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Title:
HAND-HELD POWER TOOL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/024637
Kind Code:
A1
Abstract:
A hand-held power tool with at least one first printed circuit board is described. According to the invention, the printed circuit board comprises at least one first surface and one second surface arranged opposite in relation to a central wafer plane z of the printed circuit board. The printed circuit board also has a first metallic substrate layer, at least one second electrically non-conductive insulation layer and at least one electrically conductive third layer. The second insulation layer is applied at least to a first surface of the first substrate layer which faces the first surface of the printed circuit board, and the third layer is applied at least to a first surface of the second insulation layer which faces the first surface. The printed circuit board also has at least one connection element, which is a surface-mount device (SMD), is provided on the first surface of the printed circuit board and is electrically connected to at least one contact region of the third layer. In the region of the connection element, the printed circuit board has a leadthrough from the first surface to the second surface, wherein an electrically conductive contacting element, which is electrically connected to the connection element, runs through the leadthrough to the second surface, wherein the contacting element is electrically connected, on a side of the printed circuit board which faces away from the first surface, to a continuing conductor.

Inventors:
WIRNITZER, Bernd (Bergstr. 8/3, Friolzheim, 71292, DE)
Application Number:
EP2017/069180
Publication Date:
February 08, 2018
Filing Date:
July 28, 2017
Export Citation:
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Assignee:
ROBERT BOSCH GMBH (Postfach 30 02 20, Stuttgart, 70442, DE)
International Classes:
H01R4/34; B25F5/00; H01R12/52; H01R12/57
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Claims:
Ansprüche

1 . Handwerkzeugmaschine (300) aufweisend wenigstens eine erste Leiterplatte (100) mit einer ersten Oberfläche (101 ) und einer bezüglich einer Scheiben- mittelebene (z) der Leiterplatte (100) gegenüberliegend angeordneten zwei- ten Oberfläche (102), umfassend mindestens eine erste metallische Trägerschicht (140) und wenigstens eine zweite nicht elektrisch leitende Isolationsschicht (1 10), wobei die zweite Isolationsschicht (1 10) auf einer ersten Oberfläche (141 ) der ersten Träger- schicht (140) die der ersten Oberfläche (101 ) zugewandt ist, aufgebracht ist; mindestens eine elektrisch leitende dritte Schicht (120), wobei die dritte Schicht (120) auf einer ersten Oberfläche (1 1 1 ) der zweiten Isolationsschicht (1 10) die der ersten Oberfläche (101 ) zugewandt ist, aufgebracht ist; und zumindest ein Anschlusselement (200), insbesondere ein Surface Mount Device (SMD), das auf der ersten Oberfläche (101 ) der Leiterplatte (100) angeordnet und mit zumindest einem Kontaktbereich (125) der dritten Schicht (120), elektrisch verbunden ist; dadurch gekennzeichnet, dass die Leiterplatte (100) im Bereich des Anschlusselementes (200) eine Durchführung (150) von der ersten Oberfläche (101 ) zu der zweiten Oberfläche (102) aufweist, wobei ein elektrisch leitendes Kontaktierungselement (210), das mit dem Anschlusselement (200) elektrisch verbunden ist, durch die Durchführung (150) hindurch zur zweiten Oberfläche (102) geführt ist, wobei das Kontaktierungselement (210) auf einer der ersten Oberfläche (101 ) abgewandten Seite der Leiterplatte (100) mit einem weiterführenden Leiter (250) elektrisch verbunden ist. Handwerkzeugmaschine (300) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Leiterplatte (100) wenigstens eine vierte Schicht (130), insbesondere aus Lötstopplack, umfasst, wobei die vierte Schicht (130) auf einer der zweiten Schicht (1 10) abgewandten Oberfläche (121 ) der dritten Schicht (120) aufgebracht ist.

Handwerkzeugmaschine (300) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Kontaktierungselement (210) als Befestigungs- und Verbindungsmittel in Form einer Schraubhülse oder Schraube ausgebildet ist, die von der zweiten Oberfläche (102) durch die Durchführung (150) in das Anschlusselement (200) eingeschraubt wird, wobei der weiterführende Leiter (250) zwischen einem Schraubenkopf der Schraube und der zweiten Oberfläche (102) fixiert wird.

