Boissin, Guy (Chübelackerstrasse 2, Weiningen, CH-8104, CH)
Krebs, Roland (Aefligenstrasse 10, Fraubrunnen, CH-3312, CH)
Spiga, Mauro (Via Sostegno 3, Castelmaggiore, I-40013, BO)
Boissin, Guy (Chübelackerstrasse 2, Weiningen, CH-8104, CH)
Krebs, Roland (Aefligenstrasse 10, Fraubrunnen, CH-3312, CH)
Hinweis auf verwandte Anmeldungen Diese Anmeldung beansprucht die Priorität der schweizerischen Patentanmeldung Nr. 1389/04, die am 24. August 2004 eingereicht wurde und deren ganze Offen¬ barung hiermit durch Bezug aufgenommen wird.
Hintergrund Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schlagschere gemäss dem unabhängigen Patentanspruch.
Stand der Technik Schlagscheren für Bleche sind im Gebrauch weit verbreitet. Je nach der Länge des zu erzeugenden Schnitts sind erhebliche Druckkräfte für das Messer nö- tig, auch dann, wenn der Schnitt leicht schräg zur Blech¬ oberfläche erfolgt. Die höchsten Druckkräfte werden benö¬ tigt, wenn das Messer parallel zur Blechoberfläche ausge¬ richtet ist. Da der Schnitt durch Scherung des Bleches erfolgt, ergeben sich weiter durch die Verdrängung des Materials beim Schnitt beträchtliche Kräfte, die die an¬ einander vorbei gleitenden Messerklingen voneinander weg drücken, was auch bei geringer Schnittluft unvermeidlich ist und diese erhöht. Häufig (aber nicht immer) werden Schlagsche- ren so konstruiert, dass ein Blechstreifen oder Blechta¬ feln auf einer horizontalen Vorschubfläche platziert und entlang dieser gegen die Messer geführt werden. Die quer, in der Regel senkrecht, zur Vorschubrichtung angeordneten Messer öffnen und schliessen sich im Takt, wobei jeweils in deren Offenstellung der zu zerschneidende Blechstrei¬ fen (oder Blechtafeln) für den nächsten Schnitt vorge¬ schoben werden. Dabei ist in der Regel (aber nicht immer) das untere Messer fest im Rahmen der Schlagschere ange¬ ordnet, während sich das obere Messer zur Ausführung sei¬ nes Arbeitshubs hebt und senkt, d.h. öffnet und schliesst, und so die Schnitte ausführt. Je nach Qualität des auszuführenden Schnitts ergeben sich erhöhte konstruktive Anforderungen; sei dies genügende Steifigkeit des Rahmens der Schlagschere, sei dies genügend feste Anordnung des unteren Messers am Rah¬ men, oder, im Besonderen, die präzise und spielfreie La- gerung des oberen Messers über seinen gesamten Arbeits¬ hub, insbesondere für den Schnitt. Bei vielen Anwendungen, im Besonderen im Be¬ reich der Herstellung von Blechgebinden, wie u.a. _ge- schweissten Blechdosen, ist die geforderte Schnittquali- tat hoch. Einerseits beim Schnitt selbst, z.B. betreffend Brauen, dann bei der sauberen Ausrichtung des Schnitts, wo die Toleranzen über die ganze Schnittlänge im Bereich von Zehntel-Millimeter oder darunter liegen. Ohne die ge¬ naue Einhaltung solcher Toleranzen könnten die nachfol- genden Arbeitsgänge nicht fehlerfrei ausgeführt werden; z.B. bei der Verschweissung des nachträglich gerundeten Blechs zur Zarge oder beim Einbördeln des Bodens bzw. Deckels in die Zarge, so dass schliesslich die fertige Dose bzw. das fertige Blechgebinde entsteht. Zu dieser Schnittqualität kommt hinzu, dass in der Linie häufig eine Massenproduktion gefahren wird, was einen hohen und vor allem möglichst wenig unterbro¬ chenen Arbeitstakt über lange Zeit, bis hin zum Drei¬ schichtbetrieb, erfordert. Konventionelle Schlagscheren der