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Title:
HEAT RESERVOIR ELEMENT FOR DECENTRALISED VENTILATION SYSTEMS COMPRISING AXIAL FANS, HEAT RESERVOIR ARRANGEMENT AND DECENTRALISED VENTILATION SYSTEM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/233775
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a heat reservoir element (30) for decentralised ventilation systems, said element being designed to be arranged in a wall passage that receives a ventilation device and defines a longitudinal axis. One end face of the heat reservoir element (30) adjoins a reversibly controllable axial fan (50) and the other end face adjoins a ceramic secondary heat reservoir element (52). The heat reservoir element (30) has simultaneously flow homogenising and heat storage characteristics, thus allowing a reduction in the axial installation length of a ventilation device containing said heat reservoir element (30).

Inventors:
SCHMITZ, Oliver (Krahnendonk 127, Mönchengladbach, 41066, DE)
Application Number:
DE2018/100581
Publication Date:
December 27, 2018
Filing Date:
June 21, 2018
Export Citation:
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Assignee:
SCHMITZ, Oliver (Krahnendonk 127, Mönchengladbach, 41066, DE)
International Classes:
F28D17/02; F04D19/00; F04D29/54; F24F7/013; F24F12/00; F28D1/02; F28D20/00; F28D21/00; F28F9/02; F24F13/20
Foreign References:
DE102015103594B32016-03-31
DE102012109542A12014-04-10
US20060257251A12006-11-16
US20050186070A12005-08-25
EP3168544A12017-05-17
DE4104423A11992-08-20
DE29904161U11999-05-20
US4879880A1989-11-14
DE1052624B1959-03-12
Attorney, Agent or Firm:
BONSMANN, Joachim (BONSMANN · BONSMANN · FRANK Patentanwälte, Kaldenkirchener Str. 35a, Mönchengladbach, 41063, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1 . Wärmespeicherelement (30) für dezentrale Raumbelüftungsanlagen, das zur Anordnung in einem eine Raumbelüftungseinrichtung aufnehmenden,

5 eine Längsachse definierenden Wanddurchlass ausgebildet ist, und zwar zur Anordnung an einer Stirnseite angrenzend an einen reversierbar ansteuerbaren Axiallüfter (50) und an der anderen Stirnseite optional angrenzend oder optional verbunden mit einem Sekundärwärmespeicherele- ment(52),

i o dadurch gekennzeichnet, dass

das Wärmespeicherelement (30) Strömungsleitelemente mit Strömungsleitflächen aufweist, die eine Mehrzahl von Strömungskanälen ausbilden, wobei die Strömungsleitflächen nicht sämtlich parallel, sondern wenigstens zum Teil schräg zur Längsachse ausgerichtet sind, und

15 dass das Wärmespeicherelement (30) ganz oder teilweise aus einem Material gebildet ist und/oder derart konstruktiv ausgebildet ist, dass das Wärmespeicherelement (30) eine erhöhte Wärmespeicherfähigkeit aufweist.

2. Wärmespeicherelement (30) nach Anspruch 1 ,

20 dadurch gekennzeichnet, dass die erhöhte Wärmespeicherfähigkeit des Wärmespeicherelements (30) durch ein oder mehrere der folgenden Maßnahmen erreicht wird: a) wenigstens teilweise Verwendung eines modifizierten Kunststoffes mit erhöhter Wärmespeicherzahl und/oder erhöhter Wärmeleitfähig-

25 keit; und/oder b) Erhöhung des stirnseitigen Bedeckungsgrades durch die Strömungsleitelemente und/oder Vergrößerung der Anzahl der Strömungskanäle.

3. Wärmespeicherelement (30) nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet, dass die erhöhte Wärmespeicherfähigkeit des Wärmespeicherelements (30) durch ein oder mehrere der folgenden Maßnahmen erreicht wird: a) wenigstens teilweise Verwendung eines modifizierten Kunststoffes mit erhöhter Wärmespeicherzahl, wobei die Wärmespeicherzahl oberhalb von 13 105 J/(K*m3), vorzugsweise oberhalb von

20 105 J/(K*m3), liegt, und/oder mit erhöhter Wärmeleitfähigkeit, wobei die Wärmeleitfähigkeit bei oder oberhalb von 1 .0 W/(K*m), vorzugsweise bei oder oberhalb von 2.0 W/(K*m) liegt; und/oder b) Erhöhung des Bedeckungsgrades durch die Strömungsleitelemente, wobei der Bedeckungsgrad der dem Lüfter zugewandten Einlassfläche des Wärmeleitelements durch die Strömungsleitelemente 30% oder mehr beträgt, und/oder Erhöhung der Anzahl der Strömungskanäle, vorzugsweise auf mehr als 100 Einzelkanäle und/oder auf eine Anzahl von Strömungskanälen, die wenigstens 30% der Anzahl der Strömungskanäle beträgt, die ein nachgeschaltetes Sekundärwärmespeicherelement (52) aufweist.

4. Wärmespeicherelement (30) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Wärmespeicherelement (30) eine von einem Außenring (32) gebildete zylindrische, an den Wanddurchlass angepasste Grundform aufweist, wobei innerhalb des Außenrings (32) ein oder mehrere konzentrische Ringe (34) angeordnet sind, die zusammen mit radial verlaufenden Trennspeichen (38) eine Mehrzahl von Strömungskanälen bilden.

