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Title:
HEATING SYSTEM, AND VEHICLE SEAT COMPRISING A HEATING SYSTEM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2020/249149
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a heating system (1) comprising at least one heating element (6a, 6b, 6c), at least one electrode element (4a, 4b) and at least one substrate (2), on which at least one such electrode element (4a, 4b) and at least one such heating element (6a, 6b, 6c) are positioned, wherein said electrode element (4a, 4b) and heating element (6a, 6b, 6c) run along different paths in the substrate (2), the paths of the electrode element (4a, 4b) and the heating element (6a, 6b, 6c) intersect in at least one contact zone (5a, 5b), and the electrode element (4a, 4b) and the heating element (6a, 6b, 6c) are electrically conductively connected in the contact zone (5a, 5b) at a common contact surface. According to the invention, the electrode element (4a, 4b) and the heating element (6a, 6b, 6c) intersect at least twice in order to achieve contact between the two elements at multiple points in the contact zone (5a, 5b), and thus to increase the contact surface overall that is common to both elements.

Inventors:
TREMMEL PETER (DE)
Application Number:
DE2020/000126
Publication Date:
December 17, 2020
Filing Date:
June 08, 2020
Export Citation:
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Assignee:
GENTHERM GMBH (DE)
International Classes:
H05B3/34; B60N2/56
Foreign References:
DE4101290A11992-07-23
DE102005003946A12006-08-10
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Claims:
Ans prüc he

1 . Heizeinrichtung (1), umfassend mindestens einen Heizleiter (6a, 6b, 6c), - mindestens einen Elektrodenleiter (4a, 4b), und mindestens einen Träger (2), an welchem mindestens ein solcher

Elektrodenleiter (4a, 4b) und mindestens ein solcher Heizleiter (6a, 6b, 6c) angeordnet sind,

- wobei dieser Elektrodenleiter (4a, 4b) und dieser Heizleiter (6a, 6b, 6c) auf

voneinander verschiedenen Verlaufsbahnen am Träger (2) angeordnet sind,

- wobei sich die Verlaufsbahnen des Elektrodenleiters (4a, 4b) und des Heizleiters (6a, 6b, 6c) in mindestens einer Kontaktierungszone (5a, 5b) kreuzen, und wobei der Elektrodenleiter (4a, 4b) und der Heizleiter (6a, 6b, 6c) in der

Kontaktierungszone (5a, 5b) an einer ihnen gemeinsamen Berührfläche elektrisch leitend miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektrodenleiter (4a, 4b) und der Heizleiter (6a, 6b, 6c) einander mindestens zweimal kreuzen, um an mehreren Stellen in der Kontaktierungszone (5a, 5b) eine Berührung zwischen den beiden Leitern zu erreichen und die den beiden Leitern gemeinsame Berührfläche somit insgesamt zu vergrößern.

2. Heizeinrichtung (1) nach Anspruch 1 , gekennzeichnet durch mindestens eines der folgenden Merkmale:

- das Heizelement ist ein Flächengebilde,

- der Träger ist zumindest teilweise aus Textil (insbesondere Vlies), Schaum und/oder Folie gebildet.

3. Heizeinrichtung (1 ) nach einem der voranstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch mindestens eines der folgenden Merkmale: - mindestens ein Heizleiter ist durch einen zumindest teilweise elektrisch leitenden Strang gebildet,

- mindestens ein Elektrodenleiter ist durch einen zumindest teilweise elektrisch leitenden Strang gebildet.

4. Heizeinrichtung (1) nach einem der voranstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch mindestens eines der folgenden Merkmale:

- mindestens ein Heizleiter weist eine Vielzahl von elektrisch leitfähigen Filamenten auf, die parallel zueinander, verdrillt miteinander und/oder aufeinander folgend im Heizleiter angeordnet sind, insbesondere Kohlenstoff-Fasern, insbesondere

- mindestens ein Elektrodenleiter weist eine Vielzahl von elektrisch leitfähigen Filamenten auf, die parallel zueinander, verdrillt miteinander und/oder aufeinander folgend im Elektrodenleiter angeordnet sind.

5. Heizeinrichtung (1) nach einem der voranstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:

- die Heizeinrichtung (1 ) weist zwei Elektroden auf,

- welche beabstandet zueinander am Träger angeordnet sind,

- welche eine Heizzone zwischen sich aufspannen und

- welche dafür über eine Vielzahl von Heizleitern elektrisch miteinander verbunden sind,

wobei mindestens eine Elektrode aus einem einzigen Elektrodenleiter gebildet ist.

