RAKACZKI, Janos (Rak ut 1, Miskolc, H-3521, HU)
Ansprüche
1. Handwerkzeugmaschine mit einem Gehäuse (12), in dem eine mit einem Hub hin- und hergehende, insbesondere ein Schneidwerkzeug (20) tragende, Hubstange (18) gelagert ist, wobei im Gehäuse (12) eine gegenläufig zur Hubstange (18) hin- und hergehende Gegenmasse (48) als Massenausgleich für die hin- und hergehende Hubstange (18) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Hubstange (18), insbesondere allein, als Längsführung der Gegenmasse (48) dient.
2. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die
Gegenmasse (48) im Gehäuse (12) mit zusätzlichen Mitteln (46) geradgeführt ist.
3. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein die Hubstange (18) über einen exzentrischen Stift (34) antreibendes Zahnrad (32) zugleich mit einem zum exzentrischen Stift (34), insbesondere um 180°, versetzten weiteren Exzenter (38) als Antrieb der Gegenmasse (48) dient.
4. Handwerkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegenmasse (48) länglich, insbesondere rotationssymmetrisch, als u-förmiger Körper ausgestaltet ist, vorzugsweise als
180°-Bogen, wobei ihr erstes Ende (47) mit dem weiteren Exzenter (38) und ihr zweites Ende (49) mit der Hubstange (18) gekuppelt ist.
5. Handwerkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeich- net, dass das erste Ende (47) der Gegenmasse (48) eine Ausgleichskulisse (44) bildet, die den weiteren Exzenter (38) so umgreift, dass der Gegenmasse (48) eine Bewegung parallel zur Hubstange (18) erteilt wird.
6. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Ende (47) der Gegenmasse (48) zu einem Rechteck gebogen ist und dass dieses Rechteck den weiteren Exzenter (38) kulissenartig so umgreift, dass dieser die Gegenmasse (48), insbesondere parallel zur Hubstange (18), bewegt.
7. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein zweites Ende (49) der Gegenmasse (48) geführt verschiebbar an der Hubstange (18) angreift.
8. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die
Hubstange (18) in dem mit dem zweiten Ende (49) der Gegenmasse (48) gekoppelten Bereich als Rohr ausgestaltet ist, in das das zweite Ende (49) der Gegenmasse (48) geführt, insbesondere in eine Gleit-Längsführung, eintaucht.
9. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Ende (49) der Gegenmasse (48) das Ende der Hubstange (18) übergreift, insbesondere als Rohr ausgestaltet ist, in das das Ende der Hubstange (18) geführt, vorzugsweise in einer Gleit-Längsführung, eintaucht.
10. Handwerkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Hubstange (18) und/oder die Gegenmasse (48) ein Belüftungsloch (17) aufweist, durch das hindurch ein, insbesondere etwa dem Längshub der Gegenmasse (48) entsprechendes, Luftvolumen ein- und/oder austreten kann.
11. Handwerkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegenmasse (48) und die Hubstange (18) sich einander über eine Länge übergreifen, die größer ist als der Hub der Hubstange (18).
12. Handwerkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegenmasse (48) auch durch eine benachbarte Seitenfläche (321) des Exzenterzahnrades (32) und durch die benachbarte hintere Gehäusewand (13), insbesondere nahe einer Achsbohrung (35) des Exzenterzahnrades (32), geführt wird.
13. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Hubsäge, insbesondere als Stichsäge, ausgestaltet ist. |
Beschreibung
Titel
Handwerkzeug mit hin- und hergehender Masse
Die vorliegende Erfindung geht aus von einem Handwerkzeug mit hin- und hergehender Masse, insbesondere Hubstange nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Stand der Technik
Aus der EP l 834 722 Al ist eine Stichsäge bekannt, die mit einer Gegenmasse zum Schwingungsausgleich beim Betrieb der Säge versehen ist. Die verhältnismäßig kompakte Gegenmasse wird gegenläufig und parallel zur Hubstange hin- und hergehend bewegt. Sie ist dabei verhältnismäßig aufwändig am Antriebszahnrad und im Gehäuse geradgeführt gelagert und bildet eine
Geräusch- bzw. Schwingungsquelle, wenn sie nicht präzise ausgewuchtet und eng geführt gelagert ist.
