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Title:
HEAT EXCHANGER BEDS MADE OF THERMOMAGNETIC MATERIAL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/018348
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a packed heat exchanger bed made of thermomagnetic material particles, comprising an average diameter in the range of 50 μm to 1 mm and resulting in a porosity in the range of 30 to 45% in the packed bed, and a heat exchanger bed made of a thermomagnetic material monolith comprising through channels having a cross-sectional area of the individual channels in the range of 0.001 to 0.2 mm2 and a wall thickness of 50 to 300 μm, having a porosity in the range of 10 to 60%, and having a ratio of surface area to volume in the range of 3000 to 50000 m2/m3, or comprising a plurality of parallel plates having a plate thickness from 0.1 to 2 mm and a plate spacing distance of 0.05 to 1 mm.

Inventors:
CARROLL, Colman-Patrick (Parkring 25, Mannheim, 68159, DE)
REESINK, Bennie (Vosseveldseweg 25, AD Winterswijk-Kotten, NL-7107, NL)
DEGEN, Georg (Biengartenstr. 40, Lorsch, 64653, DE)
Application Number:
EP2010/061026
Publication Date:
February 17, 2011
Filing Date:
July 29, 2010
Export Citation:
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Assignee:
BASF SE (67056 Ludwigshafen, DE)
CARROLL, Colman-Patrick (Parkring 25, Mannheim, 68159, DE)
REESINK, Bennie (Vosseveldseweg 25, AD Winterswijk-Kotten, NL-7107, NL)
DEGEN, Georg (Biengartenstr. 40, Lorsch, 64653, DE)
International Classes:
H01F1/01; F25B21/00
Attorney, Agent or Firm:
FÉAUX DE LACROIX, Stefan (Isenbruck Bösl Hörschler LLP, EASTSITE ONESeckenheimer Landstraße 4, Mannheim, 68163, DE)
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Claims:
22

Patentansprüche

1. Gepacktes Wärmetauscherbett aus thermomagnetischen Materialteilchen, die einen mittleren Durchmesser im Bereich von 50 μm bis 1 mm aufweisen und im gepackten Bett eine Porosität im Bereich von 30 bis 45 % ergeben.

2. Wärmetauscherbett nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Materialteilchen einen mittleren Durchmesser im Bereich von 200 bis 400 μm aufweisen.

3. Wärmetauscherbett nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Materialteilchen Kugelform, Granulatform, Plattenform oder Zylinderform aufweisen. 4. Wärmetauscherbett nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Porosität des gepackten Betts 36 bis 40 % beträgt.

5. Wärmetauscherbett aus einem thermomagnetischen Materialmonolithen, der durchgehende Kanäle mit einer Querschnittsfläche der einzelnen Kanäle im Be- reich von 0,001 bis 0,2 mm2 und einer Wandstärke von 50 bis 300 μm aufweist, eine Porosität im Bereich von 10 bis 60 % hat und ein Verhältnis von Oberfläche zu Volumen im Bereich von 3000 bis 50000 m2/m3 hat oder der mehrere parallele Platten mit einer Plattendicke von 0,1 bis 2 mm und einem Plattenabstand von 0,05 bis 1 mm aufweist.

6. Wärmetauscherbett nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Porosität 20 bis 30 % beträgt.

7. Wärmetauscherbett nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Querschnittsfläche der einzelnen Kanäle 0,01 bis 0,03 mm2 und die Wandstärke

50 bis 150 μm betragen.

8. Wärmetauscherbett nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das thermomagnetische Material ausgewählt ist aus

(1 ) Verbindungen der allgemeinen Formel (I)

(AyBy-1 )2+δCwDxEz (I)

mit der Bedeutung A Mn oder Co, 23

B Fe, Cr oder Ni,

C, D, E mindestens zwei von C, D, E sind voneinander verschieden, haben eine nicht-verschwindende Konzentration und sind aus- gewählt aus P, B, Se, Ge, Ga, Si, Sn, N, As und Sb, wobei mindestens eines von C, D und E Ge oder Si ist, δ Zahl im Bereich von - 0,1 bis 0,1 w, x, y, z Zahlen im Bereich von 0 bis 1 , wobei w + x + z = 1 ist;

(2) auf La und Fe basierenden Verbindungen der allgemeinen Formeln (II) und/oder (III) und/oder (IV) La(FexAI1-x)13Hy oder La(FexSii-x)i3Hy (II) mit x Zahl von 0,7 bis 0,95 y Zahl von 0 bis 3;

La(FexAIyCOz)13 oder La(FexSiyCoz)13 (III) mit x Zahl von 0,7 bis 0,95

y Zahl von 0,05 bis 1 - x z Zahl von 0,005 bis 0,5;

LaMnxFe2-xGe (IV) mit x Zahl von 1 ,7 bis 1 ,95 und

(3) Heusler-Legierungen des Typs MnTP mit T Übergangsmetall und P einem p-dotierenden Metall mit einem electron count pro Atom e/a im Bereich von 7 bis 8,5,

(4) auf Gd und Si basierenden Verbindungen der allgemeinen Formel (V) 24

Gd5(SixGei-x)4 (V) mit x Zahl von 0,2 bis 1 ,

(5) Fe2P-basierten Verbindungen,

(6) Manganiten des Perovskit-Typs, (7) Seltenerden-Elemente enthaltenden Verbindungen der allgemeinen Formeln (VI) und (VII)

Tb5(Si4-XGex) (VI) mit x = 0, 1 , 2, 3, 4

XTiGe (VII) mit X = Dy, Ho, Tm,

(8) auf Mn und Sb oder As basierenden Verbindungen der allgemeinen Formeln (VIII) und (IX)

Mn2-χZxSb (VIII)

Mn2ZxSb1-x (IX) mit Z Cr, Cu, Zn, Co, V, As, Ge, x 0,01 bis 0,5, wobei Sb durch As ersetzt sein kann, sofern Z nicht As ist.

9. Wärmetauscherbett nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das ther- momagnetische Material ausgewählt ist aus mindestens quarternären Verbindungen der allgemeinen Formel (I), die neben Mn, Fe, P und gegebenenfalls Sb zusätzlich Ge oder Si oder As oder Ge und Si oder Ge und As oder Si und As, oder Ge, Si und As enthalten. 25

10. Verfahren zur Herstellung von Wärmetauscherbetten nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Pulver des thermomagnetischen Materials einer Formgebung zur Ausbildung der thermomagnetischen Material- teilchen unterzieht, und nachfolgend die Materialteilchen zur Ausbildung des

Wärmetauscherbettes packt.

1 1. Verfahren zur Herstellung von Wärmetauscherbetten nach einem der Ansprüche 5 bis 7 durch Extrudieren, Spritzgießen oder Formpressen des thermomagneti- sehen Materials zur Ausbildung des Monolithen.

12. Verwendung eines Wärmetauscherbettes nach einem der Ansprüche 1 bis 9 in Kühlschränken, Klimaanlagen, Wärmepumpen oder in der Stromerzeugung durch direkte Umwandlung von Wärme.

