Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
HEADER AND LOADING MACHINE, AND METHOD FOR EXCAVATING ROCK
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/125126
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a header and loading machine (10) and to a method for excavating rock using such a machine. Rock is excavated using work attachments on an adjustable boom arm (20). The excavated rock is received by a loading table (40) on a front region of a chassis (12) of the header and loading machine (10). The excavated rock is conveyed to a rear region of the chassis (12) by means of a conveyor device. An operator's station (16) and drive and supply units (18) are arranged in a central region and a first lateral region on the chassis (12). Above the chassis (12) a second lateral region, which lies opposite the first lateral region, is kept clear, thus forming a free space (60) which extends along the chassis (12) from a front region to a rear region.

Inventors:
KUCHINKE, Christoph (Kapitelstr. 2, Aachen, 52066, DE)
BAUER, Frank (Am Südwestfriedhof 13, Dortmund, 44137, DE)
Application Number:
EP2016/050921
Publication Date:
July 27, 2017
Filing Date:
January 18, 2016
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
HAZEMAG & EPR GMBH (Brokweg 75, Dülmen, 48249, DE)
International Classes:
E21C27/30; E21C35/20; E21D9/10; E21D9/12
Domestic Patent References:
WO2010048650A22010-05-06
Foreign References:
EP2499333B12014-04-23
EP0216506A11987-04-01
DE8890062U11990-03-01
DE19522228C21997-05-15
Attorney, Agent or Firm:
WUNDERLICH, Rainer et al. (Irmgardstr. 3, München, 81479, DE)
Download PDF:
Claims:
PATENTANSPRÜCHE

1. Vortriebs- und Lademaschine mit

einem Fahrwerk (12),

einem verstellbaren Auslegerarm (20), an welchen ein Anbauarbeitsgerät (30) wechselbar befestigt ist,

einem Ladetisch (40) , welcher an einem Frontbereich des Fahrwerks (12) angeordnet und zum Aufnehmen abgebauten Gesteins ausgebildet ist, einer Fördereinrichtung (50), welche sich mittig auf dem Fahrwerk von dem Ladetisch (40) an dem Frontbereich bis zu einem Heckbereich erstreckt und zum Abfördern des abgebauten Gesteins zum Heckbereich ausgebildet ist, Antriebs- und Versorgungseinheiten (18) und

einem Bedienstand (16),

dadurch gekennzeichnet,

dass der Bedienstand (16) und die Antriebs- und Versorgungseinheiten (18) in einem Mittelbereich und/oder einem ersten Seitenbereich auf dem Fahrwerk (12) angeordnet sind, wobei über dem Fahrwerk (12) ein zweiter Seitenbereich, welcher dem ersten Seitenbereich gegenüberliegt, freigehalten und ein Freiraum (60) gebildet ist, welcher sich längs des Fahrwerks (12) von dem Frontbereich bis zu dem Heckbereich erstreckt.

2. Vortriebs- und Lademaschine nach Anspruch 1 ,

dadurch gekennzeichnet,

dass an dem Freiraum (60) eine Verschiebeeinrichtung (61) mit mindestens einem Transportschlitten (64) vorgesehen ist, welcher längs des Fahrwerks (12) verfahrbar ist.

3. Vortriebs- und Lademaschine nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet,

dass an dem Freiraum (60) mindestens eine Hebevorrichtung (68) angeordnet ist.

4. Vortriebs- und Lademaschine nach Anspruch 3,

dadurch gekennzeichnet ,

dass die Hebevorrichtung (68) auf dem Transportschlitten (64) angeordnet ist.

5. Vortriebs- und Lademaschine nach einem der Ansprüche 2 bis 4,

dadurch gekennzeichnet ,

dass die Verschiebeeinrichtung (61) entlang des Freiraums (60) eine Linearführung (62) für den Transportschlitten (64) aufweist.

6. Vortriebs- und Lademaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5,

dadurch gekennzeichnet ,

dass der Bedienstand (16) in dem ersten Seitenbereich angeordnet ist.

7. Vortriebs- und Lademaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6,

dadurch gekennzeichnet ,

dass der Auslegerarm (20) mehrere Hebel (21), welche gelenkig miteinander verbunden sind, und mindestens einen Hydraulikzylinder (26, 27) zum Verstellen des Auslegerarms (20) aufweist.

8. Vortriebs- und Lademaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7,

dadurch gekennzeichnet ,

dass der Auslegerarm (20) drehbar um eine im Wesentlichen vertikale Drehachse auf dem Fahrwerk (12) gelagert ist.

9. Vortriebs- und Lademaschine nach Anspruch 8,

dadurch gekennzeichnet ,

dass in einem Mittenbereich des Fahrwerks (12) ein Drehturm (44) angeordnet ist, welcher zur drehbaren Lagerung des Auslegerarms (20) ausgebildet ist, und dass die Fördereinrichtung (50) unter dem Drehturm (44) hindurchgeführt ist.

10. Vortnebs- und Lademaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9,

dadurch gekennzeichnet ,

dass an einem distalen Ende des Auslegerarms (20) eine Schnellwechseleinheit (29) angeordnet ist, mit dem Anbauarbeitsgerät (30) lösbar mit dem Auslegerarm (20) verbunden ist.

11. Vortriebs- und Lademaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 10,

dadurch gekennzeichnet ,

dass der Ladetisch (40) in seiner Neigung verstellbar ist und

dass der Ladetisch (40) an seiner Oberseite mindestens ein Förderelement aufweist, mit welchem abgebautes Gestein auf dem Ladetisch (40) zu der Fördereinrichtung (50) förderbar ist.

12. Vortriebs- und Lademaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 11 ,

dadurch gekennzeichnet ,

dass das Anbauarbeitsgerät (30) als eine Schaufel (32) mit nach oben und vom Fahrwerk (12) weg gerichteten Schaufelöffnung (33) zum Aufnehmen abgebauten Gesteins ausgebildet ist und

dass die Schaufel (32) zumindest ein erstes Schaufelteil (34) und ein zweites Schaufelteil (35) aufweist, welche zum Bilden einer nach unten gerichteten Auswurföffnung (37) aufklappbar miteinander verbunden sind.

