ULBRICH, Jens (Hansjakobstrasse 3-1, Friedrichshafen, 88048, DE)
JELTSCH, Thomas (Hansjakobstrasse 17, Friedrichshafen, 88048, DE)
GOEHRING, Alfred (Linzgaublick 5, Salem, 88682, DE)
ZWERGER, Niko (Kapitaen-Wagnerstrasse 34, Friedrichshafen, 88048, DE)
ULBRICH, Jens (Hansjakobstrasse 3-1, Friedrichshafen, 88048, DE)
JELTSCH, Thomas (Hansjakobstrasse 17, Friedrichshafen, 88048, DE)
GOEHRING, Alfred (Linzgaublick 5, Salem, 88682, DE)
| Ansprüche : 1. Transportables Farbsprühsystem (20, 30), umfassend eine Basisstation (1) mit einem Gebläse (83), Farbsprühmittel (21, 31), insbesondere eine Farbsprühpistole (21a, 31a) , mindestens einen Schlauch (S) zur Verbindung der Basisstation und der Farbsprühmittel (21, 31) , mindestens einen Farbbehälter (23) zur Aufnahme einer Farbmenge (36) , eine Vorrichtung (4) zur Übertragung von Energie auf den Farbbehälter (23) wobei die Farbmenge (36) in dem Farbbehälter (23) durch die übertragene Energie erwärmt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (4) zur Übertragung von Energie in der Basisstation (1) angeordnet ist. 2. Transportables Farbsprühsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Rührwerk (42) vorgesehen ist, wobei das Rührwerk (42) zumindest während der Übertragung von Energie auf den Farbbehälter (23) in die Farbmenge (36) eingetaucht ist, und diese durch das Rührwerk (42) bewegt wird . 3. Transportables Farbsprühsystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (4) zur Übertragung von Energie elektrische Kontakte in der Basisstation (1) aufweist, welche elektrische Energie an mindestens eine Heizvorrichtung (H) in dem Farbbehälter (23) übertragen . 4. Transportables Farbsprühsystem nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (4) zur Übertragung von Energie eine induktive und/oder thermische Ankopplung in der Basisstation (1) aufweist, welche induktive und/oder thermische Energie an mindestens eine induktive Heizvorrichtung und/oder mindestens einen Wärmespeicher, vorzugsweise eine Metallplatte in und/oder an dem Farbbehälter (23) überträgt. 5. Transportables Farbsprühsystem nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (4) zur Übertragung von Energie und der Farbbehälter (23) Mittel zur Herstellung einer formschlüssigen Verbindung in zumindest einer Ebene, vorzugsweise in Form von rotationssymmetrischen bzw. konzentrischen und ineinandergreifenden Strukturen (5) aufweisen. 6. Transportables Farbsprühsystem nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Farbbehälter (23) eine Durchführung (D) für eine Antriebswelle (40) für ein Rührwerk (42) umfasst, wobei die durch die Durchführung (D) durchgeführte Antriebswelle (40) vorzugsweise an einer Seite eine Kupplung (43) , insbesondere in Form einer Sternkupplung (43a), zur Aufnahme einer Abtriebswelle (44a) eines Motors (44), und an einer anderen Seite eine Kupplung (41) , insbesondere in Form eines sternförmigen Wellenabschnitts (41a) , zur Aufnahme eines Rührkörpers (42a) , insbesondere eines Propellers umfasst. 7. Transportables Farbsprühsystem nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Farbbehälter (23) an dem Farbsprühmittel (21, 31) befestigbar, vorzugsweise anschraubbar ausgebildet ist, wobei Farbe durch ein Steigrohr (35) aus dem Farbbehälter (23) zu einer Sprühdüse (37) am Farbsprühmittel (21, 31) gefördert wird. 8. Transportables Farbsprühsystem nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Farbbehälter (23) an der Oberfläche der Basisstation (1) oder teilweise in der Basisstation (1) oder in der Basisstation (1), vorzugsweise von der Basisstation (1) trennbar ausgebildet ist. 9. Verfahren zur Verarbeitung von zu sprühenden Farbmengen (36), wobei