Description:
Wärmetauscherbetten aus thermomagnetischem Material Beschreibung Die Erfindung betrifft gepackte Wärmetauscherbetten aus thermomagnetischem Materialteilchen oder aus einem thermomagnetischen Materialmonolithen, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung, in Kühlschränken, Klimaanlagen, Wärmepumpen oder in der Stromerzeugung durch direkte Umwandlung von Wärme. Thermomagnetische Materialien, auch als magnetokalorische Materialien bezeichnet, können zur Kühlung, beispielsweise in Kühlschränken oder Klimaanlagen, in Wärmepumpen oder zur direkten Gewinnung von Strom aus Wärme ohne Zwischenschaltung einer Umwandlung in mechanische Energie eingesetzt werden. Derartige Materialien sind prinzipiell bekannt und beispielsweise in WO 2004/068512 beschrieben. Die magnetischen Kühlungstechniken basieren auf dem magnetokalorischen Effekt (MCE) und können eine Alternative zu den bekannten Dampf-Kreislauf- Kühlverfahren darstellen. In einem Material, das einen magnetokalorischen Effekt zeigt, führt die Ausrichtung von zufällig orientierten magnetischen Momenten durch ein externes Magnetfeld zu einem Erwärmen des Materials. Diese Wärme kann vom MCE- Material in die Umgebungsatmosphäre durch einen Wärmetransfer abgeführt werden. Wenn das Magnetfeld daraufhin abgestellt wird oder entfernt wird, gehen die magnetischen Momente wieder in eine Zufallsanordnung über, was zu einem Abkühlen des Materials unter Umgebungstemperatur führt. Dieser Effekt kann zu Kühlzwecken aus- genutzt werden, siehe auch Nature, Vol. 415, 10. Januar 2002, Seiten 150 bis 152. Typischerweise wird ein Wärmetransfermedium wie Wasser zur Wärmeabfuhr aus dem magnetokalorischen Material eingesetzt.

Die in thermomagnetischen Generatoren eingesetzten Materialien basieren ebenfalls auf dem magnetokalorischen Effekt. In einem Material, das einen magnetokalorischen Effekt zeigt, führt die Ausrichtung von zufällig orientierten magnetischen Momenten durch ein externes Magnetfeld zu einem Erwärmen des Materials. Diese Wärme kann vom MCE-Material in die Umgebungsatmosphäre durch einen Wärmetransfer abgeführt werden. Wenn das Magnetfeld daraufhin abgestellt oder entfernt wird, gehen die magnetischen Momente wieder in eine Zufallsanordnung über, was zu einem Abkühlen des Materials unter Umgebungstemperatur führt. Dieser Effekt kann einerseits zu Kühlzwecken ausgenutzt werden, andererseits, um Wärme in elektrische Energie umzuwandeln. Die magnetokalorische Erzeugung von elektrischer Energie ist verbunden mit der magnetischen Heizung und Kühlung. In den Zeiten der ersten Konzipierung wurde das Verfahren zur Energieerzeugung als pyromagnetische Energieerzeugung beschrieben. Verglichen mit Vorrichtungen der Peltier- oder Seebeck-Typs können diese magnetokalorischen Vorrichtungen eine wesentlich höhere Energieeffizienz aufweisen. Die Forschung zu diesem physikalischen Phänomen begann im späten 19. Jahrhundert, als zwei Wissenschaftler, Tesla und Edison, pyromagnetische Generatoren zum Patent anmeldeten.

Für die thermomagnetischen oder magnetokalorischen Anwendungen sollte das Mate- rial einen effizienten Wärmeaustausch zulassen, um hohe Wirkungsgrade erreichen zu können. Sowohl bei der Kühlung als auch bei der Stromerzeugung wird das thermo- magnetische Material in einem Wärmetauscher eingesetzt.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung von Wärmetauscherbetten aus thermomagnetischen Formkörpern, die zum Einsatz in Wärmetauschern, insbesondere für Kühlzwecke oder zur Stromerzeugung, geeignet sind. Dabei sollen die Formkörper eine hohe Wärmeübertragung erlauben, einen geringen Durchflusswiderstand für Wärmetauschermedien aufweisen und eine hohe magnetokalorische Dichte besitzen.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein gepacktes Wärmetauscherbett aus thermomagnetischen Materialteilchen, die einen mittleren Durchmesser im Bereich von 50 μm bis 1 mm aufweisen und im gepackten Bett eine Porosität im Bereich von 30 bis 45 % ergeben.

Die Porosität ist definiert als der Volumenanteil an leerem Raum (Zwischenräume) im Wärmetauscherbett.

Das Wärmetauscherbett kann dabei durch ein Verfahren hergestellt werden, bei dem man ein Pulver des thermomagnetischen Materials einer Formgebung zur Ausbildung der thermomagnetischen Materialteilchen unterzieht und nachfolgend die Materialteilchen zur Ausbildung des Wärmeaustauscherbettes packt.

Die Aufgabe wird zudem gelöst durch ein Wärmetauscherbett aus einem thermomag- netischen Materialmonolithen, der durchgehende Kanäle mit einer Querschnittsfläche der einzelnen Kanäle im Bereich von 0,001 bis 0,2 mm 2 und einer Wandstärke von 50 bis 300 μm aufweist, eine Porosität im Bereich von 10 bis 60 % hat und ein Verhältnis von Oberfläche zu Volumen im Bereich von 3000 bis 50000 m 2 /m 3 hat. Alternativ kann der thermomagnetische Materialmonolith mehrere parallele Platten mit einer Plattendicke von 0,1 bis 2 mm, vorzugsweise 0,5 bis 1 mm und einem Plattenab- stand (Zwischenraum) von 0,05 bis 1 mm, vorzugsweise 0,05 bis 0,2 mm aufweisen, bzw. aus diesen aufgebaut sein. Die Plattenanzahl kann z. B. 5 bis 100, vorzugsweise 10 bis 50 betragen. Das Wärmetauscherbett wird beispielsweise hergestellt durch Extrudieren, Spritzgießen oder Formpressen des thermomagnetischen Materials zur Ausbildung des Monolithen.

Die Aufgabe wird zudem gelöst durch die Verwendung eines Wärmetauscherbetts, wie es vorstehend definiert ist, in Kühlschränken, Klimaanlagen, Wärmepumpen oder in der Stromerzeugung durch direkte Umwandlung von Wärme.

Es wurde erfindungsgemäß gefunden, dass ein gepacktes Wärmetauscherbett aus thermomagnetischen Materialteilchen eine hocheffiziente Materialgeometrie ist, die einen optimalen Betrieb des Wärmetauscherbetts erlaubt, wenn die thermomagnetischen Materialteilchen einen mittleren Durchmesser im Bereich von 50 μm bis 1 mm aufweisen und im gepackten Bett eine Porosität im Bereich von 30 bis 45 % gegeben ist. Die einzelnen Materialteilchen können dabei eine beliebige geeignete Form aufweisen. Bevorzugt haben die Materialteilchen Kugelform, Granulatform, Plattenform oder Zylinderform. Besonders bevorzugt haben die Materialteilchen Kugelform. Der Durchmesser der Materialteilchen, insbesondere der Kugeln, beträgt 50 μm bis 1 mm, besonders bevorzugt 200 bis 400 μm. Die Materialteilchen, insbesondere Kugeln, können dabei eine Größenverteilung aufweisen. Bevorzugt ist die Größenverteilung eng, so dass ganz überwiegend Kugeln einer Größe vorliegen. Bevorzugt weicht der Durch- messer um nicht mehr als 20 %, besonders bevorzugt um nicht mehr als 10 %, insbesondere um nicht mehr als 5 % vom mittleren Durchmesser ab.

Im gepackten Bett ergibt sich eine Porosität im Bereich von 30 bis 45 %, besonders bevorzugt von 36 bis 40 %.

