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Patent Searching and Data


Title:
GUIDING METAL BANDS IN A BAND PROCESSING SYSTEM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/210548
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a band guiding device (7) for guiding metal bands (B1 to B6) in a band processing system (1) between an inlet conveying section (3) and an outlet conveying section (5). The band guiding device (7) comprises two partial conveying sections (13, 15) arranged one above the other, two switch means (17, 19) for selectively connecting the inlet conveying section (3) and the outlet conveying section (5) to one of the two partial conveying sections (13, 15), and for each partial conveying section (13, 15) an inlet-side separating device (21, 23) for severing a band (B1 to B6) arranged in the partial conveying section (13, 15), and an outlet-side separating device (22, 24) for severing a band (B1 to B6) arranged in the partial conveying section (13, 15) on the outlet side. Each switch means (17, 19) has a movable clamping device (31, 32) for fixing a band (B1 to B6) in the switch means (17, 19).

Inventors:
KARNER, Guenter (Sarlingstraße 7 /1, 3374 Säusenstein, 3374, AT)
HOFER, Juergen (Ehgutnerstr. 21, 4563 Micheldorf, 4563, AT)
KLAUSHOFER, Wolfgang (Fürstenstrasse 52, 4052 Ansfelden, 4052, AT)
Application Number:
EP2018/060759
Publication Date:
November 22, 2018
Filing Date:
April 26, 2018
Export Citation:
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Assignee:
PRIMETALS TECHNOLOGIES AUSTRIA GMBH (Turmstraße 44, 4031 Linz, 4031, AT)
International Classes:
B21C47/26; C21D9/56; C23C2/40; B21C47/24
Foreign References:
JPS569360A1981-01-30
JPH07113155A1995-05-02
US20030189276A12003-10-09
US4408561A1983-10-11
CN204058549U2014-12-31
JPH07113155A1995-05-02
JPS63114925A1988-05-19
JPS569360A1981-01-30
Other References:
DATABASE WPI Derwent World Patents Index; AN 2015-13067B, XP002775836, "Annealing furnace bypass device of hot-rolled strip steel"
Attorney, Agent or Firm:
ZUSAMMENSCHLUSS METALS@LINZ (Intellectual Property Upstream IP UP, Turmstraße 44, 4030 Linz, 4030, AT)
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Claims:
Patentansprüche

1. Bandführungsvorrichtung (7) zum Führen metallischer

Bänder (Bl bis B6) in einer Bandbearbeitungsanlage (1) zwischen einer Einlaufförderstrecke (3) und einer

Auslaufförderstrecke (5), die Bandführungsvorrichtung (7) umfassend

- zwei übereinander angeordnete Teilförderstrecken (13, 15) ,

- eine einlaufseitige Weichenvorrichtung (17) zum wahlweisen Verbinden der Einlaufförderstrecke (3) mit einem

einlaufseifigen Teilförderstreckenende (13.1, 15.1) einer der beiden Teilförderstrecken (13, 15) ,

- eine auslaufseitige Weichenvorrichtung (19) zum wahlweisen Verbinden der Auslaufförderstrecke (5) mit einem

auslaufseifigen Teilförderstreckenende (13.2, 15.2) einer der beiden Teilförderstrecken (13, 15) , und

- für jede Teilförderstrecke (13, 15) eine einlaufseitige Trennvorrichtung (21, 23) zum einlaufseifigen Durchtrennen eines in der Teilförderstrecke (13, 15) angeordneten

Bandes (Bl bis B6) und eine auslaufseitige

Trennvorrichtung (22, 24) zum auslaufseifigen Durchtrennen eines in der Teilförderstrecke (13, 15) angeordneten

Bandes (Bl bis B6) ,

- wobei jede Weichenvorrichtung (17, 19) eine bewegbare Klemmvorrichtung (31, 32) zum Fixieren eines Bandes (Bl bis B6) in der Weichenvorrichtung (17, 19) aufweist.

2. Bandführungsvorrichtung (7) nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet, dass an jeder Teilförderstrecke (13, 15) eine einlaufseitige Trennvorrichtung (21, 23) zum einlaufseifigen Durchtrennen eines in der

Teilförderstrecke (13, 15) angeordneten Bandes (Bl bis B6) ortsfest angeordnet ist. 3. Bandführungsvorrichtung (7) nach Anspruch 1,

gekennzeichnet durch eine zwischen den

Teilförderstrecken (13, 15) bewegbare einlaufseitige Trennvorrichtung zum einlaufseitigen Durchtrennen von in den Teilförderstrecken (13, 15) angeordneten Bändern (Bl bis B6) .

4. Bandführungsvorrichtung (7) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,

dadurch gekennzeichnet, dass an jeder Teilförderstrecke (13, 15) eine auslaufseitige Trennvorrichtung (22, 24) zum auslaufseitigen Durchtrennen eines in der

Teilförderstrecke (13, 15) angeordneten Bandes (Bl bis B6) ortsfest angeordnet ist.

5. Bandführungsvorrichtung (7) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,

gekennzeichnet durch eine zwischen den

Teilförderstrecken (13, 15) bewegbare auslaufseitige

Trennvorrichtung zum auslaufseitigen Durchtrennen von in den Teilförderstrecken (13, 15) angeordneten Bändern (Bl bis B6) .

6. Bandführungsvorrichtung (7) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass jede Trennvorrichtung (21 bis 24) wenigstens ein Kreismesserpaar mit einem Obermesser (26) und einem Untermesser (27) aufweist, die synchron und parallel zueinander quer zu einer Bandlaufrichtung eines Bandes (Bl bis B6) über das Band (Bl bis B6) fahrbar sind, wobei das Obermesser (26) oberhalb des Bandes (Bl bis B6) angeordnet ist und das Untermesser (27) unterhalb des

Bandes (Bl bis B6) angeordnet ist. 7. Bandführungsvorrichtung (7) nach Anspruch 6,

dadurch gekennzeichnet, dass jede Trennvorrichtung (21 bis 24) zwei Kreismesserpaare aufweist, die in der

Bandlaufrichtung voneinander beabstandet angeordnet sind. 8. Bandführungsvorrichtung (7) nach einem der vorhergehenden Ansprüche ,

dadurch gekennzeichnet, dass an jeder Teilförderstrecke (13, 15) eine einlaufseitige Klemmvorrichtung (33, 35) und eine auslaufseitige Klemmvorrichtung (34, 36) zum Fixieren eines Bandes (Bl bis B6) in der Teilförderstrecke (13, 15) ortsfest oder parallel zu einer Bandlaufrichtung eines Bandes (Bl bis B6) verschiebbar angeordnet sind.

