| JP2004101036 | OBSERVATION HOLE FOR COAL BURNING BOILER |
| JP53059102 | HEAT SHIELDING METHOD |
| WO/1997/043580 | APPARATUS FOR ATTENUATING VIBRATION OF A TUBULAR MEMBER |
WILD, Stephan (Torfstichweg 3a, Seehausen, 82418, DE)
Patentansprüche
1. Wärmebehandlungseinrichtung, aufweisend eine Abhitzestrecke, Neben- und Hilfsaggregate sowie ein Tragwerk, an dem sowohl die Abhitzestrecke als auch zumindest ein Teil der Neben- und/oder der Hilfsaggregate befestigt und/oder befestigbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Abhitzestrecke zumindest ein selbsttragendes Modul (Modul) umfasst, das als ganzes in das Tragwerk einfügbar und derart mit dem Tragwerk verbindbar ist, dass sich das Modul in eingebautem Zustand vorzugsweise vollständig am Tragwerk abstützt.
2. Wärmebehandlungseinrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Abhitzestrecke mehr als ein Modul umfasst, wobei jedes Modul als ganzes in das Tragwerk einfügbar und derart mit dem Tragwerk verbindbar ist, dass sich das Modul in eingebautem Zustand vorzugsweise vollständig am Tragwerk abstützt.
3. Wärmebehandlungseinrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Abhitzestrecke mehr als ein als ganzes in das Tragwerk einfügbares Modul umfasst, wobei die Module senkrecht übereinander stapelbar sind und die aus den
Modulen resultierenden Gewichtskräfte allein über das unterste der Module (Fundamentmodul) in das Tragwerk einleitbar sind.
4. Wärmebehandlungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Modul als quaderförmige Stahlkonstruktion ausgeführt ist, an deren Innenseite eine wärmeisolierende Auskleidung angebracht ist.
5. Wärmebehandlungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Modul öffnungen aufweist, die im eingebauten Zustand eine Durchströmung des Moduls mit heißen Gasen erlauben.
6. Wärmebehandlungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein Modul zumindest einen Wäπmtauscher umfasst, durch den im eingebauten Zustand ein Medium führ- und dabei anwärmbar ist.
7. Wärmebehandlungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein Modul zumindest eine Entstickungseinrichtung aufweist, in der im eingebauten Zustand Stickoxide aus dem durch das Modul führbaren heißen Gasen entfembar sind.
8. Wärmebehandlungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass sie zumindest eine mit dem Tragwerk verbundene oder verbindbare und zur Montage eines Moduls verwendbare Fahrbahn aufweist.
9. Wärmebehandlungseinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Fahrbahn als Katzbahnträger ausgeführt und oberhalb des Einbauortes des
Moduls am Tragwerk befestigt oder befestigbar ist.
10. Wärmebehandlungseinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Fahrbahn aus Schienen besteht, auf denen das Modul mittels Wälzwagen verfahrbar ist, wobei die Schienen auf Höhe der Einbauposition eines Moduls am Tragwerk befestigt oder befestigbar sind.
11. Verfahren zur Montage einer Wärmebehandlungseinrichtung, aufweisend eine Abhitzestrecke, Neben- und Hilfsaggregate sowie ein Tragwerk, an dem sowohl die Abhitzestrecke als auch zumindest ein Teil der Neben- und/oder der Hilfsaggregate befestigt und/oder befestigbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil der Abhitzestrecke erst nach der Erstellung des
Tragwerks, vorzugsweise jedoch nach der Erstellung des Tragwerks und der Befestigung von Neben- und/oder Hilfsaggregaten am Tragwerk montiert wird, wobei dieser Teil der Abhitzestrecke zumindest aus einem als selbsttragendes Modul (Modul) ausgeführten Bauteil besteht, das als ganzes in das Tragwerk eingefügt und mit diesem derart verbunden wird, dass sich das Modul in eingebautem Zustand vorzugsweise vollständig am Tragwerk abstützt.