Materialteilchen, insbesondere Kugeln mit den vorstehenden Dimensionen geben als gepacktes Wärmetauscherbett hohe Wärmetransferkoeffizienten zwischen Feststoff und Fluid (Wärmetauscherfluid), wobei ein geringer Druckabfall herrscht. Dies erlaubt einen verbesserten Leistungskoeffizienten (Coefficient of Performance; COP) des Wärmetauscherbettes. Der große Wärmetransferkoeffizient erlaubt es, die gepackten Betten bei höheren Frequenzen als üblich zu betreiben und erlaubt damit eine größere Energieextraktion.

In den gepackten Wärmetauscherbetten kann ein einziges thermomagnetisches Mate- rial vorliegen, es ist aber auch möglich, dass eine Serie von unterschiedlichen magnetokalorischen Materialien mit unterschiedlichen Curie-Temperaturen kombiniert wird. Dies erlaubt es, eine insgesamt große Temperaturänderung in einem einzigen Wärmetauscherbett zu erreichen. Bevorzugt werden erfindungsgemäß thermomagnetische Materialien kombiniert, deren Maximalunterschied in der Curie-Temperatur 1 bis 10 0 C, besonders bevorzugt 2 bis 6 0 C beträgt.

Für die jeweiligen Betriebsbedingungen kann die Leistung des gepackten Wärmetauscherbetts durch Verwendung von Materialteilchen, insbesondere Kugeln, unterschiedlicher Durchmesser optimiert werden. Ein geringerer Durchmesser, insbesondere Kugeldurchmesser, führt zu einem höheren Wärmetransferkoeffizienten und erlaubt damit einen besseren Wärmeaustausch. Dies ist jedoch mit einem höheren Druckverlust durch das Wärmetauscherbett verbunden. Umgekehrt führt die Verwendung größerer Materialteilchen, insbesondere Kugeln, zu einem langsameren Wärmetransfer, aber auch zu niedrigeren Druckverlusten. Die Herstellung des gepackten Wärmetauscherbettes aus den thermomagnetischen Materialteilchen kann auf beliebige geeignete Weise erfolgen. Dabei werden zunächst die thermomagnetischen Materialteilchen hergestellt, beispielsweise durch Formgebung eines Pulvers des thermoelektrischen Materials zur Ausbildung der thermomagnetischen Materialteilchen. Nachfolgend werden die Materialteilchen zur Ausbildung des Wärmetauscherbettes gepackt. Dies kann durch Schütten der Materialteilchen in ein geeignetes Behältnis erfolgen, wobei das Setzen des Bettes durch Rütteln verbessert werden kann. Auch ein Aufschwemmen in einem Fluid mit nachfolgendem Absetzen der Materialteilchen ist möglich. Ferner ist es möglich, die einzelnen Materialteilchen gezielt zur Ausbildung einer gleichmäßigen Struktur zu setzen. Hierbei kann bei- spielsweise eine kubisch dichte Packung von Kugeln erreicht werden.

Die Bewegungsfestigkeit des gepackten Wärmetauscherbettes kann durch beliebige geeignete Maßnahmen erreicht werden. Beispielsweise kann das Behältnis, in dem das gepackte Wärmetauscherbett vorliegt, allseits geschlossen sein. Es kann sich bei- spielsweise um einen Gitterkäfig handeln. Darüber hinaus ist es möglich, die einzelnen Materialteilchen miteinander zu verbinden, beispielsweise durch oberflächliches Anschmelzen der Materialteilchen im gepackten Bett oder durch Aneinandersintern der Materialteilchen im gepackten Bett. Das oberflächliche Anschmelzen oder Zusammensintern sollte so erfolgen, dass die Zwischenräume zwischen den Materialteilchen wei- testmöglich erhalten bleiben.

Die Ausbildung des gepackten Wärmetauscherbettes durch thermomagnetische Materialteilchen in Platten-, Zylinder-, Granulat- oder Kugelform oder ähnlicher Form ist vorteilhaft, da mit ihr ein großes Verhältnis von Oberfläche zur Masse erreicht wird. Hier- durch wird eine verbesserte Wärmetransferrate bei niedrigerem Druckverlust erreicht. Eine zweite vorteilhafte Ausführungsform des Wärmetauscherbettes ist ein thermo- magnetischer Materialmonolith, der durchgehende Kanäle aufweist. Der Monolith kann als Block aus thermomagnetischem Material gedacht werden, wobei zwei aneinander gegenüberliegende Stirnseiten des Blocks Ein- bzw. Austrittsöffnungen für ein Fluid aufweisen, die durch Kanäle verbunden sind, die den gesamten Monolithen durchlaufen. Entsprechende Monolithen können sich beispielsweise von einem Rohrbündel ableiten, bei dem die einzelnen Rohre aus thermomagnetischem Material miteinander verbunden sind. Die Kanäle sind vorzugsweise zueinander parallel und durchlaufen in der Regel den Monolithen geradlinig. Sofern besondere Anwendungsbedingungen ge- stellt werden, kann auch ein gekrümmter Verlauf der Kanäle vorgesehen werden. Entsprechende Monolithformen sind beispielsweise von Autoabgaskatalysatoren bekannt. Die thermomagnetischen Materialmonolithen können so beispielsweise eine Wabenform aufweisen, wobei die einzelnen Waben eine beliebige Geometrie aufweisen können. Beispielsweise können die Kanäle einen sechseckigen Querschnitt wie bei einer Bienenwabe oder einen viereckigen Querschnitt aufweisen. Auch sternförmige Querschnitte, runde Querschnitte, ovale Querschnitte oder andere Querschnittsformen sind erfindungsgemäß möglich, sofern die nachstehenden Bedingungen eingehalten werden: - Querschnittsfläche der einzelnen Kanäle im Bereich von 0,001 bis 0,2 mm 2 , besonders bevorzugt 0,01 bis 0,03 mm 2 , insbesondere 0,015 bis 0,025 mm 2

Wandstärke von 50 bis 300 μm, besonders bevorzugt 50 - 150 μm, insbesondere 85 bis 1 15 μm

Porosität im Bereich von 10 bis 60 %, besonders bevorzugt 15 bis 35 %, insbesondere 20 bis 30 %

Verhältnis von Oberfläche zu Volumen im Bereich von 3000 bis 50000 m 2 /m 3 , besonders bevorzugt 5000 bis 15000 m 2 /m 3 .

Die einzelnen Kanäle können beispielsweise bei rechteckigem Querschnitt Querschnittsdimensionen von 50 μm x 25 μm bis 600 μm x 300 μm, speziell etwa 200 μm x 100 μm aufweisen. Die Wanddicke kann speziell bevorzugt etwa 100 μm betragen. Die Porosität kann besonders bevorzugt etwa 25 % betragen. Damit ist die Porosität typischerweise signifikant geringer als die Porosität eines gepackten Kugelbettes. Hierdurch kann mehr magnetokalorisches Material in ein gegebenes Volumen des Magnetfelds eingebracht werden. Dies führt zu einem größeren thermischen Effekt bei gleichem Aufwand zur Bereitstellung des Magnetfelds. Die Formkörper weisen durchgehende Kanäle auf. Dies erlaubt den Durchfluss eines flüssigen Wärmeträgermediums wie Wasser, Wasser/Alkohol-Gemische, Wasser/Salz- Gemische oder Gase wie Luft oder Edelgase. Bevorzugt werden Wasser oder Wasser/Alkohol-Gemische eingesetzt, wobei der Alkohol ein ein- oder mehrwertiger Alkohol sein kann. Beispielsweise kann es sich um Glykole handeln.