9. Bandführungsvorrichtung (7) nach einem der vorhergehenden Ansprüche ,

dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine

Klemmvorrichtung (31 bis 36) zwei Bandklemmen (50) zum

Fixieren eines Bandes (Bl bis B6) aufweist, die quer zu einer Bandlaufrichtung des Bandes (Bl bis B6) sich gegenüberliegend an verschiedenen Seiten des Bandes (Bl bis B6) angeordnet sind und jeweils zwei quer zu der Bandlaufrichtung

verschiebbare Klemmbacken (54, 55) aufweisen, zwischen denen ein seitlicher Randbereich des Bandes (Bl bis B6) einklemmbar ist, so dass eine der beiden Klemmbacken (54, 55) an einer Oberseite des Randbereichs anliegt und die andere

Klemmbacke (54, 55) an einer Unterseite des Randbereichs anliegt .

10. Bandführungsvorrichtung (7) nach einem der vorhergehenden Ansprüche ,

dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine

Klemmvorrichtung (31 bis 36) zwei Klemmrollen (72, 73) aufweist, zwischen denen ein Band (Bl bis B6) einklemmbar ist, so dass eine erste Klemmrolle (72) an einer Oberseite des Bandes (Bl bis B6) anliegt und die zweite Klemmrolle (73) an einer Unterseite des Bandes (Bl bis B6) anliegt, wobei wenigstens eine Klemmrolle (72, 73) antreibbar ist.

11. Bandführungsvorrichtung (7) nach einem der vorhergehenden Ansprüche ,

dadurch gekennzeichnet, dass an jeder Teilförderstrecke (13, 15) einlaufseitig und auslaufseitig jeweils eine

Verbindungsvorrichtung (41 bis 44) zum Verbinden von

Bandenden zweier Bänder (Bl bis B6) angeordnet ist.

12. Bandbearbeitungsanlage (1) mit einer

Einlaufförderstrecke (3), einer Auslaufförderstrecke (5) und einer gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche ausgebildeten Bandführungsvorrichtung (7) zum Führen metallischer

Bänder (Bl bis B6) .

13. Verfahren zum Führen metallischer Bänder (Bl bis B6) in einer Bandbearbeitungsanlage (1) zwischen einer

Einlaufförderstrecke (3) und einer Auslaufförderstrecke (5) mit einer gemäß einem der Ansprüche 1 bis 11 ausgebildeten Bandführungsvorrichtung (7), wobei

- ein erstes Band (Bl), das in der Einlaufförderstrecke (3), der Auslaufförderstrecke (5) und einer ersten

Teilförderstrecke (13, 15) angeordnet ist, durch die bewegbare Klemmvorrichtung (31) der einlaufseitigen

Weichenvorrichtung (17) in der einlaufseitigen

Weichenvorrichtung (17) und durch die bewegbare

Klemmvorrichtung (32) der auslaufseitigen

Weichenvorrichtung (19) in der auslaufseitigen

Weichenvorrichtung (19) fixiert wird,

- das erste Band (Bl) von einer einlaufseitigen

Trennvorrichtung (21, 23) und von einer auslaufseitigen Trennvorrichtung (22, 24) durchtrennt wird, wobei das erste Band (Bl) in ein einlaufseifiges drittes Band (B3) mit einem in der einlaufseitigen Weichenvorrichtung (17) fixierten

Bandende, ein auslaufseifiges viertes Band (B4) mit einem in der auslaufseitigen Weichenvorrichtung (19) fixierten

Bandende und ein in der ersten Teilförderstrecke (13, 15) angeordnetes fünftes Band (B5) zerteilt wird,

- das Bandende des dritten Bandes (B3) mit der

einlaufseitigen Weichenvorrichtung (17) zu dem

einlaufseitigen Teilförderstreckenende (13.1, 15.1) der zweiten Teilförderstrecke (13, 15) bewegt wird und

- das Bandende des vierten Bandes (B4) mit der

auslaufseitigen Weichenvorrichtung (19) zu dem

auslaufseitigen Teilförderstreckenende (13.2, 15.2) der zweiten Teilförderstrecke (13, 15) bewegt wird.

14. Verfahren nach Anspruch 13,

dadurch gekennzeichnet, dass das erste Band (Bl) vor seiner Durchtrennung durch eine einlaufseitige Klemmvorrichtung (33, 35) und eine auslaufseitige Klemmvorrichtung (34, 36) in der ersten Teilförderstrecke (13, 15) fixiert wird.

15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14,

dadurch gekennzeichnet, dass, wenn in der zweiten

Teilförderstrecke (13, 15) ein zweites Band (B2) angeordnet ist, das Bandende des dritten Bandes (B3) mit dem

einlaufseifigen Bandende des zweiten Bandes (B2) verbunden wird und das Bandende des vierten Bandes (B4) mit dem auslaufseifigen Bandende des zweiten Bandes (B2) verbunden wird .

Description:
Beschreibung

Führen metallischer Bänder in einer Bandbearbeitungsanlage

Die Erfindung betrifft eine Bandführungsvorrichtung und ein Verfahren zum Führen metallischer Bänder in einer

Bandbearbeitungsanlage .

Bandbearbeitungsanlagen zur Bearbeitung metallischer Bänder weisen häufig verschiedene Bereiche auf, in denen die Bänder in unterschiedlicher Weise bearbeitet werden, beispielsweise einen Streckbiegerichtbereich zum Streckbiegerichten der Bänder, einen Beizbereich zum Beizen der Bänder, einen

Besäumscherenbereich zum Besäumen der Bänder und/oder einen Walzbereich zum Walzen der Bänder. Diese Bereiche werden nacheinander von einem Band durchlaufen. Aus

prozesstechnischen Gründen kann es nützlich sein, einzelne Bereiche umfahren zu können, das heißt ein Band an einzelnen Bereichen vorbeiführen zu können, um ein Band nur durch eine Untermenge der Bereiche bearbeiten zu können.

CN 204058549 U offenbart eine Glühofenumfahrungsvorrichtung, die ein- und auslaufseitig jeweils eine Gruppe von Zugrollen, eine Scherenmaschine, eine Klemmrolle und eine

Schweißplattform aufweist.

JP H07113155 A offenbart eine Beiz- und

Galvanisierungsanlage, in der ein Band nach einem Beizbereich mittels einer Weiche entweder in einen Galvanisierungsbereich oder auf eine Bypassstrecke gelenkt werden kann. Hinter dem Galvanisierungsbereich werden diese beiden Wegstrecken wieder zusammengeführt .