6. Heizeinrichtung (1) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass eine Vielzahl von Kontaktierungszonen zwischen mindestens einem Elektrodenleiter oder einer Elektrode einerseits und einer Vielzahl von

Heizleitern entlang des Elektrodenleiters andererseits vorgesehen ist.

7. Heizeinrichtung (1) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass mindestens ein Heizleiter nur zwei Kontaktierungszonen aufweist, vorzugsweise im Bereich seiner jeweiligen Enden, vorzugsweise gilt das für mindestens 50% aller an einem Träger vorgesehenen Heizleiter.

8. Heizeinrichtung (1) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass mindestens ein Elektrodenleiter (4a, 4b) im mindestens einen Kontaktierungsbereich (5a, 5b) entlang einer Längsrichtung des jeweiligen Heizleiters (6a, 6b, 6c) mäanderförmig verläuft.

9. Heizeinrichtung (1) nach einem der voranstehenden Ansprüche, bei welcher an dem Träger (2) genau zwei Elektrodenleiter (4a, 4b) befestigt sind und welche mehrere Heizleiter, insbesondere Kohlefaserheizwiderstände (6a, 6b, 6c) umfasst, wobei vorgesehen ist, dass die genau zwei an dem Träger befestigten Elektrodenleiter (4a, 4b) über einen jeweiligen Kontaktierungsbereich (5a, 5b) elektrisch leitend mit den mehreren Heizleitern (6a, 6b, 6c) verbunden sind.

10. Heizeinrichtung (1) nach einem der voranstehenden Ansprüche, bei welcher der

mindestens ein Elektrodenleiter (4a, 4b) in einem an den mindestens einen

Kontaktierungsbereich (5a, 5b) anschließenden Abschnitt zumindest näherungsweise geradlinig oder zumindest näherungsweise sinusförmig verläuft.

1 1 . Heizeinrichtung (1) nach einem der voranstehenden Ansprüche, bei welcher

mindestens ein Elektrodenleiter (4a, 4b) über mindestens einen Kontaktierungsbereich (5a, 5b) an dem Träger (2) befestigt ist.

12. Heizeinrichtung (1) nach einem der voranstehenden Ansprüche, bei welcher

mindestens ein Elektrodenleiter (4a, 4b) über mindestens einen Kontaktierungsbereich (5a, 5b) auf den Träger (2) aufgenäht ist.

13. Heizeinrichtung (1) nach einem der voranstehenden Ansprüche, bei welcher

mindestens ein Elektrodenleiter (4a, 4b) aus Kupfer oder aus einer Legierung besteht.

14. Heizeinrichtung (1) nach einem der voranstehenden Ansprüche, bei welcher

mindestens ein Elektrodenleiter (4a, 4b) durch mehrere Filamente gebildet ist, welche jeweils aus einer Kupferlegierung bestehen, wobei

- dieser Elektrodenleiter (4a, 4b) eine Anzahl n an Filamenten besitzt, für welche Anzahl n gilt: 5 < n < 125, vorzugsweise 5 - 40, insbesondere 20 < n < 40,

vorzugsweise 20 - 25, idealerweise 20, und/oder

- jedes dieser Filamente einen Querschnittsdurchmesser d besitzt, für welchen gilt: 0,03 mm < d < 0, 12 mm

15. Heizeinrichtung (1 ) nach einem der voranstehenden Ansprüche, umfassend eine

Stromquelle und/oder einen Transformator, welche mit den wenigstens zwei an dem Träger befestigten Elektroden (4a, 4b) in Verbindung stehen und welche eine

Nennspannung von 48 Volt bereitstellen.

16. Fahrzeugsitz (10), umfassend ein Sitzpolster (12) und eine Rückenlehne (14) sowie eine Heizeinrichtung (1 ) nach einem der voranstehenden Ansprüche, wobei vorgesehen ist, dass der Träger (2), die wenigstens zwei an dem Träger (2) befestigten Elektrodenleiter (4a, 4b) bzw Elektroden sowie der mindestens eine Heizwiderstand (6a, 6b, 6c) mit Kohlefaser-Bestandteilen in das Sitzpolster (12) und/oder in die Rückenlehne (14) eingebettet sind.

Description:
Heizeinrichtung sowie Fahrzeugsitz mit einer Heizeinrichtung

Hinterqrund der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Heizeinrichtung, vorzugsweise für

Fahrzeugsitze, sowie einen Fahrzeugsitz mit einer solchen Heizeinrichtung.

Textile Heizelemente mit Heizleitern aus Kohlefasern sind seit längerer Zeit bekannt und können verwendet werden, um Fahrzeugsitze zu beheizen. Typischerweise weisen solche Heizungen streifenförmige Elektroden auf, welche auf einem

Trägermaterial befestigt sind. Zwischen diesen Elektroden ist eine Vielzahl von Heizleitern als Heizwiderstände angeordnet und durch die Elektroden elektrisch kontaktiert ist.

