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Title:
HEARING PROTECTION AND/OR LOUDSPEAKER ELEMENT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2006/018250
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a hearing protection and/or loudspeaker element (1), provided with a carrier part (2) arranged on a protective helmet (5) and a module (4) which can be actively connected to the outer ear of a wearer and which acts as a hearing protection and/or loudspeaker module. The carrier part (2) and protective helmet can be fixed to the head of the wearer. The module (4) which acts as a hearing protection and/or loudspeaker module can be adjusted in relation to the carrier part (2) and shifted from a position of rest to a position of use. The module (4) itself is like a plug and is embodied as a part which covers the entrance to the human outer ear.

Inventors:
Pfanner, Anton (Schlossbergstrasse 15, Hohenems, A-6845, AT)
Application Number:
PCT/EP2005/008811
Publication Date:
February 23, 2006
Filing Date:
August 12, 2005
Export Citation:
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Assignee:
Pfanner, Anton (Schlossbergstrasse 15, Hohenems, A-6845, AT)
International Classes:
A42B3/16; A61F11/06; H04R1/10; (IPC1-7): A42B3/16; A61F11/06; H04R1/10
Attorney, Agent or Firm:
Hefel, Herbert (Egelseestrasse 65a, Postfach 61, Feldkirch, A-6806, AT)
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Claims:
Patentanspruch©
1. Gehörschut∑ und/oder Lautsprecherelement mit einem Tragteil und einem mit einer Ohrmuschel eines Benutzers in Wirkverbindung bringbaren, als Gehörschutz und/oder Lautsprecher wirksamen Modul, wobei das Tragteil am Kopf des Benutzers festlegbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das als Gehörschutz und/oder Lautsprecher (1) wirksame Modul (4) relativ zum Tragteil (2) von einer Ruhestellung in Richtung zu einer Einsatzstellung ver¬ stellbar ist und dass das Modul (4) pfropfenartig und gegebenenfalls als ein den Muscheleingang eines menschlichen Ohres abdeckender Teil ausgebil¬ det ist und dass das Modul (4) über ein elastisch dehnbares und zusam¬ mendrückbares und/oder federnd ausgebildetes Halteelement (8) mit dem Tragteil (2) verbunden ist.
2. Gehörschutz und/oder Lautsprecherelement nach Anspruch 1 , dadurch ge¬ kennzeichnet, dass das Modul (4) am Tragteil (2) ausfahrbar und einziehbar gehalten ist.
3. Gehörschutz und/oder Lautsprecherelement nach den Ansprüchen 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Modul (4) über eine mecha¬ nische Verstelleinrichtung mit dem Tragteil (2) verbunden ist.
4. Gehörschutz und/oder Lautsprecherelement nach den Ansprüchen 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Modul (4) über einen elektri¬ schen Antrieb mit dem Tragteil (2) verbunden ist.
5. Gehörschutz und/oder Lautsprecherelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstellung des Moduls (2) gegen¬ über dem Tragteil (2) in Abhängigkeit von einem voreinstellbaren Lärmpegel und/oder einem eingeschalteten Lautsprecher erfolgt.
6. Gehörschutz und/oder Lautsprecherelement nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Module (4) um 180° versetzt zueinander am gleichen Tragteil (4) angeordnet sind.
7. Gehörschutz und/oder Lautsprecherelement nach einem der Ansprüche 1 bis 6. dadurch gekennzeichnet, dass das Modul (4) über von außerhalb am Tragteil (2) angeordneten Drehknöpfen (9) verstellbar ist.
8. Gehörschutz und/oder Lautsprecherelement nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass für den Verschiebebereich des Moduls (4) Endanschläge vorgesehen sind.
9. Gehörschutz und/oder Lautsprecherelement nach Anspruch 8, dadurch ge¬ kennzeichnet, dass das Modul (4) oder die Verstelleinrichtung in der Vor¬ schubstellung einrastbar ist, wobei das Modul (4) trotzdem elastisch und/oder federnd wegschwenkbar ist.
10. Gehörschutz und/oder Lautsprecherelement nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (8) als in eine kreis oder spiralförmig verlaufende Nut (10) am Drehknopf (9) eingelegter elas¬ tisch abbiegbarer Stab ausgeführt ist, welcher im Vorschubbereich des Mo¬ duls (4) in die Vorschubrichtung umgelenkt ist.
11. Gehörschutz und/oder Lautsprecherelement nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (8) und somit auch das Modul (4) und somit das gesamte Gehörschutz und/oder Lautsprecher¬ element (1) quer zur Vorschubrichtung desselben in vertikaler und/oder hori¬ zontaler Richtung verstellbar am Tragteil (2) gehalten sind.
12. Gehörschutz und/oder Lautsprecherelement nach den vorhergehenden An¬ sprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragteil (2) an einem Helm, beispielsweise einem Schutzhelm (5), montiert oder Teil eines solchen ist.
13. Gehörschut∑ und/oder Lautsprecherelement nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstelleinrichtung für das Modul (5) an der Au¬ ßenoberfläche des Helmes (5) bedienbar ist.
14. Gehörschutz und/oder Lautsprecherelement nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Tragteile (2) mit entsprechenden Modulen (5) an den Endbereichen eines aufset∑baren Bogenteil montiert sind.
15. Gehörschut∑ und/oder Lautsprecherelement nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Helm (5) als Fahrzeugsturzhelm ausgeführt ist.
Description:
Besclhiireϊfeung