5. Wärmespeicherelement (30) nach Anspruch 4,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Anzahl der Trennspeichen (38) entlang des Umfangs zwischen zwei konzentrischen Ringen (34) nach außen hin entweder gleichbleibt oder zu- 5 nimmt, vorzugsweise ausgehend von einem Wert von wenigstens zwanzig

Trennspeichen (38) entlang des Umfanges zwischen innerstem und zweitinnersten konzentrischen Ring (34).

6. Wärmespeicherelement nach Anspruch 4 oder 5,

i o dadurch gekennzeichnet, dass

die Strömungskanäle in einem zentralen Bereich (36) derart divergierend ausgebildet sind, dass diese einen auf der lüfterabgewandten Seite zentral im Bereich der Projektion einer Lüfternabe ein- oder ausströmenden Luftstrom lüfterseitig radial nach außen lenken.

15

7. Wärmespeicherelement (30) nach einem der Ansprüche 4 bis 6,

dadurch gekennzeichnet, dass

die durch die Stirnkanten der Trennspeichen (38) und der konzentrischen Ringe (34) lüfterseitig gebildete Einhüllende - ausgenommen den Außen- 20 ring (32) und ausgenommen den zentralen Bereich (36) im Bereich der Projektion einer Lüfternabe - im Wesentlichen konvex ausgebildet ist.

8. Wärmespeicherelement (30) nach einem der Ansprüche 4 bis 7,

dadurch gekennzeichnet, dass

25 die Strömungskanäle auf der lüfterabgewandten Seite des Wärmespeicherelements (30) zu einem optionalen Sekundärwärmespeicherelement (52) hin unter Bildung eines Freiraumes (44) hinter die axiale Erstre- ckung des Außenrings (32) zurückspringen.

9. Wärmespeicheranordnung (56) für dezentrale Raumbelüftungsanlagen, dadurch gekennzeichnet, dass

die Wärmespeicheranordnung (56) ein Wärmespeicherelement (30) nach einem der vorhergehenden Ansprüche aufweist, das mit einem Sekundär- Wärmespeicherelement (52) mit im Wesentlichen parallel zur Längsachse verlaufenden Strömungskanälen gekoppelt ist.

10. Wärmespeicheranordnung (56) nach Anspruch 9,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Wärmespeicherelement (30) im Wesentlichen aus einem modifizierten

Kunststoff hergestellt ist und das Sekundärwärmespeicherelement (52) aus einem im Wesentlichen keramischen Material hergestellt ist.

1 1 . Wärmespeicheranordnung nach Anspruch 9 oder 10,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Wärmespeicherelement (30) und das Sekundärwärmespeicherelement (52) unmittelbar hintereinander angeordnet sind und durch ein lösbares Kopplungselement verbunden sind.

12. Wärmespeicheranordnung (56) nach einem der Ansprüche 9 bis 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass

eine erhöhte Wärmespeicherfähigkeit des Wärmespeicherelements (30) auf jeden Fall dann gegeben ist, wenn die Wärmespeicheranordnung (56) mit Wärmespeicherelement (30) und Sekundärwärmespeicherelement (56) bei 7 °C Außenlufttemperatur und 20 °C Innenlufttemperatur sowie optimierter Lüfterdrehzahl und Zykluszeit näherungsweise dieselbe Wärmespeicherfähigkeit wie eine Wärmespeicheranordnung ohne Berücksichtigung des Wärmespeicherelements nur mit einem axial verlängerten Sekundärwärmespeicherelement bei im Wesentlichen gleichen Anströmverhältnissen des Sekundärwärmespeicherelements aufweist, wobei die hierfür erforderliche axiale Verlängerung des Sekundärwärmespeicherelements 30% oder mehr der axialen Erstreckung des Wärmespeicherelements beträgt.

13. Wärmespeicheranordnung (56) für dezentrale Raumbelüftungsanlagen, die zur Anordnung in einem eine Raumbelüftungseinrichtung aufnehmenden, eine Längsachse definierenden Wanddurchlass ausgebildet ist, und zwar zur Anordnung an einer Stirnseite angrenzend an einen reversierbar ansteuerbaren Axiallüfter (50),

dadurch gekennzeichnet, dass

die Wärmespeicheranordnung (56) aufweist:

ein Wärmespeicherelement (30), welches Strömungsleitelemente mit Strömungsleitflächen aufweist, die eine Mehrzahl von Strömungskanälen ausbilden, wobei die Strömungsleitflächen nicht sämtlich parallel, sondern wenigstens zum Teil schräg zur Längsachse ausgerichtet sind,

insbesondere ein Wärmespeicherelement (30) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, sowie ein Sekundärwärmespeicherelement (52) mit im Wesentlichen parallel zur Längsachse verlaufenden Strömungskanälen,

wobei Wärmespeicherelement (30) und Sekundärwärmespeicherelement (52) zu einer gemeinsamen Einheit ohne Abstand zwischen den beiden Elementen, gekoppelt sind, wobei die Kopplung ggf. demontierbar ausgebildet ist.

