Patentansprüche
1. Helm, insbesondere Sporthelm, umfassend eine Kopfschale (2) und einen an der Kopfschale (2) befestigten Kinnriemen (3) zur spielfreien Fixierung der Kopfschale (2) am Kopf einer Person, gekennzeichnet durch ein mit dem Helm verbundenes luftdurchlässiges Schutzgitter (4), welches vor dem Mundbereich der Person positionierbar ist.
2. Helm nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Schutzgitter (4) am Kinnriemen (3) befestigt ist.
3. Helm nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Schutzgitter (4) an einem starren Kinnbügel befestigt ist, der seinerseits mit der Kopfschale (2) verbunden ist.
4. Helm nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberkante (9) des Schutzgitters (4) unterhalb der Nase liegt.
5. Helm nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Schutzgitter (4) einen die Nasenöffnungen einer Person überdeckenden Abschnitt (25) aufweist.
6. Helm nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein die Nasenöffnungen einer Person überdeckendes Schutzgitterelement lösbar an das Schutzgitter (4) ansteckbar ist.
7. Helm nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Helm weiterhin ein transparentes Visier (10) aufweist und das Schutzgitter (4) an einer Unterkante (12) des Visiers (10) befestigt ist.
8. Helm nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Visier (10) Befestigungsvorrichtungen (15) ausgebildet sind, über die an dem Visier (10) eine Sonnenschutzscheibe oder -folie (14) befestigbar ist.
9. Helm nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsvorrichtungen (15) an der Innenseite des Visiers (10) angeordnet sind.
10. Helm nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Schutzgitter (4) über einen oder mehrere Verbindungsstege (13) mit dem Visier (10) verbunden ist.
11. Helm nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberkante (9) des Schutzgitters (4) unterhalb der Nase liegt und die Verbindungsstege (13) zu beiden Seiten der Nase verlaufen.
12. Helm nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Schutzgitter (4) einen die Nasenöffnungen einer Person überdeckenden Abschnitt (25) aufweist.
13. Helm nach einem der Ansprüche 7 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, dass ein die Nasenöffnungen einer Person überdeckendes Schutzgitterelement lösbar an das Schutzgitter (4) oder an das Visier (10) ansteckbar ist.
14. Helm nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Schutzgitter (4) abnehmbar ist.
15. Helm nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Schutzgitter (4) öffnungen (5) ausbildet, deren Grosse so bemessen ist, dass ein Atmen durch das Schutzgitter (4) nicht behindert wird, jedoch fliegende Insekten abgefangen werden.
16. Helm nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Weite der öffnungen (5) des Schutzgitters (4) im Bereich von 0,75 bis 2,00 mm liegt.
17. Helm nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Schutzgitter (4) bezogen auf seine Fläche einen Anteil an öffnungen (5) im Bereich von 30 bis 90% aufweist.
18. Helm nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Schutzgitter (4) ein Netz aus einem flexiblen Material aufweist.
19. Helm nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Schutzgitter (4) formstabil ist.
20. Visier, insbesondere für einen Helm, insbesondere Sporthelm (1), gekennzeichnet durch an dem transparenten Visier (10) vorgesehene Befestigungsvorrichtungen (15), über die eine Sonnenschutzscheibe oder - folie (14) befestigbar ist.
21. Visier nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsvorrichtungen (15) an einer Innenseite des Visiers (10) angeordnet sind.
22. Visier nach Anspruch 20 oder 21 , dadurch gekennzeichnet, dass an einer Unterkante (12) des Visiers (10) ein luftdurchlässiges Schutzgitter (4) befestigt ist, welches vor dem Mundbereich einer Person positionierbar ist.
23. Visier nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass das Schutzgitter (4) an das Visier (10) ansteckbar und von diesem abnehmbar ist.
24. Visier nach Anspruch 22 oder 23, dadurch gekennzeichnet, dass das Schutzgitter (4) über Verbindungsstege (13) an dem Visier (10) befestigt ist.
25. Visier nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberkante (9) des Schutzgitters (4) unterhalb der Nase liegt und die Verbindungsstege (13) zu beiden Seiten der Nase verlaufen.
26. Visier nach einem der Ansprüche 20 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass das Schutzgitter (4) einen die Nasenöffnungen einer Person überdeckenden Abschnitt (25) aufweist.