JP S63114925 A offenbart eine Bandumlenkung um einen

Glühofen, wobei ein Band mittels verfahrbarer Umlenkrollen auf einen Verlauf oberhalb des Glühofens umgeleitet werden kann . Für einen raschen Wechsel der Bandführung zwischen

Durchführung durch und Umgehung von einem einer

Zinkplattierungslinie nachgeordneten Wärmebehandlungsofen offenbart die JP S56009360 A einzelne Bandklemmvorrichtungen, Bandtrenn- und Verbindungsvorrichtungen, reversibel drehbare und eine schrittweise Bewegung des Bandes ermöglichende Treiberrollen sowie verschieb- und verschwenkbare Leittische.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine

Bandführungsvorrichtung und ein Verfahren zum Führen

metallischer Bänder in einer Bandbearbeitungsanlage

anzugeben, die eine Änderung eines Weges der Bänder durch die Bandbearbeitungsanlage ermöglichen .

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß hinsichtlich der

Bandführungsvorrichtung durch die Merkmale des Anspruchs 1 und hinsichtlich des Verfahrens durch die Merkmale des

Anspruchs 13 gelöst.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Eine erfindungsgemäße Bandführungsvorrichtung zum Führen metallischer Bänder in einer Bandbearbeitungsanlage zwischen einer Einlaufförderstrecke und einer Auslaufförderstrecke umfasst zwei übereinander angeordnete Teilförderstrecken, eine einlaufseitige Weichenvorrichtung zum wahlweisen

Verbinden der Einlaufförderstrecke mit einem einlaufseitigen Teilförderstreckenende einer der beiden Teilförderstrecken, eine auslaufseitige Weichenvorrichtung zum wahlweisen

Verbinden der Auslaufförderstrecke mit einem auslaufseitigen Teilförderstreckenende einer der beiden Teilförderstrecken und für jede Teilförderstrecke eine einlaufseitige

Trennvorrichtung zum einlaufseitigen Durchtrennen eines in der Teilförderstrecke angeordneten Bandes und eine

auslaufseitige Trennvorrichtung zum auslaufseitigen

Durchtrennen eines in der Teilförderstrecke angeordneten Bandes. Jede Weichenvorrichtung weist eine bewegbare Klemmvorrichtung zum Fixieren eines Bandes in der

Weichenvorrichtung auf.

Die Bandführungsvorrichtung ermöglicht es, ein Band wahlweise über eine der Teilförderstrecken zwischen der

Einlaufförderstrecke und der Auslaufförderstrecke zu führen. Die Trennvorrichtungen ermöglichen dabei, ein durch eine Teilförderstrecke geführtes Band zu durchtrennen. Die

Weichenvorrichtungen ermöglichen, Bandenden von Bändern, die in der Einlaufförderstrecke oder der Auslaufförderstrecke angeordnet sind, von einer Teilförderstrecke zu der anderen Teilförderstrecke zu bewegen, um diese Bänder auf die andere Teilförderstrecke umzulenken. Dazu weist jede

Weichenvorrichtung eine Klemmvorrichtung auf, um das

jeweilige Bandende in der Weichenvorrichtung zu fixieren.

Insbesondere ermöglicht die Bandführungsvorrichtung, eine erste der Teilförderstrecken zu umfahren, indem ein Band über die zweite Teilförderstrecke geleitet wird. Dabei kann ein in der Bandbearbeitungsanlage angeordnetes Band in der ersten Teilförderstrecke durchtrennt und der vor der

Bandführungsvorrichtung liegende Bandabschnitt kann

anschließend durch die zweite Teilförderstrecke geführt werden. Alternativ kann aber auch ein weiteres Band, das nicht durch die erste Teilförderstrecke geführt werden soll, über die zweite Teilförderstrecke in die

Bandbearbeitungsanlage geführt und hinter der

Bandführungsvorrichtung bearbeitet werden. Beispielsweise kann in der ersten Teilförderstrecke eine Beizvorrichtung zum Beizen von Bändern angeordnet sein. Über die zweite

Teilförderstrecke kann in diesem Anwendungsfall ein nicht zu beizender Bandabschnitt eines Bandes oder ein nicht zu beizendes oder bereits gebeiztes weiteres Band geführt werden .

Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass an jeder Teilförderstrecke eine einlaufseitige Trennvorrichtung zum einlaufseifigen Durchtrennen eines in der Teilförderstrecke angeordneten Bandes ortsfest angeordnet ist. Eine dazu alternative Ausgestaltung der Erfindung sieht eine zwischen den Teilförderstrecken bewegbare einlaufseitige

Trennvorrichtung zum einlaufseifigen Durchtrennen von in den Teilförderstrecken angeordneten Bändern vor. Die erstgenannte Ausgestaltung hat gegenüber der zweitgenannten Ausgestaltung der Erfindung den Vorteil, dass keine einlaufseitige

Trennvorrichtung, die überlicherweise eine große Masse hat, bewegt werden muss. Die zweitgenannte Ausgestaltung der Erfindung verringert die Anzahl der benötigten

Trennvorrichtungen gegenüber der erstgenannten Ausgestaltung.

Entsprechend kann entweder an jeder Teilförderstrecke eine auslaufseitige Trennvorrichtung zum auslaufseifigen

Durchtrennen eines in der Teilförderstrecke angeordneten Bandes ortsfest angeordnet sein, oder es ist eine zwischen den Teilförderstrecken bewegbare auslaufseitige

Trennvorrichtung zum auslaufseifigen Durchtrennen von in den Teilförderstrecken angeordneten Bändern vorgesehen.

Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass jede Trennvorrichtung wenigstens ein Kreismesserpaar mit einem Obermesser und einem Untermesser aufweist, wobei das

Obermesser und das Untermesser synchron und parallel

zueinander quer zu einer Bandlaufrichtung eines Bandes über das Band fahrbar sind, wobei das Obermesser oberhalb des Bandes angeordnet ist und das Untermesser unterhalb des Bandes angeordnet ist. Die Ausführung einer Trennvorrichtung mit einem Kreismesserpaar hat gegenüber einer Ausführung mit beispielsweise nur einem Kreismesser den Vorteil, dass die Schnittkraft der Kreismesser relativ niedrig und das Gewicht der Kreismesser relativ gering gehalten werden können.

Insbesondere kann jede Trennvorrichtung zwei Kreismesserpaare aufweisen, die in der Bandlaufrichtung voneinander

beabstandet angeordnet sind. Trennvorrichtungen mit zwei voneinander beabstandeten Kreismesserpaaren ermöglichen, beim Durchstrennen eines Bandes einen Streifen aus einem Band herauszuschneiden. Dies erleichtert ein späteres manuelles Verbinden von Bandenden zweier Bänder, da sich ein Monteur beim Verbinden der Bandenden zwischen den Bandenden aufhalten kann. Ein manuelles Verbinden von Bandenden zweier Bänder kann beispielsweise durch Verstanzen der Bandenden mit

Verbindungsblechen, durch Verschweißen der Bandenden mit Verbindungsblechen, durch Verschweißung überlappender

Bandenden oder durch stumpfe Verschweißung oder Verstanzung der Bandenden erfolgen.