Solche Heizelemente sind durch die Elektroden teuer und in ihrer geometrischen Gestaltung eingeschränkt.

Die elektrische Kontaktierung zwischen den Heizleitern und Elektroden wird bis dato dadurch gewährleistet, dass typischerweise mehrere Elektrodenleiter je Elektrode verwendet werden und diese als ein Elektrodenband als ein Streifen an dem

Trägermaterial festgelegt sind. Aufgrund der hohen Kosten, welche mit der bis dato notwendigen Verwendung einer Vielzahl an Elektroden zum Gewährleisten einer zuverlässigen elektrischen Kontaktierung einhergehen, sind Heizeinrichtungen wünschenswert, welche mit geringerem ökonomischem Aufwand hergestellt werden können und dennoch eine zuverlässige elektrische Kontaktierung gewährleisten. Auch beschränkt das Erfordernis einer Vielzahl an Elektroden die Flexibilität des Designs bei Fahrzeugsitzen.

Eine Aufgabe der Erfindung kann demnach darin gesehen werden, eine

Heizeinrichtung und einen Fahrzeugsitz mit einer solchen Heizeinrichtung bereitzustellen, welche sich durch geringere Herstellungskosten auszeichnen und im Hinblick auf die elektrische Kontaktierung von Kohlefaserheizwiderständen weiterhin zuverlässig sind. Zudem soll die Heizeinrichtung nach Möglichkeit flexibel ausgebildet sein bzw. einfach in Fahrzeugsitzen verlegt werden können.

Bestätigungskopie Geqenstand der Erfindung

Ein Aspekt der Erfindung betrifft eine Heizeinrichtung (1), umfassend mindestens einen Heizleiter (6a, 6b, 6c), mindestens einen Elektrodenleiter (4a, 4b), und mindestens einen Träger (2), an welchem mindestens ein solcher

Elektrodenleiter (4a, 4b) und mindestens ein solcher Heizleiter (6a, 6b, 6c) angeordnet sind, wobei dieser Elektrodenleiter (4a, 4b) und dieser Heizleiter (6a, 6b, 6c) auf voneinander verschiedenen Verlaufsbahnen am Träger (2) angeordnet sind, wobei sich die Verlaufsbahnen des Elektrodenleiters (4a, 4b) und des Heizleiters (6a, 6b, 6c) in mindestens einer Kontaktierungszone (5a, 5b) kreuzen, und wobei der Elektrodenleiter (4a, 4b) und der Heizleiter (6a, 6b, 6c) in der

Kontaktierungszone (5a, 5b) an einer ihnen gemeinsamen Berührfläche elektrisch leitend miteinander verbunden sind. Es ist vorteilhaft, wenn der Elektrodenleiter (4a, 4b) und der Heizleiter (6a, 6b, 6c) einander mindestens zweimal kreuzen, um an mehreren Stellen in der

Kontaktierungszone (5a, 5b) eine Berührung zwischen den beiden Leitern zu erreichen und die den beiden Leitern gemeinsame Berührfläche somit insgesamt zu vergrößern. Wünschenwert für die Flexibilität des Heizelementes ist,

- das Heizelement ist ein Flächengebilde, oder

- der Träger ist zumindest teilweise aus Textil (insbesondere Vlies), Schaum und/oder Folie gebildet.

Wünschenwert für die Flexibilität der Heizeinrichtung ist dabei außerdem,

- mindestens ein Heizleiter ist durch einen zumindest teilweise elektrisch leitenden

Strang gebildet,

- mindestens ein Elektrodenleiter ist durch einen zumindest teilweise elektrisch leitenden Strang gebildet. Wünschenwert für eine homogene Heizwirkung ist,

- mindestens ein Heizleiter weist eine Vielzahl von elektrisch leitfähigen Filamenten auf, die parallel zueinander, verdrillt miteinander und/oder aufeinander folgend im Heizleiter angeordnet sind, insbesondere Kohlenstoff-Fasern, insbesondere

- mindestens ein Elektrodenleiter weist eine Vielzahl von elektrisch leitfähigen Filamenten auf, die parallel zueinander, verdrillt miteinander und/oder aufeinander folgend im Elektrodenleiter angeordnet sind.

Kostensparend kann wirken,

- die Heizeinrichtung (1) weist zwei Elektroden auf,

- welche beabstandet zueinander am Träger angeordnet sind,

- welche eine Heizzone zwischen sich aufspannen und

- welche dafür über eine Vielzahl von Heizleitern elektrisch miteinander verbunden sind,

- wobei mindestens eine Elektrode aus einem einzigen Elektrodenleiter gebildet ist.

