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Patent Searching and Data


Title:
HAND GUIDED ELECTRIC MACHINE TOOL FOR A BLADE TOOL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/151147
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a handheld electric machine tool (10) for a blade tool (60), comprising: a housing (20) having a handle area (40) and an actuator (30) for activating the electric machine tool (10) and/or a working motion, an electronic unit (200) disposed in the housing (20) for applying at least control and/or feedback signals to the drive unit (80), said electronic unit being supplied with a DC voltage by an operating voltage unit (90) disposed in the housing (20), a drive unit (80) disposed in the housing (20) for generating a working motion of the blade tool (60), wherein the working unit (80) comprises at least one piezoelectrically or magnetostrictively operating actuator (100) having a volume of piezoelectrically or magnetostrictively excitable material, and a receptacle (50) for an interchangeable blade tool (60) having a changeout mechanism for attaching and releasing the interchangeable blade tool (60).

Inventors:
ROSER, Jochen (Schwieberdinger Str. 79, Ludwigsburg, 71636, DE)
KOEDER, Thilo (Bruhweg 12, Gerlingen, 70839, DE)
GRABSCH, Hans-Peter (Florian-Geyer-Str. 25/1, Boeblingen, 71034, DE)
SPREMO, Ivan (Rotebuehlstrasse 143b, Stuttgart, 70197, DE)
Application Number:
EP2011/057705
Publication Date:
December 08, 2011
Filing Date:
May 12, 2011
Export Citation:
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Assignee:
ROBERT BOSCH GMBH (Postfach 30 02 20, Stuttgart, 70442, DE)
ROSER, Jochen (Schwieberdinger Str. 79, Ludwigsburg, 71636, DE)
KOEDER, Thilo (Bruhweg 12, Gerlingen, 70839, DE)
GRABSCH, Hans-Peter (Florian-Geyer-Str. 25/1, Boeblingen, 71034, DE)
SPREMO, Ivan (Rotebuehlstrasse 143b, Stuttgart, 70197, DE)
International Classes:
B25F3/00; B25F5/02
Attorney, Agent or Firm:
ROBERT BOSCH GMBH (Postfach 30 02 20, Stuttgart, 70442, DE)
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Claims:
Ansprüche

1 . Handgehaltene Elektrowerkzeugmaschine (10) für ein Klingenwerkzeug (60), umfassend

ein Gehäuse (20) mit einem Griffbereich (40) und einer

Betätigungseinheit (30) zum Aktivieren der Elektrowerkzeugmaschine (10) und/oder einer Arbeitsbewegung,

eine im Gehäuse (20) angeordnete Elektronikeinheit (200) zum

Beaufschlagen der Antriebseinheit (80) mit wenigstens Steuer- und/oder Regelsignalen, die von einer im Gehäuse (20) angeordneten

Betriebsspannungseinheit (90) mit einer elektrischen Gleichspannung versorgt ist,

eine im Gehäuse (20) angeordnete Antriebseinheit (80) zur Erzeugung einer Arbeitsbewegung des Klingenwerkzeugs (60), wobei die

Antriebseinheit (80) wenigstens einen piezoelektrisch oder

magnetostriktiv arbeitenden Aktor (100) mit einem Volumen

piezoelektrisch oder magnetostriktiv anregbaren Materials umfasst, sowie

eine Aufnahme (50) für ein auswechselbares Klingenwerkzeug (60, 60a- 60f) mit einem Wechselmechanismus zum Befestigen und Lösen des auswechselbaren Klingenwerkzeugs (60, 60a-60f).

2. Handgehaltene Elektrowerkzeugmaschine nach Anspruch 1 , wobei die

Aufnahme (50) mit einem Koppelelement (106) mit der Antriebseinheit (80) gekoppelt ist, vorzugsweise in dem Koppelelement (106) angeordnet ist.

