WEBER, Martin (Am Steinbach 1, Arnstorf, 94424, DE)
| Ansprüche Platte (1) aus gut Wärmeleitendem Material, insbesondere Graphit, umfassend auf der Schalleinfallseite offene Hohlräume (2), die über wenigstens einen Teil der Oberfläche der Platte (1) verteilt ausgebildet und mit einem Schallabsorbierenden Material (3) gefüllt sind. Platte nach Anspruch 1, wobei die Hohlräume (2) sich nur über einen Teil der Dicke (D) der Platte (1) erstrecken. Platte nach Anspruch 1 , wobei sich die Hohlräume in Form von Durchbrechungen (2') über die Dicke (D) der Platte (1) erstrecken und auf beiden Seiten offen sind. Platte nach Anspruch 3, wobei die als Durchbrechungen (2') ausgebildeten Hohlräume (2) der Platte nur teilweise mit Schallabsorbierendem Material (3) gefüllt sind. Platte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Hohlräume (2) und/oder Durchbrechungen (2') lang gestreckt oder rechteckig ausgebildet sind oder einen runden Querschnitt haben. Platte nach Anspruch 1, wobei zwischen stabförmigen Bereichen (10) aus Wärmeleitendem Material stabförmige Bereiche (40) aus Schallabsorbierendem Material angeordnet sind und diese aneinander gereihten stabförmigen Bereiche (10, 40) durch einen Rahmen zu einer Platte zusammengehalten werden. Platte nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei auf der Schalleinfallseite offene Hohlräume (2) und auf der Rückseite der Platte (1) Nuten (11) ausgebildet sind, welche alle oder nur einen Teil der Hohlräume (2) schneiden. Platte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei in der Platte (1) Heiz- bzw. Kühlleitungen eingebettet sind. 9. Platte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei auf der Schallauftreffseite ein schalltransparentes Flächenelement (F) angeordnet ist. 10. Platte nach Anspruch 9, wobei der Aufbau aus Platte (1) und schalltransparentem Flächenelement (F) an einem mit Heiz- bzw. Kühlleitung (L) versehenen Massivbaukörper (B) anliegt. 11. Anordnung mit einer Platte aus gut Wärme leitendem Material, insbesondere Graphit, wobei die Graphitplatte (1) an einem mit Heiz- bzw. Kühlleitungen (L) versehenen Massivbaukörper (B) als Wärmeleitprofil angebracht ist. 12. Graphitplatte, die über wenigstens einen Teil der Oberfläche verteilt angeordnete Durchbrechungen (2') zur Ausbildung einer Schallabsorbierenden Wirkung aufweist. 13. Graphitplatte nach Anspruch 12, wobei auf wenigstens einer Seite der mit Durchbrechungen versehenen Graphitplatte eine Wärme leitende textile oder gitterförmige Struktur, insbesondere ein Graphitvlies aufgebracht ist. 14. Graphitplatte nach Anspruch 13, wobei zwischen zwei mit Durchbrechungen (2') versehenen Graphitplatten (1) ein Graphitvlies angeordnet ist. |
Die Erfindung betrifft eine Wärmeleitende Platte insbesondere aus Graphitmaterial, die im Baubereich eingesetzt wird und in der auch Heiz- bzw. Kühlleitungen eines Heiz- bzw. Kühlregisters eingelagert sein können.
Platten aus expandiertem Graphit werden in verschiedenen Bereichen wegen ihrer guten Wärmeleitfähigkeit in Verbindung mit geringem Gewicht eingesetzt. Bei Verwendung solcher Graphitplatten für Heiz- oder Kühldecken ist es bekannt, ein Heiz- bzw. Kühlregister zwischen zwei Platten mit einer Gesamtdicke von etwa 150 mm einzulegen, worauf die beiden Graphitplatten miteinander verpresst und verdichtet werden, sodass sich eine Graphitplatte von etwa 40 mm Dicke mit eingelagertem Heiz- bzw. Kühlregister ergibt. Hierbei wird das Graphitmaterial so verdichtet, dass seine Oberfläche keinerlei Schallabsorbierende Eigenschaften hat. Dies ist aber bei Heiz- bzw. Kühldecken nicht erwünscht.
