LOGES, Heinz-Juergen (Lohrweg 13, Aschaffenburg, 63741, DE)
Ansprüche
1. Gefahrenme Idesystem (1) für Gebäude mit als freiprogrammierbaren Steuereinheiten (FPS) ausgebildeten Auswerteeinheiten (2, 22), wobei die Auswerteeinheiten (2, 22) wenigstens eine erste Schnittstelle (7) zu einem Gebäudesicherheitsbus (3) aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteeinheiten (2, 22) zweite Schnittstellen (8) zur Bereitstellung einer hohen Datenübertragungsrate aufweisen und dass zwischen einem Gebäudemanagementsystem (10) und einer erste Auswerteeinheit (2) durch Reihenschaltung mit wenigstens einer weiteren Auswerteeinheit (22) über die zweiten Schnittstellen (8) eine Datenverbindung hergestellt ist.
2. Gefahrenmeldesystem (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Schnittestellen (8) einen derart gestalteten Optokoppler (9) umfassen, dass die Auswerteeinheiten (2, 22) von einer an ihrer zweiten Schnittstelle (8) angeschlossenen Datenleitung (11, 12) zur Herstellung der Datenverbindung galvanisch entkoppelt ist.
3. Gefahrenmeldesystem (1) nach nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Datenleitung (11, 12) zwischen zwei Auswerteeinheiten (2, 22) und/oder zwischen den Auswerteeinheiten (2, 22) und dem Gebäudemanagementsystem (10) eine Länge zwischen 500 und 1000 Meter aufweist.
4. Gefahrenmeldesystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteeinheiten (2, 22) und das Gebäudemangementsystem (10) zu einem Ring verbunden sind.
5. Gefahrenmeldesystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an den Gebäudesicherheitsbus (3) Melder, insbesondere Brandmelder (4) und/oder Einbruchmelder (5) und/oder Notrufmelder (6), angeschlossen sind.
6. Gefahrenmeldesystem (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteeinheiten (2, 22) die von den Meldern über den Gebäudesicherheitsbus (3) übertragenen Signale auswertet, in Abhängigkeit der Signale digital codierte Alarmmeldungen erzeugen und die Alarmmeldungen an der zweiten Schnittstelle (8) zur übertragung an das Gebäudemanagementsystem (10) bereitsstellen.
7. Gefahrenmeldesystem (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteeinheiten (2, 22) derart gestaltet sind, dass die Auswerteeinheiten (2, 22) die von einer weiteren Auswerteeinheit (2, 22) empfangene Alarmmeldungen an den zweiten Schnittstellen (8) zur Weiterleitung an das Gebäudemanagementsystem (10) bereitstellen
8. Gefahrenmeldesystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die die erste Auswerteeinheit (2) und die weiteren Auswerteeinheiten (22) im wesentlichen identisch aufgebaut sind. |
Beschreibung
Titel Gefahrenmeldesystem
Stand der Technik
Die Erfindung betrifft eine Gefahrenmeldesystem für Gebäude mit als freiprogrammierbaren Steuereinheiten ausgebildeten Auswerteeinheiten.
Aus der deutschen Offenlegungsschrift DE 101 05 189 Al ist ein universell einsetzbares überwachungsgerät zum nachträglichen Einbau in ein Gefahrenmeldesystem bekannt. Dieses überwachungsgerät weist eine Schnittstelle zu einem Gebäudesicherheitsbus auf. Ferner ist aus der DE 101 05 189 Al bekannt, dass das überwachungsgerät eine serielle Schnittstelle bereitstellt, die den Anschluss von autarken Geräten ermöglicht.