Vorteilhaft für die Homogenität der Heizwirkung ist, wenn eine Vielzahl von

Kontaktierungszonen zwischen mindestens einem Elektrodenleiter oder einer Elektrode einerseits und einer Vielzahl von Heizleitern entlang des Elektrodenleiters andererseits vorgesehen ist.

Eine effiziente Herstellung ergibt sich, wenn mindestens ein Heizleiter nur zwei

Kontaktierungszonen aufweist, vorzugsweise im Bereich seiner jeweiligen Enden, vorzugsweise gilt das für mindestens 50% aller an einem Träger vorgesehenen Heizleiter.

Eine zuverlässige Zugentlastung ergibt sich, wenn mindestens ein Elektrodenleiter (4a, 4b) im mindestens einen Kontaktierungsbereich (5a, 5b) entlang einer

Längsrichtung des jeweiligen Heizleiters (6a, 6b, 6c) mäanderförmig verläuft.

Eine kostengünstige Herstellung ergibt sich, wenn bei einer Heizeinrichtung an dem Träger (2) genau zwei Elektrodenleiter (4a, 4b) befestigt sind und welche mehrere Heizleiter, insbesondere Kohlefaserheizwiderstände (6a, 6b, 6c) umfasst, wobei vorgesehen ist, dass die genau zwei an dem Träger befestigten Elektrodenleiter (4a, 4b) über einen jeweiligen Kontaktierungsbereich (5a, 5b) elektrisch leitend mit den mehreren Heizleitern (6a, 6b, 6c) verbunden sind. Eine zuverlässige Zugentlastung ergibt sich, wenn bei einer Heizeinrichtung der mindestens ein Elektrodenleiter (4a, 4b) in einem an den mindestens einen

Kontaktierungsbereich (5a, 5b) anschließenden Abschnitt zumindest näherungsweise geradlinig oder zumindest näherungsweise sinusförmig verläuft.

Eine zuverlässige Zugentlastung ergibt sich außerdem, wenn bei einer

Heizeinrichtung mindestens ein Elektrodenleiter (4a, 4b) über mindestens einen Kontaktierungsbereich (5a, 5b) an dem Träger (2) befestigt ist.

Eine kostengünstige Herstellung ergibt sich, wenn bei einer Heizeinrichtung

mindestens ein Elektrodenleiter (4a, 4b) über mindestens einen Kontaktierungsbereich (5a, 5b) auf den Träger (2) aufgenäht ist.

Eine gute Stromtragfähigkeit ergibt sich, wenn bei einer Heizeinrichtung mindestens ein Elektrodenleiter (4a, 4b) aus Kupfer oder aus einer Legierung besteht.

Eine besonders ausfallsichere Konstruktion ergibt sich, wenn bei einer

Heizeinrichtung mindestens ein Elektrodenleiter (4a, 4b) durch mehrere Filamente gebildet ist, welche jeweils aus einer Kupferlegierung bestehen, wobei

- dieser Elektrodenleiter (4a, 4b) eine Anzahl n an Filamenten besitzt, für welche Anzahl n gilt: 5 < n < 125, vorzugsweise 5 - 40, insbesondere 20 s n < 40,

vorzugsweise 20 - 25, idealerweise 20, und / oder

- jedes dieser Filamente einen Querschnittsdurchmesser d besitzt, für welchen gilt: 0,03 mm < d < 0,12 mm

Eine besonders energie-effiziente Konstruktion ergibt sich bei einer Heizeinrichtung umfassend eine Stromquelle und/oder einen Transformator, welche mit den wenigstens zwei an dem Träger befestigten Elektroden (4a, 4b) in Verbindung stehen und welche eine Nennspannung von 48 Volt bereitstellen.

Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft einen Fahrzeugsitz (10), umfassend ein

Sitzpolster (12), eine Rückenlehne (14) und eine erfindungsgemäße Heizeinrichtung (1 ), wobei vorgesehen ist, dass der Träger (2), wenigstens zwei an dem Träger (2) befestigten Elektrodenleiter (4a, 4b) bzw Elektroden sowie mindestens ein

Heizwiderstand (6a, 6b, 6c) mit Kohlefaser-Bestandteilen in das Sitzpolster (12) und/oder in die Rückenlehne (14) eingebettet sind. Auch ist denkbar, dass die Heizeinrichtung in weiteren Komponenten eines Fahrzeuges bzw. Personenkraftfahrzeuges Verwendung findet. In der Praxis kann es beispielsweise sein, dass die Heizeinrichtung als Bestandteil eines Lenkrades bzw. Steuerrades ausgebildet ist. Auch kann die Heizeinrichtung als Bestandteil weiterer Komponenten eines Fahrzeuges bzw. Personenkraftfahrzeuges ausgebildet sein, um ggf. einen

Innenraum des jeweiligen Fahrzeuges bzw. Personenkraftfahrzeuges zu temperieren.

