| Patentansprüche Kopfbedeckung (1; 1*) mit - einer Umhüllung (4) zum Umhüllen von Haar (2) eines Kopfes (3) und zumindest einer Wärme-Einrichtung, gekennzeichnet durch eine Befestigungseinrichtung (5) , welche ausgelegt ist die Umhüllung (4) solches Haar (2) an einem solchen Kopf (3) umhüllend zu befestigen, - die Wärme-Einrichtung als Wärme abgebende oder Wärme entziehende Einrichtung (6; 6*) ausgebildet ist und - durch die Umhüllung (4) aus einem einen Durchtritt von Feuchtigkeit, insbesondere Haar- oder Kopfbehandlungsmit- telanteilen hemmenden oder undurchlässigen Material. 2. Kopfbedeckung (1; 1*) nach Anspruch 1, bei der die Befestigungseinrichtung (5) eine Kopf- oder Haarbefestigungs¬ einrichtung für die Kopfbedeckung (1; 1*) ausbildet, so dass durch die Befestigungseinrichtung (5) die Kopfbedeckung (1; 1*) als eine tragbare Kopfbedeckung (1; 1*) ausgebildet ist. 3. Kopfbedeckung (1; 1*) nach Anspruch 1 oder 2, bei der die Befestigungseinrichtung (5) zumindest einen Gummizug aufweist. 4. Kopfbedeckung (1; 1*) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei der die Wärme abgebende Einrichtung (6) ein Wärme zwi¬ schenspeicherndes Material aufweist. 5. Kopfbedeckung (1; 1*) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei der die Wärme abgebende Einrichtung (6) ein nach Wär- meabgabe durch Energiezufuhr wieder reaktivierbares Mate¬ rial aufweist. Kopfbedeckung (1; 1*) nach einem vorstehenden Anspruch mit einer an- und abschließbaren Energieversorgungseinrichtung (10) zum Aufheizen eines Wärme zwischenspeichernden Materials oder zum Aktivieren eines reaktivierbaren Material der Wärme abgebenden Einrichtung (6) . 7. Kopfbedeckung (1; 1*) nach einem vorstehenden Anspruch, bei der die Wärme abgebende Einrichtung (6*) zumindest ein elektrisch aufheizbares Element aufweist. Kopfbedeckung (1; 1*) nach Anspruch 7 mit einer Batterie oder einem Akkumulator zur Stromversorgung des elektrisch aufheizbaren Elements. 9. Kopfbedeckung (1; 1*) nach Anspruch 7 oder 8 mit einer an- und abschließbaren Stromzuführungseinrichtung als Energieversorgungseinrichtung (10) zur Stromversorgung eines elektrisch aufheizbaren Elements oder eines Akkumulators. Kopfbedeckung (1; 1*) nach einem vorstehenden Anspruch mit einem Feuchtigkeit tragfähigen Material (8) innensei tig an oder in der Umhüllung. Kopfbedeckung (1; 1*) nach einem vorstehenden Anspruch mit einem Wärmesperrmaterial (9) außenseitig der zumin¬ dest einen Wärme abgebenden Einrichtung (6*) an oder in der Umhüllung. Verwendung einer Wärme abgebende Kopfbedeckung (1; 1*) nach einem vorstehenden Anspruch, wobei Haar (2) einer Person mit einem Mittel versehen wird und anschließend die Wärme abgebende Kopfbedeckung (1; 1*) wärmeabgebend über das Haar aufgesetzt wird. |
Kopfbedeckung Die Erfindung bezieht sich auf eine Kopfbedeckung mit den oberbegrifflichen Merkmalen nach Anspruch 1 und deren Verwendung .