genannten Art werden deshalb seit langer Zeit mit einer aufwändige Lagerung des oder der bewegten Messerträger (im Fall der oben beschriebenen, verbreiteten Konstruktion: des oberen Messerträgers) ausgerüstet. Verbreitet ist die Lagerung des bewegten Messerträgers an vier Säulen, welche an des¬ sen Enden oder Ecken angeordnet sind, d.h. über sogenann¬ te Säulengestelle. An jeder der Säulen läuft ein zylin- drischer Kugelkäfig mit Kugeln auf und ab, wobei die La¬ gerstelle des Messerträgers ihrerseits den Käfig und die Kugeln umfasst, so dass sie auf diesen, und damit auch an den Säulen, auf und ab laufen kann. Vorteilhaft an solch einer Lagerung ist deren Belastbarkeit und Präzision, nachteilig sind die notwendigen Einstellarbeiten sowie der Verschleiss. Insbesondere bei der Massenproduktion ist die Produktionsunterbrechung für wiederkehrende Ju¬ stierung oder Ersatz eines Säulengestells auf Grund von Verschleiss problematisch. Zudem ergibt sich während der Produktion gegen die Verschleissgrenze hin eine Grauzone, wo die erzielte Schnittqualität zur Vermeidung von Be¬ triebsunterbrüchen zwar noch hingenommen wird, aber eigentlich nicht mehr dem Soll entspricht.
Darstellung der Erfindung Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Schlagschere bereit zu stellen, bei der diese Nach- teile vermindert sind. Diese Aufgabe wird gelöst durch die kenn¬ zeichnenden Merkmale von Anspruch 1. Dadurch, dass die Messerträger über Blattfe¬ deranordnungen miteinander in Verbindung stehen, ergibt sich eine eingeschränkte Relativbewegung der Messerträger gegeneinander: Blattfedern sind ihrem Blatt entlang ver¬ biegbar, allenfalls tordierbar, jedoch um die schmale Seite des Blattes nicht biegbar, sondern steif. Dadurch, dass der elastische Deformationsbe- reich der Blattfederanordnungen den maximalen Bereich der Relativbewegung, das heisst den maximalen Arbeitshub, be¬ stimmt, verbleibt kein Raum für eine andere Bewegung der Messerträger im Hinblick auf den Arbeitshub, unabhängig von einer eventuellen zusätzlichen Lagerung der Messer- träger. Schliesslich muss (bzw. kann) eine Blattfe¬ deranordnung, wenn einmal richtig dimensioniert, nicht eingestellt werden; auch ist sie verschleissfrei. Mit anderen Worten ist es so, dass durch den Einsatz von Blattfederanordnungen gemäss Anspruch 1 z.B. Säulengestelle ersetzt werden können, womit Verschleiss und Einstellarbeiten an einer erfindungsgemässen Schlag¬ schere entsprechend vermindert sind. Über die gestellte Aufgabe hinaus ergibt sich bei einer bevorzugten Ausführungsform nach Anspruch 2 eine vollkommen verschleissfreie und einstellfreie Lage¬ rung des bewegten Messerträgers, da dieser schwimmend an mindestens zwei Blattfederanordnungen aufgehängt ist, de¬ ren Deformationsbereich den Pfad der Relativbewegung, das heisst den Pfad des Arbeitshubs, vollständig definiert, mithin jede andere oder zusätzliche Lagerung des bewegten Messerträgers unnötig macht.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen Bevorzugte Ausführungsformen werden nachste¬ hend anhand der Figuren näher beschrieben.
Es zeigt: Figur 1 eine Ansicht der erfindungsgemässen Schlagschere in Richtung des Vorschubs von zu zerschnei¬ denden Blechtafeln oder eines zu zerschneidenden Blech¬ streifens, und Figur 2 einen Querschnitt durch die Schlag- schere von Figur 1 entlang der Ebene A.
