Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
HAND-HELD MACHINE TOOL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2016/206829
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a hand-held machine tool (1), particularly an electric hand-held machine tool, comprising an actuatable drive machine (5) that is or can be connected to a driven tool (8) via a gear arrangement (6), and at least one device (17) which switches a function in the mechanical effect chain from the drive machine (5) to the tool (8) and which comprises at least one electrical actuator to switch function. According to the invention, the device (17) comprises at least one user-activatable switch (15, 16) that actuates the actuator (12, 13).

More Like This:
Inventors:
FUCHS, Rudolf (Fliederweg 31, Neuhausen, 73765, DE)
Application Number:
EP2016/059138
Publication Date:
December 29, 2016
Filing Date:
April 25, 2016
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
ROBERT BOSCH GMBH (Postfach 30 02 20, Stuttgart, 70442, DE)
International Classes:
B25F5/00
Foreign References:
EP2030710A22009-03-04
DE102012202774A12013-08-29
DE102008020173A12009-10-29
Download PDF:
Claims:
Ansprüche

1. Handwerkzeugmaschine (1), insbesondere Elektrohandwerkzeugmaschine, mit einer ansteuerbaren Antriebsmaschine (5), die durch eine

Getriebeeinrichtung (6) mit einem anzutreibenden Werkzeug (8)

verbunden/verbindbar ist, und mit wenigstens einer Einrichtung (17) zum Umschalten einer Funktion in der mechanischen Wirkkette von der

Antriebsmaschine (5) zu dem Werkzeug (8), die wenigstens einen elektrischen Aktuator zum Umschalten der Funktion aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (17) wenigstens einen durch einen Benutzer betätigbaren Schalter (15,16) zum Ansteuern des Aktuators (12,13) aufweist.

2. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Aktuator (12) als der Getriebeeinrichtung (6) zugeordneter Gangsteller ausgebildet ist.

3. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass der Aktuator (13) als Koppelaktuator eines an- und abkoppelbaren Schlagwerks (11) der Handwerkzeugmaschine (1) ausgebildet ist.

4. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass der Schalter (15,16) als mechanisch betätigbarer Druckknopf ausgebildet ist.

5. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass der Schalter (15,16) als

berührungsempfindliche Tastfläche ausgebildet ist.

6. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass der Schalter (15,16) von einer Anzeigeeinheit, die die berührungsempfindliche Tastfläche aufweist dargestellt oder gebildet wird.

Handwerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (17) mehrere Aktuatoren (12,13) aufweist, wobei jedem Aktuator (12,13) ein eigener Schalter (15,16) zu seiner Ansteuerung zugeordnet ist.

Description:
Beschreibung Titel

Handwerkzeugmaschine

Die Erfindung betrifft eine Handwerkzeugmaschine, insbesondere

Elektrohandwerkzeugmaschine, mit einer ansteuerbaren Antriebsmaschine, insbesondere Elektromotor, die durch eine Getriebeeinrichtung mit einem anzutreibenden Werkzeug verbunden/verbindbar ist, und mit wenigstens einer Einrichtung zum Umschalten einer Funktion in der mechanischen Wirkkette von der Antriebsmaschine zu dem Werkzeug.

Stand der Technik

Handwerkzeugmaschinen der eingangs genannten Art sind aus dem Stand der Technik grundsätzlich bekannt. So offenbart beispielsweise die

Offenlegungsschrift EP 2 708 329 AI eine Elektrohandwerkzeugmaschine mit einem Elektromotor als Antriebsmaschine, der durch eine Getriebeeinrichtung mit einem drehbar gelagerten Werkzeughalter wirkverbunden ist. Die

Getriebeeinrichtung weist mehrere Übersetzungsstufen auf, zwischen denen in Abhängigkeit von einem erfassten Drehmoment eine gewählt wird. Dazu ist der Getriebeeinrichtung ein Schaltaktuator zugeordnet, der in Abhängigkeit von dem erfassten Drehmoment die Getriebeeinrichtung betätigt.

