Bartels, Holger (Heimweg 3, Hamburg, 20148, DE)
| 1. | Lockenwickler (1) mit einem zentrischen Wickeldorn (3) und einem auf diesem Wickeldorn auf Abstand umgebenden, teilweise geschlitzten Wickelgehäuse (2), wobei der Lockenwickler mit Fangarmen an den Haaren in der Nähe der Kopf¬ haut fixiert und in der endgültigen Wickelposition etwa senkrecht zur Kopfhaut positioniert ist, , dadurch gekennzeichnet, dass der Lockenwickler (1) folgende Elemente aufweist: einen Wickeldorn (3), eine Bodenplatte (4) mit einem Eintrittschlitz (10) für die Haarsträhne, die mit ei¬ nem nach oben ausgerichteten Randsteg (9) sowie mit Durchtrittsöffnungen für die Fangarme (8) im Übergangsbereich zwischen Bodenplatte und Randsteg versehen ist, und ein Wickelgehäuse (2), das ein mit mindestens einem Schlitz (7a) versehenes zylindrisches Gehäuse (2a) mit Fangarmen (8) am sich in der Gebrauchslage auf der Bodenplatte (4) abstützenden Randbereich (9) aufweist. |
| 2. | Lockenwickler nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Fangarme (8) gegenüber dem Außenmantelbereich (2a) des Wickelge¬ häuses (2) in einem Winkel von maximal 90° angestellt sind. |
| 3. | Lockenwickler nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlitze (11 ) im Übergangsbereich vom Randsteg (9) und Bodenplatte (4) mit Auslaufschrägen (13) für die freien Enden der Fangarme (8) versehen sind. |
| 4. | Lockenwickler nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl der Schlitze (11 ) größer ist als die Anzahl der Fangarme (8). |
| 5. | Lockenwickler nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, , , dass das Wickelgehäuse (2) im Bereich des freien Endes des Wickeldorns (3) . und/oder im Über.gangsbereich zwischen Randsteg' und Bodenplatte (4) durch Rastung oder Klemmung in der Gebrauchs(age fixiert ist. |
| 6. | Lockenwickler nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Wickeldorn (6) konisch ausgebildet ist. '. |
| 7. | Lockenwickler nach einem der vorangegangenen Ansprüche, , dadurch gekennzeichnet, . dass die Oberfläche des Wickeldoms (6) reibungsarm gestaltet ist. |
| 8. | Lockenwickler nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die reibungsarme Oberfläche des Wickeldorns (3) durch eine Beschichtung gebildet wird. |
| 9. | Lockenwickler nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Wickeldorn (3) aus einem anderen Material als die Bodenplatte (4) ge¬ fertigt ist. |
| 10. | Lockenwickler nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Wickeldorn (3) auf seiner Oberfläche eine Struktur aufweist. |
| 11. | Lockenwickler nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Wickeldorn (3) innen hohl ist. |
| 12. | Lockenwickler nach Anspruch 11 , dadurch gekennzeichnet, dass der Wickeldorn (3) mit radialen Bohrungen (17) versehen ist. |
| 13. | Lockenwickler nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, . dass die obere Öffnung des Wickeldorns (3) an das Anschließen eines Produkt¬ behältnisses angepasst ist. |
| 14. | Lockenwickler nach einem der Ansprüche 12 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrungen (17) gezielt auf dem Wickeldorn (3) verteilt sind, um unter¬ schiedlich stark gewellte Bereiche auf der Haarsträhne (14) zu erzeugen. |
| 15. | Lockenwickler nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Wickelgehäuse (2) mindestens einen nach oben hin sich erweiternden Ausschnitt (7') aufweist. |
| 16. | Lockenwickler nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Steigung der angeschrägten Schlitze (71) so gewählt ist, dass durch das Drehen des Wickelgehäuses die Haarsträhne in Richtung des oberen Endes des Wickeldorns (3) gefördert wird. |