Die Monolithe können beispielsweise aus Schichten von magnetokalorischem Material mit dünnen parallelen Kanälen in den Schichten aufgebaut sein. Das sehr große Verhältnis von Oberfläche zu Volumen erlaubt einen exzellenten Wärmetransfer, gekoppelt mit einem sehr geringen Druckverlust. Der Druckverlust ist etwa eine Größenordnung geringer als bei einem gepackten Bett von Kugeln, das den identischen Wärmetransferkoeffizienten aufweist. Durch die Monolithform kann damit der Leistungskoeffizient (COP) beispielsweise einer magnetokalorischen Kühleinrichtung nochmals erheblich verbessert werden.

Das thermomagnetische Material an sich kann dabei aus beliebigen geeigneten ther- momagnetischen Materialien ausgewählt werden. Geeignete Materialien sind in einer Vielzahl von Schriften beschrieben, beispielsweise in WO 2004/068512.

Bevorzugte thermomagnetische Materialien sind ausgewählt aus

(1 ) Verbindungen der allgemeinen Formel (I)

(A y B y-1 ) 2+δ C w D x E z (I)

mit der Bedeutung

A Mn oder Co,

B Fe, Cr oder Ni, C, D, E mindestens zwei von C, D, E sind voneinander verschieden, haben eine nicht-verschwindende Konzentration und sind ausgewählt aus P, B, Se, Ge, Ga, Si, Sn, N, As und Sb, wobei mindestens eines von C, D und E Ge oder Si ist, δ Zahl im Bereich von - 0,1 bis 0,1 w, x, y, z Zahlen im Bereich von 0 bis 1 , wobei w + x + z = 1 ist;

(2) auf La und Fe basierenden Verbindungen der allgemeinen Formeln (II) und/oder (III) und/oder (IV) La(Fe x AI 1-X ) 13 H y oder La(Fe x Si 1-x ) 13 H y (II) mit x Zahl von 0,7 bis 0,95 y Zahl von 0 bis 3, vorzugsweise 0 bis 2;

La(Fe x AIyCO z ) 13 oder La(Fe x Si y Co z ) 13 (III) mit x Zahl von 0,7 bis 0,95

y Zahl von 0,05 bis 1 - x z Zahl von 0,005 bis 0,5;

LaMn x Fe 2-x Ge (IV) mit

x Zahl von 1 ,7 bis 1 ,95 und

(3) Heusler-Legierungen des Typs MnTP mit T Übergangsmetall und P einem p- dotierenden Metall mit einem elextron count pro Atom e/a im Bereich von 7 bis 8,5,

(4) auf Gd und Si basierenden Verbindungen der allgemeinen Formel (V)

Gd 5 (Si x Ge 1-x ) 4 (V) mit x Zahl von 0,2 bis 1 ,

(5) Fe 2 P-basierten Verbindungen,

(6) Manganiten des Perovskit-Typs,

(7) Seltenerden-Elemente enthaltenden Verbindungen der allgemeinen Formeln (VI) und (VII)

Tb 5 (Si 4-x Ge x ) (VI) mit x = 0, 1 , 2, 3, 4 XTiGe (VII) mit X = Dy, Ho, Tm,

(8) auf Mn und Sb oder As basierenden Verbindungen der allgemeinen Formeln (VIII) und (IX)

Mn 2- χZ x Sb (VIII)

Mn 2 Z x Sb 1-x (IX) mit Z Cr, Cu, Zn, Co, V, As, Ge, x 0,01 bis 0,5, wobei Sb durch As ersetzt sein kann, sofern Z nicht As ist.

Es wurde erfindungsgemäß gefunden, dass die vorstehenden thermomagnetischen Materialien vorteilhaft in Wärmetauschern, der magnetischen Kühlung, Wärmepumpen oder thermomagnetischen Generatoren oder Regeneratoren eingesetzt werden können, wenn sie eine erfindungsgemäße Struktur aufweisen.

Besonders bevorzugt sind erfindungsgemäß die metallbasierten Materialien ausgewählt aus den Verbindungen (1 ), (2) und (3) sowie (5).

Erfindungsgemäß besonders geeignete Materialien sind beispielsweise in WO 2004/068512, Rare Metals, Vol. 25, 2006, Seiten 544 bis 549, J. Appl. Phys. 99,08Q107 (2006), Nature, Vol. 415, 10. Januar 2002, Seiten 150 bis 152 und Physica B 327 (2003), Seiten 431 bis 437 beschrieben.

In den vorstehend genannten Verbindungen der allgemeinen Formel (I) sind bevorzugt C, D und E identisch oder unterschiedlich und ausgewählt aus mindestens einem von P, Ge, Si, Sn und Ga.

Das thermomagnetische Material der allgemeinen Formel (I) ist vorzugsweise ausgewählt aus mindestens quarternären Verbindungen, die neben Mn, Fe, P und gegebe- nenfalls Sb zudem Ge oder Si oder As oder Ge und Si, Ge und As oder Si und As oder Ge, Si und As enthalten. Bevorzugt sind mindestens 90 Gew.-%, besonders bevorzugt mindestens 95 Gew.-% der Komponente A Mn. Bevorzugt sind mindestens 90 Gew.-%, besonders bevorzugt mindestens 95 Gew.-% von B Fe. Bevorzugt sind mindestens 90 Gew.-%, besonders bevorzugt mindestens 95 Gew.-% von C P. Bevorzugt sind mindestens 90 Gew.-%, besonders bevorzugt mindestens 95 Gew.-% von D Ge. Bevorzugt sind mindestens 90 Gew.-%, besonders bevorzugt mindestens 95 Gew.-% von E Si.

Vorzugsweise hat das Material die allgemeine Formel MnFe(P w Ge x Si z ).

Bevorzugt ist x eine Zahl im Bereich von 0,3 bis 0,7, w ist kleiner oder gleich 1-x und z entspricht 1-x-w.

Das Material hat vorzugsweise die kristalline hexagonale Fe 2 P-Struktur. Beispiele ge- eigneter Strukturen sind MnFePo,45 bis o,7, Ge o , 5 5 bis 0,30 und MnFeP 0 , 5 bis 0,70, (Si/Ge) 0 , 5 bis

0,30-

Geeignete Verbindungen sind ferner M n n- x Fe 1 . x P 1 .yGey mit x im Bereich von -0,3 bis 0,5, y im Bereich von 0,1 bis 0,6. Ebenfalls geeignet sind Verbindungen der allgemei- nen Formel Mnn.χFei.χPi.yGe y . z Sb z mit x im Bereich von -0,3 bis 0,5, y im Bereich von 0,1 bis 0,6 und z kleiner als y und kleiner als 0,2. Ferner sind Verbindungen der Formel Mni + xFei-χPi- y Ge y - z Si z geeignet mit x Zahl im Bereich von 0,3 bis 0,5, y im Bereich von 0,1 bis 0,66, z kleiner oder gleich y und kleiner als 0,6. Geeignet sind ferner weitere Fe 2 P-basierte Verbindungen ausgehend von Fe 2 P und FeAs 2 , gegebenenfalls Mn und P. Sie entsprechen beispielsweise den allgemeinen Formeln MnFei -x Co x Ge, mit x = 0,7 - 0,9, Mn 5-X Fe x Si 3 mit x = 0 - 5, Mn 5 Ge 3 -χSiχ mit x = 0,1 - 2, Mn 5 Ge 3 - X Sb x mit x = 0 - 0,3, Mn 2-x Fe x Ge 2 mit x = 0,1 - 0,2, Mn 3-x Co x GaC mit x = 0 - 0,05.