13. Verfahren zum Betrieb einer Vortriebs- und Lademaschine (10), insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 12,

bei welchem

- mit einem Anbauarbeitsgerät (30), welches an einem verstellbaren Auslegerarm (20) der Vortriebs- und Lademaschine (10) befestigt ist, Gestein abgebaut wird,

- das abgebaute Gestein von einem Ladetisch (40) aufgenommen wird, welcher an einem Frontbereich eines Fahrwerks (12) der Vortriebs- und Lademaschine (10) angeordnet ist, und

- das abgebaute Gestein von dem Ladetisch (40) mittels einer Fördereinrichtung (50) über das Fahrwerk (12) zu einem Heckbereich des Fahrwerks (12) gefördert wird, dadurch gekennzeichnet ,

- dass die Vortriebs- und Lademaschine (10) in einem Tunnel (1) oder einer Bergwerkstrecke betrieben wird, deren Querschnitt geringfügig größer ist als ein Querschnitt der Vortriebs- und Lademaschine (10), und

- dass zwischen einem Frontbereich und einem Heckbereich des Fahrwerks (12) Material und/oder Personen entlang einem Freiraum (60) aufgenommen und/oder transportiert werden, welcher sich an einem Seitenbereich auf dem Fahrwerk (12) von dem Frontbereich zu dem Heckbereich erstreckt.

14. Verfahren nach Anspruch 13,

dadurch gekennzeichnet,

dass Material und/oder Personen entlang des Freiraums (60) mittels eines Transportschlittens (64) bewegt werden, welcher entlang des Freiraums (60) linear geführt und verfahren wird.

15. Verfahren nach Anspruch 14,

dadurch gekennzeichnet,

dass mit dem Transportschlitten (64) eine Hebevorrichtung (68) entlang des Freiraums (60) verfahren wird.

Description:
Vortriebs- und Lademaschine und Verfahren zum Abbau von Gestein

Die Erfindung betrifft eine Vortriebs- und Lademaschine mit einem Fahrwerk, einem verstellbaren Auslegerarm, an welchem ein Anbauarbeitsgerät auswechselbar befestigt ist, einem Ladetisch, welcher an einem Frontbereich des Fahrwerks angeordnet und zum Aufnehmen des abgebauten Gesteins ausgebildet ist, einer Fördereinrichtung, welche sich mittig auf dem Fahrwerk von dem Ladetisch an den Frontbereich bis zu einem Heckbereich erstreckt und zum Abfördern des abgebauten Gesteins zum Heckbereich ausgebildet ist, Antriebseinheiten und einen Bedienstand, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 .

Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zum Abbau von Gestein mit einer Vortriebs- und Lademaschine, bei welchem mit einem Anbauarbeitsgerät, welches an einen verstellbaren Auslegerarm der Vortriebs- und Lademaschine befestigt ist, Gestein abgebaut wird, das abgebaute Gestein von einem Ladetisch aufgenommen wird, welcher an einem Frontbereich des Fahrwerks der Vortriebs- und Lademaschine angeordnet ist, und das abgebaute Gestein von dem Ladetisch mittels einer Fördereinrichtung über das Fahrwerk zu einem Heckbereich des Fahrwerks gefördert wird, gemäß dem Oberbegriff das Anspruchs 13.

Eine gattungsgemäße Vortriebs- und Lademaschine ist aus der DE 195 22 228 C2 bekannt. Derartige Vortriebs- und Lademaschinen arbeiten unter Tage in relativ engen Tunneln oder Bergwerksstrecken im Wechsel mit weiteren Vortriebsgeräten wie Bohrwagen, mobilen Arbeitsbühnen und Ausbaumaschinen. Ein Auswechseln oder eine Wartung von Anbauarbeitsgeräten für den Abbau von Gestein im Frontbereich der Maschine sind häufig nur schwer durchführbar, da Personen, Material und Werkzeug in engen Bergwerkstrecken kaum oder gar nicht zwischen der Maschine und der Tunnelwand vorbei transportiert werden können. Zur Vermeidung von Umbauarbeiten weist die gattungsgemäße Vortriebs- und Lademaschine mehrere Anbauarbeitsgeräte an dem Auslegerarm auf, nämlich einen Hydraulikhammer und einen Tieflöffel. Derartige Multifunktionsanordnungen sind kostenaufwändig und führen zu einem erhöhten Raumbedarf, was etwa Wartungsarbeiten in engen Tunneln erschwert.

In engen Tunnelabschnitten ist es beim prozessbedingten Wechsel der Vortriebsmaschinen und bei Wartungsarbeiten erforderlich, die Vortriebs- und Lademaschine von der Ortsbrust bis zu einer Position rückzufahren, in welcher ausreichend seitlicher Freiraum besteht, um die Vortriebsmaschinen aneinander vorbei zu fahren bzw. die notwendigen Personen und Materialien für Wartungsarbeiten zu einem Frontbereich der Maschine zu bringen. Je nach Länge der Bergwerksstrecke muss ein derartiges Rückfahren über mehrere 100 m erfolgen, was die Maschinennutzung herabsetzt sowie zeit- und kostenaufwändig ist.

Der Erfindung liegt die A u f g a b e zugrunde, eine Vortriebs- und Lademaschine und ein Verfahren zum Abbau von Gestein anzugeben, mit denen ein besonders effizienter Betrieb ermöglicht wird.

Die Aufgabe wird zum einen durch eine Vortriebs- und Lademaschine mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und zum anderen durch ein Verfahren zum Abbau von Gestein mit den Merkmalen des Anspruchs 13 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den jeweils abhängigen Ansprüchen angegeben.

Die erfindungsgemäße Vortriebs- und Lademaschine ist dadurch gekennzeichnet, dass der Bedienstand und die Antriebseinheiten in einem Mittenbereich und/oder einem Seitenbereich auf dem Fahrwerk angeordnet sind, wobei über dem Fahrwerk ein zweiter Seitenbereich, welcher dem ersten Seitenbereich gegenüberliegt, freigehalten und ein Freiraum gebildet ist, welcher sich längs des Fahrwerks von dem Frontbereich bis zu dem Heckbereich erstreckt.

Ein Grundgedanke der Erfindung kann darin gesehen werden, einen asymmetrischen Aufbau bei einer Vortriebs- und Lademaschine vorzusehen. Ein Mittenbereich der Maschine ist dabei im Wesentlichen durch die band- oder kettenartige Fördereinrichtung gebildet. In einem ersten Seitenbereich hiervon sind der Bedienstand und Antriebs- und Versorgungseinheiten auf dem Fahrwerk angeordnet. Im Unterschied hierzu ist der gegenüberliegende axiale Seitenbereich weitgehend von Antriebs- und Versorgungseinheiten sowie weiteren Komponenten freigehalten, wobei ein Freiraum gebildet ist, welcher sich längs des Fahrwerks von einem Frontbereich bis zu einem Heckbereich erstreckt. Der Freiraum beginnt dabei weitgehend unmittelbar oberhalb des Fahrwerks, so dass - abhängig von der Höhe des Tunnels - eine lichte Höhe des Freiraums über dem Fahrwerk von bis zu einigen Metern gebildet ist. Der Freiraum kann vorzugsweise durchgehend als ein Durchgang zwischen Front und Heck gebildet sein.

