut der Führungsschiene,

Fig. 6: eine Schnittdarstellung des Ausführungsbeispiels nach Figur 1 mit der

Führungsschiene, einer weiteren Ausführungsvariante der Abdeckschiene und dem in die Führungsschiene eingeführten Gleitstück in der

Endmontageposition und

Fig. 7: die Führungsschiene in einer Darstellung nach Fig. 6 mit einer weiteren

Ausführungsvariante der Abdeckschiene und dem in der Führungsschiene montierten Gleitstück in einer abgesenkten Position.

In den Figuren sind nur die relevanten Bauelemente dargestellt, alle anderen

Konstruktionselemente sind der besseren Übersichtlichkeit wegen weggelassen worden.

In der Figur 1 ist ein Beschlag für ein Fenster oder eine Tür, bestehend aus mindestens einer Führungsschiene 1 und einem in einer Profilnut 3 der

Führungsschiene 1 längsverschiebbar entlang einer Stellachse 4 geführten Gleitstück 2 angeordnet. Dabei umfasst die Profilnut 3 parallel zur Stellachse 4 erstreckende Führungsflächen 5,5 ' , welche als Stützbasis für die Führung des Gleitstücks 2 parallel zur Stellachse 4 dienen. Des Weiteren ist von dem Fenster oder der Tür abgewandten Seite der Führungsschiene 1 in Verlängerung der Führungsfläche 5 ' ein rechtwinklig zum Fenster oder Tür erstreckender Steg 6 angeordnet, der das Gleitstück 2 in axialer Richtung der Stellachse 4 abstützt. Das Gleitstück 2 lässt sich in der

Endmontagestellung über einen Zapfen 15 durch eine sich ergebende Öffnung 7 der Führungsschiene 1 hindurch mit einem am Flügel befindlichen Beschlag 8 verbinden. Das Gleitstück 2 kann aber auch mit dem bereits am Flügel angeordneten Beschlag 8 befestigt sein und in eine funktionsbereite Endmontagestellung überführt werden. Das Gleitstück 2 lässt sich durch seine Formgebung mit Bildung einer Winkelstellung durch Eindrehen in die Führungsschiene 1 einführen. Dabei hintergreift das Gleitstück 2 nach Figuren 3 bis 5 einen der Führungsschiene 1 angeordneten Steg 6 und wird entlang einer den Steg 6 gegenüberliegenden Freimachung 9, die als Radius ausgebildet ist, durch die Öffnung 7 der Führungsschiene 1 hindurch eingedreht und eingeführt. Die Freimachung 9 kann auch als Schräge oder anders geformt ausgebildet sein. Dabei ist das Gleitstück 2 in paralleler Lage der Stellachse 4 zu den Führungsflächen 5,5 ' in der Führungsschiene 1 sichernd festlegbar und nimmt eine längsverschiebbare gesicherte Lage ein. Erst nach Beendigung der Drehbewegung um eine Längsmittelachse 28 stützt sich das Gleitstück 2 an den Führungsflächen 5,5 ' der Führungsschiene 1 ab.

Das Gleitstück 2 besteht aus dem Zapfen 15 und aus einer an einem Ende um die Stellachse 4 drehbeweglich befestigte Führungsrolle 12, wobei der Zapfen 15 am anderen Ende mit dem Beschlag 8 form- und/oder kraftschlüssig verbunden ist.

Außerdem kann der Zapfen 15 unbeinflusst von den Führungseigenschaften ausschließlich für die Verbindung vom Flügel zum Rahmen ausgestaltet werden. Vorzugsweise weist der Zapfen 15 dazu an seinem dem Beschlag 8 zugewandten Ende ein Gewinde 29 auf, welches in ein am Beschlag 8 angeordnetes Innengewinde 30 eingedreht wird. Durch die Gewindeanordnung ist eine Einstellung des Gleitstücks 2 in der Führungsschiene 1 realisierbar. Am anderen dem zur Führungsschiene 1 weisenden Ende ist die Führungsrolle 12 frei drehbar befestigt, aber axial festlegbar. Die Befestigung der Führungsrolle 12 mit dem Zapfen 15 kann beispielweise durch Vernietung oder durch ein Sicherungselement erzielt werden. Die zweigeteilte Ausgestaltung des Gleitstücks 2 bewirkt, dass der Zapfen 15 und auch die

Führungsrolle 12 in der Formgestaltung genau auf die Montage- und

Funktionseigenschaften angepasst werden können. Auf diese Weise werden eine gesteuerte Bewegung quer zur Profilnut 3 der Führungsschiene 1 und eine genaue Position der Endmontagestellung des Gleitstücks 2 einfach verwirklicht.