Bestandteil der Heizeinrichtung ist mindestens ein Heizleiter. In bevorzugten Ausführungsformen kann die Heizeinrichtung jedoch mehrere Kohlefaserheizwiderstände umfassen, die zwischen den wenigstens zwei an dem Träger befestigten Elektroden verlaufen bzw. die zwischen den wenigstens zwei an dem Träger befestigten Elektroden angeordnet sind. Der mindestens eine Heizleiter kann mit mehreren Umkehrungen bzw. Kurven zwischen den wenigstens zwei Elektroden verlaufen, wodurch die Heizleistung der Heizeinrichtung gegenüber einem geradlinigen Verlauf des mindestens einen Heizleiters verbessert werden kann.

Die wenigstens zwei an dem Träger befestigten Elektroden sind über einen jeweiligen Kontaktierungsbereich elektrisch leitend mit einem jeweiligen Heizleiter verbunden. Insbesondere kann es hierbei sein, dass ein jeweiliger Heizleiter auf den wenigstens zwei an dem Träger befestigten Elektroden aufliegt. Bewährt haben sich somit auch Ausführungsformen, bei welchen ein jeweiliger Heizleiter mit den wenigstens zwei an dem Träger befestigten Elektroden in Oberflächenkontakt steht. Ist die Heizeinrichtung als Bestandteil eines nachfolgend noch beschriebenen Fahrzeugsitzes ausgebildet, so kann es sein, dass sich ein jeweiliger Heizleiter im Hinblick auf eine dem Benutzer zugewandte Seite des Fahrzeugsitzes oberhalb der wenigstens zwei an dem Träger befestigten Elektroden befindet. Die wenigstens zwei an dem Träger befestigten

Elektroden können somit zwischen dem Träger und dem mindestens einen Heizleiter angeordnet sein.

Mindestens eine Elektrode besitzt in mindestens einem Kontaktierungsbereich einen definierten Verlauf, aus welchem definierten Verlauf resultierend die mindestens eine Elektrode entlang einer Längsrichtung des jeweiligen Heizleiters flächenmäßig vergrößert ist. Hierdurch lässt sich auf einfache Art und Weise gewährleisten, dass selbst bei einer gegenüber dem Stand der Technik verminderten Anzahl an Elektroden eine elektrische Verbindung zwischen den Elektroden und einem jeweiligen Heizleiter mit hoher Sicherheit bzw. Zuverlässigkeit ausgebildet ist. Bewährt haben sich Ausführungsformen, bei welchen die mindestens eine Elektrode im mindestens einen Kontaktierungsbereich entlang einer Längsrichtung des jeweiligen Heizleiters mäanderförmig bzw. mäandrierend verläuft. Darüber hinaus kann es beispielsweise sein, dass die mindestens eine Elektrode im mindestens einen

Kontaktierungsbereich spiralförmig orientiert ist bzw. dass die mindestens eine Elektrode im mindestens einen Kontaktierungsbereich spiralförmig verläuft. Die Erfindung ist jedoch nicht auf diese Ausführungsformen beschränkt, so dass weitere Verläufe in Betracht kommen, mittels welchen sich die mindestens eine Elektrode in Längsrichtung des jeweiligen Kohlefaserheizwidersandes flächenmäßig vergrößern kann.

An dem Träger können genau zwei Elektroden befestigt sein. Auch kann die Heizeinrichtung mehrere Heizwiderstände aus oder mit Kohlefasern umfassen. Es kann sein, dass die genau zwei an dem Träger befestigten Elektroden über einen jeweiligen Kontaktierungsbereich elektrisch leitend mit den mehreren Kohlefaserheizwiderständen verbunden sind. Derartige Heizeinrichtungen besitzen einen sehr einfachen Aufbau und sind sehr kostengünstig herzustellen, wobei die sichere bzw. zuverlässige elektrische Kontaktierung zwischen den Elektroden bzw. den genau zwei Elektroden und den mehreren Kohlefaserheizwiderständen weiterhin gewährleistet ist.

Die mindestens eine Elektrode kann über mindestens einen Kontaktierungsbereich an dem Träger befestigt sein. Hierbei kann die mindestens eine Elektrode über mindestens einen Kontaktierungsbereich auf den Träger aufgenäht sein. Denkbar ist, dass die mindestens eine Elektrode über sämtliche Kontaktierungsbereiche jeweils an dem Träger befestigt bzw. auf den Träger aufgenäht ist. Auch können sämtliche als Bestandteil der Heizeinrichtung ausgebildete Elektroden über Kontaktierungsbereich an dem Träger befestigt bzw. auf den Träger aufgenäht sein.