Statt Trennvorrichtungen, die ein Kreismesserpaar oder mehrere Kreismesserpaare aufweisen, können jedoch auch andere Trennvorrichtungen, insbesondere manuell bewegbare

Trennvorrichtungen, die ein- und auslaufseitig an den

Teilförderstrecken angeordnet sind, vorgesehen sein.

Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass an jeder Teilförderstrecke eine einlaufseitige Klemmvorrichtung und eine auslaufseitige Klemmvorrichtung zum Fixieren eines Bandes in der Teilförderstrecke ortsfest oder parallel zu einer Bandlaufrichtung eines Bandes verschiebbar angeordnet sind. Diese Ausgestaltung der Erfindung ermöglicht

vorteilhaft, Bänder in den Teilförderstrecken zu fixieren, um ein Verrutschen der Bänder in den Teilförderstrecken zu verhindern .

Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass wenigstens eine Klemmvorrichtung zwei Bandklemmen zum

Fixieren eines Bandes aufweist, die sich quer zu einer

Bandlaufrichtung des Bandes gegenüberliegend an verschiedenen Seiten des Bandes angeordnet sind und jeweils zwei quer zu der Bandlaufrichtung verschiebbare Klemmbacken aufweisen, zwischen denen ein seitlicher Randbereich des Bandes

einklemmbar ist, so dass eine der beiden Klemmbacken an einer Oberseite des Randbereichs anliegt und die andere Klemmbacke an einer Unterseite des Randbereichs anliegt. Diese

Ausgestaltung der Erfindung ermöglicht eine Anpassung einer Klemmvorrichtung an die Breite eines Bandes durch eine Verschiebung der Klemmbacken quer zur Bandlaufrichtung des Bandes. Statt zwei Bandklemmen kann eine Klemmvorrichtung jedoch auch eine andere Anzahl von Bandklemmen aufweisen, beispielsweise auch nur eine Bandklemme, die einen mittleren Bereich eines Bandes oder das Band entlang seiner gesamten Breite einklemmt.

Alternativ oder zusätzlich kann wenigstens eine

Klemmvorrichtung zwei Klemmrollen aufweisen, zwischen denen ein Band einklemmbar ist, so dass eine der beiden Klemmrollen an einer Oberseite des Bandes anliegt und die andere

Klemmrolle an einer Unterseite des Bandes anliegt, wobei wenigstens eine Klemmrolle antreibbar ist. Unter einer antreibbaren Klemmrolle wird dabei eine Klemmrolle

verstanden, die durch einen Antrieb um ihre Längsachse drehbar ist. Eine derartig ausgestaltete Klemmvorrichtung ermöglicht vorteilhaft eine Verschiebung eines eingeklemmten Bandes durch wenigstens eine antreibbare Klemmrolle,

beispielsweise um das Bandende des Bandes zum Verbinden mit dem Bandende eines anderen Bandes zu positionieren.

Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass an jeder Teilförderstrecke einlaufseitig und auslaufseitig jeweils eine Verbindungsvorrichtung zum Verbinden von

Bandenden zweier Bänder angeordnet ist. Diese Ausgestaltung der Erfindung ermöglicht es, ein in einer Teilförderstrecke angeordnetes Band einlaufseitig mit einem in der

Einlaufförderstrecke angeordneten Band und auslaufseitig mit einem in der Auslaufförderstrecke angeordneten Band

automatisiert durch eine Verbindungsvorrichtung zu verbinden. Alternativ dazu kann jedoch vorgesehen sein, dass die Bänder manuell verbunden werden.

Eine erfindungsgemäße Bandbearbeitungsanlage weist eine Einlaufförderstrecke, eine Auslaufförderstrecke und eine erfindungsgemäße Bandführungsvorrichtung zum Führen

metallischer Bänder auf. Die Vorteile einer derartigen Bandbearbeitungsanlage ergeben sich aus den oben genannten Vorteilen einer erfindungsgemäßen Bandführungsvorrichtung.

Bei einem erfindungsgemäßen Verfahren zum Führen metallischer Bänder in einer Bandbearbeitungsanlage zwischen einer

Einlaufförderstrecke und einer Auslaufförderstrecke mit einer erfindungsgemäßen Bandführungsvorrichtung wird ein erstes Band, das in der Einlaufförderstrecke, der

Auslaufförderstrecke und einer ersten Teilförderstrecke angeordnet ist, durch die bewegbare Klemmvorrichtung der einlaufseifigen Weichenvorrichtung in der einlaufseifigen Weichenvorrichtung und durch die bewegbare Klemmvorrichtung der auslaufseifigen Weichenvorrichtung in der auslaufseifigen Weichenvorrichtung fixiert. Anschließend wird das erste Band von einer einlaufseifigen Trennvorrichtung und von einer auslaufseifigen Trennvorrichtung durchtrennt, wobei das erste Band in ein einlaufseifiges drittes Band mit einem in der einlaufseifigen Weichenvorrichtung fixierten Bandende, ein auslaufseifiges viertes Band mit einem in der auslaufseifigen Weichenvorrichtung fixierten Bandende und ein in der ersten Teilförderstrecke angeordnetes fünftes Band zerteilt wird. Danach wird das Bandende des dritten Bandes mit der

einlaufseifigen Weichenvorrichtung zu dem einlaufseifigen Teilförderstreckenende der zweiten Teilförderstrecke bewegt und das Bandende des vierten Bandes wird mit der

auslaufseifigen Weichenvorrichtung zu dem auslaufseifigen Teilförderstreckenende der zweiten Teilförderstrecke bewegt.

Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht die Umleitung eines durch eine erste Teilförderstrecke geführten ersten Bandes durch die zweite Teilförderstrecke. Genauer ermöglicht es die Umleitung des vor der Bandführungsvorrichtung liegenden Abschnitts des ersten Bandes durch die zweite

Teilförderstrecke. Dazu wird das erste Band nach seiner Fixierung in den Weichenvorrichtungen in der ersten

Teilförderstrecke ein- und auslaufseitig durchtrennt. Die Bandenden des dabei entstehenden einlaufseifigen dritten Bandes und des dabei entstehenden auslaufseifigen vierten Bandes werden anschließend durch die Weichenvorrichtung zu der zweiten Teilförderstrecke bewegt.

Eine Ausgestaltung des Verfahrens sieht vor, dass das erste Band vor seiner Durchtrennung durch eine einlaufseitige Klemmvorrichtung und eine auslaufseitige Klemmvorrichtung in der ersten Teilförderstrecke fixiert wird. Dadurch wird vorteilhaft ein Verrutschen des ersten Bandes in der ersten Teilförderstrecke während und nach seiner Durchtrennung verhindert .