in einem austauschbaren Farbbehälter (23) eine Farbmenge (36) durch eine Vorrichtung (4) zur Übertragung von Energie auf eine Temperatur oberhalb einer Umgebungstemperatur erwärmt wird, und wobei die erwärmte Farbmenge (36) durch ein Steigrohr (35) oder durch einen Farbschlauch (81) zu einem Farbsprühmittel (21, 31), insbesondere einer Farbsprühpistole (21a, 31a) transportiert wird, dadurch gekennzeichnet, dass während der Übertragung von Energie auf den Farbbehälter (23) und der Erwärmung der Farbmenge (36) diese mittels eines Rührwerks (42) gerührt wird. 10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Erwärmung der Farbmenge (36) auf eine Temperatur zwischen 20°C und 70°C vorzugsweise zwischen 30°C und 50°C erfolgt. 11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Rührwerk (42) in einem Betriebszustand während der Übertragung von Energie mit einer Drehzahl von 100 U/min bis 300 U/min betrieben wird und vorzugsweise nach Beendigung der Übertragung von Energie noch eine Zeit nachläuft und insbesondere in einem zweiten Betriebszustand zur Reinigung mit einer Drehzahl von 200 U/min bis 500 U/min betrieben wird. 12. Verfahren nach Anspruch 9, 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass über Temperaturerfassungsmittel in oder am Farbbehälter (23) und/oder in der Farbmenge (36) die Vorrichtung (4) zur Übertragung von Energie gesteuert, insbesondere geregelt wird. |
Die Erfindung betrifft ein transportables Farbsprühsystem nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie ein Verfahren zur
Verarbeitung von zu sprühenden Farbmengen oder
Beschichtungsstoffen oder Anstrichmitteln nach dem Oberbegriff des Anspruchs 9.
Die sprühtechnische Verarbeitung von Farbmengen ist aus dem Stand der Technik hinreichend bekannt. Aufgrund der
gesetzmäßigen Anforderung an die Farbhersteller, Farben mit möglichst wenig Lösungsmitteln herzustellen, oder gar auf bestimmte Arten von Lösungsmitteln vollständig zu verzichten, ist sowohl für die Farbindustrie als auch für die
farbenverarbeitende Industrie das Problem gegeben, dass
Farbmengen mit einem geringeren Lösungsmittelanteil bzw. mit alternativen Lösungsmitteln, wie beispielsweise Farben auf Wasserbasis, verarbeitet werden müssen, wobei die Anforderung an die zu erzeugende Oberfläche, welche mit der Farbe erzielt werden soll, nach wie vor keine Rückschritte in der
Verarbeitungsqualität zulässt.
Eine Möglichkeit, den Farbauftrag auf eine Oberfläche zu verbessern und eine erhöhte Güte der Oberflächenbeschichtung zu erreichen, ohne dass entsprechende Lösungsmittel zusätzlich der Farbe beigemengt werden müssen, welche oftmals stark flüchtig und außerdem reizend oder gar giftig sind, besteht darin, die Viskosität der zu verarbeitenden Farbmenge
herabzusetzen, indem sie beispielsweise erwärmt wird, und in
BESTÄTIGUNGSKOPIE einem erwärmten Zustand auf die Oberfläche aufgetragen wird.
Aus dem Stand der Technik, beispielsweise aus der
US 2,148,986, sind Farbsprühpistolen mit Heizvorrichtungen bekannt, bei welchen eine herkömmliche Farbsprühpistole mit ihrem Farbbehälter auf eine Heizplatte aufgestellt wird, und dadurch eine Erwärmung der Farbmenge, welche sich in dem
Farbbehälter befindet, herbeigeführt wird.
Eine Heizplatte, welche somit als Erwärmungsmittel für die zu verarbeitende Farbmenge benutzt wird, stellt jedoch keine besonders komfortable Lösung für den Farbe verarbeitenden Handwerker dar, da ein weiteres Gerät zur Verarbeitung einer Farbmenge benötigt wird.
Aufgabe der Erfindung ist es somit, die Möglichkeit der
Verarbeitung von erwärmten Farbmengen bereitzustellen, ohne dass unkomfortable zusätzliche Geräte transportiert und gehandhabt werden müssen.
