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Title:
HAND-CONTROLLED TOOL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1995/009070
Kind Code:
A1
Abstract:
A hand-controlled tool (1) has a front tool unit (2), a driving engine, a housing (3) and a handle device (5) that consists of a front element (6) and of a rear element (7). The invention is characterised in that the front element (6) of the handle has several gripping rods (8) mutually spaced in the longitudinal direction on the top side of the tool (1), so that ulnar abductions of the left or right hand of the user are substantially avoided whatever the working position of the tool (1).

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Inventors:
Eckert, Rainer
Application Number:
PCT/EP1994/003236
Publication Date:
April 06, 1995
Filing Date:
September 28, 1994
Export Citation:
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Assignee:
Fraunhofer-gesellschaft, F�r F�rderung Der Angewandten Forschung E.
Eckert, Rainer
International Classes:
B23D45/16; B24B23/00; B25F5/02; B27B17/00; (IPC1-7): B25F5/02; B27B17/00
Foreign References:
FR2219825A1
US4912848A
US4145810A
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Claims:
Patentansprüche
1. Handgeführtes Arbeitsgerät mit einer vorderen Werkzeug¬ einheit, einem Antriebsmotor, einem Gehäuse und mit ei¬ ner GriffVorrichtung, die aus einem vorderen Griffteil und einem hinteren Griffteil besteht, dadurch gekennzeichnet, daß dasvordere Griffteil (6) an einer Oberseite des Arbeitsgerätes (1) mehrere in Längsrichtung beabstan¬ dete Greifstellen (8) aufweist.
2. Arbeitsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das vordere Griffteil (6) an einer linken und/oder rechten Seite des Arbeitsgerätes (1) mindestens eine Greifstelle (8) aufweist.
3. Arbeitsgerät nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das vordere Griffteil (6) an der Oberseite des Ar¬ beitsgerätes (1) aus Querstreben (12) , die die Greif stellen (8) aufweisen, und zumindest einer Längsstrebe (13) besteht.
4. Arbeitsgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Querstreben (12) zwischen zwei gegenüberliegen¬ den Längsstreben (13) angeordnet und an beiden Längs¬ streben (13) befestigt sind.
5. Arbeitsgerät nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das vordere Griffteil (6) zumindest eine vordere Lateralstrebe (10) mit einer Greifstelle (8) und zumin¬ dest eine hintere Lateralstrebe (9) aufweist.
6. Arbeitsgerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwei an der linken und rechten Seite des Arbeitsge¬ rätes (1) einander gegenüberliegende vordere Lateral¬ streben (10) an der Oberseite des Arbeitsgerätes (1) mit den Längsstreben (13) und/oder einer Querstrebe (12) verbunden und an der Unterseite des Arbeitsge¬ rätes (1) mit einer Verbindungsstrebe (14) verbunden und am Gehäuse (3) befestigt sind, und daß die hintere Lateralstrebe (9) eine von zwei Längsstreben (13) am Gehäuse (3) abstützt, wobei die vorderen Lateralstreben (10) zusammen mit der hinteren Lateralstrebe (9) , den Längs und den Querstreben (12, 13) einen gitterartigen Griffrahmen bilden.
7. Arbeitsgerät nach zumindest einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsstreben (13) zwischen mindestens zwei Querstreben (12) konkav gewölbt sind.
8. Arbeitsgerät nach zumindest einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Querstreben (12) gerade ausgebildet und recht¬ winklig zu einer Gerätelängsachse angeordnet sind.
9. Arbeitsgerät nach zumindest einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Querstreben (12) gerade ausgebildet und geneigt zu einer Gerätelängsachse angeordnet sind.
10. Arbeitsgerät nach zumindest einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Querstreben (12) bogenförmig ausgebildet und symmetrisch zu einer Gerätelängsachse angeordnet sind.
11. Arbeitsgerät nach zumindest einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Querstreben (12) Vförmig abgewinkelt und sym¬ metrisch zu einer Gerätelängsachse angeordnet sind.
12. Arbeitsgerät nach zumindest einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Querstreben (12) lösbar mit den Längsstreben (13) verbunden sind.
13. Arbeitsgerät nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsstreben (13) für jede Querstrebe (12) meh¬ rere beabstandete Befestigungsstellen (25) aufweisen.
14. Arbeitsgerät nach zumindest einem der Ansprüche 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Querstreben (12) teleskopartig längenverstell¬ bar sind.
15. Arbeitsgerät nach zumindest einem der Ansprüche 3 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die vorderen Lateralstreben (10) geneigt zu einer Gerätelängsachse angeordnet sind.
16. Arbeitsgerät nach zumindest einem der Ansprüche 1 oder2 dadurch gekennzeichnet, daß das vordere Griffteil (6) in das Gehäuse (4) inte¬ griert ist.
17. Arbeitsgerät nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß das hintere Griffteil (7) ein Bedienelement (15) zur Steuerung von Gerätefunktionen und zumindest einen feststehenden Griffabschnitt (16) aufweist, wobei das Bedienelement (15) relativ zu dem feststehenden Griff abschnitt (16) um eine Längsachse desselben drehbar ge¬ lagert ist.
18. Arbeitsgerät nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß das Bedienelement (15) an einer Drehhülse (17) ge¬ lagert ist und mit dieser einen drehbeweglichen Griff¬ abschnitt (16) bildet.
19. Arbeitsgerät nach zumindest einem der Ansprüche 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, daß zu einem vorderen Ende des feststehenden Griffab¬ schnittes (16) und koaxial zu diesem die Drehhülse (17) benachbart ist.
20. Arbeitsgerät nach zumindest einem der Ansprüche 17 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß das Bedienelement (15) ein Exzenterhebel (23) mit einem vorstehenden Steuernocken (24) ist.
21. Arbeitsgerät nach zumindest einem der Ansprüche 17 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß das Bedienelement (15) um eine Schwenkachse senk¬ recht zur Längsachse verschwenkbar ist. ERSATZBLATT{REGEL26) .
22. Arbeitsgerät nach zumindest einem der Ansprüche 17 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß eine KupplungsVorrichtung (19) zwischen feststehen¬ dem Griffabschnitt (16) und drehbeweglichem Griffab¬ schnitt (18) angeordnet ist und aus einem axialen Kupp¬ lungslager (20) und mindestens einem Reibflächenpaar (21) und/oder einem Verzahnungspaar (22) gebildet ist. ERSATZBUTT(REGEL26).
Description:
Handgeführtes Arbeitsgerät