3. Handgehaltene Elektrowerkzeugmaschine nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Aufnahme (50) zum Halten unterschiedlicher Klingenwerkzeuge (60, 60a-60f) vorgesehen ist, die unterschiedliche Bearbeitungsaufgaben erfüllen..

4. Handgehaltene Elektrowerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Griffbereich (40) zum Klingenwerkzeug (60, 60a-60f) hin abrutschsicher gestaltet ist und/oder das Klingenwerkzeug (60, 60a-60f) mit einer Abdeckung gegen unbeabsichtigtes Eingreifen geschützt ist. Handgehaltene Elektrowerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei wenigstens die Antriebseinheit (80), die Elektronikeinheit (200) und die Betriebsspannungseinheit (90) so im Gehäuse (20) verteilt sind, dass ein Masseschwerpunkt der Schneidwerkzeugmaschine nahe dem Griffbereich (40) liegt.

Handgehaltene Elektrowerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Betriebsfrequenz des wenigstens einen Aktors (100) im Bereich zwischen 10 kHz und 1000 kHz, vorzugsweise zwischen 30 kHz und 50 kHz, insbesondere zwischen 35 kHz und 45 kHz, liegt.

Handgehaltene Elektrowerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Betriebsspannungseinheit (90) einen

elektrochemischen Speicher (92) umfasst, vorzugsweise einen

wiederaufladbaren elektrochemischen Speicher (92).

Handgehaltene Elektrowerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Elektronikeinheit (200) ausgebildet ist, um den wenigstens einen Aktor (100) in einer Resonanzfrequenz (f_res) zu betreiben und die Elektronikeinheit (200) eine Regeleinheit (224) mit Frequenzanpassung zur Nachführung der Resonanzfrequenz (f_res) des wenigstens einen Aktors (100) umfasst.

Handgehaltene Elektrowerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Elektronikeinheit (200) auf einer Platine (210) konzentriert ist.

0. Handgehaltene Elektrowerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine oder mehrere optische und/oder akustische und/oder haptische Betriebsabzeigen (120, 122) für einen aktivierten Zustand des wenigstens einen Aktors (100) vorgesehen sind und/oder eine

Arbeitsfeldbeleuchtung vorgesehen ist.

Description:
Beschreibung Titel

Handgeführte Elektrowerkzeugmaschine für ein Klingenwerkzeug Stand der Technik

Die Erfindung betrifft eine handgeführte Elektrowerkzeugmaschine für ein Klingenwerkzeug mit einem Gehäuse und einem piezoelektrisch oder magnetostriktiv arbeitenden Aktor.

Bekannte ultraschallbetriebene handgeführte Elektrowerkzeugmaschinen, wie etwa elektrisches Schneidwerkzeuge, bestehen aus einem üblicherweise netzbetriebenen Generator mit einer Ansteuerelektronik und einer

handgehaltenen Einheit mit einem Messer, welche mit dem Generator durch ein Kabel verbunden ist. Der Generator ist üblicherweise als Tischgerät ausgeführt.

Offenbarung der Erfindung

Es wird eine handgehaltene Elektrowerkzeugmaschine für ein Klingenwerkzeug vorgeschlagen. Die Elektrowerkzeugmaschine umfasst ein Gehäuse mit einem Griffbereich und einer Betätigungseinheit zum Aktivieren der

Elektrowerkzeugmaschine und/oder einer Arbeitsbewegung; eine im Gehäuse angeordnete Elektronikeinheit zum Beaufschlagen der Antriebseinheit mit wenigstens Steuer- und/oder Regelsignalen, die von einer im Gehäuse angeordneten Betriebsspannungseinheit mit einer elektrischen Gleichspannung versorgt ist; eine im Gehäuse angeordnete Antriebseinheit zur Erzeugung einer Arbeitsbewegung des Klingenwerkzeugs, wobei die Antriebseinheit wenigstens einen piezoelektrisch oder magnetostriktiv arbeitenden Aktor mit einem Volumen piezoelektrisch oder magnetostriktiv anregbaren Materials umfasst; sowie eine Aufnahme für ein auswechselbares Klingenwerkzeug mit einem Wechselmechanismus zum Befestigen und Lösen des auswechselbaren

Klingenwerkzeugs.