Bevorzugte auf La und Fe basierende Verbindungen der allgemeinen Formeln (II) und/oder (III) und/oder (IV) sind La(Fe o ,9oSio,io)i3, La(Fe 01 SgSiO 1 Ii)Is, La(Fe Oi8 8 O Si Oi i 2O )is, La(Fe θi 877Si o ,i 23 )i 3 , LaFen,8Sii, 2 , La(Fe o ,88Si o ,i 2 )i 3 H θ 5 , La(Fe o ,88Si o ,i 2 )i 3 Hi , LaFen ,7 Sii ,3 Hi , i, LaFen ,57 Sii ,43 Hi ,3 , La(Fe o,88 Si o, i 2 )Hi ,5 , LaFen ,2 Co o,7 Sii , i, LaFeii, 5 Ali, 5 C o ,i, LaFeii, 5 Ali, 5 C o , 2 , LaFen,5Ali, 5 C o ,4, LaFen,5Ali, 5 Co o ,5,

La(Fe 0,9 4Cθ 0,06 )i1 ,83 Ali , i 7 , La(Fe 0,92 0,08 )i1 ,83 Ali , i 7 .

Geeignete Mangan enthaltende Verbindungen sind MnFeGe, MnFe o ,9Co o ,iGe, MnFe o , 8 Co o , 2 Ge, MnFe o , 7 Co o , 3 Ge, MnFe o ,6Co o , 4 Ge, MnFe o , 5 Co o , 5 Ge, MnFe o , 4 Co o ,6Ge, MnFe o , 3 Co o , 7 Ge, MnFe o , 2 Co o , 8 Ge, MnFe o ,i 5 Co o ,85Ge, MnFe o ,iCo o ,9Ge, MnCoGe, Mn 5 Ge 2 , 5 Si o ,5, Mn 5 Ge 2 Si, Mn 5 Gei, 5 Sii, 5 , Mn 5 GeSi 2 , Mn 5 Ge 3 , Mn 5 Ge 2 , 9 Sb o ,i, Mn 5 Ge 2 , 8 Sb o , 2 , Mn 5 Ge 2 , 7 Sb o , 3 , LaMni, 9 Fe o ,iGe, LaMni, 85 Fe o ,i 5 Ge, LaMni, 8 Fe o , 2 Ge, (Feo ,9 Mno , i) 3 C, (Fec 8 Mn o,2 ) 3 C, (Feo ,7 Mno ,3 ) 3 C, Mn 3 GaC, MnAs, (Mn, Fe)As, Mn 1+ 5Aso,8Sbo,2, MnAso,75Sbo,25, Mn 1 -|Asc 75 Sbc 25 , Mn 1 5 ASc 75 SbC 25 .

Erfindungsgemäß geeignete Heusler-Legierungen sind beispielsweise Ni 2 MnGa, Fe 2 MnSiI-XGe x mit x = O - 1 wie Fe 2 MnSi o , 5 Ge o , 5 , Ni 52 , 9 Mn 22 , 4 Ga 24 , 7 , Ni 5 c 9 Mn 24 , 7 Ga 24 ,4, Ni 5 5,2Mn 18 ,6Ga 26 , 2 , Ni 5116 Mn 247 Ga 2318 , Ni 52i7 Mn 23i9 Ga 23i 4, CoMnSb, CoNb 0i2 Mn 0i 8Sb, CoNbo ,4 Mn 0i6 SB, CoNb 0,6 Mn 0,4 Sb, Ni 50 Mn 35 Sn 15 , Ni 50 Mn 37 Sn 13 , MnFeP o,45 As o,55 , MnFeP o,47 As o,53 , Mn 111 Fe 019 Pc 4T ASc 53 , MnFeP 0i89 -χSi x Ge 0i11 , x = 0,22, x = 0,26, x = 0,30, X = 0,33.

Weiterhin geeignet sind Fe 90 Zr 10 , Fe 82 Mn 8 Zr 10 , Co 66 Nb 9 Cu 1 Si 12 B 12 , Pd 40 Ni 22i5 Fe 17l5 P 20 , FeMoSiBCuNb, Gd 70 Fe 30 , GdNiAI, NdFe 12 B 6 GdMn 2 .

Manganite des Perovskit-Typs sind beispielsweise La 0 6 Ca 04 MnO 3 , La 0 67 Ca 0 33 MnO 3 , La o,8 Ca o,2 Mn0 3 , La o,7 Ca o,3 Mn0 3 , LaC 958 LiC 025 TiC 1 MnC 9 O 3 , LaC 65 CaC 35 TiC 1 MnC 9 O 3 , La o,799 Nac 199 Mn0 2,97 , Lac 88 Na 0,099 Mnc 977 O 3 , Lac 877 Kc 096 Mnc 974 O 3 ,

La o,65 Src 35 Mnc 95 Cnc θ5 0 3 , La o,7 Nd o, -ι Na o,2 Mn0 3 , LaC 5 CaC 3 Sr 012 MnO 3 .

Auf Gd und Si basierende Verbindungen der allgemeinen Formel (V)

Gd 5 (Si x Ge 1-x ) 4

mit x Zahl von 0,2 bis 1 sind beispielsweise Gd 5 (Si o , 5 Ge o , 5 )4, Gd 5 (Si o ,4 25 Ge o , 575 )4, Gd 5 (Si o ,4 5 Ge o , 55 )4, Gd 5 (Sic 365 Ge o , 635 )4, Gd 5 (Si o , 3 Gec 7 ) 4 , Gd 5 (Sic 25 Ge o , 75 )4.

Seltenerden-Elemente enthaltende Verbindungen sind Tb 5 (Si 4-X Ge x ) mit x = O, 1 , 2, 3, 4 oder XTiGe mit X = Dy, Ho, Tm, beispielsweise Tb 5 Si 4 , Tb 5 (Si 3 Ge), Tb(Si 2 Ge 2 ), Tb 5 Ge 4 , DyTiGe, HoTiGe, TmTiGe. Auf Mn und Sb oder As basierende Verbindungen der allgemeinen Formeln (VIII) und (IX) haben bevorzugt die Bedeutungen z = 0,05 bis 0,3, Z = Cr, Cu, Ge, As, Co.

Die erfindungsgemäß eingesetzten thermomagnetischen Materialien können in beliebiger geeigneter Weise hergestellt werden.

Die Herstellung der thermomagnetischen Materialien erfolgt beispielsweise durch Festphasenumsetzung der Ausgangselemente oder Ausgangslegierungen für das Material in einer Kugelmühle, nachfolgendes Verpressen, Sintern und Tempern unter I- nertgasatmosphäre und nachfolgendes langsames Abkühlen auf Raumtemperatur. Ein derartiges Verfahren ist beispielsweise in J. Appl. Phys. 99, 2006, 08Q107 beschrieben. Auch eine Verarbeitung über das Schmelzspinnen ist möglich. Hierdurch ist eine homogenere Elementverteilung möglich, die zu einem verbesserten magnetokalorischen Effekt führt, vergleiche Rare Metals, Vol. 25, Oktober 2006, Seiten 544 bis 549. In dem dort beschriebenen Verfahren werden zunächst die Ausgangselemente in einer Argongas-Atmosphäre induktionsgeschmolzen und sodann in geschmolzenem Zustand über eine Düse auf eine sich drehende Kupferwalze gesprüht. Es folgt ein Sintern bei 1000 0 C und ein langsames Abkühlen auf Raumtemperatur. Ferner kann für die Herstellung auf WO 2004/068512 verwiesen werden.