Allgemein bekannt sind in einem Frisörgeschäft Hauben mit ei- ner starren Umhüllung und zumindest einer darin integrierten Wärme abgebenden Einrichtung. Diese Hauben sind entweder fest neben einem Sitz für Kunden installiert oder auf einem fahrbaren Gestell montiert, um sie nach Bedarf zu einem Sitz schieben zu können. Insbesondere bei fest installierten Hau- ben ist für Geschäftsbetreiber nachteilhaft, dass eine Kundin oder ein Kunde während einer Haarbehandlung mit aufgesetzter Haube auf dem Sitz verbleiben muss und damit während der Auf ¬ setz-Zeitdauer der Haube der Sitz für die Haarbehandlung weiterer Kundinnen und Kunden blockiert ist. Nachteilhaft für Kunden unter einer solchen Haube ist, dass sie die gesamte Einwirkungszeit an den Sitz gebunden sind und die Zeit allen ¬ falls mit Lesen von Zeitschriften oder sonstiger Lektüre verbringen können. Für einen Einsatz daheim sind derartige Hauben gänzlich ungeeignet, weil selbst Hauben auf einem fahrbaren Gestell enor ¬ men Platz verbrauchen und daher in einem Privathaushalt ungeeignet sind. Allgemein bekannt als Stand der Technik sind aus beispiels ¬ weise DE 37 25 337 AI Bekleidungsartikel, insbesondere Ski ¬ schuhe, in welchen ein Heizdraht oder eine Einlage mit einem Material, welches durch einen Phasenübergang Wärme abgibt, eingearbeitet ist.
Aus DE 20 2008 000 910 Ul ist eine Heizvorrichtung mit einer komplexen Schaltungsanordnung zur Anordnung in einem Beklei- dungsstück, insbesondere auch in einer Mütze bekannt.
DE 10 2006 047 439 AI beschreibt eine Vorrichtung zur Tempe ¬ rierung einer Körperoberfläche, wobei die Vorrichtung auch zur Temperierung einer Mütze vorgeschlagen wird. Nachteilhaft an all solchen Anordnungen ist, dass diese nur für herkömmliche Kleidungsstücke ausgelegt sind.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Wärmewirkung beeinflussende Kopfbedeckung vorzuschlagen, welche einen einfachen Aufbau aufweist und für Benutzer eine bequeme Handha ¬ bung ermöglicht.
Diese Aufgabe wird durch eine Wärme abgebende oder Wärme entzeihende Kopfbedeckung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 bzw. deren Verwendung gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand von abhängigen Ansprüchen.
Bevorzugt wird demgemäß eine Wärme abgebende oder Wärme ent- ziehende Kopfbedeckung mit einer Umhüllung zum Umhüllen von Haar eines Kopfes und mit zumindest einer Wärme-Einrichtung. Vorteilhaft wird diese durch eine Befestigungseinrichtung, welche ausgelegt ist, die Umhüllung solches Haar an einem solchen Kopf umhüllend zu befestigen, durch die als Wärme ab- gebende oder Wärme entziehende Einrichtung ausgebildete Wär ¬ me-Einrichtung und durch die Umhüllung aus einem einen Durchtritt von Feuchtigkeit, insbesondere Haar- oder Kopfbehand- lungsmittelanteilen hemmenden oder undurchlässigen Material. Mit anderen Worten weist die Kopfbedeckung eine Umhüllung aus einem Material auf, welches Haar- oder Kopfbehandlungsmittel , z. B. Haarkuren, Tönungen oder Haarwurzelbehandlungsmittel möglichst lange oder dauerhaft im Bereich der Haare oder der Kopfhaut belässt und deren Austritt in die Umgebung verhin ¬ dert. Durch eine solche Umhüllung wird insbesondere verhin ¬ dert, dass durch Wärmeeinwirkung eine schnellere Verdampfung eintritt, welche feucht aufgetragene Einwirkungsmittel zu schnell austrocknen lässt. Insbesondere wird dadurch auch verhindert, dass in Kopfbehandlungsmitteln Anteile wie Wasser oder Alkohol sich von übrigen Anteilen trennen und nach außen in die Umgebung verdampfen. Die Befestigungseinrichtung ist vorzugsweise so ausgelegt, dass die Umhüllung möglichst dicht am Kopf anliegt und damit auch ein seitliches Austreten von Feuchtigkeit verhindert.
Alternativ kann auch ein Wärme entziehendes Material oder ei ¬ ne Wärme entziehende Anordnung in der Kopfbedeckung vorgese- hen sein, um beispielsweise den Kopf oder die Haare des die Kopfbedeckung tragenden Benutzers zu kühlen. In einem solchen Fall würde beispielsweise ein außenseitiges Wärmesperrmateri ¬ al dazu dienen, einen Durchtritt von Wärme von einer Außenseite zu dem Haar hin zu sperren.