Die vorgeschlagene Elektrowerkzeugmaschine ist ein handliches einteiliges Gerät, bei dem auf störende Verbindungskabel zwischen separaten

Gehäuseteilen verzichtet werden kann. Die Elektrowerkzeugmaschine kann insbesondere schnurlos mit Batterien oder Akkus betreibbar sein.

Gegebenenfalls kann sie - zusätzlich oder alternativ - mit Netzstrom über ein Netzkabel betreibbar oder aufladbar sein. Das Klingenwerkzeug ist ein

Einsatzwerkzeug, das lösbar mit dem Aktor verbunden ist, vorzugsweise über ein

Koppelelement in Form einer Sonotrode.

Die Verbindung kann insbesondere form- oder kraftschlüssig sein. Eine oder mehrere Klingen können seitlich und/oder stirnseitig am Klingenwerkzeug ausgebildet sein. Der Griffbereich des Gehäuses kann vorteilhaft ergonomisch geformt sein.

Entsprechend einer günstigen Weiterbildung kann die Aufnahme mit einem Koppelelement mit der Antriebseinheit gekoppelt sein, vorzugsweise in dem Koppelelement angeordnet sein. Das Koppelelement, z.B. eine Sonotrode, kann eine Öffnung aufweisen, in die das Klingenwerkzeug eingesteckt werden kann. Das Klingenwerkzeug kann beim Einsetzen z.B. einrasten, wenn es in der richtigen Position ist. Das Klingenwerkzeug kann alternativ oder zusätzlich mit einem Sicherringsstift in der Öffnung fixiert werden. Denkbar ist auch ein

Spannfutter zum Haltern des Klingenwerkzeugs. Die Öffnung zur Aufnahme des auswechselbaren Klingenwerkzeugs kann auch ein Schlitz sein, in welchem das eingesetzte Klingenwerkzeug geklemmt werden kann.

Entsprechend einer günstigen Weiterbildung kann die Aufnahme zum Halten unterschiedlicher Klingenwerkzeuge vorgesehen sein, die unterschiedliche

Bearbeitungsaufgaben erfüllen. Die Klingenwerkzeuge können z.B. zum

Schneiden, Schaben, Hobeln, Sägen oder Polieren ausgebildet sein. Das Klingenwerkzeug kann teilweise oder ganz mit einer Abrasionsschicht, etwa einem Hartstoff oder Diamant, beschichtet sein. Mit der Abrasionsschicht kann, je nach Körnigkeit der Abrasionsschicht, z.B. eine Oberfläche abgetragen oder poliert werden. Vorteilhaft kann der Griffbereich zum Klingenwerkzeug hin abrutschsicher gestaltet sein und/oder das Klingenwerkzeug mit einer Abdeckung gegen unbeabsichtigtes Eingreifen geschützt sein. Dadurch kann die Betriebssicherheit der Elektrowerkzeugmaschine verbessert und die Handhabung erleichtert werden.

Günstigerweise können wenigstens die Antriebseinheit, die Elektronikeinheit und die Betriebsspannungseinheit so im Gehäuse verteilt sein, dass ein

Masseschwerpunkt der Elektrowerkzeugmaschine nahe dem Griffbereich liegt. Die Handhabung der Elektrowerkzeugmaschine wird erleichtert, das

Arbeitsergebnis kann besser kontrolliert werden.