12. Verfahren nach Anspruch 11 , dadurch gekennzeichnet, dass die Abhitzestrecke aus mehr als einem Modul aufgebaut wird, wobei jedes Modul als ganzes in das Tragwerk eingefügt und mit diesem derart verbunden wird, dass sich das Modul in eingebautem Zustand vorzugsweise vollständig am Tragwerk abstützt.
13. Verfahren nach Anspruch 11 , dadurch gekennzeichnet, dass die Abhitzestrecke aus mehr als einem Modul aufgebaut wird, von denen eines (Fundamentmoduls) in das Tragwerk eingefügt und mit diesem verbunden wird, bevor die übrigen Module auf dem Fundamentmodul senkrecht übereinander gestapelt werden, wobei die aus den Modulen resultierenden Gewichtskräfte allein über das
Fundamentmodul in das Tragwerk eingeleitet werden.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass ein Modul mittels eines, eine mit dem Tragwerk verbundene oder verbindbare Fahrbahn aufweisenden Verfahrsystems in das Tragwerk eingefügt wird.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass ein Modul mittels einer Hebeeinrichtung, die nicht Teil der Wärmebehandlungseinrichtung ist, auf das Verfahrsystem gehoben und anschließend mit Hilfe des Verfahrsystems an seinen Einbauort transportiert wird. |
Wärmebehandlungseiπrichtung
Die Erfindung betrifft eine Wärmebehandlungseinrichtung, aufweisend eine Abhitzestrecke, Neben- und Hilfsaggregate sowie ein Tragwerk, an dem sowohl die Abhitzestrecke als auch zumindest ein Teil der Neben- und/oder der Hilfsaggregate befestigt und/oder befestigbar sind.
Weiterhin betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Montage einer derartigen Wärmebehandlungseinrichtung.
Unter einer Abhitzestrecke ist eine Einrichtung zu verstehen, die von heißen Gasen durchströmt wird und die mit Einbauten ausgeführt ist, über die ein Teil, der in den heißen Gasen enthaltenen Wärme auf ein anderes Medium übertragbar ist. Ein Beispiel für eine Abhitzestrecke ist ein stromabwärts einer Gasturbine angeordneter Abgaskanal, der mit einem Wärmetauscher ausgestattet ist, über den ein Teil der Wärme, der durch den Abgaskanal geführten heißen Turbinenabgase zur Dampferzeugung auf Wasser bzw. Wasserdampf übertragbar ist. Ein anders Beispiel ist die Konvektionszone eines Prozessofens, in der ein Teil der Wärme heißer, durch die Konvektionszone geführter Verbrennungsgase auf einen anzuwärmenden Einsatzstoff übertragbar ist, der in Rohren durch die Konvektionszonen hindurch leitbar ist.
Unter Hilfsaggregaten sind Einrichtungen zu verstehen, die für das ordnungsgemäße Funktionieren der Abhitzestrecke benötigt werden. Beispiele hierfür sind Rauchgasgebläse und Schaltschränke.
Unter Nebenaggregaten sind Einrichtungen zu verstehen, mit deren Hilfe in die Abhitzestrecke ein bzw. aus der Abhitzestrecke austretende Stoffströme behandelt werden. Beispiele hierfür sind Dampftrommeln und Quenchkühler.