Bevorzugt wird eine solche Kopfbedeckung, bei der die Befes ¬ tigungseinrichtung eine Kopf- oder Haarbefestigungseinrichtung für die Kopfbedeckung ausbildet, so dass durch die Be ¬ festigungseinrichtung die Kopfbedeckung als eine tragbare Kopfbedeckung ausgebildet ist. Mit anderen Worten ermöglicht die Befestigungseinrichtung eine unmittelbare Befestigung der Kopfbedeckung direkt am Haaransatz oder am Kopf, so dass im Gegensatz zu einer lose aufsitzenden Mütze oder einem lose aufsitzenden Hut die Kopfbedeckung für eine Zeitdauer einer Behandlung von Haaren oder Kopfhaut fest auf dem Kopf bzw. die Haare umgebend aufsitzt. Vorteilhaft ist, wenn die Befestigungseinrichtung zumindest einen Gummizug aufweist. Ein solcher Gummizug bewirkt eine besonders dichte Abdichtung zwischen der Umhüllung und einer Kopfhaut des Kopfes, so dass Feuchtigkeit besonders gut in ¬ nerhalb der Umhüllung gehalten wird.
Die Wärme abgebende Einrichtung (6) kann ein Wärme zwischenspeicherndes Material aufweisen. Ein Wärme zwischenspeicherndes Material bietet den Vorteil, dieses in einem ersten Schritt mit Wärme aufladen zu können, um anschließend zeit- versetzt während einer Einwirkdauer die Wärme an die Haare oder die Kopfhaut abgeben zu können.
Insbesondere kann bei der Kopfbedeckung die Wärme abgebende Einrichtung ein nach Wärmeabgabe durch Energiezufuhr wieder reaktivierbares Material aufweisen. Ein wieder reaktivierbares Material kann beispielsweise aus einem kris ¬ tallisierenden Gel bestehen, wie dies für sich genommen aus Taschenwärmern bekannt ist. Ein solches reaktivierbares Mate ¬ rial geht bei Erwärmung von einem kristallinen in einen flüs- sigen oder gelartigen Zustand über. Durch Aktivierung, beispielsweise durch Knicken eines metallischen oder bimetallischen Plättchens innerhalb des Gels geht das flüssi ¬ ge oder gelförmige Material in einem Phasenübergang wieder in den kristallinen Zustand über und gibt dabei die zuvor einge- speicherte Wärme nach außen ab. Prinzipiell können auch ande ¬ re wieder reaktivierbare Materialien eingesetzt werden. Bevorzugt wird eine solche Kopfbedeckung mit einer an- und abschließbaren Energieversorgungseinrichtung zum Aufheizen eines Wärme zwischenspeichernden Materials oder zum Aktivie ¬ ren eines reaktivierbaren Material der Wärme abgebenden Einrichtung. Eine solche Energieversorgungseinrichtung kann auf verschiedene Art und Weise ausgebildet sein. Beispielsweise können Heizdrähte innerhalb der Kopfbedeckung angeordnet sein, welche über eine Steckverbindung oder eine induktive Spulenanordnung an eine entsprechende außenseitige Gegenan ¬ ordnung, beispielsweise einen Stecker oder eine Induktions ¬ spule einer stationären Einrichtung angekoppelt werden können, um Wärme in die Kopfbedeckung einzubringen. Denkbar sind auch Luftkanäle, welche an eine außenseitige warme Luft be ¬ reitstellende Energieversorgungseinrichtung angeschlossen werden können, um warme bzw. heiße Luft zum Aufheizen des die Wärme zwischenspeichernden oder Wärme speichernden Materials durch die Kopfbedeckung leiten zu können.
Bei einer solchen Kopfbedeckung kann die Wärme abgebende Einrichtung zumindest ein elektrisch aufheizbares Element auf ¬ weisen. In einfachsten Fällen kann es sich bei dem elektrisch aufheizbaren Element um eine Heizwendel handeln, welche sich beim Hindurchströmen von Strom erhitzt. Vorzugsweise handelt es sich bei dem elektrisch aufheizbaren Element jedoch um ein Wärme verteilendes Material, welches einen Heizdraht umgibt und somit Wärme von einem Heizdraht auf eine größere Fläche innerhalb der Kopfbedeckung verteilt bzw. überträgt.
Dabei kann die Kopfbedeckung mit einer Batterie oder einem Akkumulator zur Stromversorgung des elektrisch aufheizbaren Elements ausgestattet sein. Im Fall der elektrischen Aufhei ¬ zung ermöglicht der Einsatz einer Batterie oder eines Akkumu ¬ lators eine besonders einfache Energieversorgung. Insbesonde- re im Fall einer Batterie ist eine solche vorzugsweise aus ¬ tauschbar an oder in der Kopfbedeckung angeordnet.
