Koinig, Albin (Turnergasse 29, Bad St. Leonhard, A-9462, AT)
| 1. | Heißsiegelf ahige Verbundfolie insbesondere zum Verpacken von Lebensmitteln, die aus einer die Außenhaut der Verpackung bildenden Trägerfolie (1) aus Papier, einer Siegelschicht (4) und einer dazwischen angeordneten Trennschicht (3) besteht, dadurch gekennzeichnet, dass die Siegelschicht (4) aus Po¬ lypropylen (PP) und die Trennschicht (3) aus lowdensityPolyethylen (LDPE) besteht oder dass die Siegelschicht (4) aus lowdensityPolyethylen (LDPE) und die Trennschicht (3) aus Polypropylen (PP) besteht Verwendung der Verbundfolie nach Anspruch 1, um eine dicht geschlossene Le¬ bensmittelverpackung durch Heißsiegeln herzustellen, die durch Trennen der Siegelschicht von der Trennschicht zu öffnen ist. |
HEISSSIEGELFÄHIGE VERBUNDFOLIE
Technisches Umfeld
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine heißsiegelfähige Verbundfolie insbesondere zum Verpacken von Lebensmitteln, die aus einer die Außenhaut der Verpackung bildenden Trägerfolie aus Papier, einer Siegelschicht und einer dazwischen an¬ geordneten Trennschicht besteht.
[0002] Heißsiegelfähige Verbundfolien sind bekannt. Sie dienen z. B. zur Verpackung von Lebensmitteln. Die Ansprüche an die Siegelungsnaht sind kontra versiell: einerseits soll sie eine zuverlässige, dichte Verpackung der Lebensmittel sicherstellen, anderseits soll sie sich leicht öffnen lassen, ohne dass dabei die Folie zerreißt oder in Teilbereichen Teile der jeweils anderen Folie zurückbleiben, was hässlich aussieht.
[0003] Es wurde bereits versucht, diese Ziele durch genaue Kontrolle der Temperatur beim Heißsiegeln zu erreichen. Es zeigt sich jedoch, dass dies nicht sehr zuverlässig ist. Immer wieder ist die Temperatur einmal zu hoch (wodurch sich die Siegelnaht nur noch mit erheblicher Gewalt öffnen lässt) oder zu niedrig (wodurch die Verpackung nicht mehr dicht ist).
[0004] Es sind daher auch schon andere Lösungen gesucht worden, wo die versiegelten
Verbundfolien beim Öffnen nicht an der Siegelnaht getrennt werden, sondern daneben.
[0005] So ist aus der
DE 19548179 A -. eine Verbundfolie bekannt, die eine Trägerfolie aus Polyester aufweist. Auf diese Trägerfolie ist eine Verbundfolie geklebt, die aus einer Trennschicht und einer Sie¬ gelschicht besteht. Die Trennschicht besteht aus einer Mischung aus Polyethylen und Polybutan, die Siegelschicht kann aus Polypropylen bestehen.
[0006] Wenn man zwei derartige Folien heißsiegelt und dann voneinander trennt, bricht die Trennschicht in sich. Nachteilig ist, dass dadurch auf beiden Folien eine unre¬ gelmäßige Oberfläche entsteht, da die Dicke des Teils der Trennschicht, der jeweils zu¬ rückbleibt, nicht konstant ist. Dies ist aus der Figur dieser Schrift deutlich erkennbar.
[0007] Es ist auch schon bekannt, eine Verbundfolie der eingangs genannten Art so auszubilden, dass beim Trennen solch einer Folie die Trennschicht von der Sie¬ gelschicht abgelöst wird ("peeling"), siehe z.B. die EP 305976 A -.
. In dieser Schrift ist auf Seite 3, Z 4-15 Polyethylen als Siegelschicht und Po¬ lypropylen als benachbarte Trennschicht beschrieben, wobei diese beiden Schichten auf einer Papierfolie angeordnet sein können. Unter Polyethylen wird in dieser Schrift high-density-Polyethylen (HDPE) verstanden, wie aus den Beispielen hervorgeht.