Besonders kompakt kann die Elektrowerkzeugmaschine ausgeführt werden, wenn die Elektronikeinheit auf einer Platine konzentriert ist. Liegt die

Betriebsfrequenz des wenigstens einen Aktors im Bereich zwischen 10 kHz und 1000 kHz, vorzugsweise zwischen 30 kHz und 50 kHz, insbesondere zwischen 35 kHz und 45 kHz, kann der Platzbedarf für den Aktor verringert werden. Es kann ein günstiges Verhältnis von Leistung und Volumen und damit Gewicht erreicht werden.

Vorteilhaft kann die Betriebsspannungseinheit einen elektrochemischen Speicher umfassen, vorzugsweise einen wiederaufladbaren elektrochemischen Speicher. Der Speicher kann austauschbar sein und z.B. in einer externen Ladestation geladen werden. Denkbar ist jedoch auch, dass der Speicher in der

Elektrowerkzeugmaschine geladen werden kann. Eine elektrische

Ausgangsspannung der Betriebsspannungseinheit kann bei Versorgung mit elektrochemischen Speichern zwischen 3 Volt bis 100 Volt DC liegen, vorzugsweise im Bereich von 3,5V bis 40V, insbesondere bei einem Wert von 36 Volt, 24 Volt, 18 Volt, 14,4 Volt, 12 Volt, 10,6 Volt, 7,2 Volt und/oder 3,6 Volt. Vorteilhaft können als elektrochemische Speicher Batteriepacks oder

nachladbare Akkupacks eingesetzt werden, die klein und leicht genug sind, um eine gute Handhabbarkeit der Elektrowerkzeugmaschine bei hoher

Ausgangsleistung noch zu gewährleisten. Günstig hier sind Systeme auf der Basis von z.B. Lithium-Ionen (Li-Ion) oder auch Nickel-Metallhydrid (NiMeH), Nickel-Cadmium (NiCd) oder auch Blei und dergleichen. Eine besonders gute Leistungsausbeute bei kleinem Bauraum kann erreicht werden, wenn die Elektronikeinheit ausgebildet ist, um den wenigstens einen Aktor in einer Resonanzfrequenz zu betreiben und die Elektronikeinheit eine Regeleinheit mit Frequenzanpassung zur Nachführung der Resonanzfrequenz des wenigstens einen Aktors umfasst. Wird der Aktor mit seiner

Resonanzfrequenz betrieben, so kann bei ausreichend hoher Güte des

Schwingsystems entsprechend einer elektrischen Eingangsleistung eine hohe mechanische Ausgangsleistung abgegeben werden. Zweckmäßigerweise kann die Elektronikeinheit so ausgebildet sein, dass die Resonanzfrequenz im Betrieb der Elektrowerkzeugmaschine nachgeführt werden kann. Der Aktor kann ein Ultraschallaktor sein, insbesondere ein Piezoaktor in Bauweise eines Langevin- Schwingers. Der Piezoaktor weist als anregungsaktives Material

piezoelektrisches Material auf. Typischerweise liegt die Güte des ungedämpften Schwingsystems bei Werten über 100, typischerweise über 500. Das

Resonanzsystem des Aktors, das die Resonanzfrequenz aufweist, umfasst den Langevin-Schwinger mit piezoelektrisch aktivem Material und an den Schwinger angekoppelte Komponenten, insbesondere Komponenten, die den Ultraschall verstärken und/oder zu einem Bearbeitungsort übertragen. Solche Komponenten sind z.B. als Booster oder Sonotrode bekannt. Dies ermöglicht eine

Baugrößenreduktion und die Bereitstellung eines kompakten Geräts. Vorteilhaft wird damit eine kompakte Elektrowerkzeugmaschine hoher Leistungsfähigkeit geschaffen, die gleichzeitig handlich ist. Es können auch mehrere Aktoren, z.B. mit gleicher oder auch mit unterschiedlicher Resonanzfrequenz, als

Antriebskomponente vorgesehen sein. Alternativ können auch eine oder mehrere weitere Antriebskomponenten, etwa ein Elektromotor, vorgesehen sein. Die verschiedenen Antriebskomponenten können alternativ oder in Kombination betrieben werden.