Wege zur Ausführung der Erfindung Figur 1 zeigt eine dreidimensionale Ansicht einer erfindungsgemässen Schlagschere 1, mit einer Rah¬ menstruktur 2, bestehend aus den Seitenteilen 3 und 4 so¬ wie einer Rückwand 5. Eine vordere Wand der Rahmenstruk- tur 2 ist zur Entlastung der Figur weggelassen; die Blickrichtung auf das Innere der Schlagschere 1 ent¬ spricht der Vorschubrichtung eines zu zerschneidenden Blechstreifens oder zu zerschneidender Blechtafeln. Zur Entlastung der Figur ebenfalls weggelassen ist ein Vor¬ schubtisch mit den entsprechenden Organen für den schrittweisen Vorschub des Bleches, welcher konventionell ausgeführt werden kann. Die Seitenteile 3 und 4 schliessen zwischen sich einen unteren Messerträger 10 ein, der mit den Sei¬ tenteilen 3,4 verbunden, d.h. an diesen fest abgestützt ist. Er weist einen Körper 11 mit einem kastenförmigen, hier im wesentlichen dreieckigen Hohlprofil auf und trägt ein unteres Messer 12. Ein oberer Messerträger 20 besitzt einen Kör¬ per 21 mit ebenfalls einem kastenförmigen (dreieckigen) Hohlprofil, und trägt ein oberes Messer 22 (Figur 2) . Er ist über dem unteren Messerträger 10 angeordnet und in der Rahmenstruktur 2 beweglich gelagert, so dass er eine auf und ab Bewegung, auf den unteren Messerträger 10 zu und von diesem weg, ausführen kann. Diese Bewegung ent¬ spricht einerseits dem Arbeitshub des Messerträgers 20 zum Schnitt eines Bleches (angedeutet durch den Doppel¬ pfeil 23), und entspricht andererseits der Relativbewe- gung zwischen dem beweglichen Messerträger 20 und dem fest angeordneten Messerträger 10. Der Arbeitshub 23 wird ausgelöst durch einen vertikal angeordneten Hydraulikzylinder 30 eines nicht näher dargestellten Antriebs konventioneller Bauart für den Messerträger 20, welcher einerseits an einer Brücke 6 der Rahmenstruktur 2 festgelegt ist und andererseits auf eine Krafteinleitungstelle 24 in einer Begrenzungswand 25 des kastenförmigen Profils des Messerträgers 20 wirkt. Die Figur zeigt weiter eine als Blattfeder 40 ausgebildete Blattfederanordnung, eine als Blattfeder 43 ausgebildete Blattfederanordnung und, teilweise sichtbar, weitere, als Blattfeder 46 sowie als Blattfeder 49 ausge¬ bildete Blattfederanordnungen. Der obere Messerträger 20 ist an den Blattfe¬ dern 40,43,46 und 49 schwimmend aufgehängt. Die Blattfedern 40, 43 erstrecken sich paral¬ lel zum Messerträger 20. Die Blattfedern 46,49 verlaufen senkrecht zum Messerträger 20 und senkrecht zu dessen Ar¬ beitshub 23. Die Blattfedern 40,43,46 und 49 liegen in pa- rallelen Ebenen; die Blattfedern 46,49 in einer gemeinsa¬ men Ebene. Die Blattfeder 40 ist an ihrem einen Ende 41 mit dem Körper 21 des oberen Messerträgers 20 verbunden, über ein Verbindungselement 26, dass an einer Verstei- fungsrippe 13 des Körpers 21 angeordnet ist und eine ge¬ eignete Befestigungsfläche für das Ende 41 besitzt. Das andere Ende 42 der Blattfeder 40 ist über ein Widerlager 7 des Seitenteils 3 an diesem und damit an der Rahmen¬ struktur 2 festgelegt (und damit wiederum gegenüber dem unteren Messerträger 10, der seinerseits am Seitenteil 3 festgelegt ist) . Ebenso die Blattfeder 43, welche einer¬ seits