Die Aufgabe wird ausgehend vom Oberbegriff des Anspruchs 1 durch den kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen sowie zweckmäßige Ausgestaltungen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
Die Erfindung betrifft ein transportables Farbsprühsystem, welches eine Basisstation mit einem Gebläse, Farbsprühmittel, insbesondere eine Farbsprühpistole, mindestens einen Schlauch zur Verbindung der Basisstation und der Farbsprühmittel sowie mindestens einen Farbbehälter zur Aufnahme einer Farbmenge umfasst. Des Weiteren umfasst das erfindungsgemäße
transportable Farbsprühsystem eine Vorrichtung zur Übertragung von Energie auf den Farbbehälter, wobei die Farbmenge in dem Farbbehälter durch diese übertragene Energie erwärmt wird. Erfindungsgemäß ist die Vorrichtung zur Übertragung von
Energie in der Basisstation und teilweise im Farbbehälter des erfindungsgemäßen transportablen Farbsprühsystems angeordnet. Farbsprühsysteme, insbesondere solche, welche sich die HVLP-Technik zu Nutze machen, umfassen in der Regel ein
Gebläse, mit welchem die benötigte Förderluft zur Förderung einer Farbmenge aus einer Sprühdüse bereitgestellt wird.
Dieses Gebläse wird in einem Gerätebestandteil angeordnet, welcher vorliegend als Basisstation bezeichnet wird, da es nicht zwingend notwendig ist, das Gebläse direkt an dem
Farbsprühmittel, beispielsweise einer Farbsprühpistole, anzuordnen. Durch die Integration einer Vorrichtung zur
Übertragung von Energie, mit welcher eine Farbmenge in einem Farbbehälter erwärmt wird, in dem Gerätekorpus der
Basisstation wird eine kompakte und einheitliche Geräteversion eines transportablen Farbsprühsystems bereitgestellt, ohne dass die zu handhabenden Farbsprühmittel, welche durch den Handwerker stets bewegt werden, verändert werden müssen, und ohne dass diese durch die Vorrichtung zur Übertragung von Energie beispielsweise an Gewicht zunehmen.
In einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen transportablen Farbsprühsystems ist zusätzlich ein Rührwerk vorgesehen, wobei das Rührwerk zumindest während der Übertragung von Energie auf den Farbbehälter und somit während der Erwärmung der Farbmenge in die Farbmenge eingetaucht ist, und die Farbmenge dabei durch das Rührwerk bewegt wird.
Auf diese Weise wird ein gleichmäßiges Erwärmen der Farbmenge bereitgestellt und gegebenenfalls ein Anbrennen bzw. lokales Überhitzen im Bereich der Energieübertragung vermieden.
In einer zweckmäßigen Ausgestaltung des transportablen
Farbsprühsystems ist die Vorrichtung zur Übertragung von
Energie durch elektrische Kontakte in der Basisstation sowie entsprechende Gegenkontakte am Farbbehälter, welche
elektrische Energie an mindestens eine Heizvorrichtung in dem Farbbehälter übertragen, gebildet.
Widerstandsheizelemente, welche im Farbbehälter integriert sind, werden auf diese Weise durch elektrische Kontaktstellen, beispielsweise durch formschlüssig ineinandergreifende Kontakte, gebildet. Durch die elektrische Kontaktierung kann ein Strom durch beispielsweise ein Heizelement in dem
Farbbehälter fließen und die erzeugte Wärme auf die zu
erwärmende Farbmenge übertragen.
In einer weiteren zweckmäßigen Ausgestaltung ist die
Vorrichtung zur Übertragung von Energie durch eine induktive und/oder thermische Ankopplung in der Basisstation gebildet. Die induktive und/oder thermische Energie wird sodann von der Basisstation an eine induktiv und/oder thermisch arbeitende Heizvorrichtung im Farbbehälter übertragen, so dass die darin enthaltene Farbmenge erwärmt wird. Beispielsweise sind hierfür Metallplatten oder andersartige Wärmespeicher, welche
entsprechend ankoppelbar sind, nutzbar.
Induktive und/oder thermische Ankopplungen an einer
Vorrichtung zur Übertragung von Energie können im Einzelfall zweckmäßig sein, wenn beispielsweise Farbbehälter aus nicht leitenden Materialien vorhanden sind, oder lokal
unterschiedliche Mengen an Energie auf den Farbbehälter übertragen werden sollen.
In einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen transportablen Farbsprühsystems ist vorgesehen, dass die Vorrichtung zur Übertragung von Energie und der Farbbehälter Mittel zur
Herstellung einer formschlüssigen Verbindung in zumindest einer Ebene aufweisen, wobei die Mittel vorzugsweise in Form von rotationssymmetrischen bzw. konzentrischen und ineinander greifenden Strukturen gebildet sind.