In Produktionsanlagen der chemischen und petrochemischen Industrie werden häufig Wärmebehandlungseinrichtungen eingesetzt, in denen Einsatzstoffe durch Wärmeeinwirkung behandelt werden. Aus dem Stand der Technik hinlänglich bekannt
und in der Industrie weit verbreitet sind beispielsweise sog. Spaltöfen, in denen aus langkettigen Kohlenwasserstoffen (z. B. Naphta oder Gasöl) olefinreiche Spaltgase erzeugt werden. Derartige Spaltöfen könne jedoch auch zur thermischen Spaltung anderer Einsatzstoffe verwendet werden. Die Einsatzstoffe werden - ggf. nach Verdünnung mit Wasserdampf - in Rohrleitungen durch einen aus zwei unterschiedlichen Abhitzestrecken bestehenden Prozessofen geleitet. In der ersten Abhitzestrecke, der sog. Konvektionszone, in der die Wärme heißer Rauchgase vorwiegend konvektiv auf die Rohre übertragen wird, werden die Einsatzstoffe angewärmt bevor sie in die mit Brennern beheizte sog. Strahlungszone gelangen. Hier, wo die Wärmeübertragung von den heißen Rauchgasen auf die Rohre vorwiegend durch Strahlung erfolgt, werden die Einsatzstoffe gespalten. Der dabei erzeugte Spaltgasstrom wird anschließend aus dem Prozessofen herausgeführt und zur raschen Abkühlung in Quenchkühler geleitet.
Der Prozessofen eines Spaltofens besitzt einen außen, mit Stahlträgern verstärkten Außenmantel, der an seiner Innenseite mit einer wärmeisolierenden Auskleidung versehen ist. Die Stahlträger bilden ein Tragwerk, das zum einen den Prozessofen stabilisier und zum anderen zur Befestigung von Hilfs- und/oder Nebenaggregaten, wie beispielsweise der Quenchkühler oder des Rauchgasgebläses dient.
Nach dem Stand der Technik wird die Konvektionszone eines Spaltofens aus Konvektionszonenmodulen aufgebaut, die bereits mit in Längsrichtung verlaufenden Rohrleitungen (Konvektionszonenbündeln) versehen sind und die an ihren Außenseiten Stahlträger aufweisen, die in eingebautem Zustand einen Teil des Tragwerks bilden. Durch diese Art der Konstruktion sind die Konvektionszonenmodule stabil genug, um aufeinander gestapelt und miteinander verbunden zu werden. Da das Tragwerk einen Teil des Prozessofens bildet, und zeitgleich mit diesem aufgebaut wird, kann mit der Montage der Hilfs- und Nebenaggregate erst nach der Fertigstellung des Prozessofens begonnen werden. Kommt es beim Aufbau des Prozessofens zu Verzögerungen, weil beispielsweise ein Konvektionszonenmodul verspätet geliefert wird, so verzögert sich die Fertigstellung des Spaltofens entsprechend.
Grund für die häufig verspätete Lieferung der Konvektionszonenmodule sind die aufwendig zu fertigenden Konvektionszonenbündel. Eine alternative Spaltofenkonstruktion sieht daher die Möglichkeit vor, den Außenmantel der
Konvektionszone - inkl. der wärmeisolierenden Auskleidung - ohne Konvektionszonenbündel zu errichten und diese erst nachträglich über die offene Stirnseite der Konvektionszone einzubauen. Da bei diesem Vorgehen das Tragwerk bereits vor dem Einbau der Konvektionszonenbündel fertig gestellt werden kann, führen Verspätungen bei der Lieferung der Bündel nicht notwendig auch zu Verzögerungen bei der Fertigstellung des Spaltofens. Die Rohre eines Konvektionszonenbündels enden für gewöhnlich in einem quer zu den Rohren angeordneten Sammler, der die Rohre miteinander verbindet und der im eingebauten Zustand außerhalb der Konvektionszone angeordnet ist. Um einen optimalen Wärmeübergang von den heißen Rauchgasen auf die Rohre zu gewährleisten, verlaufen die äußeren Rohre eines Konvektionszonenbündels mit einem sehr geringen Abstand zur wärmeisolierenden Auskleidung. Da der Sammler aus konstruktiven Gründen das Rohrbündel überragt, ist es nicht möglich, ein Konvektionszonenbündel als ganzes in die Konvektionszone ein bzw. aus ihr auszubauen. Vielmehr ist es notwendig, den Sammler oder Teile des Sammlers erst nach dem Einbringen des
Rohrbündels zu montieren bzw. vor einem Ausbau zu entfernen. Diese Arbeiten sind sehr zeitaufwendig und teuer und besitzen ein hohes Fehlerpotential, da sie unter Umständen bei ungünstigen Wetterbedingungen im Freien durchgeführt werden müssen. Darüber hinaus sind sie mit bedeutenden Unfallrisiken verbunden, da sie in großen Höhen durchzuführen sind. Problematisch ist darüber hinaus das Verschließen bzw. öffnen der Stirnseite der Konvektionszone, da die notwendigen Rohrdurchführungen diese Arbeiten erheblich erschweren.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde eine Wärmebehandlungseinrichtung der eingangs beschriebenen Art sowie ein Verfahren zu deren Montage anzugeben, durch die die Nachteile der Stand der Technik überwunden werden.