Dieser erfindungsgemäße Freiraum ermöglicht es, ein zusätzliches Anbauarbeitsgerät, insbesondere das Bohrgerät in Hartgesteinsvortrieben oder alternativ die Fräse oder den Hydraulikhammer in weichem Gestein, in dem Freiraum während der nachfolgenden Arbeitsprozesse in geschützter Position zu parken und zum Wechsel der Anbauarbeitsgeräte diese von einer Parkposition im Heckbereich in die Wechselposition für den Auslegerarm im Frontbereich und wieder zurück zu transportieren. Auf diese Weise können die für den Gesteinsabbau benötigten Anbauarbeitsgeräte komplett auf einer Vortriebs- und Lademaschine angeordnet und im Wechsel eingesetzt werden. Der Einsatz mehrerer Vortriebsmaschinen und deren aufwendiges Rangieren in den engen Tunneln oder Bergwerksstrecken entfallen.

Neben der Maschine ist in Richtung der Tunnelwand, eine Fahr- und Transportgasse für den Durchgang des Bedienungs- und Wartungspersonals sowie den Materialtransport in den Vorortbereich vorgesehen. Material, insbesondere Ausbaubögen oder Anbauarbeitsgeräte sowie Personen selbst können so auch in engen Tunneln oder Bergwerkstrecken ohne aufwändiges Rangieren oder Rückfahren der Vortriebsund Lademaschine von einem Heckbereich zu einem Frontbereich oder wieder zurück zu transportiert werden. Das Material und Werkzeuge können in dem erfindungsgemäßen Freiraum zwischengelagert werden. Wartungsarbeiten im Frontbereich vereinfachen sich durch den verbesserten Zugang erheblich.

Die Begriffe des Abbaus und der Anbauarbeitsgeräte für den Abbau sind im Sinne der Erfindung breit zu verstehen und umfassen zumindest ein Aufnehmen von gelöstem Gestein unabhängig davon, wie das Gestein gelöst worden ist. Ein Bedienstand im Sinne der Erfindung ist vorzugsweise für einen Maschinenbediener ausgebildet, wobei aber auch allgemein eine Bedien- oder Steuereinheit für eine automatische oder ferngesteuerte Bedienung umfasst ist. Es kann ein offener oder geschlossener Bedienstand vorgesehen sein.

Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung besteht darin, dass in dem Freiraum eine Verschiebeeinrichtung mit mindestens einem Transportschlitten vorgesehen ist, welcher längs des Fahrwerks verfahrbar ist. Der Transportschlitten kann dabei von Hand oder vorzugsweise durch einen Linearantrieb verfahren werden. Der Schlitten kann plattenförmig oder als eine ausfahrbare Schiene gestaltet sein. Somit können auch größere Gegenstände, wie Anbauarbeitsgeräte für den Abbau, schnell und zuverlässig entlang des Freiraums transportiert werden. Besonders bevorzugt ist es, dass der Transportschlitten selbst als ein balkenförmiges Führungselement ausgebildet ist, entlang welchem eine Aufnahmeplatte linear verschiebbar gelagert ist oder ein Anbauarbeitsgerät für den Abbau abgelegt werden kann. Durch diese teleskopartige Anordnung kann das Element axial über das Fahrwerk hinaus verschoben werden, was insbesondere den Transport von schweren Gegenständen weiter erleichtert.

Eine weitere Verbesserung der Transportmöglichkeiten ergibt sich nach einer Weiterbildung der Erfindung dadurch, dass an dem Freiraum mindestens eine Hebevorrichtung angeordnet ist. Die Hebevorrichtung kann vorzugsweise ein Auslegerkran sein, mit welchem schwere Gegenstände angehoben und auf dem Transportschlitten abgelegt oder wieder davon abgesenkt werden können.

Grundsätzlich können eine oder mehrere Hebevorrichtungen stationär an festen Stellen an dem Fahrwerk befestigt sein. Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung besteht jedoch darin, dass die Hebevorrichtung auf dem Transportschlitten angeordnet ist. Somit kann die Hebevorrichtung vom Heckbereich zum Frontbereich und wieder zurück verfahren werden. Dadurch kann die Hebevorrichtung sowohl beim Beladen als auch beim Entladen eingesetzt werden. Die Hebevorrichtung weist vorzugsweise eine motorisch betriebene Winde für die Hebevorgänge auf. Weiterhin besteht eine vorteilhafte Ausführungsvariante darin, dass die Hebevorrichtung drehbar auf dem Transportschlitten gelagert ist. Hierdurch kann der Arbeitsbereich der Hebevorrichtung erweitert werden. Ein besonders zuverlässiges Verfahren des Transportschlittens wird nach einer Weiterbildung der Erfindung dadurch erreicht, dass die Verschiebeeinrichtung entlang des Freiraums eine Linearführung für den Transportschlitten aufweist. Die Linearführung erstreckt sich dabei im Wesentlichen über die gesamte axiale Länge des Fahrwerks.

Eine gute Übersichtlichkeit und Bedienbarkeit wird für einen Maschinenbediener nach einer weiteren Ausführungsvariante der Erfindung dadurch erreicht, dass der Bedienstand in dem ersten Seitenbereich angeordnet ist. Der Bedienstand ist dabei für zumindest einen Maschinenbediener ausgelegt. Die Erfindung erfasst jedoch auch Vortriebs- und Lademaschinen mit einem mannlosen Bedienstand auf dem Fahrwerk. Bei diesen Vortriebs- und Lademaschinen kann ein automatischer Betrieb oder vorzugsweise eine ferngesteuerte Bedienung von einem rückwärtigen Bereich erfolgen. Die Antriebs- und Versorgungseinheiten können verschiedene Motoren, etwa Verbrennungsmotoren oder Hydraulikmotoren mit Hydraulikpumpen sowie elektrische Anlagen für die einzelnen Komponenten der erfindungsgemäßen Vortriebs- und Lademaschine umfassen.

Eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vortriebs- und Lademaschine besteht darin, dass der Auslegerarm mehrere Hebel, die gelenkig miteinander verbunden sind, und mindestens einen Hydraulikzylinder zum Verstellen des Auslegerarms aufweist. Der Auslegerarm ist also mehrteilig mit mehreren Gelenken ausgebildet. In einer ausgefahrenen Betriebsposition kann der Auslegerarm mit dem Anbauarbeitsgerät für den Abbau, vorzugsweise Gestein, von der Ortsbrust lösen. In einer eingefahrenen Rückzugsposition kann der Auslegerarm soweit zusammengeklappt werden, dass sich die Schaufel unmittelbar oberhalb des Ladetisches befindet. In dieser Position kann die Schaufel entleert werden, wobei das abgebaute Gestein von dem Ladetisch aufgenommen wird.

Eine besonders kompakte Ausbildung des Auslegerarms wird nach einer Weiterbildung der Erfindung dadurch erreicht, dass der Auslegerarm eine Parallelogrammanordnung von Hebeln aufweist. Vorzugsweise kann die Parallelogrammanordnung mit einer Kniehebelanordnung kombiniert sein. Es können auch mehrere Parallelogramm-Mechanismen hintereinander vorgesehen sein, so dass auch ein ziehharmonikaartiges Zusammenfalten des Auslegerarms erreicht werden kann. Eine weitere Verbesserung wird nach einer Ausführungsform der Erfindung dadurch erzielt, dass der Auslegerarnn drehbar um eine im Wesentlichen vertikale Drehachse auf dem Fahrwerk gelagert ist. Hierdurch wird der Arbeitsbereich des Auslegerarms und damit des Anbauarbeitsgeräts vergrößert.

Gemäß einer Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vortriebs- und Lademaschine ist es besonders vorteilhaft, dass in einem Mittelbereich des Fahrwerks ein Drehturm angeordnet ist, welcher zur drehbaren Lagerung des Auslegerarms ausgebildet ist und dass die Fördereinrichtung unter dem Drehturm hindurchgeführt ist. Durch eine zylindrische Basis mit einem Drehlager wird eine besonders stabile Verbindung zwischen dem Auslegerarm und dem Fahrwerk erreicht. Vorzugsweise stellt der Drehturm mit seiner Basis sozusagen eine Brücke über einen Förderweg der Fördereinrichtung dar.

Die Fördereinrichtung zum Fördern des abgebauten Gesteins zum Heckbereich des Fahrwerks kann vorzugsweise ein beliebiger Stetigförderer, insbesondere ein Kettenoder Bandförderer sein. Eine besondere robuste Ausführungsform wird dadurch erreicht, dass die Fördereinrichtung einen Kratzkettenförderer umfasst. Ein Kettenförderer ist dabei mit stegförmigen Mitnehmerelementen versehen.

Eine effiziente Betriebsweise wird gemäß einer Weiterbildung der Erfindung dadurch erreicht, dass an einem distalen Ende des Auslegerarms eine Schnellwechseleinrichtung angeordnet ist, mit der das Anbauarbeitsgerät für den Abbau lösbar mit dem Auslegerarm verbunden ist. Die Schnellwechseleinrichtung weist dabei Elemente für eine schnelle mechanische Kopplung auf, etwa hydraulisch verstellbare Riegelbolzen. Vorzugsweise kann die Schnellwechseleinrichtung auch elektrische und hydraulische Verbindungselemente aufweisen, welche ein schnelles Lösen und Verbinden elektrischer beziehungsweise hydraulischer Leitungen ermöglichen. Ein Auswechselwerkzeug kann dabei entlang des Freiraums gelagert oder von einem Heckbereich zu einem Frontbereich des Fahrwerks transportiert werden. Durch die Verstellbarkeit des Auslegerarms kann das Anbauarbeitsgerät unmittelbar über die Schnellwechseleinrichtung aufgenommen werden. In entsprechender Weise kann das ausgewechselte Anbauarbeitsgerät für den Abbau in dem Freiraum zum Heckbereich zurücktransportiert und dort zwischengelagert werden. Die Schnellwechseleinrichtung verfügt über den kinematischen Freiheitgrad, um teilweise zur Aufnahme sowie in mehreren Arbeitsprozessen die Anbauarbeitsgeräte parallel zur Streckenachse verfahren zu können. Mittels einer Steuerung und der Arm- und Anbaukinematiken kann eine automatische Parallelhaltung beim Verfahren sichergestellt werden. Dies ist vor allem zwingende Voraussetzung für das richtungsgenaue und parallele Abbohren der Sprenglöcher mit dem Anbaubohrgerät. Dies entspricht der vollen und uneingeschränkten Funktionalität eines Sprenglochbohrwagens. Das Sauberladen von Ortsbrust und Stößen mit der Schaufel sowie die Verwendung der Bohrlafette anstelle eines Spritzmanipulators werden ebenfalls ermöglicht.

In einem erheblichen Teil der Anwendungen wird Spritzbeton als Ausbau eingebracht. Hier kann die Maschine die Funktion eines Spritzmanipulators übernehmen. Es wird nur eine reduzierte Betonieranlage mit mobilem Mischer, Pumpe und Kompressor benötigt, die hinter der Maschine aufgestellt und über einen ca. 25 m langen Schlauch mit Spritzdüse mit diesem verbunden werden. Dabei übernimmt das Anbaubohrgerät mit seinem Lafettenvorschub und einer parallelen Verfahrbarkeit entlang der Streckenkontur die Funktion des Spritzmanipulators, der sonst in konventionellen Systemen als separate Geräteeinheit vorhanden sein muss.

Grundsätzlich kann der Ladetisch am Frontbereich des Fahrwerks ein im Wesentlichen starres plattenformiges Element sein. Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung besteht jedoch darin, dass der Ladetisch in seiner Neigung verstellbar ist. Nach unten gegen die Sohle verspannt, wird der Ladetisch als Abstützung eingesetzt, die die Maschine stabilisiert, vor allem wenn das Gestein mit einer Anbaufräse abgebaut wird. Darüber hinaus kann der Ladetisch aus einer nach unten geneigten Betriebsposition in eine im Wesentlichen horizontale oder eine schräg nach oben gerichtete zweite Betriebsposition verstellt werden, wenn die Schaufel über dem Ladetisch aufgeklappt und das Gestein auf den Ladetisch entleert wird. Vorzugsweise weist der Ladetisch an seiner Oberseite mindestens ein Förderelement auf, mit welchem abgebautes Gestein auf dem Ladetisch zu der Fördereinrichtung förderbar ist. Förderelemente können vorzugsweise schwenkbare Schieber, drehende Scheiben oder Sterne oder sonstige Zuführelemente sein, welche aktiv abgebautes Gestein auf dem Ladetisch der Fördereinrichtung zuleiten. Es können verschiedene Anbauarbeitsgeräte für den Abbau von Gestein eingesetzt werden, etwa Bohrlafetten, bestückt mit Bohrhämmern, Fräsen, Hydraulikhämmern oder Baggerschaufeln, wie ein Tieflöffel oder ein Hochlöffel.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist es vorgesehen, dass ein Anbauarbeitsgerät als eine Schaufel mit nach oben und vom Fahrwerk weg gerichteter Schaufelöffnung zum Aufnehmen abgebauten Gesteins ausgebildet ist und dass die Schaufel zumindest ein erstes Schaufelteil und ein zweites Schaufelteil aufweist, welche zum Bilden einer nach unten gerichteten Auswurföffnung klappbar miteinander verbunden sind. Es ist also eine Schaufel mit nach oben gerichteter Schaufelöffnung vorgesehen, wie diese etwa bei Radladern bekannt ist. Mit einer derartigen Schaufel, die auch als Hochklapplöffel bezeichnet wird, können zuverlässig relativ große Mengen Gesteins aufgenommen werden. Das Gestein wird dabei durch einen vorausgegangenen separaten Lösevorgang, etwa einer Sprengung oder einem Abtragen durch einen Hydraulikhammer oder eine Anbaufräse gelöst worden sein.