Handwerkzeugmaschine (300) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Kontaktierungselement (210) ein Gewindestift oder eine Gewindestange ist, die durch die Durchführung (150) hindurch zur zweiten Oberfläche (102) geführt ist und im Bereich der zweiten Oberfläche (102) zur Fixierung mit einer Schraubenmutter beaufschlagt wird, wobei der weiterführende Leiter (250) zwischen der Schraubenmutter und der zweiten Oberfläche (102) fixiert wird.

Handwerkzeugmaschine (300) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Kontaktierungselement (210) als ein Metallelement, insbesondere als ein Metallstreifen, der durch die Durchführung (150) hindurch zur zweiten Oberfläche (102) geführt ist im Bereich der zweiten Oberfläche (102) mit dem weiterführenden Leiter (250) verschweißt oder verlötet ist.

Handwerkzeugmaschine (300) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Kontaktierungselement (210)„L-förmig" oder T-förmig ausgebildet ist.

7. Handwerkzeugmaschine (300) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Kontaktierungselement (210) einstückig mit dem Anschlusselement (200) ausgebildet ist.

8. Handwerkzeugmaschine (300) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine elektrische Isolierung zwischen dem Kontaktierungselement (210) und der Leiterplatte (100) dadurch erreicht wird, dass ein Querschnitt der Durchführung (150) größer ist als ein Querschnitt des Kon- taktierungselementes (210).

9. Handwerkzeugmaschine (300) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine elektrische Isolierung zwischen dem Kontaktierungselement (210) und der Leiterplatte (100) dadurch erreicht wird, dass im Bereich der Durchführung (150) und/oder im Bereich zwischen der zweiten Oberfläche (102) und dem weiterführenden Leiter (250) eine elektrisch isolierende Distanzhülse und/oder Distanzscheibe (220) angeordnet ist.

10. Handwerkzeugmaschine (300) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Leiterplatte (100) eine IMS (Insulated-metal- substrate) Leiterplatte, insbesondere eine„Metall-Träger-Leiterplatte" oder eine„Metall-Kern-Leiterplatten" ist.

1 1 . Handwerkzeugmaschine (300) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlusselement (200) über das durch die Durchführung (150) hindurchgeführte Kontaktierungselement (210) mit einer zweiten Leiterplatte (190) verbunden ist.

12. Handwerkzeugmaschine (300) nach Anspruch 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Leiterplatte (190) eine Aussparung aufweist, durch die das Kontaktierungselement (210), insbesondere die Metallfahne oder der Metallstreifen hindurchgeführt und mit der zweiten Leiterplatte (190) verbunden ist.

13. Handwerkzeugmaschine (300) nach einem der Ansprüche 1 1 oder 12,

dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Leiterplatte (190) eine IMS (Insula- ted-metal-substrate) Leiterplatte, insbesondere eine„Metall-Träger- Leiterplatte" oder eine„Metall-Kern-Leiterplatten" ist.

Description:
Beschreibung

Titel

Handwerkzeugmaschine

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Handwerkzeugmaschine aufweisend wenigstens eine erste Leiterplatte nach Anspruch 1. Elektrische Handwerkzeugmaschinen sind grundsätzlich bekannt und werden über einen Netzanschluss mit Strom versorgt. Alternativ ermöglichen Akkugeräte eine hohe Flexibilität beim Arbeiten, da sie insbesondere unabhängig von Netzstrom sind. Auf diese Weise können beispielsweise auch Außenarbeiten bequem durchgeführt werden, so dass bei einem Betrieb einer Handwerkzeugmaschine vielfach vorgesehen ist, Akkupacks einzusetzen. Derartige Handwerkzeugmaschinen weisen in der Regel wenigstens ein Elektronikbauteil mit mindestens einer Leiterplatte auf.