Vorrichtungsseitig wird die gestellte Aufgabe dadurch gelöst, dass die Abhitzestrecke zumindest ein selbsttragendes Modul (Modul) umfasst, das als ganzes in das Tragwerk einfügbar und derart mit dem Tragwerk verbindbar ist, dass sich das Modul in eingebautem Zustand vorzugsweise vollständig am Tragwerk abstützt.
Umfasst die Abhitzestrecke einer erfindungsgemäßen Wärmebehandlungseinrichtung mehr als ein Modul, sieht eine bevorzugte Variante der Erfindung vor, dass jedes der
Module als ganzes in das Tragwerk einfügbar und derart mit dem Tragwerk verbindbar ist, dass sich das Modul in eingebautem Zustand weitgehend vollständig am Tragwerk abstützt. Diese Variante erlaubt eine Anordnung der Module sowohl senkrecht übereinander als auch waagrecht nebeneinander.
Eine andere bevorzugte Variante der Erfindung sieht dagegen vor, dass die Abhitzestrecke aus mehr als einem Modul besteht, wobei die Module senkrecht aufeinander stapelbar sind und die aus den Modulen resultierenden Gewichtskräfte allein über das unterste der Module (Fundamentmodul) in das Tragwerk einleitbar sind. Ein oberhalb des Fundamentmoduls angeordnetes Modul ist vorzugsweise über eine Loslagerkonstruktion mit dem Tragwerk verbindbar, so dass waagrecht auf das Modul einwirkende Kräfte möglichst vollständig direkt in das Tragwerk eingeleitet werden ohne dass andere Module, insbesondere das Fundamentmodul, durch diese Kräfte belastet werden.
Ein erfindungsgemäßes Modul stellt einen Teil der Abhitzestrecke dar, der außerhalb des Aufstellungsortes der Wärmebehandlungseinrichtung gefertigt werden kann und als Ganzes in seine Einbauposition transportiert wird. Ein Modul ist als selbsttragende Konstruktion ausgeführt, d. h. es ist so steif, dass es sich unter den beim Transport und während der Montage, aber auch während einer evtl. späteren Demontage auftretenden Kräften nicht plastisch verformt. Vorzugsweise ist ein Modul als quaderförmige Stahlkonstruktion ausgeführt, die an ihrer Innenseite mit einer wärmeisolierenden Auskleidung (Wärmeisolierung) versehen ist. Die Wärmeisolierung entspricht zweckmäßiger Weise bereits in Art und Stärke der Wärmeisolierung, die die Abhitzestrecke an der Einbauposition des Moduls aufweisen muss, um einen bestimmungsgemäßen Betrieb der Wärmebehandlungseinrichtung zu gewährleisten.
Ein Modul weist öffnungen auf, durch die während des Betriebs der Wärmbehandlungseinrichtung heiße Gase in das Modul ein- bzw. aus dem Modul ausströmen können. Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform umfasst ein Modul Einbauten, wie einen Wärmetauscher, durch den im eingebauten Zustand ein Medium führ- und dabei anwärmbar ist und/oder eine Einrichtung zur Veränderung der chemischen Zusammensetzung der das Modul durchströmenden Gase (z. B. Entstickungseinrichtungen zur Entfernung von Stickoxiden aus Rauchgasen). Die
Einbauten sind dabei so angeordnet, dass sie von den heißen Gasen durch- bzw. umströmbar sind.