Entsprechende Mittel zur Herstellung einer formschlüssigen Verbindung in einer Ebene helfen, die Position des
Farbbehälters im Bereich der Vorrichtung zur Übertragung von Energie, in welcher dieser dort platziert werden kann, vorzugeben. Auf diese Weise ist eine optimierte und
reproduzierbare Ankopplung des Farbbehälters an die
Vorrichtung zur Übertragung von Energie erreicht. Des Weiteren sind üblicherweise derartige Farbbehälter als rotationssymmetrische Körper, beispielsweise als Farbbecher oder Farbeimer ausgebildet, welche zwar bezüglich ihrer
Mittelachse exakt positioniert werden müssen, jedoch um ihre Symmetrieachse rotiert beliebig auf die entsprechende Position an der Vorrichtung zur Übertragung von Energie angeordnet werden können.
Eine weitere erfindungsgemäße Ausgestaltung des transportablen Farbsprühsystems ist dadurch gekennzeichnet, dass der
Farbbehälter eine Durchführung für eine Antriebswelle für ein Rührwerk umfasst, wobei die durch die Durchführung geführte Antriebswelle vorzugsweise an einer Seite eine sternförmige Buchse zur Aufnahme einer Abtriebswelle eines Motors und an einer anderen Seite einen sternförmigen Wellenabschnitt zur Aufnahme eines Rührkörpers, insbesondere eines Propellers, umfasst .
Durch das Einbringen eines Rührkörpers in die zu erwärmende Farbmenge kann diese während der Erwärmung bewegt werden, so dass eine gleichmäßige Erwärmung erfolgt. Problematisch ist hierbei jedoch oftmals die Reinigung, da derartige Rührkörper üblicherweise Hinderschneidungen und unzugängliche Stellen aufweisen, wenn sie fest in einem Farbbehälter montiert sind. Die vorzugsweise Ausgestaltung der Antriebswelle für ein
Rührwerk mit beidseitig vorhandenen Sternkopplungen bietet die Möglichkeit, sowohl den Farbbehälter von der Basisstation zu trennen als auch das Rührwerk im Farbbehälter zu zerlegen und beispielsweise den Rührkörper zu Reinigungszwecken abzunehmen.
In einer überdies zweckmäßigen Ausgestaltung des
erfindungsgemäßen transportablen Farbsprühsystems ist der Farbbehälter an dem Farbsprühmittel befestigbar, vorzugsweise anschraubbar ausgebildet, wobei die Farbe durch ein Steigrohr aus dem Farbbehälter zu einer Sprühdüse am Farbsprühmittel gefördert wird.
Eine Möglichkeit der sprühenden Farbmengenverarbeitung besteht darin, einen Farbbehälter direkt an einem Farbsprühmittel, beispielsweise einer Farbsprühpistole, anzuschrauben, so dass die Farbmenge beim Verarbeiten mit dem Farbsprühmittel mitbewegt werden muss. Hierbei ist zu beachten, dass die erfindungsgemäß erwärmte Farbmenge sowie der Farbbehälter eine ausreichende Wärmekapazität aufweisen, damit während des
Verarbeitens, also während sich der Farbbehälter nicht auf der Vorrichtung zur Übertragung von Energie befindet, die
Farbmenge nicht zu sehr abkühlt und somit die gewünschte
Verarbeitungstemperatur bzw. der gewünschten
Verarbeitungstemperaturbereich verlassen wird.
Der Farbbehälter kann auch wärmeisoliert seine z.B. mittels eines doppelwandigen Behälters oder einer geeigneten
Isolationsschicht an der Behälterwand.
In einer weiteren zweckmäßigen Ausgestaltung des
erfindungsgemäßen transportablen Farbsprühsystems ist
vorgesehen, dass der Farbbehälter an der Oberfläche der
Basisstation oder teilweise in der Basisstation oder
vollständig in der Basisstation, vorzugsweise jedoch von der Basisstation trennbar ausgebildet ist.
Die Basisstation kann einen Aufnahmeraum für eine Farbmenge aufweisen oder eine Aufnahme für einen Farbbehälter
bereitstellen, welcher während des Verarbeitungsvorgangs der Farbmenge an der Basisstation, teilweise in der Basisstation oder vollständig in der Basisstation angeordnet ist. Die zu verarbeitende Farbmenge wird dabei über einen
Farbförderschlauch von der Basisstation zu dem Farbsprühmittel mittels einer Pumpe befördert, wobei in diesem Fall das
Farbsprühmittel in vorteilhafter Weise leicht und kompakt ausgebildet sein kann, so dass eine Verarbeitung, insbesondere größerer Farbmengen, ohne Unterbrechung möglich ist, da keine Farbe in einen Behälter am Farbsprühmittel nachgefüllt werden muss .
