| 1. | Leiteinrichtung für Leitwände, g e k e n n z e i c h n e t durch folgende Merkmale: a) es ist ein Halter (22) vorhanden, der einen Haltefuß (26) mit einer zur Leitwand gerichteten Anlagefläche und mit darin ange ordneten Befestigungsmitteln (29) sowie einen Haltearm (27) auf¬ weist, der vom Haltefuß (26) von der von der Anlagefläche (28) abgekehrten Seite absteht und zumindest in waagerechter Richtung elastisch nachgiebig ist, b) es ist ein Leitkörper (21) vorhanden, der zumindest auf einer Seite eine Leitfläche aufweist, c) es ist eine Kupplungsvorrichtung (23) vorhanden, mittels welcher der Leitkörper (21) mit dem Haltearm (27) kuppelbar ist. |
| 2. | Leiteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Leitkörper (21) einen näherungsweise rechteckigen Aufriß hat. |
| 3. | Leiteinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf einer Seite des Leitkörpers (21), vorzugsweise auf der Seite mit der Leitfläche (24), eine entlang des Randes umlaufende Ver¬ stärkungsrippe (25) vorhanden ist. |
| 4. | Leiteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn¬ zeichnet, daß der mit näherungsweise rechteckigem Aufriß ausgebil¬ dete Haltefuß (26) mit wenigstens einem Paar Durchgangslöchern (29) versehen ist, die in waagerechter Richtung mit gegenseitigem Abstand angeordnet sind, daß in der Längsmitte des Haltefußes (26) der Haltearm (27) angeordnet, vorzugsweise angeformt ist, daß der Haltearm (27) zumindest näherungsweise blattförmig ausgebildet ist und daß der Haltearm (27) auf der vom Leitkörper (21) abgekehr¬ ten Seite entlang seines Randes vorzugsweise mit einer umlaufenden Verstärkungsrippe (32) versehen ist. |
| 5. | Leiteinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß an der Übergangsstelle zwischen dem Haltefuß (26) und dem Haltearm (27) beiderseits des Haltearms (27) wenigstens je eine Versteifungs rippe, vorzugsweise zwei im gegenseitigen Abstand übereinander angeordnete Stützrippen (33, 34), vorhanden sind. |
| 6. | Leiteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn¬ zeichnet, daß als Teil der Kupplungsvorrichtung (23) am Leitkörper (21) und am Haltearm (27) je ein Durchgangsloch (41) vorhanden ist, in die eine Kopfschraube (35) mit Mutter (36) einsetzbar ist. |
| 7. | Leiteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn¬ zeichnet, daß am Leitkörper (21) als Teil der Kupplungsvorrichtung (23) eine Kopfschraube (35) so eingeformt ist, daß sie auf der von der Leitfläche (24) abgekehrten Seite aus dem Leitkörper (21) herausragt, und daß am Haltearm (27) in der Fluchtlinie der Kopf¬ schraube (35) ein Durchgangsloch (41) vorhanden ist. |
| 8. | Leiteinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich des Schraubenkopfes am Leitkörper (21) auf der von der Leitfläche (24) abgekehrten Seite ein Fortsatz (38) mit vorzugsweise parallel zum Leitkörper (21) ausgerichteter ebener Stirnfläche (39) angeformt ist, und daß am Haltearm (27) eine auf den Fortsatz (38) des Leitkörpers (21) abgestimmte Ausnehmung (42) vorhanden ist. |
| 9. | Leiteinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß am Haltearm (27) das Durchgangsloch für die Kopfschraube (35) als Langloch (41) ausgebildet ist, das parallel zur Längserstreckung des Haltearms (27) ausgerichtet ist, und daß die Ausnehmung (42) als langgestreckte Ausnehmung ausgebildet ist, die parallel zum .Langloch (41) verläuft. |
| 10. | Leiteinrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Fortsatz (38) des Leitkörpers (21) einen kreisförmigen Querschnitt hat. |
| 11. | Leiteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekenn zeichnet, daß die Teile der Kupplungsvorrichtung (23) durch Form¬ schluß zusammenwirken. |
| 12. | Leiteinrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß an der Umfangsfläche des im Querschnitt kreisförmigen Fortsatzes (38) eine Außenverzahnung (46) angeordnet ist und daß an den zum Langloch (41) parallelen geraden Abschnitten der Umfangswand (43) der .Ausnehmung (42) eine auf die Außenverzahnung (46) abge¬ stimmte Innenverzahnung (47) vorgesehen ist. |