Eine erfindungsgemäße Wärmbehandlungseinrichtung weist vorzugsweise im Wesentlichen denselben Platzbedarf auf, wie eine vergleichbare (Einsatzstoffe, Durchsatz, Heizleistung), jedoch nach dem Stand der Technik konzipierte Wärmbehandlungseinrichtung. Dies bedeutet, dass die Tragwerke der beiden Wärmebehandlungseinrichtungen im Wesentlichen die gleichen Abmessungen aufweisen. Das gleiche gilt auch für die inneren Abmessungen der Abhitzestrecke und die Dicke der Wärmeisolierung. Die Stahlkonstruktion eines Moduls muss daher notwendiger weise mit geringem Platzbedarf ausgeführt sein. Damit ein Modul die erforderliche Stabilität erreicht, sind die stählernen Außenwände vorzugsweise als Flächentragwerke ausgeführt. Falls aufgrund der beschränkten Platzverhältnisse die Anbringung eines tragenden Elementes (z. B. eines T-Trägers) an einer Außenseite eines Moduls nicht möglich ist, so sieht eine zweckmäßige
Ausgestaltung der Erfindung vor, das tragende Element so anzubringen, dass es zumindest mit einem Teil seines Querschnitts ins Innere des Moduls und somit in die Wärmeisolierung hineinragt. Derart angeordnete tragende Elemente sind im Betrieb einer höheren thermischen Belastung ausgesetzt, als weiter außen angeordnete Elemente, weshalb bei der Auslegung eines Moduls besonders Augenmerk auf deren Festigkeitsnachweise gelegt wird. Gegebenenfalls wird ein derartiges tragendes Element aus einem Werkstoff gefertigt, der thermisch höher belastbar ist, der Werkstoff aus dem die Elemente des Moduls bestehen, die während des Betriebs geringeren thermischen Belastungen ausgesetzt sind.
Eine zweckmäßige Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung sieht eine Einrichtung (Justiereinrichtung) vor, über die sich ein Modul am Tragwerk abstützt, und mit dessen Hilfe die Einbaulage des Moduls in vertikaler Richtung justierbar ist. Zweckmäßiger Weise ist die Justiereinrichtung so ausgeführt, dass sie auch zur Fixierung der Einbauposition des Moduls am Tragwerk verwendbar ist.
In einer zweckmäßigen Ausgestaltung umfasst die erfindungsgemäße Wärmebehandlungseinrichtung zumindest eine mit dem Tragwerk verbundene oder verbindbare, horizontal angeordnete, gerade Fahrbahn, die zum Einfügen eines Moduls in das Tragwerk verwendbar ist.
Eine bevorzugte Variante der Erfindung sieht vor, dass die Fahrbahn als Katzbahnträger ausgebildet ist, die an einer Stelle oberhalb der Einbauposition eines Moduls am Tragwerk befestigt oder befestigbar ist. Zumindest während der Montage- bzw. Demontagezeit eines Moduls stützt sich auf dem Katzbahnträger wenigstens eine Verfahreinrichtung ab, die eine Laufkatze und eine mit dieser in Wirkverbindung stehende Hebevorrichtung umfasst. Mit Hilfe der Verfahreinrichtung ist eine mit ihr verbindbare Last in zwei Raumrichtungen positionierbar, da die Laufkatze so ausgestaltet ist, dass sie entlang der Katzbahn in beide Richtungen verfahrbar ist, während die Hebevorrichtung das Heben und Absenken der Last ermöglicht. In Verbindung mit der Verfahreinrichtung ermöglicht es die Katzbahn somit ein Modul (Last) in das Tragwerk einzufügen und in seiner Einbauposition innerhalb des Tragwerks zu positionieren bzw. das Modul aus seiner Einbauposition zu heben und es anschließend aus dem Tragwerk herauszufahren.