Hierbei kann der Farbförderschlauch wärmeisoliert sein
und/oder das Heizelement auch im oder am Schlauch angebracht werden . Des Weiteren umfasst die Erfindung ein Verfahren zur Verarbeitung von zu sprühenden Farbmengen, wobei in einem austauschbaren Farbbehälter eine Farbmenge durch eine
Vorrichtung zur Übertragung von Energie auf eine Temperatur oberhalb einer Umgebungstemperatur erwärmt wird. Weiterhin wird die erwärmte Farbmenge durch ein Steigrohr oder durch einen Farbschlauch zu einem Farbsprühmittel, insbesondere zu einer Farbsprühpistole, transportiert, wobei erfindungsgemäß während der Übertragung von Energie auf den Farbbehälter und der daraus resultierenden Erwärmung der Farbmenge diese mittels einem Rührwerk umgerührt wird.
Das erfindungsgemäße Verfahren stellt in vorteilhafter Weise eine Farbmenge zur Verarbeitung zur Verfügung, bei welcher die Viskosität in ausreichendem Maße abgesenkt werden kann, um eine verbesserte Oberflächenbeschichtung herbeizuführen.
In einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist die Erwärmung der Farbmenge auf eine Temperatur zwischen 20° und 70°, vorzugsweise zwischen 30° und 50°C vorgesehen.
Insbesondere kann es für den Anwender bzw. Gerätehersteller zweckmäßig sein, zwei exakte Temperaturen zur Verarbeitung zweier unterschiedlicher Farbkategorien vorzugeben, welche beispielsweise auch durch die Randbereiche der oben
angegebenen Temperaturbereiche gebildet sein können.
In einer überdies zweckmäßigen Weiterbildung des
erfindungsgemäßen Verfahrens ist es vorgesehen, dass das
Rührwerk in einem Betriebszustand während der Übertragung von Energie auf eine Farbmenge mit einer Drehzahl von 100 U/min bis 300 U/min betrieben wird, und vorzugsweise nach der
Beendigung der Übertragung von Energie, also nach dem
Erreichen der gewünschten Temperatur für die Farbmenge, noch einige Zeit nachläuft. Insbesondere kann das Rührwerk nach dem erfindungsgemäßen Verfahren weiterhin einen zweiten
Betriebszustand aufweisen, welcher zur Reinigung des
Farbbehälters dient, und mit einer Drehzahl von 200 U/min bis 500 U/min betrieben wird. Zur Umwälzung von erwärmten Farbmengen, damit eine
gleichmäßige Erwärmung innerhalb der Farbmenge stattfinden kann, reicht in der Regel eine niedrige Drehzahl aus. Es kann jedoch zweckmäßig sein, dass auch nach dem Abschluss der
Erwärmung der Farbmenge, also beispielsweise nach Erreichen einer gewünschten Verarbeitungstemperatur, trotz
abgeschalteter Vorrichtung zur Übertragung von Wärmeenergie, das Rührwerk noch nachläuft, damit ein Anbrennen bzw. lokales Überhitzen der Farbe aufgrund von vorhandener Restwärme an der Vorrichtung zur Übertragung von Wärmeenergie vermieden wird.
Zweckmäßigerweise kann nach dem erfindungsgemäßen Verfahren auch ein Reinigungsmodus vorgesehen werden, welcher
beispielsweise in einer gegenüber der Erwärmungsdrehzahl erhöhten Reinigungsdrehzahl am Rührwerk charakterisiert ist. Auf diese Weise kann die Reinigung des Farbbehälters erheblich erleichtert werden, da nicht oder nur noch bedingt eine manuelle Bewegung eines Reinigungsfluids in dem Farbbehälter erforderlich ist.
In einer weiteren Ausbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist dieses dadurch gekennzeichnet, dass über
Temperaturerfassungsmittel in oder an dem Farbbehälter
und/oder über Temperaturerfassungsmittel in der Farbmenge die Vorrichtung zur Übertragung von Energie gesteuert,
insbesondere geregelt wird.
Temperaturerfassungsmittel können eine Steuer- bzw. Regelgröße für die Vorrichtung zur Übertragung von Energie aus der
Temperatur der Farbmenge bzw. der Temperatur des Farbbehälters liefern, so dass entweder über eine Zu- und Abschaltung der Vorrichtung zur Übertragung von Energie diese gesteuert werden kann oder über eine Regelvorrichtung zur Regelung der Leistung der Vorrichtung zur Übertragung von Energie dieser
entsprechend vorgegebener Parameter eingeregelt wird.