mit ihrem einen Ende 44 über ein geeignetes, rip- penförmiges Verbindungselement 27 fest am Körper 21 des Messerträgers 20 und andererseits mit ihrem anderen Ende 45 über ein Widerlager 8 fest am Seitenteil 3 (und am Messerträger 10) angeordnet ist. Die Blattfedern 40,43 sind fest mit ihren Wi¬ derlagern 7,8 und den Verbindungselementen 26,27 verbun¬ den z.B. durch Verschraubung oder Schweissung, derart, dass sie sich S-förmig bzw. treppenförmig verbiegen, wenn der Arbeitshub 23 ausgeführt wird. Es versteht sich von selbst, dass die Blatt¬ federn 40,43 aus der Ebene ihrer Federblätter hinaus nach oben oder unten, d.h. in Richtung der Vertikalen, biegbar sind, nicht aber um ihre Schmalseite, d.h. in Richtung der Horizontalen, der Messerträger 20 ist also so gela- gert, dass der in der Horizontalen fixiert ist und in der Vertikalen bewegt werden kann. Damit stellt diese Anordnung eine Paralle¬ laufhängung des Messerträgers 20 dar, wobei der elasti- sehe Deformationsbereich der Blattfedern 40,43 den maxi¬ malen Bereich der Relativbewegung zwischen den Messerträ¬ gern 10,20 bestimmt. Weiter ist durch die gezeigte Anord¬ nung der Blattfedern 40,43 ausschliesslich eine Bewegung des Messerträgers 20 in Richtung des Arbeitshubs 23 zu- lässig; d.h., dass durch die dargestellte, schwimmende Aufhängung des Messerträgers 20 an den Blattfedern 40,43 ist der Pfad der Relativbewegung der Messerträger 10,20 vollständig definiert. Zusätzlich ist dargestellt, dass die beiden Messerträger 10,20 miteinander über die Blattfedern 40,43 in Verbindung stehen, wobei der Seitenteil 3 mit den Wi¬ derlagern 7,8 sowie die Verbindungselemente 26,27 Be¬ standteile der Verbindung sind. Weitere Verbindungselemente oder Widerlager 60,62 des unteren Messerträgers 10 dienen als Befesti¬ gungspunkte für die Blattfedern 46,49, wie dies nachste¬ hend in Figur 2 näher erläutert wird: Figur 2 zeigt einen in der Ebene A gelegenen Schnitt durch die Schlagschere von Figur 1 mit Blickrich- tung gegen deren Seitenteil 3. Ersichtlich sind damit der Seitenteil 3 sowie die Rückwand 5 sowie die vordere Wand 8 der Rahmenstruktur 2 (wobei in Figur 1 die vordere Wand 8 weggelassen worden ist) . Ebenfalls ersichtlich sind der untere Messer- träger 10 mit seinem Körper 11, der als kastenförmiges, im wesentlichen dreieckiges Hohlprofil ausgebildet ist, und das auf dem Messerträger 10 angeordnete, untere Mes¬ ser 12. Unten am aus einem ebenfalls im wesentlichen dreieckförmigen Hohlprofil gebildeten Körper 21 des obe- ren Messerträgers 20 ist das obere Messer 22 angeordnet. Weiter dargestellt sind die Widerlager 7,8 sowie die an Ihnen festgelegten Enden 41,44 der Blattfe¬ dern 40,43. Am gezeigten Ende des unteren Messerträgers 10 (d.h. sein an den Seitenteil 3 anstossendes Ende) ist das Verbindungselement oder Widerlager 60 horizontal an¬ geordnet, welches vorzugsweise mit dem Seitenteil 3 eben¬ falls fest verbunden ist, und dann als Widerlager be¬ trachtet werden kann, und ohne Verbindung mit den Seiten- teil 3 ein Verbindungselement ist. Am gezeigten Ende des oberen, beweglichen Messerträgers 20 ist ein als Verbin¬ dungsarm 61 ausgebildetes Verbindungselement