Offenbarung der Erfindung
Vorteile der Erfindung
Das nachfolgend beschriebene Gefahrenmeldesystem für Gebäude gemäß dem unabhängigen Anspruch hat den Vorteil, dass das Gefahrenmeldesystem flexibel und angepasst an die jeweiligen örtlichen Einsatzbedingungen einsetzbar ist. Besonders vorteilhaft ist, dass die sicherheitsspezifischen Kenngrößen des Brand-, Einbruch- und Notrufbereiches, bereitgestellt durch jeweilige Melder, gezielt und schnell im Bereich der jeweiligen örtlichkeit durch die Auswerteeinheiten bewertbar sind. Gleichzeitig hat das beschriebenen Gefahrenmeldesystem den Vorteil, dass durch die in Reihe (daisy chain) geschalteten Auswerteeinheiten große Entfernungen, insbesondere von mehreren Kilometern, überbrückt werden könnten. Dies trägt in besonderes vorteilhafter Weise dazu bei, dass das beschriebene Gefahrenmeldesystem sowohl zur überwachung im Bereich der Kommunen, wie Krankenhäusern und Altenheimen, als auch in öffentlichen,
wie Fluchttürsteuerung, und privaten Bereichen zur Absicherung von Wohnungen einsetzbar ist. Insbesondere ist es möglich, das Gefahrenmeldesystem in einer Kombination der angegebenen Bereiche einzusetzen. Ferner hat das Gefahrenmeldesystem den Vorteil, dass durch die Ausbildung der Auswerteeinheit als freiprogrammierbare Steuerung (FPS) und Anschluss von lokale Sicherheitsbussen kleine autarke und in sich geschlossene Sicherheitsbereiche über den Anschluss an ein Gebäudemanagementsystem mit Großsystemen verbunden sind. Besonders vorteilhaft ist, dass die Auswerteeinheiten mit dem Gebäudemanagementsystem zu einem Ring verbunden sind, da dies zur Erhöhung der Ausfallsicherheit des Gefahrenmeldesystems beiträgt.
Weitere Vorteile ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen mit Bezug auf die Figuren und den abhängigen Ansprüchen.
Zeichung
Die Erfindung wird nachstehend anhand der in der Zeichung dargestellten Ausführungsform näher erläutert. Die einzige Figur 1 zeigt ein Gefahrenmeldesystem für Gebäude.
Beschreibung von Ausführungsbeispielen
Nachfolgend wird ein Gefahrenmeldesystem für Gebäude mit als freiprogrammierbaren Steuereinheiten ausgebildeten Auswerteeinheiten und einem Gebäudemanagementsystem beschrieben. Durch Reihenschaltung sind die Auswerteeinheiten über eine schnelle Datenverbindung mit dem Gebäudemanagementsystem verbunden.
Figur 1 zeigt ein Gefahrenmeldesystem 1 für Gebäude, umfassend mehrere als freiprogrammierbaren Steuereinheiten (FPS) ausgebildeten Auswerteeinheiten 2, 22 und ein Gebäudemanagementsystem 10. Die Auswerteeinheiten 2, 22 zeichnen sich dadurch aus, dass sie eine große Anzahl an Ein- und speicherprogrammierbaren Ausgängen aufweisen. Ferner umfassen die Auswerteeinheiten 2, 22 einen Mikroprozessor, sowie nichtflüchtige und flüchtige Speichereinheiten. Bei den nichtflüchtigen Speichereinheiten handelt es sich um Read-only-Memories (ROM) oder wiederbeschreibbare ROM, beispielsweise einem EPROM. Die Auswerteeinheiten 2, 22 sind derart ausgebildet, dass
ein Verarbeitungsprogramm, dass die Eingangssignale der Eingänge mit Ausgangssignalen der Ausgänge verknüpft, frei programmierbar ist und in den nichtflüchtigen Speichereinheiten abgespeichert ist. Bei den flüchtigen Speichereinheiten handelt es sich um Random- Access-Memories (RAM), die zum Zwischenspeichern von Daten des Verarbeitungsprogramms verwendet werden. Ferner weisen die Auswerteeinheiten 2, 22 vier Schnittstellen 7 eines ersten Typs auf, die zum Anschluss eines Gebäudesicherheitsbus 3 ausgestaltet sind. Bei dem Gebäudesicherheitsbus 3 handelt es sich vorzugsweise um den bekannten Sicherheitsbus LSN (Local Security Network). Die Gebäudesicherheitsbusse 3 sind als Ring an die Schnittstelle 7 des ersten Typs angeschlossen. Ferner sind die Gebäudesicherheitsbusse 3 derart ausgelegt, dass Brandmeldern 4 kombiniert mit anderen Meldertypen, wie Einbruchmelder 5 und/oder Notrufmelder 6, an dem Gebäudesicherheitsbus 3 betreibbar sind. Ferner umfassen die Auswerteeinheiten 2, 22 eine Schnittstelle 8 zweiten