Anwendungsgebiet

Die Erfindung betrifft ein handgeführtes Arbeitsgerät mit einer vorderen Werkzeugeinheit, einem Antriebsmotor, ei¬ nem Gehäuse und mit einer GriffVorrichtung, die aus einem vorderen Griffteil und einem hinteren Griffteil besteht.

Stand der Technik

Handgeführte Arbeitsgeräte mit einer vorderen Werkzeugein¬ heit und einem Antriebsmotor, einem Gehäuse und einer Griffvorrichtung sind aus der Praxis bereits seit langem bekannt, insbesondere Kettensägen, Trennschleifer oder He¬ ckenscheren. Die GriffVorrichtung, die der Handhabung der¬ artiger Geräte dient, besteht zumeist aus einem vorderen und einem hinteren Griffteil, um eine beidhandige Bedienung zu gewährleisten. Das vordere Griffteil dient in der Regel zur Führung und zum Halten des Gerätes, das in sehr unter¬ schiedliche Positionen gebracht werden muß, wie z.B. Motor¬ sägen zum Abtrennen von Ästen an einem gefällten Baum ent¬ sprechend der Lage des Baumes, während das hintere Griff- teil zumeist auch eine Steuerung von Gerätefunktionen er¬ möglicht.

Aus der EP 0 267 472 Bl ist ein entsprechendes Arbeitsgerät bekannt, das eine vordere Werkzeugeinheit, einen Antriebs¬ motor, ein Gehäuse und eine GriffVorrichtung umfaßt, die aus einem vorderen Griffteil und einem hinteren Griffteil besteht. Das vordere Griffteil ist als Bügelgriff ausge¬ führt, der um eine Längsachse des Arbeitsgerätes kontinu¬ ierlich während des Betriebes schwenkbar ist, so daß die möglichen Griffpositionen auf einem Halbkreis um das Ar¬ beitsgerät liegen.

ERSATZBLAH(REGEL26)

Der Bügelgriff weist hierbei einen ringförmigen Ansatz auf, der das Gehäuse umgreift und in einer Nut aufgenommen ist, die sich um das Gehäuse herum erstreckt. Der Bügelgriff ist kontinuierlich unter Reibungswiderstand schwenkbar. Der hintere Griffteil ist in Form eines Griffs ausgeführt, der drehbar um eine Längsachse des Griffs befestigt ist, die sich in einem Winkel relativ zu der Schwenkachse des Bügel¬ griffes erstreckt, wobei der Winkel weniger als 90° be¬ trägt. Die Schwenkbarkeit des vorderen Griffteiles und die Drehbarkeit des hinteren Griffteiles ermöglichen es, das Arbeitsgerät unabhängig von der Armstellung des Bedieners in einer bezüglich einer Längsachse des Arbeitsgerätes be¬ liebigen Position zu führen.

Dieses bekannte Arbeitsgerät weist jedoch den Nachteil auf, daß das Ausrichten des Arbeitsgerätes bezüglich eines Werk¬ stückes in verschiedenen Höhen und Lagen über dem Boden zum einen ungünstige Körperstellungen und Körperhaltungen des Anwenders, zum anderen oftmals extreme Auslenkungen des Handarmsystems, im Speziellen in den Handgelenken, bedingt. Der Abstand zwischen vorderem Griffteil und hinterem Griff¬ teil ist nicht variabel, so daß der Anwender dazu gezwungen ist, bei Arbeiten in Bodenhöhe sich stark zu bücken, bei Arbeiten in Hüft- oder Brusthöhe keine optimale Winkelstel¬ lung der Ellenbogengelenke eingenommen werden kann.

Aufgabe, Lösung, Vorteile

Es ist demgegenüber Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Arbeitsgerät der im Oberbegriff des Anspruches 1 angege¬ benen Art so auszubilden, daß es einer Bedienungsperson un¬ abhängig von der Arbeitslage des Arbeitsgerätes möglich ist, eine ergonomisch günstige und somit entspannte Kör-

ERSATZBLÄTT(REGEL26)

perstellung und Körperhaltung einzunehmen, dabei extreme Auslenkungen und Verdrehungen des Handarmsystems zu vermei¬ den und das Arbeitsgerät sicher und risikofrei zu halten und zu bedienen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das vordere Griffteil an einer Oberseite des Arbeitsgerätes mehrere in Längsrichtung beabstandete Greifstellen auf¬ weist.