Eine weitere Ausgestaltung des Verfahrens sieht vor, dass, wenn in der zweiten Teilförderstrecke ein zweites Band angeordnet ist, das Bandende des dritten Bandes mit dem einlaufseitigen Bandende des zweiten Bandes verbunden wird und das Bandende des vierten Bandes mit dem auslaufseitigen Bandende des zweiten Bandes verbunden wird. Dadurch werden das zweite Band, das dritte Band und das vierte Band zu einem zusammenhängenden sechsten Band verbunden, das anschließend durch die Bandbearbeitungsanlage gefahren werden kann. Das sechste Band übernimmt die Rolle des ersten Bandes, ist jedoch im Unterschied zu diesem über die zweite

Teilförderstrecke statt über die erste Teilstrecke geführt. Entsprechend kann ein vor der Bandführungsvorrichtung liegender Abschnitt des sechsten Bandes später wieder in die erste Teilförderstrecke umgeleitet werden, wobei sich die Rollen der Teilförderstrecken vertauschen und das in der ersten Teilförderstrecke verbliebene fünfte Band die Rolle des zweiten Bandes übernimmt.

Die oben beschriebenen Eigenschaften, Merkmale und Vorteile dieser Erfindung sowie die Art und Weise, wie diese erreicht werden, werden klarer und deutlicher verständlich im

Zusammenhang mit der folgenden Beschreibung von

Ausführungsbeispielen, die im Zusammenhang mit den

Zeichnungen näher erläutert werden. Dabei zeigen: FIG 1 schematisch eine Seitenansicht einer

Bandbearbeitungsanlage,

FIG 2 schmematisch eine Bandführungsvorrichtung zum

Führen metallischer Bänder,

FIG 3 eine erste Darstellung von Bändern in einer

BandführungsVorrichtung,

FIG 4 eine zweite Darstellung von Bändern in einer

BandführungsVorrichtung,

FIG 5 eine dritte Darstellung von Bändern in einer

BandführungsVorrichtung,

FIG 6 eine vierte Darstellung von Bändern in einer

BandführungsVorrichtung,

FIG 7 eine fünfte Darstellung von Bändern in einer

BandführungsVorrichtung,

FIG 8 eine sechste Darstellung von Bändern in einer

BandführungsVorrichtung,

FIG 9 eine perspektivische Darstellung einer Bandklemme,

FIG 10 schematisch eine Schnittdarstellung einer

Trennvorrichtung und eines Bandes,

FIG 11 schematisch eine Seitenansicht einer bewegbaren Klemmvorrichtung und zweier Trennvorrichtungen,

FIG 12 schematisch eine Schnittdarstellung einer

Weichenvorrichtung,

FIG 13 schematisch eine Schnittdarstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels einer Klemmvorrichtung. Einander entsprechende Teile sind in den Figuren mit

denselben Bezugszeichen versehen.

Figur 1 zeigt schematisch eine Seitenansicht einer

Bandbearbeitungsanlage 1. Die Bandbearbeitungsanlage 1 umfasst eine Einlaufförderstrecke 3, eine

Auslaufförderstrecke 5 und eine Bandführungsvorrichtung 7 zum Führen metallischer Bänder.

In der Einlaufförderstrecke 3 ist beispielsweise eine

Streckbiegerichtvorrichtung 9 zum Streckbiegerichten von Bändern angeordnet.

In der Auslaufförderstrecke 5 ist beispielsweise eine

Besäumschere 11 zum Besäumen von Bändern angeordnet. An die Auslaufförderstrecke 5 schließt sich beispielsweise eine Tandemstraße zum Kaltwalzen von Bändern an.

Figur 2 zeigt schematisch die Bandführungsvorrichtung 7. Die Bandführungsvorrichtung 7 weist zwei übereinander angeordnete Teilförderstrecken 13, 15, eine einlaufseitige

Weichenvorrichtung 17, eine auslaufseitige

Weichenvorrichtung 19, vier Trennvorrichtungen 21 bis 24 und sechs Klemmvorrichtungen 31 bis 36 auf.

In der oberen Teilförderstrecke 13 ist eine

Beizvorrichtung 40 zum Beizen von Bändern angeordnet . Die Beizvorrichtung 40 weist beispielsweise wenigstens einen Beiztank auf, der mit einem Beizmedium befüllbar ist und in den ein Band einführbar ist. Eine Bandlaufrichtung in der oberen Teilförderstrecke 13 definiert eine X-Richtung eines kartesischen Koordinatensystems mit Koordinaten X, Y, Z. Die Y-Richtung des Koordinatensystems verläuft parallel zu einer Bandquerrichtung eines in der oberen Teilförderstrecke 13 geführten Bandes.

Die untere Teilförderstrecke 15 ist unterhalb der ersten Teilförderstrecke 13 angeordnet und dient dazu, ein Band, das nicht gebeizt werden soll, an der Beizvorrichtung 40 vorbei zwischen der Einlaufförderstrecke 3 und der

Auslaufförderstrecke 5 zu führen.

Die Teilförderstrecken 13, 15 weisen beispielsweise Rollgänge zum Führen eines Bandes auf.

In alternativen Ausführungsbeispielen der

Bandführungsvorrichtung 7 kann in der oberen

Teilförderstrecke 13 alternativ oder zusätzlich zu der

Beizvorrichtung 40 wenigstens eine andere beziehungsweise weitere Bandbearbeitungsvorrichtung angeordnet sein. Ferner kann auch in der unteren Teilförderstrecke 15 wenigstens eine Bandbearbeitungsvorrichtung angeordnet sein, beispielsweise eine weitere Beizvorrichtung 40, um ein durch die untere Teilförderstrecke 15 geführtes Band mit einem anderen

Beizmedium zu beizen als ein durch die obere

Teilförderstrecke 13 geführtes Band.

Die einlaufseitige Weichenvorrichtung 17 ist zum wahlweisen Verbinden der Einlaufförderstrecke 3 mit einem

einlaufseitigen Teilförderstreckenende 13.1 der oberen

Teilförderstrecke 13 oder einem einlaufseitigen

Teilförderstreckenende 15.1 der unteren Teilförderstrecke 15 ausgebildet. Die einlaufseitige Weichenvorrichtung 17 weist eine erste Klemmvorrichtung 31 zum Fixieren eines Bandes in der einlaufseitigen Weichenvorrichtung 17 auf. Die erste Klemmvorrichtung 31 ist um einen ersten Schwenkwinkel α zwischen einer ersten Endstellung, in der die einlaufseitige Weichenvorrichtung 17 die Einlaufförderstrecke 3 mit der oberen Teilförderstrecke 13 verbindet, und einer zweiten Endstellung, in der die einlaufseitige Weichenvorrichtung 17 die Einlaufförderstrecke 3 mit der unteren

Teilförderstrecke 15 verbindet, schwenkbar (siehe dazu auch Figur 11) . Die zweite Endstellung der ersten

Klemmvorrichtung 31 ist in Figur 2 gestrichelt angedeutet und mit dem Bezugszeichen 31' bezeichnet. Zum Schwenken der ersten Klemmvorrichtung 31 weist die einlaufseitige Weichenvorrichtung 17 eine erste Schwenkführung 37 auf, mit der die erste Klemmvorrichtung 31 geführt wird.