Das Gleitstück 2 wird innerhalb der Führungsschiene 1 durch die Führungsrolle 12 an den Führungsflächen 5,5 ' geführt. Selbst bei einer Verschiebung des Gleitstücks 2 zur Stellachse 4 in Richtung des Steges 6 der Führungsschiene 1 , d.h. wenn das

Gleitstück 2 in der Führungsschiene 1 nach Figur 7 abgesenkt ist, behält das

Gleitstück 2 die Führung an den Führungsflächen 5,5 ' bei, so dass weiterhin ein kontrolliertes Verschieben des Flügels zum Rahmen möglich ist. Dazu ist eine Höhe 13 ab einer Innenfläche 1 1 des Steges 6 zu einem Drehpunkt 10 der Freimachung 9 kleiner bemessen, als eine Höhe 14 der Führungsrolle 12 des Gleitstücks 2.

Mit Erreichen der Endmontagestellung des Gleitstücks 2 nach Figur 1 , Figur 2 und Figur 6, hat die Führungsrolle 12 bei einem Eingriff in die Profilnut 3 eine Abmessung 16 quer zur Stellachse 4, die nur geringfügig kleiner ist als die lichte Breite 17 der Profilnut 3. Durch die geringen Abstandsmaße mit einer nahezu spielfreien Kupplung von dem Gleitstück 2 zur Führungsschiene 1 , ist der Flügel zum Rahmen sicher geführt. Selbst bei geöffnetem Flügel zum Rahmen sind Klappergeräusche beispielsweise bei starkem Wind auszuschließen. Mit der Anpassung der Führungsrolle 12 durch Formgebung der Querschnittskontur an die Profilnut 3 in Endmontagestellung nach Figur 2 und Figur 6, wird das Gleitstück 2 auch in dem Bewegungsgrad des Fensters oder der Tür unbelastete Richtung eingeschränkt, um mögliche ruckartige Bewegungen des Gleitstücks 2 zu vermeiden. Um eine optimale Ausrichtung des Flügels zum Rahmen zu erreichen und zur

Vermeidung von Reibwiderständen und Laufgeräuschen, ist die Führungsrolle 12 quer zur Stellachse 4 beabstandet zu einer Deckenwand 18 der Führungsschiene 1 und beabstandet zur Innenfläche 1 1 des Steges 6 der Führungsschiene 1 angeordnet.

Die Führungsrolle 12 ist vorzugsweise aus einem Kunststoffmaterial gefertigt, da die Führungsrolle 12 die Funktion der Gleiteigenschaft des Gleitstücks 2 bildet. Bei Verwendung eines geeigneten Kunststoffes kann eine gute Gleiteigenschaft erzielt werden, sowie eine formgenaue Konstruktion, was zur Folge geringe Laufgeräusche und Herstellungskosten hat.

Die Montage des Gleitstücks 2 in die Führungsschiene 1 nach den Figuren 3 bis 6 erfolgt an der Führungsschiene 1 über die in Verlängerung der Führungsfläche 5 angeordnete Freimachung 9. Die Freimachung 9 geht weiter in eine Schräge 20 über, woran sich eine Anlagewand 21 anschließt. Aus alle dem ergibt sich eine Erweiterung der Öffnung 7. Dadurch, dass die Profilnut 3 in der Breite 13 schmaler als die Öffnung 7 ist, die schließlich auf die Anlagewand 21 ausläuft, ergibt sich eine Ausnehmung 19 mit der Möglichkeit der Verwirklichung einer schlanker wirkenden Kontur und einer Gewichtsersparnis der Führungsschiene 1 . Ferner weist das freie Ende des Steges 6 eine abgeschrägte Kante 31 auf, die sich dem Winkel beim Eindrehen des Gleitstücks 2 entsprechend anpasst. Dadurch erhält der Steg 6 eine größtmögliche Innenfläche 1 1 , um den Halt des Gleitstücks 2 innerhalb der Profilnut 3 sicherzustellen. Zur Befestigung der Führungsschiene 1 weist die Anlagewand 21 unterhalb des Steges 6 eine Freifläche 22 zur Aufnahme von nicht dargestellten Befestigungsmitteln auf. Des Weiteren ist die Anlagewand 21 in Längserstreckung mit Rastvorsprüngen 23 versehen.