Eine andere bevorzugte Variante der Erfindung sieht vor, dass die Fahrbahn aus Schienen gebildet ist, die auf Höhe eines einzuführenden Moduls am Tagwerk befestigt oder befestigbar sind. Zweckmäßiger Weise sind auf den Schienen geeignete Verfahrvorrichtung, wie beispielsweise Wälzwagen, anordenbar, auf die ein Modul zur Montage bzw. Demontage unter Verwendung einer geeigneten Hebevorrichtung absetzbar und mittels derer das Modul entlang der Schienen in beiden Richtungen verfahrbar ist. Unter der Voraussetzung, dass zwischen einem Modul und einem oberhalb des Moduls angeordneten Anlagenteil genügend Abstand besteht, um das Modul auf die Verfahrvorrichtung setzen zu können, erlaubt eine derartige Fahrbahn die Montage bzw. Demontage eines Moduls unabhängig von den oberhalb des Moduls angeordneten Anlagenteilen. Beispielsweise sind mehrere übereinander angeordnete Module mit Hilfe des beschriebenen Systems in beliebiger Reihenfolge montierbar.
Weiterhin betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Montage einer Wärmebehandlungseinrichtung, aufweisend eine Abhitzestrecke, Neben- und Hilfsaggregate sowie ein Tragwerk, an dem sowohl die Abhitzestrecke als auch zumindest ein Teil der Neben- und/oder der Hilfsaggregate befestigt und/oder befestigbar sind.
Die gestellte Aufgabe wird verfahrensseitig erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass zumindest ein Teil der Abhitzestrecke erst nach der Erstellung des Tragwerks, vorzugsweise jedoch nach der Erstellung des Tragwerks und der Befestigung von Neben- und/oder Hilfsaggregaten am Tragwerk montiert wird, wobei dieser Teil der Abhitzestrecke zumindest aus einem als selbsttragendes Modul (Modul) ausgeführten Bauteil besteht, das als ganzes in das Tragwerk eingefügt und mit diesem derart verbunden wird, dass sich das Modul in eingebautem Zustand vorzugsweise vollständig am Tragwerk abstützt.
Für den Fachmann ergibt sich aus der weiteren Beschreibung des erfindungsgemäßen Verfahrens auch ein Verfahren zur Demontage einer Wärmebehandlungseinhchtung. Hierfür sind die für die Montage beschriebenen Verfahrensschritte im Wesentlichen in umgekehrter Reihenfolge durchzuführen.
Für den Fall, dass eine Abhitzestrecke mehr als ein Modul umfasst, sieht eine bevorzugte Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens vor, dass jedes Modul als ganzes in das Tragwerk eingefügt und mit diesem derart verbunden wird, dass sich das Modul in eingebautem Zustand vorzugsweise vollständig am Tragwerk abstützt.
Eine andere bevorzugte Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens sieht vor, dass ein Modul (Fundamentmodul) in das Tragwerk eingefügt und mit diesem verbunden wird, bevor die übrigen Module auf dem Fundamentmodul senkrecht aufeinander gestapelt werden, wobei die aus den Modulen resultierenden Gewichtskräfte allein über das Fundamentmodul in das Tragwerk eingeleitet werden. Auf dem Fundamentmodul gestapelte Module werden über eine Loslagerkonstruktion mit dem Tragwerk verbunden, so dass waagrecht auf das Modul einwirkende Kräfte möglichst vollständig direkt in das Tragwerk eingeleitet werden ohne dass andere Module, insbesondere das Fundamentmodul, durch diese Kräfte belastet werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren weiterbildend, wird vorgeschlagen, dass zur
Montage eines Moduls ein Verfahrsystem verwendet wird, dass eine mit dem Tragwerk verbundene oder verbindbare Fahrbahn umfasst.