Die auslaufseitige Weichenvorrichtung 19 ist zum wahlweisen Verbinden der Auslaufförderstrecke 5 mit einem

auslaufseifigen Teilförderstreckenende 13.2 der oberen

Teilförderstrecke 13 oder einem auslaufseifigen

Teilförderstreckenende 15.2 der unteren Teilförderstrecke 15 ausgebildet. Die auslaufseitige Weichenvorrichtung 19 weist eine zweite Klemmvorrichtung 32 zum Fixieren eines Bandes in der auslaufseifigen Weichenvorrichtung 19 auf. Die zweite Klemmvorrichtung 32 ist um einen zweiten Schwenkwinkel ß zwischen einer ersten Endstellung, in der die auslaufseitige Weichenvorrichtung 19 die Auslaufförderstrecke 5 mit der oberen Teilförderstrecke 13 verbindet, und einer zweiten Endstellung, in der die auslaufseitige Weichenvorrichtung 19 die Auslaufförderstrecke 5 mit der unteren

Teilförderstrecke 15 verbindet, schwenkbar. Die zweite

Endstellung der zweiten Klemmvorrichtung 32 ist in Figur 2 gestrichelt angedeutet und mit dem Bezugszeichen 32 '

bezeichnet. Zum Schwenken der zweiten Klemmvorrichtung 32 weist die auslaufseitige Weichenvorrichtung 19 eine zweite Schwenkführung 39 auf, mit der die zweite Klemmvorrichtung 32 geführt wird.

An der oberen Teilförderstrecke 13 sind zum Fixieren eines Bandes in der oberen Teilförderstrecke 13 einlaufseitig eine dritte Klemmvorrichtung 33 und auslaufseitig eine vierte Klemmvorrichtung 34 ortsfest angeordnet.

Ferner sind an der oberen Teilförderstrecke 13 einlaufseitig eine erste Trennvorrichtung 21 und auslaufseitig eine zweite Trennvorrichtung 22 ortsfest angeordnet. Die erste

Trennvorrichtung 21 ist zwischen der ersten Endstellung der ersten Klemmvorrichtung 31 und der dritten

Klemmvorrichtung 33 angeordnet. Die zweite

Trennvorrichtung 22 ist zwischen der ersten Endstellung der zweiten Klemmvorrichtung 32 und der vierten Klemmvorrichtung 34 angeordnet. Die erste Trennvorrichtung und die zweite Trennvorrichtung 22 sind zum Durchtrennen eines in der oberen Teilförderstrecke 13 angordneten Bandes ausgebildet .

An der unteren Teilförderstrecke 15 sind zum Fixieren eines Bandes in der unteren Teilförderstrecke 15 einlaufseitig eine fünfte Klemmvorrichtung 35 und auslaufseitig eine sechste Klemmvorrichtung 36 ortsfest angeordnet.

Ferner sind an der unteren Teilförderstrecke 15 einlaufseitig eine dritte Trennvorrichtung 23 und auslaufseitig eine vierte Trennvorrichtung 24 ortsfest angeordnet. Die dritte

Trennvorrichtung 23 ist zwischen der zweiten Endstellung der ersten Klemmvorrichtung 31 und der fünften

Klemmvorrichtung 35 angeordnet. Die vierte

Trennvorrichtung 24 ist zwischen der zweiten Endstellung der zweiten Klemmvorrichtung 32 und der sechsten

Klemmvorrichtung 36 angeordnet. Die dritte

Trennvorrichtung 23 und die vierte Trennvorrichtung 24 sind zum Durchtrennen eines in der unteren Teilförderstrecke 15 angordneten Bandes ausgebildet.

Optional weist die Bandführungsvorrichtung 7 ferner vier Verbindungsvorrichtungen 41 bis 44 auf, die jeweils zum automatisierten Verbinden von Bandenden zweier Bänder ausgebildet sind. Eine erste Verbindungsvorrichtung 41 ist einlaufseitig an der oberen Teilförderstrecke 13 zwischen der ersten Endstellung der ersten Klemmvorrichtung 31 und der dritten Klemmvorrichtung 33 angeordnet. Eine zweite

Verbindungsvorrichtung 42 ist auslaufseitig an der oberen Teilförderstrecke 13 zwischen der ersten Endstellung der zweiten Klemmvorrichtung 32 und der vierten

Klemmvorrichtung 34 angeordnet. Eine dritte

Verbindungsvorrichtung 43 ist zwischen der zweiten

Endstellung der ersten Klemmvorrichtung 31 und der fünften Klemmvorrichtung 35 angeordnet. Die vierte

Verbindungsvorrichtung 44 ist zwischen der zweiten Endstellung der zweiten Klemmvorrichtung 32 und der sechsten Klemmvorrichtung 36 angeordnet. Die

Verbindungsvorrichtungen 41 bis 44 sind beispielsweise als Stanzvorrichtungen zum Verstanzen zu verbindender Bandenden mit Verbindungsblechen oder als Schweißvorrichtungen zum Verschweißen zu verbindender Bandenden mit Verbindungsblechen ausgeführt .

Statt der Verbindungsvorrichtungen 41 bis 44 kann auch vorgesehen sein, Bandenden zweier Bänder manuell mit

entsprechenden Verbindungswerkzeugen zu verbinden,

beispielsweise durch Verstanzen zu verbindender Bandenden mit Verbindungsblechen oder durch Verschweißen zu verbindender Bandenden mit Verbindungsblechen.

Ferner kann statt der vier ortsfest an den

Teilförderstrecken 13, 15 angeordneten Trennvorrichtungen 21 bis 24 ein- und auslaufseitig jeweils eine bewegbare

Trennvorrichtung vorgesehen sein, wobei die einlaufseitige Trennvorrichtung zwischen den einlaufseitigen

Teilförderstreckenenden 13.1, 15.1 der Teilförderstrecken 13, 15 bewegbar ist und die auslaufseitige Trennvorrichtung zwischen den auslaufseitigen Teilförderstreckenenden 13.2, 15.2 der Teilförderstrecken 13, 15 bewegbar ist.

Die Figuren 3 bis 8 illustrieren das erfindungsgemäße

Verfahren zum Führen metallischer Bänder Bl bis B6 in einer Bandbearbeitungsanlage 1 in verschiedenen Stadien des

Verfahrens .

