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Title:
HEARING AID WITH PLUG CONNECTION FOR EARPIECE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2016/188641
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a hearing aid (2), in particular a BTE hearing aid (2), comprising an ear insert (8) which has an earpiece (12) and a connection part (14) which is connected to a receiver (10). The earpiece (12) and the connection part (14) each has a plug connector (18, 20) and are connected together by means of the plug connectors (18, 20). One plug connector (18) is designed as a connection piece (16) which extends in an axial direction (A) along a longitudinal axis (L) and has a thickened portion (24) in the radial direction (R), and the other plug connector (20) engages behind the thickened portion (24) in order to axially fix the earpiece (12) to the connection part (14). The hearing aid (2) is characterized in that the thickened portion (24) has an undercut and forms a retaining surface (28) which runs into the thickened portion (24) in a wedged manner. In this manner, the earpiece (12) is attached to the connection part (14) in a particularly secured manner.

Inventors:
KRAL, Holger (Am Stadelhof 17, Fürth, 90766, DE)
MEISTER, Bernd (Oppelnerstrasse 6, Erlangen, 91058, DE)
HEADER, Kristina (Friedhofstrasse 12, Erlangen, 91058, DE)
Application Number:
EP2016/053594
Publication Date:
December 01, 2016
Filing Date:
February 19, 2016
Export Citation:
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Assignee:
SIVANTOS PTE. LTD. (Block 28, Ayer Rajah Crescent No 06-08, Singapur 9, 139959, SG)
KRAL, Holger (Am Stadelhof 17, Fürth, 90766, DE)
MEISTER, Bernd (Oppelnerstrasse 6, Erlangen, 91058, DE)
HEADER, Kristina (Friedhofstrasse 12, Erlangen, 91058, DE)
International Classes:
H04R25/00; F16L37/098; H04R1/10
Foreign References:
DE9104515U11991-07-25
EP1998593A12008-12-03
DE102010013422A12011-10-06
JPH0837697A1996-02-06
CN201222797Y2009-04-15
DE102010007610B42012-11-29
Attorney, Agent or Firm:
FDST PATENTANWÄLTE (Nordostpark 16, Nürnberg, 90411, DE)
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Claims:
Ansprüche

1 . Hörgerät (2), insbesondere BTE-Hörgerät (2), mit einem Ohreinsatz (8), welcher ein Ohrstück (12) aufweist sowie ein Anschlussteil (14), welches mit einem Hörer (10) verbunden ist, wobei das Ohrstück (12) und das Anschlussteil (14) jeweils einen Steckverbinder (18, 20) aufweisen und mittels der Steckverbinder (18, 20) miteinander verbunden sind, wobei der eine Steckverbinder (18) als Stutzen (1 6) ausgebildet ist, welcher sich in einer axialen Richtung (A) entlang einer Längsachse (L) erstreckt und in radialer Richtung (R) eine Verdickung (24) aufweist, und wobei der andere Steckverbinder (20) die Verdickung (24) hintergreift, zur axialen Fixierung des Ohrstücks (12) am Anschlussteil (14),

dadurch gekennzeichnet,

dass die Verdickung (24) hinterschnitten ist und eine Haltefläche (28) ausbildet, welche keilartig in die Verdickung (24) hineinläuft.

2. Hörgerät (2) nach dem vorhergehenden Anspruch,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Verdickung (24) wenigstens abschnittsweise kugelartig gewölbt ist.

3. Hörgerät (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass das Ohrstück (12) einstückig und aus einem elastischen Werkstoff ausgebildet ist.

4. Hörgerät (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass der andere Steckverbinder (20) eine Kammer (22) aufweist, in welcher der Stutzen (1 6) einsitzt und welche die Verdickung (24) vollständig umläuft.

5. Hörgerät (2) nach dem vorhergehenden Anspruch,

dadurch gekennzeichnet, dass in der Kammer (22) eine Gegenfläche (36) ausgebildet ist, welche an der Haltefläche (28) anliegt.

6. Hörgerät (2) nach dem vorhergehenden Anspruch,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Kammer (22) eine hohlzylinderförmige Verjüngung (30) aufweist, welche den Stutzen (1 6) umläuft und an welcher die Gegenfläche (36) ausgebildet ist.

7. Hörgerät (2) nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Gegenfläche (36) komplementär zur Haltefläche (28) ausgebildet ist und diese überdeckt.