Diese Anordnung führt zu dem Vorteil, daß zum einen bei Arbeiten am Boden sich der Anwender weniger stark bücken muß, zum anderen bei Arbeiten in Hüft- oder Brusthöhe die Hände einen günstigen Abtand zueinander einnehmen können, wodurch infolge einer günstigen Winkelstellung der Ellen¬ bogengelenke die Kraft optimal auf das Gerät übertragen werden kann. Darüber hinaus ist ein sicheres Zugreifen mög¬ lich, da das vordere Griffteil gegenüber dem Arbeitsgerät fest, d.h. nicht verdreh- oder verschiebbar montiert ist, so daß eine erhöhte Sicherheit bei einem Schlagen oder Klemmen des Arbeitsgerätes gewährleistet ist. Weiterhin ist effizienteres Arbeiten möglich, da dynamisches Umgreifen kontinuierliches Arbeiten zuläßt, so daß keine Pausen zur GriffVerstellung nötig sind.

Zweckmäßigerweise weist das vordere Griffteil auch an einer linken und/oder rechten Seite des Arbeitsgerätes mindestens eine Greifstelle auf. Da es oft notwendig ist, das Arbeits¬ gerät um 90° zu kippen, um z.B. mit einer Motorsäge hori¬ zontale Schnitte durchzuführen, ermöglicht diese Greifstel¬ le, die in diesem Falle oberhalb des Schwerpunktes des Ar¬ beitsgerätes zu liegen kommt, ein von Kippmomenten um den vorderen Handangriffspunkt freies Halten und Führen des Ar¬ beitsgerätes.

ERSATZBLÄΓΓ (REGEL 26)

Eine vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Ar¬ beitsgerätes ist dadurch gegeben, daß das vordere Griff- teil an der Oberseite des Arbeitsgerätes aus Querstreben, die die Greifstellen aufweisen, und zumindest einer Längs¬ strebe besteht, bevorzugterweise zwei gegenüberliegenden Längsstreben, zwischen denen die Querstreben angeordnet und an denen diese befestigt sind. Auf diese Weise ist eine einfache und kostengünstige Gestaltung des vorderen Griff¬ teiles gewährleistet.

Es ist weiterhin von Vorteil, wenn das vordere Griffteil zumindest eine vordere Lateralstrebe, die die Greifstelle aufweist, und zumindest eine hintere Lateralstrebe besitzt. Im Speziellen dann, wenn zwei an der linken und rechten Seite des Arbeitsgerätes sich gegenüberliegende vordere La¬ teralstreben an der Oberseite des Arbeitsgerätes mit den Längsstreben und/oder einer Querstrebe verbunden und an der Unterseite des Arbeitsgerätes mit einer Verbindungsstrebe verbunden und am Gehäuse befestigt sind, und wenn eine hin¬ tere Lateralstrebe eine der zwei Längsstreben am Gehäuse abstützt, wobei die vorderen Lateralstreben zusammen mit der hinteren Lateralstrebe, den Längs- und den Querstreben einen gitterartigen Griffrahmen bilden. Die Lateralstreben an der linken und rechten Seite des Arbeitsgerätes ermög¬ lichen es, zum einen die Bearbeitungsrichtung des Arbeits¬ gerätes wie z.B. bei einem horizontalen Schnitt mit einer Motorsäge umzukehren, zum anderen ist die Benutzung für Links- und Rechtshänder gleichermaßen sichergestellt. Der gitterartige Griffrahmen erlaubt dank seiner vielen Greif¬ stellen dem Anwender, einfach und sicher umzugreifen, um das Arbeitsgerät kontinuierlich in die erforderliche Ar¬ beitslage zu bringen und mit geringem Kraftaufwand zu hal¬ ten und zu führen.

ERSATZBLÄTT(REGEL26)

Für den Fall, daß das Arbeitsgerät in einer gekippten Lage geführt wird, d.h. daß die ursprünglich linke und rechte Seite des Arbeitsgerätes oben bzw. unten zu liegen kommt, ist es besonders vorteilhaft, daß die Längsstreben zwischen mindestens zwei Querstreben konkav gewölbt sind. So ist es möglich, die beiden Längsstreben mit der konkaven Wölbung an den Oberkörper oder den Bauch anzulegen und dadurch das Arbeitsgerät mit dem Körper abzustützen. Dies gewährleistet ein besonders sicheres und stabiles Halten und Führen des Arbeitsgerätes.

Eine günstige und besonders einfache Ausführungsform des Arbeitsgerätes ist dadurch gegeben, daß die Querstreben ge¬ rade ausgebildet und rechtwinklig zu einer Gerätelängsachse angeordnet sind. Zum einen sind dadurch die Querstreben wirtschaftlich zu fertigen, zum anderen können sie aufgrund ihrer symmetrischen Anordnung bezüglich der Gerätelängs¬ achse von Rechts- und Linkshändern gleichermaßen gegriffen werden.

Ergonomisch besonders günstig ist eine bogenförmige Ausbil¬ dung der Querstreben zusammen mit einer symmetrischen An¬ ordnung dieser bezüglich einer Gerätelängsachse. Dadurch werden die Ulnarabduktionen, d.h. nach außen gerichtete Auslenkungen des Handgelenks, sowohl für Linkshänder als auch für Rechtshänder reduziert.

Eine weitere ergonomisch günstige und einfach fertigbare Ausführung ist dadurch gegeben, daß die Querstreben V-för¬ mig abgewinkelt und symmetrisch zu einer Gerätelängsachse angeordnet sind. Bevorzugterweise sind diese Querstreben in einem Winkel von ca. 75° zur Gerätelängsachse abgewinkelt, so daß ulnare, d.h. nach außen gerichtete Auslenkungen des Handgelenks, sowohl für links- als auch für rechtshändige Bedienungspersonen weitestgehend vermieden werden.