Die Schaufel weist zumindest zwei Schaufelteile auf, die in einem oberen Bereich klappbar miteinander verbunden sind. In einer ersten Betriebs- und Aufnahmeposition sind die beiden Schaufelteile zusammengeklappt und bilden einen geschlossenen Schaufelboden. In dieser ersten Betriebsposition kann eine relativ große Menge Gesteinsmaterial aufgenommen werden. Die gefüllte Schaufel kann in dieser ersten geschlossenen Betriebsposition mit dem Auslegerarm über den Ladetisch bewegt werden. In dieser Position kann dann ein Aufklappen der beiden Schaufelteile erfolgen, so dass eine nach unten gerichtete Auswurföffnung an der Schaufel gebildet ist. Somit kann das aufgenommene Gestein aus der Schaufel von oben gezielt auf den Ladetisch fallen und über die Fördereinrichtung von dort über das Fahrwerk der Vortriebs- und Lademaschine hinweg zu einem Heckbereich transportiert werden.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsvariante kann an dem Fahrwerk eine Seilwinde vorgesehen sein, mittels der über Umlenkelemente zusätzlich Material seitlich in der Fahr- und Transportgasse entlang des Fahrwerks gezogen und auf den Ladetisch gehoben werden kann.

Das erfindungsgemäße Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass die Vortriebsund Lademaschine in einem Tunnel oder einer Bergwerkstrecke betrieben wird, de- ren Querschnitt geringfügig größer ist als ein Querschnitt der Vortriebs- und Lademaschine, und dass zwischen einem Frontbereich und einem Heckbereich des Fahrwerks Material und/oder Personen entlang einem Freiraum transportiert werden, welcher sich an einem Seitenbereich auf dem Fahrwerk von dem Frontbereich zu dem Heckbereich erstreckt.

Das erfindungsgemäße Verfahren ist vorzugsweise mit einer Vortriebs- und Lademaschine ausführbar, welche zuvor beschrieben wurde. Es lassen sich dabei entsprechend die vorbeschriebenen Vorteile erzielen.

Das erfindungsgemäße Verfahren ist insbesondere beim Auffahren von Bergwerkstrecken einsetzbar, welche sich aufgrund von nachwachsendem Gebirge verengt haben. Insbesondere kann die Vortriebs- und Lademaschine in Tunneln oder Bergwerkstrecken zum Einsatz kommen, bei welchen der äußere Querschnittsumfang der Maschine lediglich einige 10 cm bis zu einem Meter von den Wänden des Tunnels oder der Bergwerkstrecke beabstandet ist. Selbst bei einem breiteren Abstand von über 1 m bietet ein bevorzugt durchgehender Freiraum den Vorteil gegenüber herkömmlichen Maschinen, dass größere Anbauarbeitsgeräte, etwa bei einer Aufhängung an der Tunneldecke entlang des Freiraums an der Vortriebs- und Lademaschine vorbeitransportiert werden können, während dies bei herkömmlichen Maschinen durch die Aufbauten auf dem Fahrwerk nicht möglich wäre. Auf diese Weise kann ein zeitaufwändiges Rückfahren der Vortriebs- und Lademaschine in einen rückwärtigen breiteren Tunnelbereich vermieden werden. Dies erhöht die Betriebssicherheit und den Grad der Maschinennutzung.

Eine bevorzugte Ausführungsvariante des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, dass Material und/oder Personen entlang des Freiraums mittels eine Transportschlittens bewegt werden, welcher entlang des Freiraums linear geführt und verfahren wird. Insbesondere können so auch größere Lasten zuverlässig und schnell im Freiraum zwischengelagert oder hindurchtransportiert werden.

Eine weitere Verbesserung wird nach einer Ausführungsform der Erfindung dadurch erzielt, dass mit dem Transportschlitten eine Hebevorrichtung entlang des Freiraums verfahren wird. Die Hebevorrichtung kann dabei zum Be- und Entladen von schweren Gegenständen auf dem Transportschlitten eingesetzt werden. Die Erfindung wird nachfolgend anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen weiter beschrieben, die schematisch in den beigefügten Zeichnungen dargestellt sind. In den Zeichnungen zeigen:

Fig. 1 : eine perspektivische Ansicht einer ersten erfindungsgemäßen Vortriebs- und Lademaschine;

Fig. 2: eine Seitenansicht der Vortriebs- und Lademaschine gemäß Fig. 1 mit gewechseltem Anbauarbeitsgerät für den Abbau von Gestein;

Fig. 3: eine perspektivische Ansicht einer weiteren erfindungsgemäßen Vortriebs- und Lademaschine;

Fig. 4: eine perspektivische Ansicht zum Betrieb einer erfindungsgemäßen

Vortriebs- und Lademaschine unter Tage;

Fig. 5: eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Vortriebs- und

Lademaschine bei Aufnahme von gelöstem Gestein;

Fig. 6: eine perspektivische Ansicht der Vortriebs- und Lademaschine von

Fig. 5 mit eingefahrenem Auslegerarm, wobei eine Schaufel oberhalb eines Ladetisches angeordnet ist;

Fig. 7: eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Vortriebs- und

Lademaschine von Fig. 6 mit aufgeklappter Schaufel;

Fig. 8: eine stark verkleinerte Ansicht einer erfindungsgemäßen Vortriebs- und

Lademaschine beim Abbau von Gestein in einem Tunnel;

Fig. 9: eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Vortriebs- und Lademaschine mit abgesenkter Auswurfeinrichtung;

Fig. 10: eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Vortriebs- und Lademaschine beim Umbau eines Anbauarbeitsgerätes;

Fig. 1 1 eine vergrößerte Ansicht der Vortriebs- und Lademaschine von Fig. 10 beim Umbau eines Anbauarbeitsgerätes; und Fig. 12: eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Vortriebs- und Lademaschine mit einem angebauten Hydraulikhammer.