Vorteilhaft ist dabei die Kopfbedeckung auch mit einer an- und abschließbaren Stromzuführungseinrichtung als Energieversorgungseinrichtung zur Stromversorgung eines elektrisch aufheizbaren Elements oder eines Akkumulators ausgestattet. Zum Wiederaufladen eines Akkumulators kann eine solche Ener ¬ gieversorgungseinrichtung beispielsweise über Steckverbindun- gen oder über eine Induktionsanordnung an die Kopfbedeckung angeschlossen werden. Im Fall eines durch eine solche Stromzuführungseinrichtung aufzuladenden aufheizbaren Elements handelt es sich bei dem aufheizbaren Element vorzugsweise um ein Wärme zwischenspeicherndes Element, um eine räumliche Bindung an eine solche Energieversorgungseinrichtung möglichst vermeiden zu können.
Bevorzugt wird, wenn die Kopfbedeckung mit einem Feuchtigkeit tragfähigen Material innenseitig an oder in der Umhüllung ausgestattet ist. Ein solches Feuchtigkeit tragfähiges Mate ¬ rial kann vorteilhaft eingesetzt werden, um zusätzliche Feuchtigkeit bereitzustellen, so dass die innerhalb der Um ¬ hüllung zu Beginn einer Behandlung befindliche Feuchtigkeit für den Fall eines teilweisen Austritts über die Zeitdauer der Behandlung ersetzt werden kann. Besonders vorteilhaft ist ein solches Feuchtigkeit tragfähiges Material aber auch, um Behandlungsmittel in einem ersten Schritt darin einzubringen und in einem zweiten Schritt nach dem Aufsetzen der Kopfbedeckung aus dem Feuchtigkeit tragfähigen Material in die be- nachbarten Haare und/oder in die Kopfhaut der die Kopfbede ¬ ckung tragenden Person zu übertragen. Ein solche Übertragung wird durch die außenseitig des Materials bereitgestellte Wär- me besonders effektiv in Richtung der Haare oder Kopfhaut transportiert .
Vorteilhaft kann die Kopfbedeckung mit einem Wärmesperrmate ¬ rial außenseitig der zumindest einen Wärme abgebenden Ein ¬ richtung an oder in der Umhüllung ausgebildet sein. Ein solches Wärmesperrmaterial kann aus einem Wärme isolierenden Ma ¬ terial bestehen, so dass Wärme nicht durch die Kopfbedeckung nach außen austreten kann, sondern innerhalb der Kopfbedeckung gehalten wird. Ein solches Wärmesperrmaterial kann aber auch oder zusätzlich aus einem Wärme reflektierenden Material bestehen, so dass die innerhalb der Kopfbedeckung freigegebe ¬ ne und befindliche Wärme in Richtung der Haare bzw. Kopfhaut einer die Kopfbedeckung tragenden Person reflektiert wird.
Eigenständig vorteilhaft ist eine gewerbliche Verwendung ei ¬ ner solchen Wärme abgebenden Kopfbedeckung, wobei Haar einer Person mit einem Mittel versehen wird und anschließend die Wärme abgebende Kopfbedeckung wärmeabgebend über das Haar aufgesetzt wird. Durch eine Verwendung einer solchen Wärme abgebenden Kopfbedeckung sind in einem Frisörgeschäft Kunden und Kundinnen nach einer Haarbehandlung mit z.B. einer Haarkur, Spülung oder Tönung, welche unter Wärmezufuhr eine vorbestimmte Zeitdauer einwirken muss, nicht an einen festen Sitzplatz gebunden, an welchem eine Wärme abgebende Haarhaube fest installiert ist. Für die Kunden und Kundinnen besteht die Möglichkeit, sich während der Zeitdauer im Raum frei zu bewegen oder sogar das Frisörgeschäft zu verlassen. In dem Frisörgeschäft kann vorteilhaft der Platz während dieser Zeitdauer freigegeben werden, um einer nachfolgenden Person auf diesem Platz die Haare zu schneiden, frisieren oder behandeln, so dass insgesamt weniger solche speziellen Sitzplätze mit Waschbecken und speziellen Stühlen zur Höhen- und Neigungsverstellung der darauf sitzenden Person bereitgestellt werden müssen.