ERSATZBLÄΓT(REGEL26)

Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung ist weiterhin da¬ durch gegeben, daß die Querstreben lösbar mit den Längs¬ streben verbunden sind, vorzugsweise dann, wenn für jede dieser Querstreben an den Längsstreben mehrere beabstandete Befestigungsstellen vorgesehen sind.

So können zum einen die Abstände zwischen den einzelnen Querstreben individuell an die Bedienungsperson angepaßt werden, zum anderen können die Querstreben sowohl für Links- als auch für Rechtshänder passend geneigt zu einer Gerätelängsachse angebracht werden.

Bezüglich dieser letzten Ausführungsform ist es weiterhin besonders günstig, daß die Querstreben teleskopartig län¬ genverstellbar sind. Dadurch ergibt sich neben den bereits erwähnten Vorteilen die Möglichkeit, die Neigung der Quer¬ streben bezüglich der Gerätelängsachse individuell an die Bedienungsperson anzupassen.

Um für den Fall, daß das Arbeitsgerät gekippt ist, d.h. daß die ursprünglich linke und rechte Seite des Arbeitsge¬ rätes oben bzw. unten zu liegen kommt, die volar-ulnaren, d.h. nach unten und außen gerichteten Auslenkungen des Handgelenks zu minimieren, ist es darüber hinaus günstig, daß die vorderen Lateralstreben geneigt zu einer Geräte¬ längsachse angeordnet sind. Der Winkel zur Gerätelängsachse beträgt bevorzugterweise ca. 65°, um ergonomisch günstiges Zugreifen zu ermöglichen.

Eine andere vorteilhafte Ausgestaltung des Arbeitsgerätes ist dadurch gegeben, daß das vordere Griffteil in das Ge¬ häuse integriert ist. Dadurch wird die GriffVorrichtung be¬ sonders leicht, wodurch eine kraftsparende Handhabung des Arbeitsgerätes möglich wird. Die separaten Greifstellen

ERSÄΓZBLÄΓΓ (REGEL 26)

entlang einer Oberseite des Gerätes oder an einer oder bei¬ den Seiten desselben werden dann durch entsprechende Aus¬ nehmungen des Gehäuses selbst gebildet.

Des weiteren weist nach einem bevorzugten Ausführungsbei¬ spiel der Erfindung das Arbeitsgerät in Verbindung mit dem hinteren Griffteil ein Bedienelement zur Steuerung von Gerätefunktionen und zumindest einen feststehenden Griff¬ abschnitt auf, wobei das Bedienelement relativ zu dem fest¬ stehenden Griffabschnitt um eine Längsachse desselben dreh¬ bar gelagert ist. Dadurch kann bei Kippen des Arbeitsge¬ rätes um eine Längsachse eine stark dorsale, d.h. nach in¬ nen bzw. unten gerichtete Auslenkung des Handgelenkes ver¬ mieden werden, da die Hand, die das hintere Griffteil er¬ faßt, auf diese Weise in jeder Winkellage des Arbeitsge¬ rätes mühelos das Bedienelement erfassen und betätigen kann. Der feststehende Griffabschnitt gewährleistet daher jederzeit sicheres und festes Zugreifen sowie Halten und Führen des Arbeitsgerätes, so daß ein ungewolltes Kippen des Arbeitsgerätes um eine Gerätelängsachse vermieden ist.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist das Be¬ dienelement an einer Drehhülse gelagert und bildet mit die¬ ser einen drehbeweglichen Griffabschnitt, wobei die Dreh¬ hülse vorzugsweise zu einem vorderen Ende des feststehen¬ den Griffabschnittes benachbart und koaxial zu diesem ist. Dadurch kann die Hand das Bedienelement besonders einfach mit sich drehen und in jeder Position mühelos betätigen, ohne daß die Bedienungsperson beeinträchtigt wird.

In vorteilhafter Weise ist das Arbeitsgerät dabei so ausge¬ bildet, daß das Bedienelement ein Exzenterhebel mit einem vorstehenden Steuernocken ist und daß das Bedienelement um eine Schwenkachse senkrecht zu Längsachse verschwenkbar

ERSATZBLAπ(REGEL26)

ist. Dadurch kann das Bedienelement durch Zeigefinger bzw. Daumen einfach gehandhabt werden, wobei durch den vorste¬ henden Steuernocken die Rotationsbewegung des Bedienele¬ mentes in eine translatorische Bewegung zur Steuerung von Gerätefunktionen umgewandelt wird.

Ein weiterer Vorteil ergibt sich daraus, daß eine Kupp¬ lungsvorrichtung zwischen feststehendem Griffabschnitt und drehbeweglichem Griffabschnitt angeordnet ist, vorzugswei¬ se gebildet aus einem axialen Kupplungslager und einer stationären oder drehbeweglichen Reibscheibe vorzugsweise mit mimdestens einem Reibflächenpaar und/oder einem Ver¬ zahnungspaar. Dies ermöglicht es zum einen, das Moment, das zur Drehung des drehbeweglichen Griffabschnittes nötig ist, definiert einzustellen, zum anderen ist sicherge¬ stellt, daß der drehbewegliche Griffabschnitt seine Lage nicht ungewollt durch Vibrationen des Arbeitsgerätes ver¬ ändert.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Die Erfindung wird nachstehend anhand von Ausführungsbei- spielen und zugehörigen Zeichnungen näher erläutert. In diesen zeigen:

Fig. 1 eine Seitenansicht eines Arbeitsgerätes nach einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung in einer schematischen Darstellung,

Fig. 2 eine Draufsicht des Arbeitsgerätes nach Fig. 1 in schematischer Darstellung,