Der Fahrzeugsitz kann beispielsweise aus mehreren Schichten aufgebaut sein, wobei wenigstens eine Schicht aus geschäumtem Material besteht. Der Träger, die wenigstens zwei an dem Träger befestigten Elektroden sowie der mindestens eine Heizleiter können in eine Aussparung eingesetzt bzw. eingebracht sein, welche eine Schicht aus geschäumtem Material bereitstellt bzw. welche durch eine Schicht aus geschäumtem Material ausgebildet wird. Detaillierte Beschreibung

Im Folgenden soll die Erfindung und ihre Vorteile anhand der beigefügten Figuren näher erläutern.

Figur 1 zeigt eine schematische Ansicht einer Ausführungsform einer

erfindungsgemäßen Heizeinrichtung;

Figur 2 zeigt eine schematische Ansicht einer Ausführungsform eines

erfindungsgemäßen Fahrzeugsitzes;

Figur 3 zeigt eine schematische Ansicht von Elektroden, wie sie als Bestandteil diverser Ausführungsformen einer erfindungsgemäßen Heizeinrichtung bzw. eines erfindungsgemäßen Fahrzeugsitzes vorgesehen sein können.

Die dargestellten Ausführungsformen stellen lediglich Beispiele dar, wie die Erfindung ausgestaltet sein können und stellen keine abschließende Begrenzung dar.

Die Ausführungsformen, Beispiele und Varianten der vorhergehenden Absätze, die Ansprüche oder die folgende Beschreibung und die Figuren, können unabhängig voneinander oder in beliebiger Kombination verwendet werden. Merkmale, die in

Verbindung mit einer Ausführungsform beschrieben werden, sind für alle

Ausführungsformen anwendbar, sofern die Merkmale nicht unvereinbar sind.

Figur 1 zeigt eine schematische Ansicht einer Ausführungsform einer

erfindungsgemäßen Heizeinrichtung 1. Die Heizeinrichtung 1 ist zum Temperieren bzw. Beheizen eines Fahrzeugsitzes 10 vorgesehen, wie er beispielhaft in Figur 2 zu erkennen ist. Hierzu umfasst die Heizeinrichtung 1 einen Träger 2, bei welchem es sich

beispielsweise um ein textiles Flächengebilde und insbesondere um ein Vlies handeln kann. Weiter sind zwei an dem Träger 2 befestigte bzw. auf den Träger 2 aufgenähte Elektroden 4a und 4b dargestellt. Die Elektrodenleiter 4a und 4b sind an ein Bordnetz angeschlossen, welches eine Nennspannung von 48 Volt bereitstellt.

Die thermische Nutzenergie die Heizeinrichtung 1 wird durch mehrere

Kohlefaserheizwiderstände 6a, 6b und 6c bereitgestellt. Die Kohlefaserheizwiderstände 6a, 6b und 6c sind jeweils schräg zu den Elektrodenleiter 4a und 4b verlegt, wobei jeder Heizleiter 6a, 6b, 6b jeweils auf die beiden Elektrodenleiter 4a und 4b in einem jeweiligen Kontaktierungsbereich 5a und 5b trifft. Die Kohlefaserheizwiderstände 6a, 6b und 6c sind daher mit den beiden Elektrodenleiter 4a und 4b über einen jeweiligen

Kontaktierungsbereich 5a bzw. 5b elektrisch leitend verbunden.

Werden die beiden Elektrodenleiter 4a und 4b mit Spannung beaufschlagt, so geben die Kohlefaserheizwiderstände 6a, 6b und 6c jeweils thermische Nutzenergie ab, wodurch ein Fahrzeugsitz 10 (vgl. Figur 2) beheizt werden kann. In Abhängigkeit der jeweils benötigten Heizleistung können die Anzahl und/oder die Verlegung der

Kohlefaserheizwiderstände 6a, 6b bzw. 6c von dem Ausführungsbeispiel nach Figur 1 abweichen, so dass der Verlauf und die Anzahl entsprechend Figur 1 lediglich beispielhaft zu verstehen sind.