14. Dezentrale Raumbelüftungseinrichtung,

dadurch gekennzeichnet, dass

diese eine Wärmespeicherelement (30) nach einem der Ansprüche 1 bis 8 oder eine Wärmespeicheranordnung (56) nach einem der Ansprüche Anspruch 9 bis 13 sowie wenigstens einen reversierbaren Axiallüfter (50) aufweist, der angrenzend an die Lüfterseite des Wärmespeicherelements (30) angeordnet ist.

Description:
Wärmespeicherelement für dezentrale Raumbelüftungsanlagen mit Axiallüfter, Wärmespeicheranordnung sowie dezentrale Raumbelüftungsanlage

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Wärmespeicherelement für dezentrale Raumbelüftungsanlagen, das zur Anordnung in einem eine Raumbelüftungseinrichtung aufnehmenden, eine Längsachse definierenden Wanddurchlass ausgebildet ist, und zwar zur Anordnung an einer Stirnseite angrenzend an einen rever- sierbar ansteuerbaren Axiallüfter und an der anderen Stirnseite optional angrenzend oder optional verbunden mit einem Sekundärwärmespeicherelement.

Dezentrale Raumbelüftungsanlagen (auch als dezentrale Wohnraumbelüftungsanlagen bezeichnet, wenngleich die Anwendung nicht auf Wohnräume beschränkt ist) zeichnen sich durch mehrere in Außenwanddurchlässen angeordnete dezentrale Raumbelüftungseinheiten aus, die von einem gemeinsamen Steuergerät gesteuert werden. Dezentrale Anlagen weisen gegenüber zentralen Raumbelüftungsanlagen bekanntermaßen erhebliche Vorteile hinsichtlich Erstellungs- und Wartungsaufwand (vor allem unter Hygieneaspekten) auf.

Um eine wünschenswerte und gemäß aktuellem Baurecht auch vorgegebene energetische Effizienz zu gewährleisten, weisen bekannte Raumbelüftungsanlagen eine Wärmerückgewinnung mit in den Wanddurchlässen angeordneten Wärmespeichern auf, die von einem reversierbaren Lüfter zwangsdurchstromt werden. Bei einem Lüfterbetrieb mit Förderrichtung von Innen nach Außen wärmt (unter Annahme eines sog. Winterbetriebs) die abgeführte wärmere Raumluft das Wärmespeicherelement auf. Die gespeicherte Wärme wird dann bei umgekehrter Förderrichtung von außen nach innen wieder abgegeben. Die Zykluszeit bis zur Umkehr der Förderrichtung wird so bemessen, dass diese an die Speicherfähigkeit des Wärmespeichers angepasst ist und liegt typischerweise in der Größenordnung von 30 bis 120 s. Weiterhin werden in bekannter Weise jeweils zwei über die Innenräume in Strömungsverbindung stehende Lüftungseinheiten jeweils alternie- rend mit umgekehrter Strömungsrichtung betrieben, um einen definierten Luftaustausch durch das Objekt zu gewährleisten.

Die mögliche Baulänge dezentraler Raumbelüftungseinheiten wird durch die Längserstreckung des Außenwanddurchlasses bestimmt und ist damit von der Stärke der Außenwände einschließlich Außen- und Innenputz sowie Isolierung abhängig. Selbstverständlich wird die Außenwandstärke im Rahmen der energetischen Anforderungen unter Kosten- und Materialeinsatzaspekten möglichst gering gehalten. Ein Problem bei dezentralen Raumbelüftungsanlagen besteht dement- sprechend darin, in der jeweils verfügbaren Außenwandstärke neben dem Lüfter, Filtern sowie weiteren Elementen ein ausreichend groß dimensioniertes Wärmespeicherelement unterzubringen und diese Elemente dabei auch strömungseffizient miteinander zu koppeln. Dabei stellt eine strömungseffiziente Kopplung insbesondere zwischen Wärmespeicher und den üblicherweise verwendeten Axiallüftern keine triviale technische Aufgabe dar. Bei dezentralen Wohnraumbelüftungsanlagen werden meist Wärmespeicher aus einem keramischen Material mit parallel zur Längsachse des Wanddurchlasses verlaufenden Strömungskanälen eingesetzt, d.h., die Geometrie der Wärmespeicherelemente ist im Wesentlichen invariant bezüglich der Längsachse. Eine andere Geometrie der Strömungskanäle wäre bei keramischen Elementen produktionstechnisch schwierig zu verwirklichen. Keramik zeichnet sich durch gute Wärmespeichereigenschaften sowie gute Hygieneeigenschaften (Reinigungsmöglichkeit prinzipiell in der Spülmaschine) bei einem adäquaten PreisVLeistungsver- hältnis aus.

Jedoch ist die strömungstechnische Anbindung eines derartigen Wärmespeichers mit achsenparallelen Strömungskanälen an einen üblicherweise verwendeten Axiallüfter oder Axialventilator mit Problemen behaftet, insbesondere für den Fall, dass der Lüfter die Luft in Richtung des Wärmespeichers fördert. In diesem Falle kann bei unmittelbar benachbartem Lüfter und Wärmespeicher die durch den Lüfter eingebrachte Drallkomponente der Luftsäulenbewegung im Nahbereich zu starker Verwirbelung im Eingangsbereich der parallelen Strömungskanäle führen, was die Strömungsverluste und auch unerwünschte Strömungsgeräusche erhöht.