Die Erfindung betrifft ein Gehörschut∑- und/oder Lautsprecherelement mit einem Tragteil und einem mit einer Ohrmuschel des Benutzers in Wirkverbindung bringba¬ ren, als Gehörschutz und/oder Lautsprecher wirksamen Modul, wobei das Tragteil am Kopf des Benutzers festlegbar ist.

Es sind schon eine Vielzahl verschiedener Ausführungen von Schutzhelmen und von Befestigungssystemen zum Festlegen von Gehörschut∑muscheln an einem Arbeitshelm bekannt geworden. Bei einer bekannten Ausgestaltung (EP 0646333 B1) werden die Gehörschut∑muscheln über Hebelarme verschwenkbar am Schutz¬ helm gehalten, wobei diese in der Einsatzstellung, also im Bereich des Ohres des Benutzers, mit entsprechendem Anpressdruck anliegen müssen, damit die Ohren gegen den auftretenden Lärm geschützt sind. Es werden hier nicht nur besonders große Gehörschutzmuscheln benötigt - da eben das ganze Ohr abgedeckt werden muss - sondern es ist dadurch auch der Nachteil gegeben, dass der Benutzer einer enormen Hitzebelastung ausgesetzt ist, weil die angepressten Gehörschutzmu¬ scheln zu einer besonders intensiven Schweißbildung führen.