angeordnet, ebenfalls horizontal, das vom Widerlager 60 (bzw. Verbin¬ dungselement 60) weg weist. Der Fachmann kann, je nach Auslegung der Rahmenstruktur 2, ein Widerlager 60 oder ein Verbindungselement 60 vorsehen. Die den Messerträgern 10,20 gemeinsame Blatt¬ feder 46 ist mit ihrem einen Ende 47 am Widerlager 60 und mit ihrem anderen Ende 48 am Verbindungsarm 61 festge- legt; da Widerlager 60 und Verbindungselement 61 vonein¬ ander wegweisen, besitzt die Blattfeder 46 eine erhebli¬ che Länge. Auf der anderen Seite, das heisst im Bereich des Seitenteils 4, sind die Messerträger 10,20 über ihre gemeinsame Blattfeder 49 auf dieselbe Weise verbunden, wie dies im Bereich des Seitenteils 3 gezeigt ist; die Aufhängung des Messerträgers 20 über die Blattfedern 46,49 ist an beiden Seitenteilen 3,4 identisch ausgebil¬ det. Im Betrieb werden durch eine erfindungsgemä- sse Schlagschere 1 bevorzugt (aber nicht ausschliesslich) Bleche oder Blechstreifen einer Breite zwischen 500 bis 1200 mm geschnitten, mit einer Dicke von 0,08 bis 1,5 mm, besonders bevorzugt 0,12 bis 0,4 Millimeter. Die Schnitt- luft beträgt dann z.B. 0,01 mm; die benötigte Pressekraft kann 10 bis 13 t oder mehr erreichen. Bei der genannten Dicke des zu zerschneiden¬ den Bleches kann der Arbeitshub auf wenige mm, z.B. drei bis fünf mm, beschränkt werden. Der Hydraulikzylinder 30 bringt den Schnittdruck auf und verschiebt den Messerträ- ger 20 in seinem unteren Totpunkt; wirkt der Hydraulikzy¬ linder 30 zweiseitig, ergibt sich eine Zwangsführung des Messerträgers 20, das heisst er hebt diesen ebenfalls an. Wirkt der Hydraulikzylinder 30 nur einseitig, wird der Messerträger 20 durch die Blattfedern 40, 43,46 und 49 zurück in den oberen Totpunkt gehoben. Durch die Bewegung der Messerträger 10,20 aufeinander zu und voneinander weg, bedingt durch die Fe¬ derung der Bla.t-t.f-ed.ejiOι..A0.,-_43, 46-und 49,--bzw. der Ver¬ schiebung deren Enden 41,42; 44,45; 47,48 und 50,51 er- gibt sich der Arbeitshub. Dabei ist es so, dass die Widerlager' 60, 62 in Ruhe bleiben und sich die Verbindungselemente 61,63 auf einem Bogen (welcher durch die S-förmige Deformation der Blattfedern 46,49 nicht genau einem Kreisbogen ent- spricht) auf und ab bewegen. Der "Radius" dieses Bogens ist gegeben durch die Länge der Blattfedern 46,49; je grösser die Länge der Blattfedern 46,49 bei gegebenem Ar¬ beitshub 23 gewählt wird, desto kleiner fällt die durch die bogenförmige Bewegung bedingte horizontale Verschie- bung der Messer 12,22, das heisst die laufende Verände¬ rung der Schnittluft während dem Arbeitshub 23, aus. Einerseits kann diese Veränderung der Schnittluft minimiert werden, in dem die Widerlager 60,62 und die Verbindungselemente 61,63 voneinander wegweisen und möglichst lange gewählt werden, was zu einer grossen Länge der Blattfedern 46,49 (und damit des Bogenradius) führt. Andererseits kann diese Veränderung der Schnitt¬ luft vorteilhaft genutzt werden: sind die Blattfedern 46,49 leicht erhöht angeordnet, derart, sich die Schnitt- luft beim Schnittvorgang selbst bereits verkleinert, er¬ gibt sich eine gewisse Restriktion des Eingangs erwähnten Effekts, wonach