Bei aus dem Stand der Technik bekannten Heizeinrichtungen, welche thermische Nutzenergie über Kohlefaserheizwiderstände bereitstellen, sind eine Vielzahl an

Elektrodenleiter verlegt, um einen sicheren Kontakt bzw. eine sichere elektrische

Verbindung zwischen den Kohlefaserheizwiderständen und den Elektrodenleiter gewährleisten zu können. Mit der bis dato notwendigen Vielzahl an Elektrodenleiter zum Gewährleisten der elektrischen Verbindung geht ein hoher Materialaufwand einher. Auch besitzen solche Heizeinrichtungen aufgrund der notwendigen Vielzahl an

Elektrodenleitern hohe Kosten. Jeder Elektrodenleiter der Vielzahl an Elektrodenleiter muss bei aus dem Stand der Technik bekannten Heizeinrichtungen mit einem Träger verbunden werden, so dass ein unerwünscht hoher Arbeitsaufwand mit der Fertigung bzw. Herstellung einer aus dem Stand der Technik bekannten Heizeinrichtung verbunden ist.

Bei der Heizeinrichtung 1 aus dem Ausführungsbeispiel nach Figur 1 sind diese erwähnten Nachteile nicht oder nur in reduziertem Ausmaß vorhanden. So besitzt die Heizeinrichtung 1 genau zwei Elektroden, bzw genau zwei Elektrodenleiter 4a und 4b. Der überwiegende Anteil der zur Abgabe von thermischer Nutzenergie vorgesehenen

Kohlefaserheizwiderstände 6a, 6b und 6c verläuft hierbei zwischen den genau zwei Elektrodenleiter 4a und 4b. Wie vorhergehend bereits erwähnt, steht jeder Heizleiter 6a,

6b und 6b der Heizeinrichtung 1 über Kontaktierungsbereiche 5a und 5b mit den genau zwei Elektrodenleiter 4a und 4b elektrisch in Verbindung. Figur 1 verdeutlicht hierbei, dass die Elektrodenleiter 4a und 4b in ihrem jeweiligen Kontaktierungsbereich 5a bzw. 5b einen definierten Verlauf besitzen, bei welchem definierten Verlauf sich die jeweilige Elektrode 4a und 4b entlang einer Längsrichtung des jeweiligen Heizleiters 6a, 6b und 6c flächenmäßig vergrößert. Durch diese flächenmäßige Vergrößerung der jeweiligen Elektrode 4a und 4b im jeweiligen Kontaktierungsbereich 5a bzw. 5b lässt sich das Risiko eines ungewollten Lösens einer elektrischen Verbindung zwischen der jeweiligen

Elektrode 4a und 4b und dem jeweiligen Heizleiter 6a, 6b bzw. 6c im jeweiligen

Kontaktierungsbereich 5a bzw. 5b sehr gering halten. Zur flächenmäßigen Vergrößerung in Längsrichtung des jeweiligen Heizleiters 6a, 6b und 6c verlaufen die beiden

Elektrodenleiter 4a und 4b im Ausführungsbeispiel nach Figur 1 im jeweiligen

Kontaktierungsbereich 5a bzw. 5b jeweils mäanderförmig entlang der Längsrichtung des jeweiligen Heizleiters 6a, 6b bzw. 6c. Zur flächenmäßigen Vergrößerung der jeweiligen Elektrode 4a und 4b können die Elektrodenleiter 4a und 4b im jeweiligen

Kontaktierungsbereich 5a und 5b auch einen Verlauf besitzen, welcher sich vom mäandrierenden Verlauf entsprechend Figur 1 unterscheidet. Rein beispielhaft, jedoch nicht abschließend, soll hierzu auf das Ausführungsbeispiel nach Figur 3 verwiesen werden, wobei eine Elektrode 4a bzw. 4b entsprechend Figur 3 als Bestandteil einer Heizeinrichtung nach Figur 1 vorgesehen sein kann.

In sämtlichen weiteren Bereichen, welche an den jeweiligen Kontaktierungsbereich 5a bzw. 5b anschließen, verlaufen die Elektrodenleiter 4a und 4b in Figur 1 sinusförmig.

In weiteren Ausführungsbeispielen kann alternativ hierzu vorgesehen sein, dass die Elektrodenleiter 4a und 4b in sämtlichen weiteren Abschnitten, welche an den jeweiligen Kontaktierungsbereich 5a bzw. 5b anschließen, geradlinig oder zumindest

näherungsweise geradlinig verlaufen.