8. Hörgerät (2) nach einem der Ansprüche 4 bis 7,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Kammer (22) zum Einsetzen des Stutzens (1 6) in die Kammer (22) eine Öffnung (32) aufweist, wobei der Stutzen (16) einen Halsabschnitt (34) aufweist, welcher innerhalb der Öffnung (32) angeordnet ist und einen um wenigstens 10 % geringeren Durchmesser aufweist als die Öffnung (32).

9. Hörgerät (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Haltefläche (28) mit der Längsachse (L) einen Winkel (W) einschließt, welcher kleiner ist als 90° und größer ist als 30°.

10. Hörgerät (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass in axialer Richtung (A) im Stutzen (1 6) ein erster Schallkanalabschnitt (42) ausgebildet ist, welcher in axialer Richtung (A) in einen zweiten Schallkanalabschnitt (44) des anderen Steckverbinders (20) mündet.

Description:
Beschreibung

HÖRGERÄT MIT STECKVERBINDUNG FÜR OHRSTÜCK

Die Erfindung betrifft ein Hörgerät, mit einem Ohreinsatz, welcher ein Ohrstück aufweist sowie ein Anschlussteil, welches mit einem Hörer verbunden ist, wobei das Ohrstück und das Anschlussteil jeweils einen Steckverbinder aufweisen und mittels der Steckverbinder miteinander verbunden sind, wobei der eine Steckverbinder als Stutzen ausgebildet ist, welcher sich in einer axialen Richtung entlang einer Längsachse erstreckt und in radialer Richtung eine Verdickung aufweist, und wobei der andere Steckverbinder die Verdickung hintergreift, zur axialen Fixierung des Ohrstücks am Anschlussteil.

Ein solches Hörgerät ist beispielsweise in der DE 10 2010 007 610 B4 beschrieben. Dort ist eine Ausgestaltung gezeigt, bei welcher der Hörer einen Schallstutzen mit einer Verdickung aufweist, welche in eine Buchse eingesetzt wird. Die Buchse ist an einem Schirm befestigt und bildet mit diesem ein Ohrstück. Dabei ist die Buchse zangenartig ausgebildet und hintergreift die Verdickung.

Unter Hörgerät wird insbesondere ein Gerät zur Verstärkung von Schall verstanden. Hierzu weist ein Hörgerät eine Anzahl von Mikrofonen, eine geeignete Elektronik und einen Hörer, d.h. einen Lautsprecher auf. Eine Unterscheidung verschiedener Hörgeräte erfolgt hinsichtlich der Positionierung des Hörers einerseits und der übrigen Elektronik in einem geeigneten Gehäuse am oder im Ohr des Anwenders andererseits.

Bei einem sogenannten BTE-Gerät, d.h. einem hinter-dem-Ohr-Gerät (behind the ear), wird das Gehäuse hinter dem Ohr getragen. Der Hörer ist entweder im Gehäuse angeordnet, wobei der Schall mittels eines Schallschlauchs in den Gehör- gang geleitet wird, oder der Hörer wird als externer Hörer ausgebildet, über ein Kabel an das Hörgerät angeschlossen und in den Gehörgang eingesetzt. Letztere Variante wird auch als RIC, d.h. receiver in canal, bezeichnet.

Alternativ wird das Gehäuse nicht hinter dem Ohr sondern im Ohr getragen. Solch ein Hörgerät wird dann als ITE-Gerät (in the ear) oder CIC-Gerät (completely in canal) bezeichnet, je nachdem, ob zusätzlich zum Hörer auch das Gehäuse mit den übrigen Komponenten höchstens teilweise (ITE) oder komplett (CIC) im Gehörgang einsitzt.

Das Ohrstück weist üblicherweise eine Außenkontur auf, die zur Abdichtung gegen den Gehörgang dient. Das Ohrstück ist besonders bei BTE-Geräten häufig als sogenannter Schirm ausgebildet, der auch als Dome bezeichnet wird. Der Schirm ist an einem Anschlussteil befestigt, welches wiederum mit dem Hörer verbunden ist. Bei einem RIC-Gerät ist das Anschlussteil beispielsweise ein Anschlussstutzen des Hörers, bei einem außerhalb des Gehörgangs getragenen Hörer ist das Anschlussteil beispielsweise ein Schallschlauch, welcher ggf. mit einem geeigneten Verbindungsteil ausgestattet ist, zum Verbinden mit dem Schirm.