Offenbarung der Erfindung

Die erfindungsgemäße Handwerkzeugmaschine mit den Merkmalen des

Anspruchs 1 hat den Vorteil, dass ein Benutzer der Handwerkzeugmaschine eine Funktion in der mechanischen Wirkkette von der Antriebsmaschine zu dem Werkzeug bei Bedarf selbst umschalten kann, ohne jedoch das Umschalten mechanisch selbst vornehmen zu müssen. Unter der mechanischen Wirkkette von der Antriebsmaschine zu dem Werkzeug wird die mechanische

Wirkverbindung verstanden, die von dem Antriebsmotor bis zu dem Werkzeug, zumindest jedoch bis zum Werkzeughalter der Handwerkzeugmaschine führt, und insbesondere durch die Getriebeeinrichtung, die mit der Antriebsmaschine einerseits und mit dem Werkzeughalter andererseits verbunden ist, gebildet wird.

Dem Benutzer wird durch die Erfindung die Möglichkeit gegeben, beispielsweise einen Gangwechsel oder das Zu- oder Abschalten eines Schlagwerks

durchzuführen, ohne selbst eine dafür notwendige Betätigungskraft aufwenden zu müssen. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Einrichtung wenigstens einen betätigbaren Schalter zum Ansteuern des Aktuators aufweist. Der Schalter ist durch den Benutzer betätigbar und damit insbesondere von außen zugänglich. Insbesondere ist vorgesehen, dass der Schalter an einer Außenseite des

Gehäuses der Handwerkzeugmaschine insbesondere derart angeordnet ist, dass er von dem Benutzer leicht erreichbar und betätigbar ist. Durch das Betätigen des Schalters wird der Aktuator angesteuert, um beispielsweise einen

gewünschten Gang einzulegen oder das Schlagwerk zu aktivieren.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Aktuator als dem Getriebe zugeordneter Gangsteller ausgebildet ist. Gemäß dieser Ausführungsform ist der Aktuator also dazu ausgebildet, einen Gang der

Getriebeeinrichtung, die insofern als Schaltgetriebe ausgebildet ist, einzulegen beziehungsweise einzustellen. Insbesondere weist das Getriebeeinrichtung mehrere, mindestens zwei Gänge, bevorzugt genau zwei Gänge, mit

unterschiedlichen Übersetzungsstufen auf, sodass der Benutzer durch Betätigen des Schalters beispielsweise das Umschalten von einer Übersetzungsstufe in die andere Übersetzungsstufe bewirkt.

Gemäß einer alternativen Weiterbildung ist vorgesehen, dass der Aktuator oder ein weiterer Aktuator als Koppelaktuator des an- und abkoppelbaren

Schlagwerks der Handwerkzeugmaschine ausgebildet ist. Dann kann der

Benutzer durch Betätigen des Schalters das Schlagwerk automatisch an- oder abkoppeln, wobei auch hier der Aktuator insbesondere innerhalb des Gehäuses und geschützt vor äußeren Einflüssen angeordnet ist. Insbesondere ist vorgesehen, dass das Schlagwerk und der Koppelaktuator der

Getriebeeinrichtung zugeordnet sind. So kann das Schlagwerk beispielsweise ein Bestandteil der Getriebeeinrichtung ausmachen und durch eine von dem

Koppelaktuator betätigbare Kupplung an- oder abgekoppelt werden. Der oder die Aktuatoren sind vorzugsweise elektromotorisch oder elektromagnetisch ausgebildet, um die jeweilige Funktion, insbesondere das Schaltgetriebe oder das Schlagwerk, umzuschalten. Der jeweilige Aktuator bezieht dabei seine elektrische Energie zweckmäßigerweise von einem Energiespeichermodul der Handwerkzeugmaschine, das insbesondere als austauschbares

Energiespeichermodul ausgebildet ist.

Der jeweilige Schalter ist bevorzugt als mechanisch betätigbarer Druckknopf ausgebildet und insbesondere von dem Gehäuse der Handwerkzeugmaschine vorstehend angeordnet, sodass er von dem Benutzer leicht ertastet und betätigt werden kann. Durch die Ausbildung als mechanisch betätigbarer Druckknopf erhält der Benutzer auf einfache Art und Weise eine Rückmeldung darüber, ob er den Schalter korrekt betätigt hat oder nicht, und damit darüber, ob die

gewünschte Funktion wunschgemäß umgeschaltet wird oder wurde.