| 17. | Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Wickelgehäuse Öffnungen (18) aufweist. |
| 18. | Lockenwickler nach einem der Ansprüche 11 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass das obere Ende des hohlen Wickeldorns (3) für den Anschluss an eine Spülvorrichtung ausgebildet ist, durch welche das Produkt aus der aufgewickel¬ ten Haarsträhne von innen ausgespült werden kann. |
| 19. | Lockenwickler nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, ' , . dass das Wickelgehäuse (2) eine Wärmeisolierung aufweist. |
| 20. | Lockenwickler nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, , . • • , • dass das Wickelgehäuse (2) aus einem wärmeisolierenden Material besteht. |
| 21. | Lockenwickler nach Anspruch 19, , dadurch gekennzeichnet, dass das Wickelgehäuse (2) mindestens eine wärmeisolierende Beschichtung aufweist. |
| 22. | Lockenwickler nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Innenvolumeh des Wickelgehäuses (2) an die Länge der zu bearbei¬ tenden Haarsträhne angepasst ist. |
| 23. | Lockenwickler nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Bodenplatte (4) des Wickeldorns (3) Füßchen (19) angebracht sind. |
| 24. | Lockenwickler nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenplatte (4) des Wickeldorns (3) eine konkave Wölbung aufweist. |
| 25. | Lockenwickler nach einem der Ansprüche 23 und 24, dadurch gekennzeichnet, ' dass durch die Beabstandung der Bodenplatte (4) von der Kopfhaut ein Haarre¬ servoir unter dem aufgesetzten Lockenwickler entsteht. |
| 26. | Lockenwickler nach Anspruch 23 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Füßchen (19) aus einem weichen, die Kopfhaut nicht verletzenden Ma¬ terial gefertigt sind. |
| 27. | Lockenwickler nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fangarme (8) Verjüngungen (20) aufweisen, welche ein Einrasten der Fangarme (8) in den Austrittsöffnungen (11) erleichtern. |
| 28. | Lockenwickler nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fangarme (8) sich vom Wickelgehäuse (2) nach unten parallel zum Wi¬ ckeldorn erstrecken. |
| 29. | Vorrichtung nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass die Austrittsöffnungen (11 ) in die Bodenplatte (4) integriert sind, so dass die Fangarme (8) in die Haare des unter dem Wickeldorn (3) gelegenen Haarreser¬ voir zum Eingriff kommen. |
| 30. | Lockenwickler nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dieser eine zusätzliche Klemmvorrichtung aufweist, welcher für den Lo¬ ckenwickler auch eine Verwendung nach herkömmlicher Anwendungsweise zu lässt. |
Die Erfindung richtet sich auf einen Lockenwickler der im Oberbegriff des An¬ spruchs 1 angegebenen Gattung.
Gattungsgemäße Lockenwickler sind beispielsweise aus der DE-PS 953 906 oder der DE-PS 1 090 400 bekannt. Hier werden kleine Ärmchen zur Fixierung des Wicklers an den aus der Kopfhaut austretenden Haarsträhnen mittels ei¬ nes Druckstößels nach außen getrieben, wenn der Wickelvorgang beendet ist, wobei die Haarsträhne auf die Außenwand eines zylindrischen Wickelkörpers aufgewickelt wird.
Die DE-AS 1 279 293 zeigt einen Lockenwickler mit einem Sockel, der eine Bodenplatte und einen Randsteg aufweist sowie einen Einführungsschlitz für eine Haarsträhne, einen zentrischen Stift, auf den ein Lockenhalter aufsteckbar ist sowie einen drehbaren Käfig, der über einen Spe'rrhebel nach dem Wickel¬ vorgang fixiert werden kann.
Eine ähnliche Konstruktion zeigt die US-3 618 620, wobei hier allerdings nach dem Wickelvorgang der Wickelkäfig mittels einer zusätzlichen Haube fixiert werden muss.