Erfindungsgemäß werden zur Erzielung einer Schallabsorbierenden Wirkung solcher gut Wärmeleitender, Schallreflektierender Platten, insbesondere Graphitplatten, auf der Schalleinfallseite offene Hohlräume in der Oberfläche der Platte vorgesehen und diese Hohlräume mit einem Schalläbsorbierenden Material gefüllt, beispielsweise mit Mineralwolle. Hierdurch erhält man trotz der Schallreflektierenden Oberfläche der Graphitplatte eine gute Schallabsorption durch die mit Schallabsorbierendem Material ausgefüllten Hohlräume.
Die Hohlräume in der Graphitplatte können auf der dem Schalleinfall abgewandten Seite geschlossen sein oder sich auch durch die Graphitplatte hindurch erstrecken, um die Schallabsorbierende Wirkung zu erzielen, wobei die Hohlräume in verschiedener Weise gestaltet sein können und auch verschiedene Querschnittsformen haben können.
Weitere Ziele, Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der Ausfuhrungsbeispiele anhand der Zeichnungen. Dabei bilden alle beschriebenen und/oder bildlich dargestellten Merkmale für sich oder in beliebiger sinnvoller Kombination den Gegenstand der vorliegenden Erfindung, auch unabhängig von ihrer Zusammenfassung in den Ansprüchen und deren Rückbeziehung.
Die Erfindung wird beispielsweise anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 schematisch in einer perspektivischen Ansicht eine Graphitplatte mit Hohlräumen auf der Schallauftreffseite,
Fig. 2 schematisch eine Querschnittsansicht durch eine Graphitplatte,
Fig. 3 eine weitere Ausführungsform im Querschnitt,
Fig. 4 schematisch die Art der Herstellung einer Graphitplatte nach Fig. 3,
Fig. 5 im Querschnitt eine weitere Ausführungsform,
Fig. 6 in einer Querschnittsansicht eine beispielsweise Anwendung der erfindungsgemäßen Graphitplatte,
Fig. 7 im Querschnitt eine aktive Wärme leitende Platte mit eingelagerten Heiz- bzw.
Kühlleitungen,
Fig. 8 eine Anordnung der Wärme leitenden Platte als passives Element, und
Fig. 9 bis 11 verschiedene Formen von Hohlräumen.
Fig. 1 zeigt eine Graphitplatte 1 aus im Ausgangszustand expandiertem Graphit, die auf das erwünschte Dickenmaß D komprimiert ist. Diese Graphitplatte 1 ist leicht und hat eine sehr gute thermische Leitfähigkeit, aber keine Schallabsorbierende Wirkung, sodass bei Verwendung in einem Flächenelement einer Heiz- oder Kühldecke zusätzliche Maßnahmen für die Schallabsorption getroffen werden müssen, wodurch der Platzbedarf des Flächenelementes vergrößert wird.
Erfindungsgemäß werden auf der Schallauftreffseite der Platte 1 offene Hohlräume 2 verteilt über die Plattenfläche ausgebildet, in denen ein Schallabsorbierendes Material 3 wie beispielsweise Mineralwolle eingesetzt wird. Trotz der Schallreflektierenden Oberfläche der Graphitplatte 1 wird dadurch eine gute Schallabsorbierende Wirkung der Platte 1 insgesamt erreicht, die durch den Flächenanteil der mit Schallabsorbierendem Material 3 gefüllten Hohlräume 2 erhöht werden kann.