Grundsätzlich sind jegliche Verbindungslösungen, die zur Verbindung des Ohrstücks mit dem Hörer bei einem RIC-Gerät geeignet sind, auch für die Verbindung eines Ohrstücks mit einem Schallschlauch bei einem BTE-Gerät mit Hörer hinter dem Ohr geeignet.

Das Ohrstück steht mit dem Gehörgang in Kontakt und ist entsprechenden Kräften ausgesetzt, vor Allem beim Einsetzen und Herausziehen aus dem Gehörgang. Dabei besteht die Gefahr, dass sich das Ohrstück vom Anschlussteil löst und im Gehörgang stecken bleibt. Auch bei einem Anschlussteil mit Verdickung ist besonders beim Herausziehen nicht sicher gewährleistet, dass eine Buchse, welche die Verdickung hintergreift, ausreichend mechanisch belastbar ist, um ein Abrutschen in Längsrichtung zu verhindern.

Vor diesem Hintergrund ist es eine Aufgabe der Erfindung, ein Hörgerät anzugeben, bei welchem ein ungewolltes Abziehen des Ohrstücks möglichst effektiv ver- hindert ist. Insbesondere soll hierzu eine möglichst sichere und dennoch einfache Steckverbindung zwischen dem Ohrstück und einem Anschlussteil des Hörgeräts angegeben werden.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Hörgerät mit den Merkmalen gemäß Anspruch 1 . Vorteilhafte Ausgestaltungen, Weiterbildungen und Varianten sind Gegenstand der Unteransprüche.

Das Hörgerät ist insbesondere als BTE-Hörgerät ausgebildet, d.h. als Hörgerät, mit einem Gehäuse, welches vom Anwender hinter dem Ohr getragen wird. Ein solches BTE-Hörgerät weist zur Schallausgabe einen Hörer auf, welcher entweder im Gehäuse untergebracht ist oder als externer Hörer im Ohr getragen wird. Das Hörgerät weist weiterhin einen Ohreinsatz auf, welcher ein Ohrstück aufweist sowie ein Anschlussteil, welches mit einem Hörer verbunden ist. Das Ohrstück und das Anschlussteil weisen jeweils einen Steckverbinder auf und sind mittels dieser beiden Steckverbinder miteinander verbunden. Die beiden Steckverbinder bilden gemeinsam eine Steckverbindung zwischen dem Ohrstück und dem Anschlussteil.

Der eine der beiden Steckverbinder ist als Stutzen ausgebildet, welcher sich in einer axialen Richtung entlang einer Längsachse erstreckt und in radialer Richtung, d.h. senkrecht zur axialen Richtung, eine Verdickung aufweist. Darunter wird insbesondere verstanden, dass der Stutzen auf einem Längsabschnitt verbreitert ist, also eine vergrößerte radiale Ausdehnung aufweist als außerhalb des Längsabschnitts. Zur axialen Fixierung des Ohrstücks am Anschlussteil hintergreift der andere Steckverbinder die Verdickung. Unter„Hintergreifen" wird dabei insbesondere verstanden, dass der andere Steckverbinder einen Fortsatz aufweist, welcher bei einer Betrachtung in axialer Richtung hinter der Verdickung positioniert ist und dadurch bei einer Bewegung in axialer Richtung an die Verdickung anstößt, sodass ein Trennen der Steckverbindung erschwert ist.

Weiterhin ist die Verdickung hinterschnitten und bildet eine Haltefläche aus, welche keilartig in die Verdickung hineinläuft. Zusätzlich zu einer ersten Hinterschnei- dung, welche durch die Verdickung insgesamt gebildet ist, ist demnach eine zweite Hinterschneidung in der Verdickung selbst ausgebildet. Die erste Hinterschnei- dung ist dabei lediglich bezüglich der axialen Richtung sozusagen im Schatten der Verdickung ausgebildet. Die zweite Hinterschneidung greift jedoch in die Verdickung hinein, sodass vorteilhaft ein Überstand der Verdickung ausgebildet ist. Der Überstand erstreckt sich in axialer Richtung und überdeckt einen keil- oder umlaufend trichterartigen Hohlraum oder Eingriff, welcher zwischen dem Überstand und der Längsachse angeordnet ist. Die Haltefläche ist dann eine Oberfläche des Überstands und zeigt generell nach innen, d.h. ist in Richtung der Längsachse orientiert. In axialer Richtung ist der Eingriff verjüngt, sodass dieser im Querschnitt parallel zur Längsachse in etwa keilförmig ist. Dadurch verläuft auch die Haltefläche insgesamt keilartig, d.h. insbesondere schräg auf die Längsachse zu. In einer Variante ist die Haltefläche gebogen, läuft jedoch allgemein auf die Längsachse zu.