Zur Fixierung eines Wicklers in einer etwa senkrecht zur Kopfhaut liegenden Position seien noch die DE-PS 1 010 708, die DE-PS 1 032 701 oder die US-2 388 628 genannt. Zur Wickeltechnik auf zylindrischen Wickelkörpern gehören darüber hinaus die DE-822 885 oder die US-5 033 487.
Werden die Wickelmechanismen mittels Klemmung arretiert, ist nicht auszu¬ schließen, dass es zu Knickstellen an den Haaren kommt, so dass die Gefahr eines Haarbruchs besteht. Ein solches Problem vermeiden diejenigen Wickler, die über Fangarme zur Arretierung verfügen. Nachteilig bei diesen Wicklern ist jedoch, dass unterschiedliche Wickelradien in Kauf genommen werden müs¬ sen. Durch die Wickelrichtung entsteht die stärkste Krause am freien Haaren¬ de, da dieses beim'Äufwickeln zuerst erfasst wird und damit den geringsten Radius einnimmt.,
Ein weiterer Nachteil vieler Wickler im Stand, der Technik besteht in der Viel¬ zahl der Elemente, die die Herstellung aufwendig und damit teuer machen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, die Nachteile des Standes der Technik zu beheben. .
Diese Aufgabe wird mit einem Lockenwickler der eingangs bezeichneten, Art durch die kennzeichnenden Merkmale des Hauptanspruchs gelöst.
Ein Lockenwickler der vorliegenden Erfindung, weist einen Wickeldorn, eine Bodenplatte und ein Wickelgehäuse mit Fangarmen auf. In einer Ausführungs¬ form der Erfindung können beispielsweise der Wickeldόm und die Bodenplatte einteilig ausgebildet sein, so dass der gesamte Wickler nur aus zwei Teilen besteht. Die Bodenplatte weist dabei einen Eintrittschlitz auf, durch welchen die aufzuwickelnde Haarsträhne in den Wickler geführt werden kann. Des weiteren besitzt die Bodenplatte einen Randsteg, welcher einerseits als Führung für das Wickelgehäuse, andererseits als Handhabungselement für den Anwender dient. Das Wickelgehäuse weist bei vorliegender Erfindung mindestens einen Schlitz auf, durch welche die aufzuwickelnde Haarsträhne wieder aus dem Wi¬ ckelgehäuse herausgeführt wird.
Dadurch dass der Wickler aus nur sehr wenigen, beispielsweise zwei Teilen besteht, nämlich aus einem Element, dass die die geschlitzte Bodenplatte und den Wickeldorn zur Verfügung stellt, und einem anderen Element, dass ein Wickelgehäuse mit den zur Fixierung notwendigen Fangarmen bereitstellt, ist die Herstellung stark vereinfacht. Auch die Handhabung wird erleichtert, da die benutzende Person lediglich ein Element bewegen muss, um sowohl zu wi- ekeln als auch zu fixieren. Ein Umgreifen ist daher nicht notwendig, so dass auch die Wickeldauer optimiert wird.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprü¬ chen. Dabei kann es vorteilhaft sein, wenn die Fangarme gegenüber dem Au- ßenmantelbereich des Wickelgehäuses in einem Winkel von ≤ 90° angestellt sind. Mit der Aufwickeldrehbewegung ist es dann möglich, dass die Fangarme leicht im Eckbereich zwischen Bodenplatte und Randbereich schleifen können, ohne einen allzu großen Drehwiderstand aufzubauen.
Um das Austreten der Fangarme bei einer Drehung des Wickelgehäuses ge¬ gen die Aufwickel richtung zu erleichtern, sieht die Erfindung darüber hinaus vor, dass die Schlitze im Übergangsbereich vom Randsteg und Bodenplatte mit Auslaufschrägen für die freien Enden der Fangarme versehen sind.