Fig. 3 eine Vorderansicht des Arbeitsgerätes nach Fig. 1 in schematischer Darstellung,

ERSAΓZBLAΓT (REGEL 26)

Fig. 4 eine vergrößerte Seitenansicht eines vorderen Griffteils des Arbeitsgerätes nach Fig. 1,

Fig. 5 eine vergrößerte Vorderansicht des vorderen Griffteils nach Fig. 4,

Fig. 6 eine vergrößerte Draufsicht des vorderen Griff- teils nach Fig. 4 und 5,

Fig. 7 eine perspektivische Darstellung des Arbeitsge¬ rätes mit Bedienungsperson in einer Seitenan¬ sicht, wobei das Arbeitsgerät in einer niedri¬ gen Höhe in vertikaler Position gehandhabt wird,

Fig. 8 eine perspektivische Darstellung ähnlich Fig. 7, wobei das Arbeitsgerät in Hüfthöhe der Bedie¬ nungsperson geführt wird,

Fig. 9 eine perspektivische Darstellung ähnlich Fig. 7 und 8, wobei das Arbeitsgerät in Brusthöhe der Bedienungsperson gehalten wird,

Fig. 10 eine perspektivische Darstellung, ähnlich derje¬ nigen in den Fig. 7 bis 9, wobei das Arbeitsge¬ rät in einer Horizontalposition gehalten und im Bauchbereich der Bedienungsperson abgestützt wird,

Fig. 11 eine Draufsicht des Arbeitsgerätes nach einem weiteren Ausführungsbeispiel des vorderen Griff¬ teiles mit geraden, für Linkshänder geneigt an¬ gebrachten Querstreben in schematischer Darstel¬ lung,

ERSATZBLÄTT(REGEL26)

Fig. 12 eine Draufsicht des Arbeitsgerätes, ähnlich der¬ jenigen in Fig. 11, mit geraden, für Rechtshän¬ der geneigt angebrachten Querstreben des vorde¬ ren Griffteiles,

Fig. 13 eine Draufsicht des Arbeitsgerätes, ähnlich den¬ jenigen in Fig. 11 und 12, mit bogenförmig aus¬ gebildeten Querstreben des vorderen Griffteiles in schematischer Darstellung,

Fig. 14 eine Draufsicht des Arbeitsgerätes, ähnlich den¬ jenigen in den Fig. 11 bis 13, mit V-förmig ab¬ gewinkelten Querstreben des vorderen Griffteiles in schematischer Darstellung,

Fig. 15 eine Draufsicht des Arbeitsgerätes, ähnlich den¬ jenigen in den Fig. 11 bis 14, mit nur einer Längsstrebe und V-förmig abgewinkelten Querstre¬ ben des vorderen Griffteils in schematischer Darstellung,

Fig. 16 eine Draufsicht des Arbeitsgerätes, ähnlich den¬ jenigen in den Fig. 11 bis 15, mit lösbar befe¬ stigten, längenverstellbaren Querstreben des vor¬ deren Griffteils in schematischer Darstellung,

Fig. 17 eine Draufsicht des Arbeitsgerätes, ähnlich den¬ jenigen in den Fig. 11 bis 16, mit lösbar befe¬ stigten, längenverstellbaren Querstreben des vor¬ deren Griffteiles in einer Anordnug für Links¬ händer in schematischer Darstellung,

Fig. 18 eine Draufsicht des Arbeitsgerätes, ähnlich den¬ jenigen in den Fig. 11 bis 17, mit lösbar befes-

tigten, längenverstellbaren Querstreben des vor¬ deren Griffteils in einer Anordnung für Rechts¬ händer in schematischer Darstellung,

Fig. 19 eine vergrößerte Schnittdarstellung einer län¬ genverstellbaren Querstrebe des vorderen Griff¬ teiles nach Fig. 18 in schematischer Darstel¬ lung,

Fig. 20 eine vergrößerte, perspektivische Darstellung eines hinteren Griffteils des Arbeitsgerätes nach Fig. 1,

Fig. 21 eine Darstellung, wie Fig. 20, mit einer das hintere Griffteil umfassenden Hand einer Bedien¬ person,

Fig. 22 einen Längsschnitt durch das hintere Griffteil des Arbeitsgerätes nach den Fig. 20 und 21 in einem betätigten Zustand eines Bedienelements in schematischer Darstellung,

Fig. 23 eine vergrößerte Querschnittsdarstellung eines drehbeweglichen Griffabschnittes des hinteren Griffteiles mit dem Bedienelement nach Fig. 22 in schematischer Darstellung.

Detaillierte Beschreibung der Erfindung und bester Weg zur Ausführung

Fig. 1 zeigt in schematischer Seitenansicht einen Trenn¬ schleifer 1 mit einer vorderen, die Trennschleifscheibe 2 drehbar lagernden Werkzeugeinheit, ein Gehäuse 3 mit einem hier nicht näher dargestellen Benzinmotor als Antriebs-

ERSATZBLÄTT(REGEL26)

quelle des Trennschleifers 1 sowie mit einer Griffvorrich¬ tung 5, die aus einem vorderen Griffteil 6 und einem hin¬ teren Griffteil 7 besteht. Das vordere Griffteil 6 dient vorrangig zum Halten und Führen des Trennschleifers 1, d.h. zur Abstützung des Gewichtes des Trennschleifers 1 durch eine Bedienungsperson, während das hintere Griffteil 7 ne¬ ben seiner Aufgabe, eine zuverlässige Zweihandbedienung des Trennschleifers zu gestatten, auch der Steuerung von Mo¬ torfunktionen, insbesondere der Drehzahlregelung, durch weiter unten noch näher erläuterte Bedieneinrichtungen dient.

