| Ansprüche: 1. Haarfarbe- Auftrage-Pinsel mit einem Borstenkopf (10), einem Griffabschnitt (14) und einem Endabschnitt (18) zum Abteilen von Haaren, der in einem Winkel zu dem Griffabschnitt (14) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Endabschnitt (18) über ein Verbindungsstück (26) mit dem Griffabschnitt verbunden ist, wobei ein dem Griffabschnitt (14) zugewandtes Ende (22) des Endabschnitts (18) in einem Abstand (32) von dem Griffabschnitt (14) angeordnet ist. 2. Haarfarbe- Auftrage-Pinsel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Borstenkopf (10) flach ist und sich das dem Griffabschnitt (14) zugewandte Ende (22) des Endabschnitts (18) in einem Abstand (32) von der Ebene befindet, in der der Borstenkopf (10) und der Griffabschnitt (14) angeordnet sind. 3. Haarfarbe- Auftrage-Pinsel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Borstenkopf (10) flach ist und der Griffabschnitt (14) und der Endabschnitt (18) in der Ebene des Borstenkopfs (10) angeordnet sind. 4. Haarfarbe-Auftrage-Pinsel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Borstenkopf (10) flach ist und der Endabschnitt (18) in einer Ebene angeordnet ist, die in einem Abstand (32) und parallel zur Ebene des Borstenkopfes (10) und des Griffabschnitts (18) verläuft. 5. Haarfarbe-Auftrage-Pinsel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand (32) zwischen dem dem Griffabschnitt (14) zugewandten Ende (22) des Endabschnitts (18) und dem Griffabschnitt (14) 2 cm bis 5 cm beträgt. 6. Haarfarbe- Aufträge-Pinsel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand (32) des dem Griffabschnitt (14) zugewandten Endes (22) des Endabschnitts (18) von einem vorderen Bereich des Griffabschnitts (14) kleiner ist als von allen übrigen Bereichen des Griffabschnitts (14). 7. Haarfarbe- Auftrage-Pinsel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand (32) des dem Griffabschnitt (14) zugewandten Endes (22) des Endabschnitts (18) von einem Längsabschnitt des Griffabschnitts (14) kleiner ist als von allen übrigen Bereichen des Griffabschnitts (14), wobei der Längsabschnitt sich von der Mitte des Griffabschnitts (14) bis zum Mittelpunkt zwischen der Mitte des Griffabschnitts (14) und dessen hinterem Ende (16) erstreckt. 8. Haarfarbe-Auftrage-Pinsel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsstück (26) eine Länge von 3 cm bis 14 cm aufweist. 9. Haarfarbe-Auftrage-Pinsel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsstück (26) einen starren Abschnitt (28) aufweist. 10. Haarfarbe-Auftrage-Pinsel nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der starre Abschnitt (28) in einem Winkel im Bereich von 30° bis 60° zu dem Griffabschnitt (14) angeordnet ist. 11. Haarfarbe- Auftrage-Pinsel nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsstück (26) starr ist und entweder starr mit dem Griffabschnitt (14) und dem Endabschnitt (18) verbunden oder einteilig mit dem Griffabschnitt (14) und dem Endabschnitt (18) ausgebildet ist. 12. Haarfarbe- Auftrage-Pinsel nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsstück (26) ein plastisch verformbares Biegelement (36) aufweist. 13. Haarfarbe- Auftrage-Pinsel nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das plastisch verformbare Biegelement (36) zwischen dem starren Abschnitt (28) und dem Griffabschnitt (14) angeordnet ist und eine Einstellung des Winkels (ß) zwischen den beiden mindestens in dem Winkelbereich von 30° bis 60° erlaubt. 14. Haarfarbe- Auftrage-Pinsel nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass das plastisch verformbare Biegelement bzw. ein zweites plastisch verformbares Biegelement (38) des Verbindungsstücks (26) zwischen dem starren Abschnitt (28) und dem Endabschnitt (18) angeordnet ist. 15. Haarfarbe- Auftrage-Pinsel nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der starre Abschnitt(28) des Verbindungsstücks (26) und der Endabschnitt (18) starr miteinander verbunden oder einteilig ausgebildet sind. 16. Haarfarbe- Auftrage-Pinsel nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsstück (26) einen Abstand zum Griffabschnitt (14) einhält, der ein bequemes Ergreifen des Griffabschnitts (14) mit den Fingern ermöglicht. 17. Haarfarbe- Auftrage-Pinsel nach einem der Ansprüche 1 bis 10 oder 12 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Endabschnitt (18) gegenüber dem Griffabschnitt (14) in unterschiedliche Winkelstellungen einstellbar ist. 18. Haarfarbe- Auftrage-Pinsel nach einem der Ansprüche 1 bis 10 oder 12 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsstück (26) an mindestens zwei voneinander beabstandeten Punkten in unterschiedliche Winkelstellungen einstellbar ist. 19. Haarfarbe- Auftrage-Pinsel nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Griffabschnitt (14) und der Endabschnitt (18) aus Kunststoff gefertigt sind und das Verbindungsstück (26) von dem Kunststoff ummantelt ist. 20. Haarfarbe- Auftrage-Pinsel nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsstück (26) ein Verstellelement aufweist, das ein Anordnen des Endabschnitts (18) bezüglich des Griffabschnitts (14) in zwei spiegelsymmetrisch zu einander befindlichen Positionen ermöglicht. 21. Haarfarbe- Auftrage-Pinsel nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstellelement eine Steckverbindung (40) aufweist, die in zwei um einen bestimmten Winkel verdrehten Stellungen verbindbar ist. 22. Haarfarbe- Auftrage-Pinsel nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstellelement ein plastisch verformbares Biegelement aufweist. 23. Haarfarbe- Auftrage-Pinsel nach einem der Ansprüche 20 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstellelement ein Drehgelenk aufweist. 24. Haarfarbe- Auftrage-Pinsel nach einem der Ansprüche 20 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstellelement am oder nahe dem dem Griffabschnitt (14) zugewandten Ende (22) des Verbindungsstücks (26) angeordnet ist. 25. Haarfarbe- Auftrage-Pinsel nach einem der Ansprüche 20 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstellelement innerhalb des starren Abschnitts (28) des Verbindungsstücks (26) oder zwischen dem starren Abschnitt (28) des Verbindungsstücks (26) und dem Griffabschnitt (14) angeordnet ist. 26. Haarfarbe-Auftrage-Pinsel nach einem der Ansprüche 1 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass der Borstenkopf (10) lösbar mit dem Griffabschnitt (14) verbindbar ist. 27. Haarfarbe-Auftrage-Pinsel nach einem der Ansprüche 1 bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsstück (26) einen gekrümmten Abschnitt (46) aufweist, dessen Scheitelpunkt (48) in einem in Richtung des Endabschnitts (18) gerichteten Abstand (50) von einer gedachten Verbindungslinie (52) zwischen dem dem Griffabschnitt (14) zugewandten Ende (22) des Endabschnitts (18) und dem hinteren Ende (16) des Griffabschnitts (14) angeordnet ist. 28. Haarfarbe-Auftrage-Pinsel nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass der gekrümmte Abschnitt (46) etwa halbkreisförmig ist, wobei ein Ende des Halbkreises in Längsrichtung des Endabschnitts (18) angeordnet ist und zu dessen dem Griffabschnitt (14) zugewandten Ende (22) zeigt und das andere Ende des Halbkreises über einen weiteren gekrümmten Abschnitt (54) des Verbindungsstücks (26) mit dem Griffabschnitt (14) verbunden ist. |
Die Erfindung betrifft einen Haarfarbe-Auftrage-Pinsel mit einem Borstenkopf, einem Griffabschnitt und einem Endabschnitt zum Abteilen von Haaren, der in einem Winkel zu dem Griffabschnitt angeordnet ist.