Wird eine besonders kurze Rückdrehung erwünscht, kann es zweckmäßig sein, die Anzahl der Schlitze größer zu wählen als die Anzahl der Fangarme, damit diese bei Rückdrehung möglichst rasch aus den Austrittsöffnungen in den Bereich der Haarwurzeln eintreten können.
Eine zweckmäßige Ausgestaltung der Erfindung besteht auch darin, dass das Wickelgehäuse im Bereich des freien Endes und des Wickeldorns und/oder dem Übergangsbereich zwischen Randsteg und Bodenplatte durch Rastung oder Klemmung in der Gebrauchslage fixiert ist.
Der Wickeldorn kann auch konisch ausgebildet sein, um eine Vergleichmäßi¬ gung des Krümmungsradius der aufgewickelten Haarsträhne von Beginn bis zur Spitze sicherzustellen. Eine derartige konische Ausbildung stellt auch ein erleichtertes Abziehen der fertig gewellten Strähne sicher.
Um das Abziehen der fertig gelockten Haarsträhne weiter zu vereinfachen, kann es vorteilhaft sein, die Oberfläche des Wickeldorns reibungsarm zu ges- talten. Eine derartige reibungsarme Gestaltung kann beispielsweise durch eine Beschichtung gebildet werden.
Eine weitere zweckmäßige Ausgestaltung der Erfindung besteht auch darin, dass der Wickeldorn aus einem anderen Material als die Bodenplatte gefertigt ist. Auch kann es vorteilhaft sein, dass der Wickeldorn beispielsweise zur bes¬ seren Fixierung während des Aufwickeins der Haarsträhne eine Struktur auf¬ weist. Eine solche Struktur kann beispielsweise auch das Aussehen der ferti¬ gen Locken zusätzlich noch beeinflussen. ,
Des weiteren kann es zweckdienlich sein, den Wickeldorn innen, hohl zu gestal¬ ten. Wird der Wickeldorn beispielsweise noch zusätzlich mit radialen Bohrun^ gen versehen, so kann das zu applizierende Wellprodukt, zusätzlich zur übli¬ chen Variante von außen, auch noch durch den hohlen Wickeldorn und die radialen Bohrungen von innen direkt auf die Haarsträhne aufgetragen werden. Für diese Applikationsweise kann es von Vorteil sein, die obere Öffnung des Wickeldorns an ein Anschließen eines Produktbehältnisses anzupassen. Eine derartige gezielte Applizierung von auf das Haar aufzutragendem Fluid kann beispielsweise den Vorteil mit sich bringen, dass wesentlich weniger von die¬ sem Fluid zur Erzielung des gewünschten Effekts benötigt wird.
Auch kann es zweckmäßig sein, die radialen Bohrungen auf dem Wickeldorn derartig gezielt zu verteilen, dass unterschiedlich stark gewellte Bereiche auf der Haarsträhne erzeugt werden.
Um die Führung der Haarsträhne während des Wickelvorgangs zu verbessern, kann es vorteilhaft sein, mindestens einen Ausschnitt des Wickelgehäuses sich nach oben hin erweiternd auszugestalten. Des weiteren kann es von Vorteil für einen erfindungsgemäßen Lockenwickler sein, dass die Steigung dieser ange¬ schrägten Schlitze derart gewählt ist, dass durch das Drehen des Wickelge¬ häuses die Haarsträhne in Richtung des oberen Endes des Wickeldorns geför¬ dert wird. Dadurch kann ein Stau im unteren Bereich des Wicklers während des Wickelvorgangs verhindert werden.
Darüber hinaus kann es weiter von Vorteil sein, dass das Wickelgehäύse zu¬ sätzlich zu den Schlitzen noch weitere Öffnungen besitzt. Diese Öffnungen sind dann vorteilhaft, wenn die Haarsträhne im aufgewickelten Zustand durchspült werden soll. Diese Durchspülung kann weiter verbessert werden, indem ein erfindungsgemäßer Lockenwickler am oberen Ende dessen hohlen Wickel- dorns für das Anschließen an eine Spülvorrichtung ausgebildet is. Dadurch kann die aufgewickelte Haarsträhne von innen nach außen vollständig durch¬ spült werden.