Eine zweckmäßige Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens sieht die Verwendung einer ersten Art von Verfahrsystem vor, das einen oberhalb der Einbauposition des
Moduls am Tragwerk angebrachten Katzbahnträger sowie eine sich auf dem Katzbahnträger abstützende, mit einer Hebevorrichtung in Wirkverbindung stehende Laufkatze umfasst. Das zu montierende Modul wird z.B. auf einem Lkw zum Aufstellungsort der Wärmebehandlungseinrichtung transportiert und in gerader Line zur späteren Einbauposition positioniert, bevor es an der Hebevorrichtung angeschlagen, angehoben und entlang der Katzbahn mit Hilfe der Laufkatze verfahren wird. Aus Platz- und Kostengründen wird eine Katzbahn jedoch meist so ausgeführt sein, dass sie das Tragwerk nur unwesentlich überragt. In diesem Fall sieht die Erfindung vor, dass zur Montage des Moduls eine nicht zur Wärmebehandlungseinrichtung gehörende, zweckmäßigerweise von einem oder mehreren Autokränen gebildete externe Hebeeinrichtung verwendet wird. Das in gerader Linie zur Einbauposition positionierte Modul wird zunächst mit Hilfe der externen Hebevorrichtung bis oberhalb seiner Einbauposition angehoben und dann mit seinem der Wärmebehandlungseinrichtung zugewandten Ende an der Hebevorrichtung des Verfahrsystems angeschlagen. Nachfolgend wird das Modul entlang des
Katzbahnträgers soweit in das Tragwerk eingefahren, bis es senkrecht über seiner Einbauposition schwebt. Das Modul wird nun auch mit seinem zweiten Ende an der Hebevorrichtung des Verfahrsystems angeschlagen und von der externen Hebevorrichtung gelöst, bevor es in seine Einbauposition abgelassen und direkt oder indirekt (über ein Fundamentmodul) mit dem Tragwerk verbunden wird.
Eine weitere zweckmäßige Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens sieht die Verwendung einer zweiten Art von Verfahrsystems vor, das auf Höhe der Einbauposition des Moduls angebrachte Schienen, eine auf den Schienen angeordnete Verfahrvorrichtung, wie beispielsweise Wälzwagen, sowie eine geeignete
Hebevorrichtung, mit der das Modul von der Verfahrvorrichtung gehoben bzw. auf der Verfahrvorrichtung abgesetzt werden kann, umfasst. Die Erfindung sieht auch in diesem Fall vor, dass zur Montage des Moduls eine nicht zur Wärmebehandlungseinrichtung gehörende, zweckmäßigerweise von einem oder mehreren Autokränen gebildete, externe Hebeeinrichtung verwendet wird. Das in gerader Linie zur Einbauposition positionierte Modul wird zunächst an der externen Hebeeinrichtung angeschlagen und bis auf die Höhe seiner Einbauposition angehoben. Anschließend wir das Modul mit dem seinem der Wärmebehandlungseinrichtung zugewandten Ende auf die Verfahrvorrichtung abgesetzt und mit deren Hilfe in das Tragwerk eingefahren. Sobald sich der Schwerpunkt des Modus im Bereich der
Schienen befindet, kann die Verbindung zur externen Hebeeinrichtung gelöst und das Modul entlang der Schienen soweit in das Tragwerk eingefahren werden, bis es senkrecht über seiner Einbauposition steht. Anschließend wird das Modul mittels der Hebevorrichtung von der Verfahreinrichtung gehoben und, nach Entfernung der Verfahrvorrichtung, in seine Einbauposition abgelassen, in der es direkt oder indirekt mit dem Tragwerk fest verbunden wird.
Die Erfindung eignet sich zum Aufbau einer beliebigen Wärmebehandlungseinrichtung. Mit besonderem Vorteil kann sie jedoch zum Aufbau von Spaltöfen, wie sie beispielsweise in petrochemischen Anlagen weit verbreitet sind, verwendet werden.
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