Derartige Haarfarbe-Auftrage-Pinsel werden zum Aufragen von Haarfarbe insbesondere im Bereich des Haaransatzes verwendet. Dabei werden mit dem Endabschnitt zum Abteilen von Haaren Teile des Haars abgeteilt, so dass die durch das Abteilen gut zugänglichen Haaransätze mit dem Borstenkopf mit Farbe versehen werden können. Der Arbeitsablauf erfordert in der Regel einen abwechselnden Gebrauch des Endabschnitts zum Abteilen von Haaren und des Borstenkopfes zum Auftragen der Farbe. Durch die Anordnung des Endabschnitts in einem Winkel zu dem Griffabschnitt wird insbesondere dieser abwechselnde Gebrauch erleichtert, weil im Gegensatz zu herkömmlichen Haarfarbe-Auftrage-Pinseln, bei denen Griffabschnitt und Endabschnitt in der gleichen Richtung entlang einer Geraden angeordnet sind, kein vollständiges Umdrehen des Pinsels in der Hand und kein fortwährendes Umgreifen erforderlich ist.
Aus dem US-Patent Nr. 5,499,637 ist ein aufsteckbarer Handgriff bekannt geworden, der auf einen herkömmlichen, geradlinigen Haarfarbe-Auftrage-Pinsel mit einem Borstenkopf und einem Griffabschnitt aufgesteckt wird und einen zusätzlichen Endabschnitt zum Abteilen von Haaren bildet. Der aufgesteckte Handgriff erstreckt sich unmittelbar vom Griffabschnitt des Pinsels ausgehend und in rechtem Winkel dazu. Der aufsteckbare Handgriff, der Griffabschnitt und der Borstenkopf des Pinsels liegen bei der bekannten Anordnung in einer Ebene.
BESTÄΉGUNGSKOPIE Aus dem US-Patent Nr. 6,240,928 Bl ist ein Haarfärbe- Werkzeug bekannt, das einen Haarfarbe- Auftrage-Pinsel mit einem Kamm kombiniert. Der Kamm hat einen Endabschnitt zum Abteilen von Haaren und ist mit einem Griffabschnitt des Pinsels über eine Schraub Verbindung drehbar verbunden. Dadurch kann der Pinsel in eine bevorzugte Winkelstellung relativ zu dem Kamm gebracht und das Werkzeug kann nach Gebrauch platzsparend zusammengeklappt werden.
Davon ausgehend ist es die Aufgabe der Erfindung, einen Haarfarbe- Auftrage-Pinsel zur Verfügung zu stellen, der ein ergonomischeres, einfacheres, schnelleres und sichereres Arbeiten ermöglicht.
Diese Aufgabe wird gelöst durch den Haarfarbe-Auftrage-Pinsel mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den sich anschließenden Unteransprüchen angegeben.
Der erfindungsgemäße Haarfarbe-Auftrage-Pinsel hat einen Borstenkopf, einen Griffabschnitt und einen Endabschnitt zum Abteilen von Haaren, der in einem Winkel zu dem Griffabschnitt angeordnet ist, wobei der Endabschnitt über ein Verbindungsstück mit dem Griffabschnitt verbunden ist und ein dem Griffabschnitt zugewandtes Ende des Endabschnitts in einem Abstand von dem Griffabschnitt angeordnet ist.
Die Borsten oder Haare des Pinsels sind in dem Borstenkopf gehalten. Der Griffabschnitt und der Endabschnitt zum Abteilen von Haaren können insbesondere aus Kunststoff gefertigt sein. Endabschnitt und Griffabschnitt haben jeweils eine Längsachse, zwischen denen der Winkel ausgebildet ist. Beide können eine langgestreckte Form haben. Der Griffabschnitt kann ganz oder teilweise mit einer rutschhemmenden Oberfläche versehen sein, beispielsweise in Form einer Oberflächenstruktur oder einer Beschichtung. Besonders bevorzugt ist eine Latexbeschichtung oder -einlage, insbesondere in einem mit den Fingerspitzen zu ergreifenden Abschnitt des Griffabschnitts.
Durch die Anordnung des Endabschnitts zum Abteilen von Haaren in einem Winkel zu dem Griffabschnitt wird ein abwechselnder Gebrauch des Borstenkopfes und des Endabschnitts zum Abteilen von Haaren erleichtert und ist insbesondere ohne Umgreifen am Griffabschnitt möglich. Nach der Verwendung des Borstenkopfes kann der Endabschnitt zum Abteilen von Haaren in aller Regel durch ein leichtes Abknicken im Handgelenk und/oder eine Schwenkbewegung in den Fingern in eine Position gebracht werden, in der der Endabschnitt zum Abteilen von Haaren verwendet werden kann, und umgekehrt. Dabei kann in beiden Arbeitspositionen mit viel Fingerspitzengefühl gearbeitet werden. Der Haarfarbe-Auftrage-Pinsel kann auch beim Wechsel zwischen den beiden genannten Arbeitsstellungen stetig mit den Fingern oder den Fingerspitzen am Griffabschnitt gehalten werden. Zusätzlich kann das Verbindungsstück beispielsweise mit einem Fingerrücken oder der Seite eines Fingers gestützt werden, um die Position des Pinsels in der Hand mit geringem Kraftaufwand und weitgehend ermüdungsfrei halten zu können.