Je nach Anwendungsbereich eines erfindungsgemäßen Lockenwicklers kann es von Vorteil sein, das Wickelgehäuse wärmeisolierend zu gestalten. Diese Wärmeisolation kann beispielsweise dadurch erzeugt werden, dass das Wi¬ ckelgehäuse aus einem wärmeisolierenden Material besteht. Auch eine wärme¬ isolierende Beschichtung des Wickelgehäuses ist im Rahmen der vorliegenden Erfindung möglich. Bei einer Verwendung der vorliegenden Erfindung zur Er¬ zeugung von Dauerwellen setzt eine Wärmeisolationstemperatur die Reakti¬ onstemperatur in der Haarsträhne herauf und damit die Reaktionszeit herab. Die Dauer, für welche die Lockenwickler auf dem Haar verbleiben müssen, wird dadurch verringert.
Je nach Länge der zu bearbeitenden Haarsträhne kann es von Vorteil sein, unterschiedliche Größen eines erfindungsgemäßen Lockenwicklers zu verwen¬ den. Je nach Länge und zu bearbeitendem Volumen der Haarsträhne, kann das Innenvolumen des Wickelgehäuses angepasst sein.
Eine weitere zweckmäßige Ausgestaltung der Erfindung besteht auch darin, dass die Bodenplatte des Wickeldoms mit Füßchen ausgestaltet ist. Diese Füßchen wirken als Abstandshalter zwischen der Bodenplatte und der Kopf¬ haut. Des weiteren kann es auch vorteilhaft sein, die Bodenplatte des Wickel¬ doms mit einer konkaven Wölbung zu versehen. Sowohl durch diese Beabstandung als auch durch die konkave Ausbildung entsteht ein Haarreser¬ voir unter dem aufgesetzten Lockenwickler, Dadurch wird verhindert, dass ein¬ zelne Haare der Haarsträhne sich unter der Bodenplatte zwischen dieser und der Kopfhaut verklemmen.
Es ist auch möglich im Rahmen der vorliegenden Erfindung, diese Füßchen aus einerri weichen, die Kopfhaut nicht verletzenden Material zu fertigen. In dieser Ausführungsform der Erfindung erhält der Lockenwickler durch die Fü߬ chen einen festen und sicheren Stand auf der KoRfhaut. '
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung kann bei¬ spielsweise Verjüngungen an den Fangarmen aufweisen, welche ein Einrasten der Fangarme in den Austrittsöffnungen erleichtern. Diese Verjüngungen bilden also eine Art Knickstelle oder Gelenkersatz für die Fangarme.
Des weiteren kann es von Vorteil sein, dass sich die Fangarme vom Wickelge¬ häuse nach unten parallel zum Wickeldorn erstrecken. Bei einer derartigen Ausführungsform der Erfindung kann es weiter von Vorteil sein, die Austritts¬ öffnungen in die Bodenplatte derart zu integrieren, dass die Fangarme in die Haare unter der Bodenplatte in dem Haarreservoir zum Eingriff kommen.
Des weiteren kann es zweckmäßig sein, einen erfindungsgemäßen Locken¬ wickler derart zu gestalten, dass dieser eine zusätzliche Klemmvorrichtung aufweist, welche für den Lockenwickler auch eine Verwendung nach herkömm¬ licher Anwendungsweise zulässt.
Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich auf¬ grund der nachfolgenden Beschreibung sowie anhand der Zeichnungen.