Auf diese Weise können bevorzugte Erwärmungskurven bzw.
Halteparameter zur Bestimmung einer zu haltenden Temperatur einer zu verarbeitenden Farbmenge eingestellt werden.
Eine erfindungsgemäße Ausgestaltung einer transportablen
Farbsprühanlage ist im nachfolgenden Ausführungsbeispiel dargestellt .
Die Erfindung ist jedoch nicht auf das dargestellte
Ausführungsbeispiel beschränkt, sie umfasst vielmehr all diejenigen Ausgestaltungen, welche vom erfindungswesentlichen Gedanken Gebrauch machen.
Es zeigen
Figur 1 eine perspektivische Darstellung einer
Basisstation, eine Darstellung einer erfindungsgemäßen Basisstation mit darauf angeordneter
Sprühpistole, dargestellt ohne Luftschlauch,
Figur 3 eine schematische Darstellung eines
erfindungsgemäßen transportablen
Farbsprühsystems im Schnitt,
Figur 4 eine schematische Darstellung eines weiteren erfindungsgemäßen transportablen
Farbsprühsystems und
Figur 5 eine schematische Draufsicht auf die
Zentrierrillen der in der Figur 1 gezeigten Vorrichtung zur Übertragung von Energie.
Im Einzelnen zeigt Figur 1 eine Basisstation 1 eines
erfindungsgemäßen transportablen Farbsprühsystems. Der Griff 2 der Basisstation 1 dient zur Handhabung und zum Transport der Basisstation 1 und ist an einem Gehäuse 3 der Basisstation 1 befestigt. Die Basisstation 1 weist auf ihrer Oberseite eine Vorrichtung 4 zur Übertragung von Energie auf, welche in vorliegender Darstellung durch Zentrierrillen 5 kenntlich gemacht ist. Die Zentrierrillen 5 umfassen auf ihren innenliegenden Seiten Kontaktbereiche, in welchen sie einen Kontakt mit einem später darauf angeordneten Farbbehälter und einer darin angeordnete Wärmeerzeugungsvorrichtung herstellen können. Die Zentrierrillen 5 weisen nach einem halben Umlauf Unterbrechungen 6, 7 auf, welche die beiden Kontaktbereiche der notwendigen Polung einer elektrischen Anschlussleitung für eine Vorrichtung zur Übertragung von elektrischer Energie bilden. Im Zentrum der Anordnung der Zentrierrillen 5 befindet sich eine Sternkupplung 8, welche einen Antrieb aus dem
Inneren des Gehäuses 3 der Basisstation 1 nach außen
durchführt und in einen erfindungsgemäßen Farbbehälter mit darin integriertem Rührwerk auf dieses Rührwerk einwirken kann .
Die Oberfläche der Basisstation 1 weist weiterhin Endschalter 10 auf, von denen in vorliegender Darstellung nur der
rechtsseitige Endschalter lOsichtbar ist. Es ist ein
entsprechend gegenüberliegender Endschalter sowie ein
Endschalter im Griffbereich der Farbsprühpistole vorgesehen. Der Endschalter 10 dient zur Detektion des Vorhandenseins eines Farbbehälters und schaltet entsprechend nur dann die Vorrichtung zur Übertragung von Energie aktiv, wenn ein zu beheizender Farbbehälter vorhanden ist.
Das Gehäuse 3 der Basisstation 1 weist weiterhin
Bedienelemente 12 sowie eine Anzeigen 11 auf, welche die verschiedenen Betriebszustände der erfindungsgemäßen Anlage beschreiben. Des Weiteren ist ein Temperaturwahlschalter 13 für 30°C oder 50°C Farbtemperatur vorgesehen.
Figur 2 zeigt ein erfindungsgemäßes transportables
Farbsprühsystem 20, welches eine Basisstation 1 sowie ein als Farbsprühpistole 21 ausgebildetes Farbsprühmittel 21 umfasst. Aus Gründen der Übersichtlichkeit ist der normalerweise am Luftanschluss 22 befestigte Luftschlauch nicht dargestellt, welcher üblicherweise die Farbsprühpistole 21a mit der
Basisstation 1 und einem darin enthaltenen Gebläse verbindet. Die Farbsprühpistole 21a umfasst einen Farbbehälter 23, welcher von unten an die Farbsprühpistole 21a angeschraubt ist. Die im Farbbehälter 23 enthaltene Farbmenge wird durch die Vorrichtung zur Übertragung von Energie 4 der Basisstation 1 im ordnungsgemäßen Betrieb erwärmt.