Der Griffabschnitt hat ein vorderes Ende, an dem der Borstenkopf angeordnet ist, und ein hinteres Ende, das von dem Borstenkopf entfernt ist. Der Endabschnitt zum Abteilen von Haaren hat ein vorderes Ende, an dem eine Spitze ausgebildet ist, mit der der Endabschnitt unter das Haar geführt werden kann, und ein dem Griffabschnitt zugewandtes Ende, das von der Spitze entfernt ist. Der Endabschnitt kann eine geradlinige oder leicht geschwungene oder gebogene Form aufweisen. Die Spitze des Endabschnitts ist von dem Griffabschnitt weg gerichtet. Das Verbindungsstück verbindet bevorzugt das hintere Ende des Griffabschnitts mit dem dem Griffabschnitt zugewandten Ende des Endabschnitts. Durch den Abstand zwischen dem dem Griffabschnitt zugewandten Ende des Endabschnitts und dem Griffabschnitt gibt es zwischen den beiden einen Freiraum, so dass der Griffabschnitt einfach mit den Fingern ergriffen werden kann, ohne dabei merklich durch den Endabschnitt behindert oder in der Freiheit der Hand- und Fingerhaltung eingeschränkt zu werden.
Die verbesserte Ergonomie des erfindungsgemäßen Haarfarbe-Auftrage-Pinsels ist in vielerlei Hinsicht von Vorteil. Erstens wird ein ermüdungsfreieres Halten des Pinsels ermöglicht. Dies ist von entscheidender Bedeutung, weil gerade im Friseurhandwerk im Bereich der Hände, Handgelenke und Arme häufig auf eine Überlastung zurückzuführende Erkrankungen auftreten, die das Wohlbefinden und die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigen können.
Zweitens kann wesentlich schneller als mit herkömmlichen Haarfarbe-Auftrage- Pinseln gearbeitet werden, weil der Wechsel zwischen den beiden Arbeitsstellungen weniger Zeit in Anspruch nimmt. Über einen Rationalisierungseffekt hinaus ist dieser Zeitvorteil gerade beim Auftragen von Haarfarbe, deren Einwirkdauer für den Erfolg entscheidend ist, besonders wichtig.
Drittens kann sicherer gearbeitet werden, weil die Gefahr des Fallenlassens des Pinsels durch die bessere Handhabbarkeit des Pinsels verringert wird. Insbesondere wenn sich am Borstenkopf noch Farbe befindet, können bei einem Herunterfallen des Pinsels Verschmutzungen entstehen. Im schlimmsten Fall kann die unter Umständen gesundheitsschädliche Haarfarbe auch spritzen und dabei in das Gesicht oder sogar in die Augen einer Kundin oder eines Kunden gelangen. Der Winkel zwischen dem Endabschnitt und dem Griffabschnitt kann beispielsweise 45° bis 135° betragen. Besonders bevorzugt ist ein Winkel im Bereich zwischen 65° und 1 15°. Als aus ergonomischen Gesichtspunkten für viele Benutzer ideal hat sich ein Winkel von ungefähr 90°, bevorzugt exakt 90°, herausgestellt. In den genannten Winkelbereichen lässt sich der Haarfarbe- Auftrage-Pinsel optimal handhaben.
Der Griffabschnitt kann einen sechseckigen Querschnitt aufweisen. Dadurch ist der Griffabschnitt besonders sicher zu ergreifen. Bei einem flachen Borstenkopf sind zwei Flachseiten des sechseckigen Querschnitts bevorzugt parallel zur Ebene des Borstenkopfes angeordnet. Dadurch kann der Pinsel zwischen den Fingern besonders einfach seitlich gedreht werden.
Der Endabschnitt kann sich in Richtung von dem Griffabschnitt weg verjüngen. Die Verjüngung ist bevorzugt konisch. Bevorzugt ist der Endabschnitt am Ende abgerundet. Dies ist für das einfachere und sichere Abteilen von Haaren besonders zweckmäßig.
Die Länge des Griffabschnitts kann beispielsweise 5 cm bis 8 cm betragen. Besonders bevorzugt ist eine Länge von 6 cm. Versuche haben ergeben, dass bei einer Länge in dem genannten Bereich der Pinsel besonders einfach und sicher ergriffen werden kann und gleichzeitig sowohl der Endabschnitt als auch der Borstenkopf ohne Umgreifen am Griff in eine günstige Arbeitsstellung gebracht werden können.
Die Länge des Endabschnitts kann beispielsweise 6 cm bis 12 cm betragen. Besonders bevorzugt ist eine Länge von ungefähr 9 cm, insbesondere von ungefähr 7,5 cm. Mit einem Endabschnitt der genannten Länge ist ein besonders bequemes und feinfühliges Abteilen von Haaren möglich. Der Borstenkopf kann mit Borsten aus Polyester besetzt sein. Die Borsten können eine mittlere Stärke aufweisen. Sie weisen dann günstige Flexibilitätseigenschaften auf und sind zudem gegenüber den verwendeten Haarfarben chemisch beständig.
In einer Ausgestaltung ist der Borstenkopf flach und das dem Griffabschnitt zugewandte Ende des Endabschnitts befindet sich in einem Abstand von der Ebene in der der Borstenkopf und der Griffabschnitt angeordnet sind. Eine gedachte Gerade in Richtung des Griffabschnitts und eine gedachte Gerade in Richtung des Endabschnitts sind windschief angeordnet. Der Griffabschnitt befindet sich mit anderem Worten in einem radialen Abstand vom Endabschnitt. Dies ist für die Arbeit mit dem Endabschnitt besonders vorteilhaft, insbesondere weil auch zwischen den Fingern einer den Griffabschnitt haltenden Hand und den Haaren während des Abteilens leicht und bei lockerer Handhaltung ein Abstand eingehalten werden kann.
In einer Ausgestaltung ist der Borstenkopf flach und der Griffabschnitt und der Endabschnitt sind in der Ebene des Borstenkopfs angeordnet. Dies stellt eine besonders kompakte Anordnung dar.
In einer Ausgestaltung ist der Borstenkopf flach und der Endabschnitt ist in einer Ebene angeordnet, die in einem Abstand und parallel zur Ebene des Borstenkopfes und des Griffabschnitts verläuft. Mit anderen Worten verläuft der Endabschnitt in einem gleichmäßigen Abstand von der Ebene des Borstenkopfs und des Griffabschnitts. Bei normaler Handhabung des Pinsels, bei der der Griffabschnitt ähnlich wie ein Schreibgerät mit den Fingerspitzen gehalten wird, weist der Endabschnitt im Wesentlichen in eine seitliche Richtung. In dieser Stellung lässt er sich besonders einfach handhaben. Außerdem entspricht die Richtung des Endabschnitts einer durch die Flachseite der Borstenkopfes vorgegebenen Richtung, entlang der die Farbe aufgetragen und die Haare abgeteilt werden sollen.