| 13. | Leiteinrichtung nach .Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß ein Gewindeteil der Kupplungsvorrichtung (23) als Muttergewindeteil (36), vorzugsweise in Form einer im Bereich des Fortsatzes (38) des Leitkörpers (21) eingeformten Gewindebuchse, und der andere Gewindeteil als Kopfschraube (35) gebildet ist, deren Schaft von der vom Leitkörper (21) abgekehrten Seite des Haltearms (27) her durch das Langloch (41) hindurchgesteckt und in das Muttergewindeteil (36) eingeschraubt ist. |
| 14. | Leiteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekenn¬ zeichnet, daß die Leitfläche (24) des Leitkörpers (21) mit Signal¬ farben oder mit einer reflektierenden Folie (45) versehen ist. |
Auf Fernstraßen mit starkem Kraftfahrzeugverkehr, bei denen zwischen den Richtungsfahrbahnen ein Mittelstreifen mit Schutzplanken üblich ist, werden im Bereich länger dauernder Baustellen mit einer Verkehrsfüh- rung der gegenläufigen Verkehrsströme auf einer Fahrbahnseite auf der Grenze zwischen den Richtungsfahrbahnen starre Leitwände aufgestellt. Diese bestehen im allgemeinen aus Wandabschnitten verhältnismäßig geringer Länge, die mittels Kupplungsvorrichtungen an ihren Stirnseiten zu einer durchlaufenden Leitwand miteinander gekuppelt werden. Diese Leitwände sind ca. 820 mm hoch und am Fuß ca. 600 mm breit. Der Fuß weist beiderseits schräg ansteigende Abweisflächen auf. Darüber haben die Leitwände eine näherungsweise quaderförmige Gestalt. Im Aufriß ist im oberen Bereich eine halsförmige Einschnürung vorhanden, die nach oben hin von einem hammerkopfförmigen Abschnitt begrenzt wird. Die Leitwände sind manchmal als Kunststoff-Hohlkörper hergestellt, die mit einer Wasser- oder Sandfüllung beschwert sind oder sie sind aus Metall hergestellt, und zwar ebenfalls als Hohlkörper, die je nach dem erreichten Eigengewicht mit einem Füllstoff zusätzlich beschwert werden. Andere Leitwände sind als massive Betonformteile ausgebildet.
Die Leitwände haben aufgrund ihres hohen Gewichtes und der daraus sich ergebenden Standfestigkeit eine gute Abweiswirkung gegen anstreifen¬ de Fahrzeuge, die dadurch davor bewahrt werden, auf die Gegenfahrbahn zu geraten und dort schwere Unfälle auszulösen. Die Abweiswirkung kann aber nicht verhindern, daß ein anstreifendes Kraftfahrzeug auf
seiner eigenen Richtungsfahrbahn ins Schleudern gerät und, vor allem dann, wenn diese Richtungsfahrbahn zwei Fahrspuren aufweist, einen Unfall dadurch auslöst, daß das abgewiesene und möglicherweise schleu¬ dernde Fahrzeug parallel fahrende Fahrzeuge streift oder mit ihnen zusammenstößt oder von nachfolgenden Fahrzeugen angefahren wird. Daher sollten die Leitwände über ihre rein mechanische Abweiswirkung hinaus auch ein Mindestmaß an visueller Leitwirkung haben, damit auch das Anstreifen vermieden wird. Leitwände aus Metall und noch mehr Leitwände aus Beton haben aber von ihrer Natur her, vor allem in der Dämmerung und in der Dunkelheit, nur eine verhältnismäßig geringe eigene visuelle Leitwirkung. Diese verschlechtert sich noch ganz erheblich, wenn die Leitwände bei Regen oder durch Spritzwasser auf ihrer aAußen¬ seite feucht geworden sind. Dann haben insbesondere die Betonwände ein noch stumpferes und dunkleres .Aussehen als im trockenen Zustand. Dadurch heben sie sich von einer dunklen feuchten Fahrbahn kaum noch ab. Das bewirkt bei den daran entlangfahrenden Fahrzeuglenkern eine erhebliche Verunsicherung bis hin zu Beklemmungen und Verkrampfun¬ gen, in deren Folge die Gefahr des Anstreifens an der Leitwand oder auch an parallel fahrenden Fahrzeugen durch die Leitwand sogar ver- größert wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Leiteinrichtung für Leitwände zu schaffen, durch die die Leitwände eine bessere visuelle Leitwirkung erhalten.