Ein Vorteil der Erfindung besteht insbesondere darin, dass durch die zusätzliche Hinterschneidung in die Verdickung hinein ein deutlich verbesserter Auszugschutz realisiert ist. In verbundenem Zustand ist der andere Steckverbinder über die Verdickung des Stutzens hinübergeführt, hintergreift diese jedoch nicht lediglich, sonder greift vielmehr hakenartig rückseitig in die Verdickung ein, sodass auch eine Sicherung in radialer Richtung erzielt wird.

Bevorzugterweise ist zumindest einer der Steckverbinder, vorzugsweise sind beide Steckverbinder rotationsymmetrisch ausgebildet. Der Stutzen ist dann rohrartig ausgebildet, mit einer umlaufenden Verdickung, in welcher rückseitig, d.h. auf einer vom anderen Steckverbinder abgewandten Seite, ein ringförmiger Eingriff und eine ringförmige, insbesondere trichterartige Haltefläche ausgebildet sind. Der Begriff„rohrartig" umfasst hierbei auch von einem runden Querschnitte abweichende, insbesondere ovale Querschnitte. Der andere Steckverbinder ist hierbei als Buchse und insbesondere hohlzylinderartig ausgebildet. Am anderen Steckverbinder ist dann endseitig eine Öffnung ausgebildet, mit einem Öffnungsdurchmesser, welcher geringer ist als ein Innendurchmesser der Buchse, wodurch zunächst der Hintergriff hinter die Verdickung gewährleistet ist. Innerhalb der Buchse ist um die Öffnung herum eine ringförmige Erhebung ausgebildet. Diese weist einen Durchmesser auf, welcher vorzugsweise dem Öffnungsdurchmesser entspricht, sodass die Erhebung direkt die Öffnung umläuft. Alternativ ist der Durchmesser der ringförmigen Erhebung größer als der Öffnungsdurchmesser und kleiner als der Innendurchmesser der Buchse, allgemein des anderen Steckverbinders. Anstelle einer rotationssymmetrischen Ausgestaltung ist alternativ die Erhebung z.B. stiftartig oder zahnartig ausgebildet und/oder der Eingriff ist z.B. als Sackloch ausgebildet.

Grundsätzlich kann der Stutzen entweder am Anschlussteil oder am Ohrstück angebracht sein und der andere Steckverbinder entsprechend am anderen Teil. Im Folgenden wird jedoch ohne Beschränkung der Allgemeinheit von einer Ausgestaltung ausgegangen, bei welcher der Stutzen am Anschlussteil angebracht ist und der andere Steckverbinder am Ohrstück. Die folgenden Ausführungen gelten jedoch sinngemäß auch für die alternative Ausgestaltung mit dem Stutzen am Ohrstück und dem anderen Steckverbinder am Anschlussteil.

Das Anschlussteil dient der Anbindung des Ohrstücks an das übrige Hörgerät und vor Allem der Anbindung an den Hörer. Entsprechend weist das Anschlussteil einen Schallkanal auf, über welchen Schall vom Hörer zum Ohrstück transportiert wird. Bei einem Hörgerät, bei welchem der Hörer im Ohr getragen wird, ist das Anschlussteil beispielsweise ein Anschlussstutzen am Hörer. Der Anschlussstutzen ist z.B. eine Anformung am Hörer und einstückig mit diesem ausgebildet. Bei einem Hörgerät, bei welchem der Hörer außerhalb des Gehörgangs getragen wird, ist das Anschlussteil beispielsweise ein Schallschlauch oder ein Endstück, welches endseitig am Schallschlauch angebracht, insbesondere befestigt ist. Insgesamt bildet das Anschlussteil einen der Steckverbinder zur Anbindung des Ohrstücks aus. Gemeinsam bilden das Anschlussteil und das Ohrstück den Ohreinsatz, welcher insbesondere vollständig im Ohr getragen wird.