Ein Ausführungsbeispiel wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. In verschiedenen der Figuren bezeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche oder gleich wirkende Komponenten, so dass diesbezüglich auch die Beschreibung der anderen Figuren relevant ist. Es zeigen: Fig. 1 in Schnittansicht eine erste Ausgestaltung einer
Wärme abgebenden Kopfbedeckung und
Fig. 2 in Schnittansicht eine zweite Ausgestaltung einer
Wärme abgebenden Kopfbedeckung.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, ist eine bevorzugte Wärme abge ¬ bende Kopfbedeckung 1 ausgestaltet, Haare 2 am Kopf 3 eines Benutzers möglichst dicht zu umgeben. Dazu besteht die Kopf ¬ bedeckung 1 aus einer Umhüllung 4, welche mittels einer an oder in der Umhüllung 4 angeordneten Befestigungseinrichtung 5 die Haare 2 umgebend an dem Kopf 3 oder an den Haaren 2 be ¬ festigt werden kann. Besonders bevorzugt wird als Befesti ¬ gungseinrichtung 5 ein Gummizug, wobei jedoch auch beliebige andere Mittel, beispielsweise Haarklammern zum Einstecken in die Haare am Haaransatz, einsetzbar sind.
In dem Material der Umhüllung 4 oder innenseitig an dem Material der Umhüllung 4 sind eine oder mehrere Wärme abgebende Einrichtungen 6 angeordnet. Die Wärme abgebenden Einrichtun- gen 6 sind dabei insbesondere dem Haar 2 zugewandt an oder in der Umhüllung 4 angeordnet, um Wärme an das Haar 2 und/oder den Kopf 3 und eine in den Haaren 2 befindliche Spülung 7 ab ¬ geben zu können. Anstelle einer Spülung 7 können auch andere Mittel, insbesondere Feuchtigkeit tragende Mittel wie Haarku ¬ ren, Conditioner, Färbungsmittel, Haarfüller, Haarelixiere oder Haare und Kopfhaut behandelnde Mittel eingesetzt werden. Haarelixiere können z. B. zur Kontrolle fliegender Haare die- nen, zur Glättung dienen, zur Zuführung von Feuchtigkeit in die Haare dienen, zur Entkrausung oder zur Förderung der Bildung und Festigung von Locken dienen, zur Beeinflussung des Volumens von Haaren dienen, zur Pflege trockener Längen und Spitzen dienen, zur Versiegelung poröser Haare dienen, zur Kräftigung dünner Haare dienen oder zur Behandlung von so genannten Haarextensions (Verlängerungen) für Kunsthaar, Perücken oder Echthaar dienen. Anstelle einer Spülung kann insbesondere auch ein medizinisches Mittel eingesetzt werden, wel ¬ ches zur Behandlung von Haaren, Haarwurzeln und der Kopfhaut dient. Auch der Einsatz in Verbindung mit Mitteln zur beispielsweise Bekämpfung von Kopfläusen ist umsetzbar.
Durch die Verwendung der Kopfbedeckung wird die Einwirkung eines solchen Mittels oder Haarshampoos oder eines Mittels mit reparierender Natur- oder sonstiger Behandlungswirkung wie im Fall von Haarwasser, Haarwurzelbehandlungsbehandlungs- mitteln, Haarwuchsmitteln, Durchblutungsverbesserungsmitteln, Kopfmassage-Lotionen oder sonstigen Lotionen unterstützt, wenn die Kopfbedeckung die Feuchtigkeit eines solchen Mittels zurückhält. Dazu kann die Umhüllung 4 der Kopfbedeckung aus für sich bekannten Materialien bestehen, welche den Durchtritt von Feuchtigkeit hemmen oder verhindern. Solche Materialien sind beispielsweise Kunststoff bzw. Plastik, Latex, Si ¬ likon, Aluminiumfolien, oder auch sonstige Isoliermateria- lien.
Innenseitig der Umhüllung 4 und vorzugsweise innenseitig der Wärme abgebenden Einrichtung 6 oder Umhüllung 4 mit inte- grierter Wärme abgebender Einrichtung 6 wird eine Anordnung aus einem Feuchtigkeit tragfähigen Material 8 bevorzugt. In ein solches Material kann beispielsweise Wasser, Alkohol oder eben ein Behandlungsmittel für die Haare oder den Kopf einge ¬ bracht werden, bevor die Kopfbedeckung aufgesetzt wird.