Diese Aufgabe wird mit einer Leiteinrichtung mit den im .Anspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst.
Die Leiteinrichtung kann mittels ihres Haltefußes an der Seite der Leitwände, insbesondere im Bereich der halsförmigen Einschnürung, in
gewissen Abständen hintereinander befestigt werden. Dabei ist die Leit¬ fläche ihres Leitkörpers dem entlangfließenden Fahrzeugstrom zugekehrt und hebt sich schon dadurch von den Leitwänden deutlich ab und erzeugt eine deutlich wahrnehmbare visuelle Leitwirkung. Ohne diese Leitwirkung zu beeinträchtigen kann die Leiteinrichtung bezüglich ihrer waagerechten Abmessungen und Anordnung so gewählt werden, daß sie über die Grundrißprojektion des Fußes der Leitwände nicht hinausragt Wenn einige von ihnen dennoch einmal von einem Fahrzeug gestreift werden, gibt ihr Haltearm elastisch nach, so daß der Leitkörper aus dem Bewegungsraum des Fahrzeuges herausbewegt wird und nach der Weiter¬ fahrt des Fahrzeuges wieder in seine alte Stellung zurückkehren kann. Die Teile der Leiteinrichtung werden zweckmäßigerweise aus einem einerseits elastisch nachgiebigen und andererseits sehr zähen Kunststoff¬ material hergestellt, bei dem die Wahrnehmbarkeit der Leiteinrichtung, vor allem des Leitkörpers, auch bei Nässe nicht vermindert ist, so daß wenigstens die Leiteinrichtungen deutlich sichtbar bleiben, wenn auch die Leitwände sich von ihrer Umgebung kaum noch abheben. Aufgrund der Kupplungsvorrichtung können der Halter und der Leitkörper getrennt voneinander hergestellt werden. Bei der Beschädigung eines der beiden Teile kann der andere Teil weiter verwendet werden.
Durch eine Ausgestaltung nach Anspruch 2 wird bei beschränkter waa¬ gerechter Ausdehnung der Leiteinrichtung dennoch eine verhältnismäßig große Leitfläche geschaffen. Eine umlaufende Verstärkungsrippe gemäß .Anspruch 3 sorgt trotz der größeren Abmessungen des Leitkörpers für eine ausreichende Foπnfestigkeit, die ihrer Leitwirkung zugute kommt.
Mit einer .Ausgestaltung nach Anspruch 4 erhält der Halter eine verhält¬ nismäßig einfache und entsprechend billig herzustellende Grundgestalt. Der Haltefuß läßt sich auch verhältnismäßig einfach an den Leitwänden
anbringen. Die Verstärkungsrippe am Haltearm sorgt dafür, daß trotz ausreichender Nachgiebigkeit des Haltearmes ein Mindestmaß an Rück¬ stellkraft vorhanden ist, so daß der Leitkörper schnell wieder in seine Betriebsstellung zurückkehrt, wenn er von einem anstreifenden Fahrzeug vorübergehend zur Seite gedrückt wurde. Das wird durch eine Weiterbil¬ dung nach Anspruch 5 noch unterstützt.
Bei einer Ausgestaltung nach Anspruch 6 kann der Leitkörper gegenüber dem Haltearm um die Längsachse der Kopfschraube gedreht und einge- stellt werden, so daß der Leitkörper auch dann lotrecht ausgerichtet werden kann, wenn der Halter schräg aufwärts oder abwärts geneigt ausgerichtet ist, weil die Befestigungsstelle des Haltefußes nicht lotrecht ausgerichtet ist. Gleiches gilt auch für eine Ausgestaltung nach Anspruch 7, wobei hier noch hinzukommt, daß die Kopfschraube unverlierbar am Leitkörper zum Teil eingeformt ist. Dadurch wird auch die Montage der Leiteinrichtung erleichtert und beschleunigt, was vor allem dann von großer Bedeutung ist, wenn Leitkörper an einer Leitwand ausgetauscht werden müssen, an der der Verkehr vorbeiströmt.