In einer bevorzugten Ausgestaltung ist die Verdickung wenigstens abschnittsweise kugelartig gewölbt. Bei einer solchen Verdickung ist das Verbinden der Steckverbinder besonders einfach. Der Stutzen ist hierbei insbesondere ausgehend von einem Kugelanschluss ausgebildet, bei welchem ein zunächst zylinderförmiger Grundkörper zusätzlich von einer Kugelschale umlaufen ist, sodass sich eine im Querschnitt kreisbogenförmige Verdickung ergibt. Ein Vorteil dieser Ausgestaltung ist eine gelenkige Verbindung.

Das Ohrstück ist zweckmäßigerweise einstückig und aus einem elastischen Werkstoff ausgebildet. Dadurch ist das Ohrstück besonders einfach und insbesondere als kostengünstiges Wegwerfteil konzipiert. Die elastische Ausgestaltung des Ohrstücks ist besonders sinnvoll, falls der Stutzen am Anschlussteil angebracht ist, sodass das Ohrstück dann eine elastische Buchse aufweist, welche besonders einfach auf den Stutzen aufsteckbar ist, da sich die Buchse beim Aufschieben über die Verdickung nunmehr aufweiten kann und hinter der Verdickung automatisch wieder zusammenzieht.

Das Ohrstück ist insbesondere als Schirm konzipiert. Typischerweise ist der Schirm in etwa kuppel- oder glockenförmig ausgebildet und wird daher auch als Dome bezeichnet. Abgesehen von der Öffnung zum Aufsetzen auf den Stutzen ist der Schirm in einer ersten Variante durchgängig, d.h. geschlossen ausgeführt. Alternativ weist der Schirm eine Anzahl von Lüftungs- oder Druckausgleichlöchern auf. Diese sind beispielsweise in Umfangsrichtung um die Längsrichtung herum verteilt angeordnet. Allgemein ergibt sich für den Schirm eine Vielzahl an Gestaltungsmöglichkeiten, je nachdem, welche Funktion der Schirm konkret erfüllen soll. Alternativ ist anstelle eines Schirms jedoch auch eine Otoplastik als Ohrstück geeignet. Eine solche ist üblicherweise individuell angefertigt und häufig aus einem unelastischen Material hergestellt. Entsprechend sinnvoll ist es dann, das Anschlussteil aus einem elastischen Material zu fertigen und dann insbesondere auch den Stutzen an der Otoplastik anzubringen, während der andere Steckverbinder am Anschlussteil ausgebildet ist.

In einer geeigneten Ausgestaltung weist der andere Steckverbinder eine Kammer auf, in welcher der Stutzen einsitzt und welche die Verdickung vollständig umläuft. Dadurch ist ein besonders sicherer Halt gewährleistet. Die Kammer ist insbesondere komplementär zum Stutzen ausgebildet, sodass dieser formschlüssig darin einsitzt. Um einen gewissen Anpressdruck an den Stutzen zu erzielen ist die Kammer dabei zweckmäßigerweise ohne Berücksichtigung der Verdickung komplementär zum Stutzen ausgebildet, sodass die Verdickung in verbundenem Zustand in der Kammer verspannt ist. Zudem ist die Kammer in axialer Richtung gemessen insbesondere länger als die Verdickung, sodass diese vollständig eingeschlossen ist.

In einer zweckmäßigen Weiterbildung ist in der Kammer eine Gegenfläche ausgebildet, welche an der Haltefläche anliegt. Dadurch ist auf einfache Weise ein Eingreifen in den Eingriff der Verdickung ausgebildet. Die Gegenfläche ist dabei insbesondere eine Oberfläche einer Erhebung, welche sich ausgehend von der I nnenwand der Kammer in diese hinein erstreckt.

Vorzugsweise weist die Kammer eine hohlzylinderförmige Verjüngung auf, welche den Stutzen umläuft und an welcher die Gegenfläche insbesondere ringförmig ausgebildet ist. Die Verjüngung bildet eine Endfläche der Kammer. Die Gegenfläche steht dann von der Endfläche aus hervor. Hierzu ist zweckmäßigerweise auf der Endfläche die oben beschriebene Erhebung ausgebildet, z.B. nach Art eines Walls oder einer Rippe, welcher bzw. welche sich ins Innere der Kammer hinein erstreckt.