Typs, die zur Bereitstellung einer hohen Datenübertragungsrate ausgelegt ist. Die Datenübertragungsrate beträgt vorzugsweise 9600 bit/s oder mehr. Bei Einsatz von 8 Auswerteeinheiten beträgt die Datentransferzeit 600 ms. Die Schnittstellen 8 zweiten Typs umfassen jeweils zwei Optokoppler 9, die derart gestaltet sind, dass die Auswerteeinheiten 2, 22 jeweils von an ihrer Schnittstelle 8 angeschlossenen Datenleitungen 11, 12 zur Herstellung der Datenverbindung galvanisch entkoppelt sind. Im bevorzugten Ausführungsbeispiel ist eine erste Auswerteeinheit 2 über deren Schnittstelle 8 zweiten Typs und einem Optokoppler 9 über eine Datenleitung 11 mit einer im wesentlichen identisch aufgebauten, zweiten Auswerteeinheit 22 mittels deren Schnittstelle 8 zweiten Typs und deren Optokoppler 9 durch Reihenschaltung verbunden. Beide Auswerteeinheiten 2, 22 weisen die vorstehend genannten Schnittstellen 7 ersten Typs auf, die derart ausgelegt sind, dass die vier Gebäudesicherheitsbusse eine Gesamtlänge von 1000 m aufweisen, wobei insgesamt bis zu 127 Melder unterschiedlichem Typs, insbesondere Brandmelder 4, Einbruchmelder 5 und/oder Notrufmelder 6, angeschlossen sind. Die zweite Auswerteeinheit 22 ist über die Schnittestelle 8 zweiten Typs und deren Optokoppler 9 über eine Datenleitung mit weiteren nicht eingezeichneten, aber im wesentlichen identischen Auswerteeinheiten und schließlich mit einem Gebäudemanagementsystem 10 verbunden. Das Gebäudemangementsystem 10 umfasst ebenfalls eine Schnittstelle 8 zweiten Typs mit zwei Optokoppler 9 zum Anschluss von zwei Datenleitungen 11, 12. Im bevorzugten Ausführungsbeispiel ist das Gebäudemangementsysteme 10 über den zweiten Optokoppler 9 und einer zweiten Datenleitung 12 mit dem Optokoppler 9 der Schnittstelle 8 der ersten Auswerteeinheit 2 derart verbunden, dass die angeschlossenen
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Auswerteeinheiten 2, 22 und das Gebäudemangementsystem 10 einen Ring bilden. Die Ausbildung als Ring ist nicht zwingend notwendig, aber hinsichtlich der Ausfallsicherheit des Gefahrenmeldesystems 1 vorteilhaft. Das Gebäudemanagementsystem 10 ist derart gestaltet, dass es neben den Daten der Auswerteeinheiten 2, 22 Daten von weiteren Gewerken, insbesondere von Zutrittskontrollsystemen und/oder Heizungs- und Lüftungsanlagen und/oder von Videoanlagen und/oder von Beschallungsanlagen, verarbeitet. Das Gebäudemanagementsystem 10 ist ein rechnergestütztes Bedien- und Informationssystem, das im Alarmfall eine sichere Bedienung und Maßnahmeneinleitung gewährleistet. Es ist entweder als Einplatz- oder Mehrplatzsystem ausgebildet. Im bevorzugten Ausführungsbeispiel beträgt die Länge der Datenleitungen 11, 12 zwischen zwei Auswerteeinheiten 2, 22 oder zwischen einer Auswerteeinheit 2, 22 und dem Gebäudemanagementsystem 10 zwischen 500 und 1000 Meter. Die Auswerteeinheiten 2, 22 sind hinsichtlich der Schnittstellen 7, 8 und der weiteren Ein- und Ausgänge im wesentlichen identisch aufgebaut. Lediglich die Verarbeitungsprogramme sind an die jeweiligen Gegebenheiten der angeschlossenen Melder und die Lokalitäten angepasst. Die Auswerteeinheiten 2, 22 zeichnen sich dadurch aus, dass die Auswerteeinheiten 2, 22 derart ausgebildet sind, dass sie die sicherheitsspezifischen Kenngrößen der angeschlossenen Melder mittels der an die jeweilige Gegebenheit angepassten Verarbeitungsprogramme verarbeiten und bewerten. Die Auswerteeinheiten 2, 22 werten die von den Meldern über den Gebäudesicherheitsbus 3 übertragenen Signale aus und erzeugen in Abhängigkeit der Signale digital codierte Alarmmeldungen. Diese digital codierte Alarmmeldungen werden an den zweiten Schnittstellen 8 zur übertragung an das Gebäudemanagementsystem 10 bereitgestellt. Dabei sind die Auswerteeinheiten 2, 22 derart gestaltet, dass jede Auswerteeinheit 2, 22 die von einer weiteren Auswerteeinheit 2, 22 empfangene Alarmmeldungen an den zweiten Schnittstellen 8 zur Weiterleitung an das Gebäudemanagementsystem 10 bereitstellen.