Eine Weiterbildung nach Anspruch 8 erleichtert es, den Kopf der Kopf¬ schraube am Leitkörper einzuformen. .Außerdem werden dabei an der Kupplungsstelle sowohl der Leitkörper als auch der Haltearm verstärkt, so daß sie eine größere Haltbarkeit haben.
Mit einer Ausgestaltung nach Anspruch 9 oder gegebenenfalls nach Anspruch 10 wird die Möglichkeit geschaffen, den Leitkörper gegenüber dem Halter in waagerechter Richtung innerhalb eines gewissen Bereiches einzustellen. Dadurch kann die Leiteinrichtung leichter auf Leitwände mit unterschiedlicher Umrißlinie eingestellt werden.
Bei einer Ausbildung gemäß Anspruch 11 wird bei der Kupplungsvor¬ richtung mit Formschluß gearbeitet, was den Vorteil hat, daß die Posi¬ tion des Leitkörpers auch bei einer gewissen Lockerung der Schraubver¬ bindung noch bestehen bleibt. Der Anspruch 12 hat eine besondere Ausbildung des Formschlusses zum Gegenstand, die es erlaubt, die Position des Leitkörpers bezüglich des Abstandes zur Leitwand und bezüglich der Neigimg zur Lotrechten zu ändern.
Durch eine Ausgestaltung nach Anspruch 13 wird eine besonders ein- fache Einstellvorrichtung geschaffen, bei der bei der Schraubverbindung nur ein loses Teil vorhanden ist. Die Ausgestaltung nach Anspruch 14 verbessert die visuelle Leitwirkung der Leiteinrichtung ganz erheblich.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von in der Zeichnung darge- stellten Aiisfühningsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Stirnansicht einer Leitwand mit einer daran angebrachten Leiteinrichtung;
Fig. 2 eine Ansicht der Leiteinrichtung allein;
Fig. 3 eine teilweise geschnitten dargestellte Seitenansicht der Leit¬ einrichtung;
Fig. 4 eine Draufsicht der Leiteinrichtung;
Fig. 5 eine .Ansicht eines Halters der Leiteinrichtung;
Fig. 6 eine teilweise geschnitten dargestellte Seitenansicht des Halters der Leiteinrichtung;
Fig. 7 eine abgewandelte Ausführungsform in einer der Fig. 2 ent¬ sprechenden Darstellung;
Fig. 8 den Gegenstand von Fig. 7 in einer der Fig. 3 entsprechenden Darstellung;
Fig. 9 den Gegenstand von Fig. 7 und 8 in einer der Fig. 5 entspre¬ chenden Darstellung;
Fig. 10 denselben Gegenstand in einer der Fig. 6 entsprechenden Dar¬ stellung;
Fig. 11 einen ausschnittsweise dargestellten Vertikalschnitt des Leitkör¬ pers der Leiteinrichtung.
Aus Fig. 1 ist eine Leitwand 10 mit einer daran angebrachten Leitein¬ richtung 11 zu ersehen.
Das Leitwandelement 10 ist als Stahlbeton-Formteil ausgebildet. Das Element ist ca. 820 mm hoch und ca. 1000 mm lang. Es weist einen Fuß 12 auf, der eine Breite von ca. 600 mm hat. Der Fuß 12 weist beiderseits je eine schräg ansteigende Abweisfläche 13 auf. An den Fuß 12 schließt ein näherungsweise quaderförmiger Mittelteil 14 an. Dieser geht im Aufriß in einen Halsteil 15 über, an den nach oben hin ein Kopfteil 16 anschließt. Das Leitwandelement 10 weist an seinen beiden Stirnseiten je zwei Kupplungselemente 17 und 18 auf, die je ein Durch¬ gangsloch haben, die in lotrechter Richtung miteinander fluchten. Die Kupplungselemente 17 und 18 sind auf der Symmetrielinie in vonein¬ ander unterschiedlichem Abstand und voneinander unterschiedlicher Höhe, so daß beim Zusammenkuppeln mehrerer Leitwandelemente zu einer
durchgehenden Leitwand die Kupplungselemente in lotrechter Richtung zur Deckung miteinander gebracht werden können und dann je ein nicht dargestellter Kupplungsbolzen in die Durchgangslöcher eingesteckt werden kann, wodurch die einander benachbarten Elemente miteinander gekup- pelt sind.