Leiterplatten bestehen im Allgemeinen aus wenigstens einer Trägerschicht und einer oder mehrere weiteren Schichten. Als Trägerschicht können beispielsweise

Kunststoffe eingesetzt werden. Darüber hinaus ist auch die Verwendung von Aluminium, Teflon oder verschiedenen Keramiken als Trägerschicht bekannt. Beim Einsatz von metallischen Trägerschicht ist die Verwendung von sogenannten Metallkern- oder IMS-Leiterplatte (Insulated Metallic Substrate) bekannt. Die- se sehen vor, dass der metallische Kern von einem elektrisch nicht leitenden Material bedeckt wird, um so eine isolierende Wirkung zu erreichen. Ferner sind eine Vielzahl einzelner Leiterbahnen auf dem elektrisch nicht leitenden Material angeordnet. Die Metallkern- oder IMS-Leiterplatte werden bevorzugt eingesetzt, wenn die Leiterplatten großen mechanischen Belastungen ausgesetzt sind, eine hohe Dimensionsstabilität verlangt wird oder viel Wärme von Leistungsbauteilen oder LEDs abgeführt werden müssen.

Die Wärmeableitung erfolgt mit Hilfe eines Aluminiumkerns in der Leiterplatte und ermöglicht z.B. in der LED-Technik und bei Hochleistungstransistoren eine höhe- re Leistungsdichte, eine höhere Packungsdichte, längere Laufzeiten und größere Ausfallsicherheiten.

Die Montage der Anschlusselemente auf Leiterplatten geschieht mittels ver- schiedener Verfahren. Beispielsweise werden die elektrischen Anschlussstifte

(Pins) der Anschlusselemente in die Leiterplatte gelötet oder über Einpressen (sog. Pressfit-Pins) mit der starren Leiterplatte verbunden, um eine elektrische und mechanische Verbindung zu der Leiterplatte herzustellen. Alternativ können als Anschlusselemente auch oberflächenmontierte Bauelemente, so genannte 'Surface Mounted Devices' - kurz SMD Bauteile eingesetzt werden. SMD Bauteile benötigen für ihre Montage keine Leiterplattenlöcher, sondern werden mit ihren Anschlüssen direkt auf hierfür auf der Leiterplatte vorgesehene Kontakte gelötet. SMD-Bauteile werden mit Bestückungsautomaten maschinell auf die mit Lotpaste versehenen Anschlusskontakte auf der Leiterplatte platziert und gemeinsam in einem einzigen Reflowlötverfahren aufgelötet.

Kommt eine Metallsubstrat-Leiterplatte (IMS-LP Insulated Metallic Substrate) zum Einsatz, z.B. aufgrund weiterer Anforderungen wie Stromtragfähigkeit oder thermischer Eigenschaften, sind damit einhergehend auch die Möglichkeiten zur Kontaktierung der Anschlusselemente eingeschränkt, insbesondere wenn es sich um eine einlagige Leiterplatte handelt. Daher werden diese entweder mittels SMD Bauteile (z.B. SMD-Stecker oder auch entsprechenden bedrahteten elektronischen Bauteilen) oder mittels direkt aufgelöteter Kabel kontaktiert. Dabei erweist es sich als Nachteilig, dass die Seite, auf welcher die Kabel an die Leiter- platte herangeführt und kontaktiert werden müssen bereits festgelegt und damit der Einbau derartiger Leiterplatten in eine Handwerkzeugmaschine unflexibel wird.

Offenbarung der Erfindung

Aufgabe der Erfindung ist es, die oben genannten Nachteile zu verbessern und eine Handwerkzeugmaschine der eingangs genannten Art bereitzustellen, deren wenigstens eine Leiterplatte unter geringem Aufwand eingebaut, ausgebaut und ausgetauscht werden kann, wobei der Anschluss möglichst flexibel, einfach und kostengünstig an der Unterseite der einseitig bestückten Leiterplatte ermöglicht werden soll.

Diese Aufgabe wird durch eine Handwerkzeugmaschine aufweisend wenigstens eine erste Leiterplatte gemäß Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen,

Varianten und Weiterbildungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.