Zudem weist ein Axiallüfter bauartbedingt durch die zentrale Nabe mit dem An- 5 triebmotor eine sog. strömungstechnische Totzone auf. Ein unmittelbar dahinter angeordneter Wärmespeicher wird daher in der Mitte - auf Höhe der Projektion der Lüfternabe - schwach bis gar nicht durchströmt. Außerdem ist es häufig so, dass der Förderdurchmesser eines Axiallüfters (also im Wesentlichen der Durchmesser der Lüfterflügel) geringer ist als der durchströmbare Durchmesser des i o Wärmespeichers, weshalb die randseitigen Bereiche des Wärmespeichers ebenfalls schwächer durchströmt sein können.

Eine derartige inhomogene Strömungsverteilung führt zum einen zu einer suboptimalen Ausnutzung der Wärmespeicherkapazität. Da sich bei inhomogener Strö-

15 mungsverteilung die Strömungsgeschwindigkeiten im äußeren Bereich erhöhen, die Druckverluste jedoch wenigstens quadratisch von der Strömungsgeschwindigkeit abhängen, sinkt bei Inhomogenitäten außerdem die Förderleistung, bzw. muss die Lüfterdrehzahl zum Erreichen einer vergleichbaren Förderleistung angehoben werden, was unter Energie- und Geräuschaspekten negativ ist und letztlich

20 zur Bereitstellung vorgegebener Luftförderleistungen ggf. einen stärker dimensionierten Lüfter erfordern kann.

Vor diesem Hintergrund ist es bereits bekannt, entweder bewusst einen größeren Abstand zwischen Lüfter und Wärmespeicher zu belassen, so dass der Eingang 25 des Wärmespeichers aus dem Nahfeld des Lüfters rückt.

Alternativ sind auch sog. Strömungsgleichrichter bekannt, d.h. zwischen Lüfter und Wärmespeicher angeordnete strömungsleitende Strukturen, die durch gezielte Umlenkung die Drallkomponenten der Strömung zu reduzieren und den Luftstrom 30 aus der zentralen Totzone in die umliegenden Bereiche umleiten sollen und so eine gewisse Homogenisierung der auf den Wärmespeicher auftreffenden Strömung ermöglichen. Ein nicht spezifisch für die Anwendung bei dezentralen Lüftungsanlagen konzipierter Strömungsgleichrichter ist beispielsweise in der DE 1 052 624 A1 beschrieben.

Ein vereinfachtes Schema eines auf dem Markt befindlichen Strömungsgleichrich- ters für die Anwendung innerhalb einer dezentralen Wohnraumbelüftungsanlage ist in den Figuren 3a (schematische Draufsicht auf den Strömungsgleichrichter) und Figur 3b (schematische Darstellung einer Belüftungsanlage mit Strömungsgleichrichter) dargestellt. Der insgesamt mit 10 bezeichnete bekannte Strömungsgleichrichter besteht gemäß Figur 3a aus einem Außenring 12 und mehreren (im Beispiel zwei) weiteren konzentrischen Ringe 14, die relativ nahe beieinander liegen. Die Ringe 14 können (in Figur 3a und b nicht dargestellt) sich in der Richtung senkrecht zur Zeichnungsebene von Figur 3a zum Wärmespeicher hin verjüngen und somit letztlich die Form von Kegelabschnitten aufweisen, wodurch der Luftstrom auf den Zentralbereich des Wärmespeichers gerichtet werden soll. Zwischen dem Außenring 12 und den konzentrischen Ringen 14 sind Trennspeichen 16 angeordnet, die sich bis zu einem zentralen Nabenelement 18 erstrecken. Das Nabenelement 18 bildet eine den Außenring 12 überragende Kalotte als Kompensationsmaßnahme für die Totzone im Bereich der Lüfternabe aus. Die Trennspeichen 16 liegen als weitere Kompensationsmaßnahme für den Lüfterdrall nicht auf einem Radius, sondern sind schräg angeordnet und gehen mehr oder weniger tangential aus dem Nabenelement 18 hervor. In Figur 3a sind vier Trennspeichen dargestellt, bei einem kommerziell vertriebenen Strömungsgleichrichter sind dagegen acht Trenn- Speichen vorgesehen.

Die Figur 3b zeigt einen derartigen Strömungsgleichrichter 10 in einem Wand- durchlass 24 (im Beispiel von Figur 3b befindet sich der Innenraum links und der Außenraum rechts) in Zusammenwirkung mit einem keramischen Wärmespei- eher 22, wobei direkt angrenzend an den Strömungsgleichrichter ein Axiallüfter 20 vorgesehen ist. Zwischen Strömungsgleichrichter 10 und Wärmespeicher 22 ist ein signifikanter Leerraum 26 ausgespart, der ebenfalls der Homogenisierung der Strömungsverhältnisse und dem Abbau einer vorhandenen Drallkomponente aus dem Nahfeld des Axiallüfters 20 dient.