Bei der Ausführungsförm in Fig. 2 sind die Hohlräume 2 nur über einen Teil der Dicke D der Graphitplatte 1 ausgebildet und mit Mineralwolle 3 ausgefüllt. Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 sind die Hohkäume in Form von Durchbrechungen 2' ausgebildet, die sich über die Dicke D der Graphitplatte 1 erstrecken, wobei sich zweckmäßigerweise auch das in diese Durchbrechungen 2' eingesetzte Schallabsorbierende Material 3 über die Dicke D der Graphitplatte 1 erstreckt. Es ist aber auch möglich, bei dieser Ausfüh- rungsform mit durchgehenden Durchbrechungen 2' auch nur den vorderen Abschnitt der Durchbrechungen 2' mit Mineralwolle 3 aufzufüllen, während der restliche Teil der Durchbrechungen 2' auf der Schallabgewandten Seite der Graphitplatte 1 nicht vollständig mit Schallabsorbierendem Material gefüllt sein muss, wie dies auf der rechten Seite in Fig. 3 angedeutet ist. Dabei kann in umgekehrter Weise auch der rückwärtige Teil der Durchbrechungen 2' mit Schallabsorbierendem Material 3 aufgefüllt und der vordere, der Schalleinfallseite zugewandte Bereich der Durchbrechungen frei von Schallabsorbierendem Material sein.
Fig. 4 zeigt schematisch eine mögliche Art der Herstellung einer solchen Schallabsorbierenden Graphitplatte 1 nach Fig. 3, wobei über der Graphitplatte 1 eine Platte aus Schallabsorbierendem Material, wie beispielsweise eine Mineralwollplatte 4 aufgelegt ist. Entsprechend der vorgesehenen Form der Verteilung der Durchbrechungen 2' sind mehrere Stanzhülsen 5 vorgesehen, mittels denen eine Durchbrechung zunächst in der oben liegenden Mineralwollplatte 4 und zugleich in der darunter liegenden Graphitplatte 1 ausgestanzt wird, wie bei dem Schritt a) gezeigt. Innerhalb der hohlen Stanzhülse 5 ist ein Stößel 6 in Form eines Kolbens verschiebbar, der im nächsten Schritt b) den ausgestanzten Bereich 4.1 der Mineralwollplatte 4 nach unten drückt, bis der ausgestanzte Bereich 1.1 der Graphitplatte 1 nach unten ausgestoßen und die Durchbrechung 2' in der Graphitplatte 1 durch den ausgestanzten Bereich 4.1 der Mineralwollplatte 4 ersetzt ist. Hierauf wird im Schritt c) der Stößel 6 zunächst in seiner Stellung gehalten, während die Stanzhülse 5 nach oben zurückgezogen wird, sodass während des Zurückziehens der Stanzhülse 5 der Miner alwollpfropfen 4.1 in der Durchbrechung 2' der Graphitplatte 1 verbleibt. Hierauf kann die Stanzhülse 5 mit Stößel 6 über die Mineralwolleplatte 4 in die Ausgangsstellung angehoben werden.
Bei dieser Art der Herstellung kann im nächsten Schritt nach dem Ausstanzen einer vorgegebenen Anzahl von Durchbrechungen 2' die Mineralwollplatte 4 relativ zur Graphitplatte 1 verschoben bzw. versetzt werden, sodass bei gleichzeitiger Versetzung der Gruppe von Stanzhülsen 5 neben oder zwischen bereits ausgestanzten Bereichen eine neue Gruppe von Ausstanzungen vorgesehen werden kann. Auf diese Weise kann das Material der Mineral- wollplatte 4 ohne nennenswerten Verschnitt in Mineralwollpfropfen 4.1 in der Graphitplatte 1 umgesetzt werden.
Bei der in Fig. 5 wiedergegebenen Ausfuhrungsform einer Schallabsorbierenden Graphitplatte 1 sind zwischen Streifen 10 aus Graphitmaterial Streifen 40 aus Mineralwolle oder einem anderen Schallabsorbierenden Material angeordnet. Bei einem solchen Aufbau kann der Umfang der so ausgebildeten Platte 1 beispielsweise durch einen nicht dargestellten Rahmen zusammengehalten werden.