Gemäß einer Ausgestaltung beträgt der Abstand zwischen dem dem Griffabschnitt zugewandten Ende des Endabschnitts und dem Griffabschnitt 2 cm bis 5 cm. Dieser Abstand ist für ein leichthändiges Arbeiten besonders günstig.
In einer Ausgestaltung ist der Abstand des dem Griffabschnitt zugewandten Endes des Endabschnitts von einem vorderen Bereich des Griffabschnitts kleiner als von allen übrigen Bereichen des Griffabschnitts. Mit anderen Worten ist der Endabschnitt bzw. dessen dem Griffabschnitt zugewandtes Ende relativ nahe am vorderen Ende des Griffabschnitts, das nahe dem Borstenkopf angeordnet ist, befindlich. Bei dieser Anordnung genügt eine besonders kleine Bewegung des Pinsels, um den Endabschnitt in eine günstige Arbeitsstellung zu bringen, nachdem mit dem Borstenkopf gearbeitet wurde, und umgekehrt. Gleichzeitig kann ein ausreichend großer Abstand des Endabschnitts zum Borstenkopf eingehalten werden, um beispielsweise ein unerwünschtes Auftragen von Farbe während des Gebrauchs des Endabschnitts zu vermeiden.
Gemäß einer alternativen Ausgestaltung ist der Abstand des dem Griffabschnitt zugewandten Endes des Endabschnitts von einem Längsabschnitt des Griffabschnitts kleiner ist als von allen übrigen Bereichen des Griffabschnitts, wobei der Längsabschnitt sich von der Mitte des Griffabschnitts bis zum Mittelpunkt zwischen der Mitte des Griffabschnitts und dessen hinterem Ende erstreckt. Es ist also das Ende des Endabschnitts „oberhalb" des zweithintersten Viertels des Griffabschnitts angeordnet. Diese Anordnung wird ebenfalls als ergonomisch besonders günstig empfunden. In einer Ausgestaltung hat das Verbindungsstück eine Länge von 3 cm bis 14 cm, insbesondere von 3 cm bis 10 cm. Besonders bevorzugt ist eine Länge von ungefähr 5 cm, so dass sich ein Abstand zwischen dem hinteren Ende des Griffabschnitts und dem dem Verbindungsstück zugewandten Ende des Endabschnitts von ungefähr 4,5 cm einstellt. Bei dieser Länge kann das Verbindungsstück so angeordnet werden, dass der Griffabschnitt leicht zugänglich bleibt und der Endabschnitt in der gewünschten Stellung gehalten wird. Insbesondere kann das Verbindungsstück einen bogenförmigen Verlauf nehmen. Das Verbindungsstück kann beispielsweise ausgehend von dem hinteren Ende des Griffabschnitts zunächst in Richtung des Griffabschnitts von dem Borstenkopf weg verlaufen, einen Bogen beschreiben und in einem Winkel zu dem Griffabschnitt „oberhalb" des Griffabschnitts teilweise in Richtung zu dem Borstenkopf zurückführen und schließlich in einem Abstand von dem Griffabschnitt am dem Griffabschnitt zugewandten Ende des Endabschnitts enden.
In einer Ausgestaltung weist das Verbindungsstück einen starren Abschnitt auf. Der starre Abschnitt kann geradlinig oder gekrümmt sein. Von den Enden des starren Abschnitts wird eine Längsrichtung definiert, die im Falle eines geradlinigen Abschnitts mit demselben zusammenfällt. Der geradlinige Abschnitt bzw. die Längsrichtung ist bevorzugt in einem Winkel im Bereich von 30° bis 60° zu dem Griffabschnitt angeordnet. Besonders bevorzugt wird ein Winkel im Bereich zwischen 40° und 50°, insbesondere von 45°. Diese Anordnung und Form des Verbindungsstücks ist ergonomisch besonders günstig. Insbesondere in Verbindung mit einer weiter unten erläuterten Einstellbarkeit des Endabschnitts gegenüber dem Griffabschnitt erleichtert ein starrer und/oder geradliniger Abschnitt des Verbindungsstücks das Auffinden einer optimalen Position. Der starre und/oder geradlinige Abschnitt kann bezüglich der Länge des Verbindungsstücks etwa mittig angeordnet sein. In einer Ausgestaltung ist das Verbindungsstück starr und entweder starr mit dem Griffabschnitt und dem Endabschnitt verbunden oder einteilig mit dem Griffabschnitt und dem Endabschnitt ausgebildet. Ein starres Verbindungsstück ist besonders einfach zu fertigen und stellt eine dauerhafte Anordnung des Endabschnitts bezüglich des Griffabschnitts in einer gewünschten Position sicher. Besonders einfach ist eine einteilige Fertigung des Verbindungsstücks mit dem Griff- und Endabschnitt, beispielsweise im Spritzgießverfahren.
Gemäß einer Ausgestaltung weist das Verbindungsstück ein plastisch verformbares Biegeelement auf. Das Biegeelement kann beispielsweise ein Draht sein. Plastisch verformbar heißt, dass das Verbindungsstück in unterschiedliche Formen gebracht werden kann, beispielsweise durch manuelles Verbiegen, und es nachfolgend mit einer gewissen Stabilität in dieser Stellung verbleibt. Die Stabilität ist ausreichend groß, um ein unbeabsichtigtes Verbiegen des Verbindungsstücks bei der Arbeit mit dem Pinsel zu verhindern. Die Verformung des Verbindungsstücks kann allein durch Krafteinwirkung erfolgen, wie es beispielsweise bei einem Draht der Fall ist. Alternativ kann das Verbindungsstück thermoplastisch sein und die Verformung durch Wärmeeinwirkung, beispielsweise mit Hilfe eines Föns, begünstigt oder ermöglicht werden. Durch das Biegeelement lässt sich die Form des Pinsels individuellen Vorlieben anpassen.
Bevorzugt ist das plastisch verformbare Biegeelement zwischen dem starren und/oder geradlinigen Abschnitt des Verbindungsstücks und dem Griffabschnitt angeordnet und erlaubt eine Einstellung des Winkels zwischen den beiden mindestens in dem Winkelbereich von 30° bis 60°. Dadurch kann sehr einfach der Abstand des Endabschnitts von dem Griffabschnitt in einem zweckmäßigen Bereich angepasst werden. In diesem Fall hat das plastisch verformbare Biegeelement bevorzugt eine Länge von 2 cm bis 4 cm, insbesondere von ungefähr 3 cm.