Figur 3 zeigt eine schematische Darstellung eines
Farbsprühsystems 30, wobei vorliegend auf eine Darstellung des Gehäuses 3 der Basisstation 1 verzichtet wurde, um die
entsprechenden innenliegend umfassten Bauteile übersichtlich darzustellen .
Beim erfindungsgemäßen Farbsprühsystem 30 wird als
Farbsprühmittel 31, eine Farbsprühpistole 31a benutzt, an deren Unterseite ein Farbbehälter 32 befestigt ist, benutzt. Die Sprühpistole weist einen Luftanschluss 33 auf, durch welchen die Arbeitsluft vom Gebläse aus der Basisstation über einen Schlauch S herangefördert wird. Zur Handhabung weist die Farbsprühpistole 31a einen Griff 34 auf, an welchem sie gehalten wird, um eine Lackierarbeit auszuführen. Im Inneren des Farbbehälters 32 ist ein Steigrohr 35 vorgesehen, welches eine Farbmenge 36 im Farbbehälter 32 mit einer Sprühdüse 37 verbindet, so dass die Farbe aus der Sprühdüse 37 ausgebracht werden kann. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind
Dosiermittel, wie beispielsweise ein Nadelventil etc., nicht dargestellt .
Der erfindungsgemäße Farbbehälter 32 weist auf seiner
Unterseite eine Durchführung D für eine Antriebswelle 40 auf, welche durch einen Boden des Farbbehälters 32 hindurchgeführt wurde. Die Antriebswellewelle 40 zeigt an ihrem oberen Ende eine als Sternkupplung 41a ausgebildete Kupplung 41 zur
Aufnahme eines Rührkörpers 42a eines Rührwerks 42. Der
Rührkörper 42a ist durch die vorhandene Sternkupplung 41a zu Reinigungszwecken leicht von der Welle 40 trennbar ist. Auf ihrer Unterseite zeigt die Welle 40 eine weitere Kupplung 43, welche als Sternkupplung 43 ausgebildet ist und über welche die Abtriebswelle 44a einer otor/Getriebeeinheit 44 an die Welle 40 angreifen kann und somit den Rührkörper 42a antreibt. Die Endschalter 10, 10' , 10' ' geben abhängig davon mit welcher Orientierung der Netzstecker eingesteckt wurde den Leiter oder den Nullleiter frei.
In einem Heizbereich 60 des Farbbehälters 32 befinden sich mindestens eine, vorliegend zwei dargestellte
Widerstandsheizungen 61, 62, welche durch die Basisstation über entsprechende Heizkontakte 63, 64 durch die Vorrichtung zur Übertragung von Energie versorgt werden. Somit umfasst eine Heizvorrichtung H wenigstens eine Widerstandsheizung 61 bzw. 62. Die Heizkontakte 63, 64 können beispielsweise durch die in Figur 1 dargestellten Zentrierrillen 5 über
entsprechende Schleifkontakte gebildet werden. Des Weiteren umfasst das erfindungsgemäße Farbsprühsystem 30 einen
Temperatursensor 70, welcher an Temperatur-Sensorkontakte 71, 72 angeschlossen ist und somit eine Steuerung bzw. Regelung der Heizleistung der entsprechenden Widerstandsheizung 61, 62 auf die Farbmenge 36 zulässt. Zur Förderung der Farbe in das Steigrohr 35 wird dem Farbbehälter 32 über einen
Druckluftkanal 73 Arbeitsluft zugeleitet, welche über den Schlauch S zu der Farbsprühpistole 31a geleitet wird.