Nach einer weiteren Ausgestaltung ist es möglich, in der Graphitplatte 1 lang gestreckte Hohlräume auszubilden, in die Streifen aus Schall absorbierendem Material 3 eingelegt sind.
Insbesondere wenn eine Ausgestaltung nach Fig. 2 mit auf der Rückseite geschlossenen Hohlräumen 2 vorgesehen wird, können die Hohlräume 2 unterschiedliche Formgebungen wie quadratisch, rechteckig und dergleichen haben, wobei die Hohlräume auch durch Prägen der Oberfläche der Graphitplatte 1 ausgebildet werden können.
Die Ausgestaltung und Formgebung der Hohlräume 2 bzw. der Durchbrechungen 2' kann in verschiedener Weise ausgebildet werden. Vorzugsweise wird die Innenfläche der Hohlräume bzw. Durchbrechungen rau oder gerippt ausgebildet, wie dies Fig. 9 als Beispiel zeigt, sodass das in die Hohlräume eingebrachte Schallabsorbierende Material 3 einen guten Halt hat. In Fig. 9 ist der nur auf der Schalleinfallseite offene Hohlraum 2 beispielsweise mit einem runden Querschnitt versehen, während die durch die Dicke der Platte sich erstreckende Durchbrechung 2' als lang gestreckte Durchbrechung ausgebildet ist.
Fig. 10 zeigt als Beispiel verschiedene Formen von Hohlräumen und Durchbrechungen, wobei bei 2.1 ein beispielsweise runder Hohlraum mit einem trichterförmigen Ende wiedergegeben ist, das sich bei dem Hohlraum 2.2 durch die Rückseite erstreckt, sodass der so gebildete Hohlraum auf beiden Seiten der Platte 1 offen ist. Bei 2.3 ist eine mit einem Absatz versehene Durchbrechung wiedergegeben, wobei die breitere Öffnung vorzugsweise auf der Schalleinfallseite liegt. Bei 2.4 ist eine trichterförmige Durchbrechung wiedergegeben, die auch als nur einseitig offener Hohlraum ausgebildet sein kann. Alle diese verschiedenen Formen von Hohlräumen 2 bzw. Durchbrechungen 2' können auch in der Draufsicht eine unterschiedliche Formgebung haben, beispielsweise quadratisch, rechteckig, oval, sichelförmig oder dergleichen ausgebildet sein.
Bei bestimmten Anordnungen kann es auch zweckmäßig sein, einen relativ großflächigen, vorzugsweise nur einseitig offenen Hohlraum 2 auf der Schalleinfallseite auszubilden, insbesondere wenn ein bestimmter Bereich der Wärmeleitenden Platte 1 einen hohen Schallabsorptionsgrad aufweisen soll.
Dabei sind auch verschiedene Kombinationen von Formgebungen möglich. So können beispielsweise die mit einer Riffelung versehenen Hohlräume bzw. Durchbrechungen der Fig. 9 mit einem Absatz entsprechend der 2.3 oder in V-Form wie 2.4 ausgebildet sein.
Fig. 11 zeigt eine Aüsführungsform, bei der auf der Schalleinfallseite einseitig offene Hohlräume 2 ausgebildet sind und auf der Rückseite der Platte 1 über deren Fläche verlaufende, beabstandete Nuten 11, wobei die Nuten 11 sämtliche oder nur einzelne der Hohlräume 2 schneiden, sodass sich im Überschneidungsbereich eine durchgehende Durchbrechung der Platte 1 ergibt, wie rechts in Fig. 11 gezeigt. Hierbei kann das Schallabsorbierende Material 3 in den Nuten 11 und/oder in den Hohlräumen 2 eingebracht sein.