Gemäß der Erfindung ist eine Handwerkzeugmaschine offenbart, die wenigstens eine erste Leiterplatte aufweist. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Leiterplatte mindestens eine erste Oberfläche und eine bezüglich einer Scheiben- mittelebene z der Leiterplatte gegenüberliegend angeordnete zweite Oberfläche umfasst. Ferner weist die Leiterplatte eine erste metallische Trägerschicht, wenigstens eine zweite nicht elektrisch leitende Isolationsschicht und mindestens eine elektrisch leitende dritte Schicht auf. Die zweite Isolationsschicht ist wenigstens auf einer ersten Oberfläche der ersten Trägerschicht die der ersten Oberfläche der Leiterplatte zugewandt ist, und die dritte Schicht ist wenigstens auf einer ersten Oberfläche der zweiten Isolationsschicht die der ersten Oberfläche zugewandt ist, aufgebracht. Ferner weist die Leiterplatte zumindest ein Anschlus- selement auf, welches ein Surface Mount Device (SMD) ist und auf der ersten

Oberfläche der Leiterplatte angeordnet und mit zumindest einem Kontaktbereich der dritten Schicht elektrisch verbunden ist. Dabei ist vorgesehen, dass die Leiterplatte im Bereich des Anschlusselementes eine Durchführung von der ersten Oberfläche zu der zweiten Oberfläche aufweist, wobei ein elektrisch leitendes Kontaktierungselement, das mit dem Anschlusselement elektrisch verbunden ist, durch die Durchführung hindurch zur zweiten Oberfläche geführt ist, wobei das Kontaktierungselement auf einer der ersten Oberfläche abgewandten Seite der Leiterplatte mit einem weiterführenden Leiter elektrisch verbunden ist. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform umfasst die Leiterplatte wenigstens eine vierte Schicht, insbesondere aus Lötstopplack, wobei die vierte Schicht auf einer der zweiten Schicht abgewandten Oberfläche der dritten Schicht aufgebracht ist. In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Kontaktierungselement als Befes- tigungs- und Verbindungsmittel in Form einer Schraubhülse oder Schraube ausgebildet, die von der zweiten Oberfläche durch die Durchführung in das Anschlusselement eingeschraubt wird, wobei der weiterführende Leiter zwischen einem Schraubenkopf der Schraube und der zweiten Oberfläche fixiert wird. Die Fixierung kann dabei zusätzlich mittels Löten oder Schweißen erfolgen.

In einer alternativen Ausführungsform ist das Kontaktierungselement ein Gewindestift oder eine Gewindestange, die durch die Durchführung hindurch zur zweiten Oberfläche geführt ist und im Bereich der zweiten Oberfläche zur Fixierung mit einer Schraubenmutter beaufschlagt wird, wobei der weiterführende Leiter zwischen der Schraubenmutter und der zweiten Oberfläche fixiert wird.

In einer weiteren mögliche Ausbildungsvariante ist das Kontaktierungselement als ein Metallelement, insbesondere als ein Metallstreifen ausgebildet, der durch die Durchführung hindurch zur zweiten Oberfläche geführt ist und im Bereich der zweiten Oberfläche mit dem weiterführenden Leiter verschweißt oder verlötet ist. Vorteilhafterweise ist das Metallelement„L-förmig" oder T-förmig oder in sonstiger geeigneter Weise ausgebildet.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn das Kontaktierungselement einstückig mit dem Anschlusselement ausgebildet ist, so dass das Anschlusselement auf der ersten Oberfläche der Leiterplatte platziert werden kann und während der Platzierung das Kontaktierungselement durch die Durchführung der Leiterplatte hindurch zur zweiten Oberfläche geführt und dort elektrisch leitend mit einem weiterführenden Leiter verbunden und entsprechend fixiert werden kann.