Günstigerweise können gemäß einer weiteren Ausführungsform eine oder mehrere optische und/oder akustische und/oder haptische Betriebsabzeigen für einen aktivierten Zustand des wenigstens einen Aktors und/oder eine

Arbeitsfeldbeleuchtung vorgesehen sein. Vorteilhaft für eine handgehaltene Elektrowerkzeugmaschine kann das Volumen des piezoelektrisch aktiven Materials mindestens 0,2 cm 3 , vorzugsweise mindestens 0,5 cm 3 , insbesondere mindestens 1 cm 3 , betragen. Vorteilhaft kann eine ausreichende Ultraschallleistung bei kleiner Baugröße des Aktors erreicht werden. Der wenigstens eine Aktor kann dabei eine Leistungsdichte von mindestens 5 Watt/cm 3 , vorzugsweise von mindestens 20 Watt/cm 3 , bezogen auf das Volumen des piezoelektrisch aktiven Materials des wenigsten einen Aktors aufweisen. Eine entsprechend hohe Leistungsdichte ist vorteilhaft für eine handgehaltene kompakte Elektrowerkzeugmaschine mit möglichst kleinen Abmessungen und geringen Herstellkosten. Vorteilhaft ist für kompakte

Abmessungen ferner, wenn eine maximale elektrische Anregungsfeldstärke des wenigstens einen Aktors im Bereich unterhalb von 300 V/mm liegen (bezogen auf die Dicke, insbesondere Scheibendicke, des piezoelektrisch aktiven

Materials), vorzugsweise im Bereich zwischen 50 V/mm und 220 V/mm. Bei einer Scheibendicke des Aktors von typischerweise 1 mm bis 10 mm, vorzugsweise 2 mm bis 6 mm, insbesondere um 5 mm liegen die elektrischen Spannungen bei unter 1000 Volt. Eingangsseitig der Elektronikeinheit kann eine elektrische Leistung zur Beaufschlagung des wenigstens einen Aktors mindestens 20 Watt betragen. Vorteilhaft kann damit eine ausreichende Leistung für eine

Elektrowerkzeugmaschine sichergestellt werden. Übliche Leistungen liegen im Heimwerkerbereich, für kleine Schneidsysteme etwa zwischen 20 Watt und 250 Watt, vorzugsweise 50 Watt bis 150 Watt. Trotzdem kann eine

Elektrowerkzeugmaschine mit handlichen Abmessungen geschaffen werden, die zum einen von der Hand des Bearbeiters umfasst oder gehalten werden kann und zum anderen ausreichend Leistung zur Bearbeitung bereitstellt.

Denkbar ist, dass die Antriebseinheit neben dem wenigstens einen Aktor mindestens eine weitere Antriebskomponente umfassen. Vorteilhaft kann der Arbeitsbewegung eines durch die mindestens eine weitere Antriebskomponente angetriebenen Werkzeugs eine durch den wenigstens einen Aktor erzeugte Bewegung überlagert werden, wodurch der Arbeitsfortschritt erheblich verbessert und die Bearbeitung erleichtert werden kann.

Zeichnung Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In der

Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Zeichnung, die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in

Kombination. Der Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen.

Es zeigen beispielhaft:

Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel einer handgehaltenen

Elektrowerkzeugmaschine mit einem langgestreckten Gehäuse mit einem auswechselbaren Klingenwerkzeug;

Fig. 2 ein weiteres Ausführungsbeispiel einer handgehaltenen

Elektrowerkzeugmaschine mit einem T-förmigen Gehäuse mit einem auswechselbaren Klingenwerkzeug;

Fig. 3 eine Prinzipskizze einer Aufnahme für ein auswechselbares

Klingenwerkzeug;

Fig. 4a-4f verschiedene Klingenwerkzeuge für eine handgehaltene

Elektrowerkzeugmaschine mit einem auswechselbaren

Klingenwerkzeug.