Vorzugsweise ist die Gegenfläche komplementär zur Haltefläche ausgebildet und überdeckt diese insbesondere vollständig. Dadurch ist eine vorteilhaft besonders große Kontaktfläche im Bereich des Eingriffs in der Verdickung realisiert und somit ein besonders guter Auszugschutz. Bei der rotationssymmetrischen Ausgestaltung sind dann beide Flächen entsprechend ringförmig und trichterartig ausgebildet und liegen in verbundenem Zustand der Steckverbinder aneinander an.

Geeigneterweise weist die Kammer eine Öffnung auf, welche insbesondere durch die Verjüngung gebildet wird, zum Einsetzen des Stutzens in die Kammer, wobei der Stutzen einen Halsabschnitt aufweist, welcher innerhalb der Öffnung angeordnet ist und einen um wenigstens 10% geringeren Durchmesser aufweist als die Öffnung. Mit anderen Worten: der Außendurchmesser des Halsabschnitts ist ge- ringer als der Öffnungsdurchmesser der Öffnung. Besonders in Kombination mit einer kugelartig gewölbten Verdickung ist dann vorteilhaft eine leichte Verkippung des Ohrstücks relativ zum Anschlussteil möglich, sodass sich der Ohreinsatz optimal an den üblicherweise gebogenen Gehörgang anpassen kann. Die Verdickung und die Kammer bilden hierbei vorteilhaft ein Gelenk, insbesondere ein Kugelgelenk, mit einem Bewegungsspielraum, welcher durch den Unterschied zwischen dem Außendurchmesser des Halsabschnitts und dem Öffnungsdurchmesser gegeben ist. Beim Zusammenstecken der Steckverbinder wird der Stutzen durch die Öffnung der Verjüngung in die Kammer, d.h. die Buchse eingeführt. In der rotationssymmetrischen Ausgestaltung ist die Verjüngung hohlzylinderförmig, die Öffnung ist kreisförmig und mittig in die Endfläche eingebracht, sodass diese selbst wiederum ringförmig ist.

Die Haltefläche verläuft generell keilartig, d.h. bezüglich der Längsachse angestellt. Vorzugsweise schließt die Haltefläche mit der Längsachse einen Winkel ein, welcher kleiner ist als 90° und größer ist als 30°. Dieser Winkel ermöglicht einen hinreichenden Eingriff. Besonders bevorzugt beträgt der Winkel zwischen 70 und 45°. Im Querschnitt parallel zur Längsachse betrachtet verläuft die Haltefläche in einer bevorzugten Variante gerade und dabei schräg zur Längsachse in dem entsprechenden Winkel. Bei der rotationssymmetrischen Ausgestaltung ist die dann ringförmige Haltefläche eine Kegelstumpfmantelfläche, mit einem Öffnungswinkel, welcher dem doppelten des zuvor genannten Winkels entspricht. Alternativ ist die Haltefläche gekrümmt.

Zur Schallleitung durch die Steckverbindung hindurch ist zweckmäßigerweise in axialer Richtung im Stutzen ein erster Schallkanalabschnitt ausgebildet, welcher in axialer Richtung in einen zweiten Schallkanalabschnitt des anderen Steckverbinders mündet. Damit ist ein insgesamt durchgängiger Schallkanal ausgebildet, welcher schließlich in einer Schallaustrittsöffnung des Ohrstücks mündet.

In einer geeigneten Weiterbildung ist in den Schallkanal ein Cerumenschutz eingesetzt, um ein Vordringen von Cerumen bis zum Hörer zu vermeiden. Dabei ist der Cerumenschutz vorteilhafterweise in den Schallkanalabschnitt des Steckver- binders des Anschlussteils eingesetzt, sodass das Ohrstück austauschbar ist, ohne zugleich den Cerumenschutz austauschen zu müssen. Dieser kann dann vielmehr separat ausgewechselt werden.

Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand einer Zeichnung näher erläutert. Darin zeigen jeweils schematisch:

Fig. 1 ein BTE-Hörgerät und

Fig. 2 einen Ohreinsatz mit Anschlussteil und Ohrstück.