Vorteilhafterweise wird eine elektrische Isolierung zwischen dem Kontaktierungselement und der Leiterplatte dadurch erreicht, dass ein Querschnitt der Durchführung größer ist als ein Querschnitt des Kontaktierungselementes, wodurch eine Isolation allein auf Basis des Abstandes und der zwischen dem Kontaktierungselement und der Leiterplatte vorhandenen Luft erfolgt. Entsprechend wird in einer bevorzugten Ausführungsform eine elektrische Isolierung zwischen dem Kontaktierungselement und der Leiterplatte dadurch erreicht, dass im Bereich der Durchführung und/oder im Bereich zwischen der zweiten Oberfläche der Leiter- platte und dem weiterführenden Leiter eine elektrisch isolierende Distanzhülse angeordnet ist.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Anschlusselement über das durch die Durchführung hindurchgeführte Kontaktierungselement mit einer zweiten Leiterplatte verbunden, wobei die zweite Leiterplatte bevorzugterweise eine Aussparung aufweist, durch die das Kontaktierungselement, insbesondere die Metallfahne oder der Metallstreifen hindurchgeführt und auf der rückseitigen Oberfläche der zweiten Leiterplatte verbunden ist. Vorteilhafterweise handelt es sich bei der ersten Leiterplatte und/oder der zweiten Leiterplatte um eine IMS (Insulated- metal-substrate) Leiterplatte, insbesondere um eine„Metall-Träger-Leiterplatte" oder eine„Metall-Kern-Leiterplatte."

Unter einer Handwerkzeugmaschine sollen generell sämtliche Handwerkzeug- maschinen mit einem in Bewegung, beispielsweise in Rotation und/oder Schwingung versetzbaren Werkzeugträger, der von einem Antriebsmotor antreibbar ist, wie beispielsweise Stabschrauber, Akku-Bohrer, Schlagbohrmaschinen, Multi- funktionswerkzeuge, und/ oder Bohrschrauber verstanden werden. Unter Übertragung elektrischer Energie soll in diesem Zusammenhang insbesondere ver- standen werden, dass die Handwerkzeugmaschine über einen Akku und/oder über eine Stromkabelanbindung mit Energie versorgt wird.

Grundsätzlich können als Akkuzellen für einen Akkupack insbesondere Lithiumionenzellen verwendet werden, da es insbesondere bei Lithiumionenzellen mög- lieh ist, mehrere Akkuzellen zu Akkuzellenblöcken zusammenzufassen, in denen mehrere Akkuzellen in einer Parallelschaltung verbunden sind. Dabei ist es besonders vorteilhaft, dass der Zellenhalter Akkuzellen mit verschiedenen Durchmessern und Längen aufnehmen kann, wodurch die Anwendung des Zellenhalters bzw. des Zellenträgers in unterschiedlichen Akkupacks erreicht werden kann.

Bei dem Elektromotor kann es sich vorteilhafterweise um einen EC-Motor handeln. Derartige bürstenlose EC-Motoren sind zum einen nahezu wartungsfrei und ermöglichen durch ihren hohen Wirkungsgrad während eines Akkubetriebes eine längere Arbeitszeit pro Akkuladung, wodurch sie besonders effizient sind. Ferner können Handwerkzeugmaschinen mit EC-Motoren sehr kompakt und leicht gebaut werden, wobei es besonders vorteilhaft ist, dass auch weniger Wärmeverluste entstehen, wodurch die Geräte nicht so heiß werden wie vergleichbare Geräte, und damit langlebiger sind.

Weitere Merkmale, Anwendungsmöglichkeiten, Vorteile und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der Ausführungsbeispiele der Erfindung, welche in den Figuren dargestellt sind. Die Beschreibung, die zugehörigen Figuren sowie die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Ein Fachmann wird diese Merkmale, insbesondere auch die Merkmale verschiedener Ausführungsbeispiele, auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen. Dabei ist zu beachten, dass die dargestellten Merkmale nur einen beschreibenden Charakter haben und auch in Kombination mit Merkmalen anderer oben beschriebener Weiterentwicklungen verwendet werden können und nicht dazu gedacht sind, die Erfindung in irgendeiner Form einzuschränken.