Figur 4 zeigt in schematischer Darstellung ein weiteres erfindungsgemäßes Farbsprühsystem 80. Bei diesem
Farbsprühsystem verbleibt eine Farbbehälter 23 während des Versprühens von Farbe auf einer Basisstation 1. Die Farbe wird aus dem Farbbehälter 23 durch einen Farbschlauch 81 zu einer Farbsprühpistole 31a gefördert, wobei das Farbsprühsystem 80 hierzu eine Farbpumpe 82 umfasst, welche die Farbe durch den Farbschlauch 81 zu der Farbsprühpistole 31a fördert. In der Figur 4 ist in der Basisstation 1 weiterhin ein Gebläse 83 dargestellt, durch welches Luft durch einen Luftschlauch S zu der Farbsprühpistole 31a gefördert wird. Weiterhin sind schematisch ein Rührwerk 42 und eine Heizvorrichtung H
dargestellt. Mit gestrichelten Linien ist gezeigt, wie der Farbbehälter 23 bei abgenommenem Deckel 84 alternativ auch direkt an die Farbsprühpistole 31a gekuppelt werden kann. Bei einer derartigen Kopplung zwischen Farbsprühpistole 31a und Farbbehälter 23 kann auf den Farbschlauch 81 und die Farbpumpe 82 verzichtet werden. Die Farbsprühpistole 31a ist dann ausschließlich über den Schlauch S mit der Basisstation 1 verbunden .
In einer weiteren nicht dargestellten Ausführungsform wäre es auch denkbar, den Farbbehälter in einer Vertiefung des
Gehäuses 3 der Basisstation 1 aufzubewahren und beispielsweise das Rührwerk von oben her in den Farbbehälter einzuschwenken, um auf die Durchführung der Welle auf der Unterseite zu verzichten. Des Weiteren wäre ein Abschluss mit einem Deckel oberseitig einer derartigen Ausgestaltung ebenfalls denkbar, so dass ein abgeschlossenes transportables Farbsprühsystem entsteht, bei welchem kein Farbbehälter an einer Sprühpistole angeordnet sein muss, was die Handhabbarkeit und das zu bewegende Gewicht bei der Verarbeitung von zu versprühender Farbe erheblich verringert.
In der Figur 5 ist schließlich eine schematische Draufsicht auf die Zentrierrillen 5 der in der Figur 1 gezeigten
Vorrichtung 4 zur Übertragung von Energie gezeigt. Die sechs Zentrierrillen 5 sind als konzentrische Kreisbögen Kl bis K6 zu einer Drehachse 90 der Sternkupplung 43a der Antriebwelle 40 angeordnet. Hierbei ist in den beiden äußeren Kreisbögen Kl und K2 ein Nullleiter 91, 92 geführt. Die beiden inneren
Kreisbögen K3 und K4 bilden die Führung für einen ersten
Schutzleiter 93 und einen zweiten Schutzleiter 94. Der erste mittlere Kreisbogen K5 nimmt einen ersten Leiter 95 auf, durch welchen die für eine erste Heizleistung erforderliche Energie der Heizung in dem nicht dargestellten Farbbehälter zuführbar ist. Der zweite mittlere Kreisbogen K6 nimmt einen zweiten Leiter 96 auf, durch welchen die für eine zweite Heizleistung erforderliche Energie der Heizung in dem nicht dargestellten Farbbehälter zuführbar ist. Bezugszeichenliste :
1 Basisstation
2 Griff
3 Gehäuse
4 Vorrichtung zur Übertragung von Energie
5 Zentrierrillen
6, 7 Unterbrechungen in 5
8 Sternkupplung
10 Endschalter
10' Endschalter
10' ' Endschalter
11 Anzeigen
12 Bedienelemente
13 TemperaturwahlSchalter
20 Farbsprühsystem
21 Farbsprühmittel
21a Farbsprühpistole
22 Luftanschluss
23 Farbbehälter
30 Farbsprühsystem
31 Farbsprühmittel
31a Farbsprühpistole
32 Farbbehälter
33 Luftanschluss
34 Griff
35 Steigrohr
36 Farbmenge
37 Sprühdüse
40 Antriebswelle
41 Kupplung an 40
41a Sternkupplung an 40
42 Rührwerk
42a Rührkörper
43 Kupplung an 40
43a Sternkupplung an 40
44 Motor/Getriebeeinheit
44a Antriebswelle von 44
50 Kontaktschalter 51 Kontaktschalter
54 Kontaktschalter
60 Heizbereich
61 Widerstandsheizung
62 Widerstandsheizung
63, 63' Heizkontakt
64, 64' Heizkontakt
70 Temperatursensor
71, 72 Temperatur-Sensorkontakt 73 Druckluftkanal
80 Farbsprühsystem
81 Farbschlauch
82 Farbpumpe
83 Gebläse
84 Deckel von 23
90 Drehachse von 40
91, 92 Nullleiter
93, 94 Schutzleiter
95, 96 Leiter
Durchführung
HeizVorrichtung
K6 Kreisbogen
Schlauch