Außerdem muss bei bestimmten Hubsägen mit großen pendelnden Massen auch die Gegenmasse entsprechend größer sein. Diese Gegenmasse sind bisher nur als teures Sinterteil aber als nicht als kostengünstiges Stanzteil herstellbar.
Offenbarung der Erfindung
Mit den Merkmalen des Anspruchs 1 ist eine Handwerkzeugmaschine geschaffen worden, deren Schwingungen beim Sägen deutlich verringert sind, wobei die Schwingungsdämpfungsmittel und deren Führungsmittel besonders einfach, kostengünstig, robust und wirksam gestaltet sind.
Dadurch, dass die Gegenmasse zusätzlich im Gehäuse geradgeführt ist, kann der als Führungsmittel dienende Eingriff zwischen Hubstange und Gegenmasse beim Betrieb der Handwerkzeugmaschine entlastet werden und weniger beansprucht sind.
Dadurch, dass ein die Hubstange über einen exzentrischen Stift antreibendes Zahnrad zugleich mit einem weiteren Exzenter als Antrieb der Gegenmasse dient, bildet das Zahnrad eine Kurbelwelle, die die Hubstange und die Gegenmasse wie gegenläufige Kolben eines Boxermotors antreibt und damit die Schwingungen der Hubstange besonders effektiv dämpft.
Dadurch, dass die Gegenmasse länglich, insbesondere als rotationssymmetrische, u- förmige Stange, vorzugsweise als 180°-Bogen, ausgestaltet ist, wobei ihr erstes Ende mit dem weiteren Exzenter und ihr zweites Ende mit der Hubstange gekuppelt ist, ist die Gegenmasse einfach herstellbar und montierbar.
Dadurch, dass die Gegenmasse eine Vollmaterial-Stange ist, insbesondere Rundstange, ist sie einfach und kostengünstig herstellbar und im Gehäuse zu lagern und zu führen.
Dadurch, dass das erste Ende der Gegenmasse eine Kulisse bildet, die den weiteren
Exzenter so umgreift, dass dieser der Gegenmasse eine Bewegung parallel zur Hubstange erteilt, ist, z.B. durch Biegen der Gegenmasse, eine wirksame Kulisse auf besonders einfache Weise geschaffen.
Dadurch, dass das erste Ende der Gegenmasse, insbesondere vierfach rechtwinklig zu einer Kulisse umgebogen ist, d.h. zu einem Rechteck, und dass dieses Rechteck den weiteren Exzenter kulissenartig umgreift, ist damit mit minimalem Aufwand ein Kulissengetriebe für die Hin- und Herbewegung der Gegenmasse, insbesondere parallel zur Hubstange, geschaffen.
Dadurch, dass das zweite Ende der Gegenmasse geführt verschiebbar an der Hubstange angreift, ist die Gegenmasse besonders wirksam und mit einfachen Mitteln geradgeführt und die Unwucht der Hubstange vollständig ausgleichbar.
Dadurch, dass die Hubstange in dem mit dem zweiten Ende der Gegenmasse gekoppelten Bereich als Rohr ausgestaltet ist, in das das zweite Ende der Gegenmasse verschiebbar, mit geringem Spiel, insbesondere in eine Gleit- Längsführung, eintaucht, ist die Geradführung der Gegenmasse mit geringem Aufwand gestaltet und Vibrationen sowohl der Hubstange als auch der Gegenmasse wirksam unterbindbar.
Dadurch, dass das zweite, insbesondere als Rohr ausgestaltete Ende der Gegenmasse das Ende der Hubstange übergreift oder in das Ende der Hubstange geführt eintaucht, vorzugsweise in einer Gleit-Längsführung, ist eine weitere vorteilhafte, querschwingungsfreie Führung sowohl der Hubstange als auch der Ausgleichsmasse gesichert.
Dadurch, dass die Hubstange und/oder die Gegenmasse ein Belüftungsloch aufweist, durch das hindurch ein, insbesondere etwa dem Längshub der Gegenmasse entsprechendes, Luftvolumen ein- und/oder austreten kann, kann sich kein störendes Luftpolster zwischen den bewegten Teilen aufbauen und der Wirkungsgrad der Handwerkzeugmaschine ist unbeeinträchtigt. .
Dadurch, dass die Gegenmasse und die Hubstange sich einander über eine Länge übergreifen, die größer ist als die Summe des Hubs der Hubstange und der Gegenmasse, ist die Führung der Gegenmasse sicher gewährleistet.