An einer durchgehenden Leitwand sind in gewissen Abständen, d.h. an einzelnen Leitwandelementen 10, Leiteinrichtungen 11 angeordnet. Sie werden im allgemeinen im Bereich des Halsteils 15 befestigt, und zwar mittels Dübel und Kopfschrauben daran angeschraubt.
Eine Leiteinrichtung 11 weist einen .Leitkörper 21 und einen Halter 22 auf, die mittels einer Kupplungsvorrichtung 23 miteinander gekuppelt sind.
Der Leitkörper 21 hat einen näherungsweise rechteckigen Aufriß (Fig. 2), dessen oberer Randbereich leicht bogenförmig gekrümmt ist. Der Leitkör¬ per 21 hat auf der vom Halter 22 abgekehrten Seite eine Leitfläche 24. Diese ist am Rand von einer umlaufenden Verstärkungsrippe 25 umge- ben (Fig. 3). Der Leitkörper 21 ist aus einem elastisch nachgiebigen aber sehr zähen Kunststoff hergestellt.
Der Halter 22 weist einen Haltefuß 26 und einen Haltearm 27 auf (Fig. 4 bis Fig. 6). Der Halter 22 ist als einstückiges Kunststoff-Formteil ausgebildet und aus einem elastisch nachgiebigen und sehr zähen Kunst¬ stoff hergestellt, und zwar im allgemeinen aus dem gleichen Kunststoff wie der Leitkörper 21.
Der Haltefuß 26 hat einen näherungsweise rechteckigen Aufriß (Fig. 6). Seine vom Haltearm 27 abgekehrte .Außenseite bildet die Anlagefläche
28 des Haltefußes 26 für die Anlage an dem Leitwandelement 10. Am Haltefuß 26 ist zumindest ein Paar Durchgangslöcher 29 vorhanden, die der Befestigung des Halters 22 am Leitwandelement 10 dienen.
Der Haltearm 27 ist normal zur Anlagefläche 28 ausgerichtet. Der Hauptteil 31 des Haltearmes 27 ist zumindest näherungsweise blattförmig ausgebildet und hat im Anschluß an den Haltefuß 26 einen rechteckigen Aufriß und daran anschließend einen halbkreisförmigen Aufriß. Entlang seinem Rand ist der Hauptteil 31 mit einer umlaufenden Verstärkungs- oder Versteifungsrippe 32 versehen, die auf der vom Leitkörper 21 abgekehrten Seite angeordnet ist. Diese umlaufende Verstärkungsrippe 32 geht im Bereich des Haltefußes 26 in je eine Stützrippe 33 über, die sich bis zum Rand des Haltefußes 26 hin erstreckt. .Auf der dem Leit¬ körper 21 zugekehrten Seite ist zwar keine umlaufende Verstärkungsrippe vorhanden, wohl aber je eine Stützrippe 34 angeformt, die ähnlich den beiden Stützrippen 33 auf der anderen Seite ausgebildet und angeordnet ist.
Die Kupplungsvorrichtung 23 (Fig. 3) weist eine Kopfschraube 35 sowie eine Mutter 36 und eine Unterlagscheibe 37 auf. Von der Kopfschraube 35 ist der Kopf und der daran anschließende Teil des Schaftes im Leitkörper 21 so eingeformt, daß der Gewindeschaft auf der von der Leitfläche 24 abgekehrten Seite aus dem Leitkörper 21 herausragt und dabei normal zur Anlagefläche 24 ausgerichtet ist. Im Bereich der Schraube 35 ist am Leitkörper 21 auf der von der Leitfläche 24 abge¬ kehrten Seite ein Fortsatz 38 mit ebener Stirnfläche 39 angeformt. Der Fortsatz 38 umschließt zusätzlich den Kopf der Kopfschraube 35 und den ersten Teil ihres Schaftes und verstärkt dadurch gleichzeitig den Leitkör¬ per 21. Der Fortsatz 38 hat einen kreisringförmigen Querschnitt und ist
entweder als Kreiszylinder oder als Kegelstumpf mit sehr kleinem Kegel¬ winkel ausgebildet.