Alternativ ist bevorzugt vorgesehen, dass der Schalter als

berührungsempfindliche Tastfläche ausgebildet ist. Diese ist von dem Benutzer etwas weniger leicht zu ertasten, jedoch variabler verwendbar, beispielsweise für unterschiedliche Funktionen in Abhängigkeit von einem aktuellen

Betriebszustand der Handwerkzeugmaschine. Durch einfaches Auflegen des Fingers auf die Tastfläche kann der Benutzer beispielsweise die Funktion umschalten.

Besonders bevorzugt wird der Schalter von einer Anzeigeeinheit, die die berührungsempfindliche Tastfläche aufweist, dargestellt oder gebildet. Dadurch kann dem Benutzer leicht angezeigt werden, welche Funktion zur Umschaltung bereitsteht, wodurch der Betrieb der Handwerkzeugmaschine für den Benutzer weiter vereinfacht wird.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist außerdem

vorgesehen, dass die Einrichtung mehrere Aktuatoren aufweist, wobei jedem Aktuator ein eigener Schalter zu seiner Ansteuerung zugeordnet ist. Damit kann der Benutzer auf einfache Art und Weise durch die Verwendung der Schalter die in die Handwerkzeugmaschine integrierten Aktuatoren betätigen, um gewünschte Einstellungen in der mechanischen Wirkkette vorzunehmen.

Im Folgenden soll die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert werden. Dazu zeigt im Folgenden die einzige

Figur eine Handwerkzeugmaschine in einer vereinfachten perspektivischen Darstellung. Figur 1 zeigt in einer vereinfachten Darstellung eine Handwerkzeugmaschine 1, die als Elektrohandwerkzeugmaschine ausgebildet ist. Die

Handwerkzeugmaschine 1 weist ein Gehäuse 2 auf, das pistolenförmig ausgebildet ist und einen Griffabschnitt 3 sowie einen Werkzeugabschnitt 4 aufweist, wobei der Werkzeugabschnitt 4 und der Griffabschnitt 3 im

Wesentlichen senkrecht zueinander ausgerichtet sind. In dem

Werkzeugabschnitt 4 ist ein Elektromotor 5 als Antriebsmaschine der

Handwerkzeugmaschine 1 angeordnet. Durch eine Getriebeeinrichtung 6, die als Schaltgetriebe ausgebildet ist, ist der Elektromotor 5 mit einem Werkzeughalter 7 in der Form eines Spannfutters wirkverbunden. Der Werkzeughalter ist zur Aufnahme eines Schraub-, Bohr-, oder Schlagbohrwerkzeugs 8 ausgebildet.

An dem Griffabschnitt 3 ist außerdem ein Druckschalter 9 angeordnet, der insbesondere stufenlos von einer Ausgangsposition in eine Endposition durch einen Benutzer insbesondere entgegen der Kraft einer Rückstellfeder verlagerbar ist, um in Abhängigkeit von der eingestellten Drückposition eine Drehzahl und/oder ein Drehmoment von dem Elektromotor 5 anzufordern

beziehungsweise einzustellen. Durch Betätigen des Druckschalters 9 kann der Benutzer also die Drehzahl und das Drehmoment der Handwerkzeugmaschine 1 vorgeben. Die für den Betrieb des Elektromotors 5 notwendige elektrische Energie wird dabei durch ein am freien Ende des Griffabschnitts 9 lösbar befestigtes Energiespeichermodul 10 bereitgestellt. Eine an dem Gehäuse 2 ebenfalls angeordnete Steuereinheit (in der Figur nicht gezeigt) entnimmt die in dem Energiespeichermodul 10 bereitgestellte Energie und führt sie dem