Der Nachteil der vorstehend beschriebenen Anordnung oder einer Anordnung oh- ne Strömungsgleichrichter, sondern nur mit einem größeren Freiraum zwischen Axiallüfter und Wärmespeicher besteht darin, dass bei geringen zur Verfügung stehenden Wandstärken und damit begrenzten Einbautiefen nicht mehr ausreichend Platz für die erforderlichen Komponenten, insbesondere für einen ausreichend langen Wärmespeicher zur Verfügung stehen kann.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Wärmespeicher für ein dezentrales Raumbelüftungssystem mit Axiallüfter zu schaffen, der auch bei geringen zur Verfügung stehenden Wandstärken eine hohe Wärmerückgewinnung durch optimale Anströmung des Wärmespeichers bereitstellt.

Die Lösung der vorgenannten Aufgabe erfolgt mittels eines Wärmespeicherelementes mit den Merkmalen des Patentanspruches 1 sowie mittels einer Wärmespeicheranordnung mit den Merkmalen des Patentanspruches 9 sowie einer dezentralen Raumbelüftungseinrichtung mit den Merkmalen des Patentanspru- ches 14.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind jeweils in den abhängigen Patentansprüchen erläutert. Erfindungsgemäß wird ein Wärmespeicherelement für dezentrale Raumbelüftungsanlagen vorgeschlagen, wobei das Wärmespeicherelement zur Anordnung in einem eine Raumbelüftungseinrichtung aufnehmenden, eine Längsachse definierenden Wanddurchlass ausgebildet ist, und zwar vorzugsweise zur Anordnung an einer Stirnseite angrenzend an einen reversierbar ansteuerbaren Axiallüfter und an der anderen Stirnseite optional angrenzend oder optional verbunden mit einem Sekundärwärmespeicherelement. Dieses Wärmespeicherelement soll zum einen Strömungshomogenisierende Eigenschaften und gleichzeitig wärmespeichernde Eigenschaften aufweisen, wodurch die beiden Funktionen in einem Bauelement vereint werden können und dementsprechend die zur Verfügung stehende axiale Baulänge des Wanddurch- lasses optimal genutzt werden kann.

Insbesondere soll das Wärmespeicherelement Strömungsleitelemente mit Strömungsleitflächen aufweisen, die eine Mehrzahl von Strömungskanälen ausbilden, wobei die Strömungsleitflächen nicht sämtlich parallel, sondern wenigstens zum Teil schräg zur Längsachse ausgerichtet sind. Dies steht im Gegensatz zu üblichen Wärmespeichelementen aus Keramik, bei denen sich mit vertretbarem Aufwand in der Regel nur längsachsenparallele Kanäle realisieren lassen, durch die jedoch keine nennenswerte Strömungshomogenisierung aus dem Nahfeld eines Axiallüfters möglich ist.

Gleichzeitig soll das Wärmespeicherelement ganz oder teilweise aus einem Material gebildet und/oder derart konstruktiv ausgebildet sein, dass das Wärmespeicherelement eine erhöhte Wärmespeicherfähigkeit aufweist. In diesem Zusammenhang ist vor dem Hintergrund von einer "erhöhten Wärmespeicherfähigkeit" die Rede, dass auch bekannte Strömungsgleichrichteranordnungen notwendigerweise eine bestimmte, jedoch relativ geringe Wärmespeicherfähigkeit aufweisen. Zur näheren Bestimmung einer erhöhten Wärmespeicherfähigkeit werden im Folgenden verschiedene Kriterien und Maßnahmen erwähnt, wobei diese nicht kumulativ vorliegen bzw. angewendet werden müssen.

Eine Möglichkeit, eine erhöhte Wärmespeicherfähigkeit quantitativ zu fassen, be- steht darin, einen Strömungsgleichrichter mit vergleichbarer Strömungswirkung wie das erfindungsgemäße Wärmespeicherelement, der aber aus einem Standardkunststoff, z.B. einem hinsichtlich seiner Wärmespeicher- und Wärmeleitungseigenschaften unmodifizierten ASA- oder PVC-Kunststoff, gefertigt ist, zum Vergleich heranzuziehen; beispielsweise ein vorstehend anhand der Figuren 3a und 3b beschriebener Strömungsgleichrichter, der auf eine vergleichbare Strömungsbeeinflussung wie eine erfindungsgemäßes Wärmespeichelement ausgelegt wird, und bei dem nur das für die mechanische Stabilität erforderlichen Mate- rialmengen eingesetzt wurde.

Eine erhöhte Wärmespeicherfähigkeit kann hiervon ausgehend beispielsweise vorliegen, wenn die Wärmespeicherzahl (Wärmekapazität Dichte) des Wärmespeichelements insgesamt wenigstens 10% höher ist als die Wärmespeicherzahl des vergleichbaren Strömungsgleichrichters ohne Wärmespeicherfähigkeitserhöhung.

In einer bevorzugen Ausführungsform kann die erhöhte Wärmespeicherfähigkeit des Wärmespeicherelements durch ein oder mehrere der folgenden Maßnahmen erreicht werden: a) wenigstens teilweise Verwendung eines modifizierten Kunststoffes mit erhöhter Wärmespeicherzahl und/oder erhöhter Wärmeleitfähigkeit; und/oder b) Erhöhung des stirnseitigen Bedeckungsgrades durch die Strömungsleitelemente und/oder Vergrößerung der Anzahl der Strömungskanäle.