Gemäß einer Ausgestaltung ist das plastisch verformbare Biegelement bzw. ein zweites plastisch verformbares Biegelement des Verbindungsstücks zwischen dem starren und/oder geradlinigen Abschnitt und dem Endabschnitt angeordnet. Dadurch ist eine individuelle Einstellung des Winkels des Endabschnitts gegenüber dem starren und/oder geradlinigen Abschnitt des Verbindungsstücks möglich.
In einer Ausgestaltung sind der starre und/oder geradlinige Abschnitt des Verbindungsstücks und der Endabschnitt starr miteinander verbunden oder einteilig ausgebildet. Zwischen den beiden kann beispielsweise ein Winkel von ungefähr 90° ausgebildet sein. Durch die starre Verbindung bzw. einteilige Ausbildung in einem bestimmten Winkel wird eine dauerhaft günstige Anordnung des Endabschnitts erzielt. Praxiserfahrungen haben gezeigt, dass eine zumindest teilweise fest vorgegebene Anordnung des Endabschnitts bezüglich des Griffabschnitts die Handhabung des Pinsels und das Auffinden einer individuell als besonders günstig empfundenen Stellung gerade für unerfahrene Benutzer des Pinsels wesentlich vereinfacht und so zu besseren Arbeitsergebnissen und einer höheren Zufriedenheit mit dem Pinsel führt.
Gemäß einer Ausgestaltung hält das Verbindungsstück einen Abstand zum Griffabschnitt ein, der ein bequemes Ergreifen des Griffabschnitts mit den Fingern ermöglicht. Insbesondere kann zwischen dem Verbindungsstück und dem Griffabschnitt ein Finger oder eine Fingerspitze des Benutzers Platz finden. Das Verbindungsstück kann beispielsweise oberhalb der den Griffabschnitt ergreifenden Finger angeordnet sein. Es befindet sich somit nicht nur zwischen dem dem Griffabschnitt zugewandten Ende des Endabschnitts und dem Griffabschnitt ein Freiraum, sondern auch zwischen dem Verbindungsstück und dem Griffabschnitt. Dabei kann sich das Verbindungsstück unmittelbar an das hintere Ende des Griffabschnitts anschließen und in seinem weiteren Verlauf überall einen Abstand zu dem Griffabschnitt einhalten, insbesondere einen bezogen auf den Griffabschnitt radialen Abstand.
Gemäß einer Ausgestaltung ist der Endabschnitt gegenüber dem Griffabschnitt in unterschiedliche Winkelstellungen einstellbar. Dadurch kann der Benutzer den Endabschnitt gegenüber dem Griffabschnitt ein seine individuell bevorzugte Winkelstellung bringen, in der er bei der Arbeit verbleiben kann.
In einer Ausgestaltung ist das Verbindungsstück an mindestens zwei voneinander beabstandeten Punkten in unterschiedliche Winkelstellungen einstellbar. An den Punkten können beispielsweise Kugel- oder sonstige Gelenke angeordnet sein, die eine Fixierung in einer bestimmten Stellung ermöglichen. Dadurch kann der Endabschnitt gegenüber dem Griffabschnitt in der gewünschten Stellung angeordnet werden, wobei der Abstand zwischen Griffabschnitt und Endabschnitt von dem Verbindungsstück überbrückt wird.
In einer Ausgestaltung sind der Griffabschnitt und der Endabschnitt aus Kunststoff gefertigt und das Verbindungsstück bzw. das Biegeelement ist von dem Kunststoff ummantelt. Dadurch ist das Biegeelement vollständig in den Pinsel integriert und der Pinsel kann einfach gereinigt werden.
In einer Ausgestaltung weist das Verbindungsstück ein Verstellelement auf, das ein Anordnen des Endabschnitts bezüglich des Griffabschnitts in zwei spiegelsymmetrisch zu einander befindlichen Positionen ermöglicht. Dadurch kann der Endabschnitt wahlweise in einer Position für Links- oder Rechtshänder gebracht werden.
Gemäß einer Ausgestaltung weist das Verstellelement eine Steckverbindung auf, die in zwei um einen bestimmten Winkel verdrehten Stellungen verbindbar ist. Der bestimmte Winkel ergibt sich aus dem Winkel des Endabschnitts zu der Symmetrieebene und kann beispielsweise 180° betragen. Die Steckverbindung kann beispielsweise einen Stift mit eckigem, insbesondere quadratischem oder rechteckigem Querschnitt aufweisen, der in eine korrespondierende Öffnung einsteckbar ist. Das Verstellelement bzw. die Steckverbindung ist bevorzugt in dem starren und/oder geradlinigen Abschnitt des Verbindungsstücks angeordnet und befindet sich in einem Abstand vom dem Verbindungsstück zugewandten Ende des Endabschnitts von 3 cm bis 4 cm, insbesondere von ungefähr 3,5 cm.
In einer Ausgestaltung weist das Verstellelement ein plastisch verformbares Biegelement auf. Das Biegeelement kann wie das oben erläuterte Biegeelement des Verbindungsstücks ausgebildet sein und auch von diesem gebildet sein. Dadurch kann ein Wechsel von einer Stellung für Linkshänder in eine Stellung für Rechtshänder durch Verbiegen des Biegeelements erfolgen.
In einer Ausgestaltung weist das Verstellelement ein Drehgelenk auf. Das Drehgelenk kann beispielsweise ein Kugelgelenk oder ein Gelenk mit einer festen Drehachse sein. Durch Verdrehen kann eine Anpassung der Position an die Bedürfnisse von Rechts- oder Linkshändern sehr einfach vorgenommen werden.
In einer Ausgestaltung ist das Verstellelement am oder nahe dem dem Griffabschnitt zugewandten Ende des Verbindungsstücks angeordnet. Dadurch wird einem Verklemmen oder Verfangen einzelner Haare in oder an dem Verstellelement vorgebeugt.
In einer Ausgestaltung ist das Verstellelement innerhalb des starren und/oder geradlinigen Abschnitts des Verbindungsstücks oder zwischen dem starren und/oder geradlinigen Abschnitt des Verbindungsstücks und dem Griffabschnitt angeordnet. Dann kann insbesondere der ausgehend von dem Verstellelement von dem Griffabschnitt abgewandte Teil des Verbindungsstücks einteilig mit dem Endabschnitt ausgebildet sein.