Zeichnungen

Die Erfindung wird im Folgenden anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Die Zeichnungen sind schematisch und zeigen:

Fig. 1 beispielhaft eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen

Handwerkzeugmaschine mit einer Elektronikbaugruppe;

Fig. 2 eine Seitenansicht eines Abschnittes einer einseitig bestückten Leiterplatte einer Elektronikbaugruppe aus Fig. 1 in einer ersten Ausführungsvariante;

Fig. 3 eine Seitenansicht eines Abschnittes der einseitig bestückten Leiterplatte aus Fig. 1 in einer zweiten Ausführungsvariante; Fig. 4 eine Seitenansicht eines Abschnittes der einseitig bestückten Leiterplatte aus Fig. 1 in einer dritten Ausführungsvariante;

Fig. 5 eine Seitenansicht eines Kontaktierungselementes in einer ersten Ausführungsvariante;

Fig. 6 eine perspektivische Ansicht eines Kontaktierungselementes in einer zweiten Ausführungsvariante;

Fig. 7 eine perspektivische Draufsicht der Elektronikbaugruppe aus Figur 1 ; und

Fig. 8 eine perspektivische Seitenansicht der Elektronikbaugruppe aus Figur 7.

Die Figur 1 zeigt ein als Handwerkzeugmaschine 300 ausgebildetes Elektrogerät, welches beispielhaft als Akku-Bohrhammer ausgebildet ist. Entsprechend ist die Handwerkzeugmaschine 300 in der dargestellten Ausführungsform zur netzunabhängigen Stromversorgung mechanisch und elektrisch mit einem Akkupack 350 verbunden. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass die vorliegende Erfindung nicht auf Akku-Bohrhammer beschränkt ist, sondern vielmehr bei unterschiedlichen Handwerkzeugmaschinen 300 Anwendung finden kann, unabhängig davon, ob sie, wie dargestellt, mit einem Akkupack 350 als netzunabhängige Stromversorgung oder mit einer netzabhängigen Stromversorgung betrieben werden. Die Handwerkzeugmaschine 300 weist ein in einem Gehäuse 305 angeordnetes Getriebe 330 zur Übertragung eines von einem Antriebsmotor erzeugten Drehmomentes auf eine um eine Drehachse x rotierende Antriebswelle, an welcher eine Werkzeugaufnahme 320 für ein nicht dargestelltes Werkzeug befestigt ist, und einen Handgriff 315 auf. Innerhalb des Gehäuses 305 ist eine Elektronik 370 angeordnet, welche in elektronischem und/oder mechanischem Kontakt mit dem Antriebsmotor und/oder dem Getriebe 330 steht. Der Handgriff 315 dient als Auflagefläche für eine Hand eines Bedieners der Handwerkzeugmaschine 300 und weist in der Regel eine Längsachse y, eine Vorderseite 317, die entlang einer Achse x in Richtung der Werkzeugaufnahme 320 zeigt, eine Rückseite 316, und zwei Seitenflächen 318 auf. lm Bereich des Handgriffes 315 ist ein erstes Bedienelement 310 für die Energieversorgung des Antriebsmotors 335 angeordnet, wobei das erste Bedienelement 310 aus dem Gehäuse 305 für den Benutzer manuell zugänglich heraus- ragt, so dass in einer an sich bekannten Art und Weise durch eine Druckbewegung des ersten Bedienelementes 310 eine Steuerung und/oder Regelung des Antriebsmotors bevorzugterweise in Abhängigkeit vom Verstellweg des ersten Bedienelementes 310 ermöglicht werden kann, und so die Spannungsversorgung für den Antriebsmotor ein- und/oder auszuschalten. Das erste Bedienele- ment 310 ragt aus dem Gehäuse 305 heraus und ist entlang und unterhalb der

Drehachse x derart angeordnet, dass es möglich ist, das erste Bedienelement 310 mit dem Zeigefinger oder Mittelfinger zu betätigen. In der in der Figur 1 gezeigten Position ist das Akkupack 350 an dem Handgriff 315 der Handwerkzeugmaschine 300 befestigt und durch Verriegelungsmittel verriegelt. Durch die Anordnung des Akkupacks 350 unterhalb des Handgriffs 315 wird die Bedienung der Handwerkzeugmaschine 300 nicht gestört. Ferner weist die in Figur 1 dargestellte Handwerkzeugmaschine 300 eine Elektronikbaugruppe 370 mit einer Leiterplatte 100 auf, wobei es sich bei der Leiterplatte 100 um eine Insulated-metal- substrate (IMS) - Leiterplatte 100 handelt.