Eine erfindungsgemäße Vortriebs- und Lademaschine 10 gemäß den Figuren 1 und 2 weist ein Fahrwerk 12 mit seitlichen Raupenfahrschiffen 14 auf. An einem Frontbereich des Fahrwerks 12 ist ein keilförmiger Ladetisch 40 verstellbar um eine horizontale Schwenkachse gelagert. Der Ladetisch 40 weist einen mittigen und vertieften Aufnahmebereich 42 für gelöstes oder abgetragenes Gesteinsmaterial auf. Über schieberartige oder rotierende Förderelemente 41 , 43 an der Oberseite des Ladetisches 40 wird das Gesteinsmaterial zu einer Fördereinrichtung 50 transportiert, welche sich mittig vom Frontbereich zum Heckbereich des Fahrwerks 12, leicht ansteigend zu einer Auswurfeinrichtung 54 erstreckt. Die Fördereinrichtung 50 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel als ein umlaufender Kratzkettenförderer 52 mit Mitnehmerelementen ausgebildet.

In einem vorderen Bereich des Fahrwerks 12 ist mittig über der Fördereinrichtung 50 eine zylindrische Basis 46 eines Drehturms 44 angeordnet. An der Oberseite der zylindrischen Basis 46 ist über ein Drehlager eine Drehplatte 47 drehbar um eine vertikale Drehachse gelagert. Auf der Drehplatte 47 ist ein Auslegerarm 20 befestigt, welcher nachfolgend noch näher beschrieben werden wird. Der Auslegerarm 20 ist über dem Drehturm 44 um die vertikale Drehachse verschwenkbar gelagert.

An einem distalen Ende des Auslegerarms 20 ist über eine Schnellwechseleinheit 29 ein Anbauarbeitsgerät 30 auswechselbar angebracht. Das Anbauarbeitsgerät 30 ist gemäß Fig 1 als eine Schaufel 32 mit einer nach oben und vom Fahrwerk 12 weg gerichteten Schaufelöffnung 33 ausgebildet. An einer Vorderkante der Schaufel 32 sind Abtragszähne 38 angeordnet.

Die Schaufel 32, die auch als ein Hochklapplöffel bezeichnet werden kann, umfasst ein erstes Schaufelteil 34, welches mit der Schnellwechseleinheit 29 verbunden ist. Über ein oberes Klappgelenk 36 ist ein zweites Schaufelteil 35 an dem ersten Schaufelteil 36 klappbar angelenkt. Über eine nicht-dargestellte Riegeleinrichtung sind die beiden Schaufelteile 34, 35 in einer zusammengeklappten Betriebsposition verriegelt, welche in Fig. 1 dargestellt ist. Mit der Schaufelöffnung 33 der Schaufel 32 kann Gesteinsmaterial abgebaut werden, welches zuvor von einer Ortsbrust gelöst wurde oder unmittelbar von der Schaufel 32 mit den Abtragszähnen 38 gelöst wird. Das Aufklappen der Schaufel 32 kann durch das Gewicht des Gesteins oder motorisch erfolgen.

In einem ersten Seitenbereich, der sich entlang der Fördereinrichtung 50 am Fahrwerk 12 erstreckt, ist ein Bedienstand 16 für einen Maschinenbediener angeordnet. In diesem ersten Seitenbereich und teilweise auch in dem Mittelbereich unterhalb der Fördereinrichtung 50 sind eine oder mehrere Antriebs- und Versorgungseinheiten 18 angeordnet, welche die verschiedenen Motoren, etwa Verbrennungsmotoren, Hydraulikpumpen und Hydraulikmotoren sowie elektrische Anlagen für die einzelnen Komponenten der erfindungsgemäßen Vortriebs- und Lademaschine 10 umfassen können.

In dem, dem ersten Seitenbereich gegenüberliegenden, zweiten Seitenbereich erstreckt sich entlang des Fahrwerks 12 ein Freiraum 60 mit einer ersten Verschiebeeinrichtung 61 mit einer Linearführung 62. Entlang der ersten Linearführung 62, welche sich vom Frontbereich bis zum Heckbereich des Fahrwerks 12 erstreckt, ist ein Transportschlitten 64 verschiebbar gelagert. Der Transportschlitten 64 ist selbst als ein balkenförmiges Element mit einer zweiten Linearführung 65 ausgebildet, in welche über einen Führungsschuh 67 eine Aufnahmeplatte 66 linear verschiebbar gelagert ist. Eine Linearverschiebung des Transportschlittens 64 und der Aufnahmeplatte 66 kann manuell von Hand oder vorzugsweise über nicht-dargestellte Linearantriebe erfolgen.

Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 1 ist auf der Aufnahmeplatte 66 eine Bohrlafette 31 als ein Anbauarbeitsgerät 30 abgestellt. Die Bohrlafette 31 ist an einem Träger 56 verstellbar gelagert, welcher über eine Adapterplatte 57 mit der Schnellwechseleinheit 29 am Auslegerarm 20 gekoppelt werden kann.

Zum Einsetzen der Bohrlafette 31 mit einem Bohrantrieb und einem Bohrgestänge wird die Schaufel 32 über den Auslegerarm 20 auf dem plattenförmigen Ladeteil 40 abgelegt und von der Schnellwechseleinheit 29 entkoppelt, wie in Fig. 2 dargestellt ist.

Sodann wird die Bohrlafette 31 über die Verschiebeeinrichtung 61 von der in Fig. 1 dargestellten Parkposition mit dem balkenartigen Transportschlitten 64 in eine frei- tragende jedoch durch eine ausgeklappte Abstützung gegen den Ladetisch gesicherte Position im Bereich des Ladetisches 40 gefahren. In dieser Position wird nunmehr der Auslegerarm 20 derart betätigt, dass die Schnellwechseleinheit 29 in die Adapterplatte 57 an dem Träger 56 der Bohrlafette 31 eingreift, so dass der Auslegerarm 20 fest mit der Bohrlafette 31 verbunden wird. Abschließend kann der Auslegerarm 20 so verstellt werden, dass die Bohrlafette 31 in eine Abbauposition gebracht werden kann, wie in Fig. 2 dargestellt ist. In entsprechender Weise kann die Bohrlafette 31 dann wieder in die Parkposition rückversetzt werden, um erneut die Schaufel 32 an dem Auslegerarm 20 zu befestigen.