Die nach diesen Verfahren erhaltenen Materialien zeigen häufig eine große thermische Hysterese. Beispielsweise werden in Verbindungen des Fe 2 P-Typs, die mit Germanium oder Silicium substituiert sind, große Werte für die thermische Hysterese in einem gro- ßen Bereich von 10 K oder mehr beobachtet.

Bevorzugt ist daher ein Verfahren zur Herstellung der thermomagnetischen Materialien, umfassend die folgenden Schritte: a) Umsetzung von chemischen Elementen und/oder Legierungen in einer Stöchio- metrie, die dem metallbasierten Material entspricht, in der Fest- und/oder Flüssigphase, b) gegebenenfalls Überführen des Umsetzungsproduktes aus Stufe a) in einen Festkörper, c) Sintern und/oder Tempern des Festkörpers aus Stufe a) oder b), d) Abschrecken des gesinterten und/oder getemperten Festkörpers aus Stufe c) mit einer Abkühlgeschwindigkeit von mindestens 100 K/s.

Die thermische Hysterese kann signifikant vermindert werden und ein großer magneto- kalrischer Effekt kann erreicht werden, wenn die metallbasierten Materialien nach dem Sintern und/oder Tempern nicht langsam auf Umgebungstemperatur abgekühlt wer- den, sondern mit einer hohen Abkühlgeschwindigkeit abgeschreckt werden. Dabei beträgt die Abkühlgeschwindigkeit mindestens 100 K/s. Bevorzugt beträgt die Abkühlgeschwindigkeit 100 bis 10000 K/s, besonders bevorzugt 200 bis 1300 K/s. Speziell bevorzugt sind Abkühlgeschwindigkeiten von 300 bis 1000 K/s. Das Abschrecken kann dabei durch beliebige geeignete Kühlverfahren erreicht werden, beispielsweise durch Abschrecken des Festkörpers mit Wasser oder wasserhalti- gen Flüssigkeiten, beispielsweise gekühltem Wasser oder Eis/Wasser-Mischungen. Die Festkörper können beispielsweise in eisgekühltes Wasser fallengelassen werden. Es ist ferner möglich, die Festkörper mit untergekühlten Gasen wie flüssigem Stickstoff abzuschrecken. Weitere Verfahren zum Abschrecken sind dem Fachmann bekannt. Vorteilhaft ist dabei ein kontrolliertes und schnelles Abkühlen.

Die übrige Herstellung der thermomagnetischen Materialien ist weniger kritisch, solange im letzten Schritt das Abschrecken des gesinterten und/oder getemperten Festkörpers mit der erfindungsgemäßen Abkühlgeschwindigkeit erfolgt. Das Verfahren kann dabei auf die Herstellung beliebiger geeigneter thermomagnetischer Materialien für die magnetische Kühlung angewendet werden, wie sie vorstehend beschreiben sind.

In Schritt (a) des Verfahrens erfolgt die Umsetzung der Elemente und/oder Legierungen, die im späteren thermomagnetischen Material enthalten sind, in einer Stöchio- metrie, die dem thermomagnetischen Material entspricht, in der Fest- oder Flüssigphase.

Vorzugsweise wird die Umsetzung in Stufe a) durch gemeinsames Erhitzen der Elemente und/oder Legierungen in einem geschlossenen Behältnis oder in einem Extru- der, oder durch Festphasenumsetzung in einer Kugelmühle erfolgen. Besonders bevorzugt wird eine Festphasenumsetzung durchgeführt, die insbesondere in einer Kugelmühle erfolgt. Eine derartige Umsetzung ist prinzipiell bekannt, vergleiche die vorstehend aufgeführten Schriften. Dabei werden typischerweise Pulver der einzelnen Elemente oder Pulver von Legierungen aus zwei oder mehr der einzelnen Elemente, die im späteren thermomagnetischen Material vorliegen, in geeigneten Gewichtsanteilen pulverförmig vermischt. Falls notwendig, kann zusätzlich ein Mahlen des Gemisches erfolgen, um ein mikrokristallines Pulvergemisch zu erhalten. Dieses Pulvergemisch wird vorzugsweise in einer Kugelmühle aufgeheizt, was zu einer weiteren Verkleinerung wie auch guten Durchmischung und zu einer Festphasenreaktion im PuI- vergemisch führt. Alternativ werden die einzelnen Elemente in der gewählten Stöchio- metrie als Pulver vermischt und anschließend aufgeschmolzen.

Das gemeinsame Erhitzen in einem geschlossenen Behälter erlaubt die Fixierung flüchtiger Elemente und die Kontrolle der Stöchiometrie. Gerade bei Mitverwendung von Phosphor würde dieser in einem offenen System leicht verdampfen.

An die Umsetzung schließt sich ein Sintern und/oder Tempern des Festkörpers an, wobei ein oder mehrere Zwischenschritte vorgesehen sein können. Beispielsweise kann der in Stufe a) erhaltene Feststoff einer Formgebung unterzogen werden, bevor er gesintert und/oder getempert wird. Alternativ ist es möglich, den aus der Kugelmühle erhaltenen Feststoff einem Schmelzspinnverfahren zuzuführen. Schmelzspinnverfahren sind an sich bekannt und beispielsweise in Rare Metals, Vol. 25, Oktober 2006, Seiten 544 bis 549 wie auch in WO 2004/068512 beschrieben.

Dabei wird die in Stufe a) erhaltene Zusammensetzung geschmolzen und auf eine sich drehende kalte Metallwalze gesprüht. Dieses Sprühen kann mittels Überdruck vor der Sprühdüse oder Unterdruck hinter der Sprühdüse erreicht werden. Typischerweise wird eine sich drehende Kupfertrommel oder -walze verwendet, die zudem gegebenenfalls gekühlt werden kann. Die Kupfertrommel dreht sich bevorzugt mit einer Oberflächengeschwindigkeit von 10 bis 40 m/s, insbesondere 20 bis 30 m/s. Auf der Kupfertrommel wird die flüssige Zusammensetzung mit einer Geschwindigkeit von vorzugsweise 10 2 bis 10 7 K/s abgekühlt, besonders bevorzugt mit einer Geschwindigkeit von mindestens 10 4 K/s, insbesondere mit einer Geschwindigkeit von 0,5 bis 2 x 10 6 K/s.

Das Schmelzspinnen kann wie auch die Umsetzung in Stufe a) unter vermindertem Druck oder unter Inertgasatmosphäre durchgeführt werden.

Durch das Meltspinning wird eine hohe Verarbeitungsgeschwindigkeit erreicht, da das nachfolgende Sintern und Tempern verkürzt werden kann. Gerade im technischen Maßstab wird so die Herstellung der thermomagnetischen Materialien wesentlich wirtschaftlicher. Auch die Sprühtrocknung führt zu einer hohen Verarbeitungsgeschwindigkeit. Besonders bevorzugt wird das Schmelzespinnen (Meltspinning) durchgeführt. Alternativ kann in Stufe b) ein Sprühkühlen durchgeführt werden, bei dem eine Schmelze der Zusammensetzung aus Stufe a) in einen Sprühturm gesprüht wird. Der Sprühturm kann dabei beispielsweise zusätzlich gekühlt werden. In Sprühtürmen werden häufig Abkühlgeschwindigkeiten im Bereich von 10 3 bis 10 5 K/s, insbesondere etwa 10 4 K/s erreicht.