In Fig. 1 ist ein Hörgerät 2 gezeigt, welches hier ein BTE-Gerät ist. Dieses weist ein Gehäuse 4 auf, welches vom Nutzer hinter dem Ohr getragen wird, im Gehäuse 4 sind beispielsweise nicht näher dargestellte Mikrofone, Elektronik und eine Batterie untergebracht. Vorderseitig ist am Gehäuse 4 eine Zuleitung 6 angebracht, welche über das Ohr geführt wird und das Gehäuse 4 mit einem Ohreinsatz 8 verbindet, welcher in das Ohr eingesetzt wird. Das in Fig. 1 dargestellte BTE-Gerät ist als RIC-Gerät ausgebildet, d.h. das Hörgerät 2 weist einen Hörer 10 auf, welcher in das Ohr eingeschoben wird. In Fig. 1 ist der Hörer 10 somit ein Teil des Ohreinsatzes 8. In einer alternativen Ausgestaltung ist der Hörer 10 im Gehäuse 4 untergebracht, wobei dann die Zuleitung 6 als Schallschlauch ausgebildet ist.

Weiterhin ist in Fig. 1 erkennbar, dass der Ohreinsatz 8 ein Ohrstück 12 aufweist, welches hier als Schirm ausgebildet ist und welches in eingesetztem Zustand an der Innenwand des Gehörgangs anliegt und den Gehörgang dadurch abdichtet. Das Ohrstück 12 ist hierzu aus einem elastischen Material gefertigt und kuppel- oder glockenförmig ausgebildet, mit einer gewölbten Außenfläche. Der Ohreinsatz 8 erstreckt sich entlang einer Längsachse L in einer axialen Richtung A und ist im gezeigten Ausführungsbeispiel zudem rotationssymmetrisch bezüglich der Längsachse L ausgebildet. In Fig. 2 ist eine Variante eines Ohreinsatzes 8 in einer Querschnittansicht parallel zur Längsachse L dargestellt. Der Ohreinsatz 8 ist hier durch den Hörer 10 und das Ohrstück 12 gebildet, welches über ein Anschlussteil 14 mit dem Hörer 10 verbunden ist. In Fig. 2 sind das Ohrstück 12 und das Anschlussteil 14 getrennt voneinander dargestellt. Zum Verbinden werden diese beiden Teile in axialer Richtung A zusammengeführt und zusammengesteckt.

Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist das Anschlussteil 1 4 ein Teil des Hörers 10, nämlich ein frontseitiger Stutzen 1 6, mittels welchem der Hörer 10 am Ohrstück 12 befestigbar ist. Der Stutzen 1 6 ist zugleich ein Steckverbinder 18 einer Steckverbindung mit zwei Steckverbindern 18, 20. Der andere Steckverbinder 20 ist am Ohrstück 12 ausgebildet, und zwar hier als eine Buchse, welche wiederum eine Kammer 22 umfasst. In diese wird der Stutzen 1 6 zum Verbinden, d.h. beim Zusammensetzen der Steckverbindung eingesetzt. In einer nicht gezeigten Alternative mit Hörer 10 im Gehäuse 4, ist das Anschlussteil 14 ein separater Adapter, welcher an die Zuleitung 6 angeschlossen ist und endseitig dann den Stutzen 1 6 aufweist.

Zur axialen Fixierung des Ohrstücks 12 ist am Stutzen 1 6 eine Verdickung 24 ausgebildet, die hier abschnittsweise kugelartig und in radialer Richtung R nach außen gewölbt ist. Rückseitig, d.h. vom anderen Steckverbinder 20 abgewandt, d.h. hier dem Hörer 10 zugewandt, ist in die Verdickung 24 ein Eingriff 26 eingebracht, welcher eine Haltefläche 28 ausbildet, die keilartig in die Verdickung 24 hineinläuft. Aufgrund der hier gezeigten rotationssymmetrischen Ausgestaltung ist die Haltefläche 28 hier trichterartig und als Kegelstumpfmantelfläche ausgebildet. Die Haltefläche 28 verläuft an sich gerade und bezüglich der Längsachse L schräg, sodass die Haltefläche 28 im gezeigten Querschnitt mit der Längsachse L einen Winkel W einschließt. Dieser ist geringer als 90°, sodass die Haltefläche gerade nicht senkrecht zur Längsachse L verläuft und eine reguläre Hinterschnei- dung ausbildet. Vielmehr verläuft die Haltefläche 28 angestellt zur Längsachse L, sodass der Eingriff 26 als ein ringförmiger Hohlraum zwischen der Haltefläche 28 und der Längsachse L ausgebildet ist. In Fig. 2 beträgt der Winkel W etwa 45°. Grundsätzlich ist jedoch auch ein gekrümmter Verlauf denkbar. Allgemein ist durch die Haltefläche 28 eine zusätzliche Hinterschneidung in radialer Richtung R ausgebildet.