Am Haltearm 27 ist als weiterer Teil der Kupplungsvorrichtung 23 ein Durchgangsloch für den Schaft der Kopfschraube 35 vorhanden. Dieses Durchgangsloch ist als Langloch 41 ausgebildet (Fig. 5). Im Bereich dieses Langloches 41 ist auf der dem Leitkörper 21 zugekehrten Seite des Haltearmes 27 eine Ausnehmung 42 eingeformt, deren Umfangswand 43 eine Äquidistante zur Umfangswand des Langloches 41 darstellt, wobei der Boden der Ausnehmung 42 eben ist. Die Ausnehmung 42 nimmt den Fortsatz 38 des Leitkörpers 21 auf und ist dementsprechend auf dessen Form und Abmessungen abgestimmt, wobei die Passung zwischen der Umfangswand des Fortsatzes 38 und der Ausnehmung 42 enger ist als diejenige zwischen der Umfangswand des Langloches 41 und dem Gewindeschaft der Kopfschraube 35. Im Bereich der Ausnehmung 42 weist der Hauptteil 31 des Haltearmes 27 auf der vom Leitkörper abgekehrten Seite eine Auswölbimg 44 auf (Fig. 6), damit der Haltearm 27 durch die Ausnehmung 42 nicht geschwächt ist.
Die Leitfläche 24 des Leitkörpers 21 ist zweckmäßigerweise mit einer reflektierenden Folie 45 belegt, bei der in der üblichen Weise schräg verlaufende Streifen in roter und weißer Farbe einander abwechseln, wie das in Fig. 1 angedeutet ist.
Die in den Fig. 7 bis 11 dargestellt Ausführungsform entspricht grund¬ sätzlich der Ausführungsform gemäß den Fig. 1 bis 6. Unterschiedlich ist die Art der Verbindung des Leitkörpers mit dem Haltearm.
Die Kupplungsvorrichtung 23 weist eine Einstellvomchtung 45 auf. Der eine Teil der Einsteilvorrichtung 45 wird durch eine .Außenverzahnung 36
gebildet, die an der Umfangsfläche des Fortsatzes 38 des Leitkörpers 21 angeformt ist. Der andere Teil der Einstellvomchtung 45 wird durch eine auf die Außenverzahnung 46 abgestimmte Innenverzahnung 47 gebildet, die an den parallel zum Langloch 41 verlaufenden geraden Abschnitten der Umfangswand 43 der Ausnehmung 42 angeordnet ist. In Abhängig¬ keit von der Teilung der Außenverzahnung 46 und der Innenverzahnung 47 kann der Leitkörper 21 auf verschiedene feste Drehstellungen in Bezug auf den Haltearm 27 eingestellt werden, und zwar unabhängig von der horizontalen Relativstellung des Fortsatzes 38 in der .Ausnehmung 42. Umgekehrt kann der Abstand des Leitkörpers 21 vom Haltefuß 26 innerhalb der Länge des Langlochs 41 und der .Ausnehmung 42 unabhän¬ gig von der Drehstellung des Leitkörpers 21 eingestellt werden.
Im Gegensatz zu der Kupplungsvorrichtung gemäß den Ansprüchen 1 bis 6, wo die Verbindung durch Reibungsschluß hergestellt wird, wird beim Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 7 bis 11 mit Formschluß gearbeitet. Der Formschluß wird dadurch hergestellt, daß die Außenverzahnung 46 in beliebigen Drehstellungen und in beliebigem Abstand von der Leit¬ wand in die Innenverzahnung 47 eingreift. Durch die Anwendung von Formschluß wird dafür gesorgt, daß auch bei einer möghchen Lockerung der Schraubverbindung die Position des Leitkörpers noch bestehen bleibt.
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