In der Praxis können Fahrzeugsitze verschiedene Heizzonen ausbilden, welche zur Temperierung mittels einer Heizeinrichtung vorbestimmt sind. Die Elektrodenleiter 4a und 4b können sich hierbei entlang einer jeweiligen Heizzone erstrecken bzw. entlang einer jeweiligen Heizzone verlegt sein, so dass die jeweilige Heizzone mittels einer Heizeinrichtung 1 entsprechend temperiert werden kann. Die Form bzw. der Verlauf der Elektrodenleiter 4a und 4b kann sich demnach von einem sinusförmigen Verlauf entsprechend Figur 1 und von einem geradlinigen Verlauf unterscheiden, so dass weitere Verlegungen in Betracht kommen, um im Bereich der jeweiligen Heizzone mehrere Kohlefaserheizwiderstände 6a, 6b bzw. 6c anordnen zu können. Da die Elektroden bzw Elektrodenleiter 4a und 4b flexibel sind, lässt sich deren Verlauf bzw. Verlegung an die Position der jeweiligen Heizzone einfach und auf unkomplizierte Art und Weise anpassen. Die Elektrodenleiter 4a und 4b können hierbei auch unterschiedliche Orientierungen bzw. Verläufe aufweisen, um die Kohlefaserheizwiderstände 6a, 6b bzw. 6c mit den beiden Elektrodenleiter 4a und 4b verbinden zu können. Um die Stabilität der Heizeinrichtung 1 zu erhöhen, sind die Elektrodenleiter 4a und 4b im Ausführungsbeispiel nach Figur 1 über die Kontaktierungsbereiche 5a und 5b auf dem Träger 2 festgesetzt bzw. festgenäht.

Figur 2 zeigt eine schematische Ansicht einer Ausführungsform eines

erfindungsgemäßen Fahrzeugsitzes 10. Der Fahrzeugsitz 10 kann beispielsweise in einem Personenkraftfahrzeug befestigt sein bzw. zur Installation in einem

Personenkraftfahrzeug vorgesehen sein.

Der Fahrzeugsitz 10 umfasst ein Sitzpolster 12 mit einer Sitzfläche 13, eine Rückenlehne 14 sowie eine Nackenstütze 16. Im Bereich der Sitzfläche 13 ist in das Sitzpolster 12 eine Heizeinrichtung 1 eingebettet, so dass die Sitzfläche 13 über die im Sitzpolster 12 eingebettete Heizeinrichtung 1 beheizt werden kann. Die Heizeinrichtung 1 ist in Figur 2 lediglich schematisch angedeutet und kann beispielweise gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Figur 1 ausgebildet sein. Das Sitzpolster 12 kann eine oder mehrere ggf. geschäumte Schichten (nicht dargestellt) umfassen, wobei die

Heizeinrichtung 1 mit einer Schicht verbunden ist und/oder in einer Aufnahme, welche durch eine der mehreren ggf. geschäumten Schichten ausgebildet wird, aufgenommen bzw. hierin eingesetzt ist. Der Fahrzeugsitz 10 kann zudem einen Bezug umfassen, welcher sich über das Sitzpolster 12, die Rückenlehne 14 und ggf. auch die Nackenstütze 16 erstreckt.

Figur 3 zeigt eine schematische Ansicht von Elektrodenleiter 4a und 4b, wie sie als Bestandteil diverser Ausführungsformen einer erfindungsgemäßen Heizeinrichtung 1 (vgl. Figur 1) bzw. eines erfindungsgemäßen Fahrzeugsitzes 10 (vgl. Figur 2) vorgesehen sein können.

Die Elektrodenleiter 4a und 4b sind im Ausführungsbeispiel nach Figur 3 lediglich abschnittsweise zu erkennen, wobei Figur 3 lediglich einen einzigen

Kontaktierungsbereich 5a bzw. 5b einer jeweiligen Elektrode 4a bzw. 4b zeigt.

Entsprechend dem Ausführungsbeispiel nach Figur 1 können die Elektrodenleiter 4a bzw. 4b für jeden Heizleiter 6a, 6b bzw. 6c einen zugeordneten Kontaktierungsbereich 5a bzw. 5b besitzen, welcher entsprechend dem in Figur 3 dargestellten Kontaktierungsbereich 5a bzw. 5b ausgebildet ist. Um sich in Längsrichtung des jeweiligen Heizleiters 6a, 6b bzw.

6c flächenmäßig zu vergrößern, verlaufen die Elektrodenleiter 4a und 4b im

Ausführungsbeispiel nach Figur 3 im jeweiligen Kontaktierungsbereich 5a bzw. 5b spiralförmig. In sämtlichen weiteren Abschnitten, welche an den jeweiligen Kontaktierungsbereich 5a bzw. 5b anschließen, besitzen die Elektrodenleiter 4a bzw. 4b einen geradlinigen oder zumindest näherungsweise geradlinigen Verlauf, können jedoch in weiteren Ausführungsbeispielen auch sinusförmig verlaufen.

Bezuqszeichenliste

1 Heizeinrichtung

2 Träger

4a/4b Elektrodenleiter bzw Elektroden

5 Kontaktierungsbereich

a/6b/6c Heizleiter

10 Fahrzeugsitz

12 Sitzpolster

13 Sitzfläche

14 Rückenlehne

16 Nackenstütze