Bei der Maßnahme a) kann die Wärmespeicherzahl insbesondere oberhalb von 13 10 5 J/(K * m 3 ), vorzugsweise oberhalb von 20 10 5 J/(K * m 3 ), liegen und/oder die Wärmeleitfähigkeit oberhalb von 1 .0 W/(K * m), vorzugsweise oberhalb von 2.0 W/(K * m) liegen.

Neben der Materialwahl kann gemäß Maßnahme b) auch die Materialeinsatzmenge sowie das Ausmaß der angeströmten Kontaktflächen und damit die Möglichkeit zu einem Wärmetransfer zwischen Luft und Wärmespeicherelement über das ansonsten technisch Erforderliche erhöht werden.

Beispielsweise kann eine Erhöhung des sog. stirnseitigen Bedeckungsgrades durch die Strömungsleitelemente erfolgen, wobei der Bedeckungsgrad der dem Lüfter zugewandten Einlassfläche des Wärmeleitelements durch die Strömungsleitelemente 30 % oder mehr betragen sollte. Bei dem vorstehend genannten Bedeckungsgrad handelt es sich um den Anteil der durch die stirnseitigen Kanten der der Strömungskanäle in Anspruch genommenen Fläche bezogen auf die Gesamt- fläche der lüfterseitigen (stirnseitigen) Eintrittsfläche. Ein höherer Bedeckungsgrad hat zum einen größere Wärmeaustauschflächen zur Folge, zum anderen geht dieser mit höheren Wärmespeichermassen einher, wodurch eine Wärmespeicherung überhaupt erst möglich wird. Alternativ kann eine Erhöhung der Anzahl der Strömungskanäle erfolgen, vorzugsweise auf mehr als 100 Einzelkanäle, und/oder auf eine Anzahl von Strömungskanälen, die wenigstens 30% der Anzahl der Strömungskanäle beträgt, die ein nachgeschaltetes Sekundärwärmespeicherelement aufweist. Die vorstehenden Maßnahmen stellen lediglich Beispiele dar. Darüber hinaus könnte die Wärmespeicherfähigkeit durch weitere Maßnahmen, wie z.B. die Verwendung eines Materials mit besserer Wärmespeicherfähigkeit, bei dem es sich aber nicht um einen modifizierten Kunststoff handelt, erreicht werden, beispielsweise ein Metall oder ein mineralisches Material oder ein Mischmaterial, voraus- gesetzt, das Material lässt sich mit vertretbarem Aufwand in eine Strömungshomogenisierende Gestalt bringen.

In einer bevorzugten Ausgestaltung weist das Wärmespeicherelement eine von einem Außenring gebildete zylindrische, an den Wanddurchlass angepasste Grundform auf, wobei innerhalb des Außenrings ein oder mehrere konzentrische Ringe angeordnet sind, die zusammen mit radial verlaufenden Trennspeichen eine Mehrzahl von Strömungskanälen bilden.

Dabei kann die Anzahl der Trennspeichen entlang des Umfangs zwischen zwei konzentrischen Ringen nach außen hin entweder gleichbleiben oder zunehmen, vorzugsweise ausgehend von einem Wert von wenigstens zwanzig Trennspeichen entlang des Umfanges zwischen innerstem und zweitinnersten konzentrischen Ring. Durch eine tendenzielle Zunahme der Anzahl der Trennspeichen nach außen hin wird bewirkt, dass die ansonsten umfangsbedingte Abnahme der Grenzflächen der Strömungskanäle zur Gewährleistung eines gleichmäßigen Wärmetransfers kompensiert wird.

Weiterhin können die Strömungskanäle in einem zentralen Bereich derart divergierend ausgebildet sein, dass diese einen auf der lüfterabgewandten Seite zentral im Bereich der Projektion der Lüfternabe ein- oder ausströmenden Luftstrom lüf- terseitig radial nach außen lenken. Durch diese Maßnahme wird ein Ausgleich der durch die Lüfternabe bedingten Totzone und der damit verbundenen Inhomogenitäten angestrebt.

Hierzu kann es auch sinnvoll sein, auch die weiter außen liegenden Strömungska- näle divergierend auszubilden, wobei der Divergenzwinkel vorzugsweise nach radial außen hin abnehmend gestaltet werden kann.

Weiterhin kann in der bevorzugten Ausführungsform die durch die Stirnkanten der Trennspeichen und der konzentrischen Ringe lüfterseitig gebildete Einhüllende - ausgenommen den Außenring und ausgenommen den zentralen Bereich im Bereich der Projektion der Lüfternabe - im Wesentlichen konvex ausgebildet sein. Anders formuliert, weisen radial weiter außenliegende Bereiche einen größeren Abstand zum Lüfterventilator auf als weiter innenliegende. Mit dieser Maßnahme wird in den Außenbereichen ein größerer Freiraum geschaffen, der die dort hin- sichtlich der Geräuschbildung problematischere Bildung von Mikrowirbeln vermindert, während im Innenbereich der Luftstrom mit einem geringeren Freiraum gezielt durch die vorzugsweise divergierenden Kanäle nach außen hin umgeleitet wird; im Innenbereich stellt die Geräuschbildung aufgrund der geringeren Umfangsgeschwindigkeiten ein geringeres Problem dar.