Diese zeigt in räumlichen Darstellungen in
Fig. 1 eine Draufsicht auf einen erfindungsgemäßen Lockenwickler; Fig. 2 eine Unteransicht eines erfindungsgemäßen Lockerwicklers;
Fig. 3 ein Wickelgehäuse eines erfindungsgemäßen Lockenwicklers mit Fang¬ armen;
Fig. 4 einen Wickeldom mit einer Bodenplatte eines erfindungsgemäßen Lo¬ ckenwicklers;
Fig. 5 eine Darstellung gemäß Fig. 1 mit angedeuteter Haarsträhne;
Fig. 6 eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Lockenwicklers in der Schrägansicht;
Fig. 7 eine weiter Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Lockenwicklers in der Unteransicht;
Fig. 8 eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Wickelgehäu¬ ses;
Fig. 9 eine weitere Ausbildung eines erfindungsgemäßen Wickeldorns mit Bo¬ denplatte;
Fig. 10 eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Lockenwick¬ lers in der Schrägansicht;
Fig. 11 eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Lockenwick¬ lers in der Unteransicht;
Fig. 12 eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Wickelgehäu¬ ses; Fig. 13 eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Wickeldoms mit Bodenplatte in der Unteransicht.
Der allgemeine, mit 1 bezeichnete Lockenwickler besteht in einer Ausführungs¬ form gemäß den Fig. 1 bis 5 aus zwei Kunststpffteilen und zwar aus einem in Fig. 3 getrennt dargestellten Wickelgehäuse.2, und' einem in Fig. 4 näher dar¬ gestellten Wickeldorn 3 mit einstückig angeformter Bodenplatte 4, die in der Gebrauchslage zusammengefügt sind, wie sich dies aus Fig. 1 und 2 ergibt. Das Wickelgehäuse 2 ist im dargestellten Beispiel, etwa topfförmig ausgebildet, wobei der in Fig. 1 mit 5 bezeichnete Topfboden eine Durchtrittsöffnung 6 für den oberen Teil des Wickeldoms 3 aufweist sowie vier Ausschnitte 7, die in mit 7a bezeichnete Schlitze in der Topfwand übergehen, derart, dass vier Wickeln gehäuse-Wandflächenelemente 2a entstehen. An den freien Enden der Wand¬ flächen 2a sind nach außen weisende und gegenüber diesen Wandflächen in einem spitzen Winkel angeordnete Fangarme.8 einstückig angeformt.
Die Bodenplatte 4 weist einen etwa senkrecht nach oben weisenden Randbe¬ reich 9 auf, dessen Achse im Wesentlichen parallel zur Achse des Wickeldoms 3 ausgerichtet ist. Die Bodenplatte mit dem Randbereich 9 ist mit einem das Einfädeln der Haarsträhne ermöglichenden Schlitz 10 ausgerüstet, der bis an den Wickeldorn 3 geführt ist und diesen teilweise beidseitig umschließt.
Darüber hinaus weist die Bodenplatte im Übergang zum Randbereich 9 im dar¬ gestellten Beispiel vier Austrittsöffnungen 11 auf, die je eine gegen die in Fig. 1 mit Pfeil 12 dargestellte Wickelrichtung angestellte Auslaufschräge 13 aufwei¬ sen, derart, dass bei Rückdrehung des Wickelgehäuses 2 gegen die Wickel¬ richtung gemäß Pfeil 12 die Fangarme 8 leicht nach außen treten können. Der Beginn dieses Austrittsvorgangs ist in Fig. 2 angedeutet.