In den Figuren 2 bis 4 sind jeweils in einer Seitenansicht verschiedene Ausführungsvarianten eines Abschnittes einer einseitig bestückten Leiterplatte einer Elektronikbaugruppe dargestellt, wobei es sich bei der ersten Leiterplatte 100 um eine IMS (Insulated-metal-substrate) Leiterplatte, insbesondere um eine„Metall- Träger-Leiterplatte" oder eine„Metall-Kern-Leiterplatte" handelt.

Die Figuren zeigen im Detail jeweils eine Leiterplatte 100 mit einer ersten Oberfläche 101 und einer bezüglich einer Scheibenmittelebene z der Leiterplatte 100 gegenüberliegend angeordneten zweiten Oberfläche 102. Die Leiterplatte 100 umfasst eine erste metallische Trägerschicht 140, wenigstens eine zweite nicht elektrisch leitende Isolationsschicht 1 10, mindestens eine elektrisch leitende dritte Schicht 120 und in der dargestellten Ausführungsform eine vierte Schicht 130, insbesondere aus Lötstopplack. Die zweite Isolationsschicht 1 10 ist wenigstens auf einer ersten Oberfläche 141 der ersten Trägerschicht 140, die der ersten Oberfläche 101 der Leiterplatte 100 zugewandt ist, und die dritte Schicht 120 ist auf einer ersten Oberfläche 1 1 1 , die der ersten Oberfläche 101 der Leiterplatte 100 zugewandt ist, aufgebracht. Die vierte Schicht 130 ist auf einer der ersten Oberfläche 101 der Leiterplatte 100 zugewandten Oberfläche 121 der dritten Schicht 120 aufgebracht. Auf der ersten Oberfläche 101 der Leiterplatte 100 ist ein Anschlusselement 200, welches ein Surface Mount Device (SMD) ist, derart angeordnet dass es mit einem Kontaktbereich 125 der dritten Schicht 120 elektrisch verbunden ist. Die Leiterplatte 100 weist eine Durchführung 150 von der ersten Oberfläche 101 zu der zweiten Oberfläche 102 auf, wobei ein elektrisch leitendes Kontaktierungselement 210 durch die Durchführung 150 hin- durch zur zweiten Oberfläche 102 geführt ist. Das Kontaktierungselement 210 ist auf der ersten Oberfläche 101 mit dem Anschlusselement 200 und auf einer der ersten Oberfläche 101 abgewandten Seite der Leiterplatte 100 mit einem weiterführenden Leiter 250 elektrisch verbunden. Zwischen dem Kontaktierungselement 210 und der Leiterplatte 100 wird eine elektrische Isolierung dadurch er- reicht, dass ein Querschnitt der Durchführung 150 größer ist als ein Querschnitt des Kontaktierungselementes 210 bzw. dadurch, dass im Bereich der Durchführung 150 (Fig. 3 und 4) und/oder im Bereich zwischen der zweiten Oberfläche 102 und dem weiterführenden Leiter 250 (Fig. 2) eine elektrisch isolierende Distanzhülse 220 und/oder Distanzscheibe angeordnet ist.

In Figur 2 ist das Kontaktierungselement 210 als Befestigungs- und Verbindungsmittel in Form einer Schraubhülse oder Schraube ausgebildet, die von der zweiten Oberfläche 102 durch die Durchführung 150 in das Anschlusselement 200 eingeschraubt wird. Dabei wird der weiterführende Leiter 250 zwischen ei- nem Schraubenkopf der Schraube und der zweiten Oberfläche 120 fixiert. Zwischen der zweiten Oberfläche 102 und dem weiterführenden Leiter 250 befindet sich die elektrisch isolierende Distanzhülse 220.