27. Visier nach einem der Ansprüche 20 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass ein die Nasenöffnungen einer Person überdeckendes Schutzgitterelement lösbar an das Schutzgitter (4) oder an das Visier (10) ansteckbar ist.
28. Brille, insbesondere Sportbrille, mit Bügeln (22) oder einem Band zur Fixierung am Kopf einer Person, gekennzeichnet durch ein mit der Brille
(20) verbundenes luftdurchlässiges Schutzgitter (4), welches vor dem Mundbereich der Person positionierbar ist.
29. Brille nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass das Schutzgitter (4) an die Brille (20) ansteckbar und von dieser abnehmbar ist.
30. Brille nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, dass diese einen Rahmen (21) aufweist und das Schutzgitter (4) über einen Verbindungssteg (24) an den Rahmen der Brille (20) ansteckbar ist.
31. Brille nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass diese einen Rahmen (21) aufweist und das Schutzgitter (4) unlösbar mit dem Rahmen (21) verbunden ist.
32. Brille nach Anspruch 31 , dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen
(21) der Brille (20) über einen Verbindungssteg (24) mit dem Schutzgitter (4) verbunden ist und der Rahmen (21) und der Verbindungssteg (24) einstückig ausgebildet sind.
33. Brille nach einem der Ansprüche 28 bis 32, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberkante (9) des Schutzgitters (4) unterhalb der Nase liegt und die Verbindungsstege (24) zu beiden Seiten der Nase verlaufen.
34. Brille nach einem der Ansprüche 22 bis 32, dadurch gekennzeichnet, dass das Schutzgitter (4) einen die Nasenöffnungen einer Person überdeckenden Abschnitt (25) aufweist.
35. Visier nach einem der Ansprüche 22 bis 33, dadurch gekennzeichnet, dass ein die Nasenöffnungen einer Person überdeckendes Schutzgitterelement lösbar an das Schutzgitter (4) oder an der Rahmen (21) der Brille (20) ansteckbar ist. |
Helm, Visier und Brille
Die Erfindung bezieht sich auf einen Helm, insbesondere einen Sporthelm, umfassend eine Kopfschale und einen an der Kopfschale befestigten Kinnriemen zur spielfreien Fixierung der Kopfschale am Kopf einer Person. Weiterhin bezieht sich die Erfindung auf ein Visier sowie eine Brille, insbesondere eine Sportbrille.
Bei sportlichen Betätigungen in der freien Natur besteht das Problem, dass fliegende Insekten in den Mund gelangen können. Dies ist nicht nur unangenehm, sondern kann auch zu Hustenanfällen und Brechreiz führen. Stechende Insekten stellen, wenn sie versehentlich eingeatmet werden, darüber hinaus eine erhebliche Gesundheitsgefahr dar.
Um dies zu vermeiden, wird in der DE 10 2004 025 905 B3 ein Atemschutzelement vorgeschlagen, das aus einer Membran oder einem Netzelement mit hoher Luftdurchlässigkeit und einem diese bzw. dieses umgebenden elastischen Spannrahmen besteht. Wie das Atemschutzelement am Kopf befestigt wird, ist in der DE 10 2004 025 905 B3 nicht beschrieben
Aus dem Medizinbereich sind jedoch ähnliche Schutzelemente allgemein bekannt, die in der Regel mittels eines Bandes am Kopf fixiert werden.
Weiterhin ist aus der US 7,055,521 B1 eine gitterartige Maske bekannt, welche die gesamte untere Gesichtshälfte einschliesslich der Nase abdeckt und mittels Bändern am Kopf befestigt wird. Diese Maske kann zusätzlich mit einem Visier als Augenschutz versehen werden, ist jedoch für dynamische Sportarten ungeeignet.
Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zu Grunde, Schutzvorrichtungen zu schaffen, welche neben ihrer primären Schutzfunktion einen wirksamen Mundschutz gegen das versehentliche Einatmen von fliegenden Insekten bereitstellen.
Diese Aufgabe wird durch einen Helm gemäss Patentanspruch 1 gelöst. Dieser umfasst als primäre Schutzeinrichtung eine Kopfschale und einen an der Kopfschale befestigten Kinnriemen zur spielfreien Fixierung der Kopfschale am Kopf. Mit diesem Helm ist ein luftdurchlässiges Schutzgitter verbunden, welches vor dem Mundbereich der Person positionierbar ist.