In einer Ausgestaltung ist der Borstenkopf lösbar mit dem Griffabschnitt verbindbar. Dadurch kann der Borstenkopf bei Verschleiß oder Verunreinigung einfach ausgewechselt werden.
In einer Ausgestaltung weist das Verbindungsstück einen gekrümmten Abschnitt auf, dessen Scheitelpunkt in einem in Richtung des Endabschnitts gerichteten Abstand von einer gedachten Verbindungslinie zwischen dem dem Griffabschnitt zugewandten Ende des Endabschnitts und dem hinteren Ende des Griffabschnitts angeordnet ist. Durch diesen geschwungenen Verlauf des Verbindungsstücks kann der Griffabschnitt noch besser ergriffen werden, wobei gleichzeitig eine verbesserte Abstützung des Pinsels an dem gekrümmten Abschnitt möglich ist.
Gemäß einer Ausgestaltung ist der gekrümmte Abschnitt etwa halbkreisförmig, wobei ein Ende des Halbkreises in Längsrichtung des Endabschnitts angeordnet ist und zu dessen dem Griffabschnitt zugewandten Ende zeigt und das andere Ende des Halbkreises über einen weiteren gekrümmten Abschnitt des Verbindungsstücks mit dem Griffabschnitt verbunden ist. Der halbkreisförmige Abschnitt und der weitere gekrümmte Abschnitt können zusammen die Form eines in sich verdrehten „S" haben. Diese Ausformung des Verbindungsstücks ist ergonomisch besonders vorteilhaft.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von sechs in elf Figuren dargestellten Aus- führungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel eines Haarfarbe-Auftrage-Pinsels in einer perspektivischen Ansicht,
Fig. 2 eine Draufsicht auf den Pinsel aus Figur 1 aus einer seitlichen Richtung,
Fig. 3 ein zweites Ausführungsbeispiel eines Haarfarbe-Auftrage-Pinsels in einer Draufsicht aus einer seitlichen Richtung,
Fig. 4 ein drittes Ausführungsbeispiel eines Haarfarbe-Auftrage-Pinsels in einer perspektivischen Ansicht,
Fig. 5 ein viertes Ausführungsbeispiel eines Haarfarbe-Auftrage-Pinsels in einer Draufsicht von vorn,
Fig. 6 der Endabschnitt mit einem Teil des Verbindungsstücks des Haarfarbe- Auftrage-Pinsels aus Figur 5 in einer perspektivischen Ansicht,
Fig. 7 ein fünftes Ausführungsbeispiel eines Haarfarbe-Auftrage-Pinsels in einer perspektivischen Ansicht, Fig. 8 eine Draufsicht auf den Pinsel aus Figur 7 aus einer seitlichen Richtung,
Fig. 9 den Pinsel aus den Fig. 7 und 8 in einer perspektivischen Ansicht, während er von einer Hand ergriffen wird
Fig. 10 ein sechstes Ausführungsbeispiel eines Haarfarbe- Aufträge-Pinsels in einer perspektivischen Ansicht,
Fig. 11 eine Draufsicht von oben auf den Pinsel aus Fig. 10.
Es werden in allen Ausführungsbeispielen für einander entsprechende Teile die gleichen Bezugszeichen verwendet.
Der in der Fig. 1 gezeigte Haarfarbe- Auftrage-Pinsel hat einen Borstenkopf 10, der mit Borsten oder Haaren 12 besetzt ist. An das hintere Ende des Borstenkopfes 10 schließt sich ein Griffabschnitt 14 an, der einen sechseckigen Querschnitt aufweist, welcher sich von der Mitte aus in Richtung zu dem Borstenkopf 10 hin und zu dem hinteren Ende 16 des Griffabschnitts 14 hin verkleinert. Der Griffabschnitt 14 hat einen maximalen Durchmesser von ungefähr 1 ,0 cm bis 1 ,5 cm. Der Borstenkopf 10 ist flach. Griffabschnitt 14 und Borstenkopf 10 mit Borsten oder Haaren 12 weisen ein gemeinsame Längsachse 17 auf.
Weiterhin weist der Haarfarbe- Auftrage-Pinsel einen Endabschnitt 18 zum Abteilen von Haaren auf. Dieser hat an seinem von dem Griffabschnitt 14 abgewandten Ende eine Spitze 20, die abgerundet ist. Das andere Ende 22 des Endabschnitts 18 ist dem Griffabschnitt 14 zugewandt. Der Endabschnitt 18 hat eine langgestreckte Form und verjüngt sich ausgehend vom dem Griffabschnitt zugewandten Ende 22 in Richtung zu der Spitze 20 hin. Eine Längsachse des Endabschnitts 18 ist in der Fig. 1 mit 24 bezeichnet.
Das dem Griffabschnitt zugewandte Ende 22 des Endabschnitts 18 ist über ein Verbindungsstück 26 mit dem hinteren Ende 16 des Griffabschnitts 14 verbunden. Das Verbindungsstück 26 hat eine Gesamtlänge von ca. 8 cm und weist etwa in seiner Mitte einen geradlinigen Abschnitt 28 mit einer Länge von ca. 5 cm auf. Die Längsachse des geradlinigen Abschnitts 28 ist in der Figur mit 30 bezeichnet.
Zwischen dem dem Griffabschnitt zugewandten Ende 22 des Endabschnitts 18 und dem geradlinigen Abschnitt 28 des Verbindungsstücks 26 verläuft Letzteres in einem Bogen, so dass die Längsachsen 24 des Endabschnitts 18 und 30 des geradlinigen Abschnitts 28 in einem Winkel α von ungefähr 90° zueinander angeordnet sind. Zwischen dem hinteren Ende 16 des Griffabschnitts 14 und dem geradlinigen Abschnitt 28 des Verbindungsstücks 26 verläuft das Verbindungsstück 26 ebenfalls in einem Bogen, der einen Winkel von ungefähr 135° überstreicht.