Um es der Bedienungsperson zu ermöglichen, in Abhängigkeit von der Arbeitsaufgabe und der sich hieraus ergebenden Raumlage des Trennschleifers 1, auch in Abhängigkeit von durch den Körperbau der Bedienungsperson bestimmten kine¬ matischen Verhältnissen bei der Handhabung des Trennschlei¬ fers 1 eine optimale Handhabung zu ermöglichen, weist das vordere Griffteil 6 an der Oberseite des Trennschleifers 1 mehrere, in Richtung der Längsachse des Trennschleifers 1 beabstandete Greifstellen 8 auf, die im vorliegenden Fall durch die Querstreben 1 realisiert werden.

Auf diese Weise ist es möglich, den Trennschleifer 1 unab¬ hängig von der Arbeitsaufgabe im wesentlichen frei von Ul¬ nar-Abduktionen zu bedienen und somit gesundheitliche Lang¬ zeitbeeinträchtigungen, insbesondere im Handgelenkbereich der Bedienungsperson, zu vermeiden und ein ermüdungsarmes Arbeiten zu ermöglichen. Die Hand, die den Trennschleifer 1 am vorderen Griffteil 6 hält und in Abhängigkeit von der Größe der Bedienungsperson, der Arbeitsaufgabe und der Raumlage des Trennschleifers 1 entweder an der vorderen, mittleren oder hinteren Querstrebe 12 als Griffstelle 8 an¬ greift, wird auf diese Weise im wesentlichen frei von vo-

larer oder dorsaler Beanspruchung unabhängig von der Ar¬ beitsaufgabe und Raumlage des Trennschleifers 1 gehalten und kann auch während des Arbeitsvorganges eine Position im wesentlichen in Verlängerung des Unterarmes der Bedie¬ nungsperson einnehmen.

Im Bereich der vorderen Griffstelle 8 sind beiderseits des Trennschleifers 1, vorzugsweise zu einem umlaufenden Rah¬ men, wie in Fig. 3 ersichtlich, verbunden, vordere Lateral¬ streben 10 vorgesehen, die Bestandteil des vorderen Griff¬ teiles 6 sind und ebenfalls Greifstellen 8 bilden sowie vorzugsweise mit dem Gehäuse 3 verbunden sind. Eine hintere Lateralstrebe 9, die vorzugsweise keine Greifstelle bildet, dient der kraftübertragenden Verbindung des vorderen Griff¬ teiles 6 mit dem Gehäuse 3.

Fig. 2 zeigt schematisch den Trennschleifer 1 von oben in Draufsicht, wobei hier die Position und Anordnug der Quer¬ streben 12 zur Bildung von oberen, in Längsrichtung des Trennschleifers 1 beabstandeten Greifstellen 8 besonders gut ersichtlich ist. Die oberen Greifstellen 8 werden an der Oberseite des Trennschleifers 1 von den drei Querstre¬ ben 12 gebildet, die durch die opponierend angeordneten Längsstreben 13 miteinander, vorzugsweise einstückig, ver¬ bunden sind, wobei diese Längsstreben 13 gegebenenfalls auch zur Abstützung des Trennschleifers 1 am Körper der Bedienungsperson dienen können oder ebenfalls für den Hand¬ griff einer Bedienungsperson benutzt werden können.

Die vorderen Lateralstreben 10 erstrecken sich von dem Ver¬ bindungspunkt der vorderden Querstrebe 12 und der gegen¬ überliegenden Längsstreben 13 aus vertikal zur Längsachse des Trennschleifers 1 geneigt abwärts, wie dies aus Fig. 1 ersichtlich ist.

ERSATZBLÄΓT(REGEL26)

Fig. 3 zeigt eine Vorderansicht des Trennschleifers, wobei die integrale Struktur der vorderen Lateralstreben 10 mit der vorderen oberen Querstrebe 12 ersichtlich ist, wobei die Lateralstreben 10 auch entlang einer Unterseite des Ge¬ häuses 3 miteinander, vorzugsweise unter Abstützung des Gewichtes der vorderen Werkzeugeinheit des Trennschleifers 1 und des Gehäuses 3 sowie der in diesem befindlichen Ein¬ bauten durch eine Verbindungsstrebe 14 miteinander verbun¬ den sind. Die hintere Lateralstrebe 9, die keine Funktion als Greifstelle hat, ist an der rechten Seite des Trenn¬ schleifers 1 mit einer der Längsstreben 13 an der Oberseite des Trennschleifers l verbunden und dient der Abstützung des vorderen Griffteiles 6 am Gehäuse 3.

Fig. 4 zeigt das vordere Griffteil 6 in einer vergrößerten Seitenansicht. Die Längsstreben 13 sind zwischen der hin¬ teren und mittleren Querstrebe 12 konkav gekrümmt. Hier¬ durch wird eine Anpassung an den Körper bei Abstützung des Trennschleifers 1 am Rumpf der Bedienungsperson erleichtert. Die Lateralstrebe 9 ist an einer der Längsstreben 13 zwi¬ schen der hinteren und mittleren Querstrebe befestigt und stützt die Längsstrebe schräg nach unten und hinten am Ge¬ häuse 3 ab. Die vordere Lateralstrebe 10 ist mit den Längs¬ streben 13 und der vordersten der Querstreben 12 verbunden und bildet mit der vorderen Lateralstrebe 10 auf der gegen¬ überliegenden Seite des Trennschleifers 1 einen durch die Verbindungsstrebe 14 geschlossenen (Fig. 5) oder auch of¬ fenen Strebenzug (Fig. 6) . Auf diese Weise sind die hin¬ tere Lateralstrebe 9, die vorderen Lateralstreben 10 zu¬ sammen mit den Längsstreben 13 und den Querstreben 12 sowie die Verbindungsstrebe 14 zu einem gitterartigen, integra¬ len Griffrahmen verbunden.