Das Sintern und/oder Tempern des Festkörpers erfolgt in Stufe c) vorzugsweise zunächst bei einer Temperatur im Bereich von 800 bis 1400 0 C zum Sintern und nachfolgend bei einer Temperatur im Bereich von 500 bis 750 0 C zum Tempern. Beispielsweise kann dann das Sintern bei einer Temperatur im Bereich von 500 bis 800 0 C erfol- gen. Für Formkörper/Festkörper erfolgt das Sintern besonders bevorzugt bei einer Temperatur im Bereich von 1000 bis 1300 0 C, insbesondere von 1 100 bis 1300 0 C. Das Tempern kann dann beispielsweise bei 600 bis 700 0 C erfolgen.

Das Sintern wird vorzugsweise für einen Zeitraum von 1 bis 50 Stunden, besonders bevorzugt 2 bis 20 Stunden, insbesondere 5 bis 15 Stunden durchgeführt. Das Tempern wird vorzugsweise für eine Zeit im Bereich von 10 bis 100 Stunden, besonders bevorzugt 10 bis 60 Stunden, insbesondere 30 bis 50 Stunden durchgeführt. Die exakten Zeiträume können dabei je nach Material den praktischen Anforderungen ange- passt werden. Bei Einsatz des Schmelzspinnverfahrens kann der Zeitraum für ein Sintern oder Tempern stark verkürzt werden, beispielsweise auf Zeiträume von 5 Minuten bis 5 Stunden, bevorzugt 10 Minuten bis 1 Stunde. Im Vergleich zu den sonst üblichen Werten von 10 Stunden für das Sintern und 50 Stunden für das Tempern resultiert ein extremer Zeitvorteil.

Durch das Sintern/Tempern kommt es zu einem Anschmelzen der Korngrenzen, so dass sich das Material weiter verdichtet.

Durch das Schmelzen und schnelle Abkühlen in Stufe b) kann damit die Zeitdauer für Stufe c) erheblich vermindert werden. Dies ermöglicht auch eine kontinuierliche Herstellung der thermomagnetischen Materialien.

Das Verpressen kann beispielsweise als kaltes Verpressen oder als Heißverpressen durchgeführt werden. An das Verpressen kann sich das bereits beschriebene Sinter- verfahren anschließen.

Beim Sinterverfahren oder Sintermetallverfahren werden die Pulver des thermomagnetischen Materials zunächst in die gewünschte Form des Formkörpers gebracht, und sodann durch Sintern miteinander verbunden, wodurch der gewünschte Formkörper erhalten wird. Das Sintern kann ebenfalls wie vorstehend beschrieben durchgeführt werden.

Ferner ist es erfindungsgemäß möglich, das Pulver des thermomagnetischen Materials in ein polymeres Bindemittel einzubringen, die resultierende thermoplastische Form- masse einer Formgebung zu unterziehen, das Bindemittel zu entfernen und den resultierenden Grünkörper zu sintern. Es ist auch möglich, das Pulver des thermomagnetischen Materials mit einem polymeren Bindemittel zu beschichten und durch Verpressen, gegebenenfalls unter Wärmebehandlung, einer Formgebung zu unterziehen. Es können erfindungsgemäß dabei beliebige geeignete organische Bindemittel eingesetzt werden, die als Bindemittel für thermomagnetische Materialien einsetzbar sind. Dabei handelt es sich insbesondere um oligomere oder polymere Systeme, jedoch können auch niedermolekulare organische Verbindungen wie beispielsweise Zucker eingesetzt werden. Das thermomagnetische Pulver wird mit einem der geeigneten organischen Bindemittel vermischt und in eine Form gefüllt. Dies kann beispielsweise durch Gießen oder Spritzgießen oder durch Extrusion erfolgen. Sodann wird das Polymer katalytisch oder thermisch entfernt und soweit gesintert, dass ein poröser Körper mit Monolith-Struktur gebildet wird.

Auch eine Heißextrusion oder ein Metallspritzguss (MIM) des thermomagnetischen Materials ist möglich, ebenso wie ein Aufbau aus dünnen Blechen, die durch Walzverfahren zugänglich sind. Beim Spritzgießen weisen die Kanäle im Monolithen eine koni- sehe Form auf, um die Gusskörper aus der Form entfernen zu können. Beim Aufbau aus Blechen können alle Kanalwandungen parallel verlaufen.

Die jeweiligen Verfahren werden so gesteuert, dass Wärmetauscherbetten resultieren, die eine geeignete Kombination aus hoher Wärmeübertragung, geringem Durchfluss- widerstand und hoher magnetokalorischer Dichte aufweisen. Bevorzugt ist dabei ein optimales Verhältnis von hoher magnetokalorischer Dichte und ausreichender Porosität, so dass eine effiziente Wärmeabführung bzw. ein effizienter Wärmetausch gewährleistet sind. Anders ausgedrückt zeigen die erfindungsgemäßen Formkörper ein hohes Verhältnis von Oberfläche zu Volumen. Durch die große Oberfläche ist es möglich, große Wärmemengen aus dem Material herauszutransportieren und in ein Wärmeüberträgermedium einzubringen. Die Struktur sollte mechanisch stabil sein, um den mechanischen Belastungen durch ein fluides Kühlmedium gewachsen zu sein. Zudem sollte der Fließwiderstand so gering sein, dass nur ein geringer Druckabfall durch das poröse Material resultiert. Das magnetische Feldvolumen sollte vorzugsweise minimiert werden.

Stapel von Wärmetauscherbetten oder Monolithen können durch entsprechende Zwischenlagen gegeneinander thermisch isoliert werden, z. B. durch Kohlenstoffsiebe. Hierdurch werden Wärmeverluste durch Wärmeleitung im Material verhindert. Durch entsprechende Auslegung können die Zwischenlagen auch zur gleichmäßigen Verteilung des Wärmetauschermediums dienen.

Die erfindungsgemäß erhaltenen Wärmetauscherbetten werden bevorzugt in Kühlschränken, Klimaanlagen, Wärmepumpen bzw. Wärmetauschern oder in der Stromer- zeugung durch direkte Umwandlung von Wärme verwendet. Dabei sollten die Materialien einen großen magnetokalorischen Effekt in einem Temperaturintervall zwischen - 100 0 C und +150 0 C zeigen. Die Wärmeübergangsrate limitiert die Zyklusgeschwindigkeit und hat damit einem großen Einfluss auf die Leistungsdichte.

Bei der Stromgewinnung ist um das thermomagnetische Material eine Spule aus einem elektrisch leitfähigen Material angeordnet. In dieser Spule wird durch Veränderung des Magnetfeldes bzw. der Magnetisierung ein Strom induziert, der zur Verrichtung von elektrischer Arbeit verwendet werden kann. Vorzugsweise werden dabei die Spulengeometrie und die Geometrie des thermomagnetischen Materials so gewählt, dass eine möglichst hohe Energieausbeute mit einem möglichst geringen Druckverlust resultiert. Die Spulenwindungsdichte (Windungen/Länge), die Spulenlänge, der Ladungswiderstand und die Temperaturveränderung des thermomagnetischen Materials sind wichtige Einflussgrößen für die Energieausbeute.