Das dem Griffabschnitt 14 zugewandte Ende 22 des Endabschnitts 18 befindet sich in einem Abstand vom Griffabschnitt 14. Die Längsachse 24 des Endabschnitts 18 und die Längsachse 17 des Griffabschnitts 14 sind windschief, d. h. in einem Winkel zueinander und sich nicht schneidend, angeordnet. Griffabschnitt 14 und Borstenkopf 10 liegen in einer Ebene, von der der Endabschnitt 18 einen im Wesentlichen gleichmäßigen Abstand aufweist, d. h. er ist in einer Ebene angeordnet, die parallel zu und in einem Abstand von der Ebene des Griffabschnitts 14 des Borstenkopfes 10 verläuft. Eine weitere Ebene wird durch die Längsachse 30 des geradlinigen Abschnitts 28 des Verbindungsstücks 26 und die Längsachse 17 des Griffabschnitts und des Borstenkopfes 10 beschrieben. Diese Ebene steht senkrecht zur Ebene des Borstenkopfes 10 und des Griffabschnitts 14. Bei dem gezeigten Beispiel ist das Verbindungsstück 26 starr und einteilig mit dem Endabschnitt 18 und dem Griffabschnitt 14 ausgebildet.
Fig. 2 zeigt eine seitliche Ansicht des Haarfarbe- Aufträge-Pinsels aus Fig. 1. Gut erkennbar ist darin die Anordnung des Verbindungsstücks 26 relativ zu dem Griffabschnitt 14. Die Blickrichtung der Fig. 2 verläuft parallel zur Ebene des Griffabschnitts 14 und des Borstenkopfes 10. Der zwischen den Längsachsen 30 des geradlinigen Abschnitts 28 des Verbindungsstücks 26 und der Längsachse 17 des Griffabschnitts 14 und des Borstenkopfes 10 gebildete Winkel ß beträgt ca. 45°. Ein Doppelpfeil bezeichnet den Abstand 32 zwischen dem dem Griffabschnitt 14 zugewandten Ende 22 des Endabschnitts 18 und dem Griffabschnitt 14. Das dem Griffabschnitt 14 zugewandte Ende 22 des Endabschnitts 18 ist oberhalb eines Längsabschnitts 34 des Griffabschnitts 14 angeordnet, der sich von der Mitte des Griffabschnitts 14 bis zum Mittelpunkt zwischen dieser Mitte und dem hinteren Ende 16 des Griffabschnitts 14 erstreckt, so dass der Abstand 32 zu diesem Längsabschnitt 34 kleiner ist als zu den übrigen Längsabschnitten des Griffabschnitts 14. Mit anderen Worten befindet sich der Endabschnitt 22 „oberhalb" des Längsabschnitts 34 des Griffabschnitts 14.
Fig. 3 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel eines Haarfarbe-Auftrage-Pinsels, bei dem das Verbindungsstück 26 ein plastisch verformbares Biegeelement 36 aufweist. Das Biegeelement 36 verbindet das hintere Ende 16 des Griffabschnitts 14 mit einem geradlinigen Abschnitt 28 des Verbindungsstücks 26. Der geradlinige Abschnitt 28 und der Endabschnitt 18 sind einteilig ausgebildet und entsprechen bezüglich ihrer Anordnung dem ersten Ausführungsbeispiel. Durch das Biegeelement 36 kann insbesondere der in Fig. 2 mit ß bezeichnete Winkel eingestellt werden, insbesondere in einem Winkelbereich von 30° bis 60°. Dadurch kann der Abstand des dem Griffabschnitt 14 zugewandten Endes 22 des Endabschnitts 18 von dem Griffabschnitt 14 beeinflusst werden. Ferner kann das Biegeelement 36 wahlweise so beschaffen sein, dass durch Verdrehen des Endabschnitts 18 und des geradlinigen Abschnitts 28 des Verbindungsstücks 26 um die Längsachse 30 des geradlinigen Abschnitts 28 herum ein Wechsel von einer bevorzugten Stellung des Endabschnitts 18 für Rechtshänder zu einer bevorzugten Stellung des Endabschnitts 18 für Linkshänder vollzogen werden kann.
Fig. 4 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel in einer perspektivischen Ansicht. Geradliniger Abschnitt 28, Biegeelement 36 und Griffabschnitt 14 mit Borstenkopf 10 und Borsten oder Haaren 12 entsprechen dem zweiten Ausführungsbeispiel aus Fig. 3. Im Unterschied dazu ist zwischen dem geradlinigen Abschnitt 28 und dem Endabschnitt 18 zum Abteilen von Haaren ein zweites Biegeelement 38 angeordnet, das verformt werden kann, um den Winkel des Endabschnitts 18 zu dem geradlinigen Abschnitt 28 einzustellen, bevorzugt in einem Winkelbereich um den 90°-Winkel herum. Das zweite Biegeelement 38 kann ferner so ausgebildet sein, dass der Endabschnitt 18 von der in der Fig. 4 gezeigten „90°-Stellung nach links" um 180° in eine „90°-Stellung nach rechts" geschwenkt werden kann, um den Wechsel von einer Stellung für Rechtshänder in eine Stellung für Linkshänder zu vollziehen.
Die Fig. 5 und 6 zeigen ein viertes Ausführungsbeispiel. In der Fig. 5 verläuft die Blickrichtung parallel zur Längsachse 17 des Griffabschnitts 14 und des Borstenkopfes 10. Zwischen dem geradlinigen Abschnitt 28 und dem hinteren Ende 16 des Griffabschnitts 14 kann ein erstes Biegeelement 36 angeordnet sein, entsprechend den Ausführungsbeispielen der Fig. 3 und 4. Innerhalb des geradlinigen Abschnitts 28 des Verbindungsstücks 26 relativ nahe am dem hinteren Ende 16 des Griffabschnitts 14 zugewandten Ende des geradlinigen Abschnitts 28 ist eine Steckverbindung 40 ausgebildet. In der mit durchgezogenen Linien gezeigten Stellung des Endabschnitts 18 weist der Endabschnitt 18 in der Figur nach links, was einer bevorzugten Stellung fiir Linkshänder entspricht. Durch Lösen der Steckverbindung 40 und Zusammenstecken der Steckverbindung 40 in einer um 180° gedrehten Stellung kann der Endabschnitt 18 in die mit gestrichelten Linien gezeigte Position nach rechts gebracht werden, was einer bevorzugten Stellung für Rechtshänder entspricht.
Fig. 6 zeigt den Endabschnitt 18, der einteilig mit einem hinteren Teil des geradlinigen Abschnitts 28, der sich bis zu der Steckverbindung 40 hin erstreckt, gefertigt ist. Endabschnitts 18 und geradliniger Abschnitt 28 sind in einem festen Winkel von etwa 90° zueinander ausgerichtet. Die Steckverbindung 40 umfasst einen in den Figuren nicht dargestellten, rechteckigen Stift, der von einem am hinteren Ende 16 des Griffabschnitts 14 befestigten Teil des geradlinigen Abschnitts 28 des Verbindungsstücks 26 in dessen Längsrichtung vorsteht. Dieser greift in die Öffnung 42, die einen korrespondierenden, rechteckigen Querschnitt aufweist, im hinteren Teil des geradlinigen Abschnitts 28 des Verbindungsstücks 26 ein.