Nicht näher dargestellt ist, dass beispielsweise am freien Ende des Wickel¬ doms 3 dieser mit einem kleinen Rastwulst versehen sein kann, um in der Gebrauchslage das Wickelgehäuse 2 geringfügig zu fixieren, wobei allerdings gleichzeitig das leichte Abziehen des Wickelgehäuses vom Wickeldom 3 nach Beendigung des Behandlungsvorgangs der aufgewickelten Haarsträhne ge¬ währleistet ist. '
Die Wirkungsweise der Vorrichtung sei hier in Bezugnahme auf Fig. 5 näher beschrieben: ,
Der Anwender eines erfindungsgemäßen Lockenwicklers bildet mit den zu be¬ handelnden Haaren ein Haarbüschel, in Fig. 5 mit 14 bezeichnet und legt die¬ ses durch den Schlitz 10 in der Bodenplatte 4 in eine der vier Ausschnitte 7. Danach dreht der Anwender das Wickelgehäuse 2 in Richtung des Pfeils 12, wodurch das Haarbüschel 14 automatisch innerhalb des Wickelgehäuses auf dem Wickeldorn aufgewickelt wird. Geführt wird die Haarsträhne während der Drehung durch eine Seitenfläche des Schlitzes 7. Im Zuge des Aufwickeins verkürzt sich die Haarsträhne und zwar so lange, bis diese vollständig um den Wickeldorn 3 innerhalb des Wickelgehäuses 14 gewickelt ist.
Ist das Haarbüschel 14 komplett auf dem Wickeldorn 3 aufgewickelt, reicht ei¬ ne kurze Rückdrehung gegen die Richtung des Pfeils 12, um die Fangarme 8 aus den Austrittsöffnungen 11 austreten zu lassen, was mit kleinen gestrichel¬ ten Pfeilen 16 in Fig. 5 angedeutet ist. Die Fangarme verkrallen sich dann in dem umgebenden Haarwurzelbereich.
Die Fig. 6 bis 9 zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel der vorliegenden Er¬ findung. Das Wickelgehäuse 2 weist bei vorliegendem Ausführungsbeispiel nur einen einzigen Schlitz 7', welcher sich nach oben hin verbreitert. Dieses Verbreitern des Schlitzes T hat den Vorteil, dass während des Aufwickelvor¬ gangs die Haarsträhne durch die Seitenkante dieses Schlitzes geführt wird und durch die schräge Ausbildung dieser Seitenkante sich die Haarsträhne wäh¬ rend des Aufwickeins in Richtung oberer Spitzes des Wickeldorns 3 bewegt. Ein gezieltes Aufwickeln der Haarsträhne auf dem Wickeldorn 3 und das Ver¬ meiden eines Haarstaus im unteren Bereich des Wickeldorns 3 kann dadurch erzielt werden.
Wie in Fig. 9 zu erkennen, ist in vorliegendem Ausführungsbeispiel der Wickel- . dorn 3 hohl ausgeführt. Zusätzlich zur zentralen Mittelbohrung weist dieser Wi¬ ckeldorn noch radiale Bohrungen mit Öffnungen 17 auf. Es ist also möglich, eine aufgewickelte Haarsträhne von der Innenseite des WΪckeldorns 3 her, mit dem gewünschten Produkt zu beaufschlagen. Durch diese Direktapplikation des Produkts wird wesentlich weniger Produkt benötigt. \ Durch dieselbe zentrale Bohrung im Wickeldorn 3 und die Öffnungen 17 der radialen Bohrungen kann das aufgebrachte Produkt nach der gewünschten Einwirkzeit wieder ausgespült werden. Durch dieses gezielte Ausspülen ist si¬ chergestellt, dass so gut wie kein Wellprodukt mehr riach der Einwirkzeit im Haar verbleibt.
Um dieses Ausspülen noch weiter zu verbessern, sind bei vorliegendem Aus¬ führungsbeispiel der Erfindung, wie beispielsweise in Fig. 8 dargestellt, auch im Wickelgehäuse 2 Öffnungen 18 vorgesehen.
Fig. 7 zeigt die Unteransicht dieser Ausführungsform der Erfindung. Die Bo¬ denplatte 4 ist hier konkav ausgebildet und somit an die Kopfform angepasst. Darüber hinaus wurden auf dieser konkaven Bodenplatte 4 Abstandsfüßchen 19 angeordnet, durch welche beim Aufsetzen des Wicklers 1 auf dem Kopf ein Haarreservoir unter der Bodenplatte gebildet wird. Dadurch wird der Teil der Haarsträhne, der unter der Bodenplatte zu liegen kommt, nicht geklemmt und damit ein Haarstau vermieden.