Dadurch, dass die Handwerkzeugmaschine als Hubsäge, insbesondere Stichsäge, ausgestaltet ist, kann mit dieser schwingungsfrei und daher präzise und ermündungsfrei gesägt werden
Dadurch, dass die Gegenmasse anstelle eines einzigen 180° Bogens mehrere volle Windungen aufweist, kann damit eine größere Masse auf kleinerem Raum unterge- bracht werden und ein kompakterer Aufbau erreicht werden.
Zeichnung
Nachstehend ist die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels mit zugehöriger Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen
Figur 1 einen Teillängsschnitt einer Stichsäge mit der neuen, u-förmigen Gegenmasse, Figur 2 einen Teillängsschnitt einer Stichsäge mit einer weiteren Variante der Gegenmasse, Figur 3 einen vergrößerten Ausschnitt einer Stichsäge mit der neuen Gegenmasse und
Figur 4 die Einzelheit des in die Ausgleichskulisse der Gegenmasse greifenden Exzenters.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
Die in Figur 1 dargestellte Stichsäge 10 besteht aus einem Gehäuse 12, in dem ein nicht im Einzelnen dargestellter Motor 14 und eine Hubstange 18 zur Aufnahme eines Sägeblatts 20 angeordnet sind. Das Gehäuse 12 ist an seiner Unterseite mit einer Fußplatte 16 schwenkbar verbunden.
Die Hubstange 18 ist an ihrem unteren Ende mit einer Sägeblattspanneinrichtung 22 zur Aufnahme des Sägeblatts 20 versehen. Sie ist im Gehäuse 12 mittels eines oberen und eines unteren Hubstangenlagers 24, 26 geradverschiebbar gelagert.
Der Motor 14 hat eine in einem Motorlager 29 bzw. in einer hinteren Gehäusewand 13 drehende Motorwelle 28, die bis nahe zur Hubstange 18 ragt. Auf dem Ende der Motorwelle 28 sitzt ein Motorritzel 30, das mit einem Exzenterzahnrad 32 kämmt. Dieses sitzt mit seiner Zahnradachse 33 drehbar in einer Achsbohrung 35 der hinteren Gehäusewand 13. Zwischen dem Exzenterzahnrad 32 und der Zahnradachse 33 ist eine Lagerbuchse 40 oder ein Wälzlager sowie eine Axialsicherung 42 angeordnet.
Das Exzenterzahnrad 32 trägt einen axial zur Hubstange 18 hin ragenden Exzenterstift 34, der in eine mit der Hubstange fest verbundene Kulisse 36 greift und die Drehbewegung des Exzenterzahnrads 32 in eine hin- und hergehende Bewegung der Hubstange 18 und damit des Sägeblatts 20 umsetzt.
Auf der dem Exzenterstift 34 entgegengesetzten Seite trägt das Exzenterzahnrad 32 einen weiteren Exzenter in Gestalt einer Exzenterscheibe 38. Diese ist bezüglich ihrer Exzentrizität entgegengesetzt bzw. 180° versetzt zum Exzenterstift 34 angeordnet und
greift in eine Ausgleichskulisse 44 einer Gegenmasse 48. Die Ausgleichskulisse 44 ist ein erstes Ende 47 der Gegenmasse 48 und damit deren integraler, einstückiger Bestandteil. Die Ausgleichskulisse 44 wird durch vierfaches Biegen des stangenartigen Materials zu einem Rechteck gebildet, dessen Abmessungen so auf die Exzenterscheibe 38 abgestimmt sind, dass deren Drehbewegung in eine hin- und hergehende Bewegung der Ausgleichskulisse 44 und damit der Gegenmasse 48 umgesetzt wird. Bei Drehen des der Exzenterscheibe 38 wird die Ausgleichskulisse 44 und mit ihr die Gegenmasse 48 entgegengesetzt zur Hubbewegung der Hubstange 18 mitgenommen. Die Gegenmasse 48 wird noch mittels der benachbarten Seitenfläche 321 des Exzenterzahnrades 32 und die benachbarte Rückenfläche 131 der
Gehäusewand 13 nahe der Achsbohrung 35 geführt.