Weiter ist eine Ausführung eines Ohrschützers bekannt (US-A-997673), bei der das ganze Ohr abdeckende Schalen an einem bogenförmig über den Kopf des Benut¬ zers geführten Haltebügel angeordnet sind. Sowohl die das ganze Ohr abdecken¬ den Schalen als auch in das Ohr einführbare Pfropfen sind an dem Haltebügel ver¬ stellbar gehalten, wobei es aber einer Voreinstellung bedarf. Nach dem Ansetzen dieses Ohrschützers liegen die Schalen an den Ohren an bzw. decken den Ohrbe¬ reich ab und die Pfropfen sind in den Gehörgang eingeführt. Eine Verstellung oder Einstellung der Pfropfen gegenüber den Schalen ist bei aufgesetztem Ohrschützer nicht möglich. Außerdem muss hier immer die Ohren des Benutzers zur Gänze ab¬ gedeckt sein. Die hier als Schalen ausgeführten Gehörschutzmuscheln führen also wiederum bei einer Hitzebelastung zu einer besonderen Schweißbildung. Femer ist ein Schutzhelm bekannt geworden (DE 3722465 A1), bei welchem eine an der Helmschale befestigte und auf der Außenseite betätigbare Pumpvorrichtung auf der Außenseite der Helmschale zugänglich ist, um zwei Blasbalge aufzublasen, welche jeweils zwischen der Helmschale und einer zugeordneten schalldämmenden Ohrenkappe angeordnet sind. Die Ohrenkappen sind an der Helmschale befestigt. Die Blasebalge können über Entlüftungsvorrichtungen mit einem auf der Außenseite der Helmschale zugänglichen Bedienungselement entlüftet werden, wenn der Schutzhelm abgenommen werden soll. Auch hier sind das ganze Ohr des Benutzers abdeckende und mit einem entsprechenden Anpressdruck anliegende Ohrenkappen vorhanden, die zu Schweißbildung führen und daher oft schon aus diesem Grunde nicht zu Einsatz kommen.

Die Erfindung hat sich daher zur Aufgabe gestellt, ein Gehörschutz- und/oder Laut¬ sprecherelement der eingangs genannten Art so auszubilden, dass es für den Be¬ nutzer einfach zu tragen ist und vor allem schnell und einfach eingesetzt werden kann.

Erfindungsgemäß gelingt dies dadurch, dass das als Gehörschutz und/oder Laut¬ sprecher wirksame Modul relativ zum Tragteil von einer Ruhestellung in Richtung zu einer Einsatzstellung verstellbar ist und dass das Modul pfropfenartig und gegebe¬ nenfalls als ein den Muscheleingang eines menschlichen Ohres abdeckender Teil ausgebildet ist und dass das Modul über ein elastisch dehnbares und zusam¬ mendrückbares und/oder federnd ausgebildetes Halteelement mit dem Tragteil ver¬ bunden ist.

Durch diese erfindungsgemäßen Maßnahmen wird erreicht, dass das Modul schnell in die wirksame Stellung gebracht werden kann, nur ein geringes Gewicht aufweist und vor allem nur den Muscheleingang des Ohres abdeckt. Es kommt daher zu kei¬ ner Schweißbildung wegen der anliegenden Module, wobei aber trotzdem gewähr¬ leistet ist, dass der Gehörgang wirksam gegenüber einem vorhandener Lärmpegel geschützt ist.

Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen ist gewährleistet, dass sich das Modul auch bei einer eventuellen Bewegung des Tragteiles - z.B. zusammen mit einem Helm - nicht als starr gegenüber dem Gehörgang auswirkt und dass dadurch auch weitgehend verhindert werden kann, dass sich Verletzungen im Ohrbereich erge¬ ben.

Die einfachste Konstruktion ist dann gegeben, wenn das Modul am Tragteil aus¬ fahrbar und einziehbar gehalten ist. Es ist ja an sich nur eine geradlinige Verschie¬ bung vom Tragteil in Richtung zum Ohr hin und gegebenenfalls wieder zurück not¬ wendig, so dass die Erfindung auch verschiedene Möglichkeiten in konstruktiv ein¬ fachem Aufbau ermöglicht.

In diesem Zusammenhang ist es denkbar, dass das Modul über eine mechanische Verstelleinrichtung mit dem Tragteil verbunden ist. Dies ist die einfachste Variante und ist daher auch nicht besonders aufwendig.

Mehr Möglichkeiten bieten sich, wenn das Modul über einen elektrischen Antrieb mit dem Tragteil verbunden ist. Dann können auch verschiedene Steuerelemente mit eingesetzt werden, um eben die Variationsmöglichkeiten noch zu verbessern.