In vorteilhafter Ausgestaltung können die Strömungskanäle auf der lüfterabgewandten Seite des Wärmespeicherelements zu einem optionalen Sekundärwär- mespeicherelement hin unter Bildung eines Freiraumes hinter die axiale Erstre- ckung des Außenrings zurückspringen.

Weiterhin wird im Rahmen der vorliegenden Erfindung eine Wärmespeicheranord- nung vorgeschlagen, die ein wie vorstehend beschriebenes Wärmespeicherelement aufweist, das mit einem Sekundärwärmespeicherelement mit im Wesentlichen parallel zur Längsachse verlaufenden Strömungskanälen gekoppelt ist.

Dabei ist das Wärmespeicherelement bevorzugt im Wesentlichen aus einem modi- fizierten Kunststoff und das Sekundärwärmespeicherelement ist bevorzugt aus einem keramischen Material hergestellt.

Weiterhin sind das Wärmespeicherelement und das Sekundärwärmespeicherelement bevorzugt unmittelbar hintereinander angeordnet und durch ein lösbares Kopplungselement verbunden.

Bei einer derartigen Wärmespeicheranordnung kann als alternative Definition der erhöhten Wärmespeicherfähigkeit die Wärmespeicherfähigkeit des Wärmespeicherelements und des Sekundärwärmespeichelements in eine Relation gesetzt werden: Eine erhöhte Wärmespeicherfähigkeit des Wärmespeicherelements wäre demnach auf jeden Fall dann gegeben, wenn die Wärmespeicheranordnung mit Wärmespeicherelement und Sekundärwärmespeicherelement bei 7 °C Außenlufttemperatur und 20 °C Innenlufttemperatur sowie optimierter Lüfterdrehzahl und Zykluszeit näherungsweise dieselbe Wärmespeicherfähigkeit wie eine Wärme- speicheranordnung ohne Berücksichtigung des Wärmespeicherelements nur mit einem axial verlängerten Sekundärwärmespeicherelement bei im Wesentlichen gleichen Anströmverhältnissen des Sekundärwärmespeicherelements aufweist, wobei die hierfür erforderliche axiale Verlängerung des Sekundärwärmespeicherelements 30% oder mehr der axialen Erstreckung des Wärmespeicherele- ments beträgt.

Das Wärmespeichelement muss somit grob gesagt bezogen auf seine axiale Erstreckung wenigstens so viel Wärmespeicherfähigkeit beisteuern können, wie sie ein Abschnitt von 30% dieser axialen Erstreckung des Sekundärwärmespeicherelements bei annähernd homogener Anströmung beizutragen vermag.

Weiterhin wird im Rahmen der Erfindung eine Wärmespeicheranordnung für de- zentrale Raumbelüftungsanlagen vorgeschlagen, die zur Anordnung in einem eine Raumbelüftungseinrichtung aufnehmenden, eine Längsachse definierenden Wanddurchlass ausgebildet ist, und zwar zur Anordnung an einer Stirnseite angrenzend an einen reversierbar ansteuerbaren Axiallüfter. Diese weist eine Wärmespeicheranordnung auf, die ein Wärmespeicherelement, welches Strömungslei- telemente mit Strömungsleitflächen aufweist, die eine Mehrzahl von Strömungskanälen ausbilden, wobei die Strömungsleitflächen nicht sämtlich parallel, sondern wenigstens zum Teil schräg zur Längsachse ausgerichtet sind. Das Wärmespeicherelement kann wie vorstehend beschrieben, insbesondere hinsichtlich seiner Wärmespeicherfähigkeit, ausgebildet sein; dies muss allerdings nicht der Fall sein. Das Wärmespeicherelement ist mit einem Sekundärwärmespeicherelement mit im Wesentlichen parallel zur Längsachse verlaufenden Strömungskanälen zu einer gemeinsamen Einheit ohne Abstand zwischen den beiden Elementen, gekoppelt, wobei die Kopplung ggf. demontierbar (z.B. zu Reinigungszwecken) ausgebildet sein kann. "Ohne Abstand" soll bedeuten, dass zumindest die axialen Hülsen di- rekt aneinander anschließen; Leerräume innerhalb des Wärmespeicherelements zur Strömungsanpassung sollen dadurch nicht ausgeschlossen sein. In dieser Darstellung der Erfindung ist ein Element mit der Funktion eines Strömungsgleichrichters somit in die Wärmespeichereinheit konstruktiv mit integriert, im Gegensatz zu dem in Figur 3b dargestellten Stand der Technik, bei dem sich der Strömungs- gleichrichter nah am Axiallüfter befindet und das Wärmespeicherelement hiervon durch einen deutlichen Leerraum getrennt ist. In dieser Konfiguration erwärmen sich das Wärmespeicherelement und das Sekundärwärmespeicherelement als gemeinsame Einheit gleichmäßiger. Schließlich wird im Rahmen der Erfindung eine dezentrale Raumbelüftungseinrichtung mit einem vorbeschriebenen Wärmespeicherelement oder einer vorbeschriebenen Wärmespeicheranordnung sowie wenigstens einen reversierbaren Axiallüf- ter aufweist, der angrenzend an die Lüfterseite des Wärmespeicherelements angeordnet ist, vorgeschlagen.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnungen beispielhaft näher erläu- tert.