ERSATZBLÄTT (REGEL 26)

In den Fig. 7 bis 10 sind verschiedene Arbeitspositionen bei der Handhabung des Trennschleifers 1 dargestellt. Wäh¬ rend die Fig. 7 bis 9 jeweils Vertikalschnitte und eine vertikale Arbeitsposition der Trennschleiferscheibe 2 zei¬ gen, verdeutlicht Fig. 10 eine horizontale Arbeitslage, wo¬ bei der Angriff an einer Greifstelle 8 der Lateralstreben 10 erfolgt. Aus den Darstellungen ist gut ersichtlich, daß, bedingt durch die Möglichkeit, unterschiedliche Angriffs¬ positionen an verschiedenen Greifstellen 8 an der Oberseite des Trennschleifers 1 oder auch seitlich für den Angriff der linken Hand (bei Rechtshändern) bzw. der rechten Hand (bei Linkshändern) und für die Handhabung des Trennschlei¬ fers 1 auszuwählen, daß sowohl Ulnar-Abduktionen als auch Dorsal-Extensionen der jeweils linken bzw. rechten Hand der Bedienungsperson beim Angriff an einer der Greifstellen 8 praktisch vermieden sind und sich die Hand auch bei unter¬ schiedlichen Arbeitspositionen im wesentlichen in geradli¬ niger Verlängerung des Unterarmes der Bedienungsperson er¬ streckt.

Die Fig. 11 und 12 zeigen weitere, vorteilhafte Ausführungs¬ formen für das vordere Griffteil 6 an der Oberseite des Trennschleifers 1. Die Querstreben 12 sind hierbei als ge¬ radlinige, jedoch zur Längsachse des Trennschleifers 1 ge¬ neigte Streben in paralleler Anordnung zueinander ausgebil¬ det, wobei die in Fig. 11 dargestellte Griffgestaltung mit asymmetrisch abgewinkelten Greifstellen 8 zur Reduzierung oder Vermeidung von Ulnar-Abduktionen der Hand bei Links¬ händern von Vorteil ist.

Fig. 12 zeigt analog zu den beiden vorerläuterten Drauf¬ sichten eine bevorzugte Ausführungsform für die Anordnung der Querstreben 12 mit asymmetrisch abgewinkelten Greif¬ stellen 8 zur Reduzierung oder Vermeidung von Ulnar-Abduk¬ tionen bei Rechtshändern.

ERSATZBLÄTT(REGEL26)

Fig. 13 zeigt eine weitere Ausfuhrungsform für die oberen Greifstellen 8 des vorderen Griffteiles 6, wobei hier die Querstreben 12 bogenförmig ausgebildet und symmetrisch zur Gerätelängsachse zwischen den beiden, sich gegenüberliegen¬ den Längsstreben 13 angordnet sind. Eine solche Ausbildung des vorderen Griffteiles an der Oberseite des Trennschlei¬ fers 1 ist gleichermaßen gut zur Vermeidung von Ulnar-Ab¬ duktionen bei Rechts- und Linkshändern geeignet.

In den Fig. 14 und 15 sind weitere Ausführungsbeispiele für die Gestaltung der oberen Greifstellen 8 des vorderen Griffteiles 6 dargestellt, wobei hier jede Querstrebe 12 zwei symmetrisch abgewinkelte Greifstellen 8 bildet und eine solche Griffgestaltung ebenfalls zur Vermeidung oder Verminderung von Ulnar-Abduktionen bei Links- und Rechts¬ händern geeignet ist. In der Ausführungsform nach Fig. 15 sind die Greifstellen 8 ebenfalls als V-förmig abgewinkelte Querstreben 12 ausgebildet, die symmetrisch zur Gerätelängs¬ achse angeordnet sind, wobei im Unterschied zur Ausführungs¬ form nach Fig. 14 die Greifstellen 8 nicht zwischen den bei¬ den gegenüberliegenden Längsstreben 13 angeordnet sind, son¬ dern in der Ausführungsform nach Fig. 15, die Querstreben 12 abgewinkelt an einer zentral sich in Längsrichtung des Trennschleifers 1 erstreckenden Längsstrebe 13 befestigt sind und sich fischgrätenartig abgewinkelt nach beiden Sei¬ ten von dieser aus erstrecken.

Fig. 16 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem die Quer¬ streben 12 zwischen den gegenüberliegenden Längsstreben 13 an der Oberseite des vorderen Griffteiles 6 ihrerseits län¬ genverstellbar sind, wobei die Längsstreben 13 gruppenweise zusammengefaßt jeweils mehrere, benachbart zueinander ange¬ ordnete Befestigungsstellen 25 aufweisen, mit denen die ge¬ genüberliegenden Enden einer Querstrebe je nach Wunsch ver-

bunden werden können. Hierdurch sind die Querstreben 12 auch in unterschiedlichen Abständen parallel zueinander montierbar, zum anderen können sie, wie in den Ausführungs¬ beispielen nach Fig. 17 und 18 dargestellt, in unterschied¬ lichen Winkeln zur Gerätelängsachse mit den Längsstreben 13 fest, aber austauschbar verbunden werden. Dabei ist mit den auf diese Weise gebildeten einzelnen Griffelementen durch die unterschiedliche Positionierung der Querstreben 12 in weitem Maße eine individuelle Anpassung der jeweiligen Greifstelle 8 möglich, und zwar sowohl für Rechts- als auch für Linkshänder.