Um den Einsatz für den Anwender so einfach wie möglich zu gestalten, wurde der Schlitz 10 in der Bodenplatte bei vorliegender Ausführungsform sehr groß, nämlich fast über die ganze Bodenplatte 4 gewählt.
Um dem Anwender noch mehr Freiheiten bei der Anwendung des Lockewick- lers zu geben, sind die Fangarme 8 rechtwinklig nach außenstehend am Wi¬ ckelgehäuse 2 angeordnet. Das bedeutet, dass die Drehrichtung des Wickel¬ gehäuses 2 je nach Vorliebe des Anwenders frei gewählt werden kann. Die ' Fangarme 8 werden durch das Einsetzen des Wickelgehäuses 2 auf den Wi¬ ckeldorn 3 und die Bodenplatte 4 im Randbereich 9 gebogen und nach dem Beenden des Wickelvorgangs durch die Austrittsöffnungen 11 nach außen in das umliegende Haar geführt.
Um nach der Einwirkzeit die fertiggestellt Locke leichter vom Wickeldorn ab¬ nehmen zu können, ist bei vorliegender Ausführungsform der Erfindung, wie in Fig. 9 dargestellt, der Wickeldom 3 sich konisch nach oben hin verjüngend ausgebildet.
Eine weitere mögliche Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist in den Fig. 10 bis 13 dargestellt
Im Unterschied zur gerade eben beschriebenen Ausführungsform, sind die Öffnungen 18 im Wickelgehäuse 2 deutlich kleiner ausgeführt. Dadurch ent¬ steht eine sehr geschlossene Fläche des Wickelgehäuses um den Wickeldorn herum. Die durch das Einwirken von zum Beispiel Wellprodukten auf das Haar entstehende Wärme kann bei vorliegendem Ausführungsbeispiel demnach we¬ niger schnell abgeführt werden. Versieht man das Wickelgehäuse 2 der vorlie¬ genden Ausführungsform darüber hinaus noch mit einer Wärmeisolation in Form einer Beschichtung oder durch geeignete Materialwahl, so kann die er¬ höhte Temperatur innerhalb des Wickelgehäuses die Einwirkzeit auf die Haar¬ strähne und damit die gesamt Anwendungsdauer deutlich verkürzen.
In Fig. 12 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel für ein erfindungsgemäßes Wi¬ ckelgehäuse 2 der vorliegenden Erfindung dargestellt. Die Fangarme 8 erstre¬ cken sich hier parallel zur zentralen Drehachse des Wickelgehäuses nach un¬ ten. Auch die Austrittsöffnungen 11 sind nicht im Randbereich 9, sondern in der Bodenplatte 4 angeordnet. Das bedeutet, dass nach dem Beenden des Aufwi- ckelvorgangs durch das Rückdrehen des Wickelgehäuses 2, die Fangarme 8 nicht im umliegenden Haar, sondern in dem, im Haarreservoire unter der Bo¬ denplatte 4 befindlichen Teil der aufgewickelten Haarsträhne zum Eingriff kommen. Bei vorliegender Ausführungsform ist es daher möglich, mehrere Lo¬ ckenwickler auf dem Kopf wesentlich dichter aneinander zu setzen.
Die Fangarme 8 der vorliegenden Ausführungsform sind darüber hinaus noch mit Verjüngungen ausgestattet, welche ein für das Drehen des Wickelgehäu¬ ses 2 erforderliches Abbiegen der Fangarme 8 noph erleichtert.
Natürlich sind die beschriebenen Ausführungsbeispiele der Erfindung noch viel¬ facher Hinsicht abzuändern oder untereinander zu kombinieren, ohne den Grundgedanken der Erfindung zu verlassen.
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