Zum Verdecken der Befestigungsmittel und als Beitrag eines optischen Vorteils, ist Führungsschiene 1 nach Figur 2 und Figur 6 mit einer C-förmigen Abdeckschiene 24 verkleidbar, wobei die Abdeckschiene 24 symmetrisch ausgebildet ist und auf die Rastvorsprünge 23 aufklipsbar ist. Die Abdeckschiene 24 ist, so wie es bei der Führungsschiene 1 Anwendung findet, variabel für alle Längen ablängbar. Durch die sym metrische Ausbildung der Abdeckschiene 24 ergeben sich entsprechende Fertigungsvorteile und Montagevereinfachungen.

Das Gleitstück 2 kann auch aus der Führungsschiene 1 gehaltenen

Endmontagestellung in eine demontierte Position überführt werden. Dazu wird das Gleitstück 2 aus der Endmontagestellung in der Führungsschiene 1 in eine abgesenkte Position nach Figur 2 gestellt und mit einer Winkelstellung nach Figur 3 bis Figur 5 aus der formschlüssigen Verbindung aus der Öffnung der

Führungsschiene 1 durch Drehbewegung um die Längsmittelachse 28 in ein freies nicht funktionales Feld befördert. Damit wird selbst das Wechseln des Gleitstücks 2 oder des gesamten Flügels im eingebauten Zustand anhand der vorangehenden Merkmale ohne zusätzlichen Arbeitsaufwand und ohne weitere Bearbeitung an der Führungsschiene 1 ermöglicht.

In einer anderen Ausführungsvariante nach Figur 6 bis 7, ist die Führungsschiene 1 mit einer C-förmigen Abdeckschiene 25 verkleidbar, wobei die Abdeckschiene 25 auf einer Seitenfläche 26 in Richtung zur sichtbaren Seite eine Nase 27 trägt, die bei

Eingehen der fixierten Lage mit der Führungsschiene 1 eine Montage des Gleitstücks 2 erlaubt, aber eine Sicherung bei einer Demontage darstellt.

Um eine optimale Funktion der Abdeckschiene 25 zur Sicherung gegen ein ungewolltes Herausfallen des Flügels zum Rahmen bei einer weiterhin leichten Montage zu erreichen, ist die Abdeckschiene 25 als Kunststoffstrangpressprofil ausgebildet.

Die Anbindung von der Abdeckschiene 25 zur Nase 27 ist dabei so ausgebildet, dass der Widerstand der Nase 27 in Montagerichtung des Gleitstücks 2 durch

Federkraftbeaufschlagung relativ gering ist, wobei sich hingegen die Nase 27 bei einer möglichen Demontage bei einer Beanspruchung an die Abdeckschiene anlehnt und so einen großen Widerstand aufbaut, der dazu veranlasst die Abdeckschiene zu lösen. Bezugszeichenliste

1 Führungsschiene

2 Gleitstück

3 Profilnut

4 Stellachse

5,5 ' Führungsfläche

6 Steg

7 Öffnung

8 Beschlag

9 Freimachung

10 Drehpunkt

1 1 Innenfläche

12 Führungsrolle

13 Höhe

14 Höhe

15 Zapfen

16 Abmessung

17 Breite

18 Deckenwand

19 Ausnehmung

20 Schräge

21 Anlagewand

22 Freifläche

23 Rastvorsprung

24 Abdeckschiene

25 Abdeckschiene

26 Seitenfläche

27 Nase

28 Längsmittelachse

29 Gewinde

30 Innengewinde

31 Kante