Gerade in diesem Zusammengang ist es daher durchaus möglich, dass die Verstel¬ lung des Moduls gegenüber dem Tragteil in Abhängigkeit von einem voreinstellba¬ ren Lärmpegel und/oder einem eingeschalteten Lautsprecher erfolgt. Es ist daher denkbar, einen Lärmpegel einzustellen, der für das Gehör noch nicht gefährdend ist. Sobald dieser Lärmpegel überschritten wird, kann das Modul automatisch in seine wirksame Stellung im Bereich des Gehöreinganges vorgeschoben werden. Das gleiche wäre auch denkbar, wenn das Modul auch als Lautsprecher (Kopfhörer) im Einsatz ist. Sobald z.B. ein Anruf auf einem Handy kommt, könnte der Vorschub des als Lautsprecher ausgebildeten Moduls bewirkt werden. In gleicherweise kann auch der Vorschub bewirkt werden, wenn der Benutzer telefonieren will. Es ist dabei auch grundsätzlich möglich, in dem Lautsprecher bzw. Kopfhörer ein Mikrophon zu integrieren, so dass beim Telefonieren auch Umweitgeräusche, wie z.B. Windge¬ räusche ausgeschaltet werden können.

Nachdem ja ein erfindungsgemäßes Gehörschutz- und oder Lautsprecherelement für den Einsatz bei entsprechenden Benutzern vorgesehen ist, wird selbstverständ¬ lich vorgesehen, dass zwei Module um 180° versetzt zueinander am gleichen Trag¬ teil angeordnet sind. Eine optimale Möglichkeit bietet sich dann an, wenn das Modul über von außerhalb am Tragteil angeordneten Drehknöpfen verstellbar ist. Der Benutzer kann dann im¬ mer bei einem aufgesetzten Tragteil und somit auch bei einem eventuell aufgesetz¬ ten Helm das Modul vorschieben oder in die zurückgezogene Grundstellung bewe-

Dabei liegt eine vorteilhafte Konstruktion darin, dass für den Verschiebebereich des Moduls Endanschläge vorgesehen sind. Es sind dadurch Beschädigungen an der Konstruktion selbst, aber auch am Ohr des Benutzers ausgeschlossen.

Wenn das Modul oder die Verstelleinrichtung in der Vorschubstellung einrastbar ist, wobei das Modul trotzdem elastisch und/oder federnd wegschwenkbar ist, dann ist die Gewähr gegeben, dass das Modul nicht ungewollt bei normalen Erschütterun¬ gen aus seiner vorgeschobenen Schutzstellung zurückgeführt wird. Trotzdem kann es aber nicht zu Verletzungen kommen, wenn z.B. der Tragteil gewaltsam vom Kopf des Benutzers gezogen oder geschoben wird.

Eine Ausführungsvariante sieht vor, dass das Halteelement als in eine kreis- oder spiralförmig verlaufende Nut im Drehknopf eingelegter elastisch abbiegbarer Stab ausgeführt ist, welcher im Vorschubbereich des Moduls in die Vorschubrichtung umgelenkt ist. Ein solcher Stab kann z.B. als Federelement aufgeführt sein, welches für eine Kraftübertragung in axialer Richtung steif ist, jedoch immer elastisch fe¬ dernd abgebogen werden kann. Sowohl bei der Ausbildung als Federelement oder als Stab wird eine Art Rohr gebildet, über welches auch Kabel, wie Lautsprecher¬ bzw. Mikrophonleitungen, zu dem Modul zugeführt sein können.

Damit auch eine Möglichkeit der Anpassung an verschiedene Kopfgrößen oder an die verschieden Lage der Ohren eines Benutzers gegeben ist, wird ferner vorge¬ schlagen, dass das Halteelement und somit auch das Modul und somit das gesamte Gehörschutz- und/oder Lautsprecherelement quer zur Vorschubrichtung desselben in vertikaler und/oder horizontaler Richtung verstellbar am Tragteil gehalten sind.