Es zeigen:

Figuren 1 und 2 eine erfindungsgemäßes Wärmespeicherelement in perspektivischer Darstellung sowie in Schnittdarstellung; Figuren 3a und 3b eine dezentrale Raumbelüftungseinrichtung gemäß dem

Stand der Technik mit Wärmespeicher und Strömungsgleichrichter; und

Figuren 4 und 5 eine erfindungsgemäße Wärmespeicheranordnung mit gekoppeltem Wärmespeicherelement und Sekundärwärmespei- cherelement in perspektivischer und in Schnittdarstellung.

Die Wärmespeicherfähigkeit eines Wärmespeichers in einem dezentralen Wohnraumbelüftungssystem im sog. Push-Pull-System hängt von etlichen Faktoren ab. Zum einen spielt die Wärmekapazität und die Dichte des Materials eine grundlegende Rolle.

Eine aussagekräftige Größe hierfür ist die sog. Wärmespeicherzahl: Wärmespeicherzahl = Dichte Wärmekapazität

Eine hohe Wärmespeicherzahl wirkt sich jedoch dann nicht signifikant positiv aus, wenn kein ausreichender Wärmetransfer zwischen Luft und Wärmespeicher stattfinden kann. Abgesehen von der geometrischen Ausbildung der Strömungskanäle mit ausriechend groß dimensionierten Grenzflächen ist hierfür die Wärmeleitfähigkeit des Materials entscheidend. Eine ausreichende Wärmeleitfähigkeit hat sich bei der vorliegenden bevorzugten Anwendung von Kunststoffen als der kritischere Parameter erwiesen, da die Wärmespeicherzahlen gängiger Kunststoffen nicht sehr stark variieren, wie aus der nachfolgenden Tabelle ersichtlich, wobei der "Spezialkunststoff" ein hinsichtlich Wärmespeicherzahl und Wärmeleitfähigkeit besonders optimierter Kunststoff ist:

Tabelle 1

Aus der Tabelle erkennt man, dass sich normale Kunststoffe hinsichtlich der Wär- mespeicherzahl nicht sehr stark von einem Spezialkunststoff unterscheiden, wobei die Wärmespeicherfähigkeit von Keramik nicht übertroffen wird.

Ein Spezialkunststoff übertrifft jedoch Keramik hinsichtlich der Wärmeleitfähigkeit, im Gegensatz zu den konventionellen Kunststoffen, die hier um mehr als eine Größenordnung niedrigere Werte aufweisen.

Die Figuren 1 und 2 zeigen ein erfindungsgemäßes, insgesamt mit 30 bezeichnetes Wärmespeicherelement, das aus einem Spezialkunststoff im Spritzgussverfahren gefertigt ist.

Das Wärmespeicherelement 30 weist einen Außenring 32 mit einer axialen Erstre- ckung a auf, in dem Durchlässe 42 für Sensorverkabelungen (nicht gezeigt) angelegt sind. Eine lösbare oder demontierbare Kopplung (z.B. zu Reinigungszwecken) mit einem konventionellen keramischen Sekundärwärmespeicherelement 52 (vgl. die Figuren 4 und 5) kann mittels Rastnasen 46 erfolgen; alternativ ist auch eine Verklebung, beispielsweise mittels Klebeband möglich. Das Wärmespeichelement 30 ist dahingehend konzipiert, dass an eine Stirnseite bzw. An-/Abströmseite, in den Figuren 1 und 2 links, ein Axiallüfter 50 angrenzt (schematisch angedeutet in Figur 2). In dem Außenring 32 sind weitere bezüglich einer Längsachse konzentrische Ringe 34 vorgesehen, die, wie aus der Schnittdarstellung von Figur 2 ersichtlich, zur Mitte hin zunehmend stärker geneigt sind, wodurch die Totzone des Axiallüfters kompensiert wird. Im Zentrum ist eine trichterartige Struktur 36 implementiert, die durch einen innersten Ring 40 begrenzt wird. Quer zu den konzentrischen Rin- gen 34 sind Trennspeichen 38 ausgebildet, so dass eine Vielzahl von Strömungskanälen gebildet wird. Dabei sind die Trennspeichen 38 zwischen den beiden innersten Ringen 34 die mit größerem Winkelabstand implementiert als bei den folgenden äußeren Ringen. Lüfterseitig springen die äußeren Ringe axial zurück, so dass entsprechende Freiräume 48 ausgebildet werden. Auf der dem Sekundärwärmespeicher zugewandten Seite, der anderen Stirnseite bzw. An-/Abströmseite, ist ein Leerraum 44 zur Strömungsanpassung an die Kanäle 54 (vgl. Figur 4) des Sekundärwärmespeichers 52 vorgesehen.

Die Anordnung aus Wärmespeicherelement 30 und Sekundärwärmespeicherelement 52 ist in den Figur 4 und 5 mit 56 bezeichnet. Beide Elemente 30, 52 sind dabei mit Ihrem Außengehäuse ohne nennenswerten Abstand miteinander verbunden.