Alternativ kann das Kontaktierungselement 210, wie in den Figuren 3 und 4 schematisch dargestellt, als ein Gewindestift oder eine Gewindestange ausgebildet sein, die durch die Durchführung 150 hindurch zur zweiten Oberfläche 102 geführt ist und im Bereich der zweiten Oberfläche 102 zur Fixierung mit einer Schraubenmutter beaufschlagt wird. Dabei wird der weiterführende Leiter 250 zwischen der Schraubenmutter und der zweiten Oberfläche 102 fixiert. Der wei- terführende Leiter 250 kann anschließend mit einem weiteren Kabel 260 verbun- den, beispielsweise an dieses angelötet werden. Die Schweißung kann, wie in Figur 3 dargestellt, stirnseitig oder, wie in Figur 4 dargestellt, lateral erfolgen. Des Weiteren ist eine Ausführung als„Steckerterminal" denkbar, wobei das Kontaktie- rungselement 210 durch die Durchführung 150 hindurch zur zweiten Oberfläche 102 geführt ist und im Bereich der zweiten Oberfläche 102 mittels einer Klemmung fixiert wird. Vorteilhafterweise wird der weiterführende Leiter 250 mittels der Klemmung an dem Kontaktierungselement 210 fixiert, wobei es besonders vorteilhaft ist, wenn das Kontaktierungselement 210 einstückig mit dem Anschlusselement 200 ausgebildet ist.

In den Figuren 5 und 6 ist das Kontaktierungselement 210 als ein Metallelement, insbesondere als ein Metallstreifen, ausgebildet, der durch die Durchführung 150 hindurch zur zweiten Oberfläche 102 geführt ist und im Bereich der zweiten Oberfläche 102 mit dem weiterführenden Leiter 250 verschweißt oder verlötet ist.

Grundsätzlich kann das Kontaktierungselement 210, insbesondere das Metallelement in verschiedenen Formen ausgebildet sein. In Figur 5 ist beispielsweise eine L-förmige Ausgestaltung des Kontaktierungselementes 210 und in Figur 6 ist beispielsweise T-förmige Ausgestaltung des Kontaktierungselementes 210 dargestellt. Ferner ist in der Figur 5 zu erkennen, dass eine zweite Leiterplatte 190 über das das Kontaktierungselement 210, welches durch die Durchführung 150 der ersten Leiterplatte 100 und durch eine Aussparung 195 in der zweiten Leiterplatte 190 hindurchgeführt wird, mit der ersten Leiterplatte 100 verbunden, beispielsweise angelötet werden kann. Dabei ist es von Vorteil, wenn die zweite Leiterplatte 190 ebenfalls eine IMS (Insulated-metal-substrate) Leiterplatte, insbesondere eine„Metall-Träger-Leiterplatte" oder eine„Metall-Kern- Leiterplatte" ist.

In den Figuren 7 und 8 ist die Elektronikbaugruppe 370 der Handwerkzeug- maschine 300 aus Figur 1 dargestellt, welche die zuvor beschriebene erste Leiterplatte 100 und zweite Leiterplatte 190 aufweist. Die Kontaktierung erfolgt dabei mittels einer Schraubverbindung. Der zu kontaktierende weiterführende Leiter 250 besteht aus einem mit Kunststoff umspritzten Blechstreifen, wobei die Kunststoffumspritzung so ausgestaltet ist, dass sie die die elektrisch isolierende Distanzhülse 220 bereits enthält bzw. unmittelbar ausbildet. Am freiliegenden Ende des weiterführenden Leiters 250 können Kabel 260 angeschweißt, angeklemmt oder angelötet werden.

Neben den beschriebenen und abgebildeten Ausführungsformen sind weitere Ausführungsformen vorstellbar, welche weitere Abwandlungen sowie Kombinationen von Merkmalen umfassen können.