die Messer 12,22 beim Schneidvorgang durch elastische Deformation der Rahmenstruktur 2 und der Messerträger 10,20 horizontal auseinander getrieben wer¬ den, was der Schnittqualität zuträglich ist. Je nach vorgesehenen Schnittparametern und vorgesehenem Material kann der Fachmann die Länge der Blattfedern 46,49 sowie deren genaue Höhe gegenüber den Messern 10,12 bestimmen und so, wie oben beschrieben, die Schnittluft bzw. deren Veränderung während dem Schnitt günstig beeinflussen. Durch die bogenförmige Bewegung des Messers 10 während dem Arbeitshub 23 ergibt sich weiter, dass die Blattfeder 40 leicht tordiert wird; die Blattfeder 43 steht aber dieser Torsion (und der bogenförmigen Bewegung des Messers 10) entgegen; die Aufhängung des Messerträ- gers 20 in der gezeigten Art, einschliesslich der Blatt¬ feder 43, ist statisch überbestimmt und erscheint unzu¬ lässig. Werden nun Blattfedern mit einer erheblichen Länge, z.B. 500 mm, eingesetzt und ein Arbeitshub von 4 Millimeter angenommen, beträgt die horizontale Verschie¬ bung der Messer 12,22 , bzw. die Veränderung der Schnitt¬ luft, 0,005 mm. Dies führt, wie Versuche gezeigt haben, nur, aber immerhin, zu einer gegenseitigen Verspannung der Blattfedern 40,43,46,49 während dem Schnittvorgang, was schliesslich wegen der durch die Verspannung bewirk¬ ten genaueren Führung der Messer 10, 12 ebenfalls in der Schnittqualität zuträglich ist. Es hat sich gezeigt, dass vorteilhafterweise Blattfedern eingesetzt werden, deren Breite das zehnfa- che, vorzugsweise das Fünfzehnfache und besonders bevor¬ zugt das Sechzehnfache ihrer Dicke beträgt. Zudem beträgt Ihre Länge vorteilhafterweise mindestens das Einfache, vorzugsweise das Doppelte und besonders bevorzugt das Zweieinhalbfache ihrer Breite. Wie in der Beschreibung zu Figur 1 erwähnt, ist durch die schwimmende Aufhängung des Messerträgers 20 an den Blattfedern 40,43 bereits eine genügende Führung gegeben, um zur erforderlichen Schnittqualität zu kommen. Eine verbesserte Lagerung des Messerträgers 20 ergibt sich durch die Aufhängung an Blattfedern 46,49, quer zum Messerträger 20, wobei zusätzlich eine Blattfeder 40, parallel zum Messerträger 20, vorgesehen wird. Schliesslich kann die Schnittqualität noch einmal positiv beeinflusst werden, in dem eine vierte Blattfeder 43, ebenfalls parallel zum Messerträger 20, angeordnet wird, was der in den Figuren 1 und 2 gezeig- ten, bevorzugten Ausführungsform entspricht. Bei einer weiteren Ausfϋhrungsform ist es möglich, vier Blattfedern vorzusehen, welche alle paral¬ lel zueinander angeordnet sind und je die Konfiguration der in den Figuren 1 und 2 gezeigten Blattfedern 46,49 besitzen. Dann ist der Messerträger 20 in seinen vier Eckpunkten geführt und bewegt sich translatorsich dem Ar¬ beitshub 23 entlang auf und ab. Es ergibt sich, dass erfindungsgemäss minde¬ stens zwei, aber auch drei oder vier oder mehr als vier Blattfedern für die Aufhängung des Messerträgers 20 ein¬ gesetzt werden können; eine Anordnung der jeweiligen Blattfedern parallel oder senkrecht zum Messerträger 20 ergibt sich, wie auch deren Anzahl, aus dem Schnittpara¬ metern und der geforderten