Die u-förmige Gegenmasse 48 besteht aus stangenartigem Vollmaterial, das von der Ausgleichskulisse 44 ausgehend nach oben, hin zum oberen Ende der Hubstange 18 zunächst schräg zur Hubachse 54 verläuft und dann aus der Ebene der
Ausgleichskulisse 44 heraus in einen 180°- Krümmer 50 nach unten und weiter in ihr gerades, zweites Ende 49 übergeht.
Das zweite Ende 49 der Ausgleichsmasse 48 taucht gleitend, geführt in das obere, rohrartige Ende 19 der Hubstange 18. Damit kann prinzipiell auf weitere Geradführung der Gegenmasse 48 verzichtet werden.
Die Gegenmasse 48 und die Hubstange 18 sind bei gegenseitigem Eingriff schienenartig aneinander geführt für eine sich gegenseitig abstützende Gegenbewegung. Die dabei im Inneren der Hubstange 18 verdrängte oder angesaugte
Luft kann durch eine ständig offene Lüftungsöffnung 17 entweichen bzw. nachströmen, so dass der Wirkungsgrad der Antriebs der Hubstange 18 und der Gegenmasse 48 nicht beeinträchtigt wird.
Das zweite Ende der Ausgleichsmasse 48 ist als Führungsstück 52 ausgestaltet und greift besonders reibungsarm in die Hubstange 18 ein - entweder durch höhere Oberflächenvergütung oder eine Wälzlageranordnung der sich berührenden Flächen.
Die in Figur 2 gezeigte Stichsäge 10 stimmt bis auf die Dicken-Abmessung der u- förmigen Gegenmasse 148 mit der der Figur 1 überein. Im Unterschied zur Gegenmasse 48 gemäß Figur 1 ist die Gegenmasse 148 im Bereich der Längsführung an der rohrartigen Hubstange 18 ebenfalls als Rohr ausgestaltet, das die Hubstange 18 radial übergreift, so dass die Hubstange 18 Ihren vollen Hub innerhalb der
Gegenmasse 148 ausführt, wobei die Gegenmasse 148 ihren symmetrischen Gegenhub gegenüber der Hubstange 18 bei stetem gegenseitigem Eingriff ausführt.
Dadurch, dass die Gegenmasse 148 gemäß Figur 2 aus Rundmaterial größeren Durchmessers als die Gegenmasse 48 gemäß Figur 1 besteht, hat sie ein größeres
Volumen und ist dadurch schwerer als die Gegenmasse 48, wobei die Gegenmasse 48 durch Anbringung von Zusatzmassen variiert werden kann.
Figur 3 zeigt die Gegenmasse 48 als Einzelheit im Zusammenspiel und übereinstimmend mit den schon zu Figur 1 und 2 beschriebenen Teilen, die hier nicht nochmals aufgeführt werden sollen. Ein unterschiedliches Detail ist die Abflachung bzw. der Einzug 144 der Ausgleichskulisse 44 benachbart zum Motorritzel 30, die ein kompakteres Einbaumaß für die Gegenmasse 48 erlaubt.
Figur 4 zeigt die Ausgleichskulisse 44 als Einzelheit in der Draufsicht. Hier wird die vierfach gebogene, rechteckige Form der aus Rundmaterial bestehenden Gegenmasse 48 mit dem ersten Ende 47 der Gegenmasse 48 erkennbar. Die Gegenmasse 48 kann im Bereich ihrer Ausgleichskulisse 44 bei Handwerkzeugmaschinen besonders hohe Leistungsbereiche vorbeugend durch an und für sich verzichtbare zusätzliche seitliche Geradführungen 46 gesichert sein.
Gut erkennbar ist der Einzug 144 der Ausgleichskulisse 44 benachbart zum Motorritzel 30 und der in der Ebene der Ausgleichskulisse 44 zunächst schräg verlaufende gerade, schenkelartige Bereich der Gegenmasse 48 hin zum 180°- Krümmer 50.
Eine Ausgleichsmasse eines nicht dargestellten Ausführungsbeispiels ist nicht aus nur einem einzigen 180° Bogen, sondern durch mehrere Windungen gebildet, von denen die letzte Windung schließlich im 180° Bogen in ein gerades, Stück übergeht, das in
die Hubstange eintaucht, oder wenn das gerade Stück als Rohr ausgestaltet ist, das die Hubstange radial außen als hin- und hergehende Längsführung umgreift.