Am Heckbereich des Fahrwerks 12 ist ein Kabelschlepp 13 zur Energieversorgung der Vortriebs- und Lademaschine 10 angeordnet. Weiterhin ist am Heckbereich eine Seilwinde 15 auf einem Querschlitten 17 quer gegenüber dem Fahrwerk 12 verschiebbar gelagert. Ein Seil 19 der Seilwinde 15 kann über ein bügeiförmiges Umlenkelement 51 , welches am hinteren Ende der Fördereinrichtung 50 angebracht ist, derart umgelenkt werden, dass mittels der Seilwinde 15 Material seitlich entlang des Fahrwerks 12 von einem Frontbereich zu einem Heckbereich gezogen werden kann. In entsprechender Weise kann ein weiteres Umlenkelement auch im Bereich des Auslegerarms 20 vorgesehen sein, so dass bei einer entsprechenden Umlenkung des Seils 19 über dieses weitere Umlenkelement mittels der Seilwinde 15 auch Material bis zum Frontbereich der Vortriebs- und Lademaschine 10 gezogen und auf den Ladetisch gehoben werden kann.

In Fig. 2 ist der Aufbau des Auslegerarms 20 mit einer Parallelogrammanordnung 22 aus im Wesentlichen vertikal gerichteten Hebeln 21 a und im Wesentlichen horizontal gerichteten Hebeln 21 b dargestellt. Die Hebel 21 sind jeweils in ihren Eckbereichen miteinander verbunden. An dem oberen horizontalen Hebel 21 b der Parallelogrammanordnung 22 ist über ein unteres Schwenkgelenk 23 ein bogenförmiger Tragarm 24 schwenkbar angelenkt. Die Parallelogrammanordnung 22 kann über einen ersten Hydraulikzylinder 25 in einer horizontalen Richtung verschwenkt werden. Das Schwenkgelenk 23 teilt den Tragarm 24 in einen kurzen ersten Endabschnitt und einen langen zweiten Endabschnitt. Der erste freie Endabschnitt des Tragarms 24 ist mit einem zweiten Hydraulikzylinder 26 verbunden, welcher wieder an der Parallelogrammanordnung 22 in einem oberen Eckbereich angelenkt ist. Der zweite Hydraulikzylinder 26 dient zu einer im Wesentlichen vertikalen Verstellung des Tragarmes 24.

An dem gegenüberliegenden Endabschnitt des Tragarms 24 ist über eine Schwenkeinrichtung 28 die plattenförmige Schnellwechseleinheit 29 gelenkig angebunden. Die Schwenkeinrichtung 28 weist mindestens einen horizontal gerichteten Schwenkzylinder auf, mit welcher die Schwenkeinrichtung 28 um eine vertikale Schwenkachse verschwenkt werden kann. Hierdurch kann die Schnellwechseleinheit 29 und ein daran angebrachtes Anbauarbeitsgerät 30 unabhängig von einem Schwenkwinkel des Auslegerarms 20 parallel zu einer Ortsbrust ausgerichtet werden. Entlang des Tragarms 24 sind mindestens ein Reißzylinder 27 in einer Nackenzylinderanordnung einerseits mit der Schnellwechseleinheit 29 und andererseits mit der Parallelogrammanordnung 22 der ersten Hebel 21 gelenkig verbunden.

Gemäß Fig. 3 ist eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vortriebsund Lademaschine 10 dargestellt. Diese Ausführungsform entspricht in den wesentlichen Komponenten der ersten Ausführungsform gemäß den Figuren 1 und 2, wobei gleiche oder funktionsgleiche Teile mit denselben Bezugszeichen versehen und nicht weiter beschrieben sind.

Im Gegensatz zu der zuvor beschriebenen Ausführungsform ist der Bedienstand 16 als eine Kabine ausgeführt. Zudem ist der Freiraum 60 als ein Durchgang ausgebildet, wobei sich die Verschiebeeinrichtung 61 über die gesamte Länge des Fahrwerkzeugs 12 erstreckt.

Auf der Aufnahmeplatte 66 ist eine Hebevorrichtung 68 angeordnet, welche schematisch als ein Auslegekran dargestellt ist. Die Hebevorrichtung 68 ist über ein Drehlager 69 drehbar angeordnet. Der Freiraum 60 ist insgesamt so ausgebildet, dass ein Durchgang in dem zweiten Seitenbereich über dem Fahrwerk 12 gebildet ist. Durch den Freiraum 60 können mittels des Transportschlittens 64 und der Hebevorrichtung 68 insbesondere Materialien, wie Werkzeuge, Zusatzgeräte vom Heckbereich zum Frontbereich und zurück transportiert werden, selbst wenn die Vortriebs- und Lademaschine 10 in einem engen Tunnel arbeitet.

Eine typische Betriebsposition einer erfindungsgemäßen Vortriebs- und Lademaschine 10 in einem Tunnel 1 ist in Fig. 4 dargestellt. Mit dem Anbauarbeitsgerät 30 am distalen Ende des Auslegerarms 60 kann an einer Ortsbrust 2 oder der Sohle 3 des Tunnels 1 Gestein gelöst und/oder aufgenommen werden. Firste 4 des Tunnels 1 sind in bekannter Weise durch Ausbaubögen 8 abgestützt. Entsprechend dem Tunnelvortrieb sind stetig weitere Ausbaubögen 8 der Ortsbrust 2 folgend zu erstellen. Abgebautes Gestein wird von einem Frontbereich der erfindungsgemäßen Lade- und Vortriebsmaschine 10 schräg nach hinten oben über die Fördereinrichtung 50 abgefördert und über eine Auswurfeinrichtung 54 an eine Transporteinrichtung 70 abgegeben.

Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Transporteinrichtung 70 als ein Muldenkipper 72 mit einer Kippmulde 74 ausgebildet. Grundsätzlich sind jedoch auch andere Transporteinrichtungen, etwa schienengebunden oder kontinuierlich fördernde Transportbänder möglich.