Der andere Steckverbinder 20 ist zum Stutzen 1 6 komplementär ausgebildet. Rückseitig ist am Steckverbinder 20 eine hohlzylinderförmige Verjüngung 30 ausgebildet, welche zugleich die Kammer 22 rückseitig abschließt. Die Verjüngung 30 bildet weiterhin eine Öffnung 32 der Kammer 22 aus. Durch diese Öffnung 32 ist der Stutzen 1 6 in die Kammer 22 einsetzbar. Beim Einsetzen wird die Verjüngung 30 durch den Stutzen 1 6 zunächst aufgeweitet, über die Verdickung 24 geschoben und zieht sich schließlich hinter dieser wieder zusammen. In verbundenem Zustand ist dann die Verjüngung 30 hinter der Verdickung 24 positioniert und umläuft einen Halsabschnitt 34, welcher sich rückseitig an die Verdickung 24 anschließt und einen Teil des Stutzens 1 6 bildet.

An der Verjüngung 30 ist zudem eine Gegenfläche 36 ausgebildet, welche in die Kammer 22 hinein weist und als Oberfläche einer Erhebung 38 ausgebildet ist. Diese Erhebung 38 ist hier ringförmig ausgebildet und umläuft die Öffnung 32. Die Gegenfläche 36 ist dabei komplementär zur Haltefläche 28 ausgebildet, sodass diese beiden Flächen in verbundenem Zustand aneinander anliegen und die Erhebung 38 in den Eingriff 26 eingreift. Dadurch ist das Ohrstück 12 besonders gut gegen ein ungewolltes Abziehen gesichert. Nichtsdestoweniger ist in dem gezeigten Ausführungsbeispiel ein gewisser Bewegungsspielraum dadurch gegeben, dass das Ohrstück 12 relativ zum Anschlussteil 14 verkippbar ist. Dies wird dadurch erzielt, dass die Öffnung 32 einen Öffnungsdurchmesser Ö aufweist, welcher etwas größer ist als ein Außendurchmesser A1 des Halsabschnitts 34, nämlich um wenigstens etwa 10%. In Kombination mit der kugelartigen Verdickung 24 ist dann ein Gelenk ausgebildet, welches eine Verkippung des Ohrstücks 12 ermöglicht.

Der Stutzen 1 6 weist insgesamt einen Außendurchmesser A2 auf, welcher ein maximaler Außendurchmesser ist und durch die Verdickung 24 definiert ist. Die Kammer 22 ist dann insbesondere derart ausgelegt, dass diese einen Innendurchmesser I aufweist, welcher geringer ist als der Außendurchmesser A2 des Stutzens 1 6, sodass dieser in der Kammer 22 verspannt ist. Trotzdem ist eine Verkippung weiterhin möglich, insbesondere da das Ohrstück 12 vorzugsweise aus einem elastischen Material gefertigt ist. Zur Weiterleitung von Schall vom Hörer 10 aus, ist entlang der Längsachse L durch den gesamten Ohreinsatz 8 hindurch ein Schallkanal 40 ausgebildet. Dazu weist jeder der beiden Steckverbinder 18, 20 einen Schallkanalabschnitt 42, 44 auf, nämlich einen ersten Schallkanalabschnitt 42 und einen zweiten Schallkanalabschnitt 44, welche zusammen den Schallkanal 40 bilden. Dieser endet schließ- lieh in einer Schallaustrittsöffnung 46 des Ohrstücks 12.

Bezugszeichenliste

2 Hörgerät

4 Gehäuse

6 Zuleitung

8 Ohreinsatz

10 Hörer

12 Ohrstück

14 Anschlussteil

1 6 Stutzen

18, 20 Steckverbinder

22 Kammer

24 Verdickung

26 Eingriff

28 Haltefläche

30 Verjüngung

32 Öffnung

34 Halsabschnitt

36 Gegenfläche

38 Erhebung

40 Schallkanal

42 erster Schallkanalabschnitt

44 zweiter Schallkanalabschnitt

46 Schallaustrittsöffnung

A axiale Richtung

A1 Außendurchmesser (des Halsabschnitts)

A2 Außendurchmesser (des Stutzens)

I Innendurchmesser (der Kammer)

L Längsrichtung

R radiale Richtung

W Winkel

Ö Öffnungsdurchmesser