Der Haarfarbe-Auftrage-Pinsel des fünften, in den Fig. 7 bis 9 dargestellten Ausführungsbeispiels weist einen im Querschnitt sechseckigen Griffabschnitt 14 und einen Borstenkopf 10 mit Borsten oder Haaren 12 auf, der sich nicht von den zuvor erläuterten Ausführungsbeispielen unterscheidet.
Der Endabschnitt 18 ist im wesentlichen geradlinig und verjüngt sich zu seinem von dem Griffabschnitt 14 entfernten Ende hin konisch, wobei die Spitze 20 abgerundet ist. Das andere Ende 22 des Endabschnitts 18 ist dem Griffabschnitt 14 zugewandt und weist eine Verdickung 44 auf. Im Bereich der Verdickung 44 ist ein Verbindungsstück 26 in den Endabschnitt 18 eingesetzt und mit diesem verbunden, beispielsweise durch Verkleben. Das Verbindungsstück 26 besteht aus von einem Kunststoff ummantelten Draht und führt zu dem von dem Borstenkopf 10 abgewandten Ende 16 des Griffabschnitts 14, in das es ebenfalls eingesetzt ist. In der Fig. 7 ist der Endabschnitt 18 gegenüber dem Griffabschnitt 14 in eine bevorzugte Arbeitsstellung gebracht, die insbesondere für Rechtshänder vorgesehen ist. Dabei befindet sich das Ende 22 des Endabschnitts 18 in einem Abstand von dem Griffabschnitt 14, und der Endabschnitt 18 verläuft in einer Ebene, die parallel und in einem Abstand zu der Ebene des flachen Borstenkopfes 10 und des Griffabschnitts 14 angeordnet ist. Der zwischen dem Endabschnitt 18 und dem Griffabschnitt 14 ausgebildete Winkel beträgt ungefähr 90°.
In der Fig. 8 ist der Abstand 32 zwischen dem Ende 22 des Endabschnitts 18 und dem Griffabschnitt 26 mit einem Doppelpfeil gekennzeichnet. In dieser Ansicht wird deutlich, dass der Abstand 32 zum Griffabschnitt 14 in einem vorderen Bereich des Griffabschnitts 14, der nahe dem Borstenkopf 10 angeordnet ist, am größten ist. In der Seitenansicht mit Blickrichtung auf die schmale Seite des flachen Borstenkopfs 10 verläuft das Verbindungsstück 26 beginnend am von dem Borstenkopf 10 abgewandten Ende des Griffabschnitts 14 in einem Bogen, der insgesamt einen Winkel von ungefähr 180° überstreicht und dessen Krümmungsradius mit zunehmendem Abstand vom hinteren Ende 16 des Griffabschnitts 14 größer wird. Der Abstand zwischen dem Verbindungsstück 26 und dem Griffabschnitt 14 ist so bemessen, dass der Griffabschnitt 14 bequem mit den Fingern ergriffen werden kann, wobei einzelne Finger oder Fingerspitzen zwischen dem Griffabschnitt 14 und dem Verbindungsstück 26 Platz finden.
Dies ist in der Fig. 9 erkennbar, die eine Arbeitsstellung des Haarfarbe-Auftrage- Pinsels beim Auftragen von Farbe zeigt. Die Borsten oder Haare 12 sind in der Figur nach oben gebogen. Der Griffabschnitt 14 wirkt in der perspektivischen Ansicht verkürzt. Gut zu erkennen ist der geschwungene Verlauf des Verbindungsstücks 26, der oberhalb des Zeigefingers in das Ende 22 des Endabschnitts 18 mündet. In der Abbildung wird der Pinsel mit der rechten Hand ergriffen. Dann wird der Endabschnitt 18 bevorzugt wie in der Fig. 9 dargestellt nach links ausgerichtet, so dass beim Abteilen von Haaren die von Daumen und Zeigefinger gebildete Seite der Hand dem Kopf zugewandt ist. Das Verbindungsstück 26 kann seitlich mit einer Seite des Zeigefingers abgestützt werden.
Das Verbindungsstück ist auf seiner gesamten Länge plastisch verformbar. Soll der Pinsel von Linkshändern verwendet werden, erlaubt die plastische Verformbarkeit des Verbindungsstücks 26 ein Ausrichten des Endabschnitts in die entgegengesetzte Richtung.
Alternativ zu der in den Figuren gezeigten Lösung mit einem plastisch verformbaren Verbindungsstück 26 kann auch ein starres Verbindungsstück verwendet werden. Dieses kann den Endabschnitt 18 ebenfalls in der in den Figuren dargestellten Stellung halten. Ein Vorteil eines plastisch verformbaren Verbindungsstücks 26 ist insbesondere, dass die Stellung des Endabschnitts 18 individuell an die Vorlieben eines Benutzers angepasst werden kann.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel ist in den Figuren 10 und 11 gezeigt. Borstenkopf 10 mit Borsten oder Haaren 12, Griffabschnitt 14 und Endabschnitt 18 entsprechen hinsichtlich ihrer Form und relativen Anordnung im Wesentlichen den vorigen Ausführungsbeispielen. Das Verbindungsstück 26 ist einteilig als entlang seiner gesamten Länge plastisch verformbares Biegelement ausgebildet. Es weist einen gekrümmten Abschnitt 46 auf, der annähernd halbkreisförmig ist. Ein Ende des Halbkreises mündet in das dem Griffabschnitt 14 zugewandte Ende 22 des Endabschnitts 18. Das andere Ende des Halbkreises ist über einen weiteren gekrümmten Abschnitt 54 mit dem hinteren Ende 16 des Griffabschnitts 14 verbunden. Wie insbesondere in der Figur 11 erkennbar, verläuft der gekrümmte, halbkreisförmige Abschnitt 46, insbesondere dessen Scheitelpunkt 48, in einem Abstand 50, der in der Figur mit einem Doppelpfeil bezeichnet ist, von einer gedachten Verbindungslinie 52. Die Verbindungslinie 52 verbindet das hintere Ende 16 des Griffabschnitts 14 mit dem dem Griffabschnitt 14 zugewandten Ende 22 des Endabschnitts 18. Durch den seitlichen Abstand 50 kann der Griffabschnitt völlig ungehindert durch das Verbindungsstück 26 von hinten ergriffen werden.
Next Patent: VALVE TRAIN OF AN INTERNAL COMBUSTION ENGINE