Offenbarung der Erfindung Technisches Problem
[0008] Nachteilig bei all diesen bekannten Kombinationen ist, dass sich die Schichten nicht wirklich sauber voneinander trennen lassen. Immer wieder bleiben einzelne Fäden der Trennschicht auf der anderen Folie zurück; manchmal kreuzen diese Fäden einander, sodass Strukturen ähnlich wie Spinnennetze entstehen. Schließlich wird bei vielen derartigen Verbundfolien relativ teures Material für dicke Schichten verwendet, was den Herstellungspreis erhöht.
[0009] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, diese Nachteile zu beseitigen und eine Verbundfolie der eingangs genannten Art so zu verbessern, dass sich die Schichten stets sauber voneinander trennen lassen, wobei gleichzeitig der Herstellungspreis gering sein soll. Technische Lösung
[0010] Diese Aufgabe wird durch eine Verbundfolie der eingangs genannten Art erfin¬ dungsgemäß dadurch gelöst, dass die Siegelschicht aus Polypropylen (PP) und die Trennschicht aus low-density-Polyethylen (LDPE) besteht oder dass die Siegelschicht aus low-density-Polyethylen (LDPE) und die Trennschicht aus Polypropylen (PP) besteht. Erfindungsgemäß wird solch eine Verbundfolie verwendet, um eine dicht ge¬ schlossene Lebensmittelverpackung durch Heißsiegeln herzustellen, die durch Trennen der Siegelschicht von der Trennschicht zu öffnen ist.
[0011] Wie im Rahmen der vorliegenden Erfindung gefunden wurde, haftet LDPE bzw. PP gut an Papier, sodass keine Gefahr besteht, dass sich die Trennschicht vom Papier ablöst. Gleichzeitig haftet LDPE aber relativ schlecht an PP, sodass zuverlässig die Trennschicht von der Siegelschicht gelöst werden kann. PP ist relativ teuer, es ist daher von den Kosten her günstiger, PP in der Siegelschicht zu verwenden, wo es nur in geringer Materialstärke benötigt wird. LDPE ist relativ billig und daher für die dickere Trennschicht besser geeignet. Von der technischen Seite her kann aber ebenso gut die Siegelschicht aus LDPE und die Trennschicht aus PP bestehen. Insgesamt handelt es sich also um ein billig herzustellendes Produkt, das dennoch bessere Eigenschaften hat als die teureren Produkte gemäß dem Stand der Technik. Kurze Beschreibung von Zeichnungen
[0012] Anhand der beiliegenden Zeichnung wird die vorliegende Erfindung näher erläutert. Es zeigt: Fig. 1 eine erfindungsgemäße Folie; und Fig. 2 zwei derartige Folien, die miteinander heißgesiegelt wurden, während deren Trennung.
[0013] Wie aus Fig. 1 ersichtlich, ist auf einer Trägerschicht 1 aus Papier mittels einer Ka¬ schierschicht 2 eine Trennschicht 3 aus LDPE aufkaschiert. Auf dieser Trennschicht 3 befindet sich eine Siegelschicht 4 aus PP.
[0014] Zwei derartige Folien werden mit einander zugekehrten Siegelschichten miteinander heißgesiegelt. Dabei werden hohe Temperaturen angewendet, sodass die beiden PP-Schichten miteinander unlösbar verschmelzen (siehe Fig. 2). Wenn man nun die beiden Folien auseinander reißt, löst sich die Trennschicht 3 sauber von der Sie¬ gelschicht 4 ab. Es bleibt kein Material der Trennschicht 3 auf der Siegelschicht 4 zurück, und auch kein Material der Siegelschicht 4 auf der Trennschicht 3. Ins¬ besondere bilden sich keine Fäden aus.
[0015] Hergestellt kann eine erfindungsgemäße Verbundfolie dadurch werden, dass die Trennschicht und die Siegelschicht koextrudiert und auf das Papier aufkaschiert werden.
[0016] Alternativ zu der eben beschriebenen Ausführungsform ist es auch möglich, die Trennschicht 3 aus PP und die Siegelschicht 4 aus LDPE herzustellen.