Um das Verfahren zu beschreiben, wird eine in Figur 3 gezeigte Ausgangssituation angenommen. Dabei ist ein erstes Band Bl in der Einlaufförderstrecke 3, der

Auslaufförderstrecke 5 und der oberen Teilförderstrecke 13 angeordnet, das heißt, das erste Band Bl erstreckt sich von der Einlaufförderstrecke 3 durch die obere

Teilförderstrecke 13 in die Auslaufförderstrecke 5. Ferner ist ein zweites Band B2 in der unteren Teilförderstrecke 15 angeordnet und mit der fünften Klemmvorrichtung 35 und der sechsten Klemmvorrichtung 36 in der unteren

Teilförderstrecke 15 fixiert. Um einen in der Einlaufförderstrecke 3 angeordneten

Bandabschnitt des ersten Bandes Bl an der oberen

Teilförderstrecke 13 vorbeizuführen, wird folgendermaßen vorgegangen . Zunächst wird gemäß Figur 4 das erste Band Bl mit den

Klemmvorrichtungen 31 bis 34 geklemmt. Dadurch wird das erste Band Bl durch die erste Klemmvorrichtung 31 in der

einlaufseifigen Weichenvorrichtung 17, durch die zweite Klemmvorrichtung 32 in der auslaufseifigen

Weichenvorrichtung 19 und durch die dritte

Klemmvorrichtung 33 und die vierte Klemmvorrichtung 34 in der oberen Teilförderstrecke 13 fixiert.

Anschließend wird das erste Band Bl mit der ersten

Trennvorrichtung 21 und mit der zweiten Trennvorrichtung 22 durchtrennt. Wie in Figur 5 dargestellt ist, wird dadurch das erste Band Bl in ein einlaufseifiges drittes Band B3 mit einem in der einlaufseifigen Weichenvorrichtung 17 fixierten Bandende, ein auslaufseifiges viertes Band B4 mit einem in der auslaufseifigen Weichenvorrichtung 19 fixierten Bandende und ein in der oberen Teilförderstrecke 13 angeordnetes fünftes Band B5 zerteilt.

Danach wird das in der einlaufseifigen Weichenvorrichtung 17 fixierte Bandende des dritten Bandes B3 durch die

einlaufseifige Weichenvorrichtung 17 zu dem einlaufseifigen Teilförderstreckenende 15.1 der unteren Teilförderstrecke 15 geschwenkt und das in der auslaufseifigen

Weichenvorrichtung 19 fixierte Bandende des vierten Bandes B4 wird durch die auslaufseifige Weichenvorrichtung 17 zu dem auslaufseifigen Teilförderstreckenende 15.2 der unteren Teilförderstrecke 15 geschwenkt. Figur 6 zeigt die

resultierende Situation. Anschließend wird das einlaufseitige Bandende des zweiten Bandes B2 mit dem in der einlaufseitigen

Weichenvorrichtung 17 fixierten Bandende des dritten

Bandes B3 verbunden, und das auslaufseitige Bandende des zweiten Bandes B2 wird mit dem in der auslaufseitigen

Weichenvorrichtung 19 fixierten Bandende des vierten

Bandes B4 verbunden (jeweils entweder manuell oder durch Verbindungsvorrichtungen 43, 44) . Dadurch werden das zweite Band B2, das dritte Band B3 und das vierte Band B4 zu einem zusammenhängenden sechsten Band B6 verbunden, das sich von der Einlaufförderstrecke 3 durch die untere

Teilförderstrecke 15 in die Auslaufförderstrecke 5 erstreckt. Figur 7 zeigt die resultierende Situation.

Danach werden die Klemmungen des sechsten Bandes B6 durch die erste Klemmvorrichtung 31, die zweite Klemmvorrichtung 32, die fünfte Klemmvorrichtung 35 und die sechste

Klemmvorrichtung 36 gelöst. Figur 8 zeigt die resultierende Situation. Das sechste Band B6 wird zwischen der

Einlaufförderstrecke 3 und der Auslaufförderstrecke 5 in der unteren Teilförderstrecke 15 geführt.

Das sechste Band B6 übernimmt die Rolle des ersten Bandes Bl, ist jedoch im Unterschied zu diesem über die untere

Teilförderstrecke 15 statt über die obere Teilstrecke 13 geführt .

Um ausgehend von der in Figur 8 gezeigten Situation zu der in Figur 3 gezeigten Situation zurückzukehren, wird analog verfahren, wobei sich die Rollen der Teilförderstrecken 13, 15 vertauschen und das in der oberen Teilförderstrecke 13 verbliebene fünfte Band B5 die Rolle des zweiten Bandes B2 übernimmt .

Eine Klemmvorrichtung 31 bis 36 weist beispielsweise zwei Bandklemmen 50 zum Fixieren eines Bandes auf. Die beiden Bandklemmen 50 sind quer zu einer Bandlaufrichtung des Bandes sich gegenüberliegend an verschiedenen Seiten des Bandes angeordnet und quer zu der Bandlaufrichtung verschiebbar (siehe dazu auch Figur 12) . Figur 9 zeigt eine perspektivische Darstellung eines

Ausführungsbeispiels einer Bandklemme 50 einer an der oberen Teilförderstrecke 13 angeordneten Klemmvorrichtung 33, 34.

Die Bandklemme 50 weist einen Klemmköper 51, zwei

Führungsstangen 52, 53, zwei Klemmbacken 54, 55 und ein Andrückelement 56 auf.

Die Führungsstangen 52, 53 sind parallel zueinander durch den Klemmkörper 51 geführt. Der Klemmkörper 51 ist entlang der Führungsstangen 52, 53 in Bandquerrichtung eines durch die

Bandklemme 50 zu klemmenden Bandes verschiebbar, so dass die Position des Klemmkörpers 51 der Breite des Bandes anpassbar ist. Ein produziertes Band läuft dabei zwischen den

Führungsstangen 52, 53 hindurch.

Eine erste Klemmbacke 54 ist fest mit dem Klemmkörper 51 verbunden oder einstückig mit dem Klemmkörper 51 ausgeführt. Die zweite Klemmbacke 55 ist um eine Führungsstange 53, die durch die zweite Klemmbacke 55 geführt ist, drehbar gelagert. Das Andrückelement 56 ist dazu ausgebildet, die zweite

Klemmbacke 55 an einen zwischen den Klemmbacken 54, 55 liegenden Randbereich eines Bandes anzudrücken, so dass der Randbereich zwischen den Klemmbacken 54, 55 eingeklemmt ist, wobei eine der beiden Klemmbacken 54, 55 an einer Oberseite des Randbereichs anliegt und die andere Klemmbacke 54, 55 an einer Unterseite des Randbereichs anliegt. Das

Andrückelement 56 ist beispielsweise als ein an dem

Klemmkörper 51 angeordnetes Schraubelement ausgebildet. Die Bandklemmen 50 anderer Klemmvorrichtungen 31, 32, 35, 36 können wie die in Figur 9 dargestellte Bandklemme 50

ausgeführt sein, wobei sie gegenüber dem Koordinatensystem im Fall der Klemmvorrichtungen 35, 36 jedoch anders ausgerichtet sind beziehungsweise im Fall der bewegbaren

Klemmvorrichtungen 31, 32 in Abhängigkeit von deren Stellung anders ausgerichtet sein können und im Fall der bewegbaren Klemmvorrichtungen 31, 32 eine Querwelle 68 zusätzlich zu den Führungsstangen 52, 53 und parallel zu den

Führungsstangen 52, 53 durch den Klemmkörper 51 geführt sein kann, siehe dazu die Figuren 11 und 12.