Um einen Haupteinsatzbereich für ein erfindungsgemäßes Gehörschutz- und/oder Lautsprecherelement optimal zu gestalten, ist vorgesehen, dass der Tragteil an ei¬ nem Helm, beispielsweise einem Schutzhelm, montiert oder Teil eines solchen ist. Auf diese Weise trägt ein Tragteil und ein Modul kaum auf, ist leicht und kann immer sofort bei Bedarf eingesetzt werden.

In diesem Zusammenhang ist natürlich auch die Zugänglichkeit zu den Verstellmög¬ lichkeiten beim Gehörschutz- und/oder Lautsprecherelement von wesentlichem Vor¬ teil. Hier wird vorgeschlagen, dass die Verstelleinrichtung für das Modul an der Au¬ ßenoberfläche des Helmes bedienbar ist. Vom Benutzer selbst kann eine Einstel¬ lung bzw. Verstellung bei aufgesetztem Helm durchgeführt werden.

Eine erfindungsgemäße Gehörschut∑- und/oder Lautsprecherelement kann aber nach einer anderen Ausführungsvariante auch so ausgebildet sein, dass zwei Trag¬ teile mit entsprechenden Modulen an den Endbereichen eines aufsetzbaren Bogen¬ teil montiert sind. Es ist dann eine Art üblicher Kopfhörer gegeben, wobei dann aber nicht das ganze Ohr des Benutzers abdeckende Muscheln vorgesehen werden müssen, sondern beispielsweise eine Art Abstützelemente, so dass auch hier nur das pfropfenartig ausgebildete Modul in Richtung zum Gehörgang zu verstellen ist. Ob nun dieses Modul dann als Gehörschutz oder als Lautsprecher eingesetzt wird oder für beide Funktionen ausgerüstet ist, spielt keine Rolle.

Eine weitere besondere Einsatzmöglichkeit sieht vor, dass der Helm als Fahrzeug¬ sturzhelm ausgeführt ist. Auch hier können in gleicher Art und Weise Gehörschutz- und/oder Lautsprecherelemente vorgesehen werden.

In der nachstehenden Beschreibung werden weitere Einzelheiten der Erfindung an¬ hand der Zeichnung noch näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 die Vorderansicht eines Kopfes mit aufgesetztem Schutzhelm;

Fig. 2 eine Seitenansicht eines Kopfes mit aufgesetztem Schutzhelm;

Fig. 3 ein vergrößertes Detail aus der Darstellung nach Fig. 1 ;

Fig. 4 ein vergrößertes Detail aus der Darstellung nach Fig. 2. Das erfindungsgemäße Gehörschutz- und/oder Lautsprecherelement wird in der nachstehenden Beschreibung im Zusammenhang mit einem Heim, vorzugsweise einem Schutzhelm; erläutert. Es sind grundsätzlich auch andere Möglichkeiten des Einsatzes eines solchen Gehörschutz und/oder Lautsprecherelementes - gegebe¬ nenfalls mit einem integrierten Mikrophon - gegeben, die teilweise noch in der nach¬ stehenden Beschreibung angesprochen werden.

Das Gehörschutz und/oder Lautsprecherelementes 1 besteht im Wesentlichen aus einem Tragteil 2 und einem mit einer Ohrmuschel 3 eines Benutzers in Wirkverbin¬ dung bringbaren, als Gehörschutz und/oder Lautsprecher wirksamen Modul 4. Der Tragteil 2 am Kopf des Benutzers festlegbar. Beim gezeigten Beispiel erfolgt dies über einen Schutzhelm 5, an welchem der Tragteil befestigt ist oder gegebenenfalls auch einstückig anschließt. Das als Gehörschutz und/oder Lautsprecher 1 wirksame Modul 4 ist relativ zum Tragteil 2 von einer Ruhestellung in Richtung zu einer Einsat∑stellung verstellbar (Pfeilrichtungen 6). Das Modul 4 ist pfropfenartig und gegebenenfalls den Muscheleingang (Gehörgang) eines menschlichen Ohres 3 ab¬ deckender Teil 7 ausgebildet.