Ausführungsformen der Erfindung

In den Figuren sind gleiche oder gleichartige Komponenten mit gleichen

Bezugszeichen beziffert.

Zur Erläuterung der Erfindung zeigen die Figuren 1 und 2 verschiedene Beispiele von handgehaltenen Elektrowerkzeugmaschinen 10 mit auswechselbarem Klingenwerkzeug 60. Fig. 1 zeigt eine handgehaltene Elektrowerkzeugmaschine 10 mit langgestreckter Gehäuseform; Fig. 2 zeigt eine handgehaltene

Elektrowerkzeugmaschine 10 mit T-förmiger Gehäuseform.

Die handgehaltene Elektrowerkzeugmaschine 10 umfasst ein Gehäuse 20 mit einem Griffbereich 40. Ein Bediener hält die Elektrowerkzeugmaschine 10 an dem Griffbereich 40 bzw. umfasst den Griffbereich mit der Hand und kann die Elektrowerkzeugmaschine 10 sicher führen. Der Griffbereich 40 kann gegebenenfalls mit einem nicht dargestellten

Dämpfungselement gegenüber andern Gehäusebereichen entkoppelt sein. Die Elektrowerkzeugmaschine 10 umfasst ferner einen Werkzeugbereich 50 für das linear und/oder oszillierend antreibbare Klingenwerkzeug 60, etwa ein Messer oder ein anderes Klingenwerkzeug.

Ein gehäuseseitiges Bedienteil 30 dient zur benutzerseitigen Aktivierung des Klingenwerkzeugs 60 und/oder der Elektrowerkzeugmaschine 10. Das Bedienteil 30 kann z.B. ein Schalter oder ein Regler sein oder auch mehrere

Bedienelemente umfassen, von denen z.B. eines zum Einschalten der

Elektrowerkzeugmaschine 10 und eines zum Einschalten und/oder Regeln des Klingenwerkzeugs 60 vorgesehen sein kann.

Im Gehäuse 20 ist eine Antriebseinheit 80 angeordnet, die in den Beispielen gemäß Fig. 1 und Fig. 2 nur eine Antriebskomponente umfasst, die durch einen

Aktor 100 gebildet ist. Dieser kann als Piezo-angeregter Langevin-Schwinger (auch Piezoaktor genannt) ausgebildet sein, der ein Volumen piezoelektrisch aktiven Materials 102 umfasst, z.B. piezokeramische Scheiben, die in einer Stapelrichtung aufeinandergeschichtet und zusammengepresst sind und die bei Beaufschlagung mit elektrischer Spannung eine Längenänderung durchführen.

Bei Beaufschlagung mit hochfrequenter elektrischer Spannung wird in an sich bekannter Weise Ultraschall generiert, der über einen Koppelelement 106 zu dem Klingenwerkzeug 60 geleitet wird. Das Koppelelement 106 kann eine an sich bekannte Sonotrode sein. Die Länge und die Form wie auch das Material des Koppelelements 106 bestimmen eine Resonanzfrequenz des Aktors 100.

Auch das Klingenwerkzeug 60 kann die Resonanzfrequenz beeinflussen. In den Ausführungsvarianten in Fig.1 und Fig. 2 ist der Aktor 100 so ausgeführt, dass Langevin-Schwinger und Koppelelement 106 in einer Einheit zusammengefasst sind, und deren gesamte Länge in etwa der halben Wellenlänge λ/2 der

Ultraschallschwingung entspricht. Andere Ausführungsvarianten können vorsehen, dass der Aktor 100 zusammengesetzt ist aus mehreren Komponenten mit der Länge λ/2. Dies können sein: Schwingungserzeuger, bekannt als

Konverter, im speziellen z.B. ein Langevin-Schwinger,

Amplitudentransformationsstücke 104 bekannt als Booster, ggf.