Ein Betrieb der erfindungsgemäßen Vortriebs- und Lademaschine 10 und ein erfindungsgemäßes Verfahren zum Abbau von Gestein werden im Zusammenhang mit den Figuren 5 bis 7 näher erläutert. Dabei zeigt Fig. 5 eine erste Betriebsposition der erfindungsgemäßen Vortriebs- und Lademaschine 10 mit den Antriebs- und Versorgungseinheiten 18 in dem ersten Seitenbereich. In dieser Betriebsposition ist der Auslegerarm 20 mit der Schaufel 32 nach vorne zum Abbau und insbesondere zur Aufnahme von Gesteinsmaterial ausgefahren.

Gemäß Fig. 5 ist zu erkennen, dass der Auslegerarm 20 über Gelenke miteinander verbundene Hebel 21 aufweist, welche eine Parallelogrammanordnung 22 bilden, die an der Drehplatte 47 des Drehturms 44 gelagert ist. An der Parallelogrammanordnung 22 der ersten gelenkigen Hebel 21 ist über ein unteres Schwenkgelenk 23 ein bogenförmiger Tragarm 24 schwenkbar angelenkt. Das Schwenkgelenk 23 teilt den Tragarm 24 in einen kurzen ersten Endabschnitt und einen langen zweiten Endabschnitt. Der erste freie Endabschnitt des Tragarms 24 ist mit einem zweiten Hydraulikzylinder 26 verbunden, welcher wiederum an der Parallelogrammanordnung 22 der ersten Hebel 21 angelenkt ist. Der erste Hydraulikzylinder für die Horizontalverstellung ist aus Übersichtlichkeitsgründen weggelassen. Der gegenüberliegende Endabschnitt des Tragarms 24 ist mit der Schnellwechseleinheit 29 gelenkig verbunden. Entlang einer Oberseite des C-förmigen Tragarms 24 sind zwei Reißzylinder 27 zum Betätigen der Schaufel 32 angeordnet. Die Reißzylinder 27 sind in einer Nackenzy- linderanordnung einerseits mit der Schnellwechseleinheit 29 und andererseits mit der Parallelogrammanordnung 22 der ersten Hebel 21 gelenkig verbunden.

In der ersten Betriebsposition ist die Schaufel 32 mit dem ersten Schaufelteil 34 und dem zweiten Schaufelteil 35 geschlossen, so dass Gestein über die Schaufelöffnung 33 aufgenommen werden kann.

Gemäß Fig. 6 wird das so aufgenommene Gesteinsmaterial in Art eines Hochlöffels von der Schaufel 32 durch Einfahren oder Einklappen des Auslegerarms 20 nach hinten zum Fahrwerk 12 eingefahren. In dieser eingefahrenen Betriebsposition befindet sich die Schaufel 32 unmittelbar über dem Ladetisch 40 mit dem vertieften Aufnahmebereich 42.

Anschließend kann die Schaufel 32 zum Bilden einer nach unten gerichteten Aus- wurföffnung 37 geöffnet werden, wie in Fig. 7 gezeigt ist. Hierzu werden das erste Schaufelteil 34 und das zweite Schaufelteil 35 voneinander entriegelt, wobei anschließend das zweite Schaufelteil 35 durch einen nicht-dargestellten Stellzylinder um das Klappgelenk 36 nach oben geschwenkt werden kann. Das in der Schaufel 32 befindliche Gesteinsmaterial fällt dabei durch die Auswurföffnung 37 nach unten in den Aufnahmebereich 42 des Ladetisches 40. Von dort kann das Gesteinsmaterial, etwa durch ein Nach-Oben-Klappen des Ladetisches 40 von der Fördereinrichtung 50 aufgenommen und nach hinten zum Heckbereich zu einer Transporteinrichtung 70 abgefördert werden. In den dargestellten Ausführungsbeispielen ist die Transporteinrichtung 70 als ein Schienensystem 76 mit mehreren schienengebundenen Transportwägen 78 ausgebildet.

In Fig. 8 ist ein Tunnel 1 mit einem Schienensystem 76 gemäß der Erfindung näher dargestellt. Das Schienensystem 76 kann dabei vorzugsweise einen Weichenbereich 80 aufweisen, in dem die schienengebundenen Transportwagen 78 in zwei parallel zueinander verlaufenden Schienenbereichen umgeladen werden können. Weiterhin kann in dem Tunnel 1 an einer rückwärtigen Position eine Wechselstation 82 vorgesehen sein, an welcher auswechselbare Gerätschaften seitlich oder in einem Deckenbereich gelagert werden können. Für ein Rückfahren der erfindungsgemäßen Vortriebs- und Lademaschine 10 in den Bereich der Wechselstation 82 kann die Fördereinrichtung 50 und insbesondere die im Heckbereich angeordnete Auswurfein- richtung 54 nach unten abgesenkt werden. Hierdurch können unerwünschte Kollisionen mit einem Deckenbereich in dem Tunnel 1 vermieden werden, wie anschaulich in Fig. 9 dargestellt ist. Fig. 9 ist zudem nochmals die Parallelanordnung 22 der ersten Hebel 21 des Auslegerarms 20 zu entnehmen.

Ein Wechsel des Anbauarbeitsgerätes 30 wird nachfolgend im Zusammenhang mit den Figuren 8 bis 10 erläutert. Dabei kann zunächst das ursprüngliche Anbauarbeitsgerät 30 durch den Auslegerarm 20 in einem Deckenbereich des Tunnels 1 angehoben werden, wie in Fig. 9 angedeutet ist. In einer derartigen Position kann das Anbauarbeitsgerät 30 an eine Aufhängeeinrichtung 83 abgegeben werden. Die Aufhängeeinrichtung 83 ist dabei entsprechend der Darstellung von Fig. 1 1 in einem mittigen- oder einem seitlichen Bereich an der Firste des Tunnels 1 angeordnet. Nach dem Aufhängen des Anbauarbeitsgerätes 30 an der Aufhängeeinrichtung 83 kann über die Schnellwechseleinheit 29 die Verbindung zum Auslegerarm 20 gelöst werden. Sodann kann der Auslegerarm 20 zu einem neuen bereitgestellten Anbauarbeitsgerätes bewegt werden, wie dies schematisch in Fig. 10 dargestellt ist. Es kann sodann ein Kopplung mit dem neuen Anbauarbeitsgerät erfolgen, welches gemäß der Darstellung von Fig. 12 ein Hydraulikhammer 31 sein kann.

Wie aus Fig. 1 1 zu ersehen ist, kann dabei auch in einem engen Tunnel 1 , dessen Querschnitt nur geringfügig größer als ein Querschnitt der erfindungsgemäßen Vortriebs- und Lademaschine 10 ist, ein Vorbeifördern der Anbauarbeitsgeräte 30 an dem Fahrwerk 12 im Bereich des Durchganges 60 erfolgen.