Das Modul 4 ist über ein elastisch dehnbares und zusammendrückbares und/oder federnd ausgebildetes Halteelement 8 mit dem Tragteil 2 verbunden. Dabei ist das Modul 4 am Tragteil 2 ausfahrbar und einziehbar gehalten ist.

Am einfachsten ist die in der Zeichnung auch dargestellte Konstruktion. Hier wird das Modul 4 über eine mechanische Verstelleinrichtung mit dem Tragteil 2 verbun¬ den.

Im Rahmen der Erfindung liegt eine vorteilhafte Ausgestaltung darin, das Modul 4 über einen elektrischen Antrieb mit dem Tragteil 2 zu verbinden. Dann können durch Messeinrichtungen oder verschiedene Steuereinrichtungen auch noch vielfältige Möglichkeiten ausgeschöpft werden. Beispielsweise ist dann auch die Verstellung des Moduls 4 gegenüber dem Tragteil 2 in Abhängigkeit von einem voreinstellbaren Lärmpegel und/oder einem eingeschalteten Lautsprecher möglich. Hier können ent¬ sprechende Steuerelemente im Schutzhelm 5 integriert sein oder aber es wäre denkbar, von einem in näherer Umgebung befindlichen Messgerät über eine An¬ steuerung per Funk das Ausfahren des Moduls zu bewirken. Bei der Darstellung in Fig. 1 ist nur auf einer Seite des Schutzhelmes 5 an dem Tragteil 2 ein Gehörschutz- und/oder Lautsprecherelement 1 angeordnet. Selbstver¬ ständlich ist ein gleiches Gehörschut∑- und/oder Lautsprecherelement 1 auch an der gegenüberliegenden, vom Betrachter auch rechten Seite vorgesehen. Es sind also zwei Module 4 um 180° versetzt zueinander am gleichen Tragteil 2 angeordnet. Es muss dabei nicht unbedingt der gleiche Tragteil sein, wenn der oder die Tragteile 2 mit dem Schutzhelm 5 verbunden sind.

Besonders vorteilhaft ist die Konstruktion, bei der das Modul 4 über von außerhalb am Tragteil 2 angeordneten Drehknöpfen 9 verstellbar ist. Es können dabei für den Verschiebebereich des Moduls 4 auch Endanschläge vorgesehen sind. Es ist auch möglich, das Modul 4 oder die Verstelleinrichtung in der Vorschubstellung einrastbar auszuführen, damit eine selbsttätige Verstellung infolge von Erschütterungen usw. vermieden werden kann. Trotzdem ist aber dann das Modul 4 elastisch und/oder federnd wegschwenkbar.

Optimal ist die Variante, wenn die Verstelleinrichtung für das Modul 4 an der Au¬ ßenoberfläche des Helmes bedienbar ist, so dass eine Verstellung möglich ist, ohne jedes Mal den Helm vorher abzunehmen oder anzupassen.

Bei der dargestellten Konstruktion ist das Halteelement 8 als in eine kreis- oder spi¬ ralförmig verlaufende Nut 10 im Drehknopf 9 eingelegter, elastisch abbiegbarer Stab ausgeführt ist, welcher im Vorschubbereich des Moduls 4 in die Vorschubrichtung umgelenkt ist. Dieser Stab oder ein entsprechendes Federelement kann im Inneren einen durchgehenden Hohlraum aufweisen, wobei hier Anschlusskabel für den Kopfhörer und/oder ein integriertes Mikrophon zugeführt werden können.