Figur 10 zeigt schematisch eine Schnittdarstellung der

Trennvorrichtung 21 und eines Bandes Bl . Die

Trennvorrichtung 21 weist zwei Kreismesserpaare auf, die in einer Bandlaufrichtung des Bandes Bl voneinander beabstandet angeordnet sind (siehe dazu Figur 11) . Jedes Kreismesserpaar weist ein Obermesser 26 und ein Untermesser 27 auf, die synchron und parallel zueinander quer zu der Bandlaufrichtung über das Band Bl fahrbar sind, wobei das Obermesser 26 oberhalb des Bandes Bl angeordnet ist und das Untermesser 27 unterhalb des Bandes Bl angeordnet ist.

Figur 11 zeigt schematisch eine Seitenansicht der ersten Klemmvorrichtung 31 in deren beiden Endstellungen sowie der ersten Trennvorrichtung 21 und der dritten

Trennvorrichtung 23. Die beiden Kreismesserpaare jeder

Trennvorrichtung 21 bis 24 sind in einem Abstand d

voneinander angeordnet. Dadurch wird durch jede

Trennvorrichtung 21 bis 24 beim Durchstrennen eines Bandes ein Streifen der Breite d aus dem Band herausgeschnitten. Dies erleichtert ein manuelles Verbinden von Bandenden zweier Bänder, beispielsweise durch Verstanzen zu verbindender Bandenden mit Verbindungsblechen oder durch Verschweißen zu verbindender Bandenden mit Verbindungsblechen.

Figur 12 zeigt schematisch eine Schnittdarstellung der einlaufseifigen Weichenvorrichtung 17. Die erste

Schwenkführung 37 weist zwei Zahnsegmente 60, 61, zwei

Zahnräder 62, 63, zwei Kulissen 64, 65, zwei Rollen 66, und eine Querwelle 68 auf. Ein erstes Zahnsegment 60, ein erstes Zahnrad 62, eine erste Kulisse 64 und eine erste Rolle 66 sind auf einer ersten Seite der ersten Klemmvorrichtung 31 angeordnet. Das zweite Zahnsegment 61, das zweite Zahnrad 63, die zweite Kulisse 65 und die zweite Rolle 67 sind auf einer der ersten Seite gegenüberliegenden zweiten Seite der ersten

Klemmvorrichtung 31 angeordnet. Das erste Zahnrad 62 ist in dem ersten Zahnsegment 60 geführt. Das zweite Zahnrad 63 ist in dem zweiten Zahnsegment 61 geführt. Die erste Rolle 66 ist in der ersten Kulisse 64 geführt. Die zweite Rolle 67 ist in der zweiten Kulisse 65 geführt. Die Rollen 66 und 67 sind jeweils mit einer Bandklemme 50 der ersten

Klemmvorrichtung 31 verbunden und aneinander und an die Zahnräder 62, 63 über die Querwelle 68 gekoppelt. Jedes Zahnrad 62, 63 ist über ein Koppelelement 70, 71 an die

Querwelle 68 gekoppelt. Statt über eine separate Querwelle 68 können die Rollen 66 und 67 und Zahnräder 62, 63 alternativ auch über eine Führungsstange 52, 53 der ersten

Klemmvorrichtung 31 aneinander gekoppelt sein. In diesem Fall ist diejenige Führungsstange 52, 53, die nicht die Funktion der Querwelle 68 übernimmt, an die Rollen 66 und 67

gekoppelt. In der Ausführung mit einer separaten Querwelle 68 sind beide Führungsstangen 52, 53 an die Rollen 66, 67 gekoppelt .

Figur 13 zeigt schematisch eine Schnittdarstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels einer an der oberen

Teilförderstrecke 13 angeordneten Klemmvorrichtung 33. Die Klemmvorrichtung 33 weist zwei Klemmrollen 72, 73 auf, zwischen denen ein Band Bl einklemmbar ist, so dass eine erste Klemmrolle 72 an einer Oberseite des Bandes Bl anliegt und die zweite Klemmrolle 73 an einer Unterseite des

Bandes Bl anliegt. Wenigstens eine Klemmrolle 72, 73 ist antreibbar. Andere Klemmvorrichtungen 31, 32 und 34 bis 36 können wie die in Figur 13 dargestellte Klemmvorrichtung 33 ausgeführt sein, wobei sie gegenüber dem Koordinatensystem im Fall der Klemmvorrichtungen 35, 36 jedoch anders ausgerichtet sind beziehungsweise im Fall der bewegbaren Klemmvorrichtungen 31, 32 in Abhängigkeit von deren Stellung anders ausgerichtet sein können.

Obwohl die Erfindung im Detail durch bevorzugte

Ausführungsbeispiele näher illustriert und beschrieben wurde, so ist die Erfindung nicht durch die offenbarten Beispiele eingeschränkt und andere Variationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet werden, ohne den Schutzumfang der

Erfindung zu verlassen.

Bezugszeichenliste

I Bandbearbeitungsanlage

3 Einlaufförderstrecke

5 Auslaufförderstrecke

7 Bandführungsvorrichtung

9 Streckbiegerichtvorrichtung

II Besäumschere

13, 15 Teilförderstrecke

13.1, 15.1 einlaufseifiges Teilförderstreckenende

13.2, 15.2 auslaufseitiges Teilförderstreckenende

17, 19 Weichenvorrichtung

21 bis 24 Trennvorrichtung

26 Obermesser

27 Untermesser

31 bis 36, 31', 32' Klemmvorrichtung

37, 39 Schwenkführung

40 Beizvorrichtung

41 bis 44 Verbindungsvorrichtung

50 Bandklemme

51 Klemmköper

52, 53 FührungsStange

54, 55 Klemmbacke

56 Andrückelement

60, 61 Zahnsegment

62, 63 Zahnrad

64, 65 Kulisse

66, 67 Rolle

68 Querwelle

70, 71 Koppelelement

72, 73 Klemmrolle

Bl bis B6 Band

Oi , ß Schwenkwinkel

d Abstand X, Y, Z kartesische Koordinate