Vorzugsweise weist die Kopfbedeckung außenseitig der Umhül ¬ lung 4 oder gegebenenfalls auch als Material der Umhüllung 4 ein Wärmesperrmaterial 9 auf. Das Wärmesperrmaterial kann einfach aus einem wärmeisolierenden Material bestehen, wie beispielsweise einem aufgeschäumten Kunststoff, aber insbe ¬ sondere im außenseitigen Bereich auch aus Materialien wie Wolle, Baumwolle oder sonstigen den Wärmedurchtritt hemmenden Materialien. Insbesondere kann eine solche äußere Umhüllung oder Schicht auch in Art einer Hartschale ausgebildet sein.
Die Form einer solchen Kopfbedeckung und deren Elastizität oder sonstige Handhabungseigenschaft kann beliebig gewählt sein. Beispielsweise kann die Kopfbedeckung in Art einer Haube oder Duschhaube, in Art eines Kopftuches, einer Mütze, ei ¬ ner so genannten "Schlägermütze", einer Schirmmütze, einer Badekappe oder auch in harter Form in Art einer Hartschale z. B. für Friseure, in Art eines Helmes oder in Art eines Topfes ausgebildet sein. Insbesondere können solche Kopfbedeckungen vorteilhaft innerhalb und außerhalb eines Hauses getragen werden .
Bei den anhand Fig. 1 dargestellten Wärme abgebenden Emrich tungen 6 bzw. Wärme entziehenden Einrichtungen 6 handelt e sich vorzugsweise um Wärme speichernde Materialien oder Mate rialien, welchen Wärme entzogen werden kann, wenn eine Kühl Wirkung gewünscht wird. Bevorzugt werden dabei Materialien welche durch einen Phasenübergang wieder reaktivierbar sind Prinzipiell können aber auch Gele oder sonstige Materialien eingesetzt werden, welche durch Kochen, erhitzen in Wasser oder in der Mikrowelle erwärmt werden können. Auch Wachs oder ein sonstiger erwärmbarer Stoff wie beispielsweise Kirschker- ne, Sesamkörner, Lavasteinchen oder Saatkörner können eingesetzt werden. Auch chemisch oder biologisch erwärmbare Substanzen oder durch Rütteln, Schütteln oder Kneten erwärmbare Substanzen können eingesetzt werden. Fig. 2 zeigt eine alternative Ausgestaltung, bei welcher bei ¬ spielhaft Schichten wie das Feuchtigkeit tragfähige Material 8 und das Wärmesperrmaterial 9 aus Fig. 1 entfallen, um eine besonders einfache Ausgestaltung einer solchen Kopfbedeckung bereitzustellen.
Außerdem unterscheidet sich die Kopfbedeckung gemäß Fig. 2 dadurch, dass als Wärme abgebende oder Wärme entziehende Ein ¬ richtung 6* eine auf elektrischer Energie basierende Anord ¬ nung bereitgestellt ist. Beispielsweise sind als Wärme abge- bende oder entziehende Einrichtung 6* Heizwendeln in die Umhüllung 4 eingearbeitet, wobei die Heizwendeln mittels einer an- und abschließbaren Energieversorgungseinrichtung 10 mit Strom versorgt werden können. Dargestellt ist ein Anstecken der Energieversorgungseinrichtung 10 über Steckverbinder.
Jedoch sind auch andere Übertragungsmöglichkeiten einsetzbar. So kann anstelle einer Steckverbindung auch eine Induktionsspulenanordnung innerhalb und außerhalb der Kopfbedeckung gewählt werden. Für den Fall, dass entsprechende Luftführungs- Systeme innerhalb der Umhüllung 4 vorgesehen sind, welche zu den Wärme abgebenden oder entziehenden Einrichtungen 6* führen, kann eine solche Energieversorgungseinrichtung beispielsweise auch mittels eines Schlauches angeschlossen wer- den, um warme oder kalte Luft zu den Wärme abgebenden oder entziehenden Einrichtungen 6* zu führen.
Bezugs zeichenliste :
1, 1* Wärme abgebende oder entziehende Kopfbedeckung
2 Haar
3 Kopf eines Benutzers
4 Umhüllung
5 Befestigungseinrichtung, insbesondere Gummizug 6, 6* Wärme abgebende oder entziehende Einrichtung
7 Spülung
8 Feuchtigkeit tragfähiges Material
9 Wärmesperrmaterial
10 an- und abschließbare Energieversorgungseinrichtung