Wie insbesondere den Figuren 2 und 4 entnommen werden kann, ist das Halteele¬ ment 8 und somit auch das Modul 4 und somit das gesamte Gehörschutz- und/oder Lautsprecherelement 1 quer zur Vorschubrichtung desselben in vertikaler und/oder horizontaler Richtung verstellbar am Tragteil 2 gehalten sind. Eine hier dargestellt Möglichkeit sieht eine Vielzahl von Löchern 11 vor, in deren Bereich eine Befesti¬ gungsmöglichkeit vorhanden ist. Es ist dabei auch denkbar, dass an dem Gehör¬ schutz- und/oder Lautsprecherelement 1 zwei oder noch mehr Zapfen ausgebildet sind, welche in zwei oder mehrer Löcher 11 am Tragteil eingreifen, so dass dadurch auch eine verdrehsichere Montage gewährleistet ist. Je nach der Tragart des Schutzhelmes 5 bei verschiedenen Benutzern und je nach Höhenlage der Ohren oder des Gehörganges kann damit eine individuelle Anpassung erfolgen.

In der Beschreibung ist stets davon ausgegangen worden, dass das Gehörschutz- und/oder Lautsprecherelement 1 im Zusammenhang mit einem Schutzhelm 5 gese¬ hen wird. Der Tragteil 2 ist dann an einem Helm, beispielsweise einem Schutzhelm 5, montiert oder ist gegebenenfalls Teil eines solchen. Es kann ja auch der Schutz¬ helm 5 möglicherweise einstückig zusammen mit den beiden nach unten abstehen¬ den Tragteilen 2 auszubilden.

Bei einer anderen Variante werden zwei Tragteile 2 mit entsprechenden Modulen 4 an den Endbereichen eines aufsetzbaren Bogenteil montiert. Eine andere Möglich¬ keit sieht vor, dass der Helm als Fahrzeugstur∑helm ausgeführt ist. Gleiche oder ähnliche Voraussetzungen sind auch gegeben und mit der Erfindung lösbar, wenn Fliegerhelme, Motorradhelme oder irgendwelche Sporthelme vorhanden sind.

Im Rahmen der Erfindung sind eine Vielzahl weiterer Einsatzmöglichkeiten für das erfindungsgemäße Gehörschutz- und/oder Lautsprecherelement 1 denkbar. Ein Einsatz ist überall dort möglich, wo in besonderer Weise Gehörschutz erforderlich ist und/oder der Wunsch nach einer unmittelbaren Lautsprecherinformation gegeben ist. Es ist daher auch möglich, verschiedene Arbeitsgruppen über neue Standorte oder über andere Maßnahmen zu orientieren, wobei diese dann nicht über schwere und unhandlich bedienbare Lautsprecher erfolgen muss, sondern es kann eben ein leicht verschiebbares und besonders wirksames Modul 4 eingesetzt werden. Trotz¬ dem kann aber die Verletzungsgefahr ausgeschlossen werden, da das Modul 4 e- lastisch und federnd nachgiebig aus der Einsatzstellung beim Gehöreingang weg¬ geschwenkt werden kann.

Die konstruktive Gestaltung der Halteelemente 8 und der Verstelleinrichtung kann auf verschiedene Art und Weise erfolgen. Wesentlich und wichtig ist dabei immer, dass eine einfacher und schneller Vorschub des Moduls 4 ermöglicht ist und dass das Modul 4 bei einem Unfall oder bei einer unerwarteten Bewegung des Benutzers und somit bei einer möglichen Verschiebung des Schutzhelmes 5 auf dem Kopf des Benutzers seitlich wegbewegen kann, ohne das Ohr des Benutzers zu verletzen. Natürlich könnte anstelle des relativ kleinen Moduls 4, welches in den Muschelein- gang des Ohres eingreifen kann, auch eine großflächige Abdeckung vorgesehen werden, welche auf die erfindungsgemäße Art und Weise vorgeschoben und zu¬ rückgezogen würde, wobei aber dann der wesentliche Vorteil des Freiliegens des gesamten Ohres und somit die Verhinderung der Schweißbildung wegfallen würden.