Schnittqualität. Auch können z.B. die Blattfedern 40,43 nicht auf derselben Seite des Messerträgers 10, sondern auf verschiedenen Seiten angeordnet werden. Bis beeinflusst die Art der sich ergebenden Verspannung der Blattfedern 40,43 gegebenenfalls weiter 46,49. Die erfindungsgemässe Verwendung von Blattfe¬ dern ist nicht auf eine Ausführungsform beschränkt, bei welchem der untere Messerträger 10 fest und nur der obere Messerträger 20 beweglich angeordnet ist. Solange die Re¬ lativbewegung der Messerträger 10,20 über erfindungsge- mäss eingesetzte Blattfedern erfolgt, das heisst die Mes¬ serträger 10,20 miteinander über die Blattfedern in Ver- bindung stehen, wird die Aufgabe, die der vorliegenden Erfindung zu Grunde liegt, gelöst. Bei noch einer weiteren Ausführungsform (wel¬ che in den Figuren nicht dargestellt ist) sind die Blatt- federanordnungen nicht mit dem einen Ende an dem einen Messerträger und mit dem anderen Ende an dem anderen Mes¬ serträger angeordnet, sondern stehen mit beiden Enden mit dem einen Messerträger in Verbindung und über den Feder¬ körper mit dem anderen Messerträger. Dann sind die Blatt- federanordnungen endseitig gegenüber dem einen Messerträ¬ ger so zu verankern, dass diese in Ruhestellung bogenför¬ mig ausgebildet sind und der Federweg (das heisst der Ar¬ beitshub 23) gegen die Verankerung, auf sie zu und von dieser weg, erfolgt. Durch solch eine Anordnung wird ein strikt linearer Arbeitshub 23 erzielt. Wird solch eine Anordnung an Stelle der in den Figuren 1 und 2 gezeigten Verbindung der Messerträger 10,20 über die Blattfedern 46,49 verwendet, entfällt natürlich die Verspannung der Blattfedern 40,43, was wiederum in je nach Schnittparame- tern und Material wünschenswert (oder nicht) sein kann. Natürlich liegt es im Bereich der Erfindung, bei solchen Blattfederanordnungen (mit beiden Enden am einen Messer¬ träger verankert) nicht die in den Figuren 1 und 2 ge¬ zeigte Ausrichtung der Blattfedern 40,43 zu verwenden, sondern wie oben erwähnt, alle vier Blattfederanordnungen parallel zueinander anzuordnen. Bei der Ausführungsform gemäss den Figuren 1 und 2 sind die Blattfederanordnungen als einzelne Blatt¬ feder ausgebildet; es können jedoch auch Federpakete aus gestapelten Blattfedern oder eine andere Konfiguration zusammengesetzter Blattfedern verwendet werden, solange sich die Funktion der in den Figuren 1 und 2 dargestell¬ ten Blattfedern 40, 43,46 und 49 ergibt. Soll, wie oben beschrieben, die Anzahl, Kon- figuration und Anordnung der Blattfederanordnungen gegen¬ über dem in den Figuren 1 und 2 dargestellten, bevorzug¬ ten Ausführungsbeispiel auf Grund von speziellen Schnitt- Parametern bzw. speziellem Material oder sonstigen, spe¬ ziellen Anforderungen abweichend gewählt werden, kann der Fachmann die beste Lösung leicht an Hand von Versuchen ermitteln. Während in der vorliegenden Anmeldung bevor¬ zugte Ausführungsformen der Erfindung beschrieben sind, ist klar darauf hinzuweisen, dass die Erfindung nicht auf diese beschränkt ist und auch in anderer Weise innerhalb des Umfanges der folgenden Ansprüche ausgeführt werden kann.
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