Ein Längsschnitt durch eine derartige, teleskopartig län¬ genverstellbare Querstrebe 12 ist in Fig. 19 gezeigt. Zwi¬ schen den Befestigungsstellen an den gegenüberliegenden En¬ den der Querstrebe 12 ist diese aus einem hülsenförmigen Teil 12a, in dem eine Rückstellfeder 4 angeordnet ist, und einem Eingriffsteil 12b, das einen Längenausgleichsabschnitt 12c aufweist, gebildet. Die Befestigung der Querstreben 12 an den Längsstreben 13 kann jeweils durch Schrauben oder z.B. Steckbolzen erfolgen.

In den Fig. 20 und 21 ist in perspektivischer Darstellung das hintere Griffteil 7 der GriffVorrichtung 5 dargestellt, wobei das hintere Griffteil 7 als Bedienelement für eine Drehzahlsteuerung des Trennschleifers 1 einen Exzenterhebel 15 aufweist, der in Verbindung mit einer Drehhülse 17 als drehbeweglicher Griffabschnitt 18 benachbart zu einem den wesentlichen Teil des hinteren Griffteiles 7 bildenden feststehenden Griffabschnittes 16 (oder eine Parallelachse hierzu) drehbar am vorderen Ende des feststehenden Griff¬ abschnittes 16 oder in einem mittleren Bereich desselben gelagert. Hierdurch ist es möglich, daß der für die Dreh¬ zahlregelung wesentliche Exzenterhebel 7 durch die Bedie-

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nungsperson stets in einer optimalen, d.h. relativ zu dem feststehenden Griffabschnitt in Abhängigkeit von der Ar¬ beitslage verdrehten Position ergriffen und betätigt werden kann, so daß auch die rechte Hand der Bedienungsperson im wesentlichen von Dorsal-Extensionen freigehalten wird und insgesamt eine wesentlich komfortablere Handhabung des Trennschleifers 1 möglich ist.

In Fig. 22 ist das hintere Griffteil 7 in einem vergrößer¬ ten Längsschnitt dargestellt. Der drehbewegliche Griffab¬ schnitt 18, der von der Drehhülse 17 und dem Exzenterhebel 15 gebildet wird, ist vorzugsweise mittels einer Kupplungs¬ vorrichtung 19 drehbeweglich zu dem feststehenden Griffab¬ schnitt 16 und koaxial zu diesem gelagert. Durch die Kupp¬ lungsvorrichtung 19 ist es möglich, der Drehhülse 17 ein Beharrungsvermögen in der jeweiligen Winkellage zu verlei¬ hen, so daß diese sich nicht ungewollt drehverstellt. Die Kupplungsvorrichtung 19 kann aus einem axialen Kupplungsla¬ ger 20 und einer Reibscheibe 21 im Eingriff mit den Stirn¬ seiten des feststehenden Griffabschnittes 16 und des dreh¬ beweglichen Griffabschnittes, d.h. der Drehhülse 17, beste¬ hen. Der Exzenterhebel 15 ist in Fig. 22 in seinem betätig¬ ten, ein vorderes Gestänge 23 zur Drehzahlregelung des Ben¬ zinmotors des Trennschleifers 1 längsbetätigenden Zustand angezeigt. Der Exzenterhebel 15 ist um eine senkrecht zur Drehscheibe der Drehhülse 17 verlaufende Schwenkachse 23 verschwenkbar und weist an seiner Vorderseite einen Steuer¬ nocken 24 zur Längsbetätigung des Gehänges 23 auf.

In einem weiteren Ausführungsbeispiel, bei dem die Drehhül¬ se 17 in eine Ausgangslage in Umfangrichtung vorgespannt an dem feststehenden Griffabschnitt 16 gelagert ist, ist in Fig. 23 gezeigt, die vergrößert einen Querschnitt durch die Drehhülse 17 im Bereich ihrer Kupplungsverbindung zu dem

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feststehenden Griffabschnitt 16 zeigt. Hier ist auf der Schwenkachse 20 der Drehhülse 17 eine Spiralfeder 11 auf¬ genommen, die mit radialen Schenkeln einerseits an einem feststehenden, mit dem ortsfesten Griffabschnitt 16 verbun¬ denen Anschlagstift 26 und mit ihrem anderen Schenkel an einem mit der Drehhülse 17 drehbeweglichen Anschlagstift 27 anliegt. Die Fig. 23 zeigt die Drehhülse 17 in ihrem maximal verdrehten Zustand, der durch den Eingriff des Stiftes 27 in eine Eingriffsnut 28, die sich über einen Winkel von 180° erstreckt, bestimmt ist, so daß bei Frei¬ gabe des Exzenterhebels 15 der in Fig. 23 nach rechts wei¬ sende Schenkel der Rückstellfeder 11 die Drehhülse um 90° zurückstellt, bis sich der drehbewegliche Anschlagstift 27 im wesentlichen unterhalb des feststehenden Stiftes 26 be¬ findet.

Durch die kombinierte, Auslenkungen des Handgelenkes nach Möglichkeit vermeidende Gestaltung des vorderen und hinte¬ ren Griffteiles 6, 7 der GriffVorrichtung 5 ist eine we¬ sentlich bessere Handhabung des Trennschleifers 1 und ein ermüdungsarmes Arbeiten mit einem solchen Arbeitsgerät mög¬ lich.

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