Verlängerungsstücke, sowie dem Koppelelement 106 bekannt als Sonotrode. Das Koppelelement 106 weist eine Aufnahme 108 für das auswechselbare Klingenwerkzeug 60 auf, die in Fig. 3 genauer beschreiben ist. Das

Klingenwerkzeug 60 kann mit einem Haltemittel 1 10 in der Aufnahme sicher fixiert werden.

Eine im Gehäuse 20 angeordnete Elektronikeinheit 200 dient zum Beaufschlagen der Antriebseinheit 80 mit wenigstens Steuer- und/oder Regelsignalen, sowie der Spannungsversorgung des Aktors 100. Die Elektronikeinheit 200 kann platzsparend auf einer einzigen Platine 210 untergebracht sein (Fig. 1 ) oder auf z.B. zwei Platinen 212, 214, verteilt sein (Fig. 2), wobei eine im Hauptteil und eine im quer vom Hauptteil abstehenden Griffteil des T-förmigen Gehäuses 20 angeordnet ist. Vorteilhaft sind Antriebseinheit 80, Elektronikeinheit 200 und Betriebsspannungseinheit 90 so im Gehäuse 20 verteilt, dass ein

Masseschwerpunkt im Bereich des Griffteils 40 liegt.

Eine Betriebsspannungseinheit 90, hier als Batterie- oder Akkupack mit Batterien oder wiederaufladbaren Akkus 92 ausgebildet, dient zur Bereitstellung einer elektrischen Gleichspannung für die Elektronikeinheit 90, welche die

Betriebsspannung in ein hochfrequentes Spannungssignal umsetzt, mit dem der Aktor 100 in gewünschter Weise zu Schwingungen angeregt wird.

Die Elektronikeinheit 200 ist insbesondere ausgebildet, um den wenigstens einen Aktor 100 in einer Resonanzfrequenz f_res zu betreiben. Dabei umfasst die Elektronikeinheit 200 eine Regeleinheit 224 zur Nachführung der

Resonanzfrequenz f_res des Aktors 100. Die Regeleinheit 224 kann eine Phasenregelkette umfassen, die den Aktor 100 in dessen Resonanzfrequenz anregen kann, wobei eine Phasenverschiebung zwischen dem eingespeisten Strom und der eingespeisten Spannung auf 0° eingestellt wird. Vorzugsweise wird die Resonanzfrequenz f_res nachgeregelt, wenn sich aufgrund von

Erwärmung oder Lastwechsel am Werkzeug die Resonanzfrequenz ändert. Alternativ kann auch eine Frequenznachführung erfolgen, indem auf ein

Maximum des in den Aktor 100 eingespeisten Stroms geregelt wird.

Ist der Aktor 100 ein Piezoaktor, beträgt das Volumen des piezoelektrisch aktiven Materials 102, z.B. aufeinandergestapelte piezoelektrische Scheiben, günstigerweise mindestens 0,2 cm 3 , vorzugsweise 0,5 cm 3 , insbesondere mindestens 1 cm 3 . Der Aktor 100 kann eine Leistungsdichte von mindestens 5 Watt/cm 3 , vorzugsweise von mindestens 20 Watt/cm 3 , bezogen auf das Volumen des piezoelektrisch aktiven Materials 102 des Aktors 100 aufweisen. Die

Leistungsdichte ermöglicht einen Einsatz in einer handgehaltenen

Elektrowerkzeugmaschine 10 mit ausreichender Leistungsabgabe des

Klingenwerkzeugs 60.

Günstigerweise kann der Aktor 100 mit dem Koppelelement 106

schwingungsarm im Gehäuse 20 gelagert sein, was den Bedienkomfort und die Handhabung der Elektrowerkzeugmaschine 10 weiter verbessert.

Die Aktivierung des Klingenwerkzeugs 60 durch das Bedienteil 30 kann z.B. mit einem Signalmittel 122 (Fig. 2) angezeigt werden, um den geräuscharmen Betrieb des Klingenwerkzeugs 60 erkennbar zu machen.