Durch die mit Schallabsorbierendem Material 3 gefüllten Flächenbereiche auf der Schallauftreffseite einer Graphitplatte 1 kann die Graphitplatte 1 z. B. in Verbindung mit einem Lochblech auf der Schallauftreffseite verwendet werden, wobei der Graphitbereich der Platte 1 für eine gute Wärmeverteilung dient und die mit Schallabsorbierendem Material 3 gefüllten Hohlräume 2 der Graphitplatte 1 die erforderliche Schallabsorbierende Wirkung mit sich bringen. Hierbei ist es nicht erforderlich, dass die Hohlräume 2 bzw. Durchbrechungen 2' mit der Perforation des Lochblechs übereinstimmen. Es können beispielsweise die Querschnitte der Hohlräume 2 so ausgelegt werden, dass sie mehrere Löcher in dem Lochblech überdecken.
Eine solche Schallabsorbierende, gut Wärmeleitende Graphitplatte 1 kann in vielfältiger Weise eingesetzt werden und auch bekannte Aufbauten von Kühl- und Heizdecken ersetzen, wie dies als Beispiel anhand der Fig. 6 erläutert wird. Es ist bekannt, in einer Betondecke B Heiz- bzw. Kühlleitungen L einzulagern, welche die Betondecke B beispielsweise kühlen, sodass während der Betriebszeit des darunter liegenden Arbeitsraumes eine kühlende Wirkung von der Betondecke ausgeht. Hierfür ist es bekannt, unter der Betondecke B Flächenelemente F aus gelochtem Metallblech zur Verkleidung vorzusehen, die über Wärmeleitstege 7 mit der Betondecke B verbunden sind, sodass die Kühlwirkung der Betondecke über die Wärmeleitstege 7 auf das gelochte Metallblech F übertragen wird, auf dem zwischen seinen abgewinkelten Rändern eine nicht gezeigte Platte aus Schallabsorbierendem Material eingelegt sein kann, um eine Schallabsorbierende Wirkung der Deckenverkleidung F zu erreichen. Dieser Aufbau ist bei a) in Fig. 6 wiedergegeben.
Wie Fig. 6b zeigt, kann anstelle der Wärmeleitstege 7 eine erfindungsgemäße Graphitplatte 1 in das Flächenelement F aus gelochtem Metallblech oder aus einem anderweitigen, schalltransparenten Material eingelegt und großflächig mit der Betondecke B verbunden werden, wodurch einerseits die Wärmeleitung zwischen Betondecke B und Flächenelement F wesentlich verbessert wird und andererseits durch die in der Graphitplatte 1 eingelagerten Bereiche aus Schallabsorbierendem Material 3 eine gute Schallabsorbierende Wirkung erzielt wird.
Das Flächenelement F zur Abdeckung der Graphitplatte 1 kann auch aus Vlies, Vliesputz, Farbe, Lack, einer schalltransparenten Folie, einem gelochten Furnier oder einer textilen Abdeckung bestehen.
Anstelle von Graphitmaterial kann auch ein anderes gut Wärmeleitendes Material, das aufgrund seiner Schallreflektierenden Oberfläche keine Schallabsorbierende Wirkung hat, mit Hohlräumen versehen werden, in denen ein Schallabsorbierendes Material eingesetzt ist, um die gewünschte Schallabsorbierende Wirkung zu erreichen.
In der gleichen Weise kann anstelle von Mineralwolle auch ein anderes Schallabsorbierendes Material in die Hohlräume 2 der gut Wärmeleitenden Platte 1 eingesetzt werden.
Es sind verschiedene Abwandlungen der beschriebenen Bauform möglich. So kann beispielsweise auch nur ein vorgegebener Bereich der Oberfläche einer Graphitplatte 1 mit Hohlräumen 2 versehen sein, beispielsweise wenn nur ein Teil der Graphitplatte 1 eine Schallabsorbierende Wirkung haben soll. Weiterhin können die Hohlräume 2 bzw. die Durchbrechungen 2' auf einer Graphitplatte 1 unterschiedlich zueinander gestaltet sein, sodass in einem bestimmten Oberflächenbereich eine höhere Konzentration von Hohlräumen 2 vorgesehen wird als in einem anderen Bereich, wobei auch die Formgebung der Hohlräume, beispielsweise quadratisch und rund, variieren kann.