Elektromotor 5 zu dessen Antrieb in Abhängigkeit von der Drückposition des Druckschalters 9 zu. Die Handwerkzeugmaschine 1 weist außerdem ein Schlagwerk 11 auf, das mit dem Elektromotor 5 wirkverbindbar ist. Dazu ist zwischen dem Schlagwerk 11 und dem Elektromotor 5 oder dem Schaltgetriebe 6 eine betätigbare Kupplung zwischengeschaltet, die durch einen Kopplungsaktuator 12 betätigbar ist. Der

Kopplungsaktuator 12 ist elektromotorisch oder elektromagnetisch ausgebildet, um die Kupplung zu betätigen. Insbesondere kann das Schlagwerk 11 auch in die Getriebeeinrichtung 6 integriert sein. Dem Schaltgetriebe ist weiterhin ein erster Aktuator 12 zugeordnet, der als elektromotorischer oder elektromagnetischer Getriebeaktuator beziehungsweise als Gangsteller ausgebildet ist, um eine gewünschte Übersetzungsstufe des Schaltgetriebes elektromotorisch beziehungsweise elektromagnetisch einzustellen.

Dem Schlagwerk 11 ist ein weiterer Aktuator 13 zugeordnet, der als

elektromotorischer oder elektromagnetischer Koppelaktuator zum Betätigen der zuvor genannten Kupplung zwischen Schlagwerk 11 und Elektromotor 5 oder Schaltgetriebe ausgebildet ist.

An einer Außenseite des Gehäuses 2 im Bereich des Werkzeugabschnitts 4 weist die Handwerkzeugmaschine 1 außerdem eine Steuereinrichtung 14 auf, die zwei Schalter 15 und 16 umfasst. Der Schalter 15 ist dabei mit dem Aktuator 12 zu dessen Ansteuerung verbunden, während der Schalter 16 mit dem Aktuator 13 zu dessen Ansteuerung verbunden ist. Die Schalter 15, 16 sind insbesondere als mechanisch betätigbare Druckschalter ausgebildet und direkt oder über eine Steuereinheit mit den Aktoren 12 beziehungsweise 13 derart verbunden, dass eine Betätigung des jeweiligen Schalters 15, 16 ein Umschalten durch den jeweiligen Aktuator 12, 13 bewirkt. Durch Betätigen des Schalters 15 kann der Benutzer somit das Schaltgetriebe 6 von dem aktuell eingelegten Gang in den anderen Gang schalten, und durch Betätigen des Schalters 16 das Schlagwerk an- oder abkoppeln. Der Benutzer hat somit die Möglichkeit, durch Betätigung der Druckschalter 15, 16 zwei Funktionen in der mechanischen Wirkkette von dem Elektromotor 5 zu dem Werkzeug 8 beziehungsweise dem Werkzeughalter 7 bei Bedarf direkt umzuschalten, insbesondere ohne hierfür selbst die notwendige Kraft zum Umschalten aufbringen zu müssen. Die Aktuatoren 12, 13 sind in dem Gehäuse 2 angeordnet, sodass sie vor äußeren Einflüssen sicher geschützt und für Benutzer nicht zugängig angeordnet sind. Durch ein einfaches Betätigen der Schalter 15, 16 kann der Benutzer ohne hohen Kraftaufwand die gewünschte Umschaltung vornehmen. Optional kann dem Benutzer durch eine entsprechende Anzeigeeinrichtung die Einstellung der jeweiligen Funktion angezeigt werden, sodass sich der Benutzer leichter orientieren kann. Alternativ zur Ausbildung als Druckschalter können einer oder beide Schalter 15, 16 der Steuereinrichtung 14 auch als berührungsempfindliche Tastflächen ausgebildet sein. Dabei werden die Tastflächen vorteilhafterweise von der dann

berührungsempfindlichen Anzeigeeinheit gebildet, die die Schalter 15, 16 virtuell darstellt beziehungsweise anzeigt.

Die Steuereinrichtung 14 mit den Schaltern 15 und 16 bildet dabei zusammen mit den Aktuatoren 12 und 13 eine Einrichtung 17 der Handwerkzeugmaschine 1 zum Umschalten einer Funktion in der mechanischen Wirkkette von dem

Elektromotor zu dem Werkzeug 8.