Das thermomagnetische Material befindet sich in einem äußeren Magnetfeld. Dieses Magnetfeld kann durch Permanentmagnete oder Elektromagnete erzeugt werden. Elektromagnete können herkömmliche Elektromagnete oder supraleitende Magnete sein.

Vorzugsweise ist der thermomagnetische Generator so ausgelegt, dass die Wärme- energie aus der Geothermie oder aus der Abwärme industrieller Prozesse oder aus Solarenergie oder Sonnenkollektoren, z. B. in der Photovoltaik umgewandelt werden kann. Gerade in Regionen mit geothermischer Aktivität erlaubt der erfindungsgemäße thermomagnetische Generator eine einfache Stromerzeugung unter Ausnutzung der Erdwärme. In industriellen Prozessen fällt häufig Prozesswärme oder Abwärme an, die üblicherweise in die Umgebung abgeleitet und nicht weiter genutzt wird. Auch Abwässer weisen häufig eine höhere Temperatur beim Austritt als beim Eintritt auf. Gleiches gilt für Kühlwasser. Damit erlaubt der thermomagnetische Generator die Gewinnung von elektrischer Energie aus Abwärme, die ansonsten verloren geht. Dadurch, dass der thermomagnetische Generator im Bereich der Raumtemperatur betrieben werden kann, ist es möglich, diese Abwärmen zu nutzen und in elektrische Energie umzuwandeln. Die Energieumwandlung erfolgt dabei vorzugsweise bei Temperaturen im Bereich von 20 bis 150 0 C, besonders bevorzugt bei Temperaturen im Bereich von 40 bis 120 0 C. In (konzentrierten) Photovoltaikanlagen werden häufig hohe Temperaturen erreicht, so dass gekühlt werden muss. Diese abzuführende Wärme kann erfindungsgemäß in Strom ungewandelt werden.

Zur Stromerzeugung wird das thermomagnetische Material abwechselnd mit einem warmen Reservoir und einem kalten Reservoir kontaktiert und damit einem Aufwärm- und Abkühlungszyklus unterworfen. Die Zykluszeit wird dabei nach den jeweiligen technischen Voraussetzungen gewählt.

Die nachfolgenden Beispiele beschreiben die Herstellung für die erfindungsgemäße Anwendung geeigneter thermomagnetischer Materialien und die Auslegung von Monolithen und Katalysatorbetten.

Beispiele

Beispiel 1

Evakuierte Quarzampullen, die gepresste Proben von MnFePGe enthielten, wurden für 10 Stunden bei 1100 0 C gehalten, um das Pulver zu sintern. Auf dieses Sintern folgte ein Tempern bei 650 0 C für 60 Stunden, um eine Homogenisierung herbeizuführen. Anstelle eines langsamen Abkühlens im Ofen auf Raumtemperatur wurden die Proben jedoch sofort in Wasser bei Raumtemperatur gequencht. Das Quenchen in Wasser verursachte einen gewissen Grad von Oxidation an den Probenoberflächen. Die äußere oxidierte Schale wurde durch Ätzen mit verdünnter Säure entfernt. Die XRD-Muster zeigen, dass alle Proben in einer Struktur des Fe 2 P-Typs kristallisieren.

Folgende Zusammensetzungen wurden dabei erhalten:

Mn 1:1 Feo,9Po,8iGeo,i9; und Mn 1 2 Feo,8Po,8iGeo,i9. Die beobachteten Werte für die thermische Hysterese sind für diese Proben in der angegebenen Reihenfolge 7 K, 5 K, 2 K und 3 K. Gegenüber einer langsam abgekühlten Probe war die eine thermische Hysterese von mehr als 10 K aufweist, konnte die thermische Hysterese stark vermindert werden. Die thermische Hysterese wurde dabei in einem Magnetfeld von 0,5 Tesla bestimmt.

Die Curie-Temperatur kann durch Variation des Mn/Fe-Verhältnisses und der GeKonzentration eingestellt werden, ebenso der Wert für die thermische Hysterese. Die Änderung der magnetischen Entropie, berechnet aus der Gleichstrommagnetisierung unter Verwendung der Maxwell-Beziehung beträgt für eine maximale Feldänderung von 0 bis 2 Tesla für die ersten drei Proben 14 J/kgK, 20 J/kgK bzw. 12,7 J/kgK.

Die Curie-Temperatur und die thermische Hysterese nehmen mit zunehmendem Mn/Fe-Verhältnis ab. Im Ergebnis zeigen die MnFePGe-Verbindungen relativ große MCE-Werte in niedrigem Feld. Die thermische Hysterese dieser Materialien ist sehr klein. Beispiel 2

Schmelzspinnen von MnFeP(GeSb)

Die polykristallinen MnFeP(Ge, Sb)-Legierungen wurden zunächst in einer Kugelmühle mit hohem Energie-Eintrag und durch Festphasenreaktionsverfahren hergestellt, wie sie in WO 2004/068512 und J. Appl. Phys. 99,08 Q107 (2006) beschrieben sind. Die Materialstücke wurden sodann in ein Quarzrohr mit einer Düse gegeben. Die Kammer wurde auf ein Vakuum von 10 "2 mbar evakuiert und anschließend mit Argongas hoher Reinheit gefüllt. Die Proben wurden durch Hochfrequenz geschmolzen und durch die Düse versprüht aufgrund einer Druckdifferenz zu einer Kammer mit einer rotierenden Kupfertrommel. Die Oberflächengeschwindigkeit des Kupferrades konnte eingestellt werden, und Abkühlgeschwindigkeiten von etwa 10 5 K/s wurden erreicht. Anschließend wurden die gesponnenen Bänder bei 900 0 C für eine Stunde getempert.

Aus der Röntgendiffraktometrie geht hervor, dass alle Proben im hexagonalen Fβ 2 P- Strukturmuster kristallisieren. Im Unterschied zu nicht nach dem Schmelzspinnverfahren hergestellten Proben, wurde keine kleinere Verunreinigungsphase von MnO beobachtet.

Die erhaltenen Werte für die Curie-Temperatur, die Hysterese und die Entropie wurden für unterschiedliche Umfangsgeschwindigkeiten beim Schmelzspinnen bestimmt. Die Ergebnisse sind in den nachstehenden Tabellen 1 und 2 aufgeführt. Jeweils wurden geringe Hysterese-Temperaturen bestimmt.

Tabelle 1 :

Tabelle 2

Beispiel 3

Ein einfacher magnetokalorischer Regenerator, aufgebaut aus einem gepackten oder strukturierten Bett einer Kaskade von magnetokalorischen Materialien, einer Magnetanordnung und einem Wärmetransferfluid wurde mit den folgenden Ergebnissen untersucht: 1. Für vorgegebene Betriebsbedingungen:

Es ist ersichtlich, dass Kugeln mit 0,3 mm Durchmesser und der Monolith gute Wärmetransferleistungen ergeben, wobei nur geringe Druckverluste auftraten (insbesondere im Monolithen).

2. Für Betrieb bei unterschiedlichen Frequenzen (wobei alle anderen Betriebsbedingungen gleich bleiben):

In der nachstehenden Tabelle ist die Nettoleistung (das ist die Kühlleistung minus der Leistung, die für das Pumpen des Wärmetransferfluids benötigt wird) bei unterschiedlichen Betriebsfrequenzen aufgeführt:

Bemerkung: 0 * bedeutet, dass die für das Pumpen des Fluids erforderliche Leistung größer ist als die gewonnene Kühlleistung.