In der Graphitplatte 1 können Heiz- bzw. Kühlleitungen 5 eingebettet sein, wie dies Fig. 7 zeigt, wobei die Durchbrechungen 2' in dem Bereich zwischen den Leitungen 5 ausgebildet sind. Wenn nur auf der Schallauftreffseite offene Hohlräume 2 vorgesehen werden, können diese über den gesamten Flächenbereich einer solchen Platte 1 mit eingelagerten Heiz- bzw. Kühlleitungen 5 verteilt sein.
Bei einer solchen Ausgestaltung nach Fig. 7 ergibt sich ein aktives Heiz- bzw. Kühlelement, das in einem Heiz- bzw. Kühlsystem integriert sein kann.
Fig. 8 zeigt eine Anordnung zur Bauteilaktivierung, bei der eine Graphitplatte 1 als passives Wärme leitendes Element an einem Massivbaukörper, z. B. einer Betondecke B oder einer Leichtbauwand in Wärme leitender Verbindung anliegt, wobei dieser Abschnitt des Massivbaukörpers vorzugsweise mit Heiz- bzw. Kühlleitungen L versehen ist. Im Wesentlichen entspricht diese Anordnung der nach Fig. 6b, Wobei aber die Graphitplatte 1 keine Hohlräume 2 zur Aufnahme von Schallabsorbierendem Materials 3 aufweist. Durch diese Anordnung nach Fig. 8 werden die in Fig. 6a wiedergegebenen Wärmeleitstege 7 durch die Graphitplatte 1 ersetzt, sodass der Wärmeübergang von der Betondecke B auf das Flächenelement F verbessert wird, ohne dass es auf Schallabsorption ankommt.
Wenn zugleich eine Schall absorbierende Wirkung erzielt werden soll, wird bei der Anordnung nach Fig. 8 vorzugsweise eine Graphitplatte 1 nach Fig. 2 verwendet, sodass auf der Seite des Wärmeleitkontakts zwischen Massivbaukörper B und Graphitplatte 1 keine Unterbrechung der Anlagefläche vorhanden ist und auf der Schallauftreffseite dennoch eine Schallabsorption auftritt.
Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann eine Graphitplatte 1 mit Durchbrechungen 2' als Wärme leitende Platte vorgesehen werden, wobei in den Durchbrechungen kein Schallabsorbierendes Material enthalten ist. Bei einer solchen Ausführungsform wird die Schallabsorption durch die Lochung bzw. durch die Durchbrechungen in der Platte erreicht.
Bei einer solchen gelochten Graphitplatte, wie sie z. B. Fig. 1 schematisch zeigt, kann eine der Seiten der Platte mit einem Wärme leitenden Vlies beschichtet werden. Anstelle eines Vlieses kann eine textile oder gitterförmige Struktur aus einem Wärme leitenden Material oder mit einem Wärme leitenden Material beschichtet vorgesehen werden. Zum Beispiel kann ein Metallgewebe oder ein Graphitvlies aufgebracht werden.
Es ist auch möglich, zwischen zwei bereits gelochten bzw. mit Durchbrechungen versehenen Platten aus expandiertem oder schon verdichtetem bzw. verpresstem Graphit ein Graphitvlies einzulegen und danach die beiden Graphitplatten miteinander zu verpressen, sodass im Bereich der Lochung das Graphitvlies als Schallabsorbierendes Material verbleibt. Bei einer solchen Ausgestaltung kann auch ein Heiz- oder Kühlregister zwischen den beiden Graphitplatten eingelagert werden.
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