Fig. 3 zeigt als Prinzipskizze ein Detail einer möglichen Befestigung eines Klingenwerkzeugs 60 in einer Aufnahme 108 eines Koppelelements 106 aus den Figuren 1 und 2. Das Klingenwerkzeug 60 ist mit einem Verbindungsteil 62 in der Aufnahme 108 aufgenommen und dort mit einem Fixierelement 1 10 fixiert. Die Aufnahme 108 kann z.B. als Schlitz am freien Ende des Koppelelements 106 ausgebildet sein, und das Fixierelement 1 10 kann als Schraube ausgebildet sein. Beim Anziehen der Schraube wird das Klingenwerkzeug 60 im Schlitz eingespannt. Alternativ (nicht dargestellt) kann das Klingenwerkzeug 60 auch z.B. durch

Verschrauben mit dem Koppelelement 106 verbunden werden. Dazu könnte das Klingenwerkzeug 60 als Verbindungsteil 62 einen Bolzen mit Außengewinde aufweisen, der in eine Gewindebohrung im Koppelelement 106 eingedreht werden kann.

Die Elektrowerkzeugmaschine 10 kann bevorzugt dafür vorgesehen sein, mit unterschiedlichen Klingenwerkzeugen 60 zu arbeiten. Mit einem Grundgerät können unterschiedliche Arbeiten ausgeführt werden, indem das geeignete Klingenwerkzeug 60 eingesetzt wird. Beispielhaft ist in den Figuren 4a-4f eine Reihe von unterschiedlichen

Klingenwerkzeugen 60a-60f dargestellt. Jedes Klingenwerkzeug 60a-60f ist mit seinem Verbindungsteil 62a-62f in die Aufnahme 108 der

Elektrowerkzeugmaschine 10 einsetzbar, so dass die Elektrowerkzeugmaschine 10 unterschiedliche Bearbeitungsaufgaben erfüllen kann.

So zeigt Fig. 4a ein Klingenwerkzeug 60a mit einer dreieckigen Klinge, die zwei seitliche Schneidkanten 64a aufweist. Fig. 4b zeigt ein Klingenwerkzeug 60b mit einer rechteckigen Klinge, die an den drei freien Außenkanten eine umlaufende Schneidkante 64b aufweist. Fig. 4c zeigt ein gezahntes Klingenwerkzeug 60c mit dreieckiger Klinge mit zwei seitliche Sägekanten 64c. Ein solches

Klingenwerkzeug 60c eignet sich z.B. zur Bearbeitung, insbesondere zum Schneiden, von Rigips oder anderen, ähnlich weichen Materialien. Fig. 4d zeigt ein Klingenwerkzeug 60d besonders für Schabe- und Hobelarbeiten mit einer verbreiterten Kante 64d an einer Stirnseite des Klingenwerkzeugs 60d. Je nach Anstellwinkel des Klingenwerkzeugs 60d kann mit diesem geschabt oder gehobelt werden. Fig. 4e zeigt ein Klingenwerkzeug 60e, das bereichsweise, vorzugsweise an den Schneidkanten 64e, mit einer harten und/oder abrasiven Beschichtung 66e versehen ist, etwa einer Diamantbeschichtung. Ein solches Klingenwerkzeug 60e eignet sich zum Schleifen oder Polieren, je nach Körnung der Beschichtung 66e. Fig. 4f zeigt ein ganzflächig beschichtetes

Klingenwerkzeug 60f mit einer dreieckigen Klinge entsprechend Fig. 4a. Die Beschichtung 66f kann z.B. eine Diamantbeschichtung sein. Ferner können alle gezeigten ein Klingenwerkzeuge 60a-60f ganz oder teilweise mit einer härtenden und/oder abrasiven Beschichtung versehen sein.