Ein solcher Helm kann beispielsweise als Velohelm eingesetzt werden. Durch die Anordnung des Schutzgitters am Helm ist dieses im Bedarfsfall ohne weiteres verfügbar und muss nicht eigens als separater Gegenstand mitgeführt, der unter Umständen leicht zuhause vergessen wird. Auch eine separate Befestigung am Kopf entfällt, woraus eine günstige Handhabung resultiert.
Durch die Beschränkung des Schutzgitters auf den Mundbereich wird im Gegensatz zu der Maske nach der US 7,055,521 B1 sichergestellt, dass das Schutzgitter nicht durch den Fahrtwind abgehoben oder fortgerissen wird.
Weitere, vorteilhafte Ausgestaltungen des Helms sind in den Patentansprüchen angegeben.
So wird das Schutzgitter bevorzugt am Kinnriemen befestigt. Bei Sporthelmen, die einen starren Kinnbügel aufweisen, kann das Schutzgitter auch am Kinnbügel angebracht werden.
Weist der Helm ein transparentes Visier auf, kann das Schutzgitter auch an einer Unterkante des Visiers befestigt werden.
Prinzipiell ist es möglich, das Schutzgitter fest mit der jeweiligen Komponente zu verbinden. Da es jedoch oftmals Situationen gibt, in denen ein solches Schutzgitter nicht benötigt wird, wird das Schutzgitter vorzugsweise abnehmbar ausgestaltet.
Um die sportliche Betätigung nicht zu beeinträchtigen, sind die öffnungen des Schutzgitters in ihrer Grosse bevorzugt so bemessen ist, dass ein Atmen durch das Schutzgitter nicht behindert wird, jedoch fliegende Insekten abgefangen werden. Vorzugsweise liegt die Weite der öffnungen im Bereich von 0,75 bis
2,00 mm. Es hat sich gezeigt, dass sich in diesem Grössenbereich alle störenden Insekten abgefangen werden können. Bevorzugt weist das Schutzgitter bezogen auf seine Fläche einen Anteil an öffnungen im Bereich von 30 bis 90% auf, wodurch gewährleistet werden kann, dass bei einer sportlichen Betätigung das Atmen nicht beeinträchtigt wird.
Das Schutzgitter selbst kann beispielsweise aus einem Rahmen und einem Netz aus einem flexiblen Material gefertigt sein. Dabei kann sich der Rahmen flexibel an Gesichtpartien um den Mund anlegen.
Es jedoch auch möglich, ein in sich formstabiles Schutzgitter zur verwenden, das nicht unmittelbar am Gesicht anliegt, sondern von diesem mit einen gewissen Abstand entfernt ist. Dies hat den Vorteil, dass sich der Nutzer nicht unangenehm eingezwängt fühlt.
In vorteilhafter Ausgestaltung liegt die Oberkante des Schutzgitters unterhalb der Nase. Etwaige Verbindungsstege zu einem die Augen schützenden Visier verlaufen dabei zu beiden Seiten der Nase.
Ein solches Visier kann gemäss einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung Befestigungsvorrichtungen aufweisen, über die an dem Visier eine Sonnenschutzscheibe oder -folie befestigbar ist. Vorzugsweise sind die Befestigungsvorrichtungen an der Innenseite des Visiers angeordnet. Eine entsprechende Sonnenschutzscheibe kann so befestigt werden, ohne das äussere Erscheinungsbild des Visiers zu beeinflussen.
Die letztgenannte Funktion lässt sich auch unabhängig von einem Schutzgitter an einem Visier verwirklichen.
Ferner wird die oben genannte Aufgabe durch ein solches Visier gelöst, an dessen Unterkante ein luftdurchlässiges Schutzgitter befestigt ist. Das Schutzgitter kann dabei an das Visier ansteckbar und von diesem abnehmbar ausgeführt werden.
Zur Aussparung der Nase ist das Schutzgitter beispielsweise über Verbindungsstege an dem Visier befestigt, wobei die Verbindungsstege bevorzugt zu beiden Seiten neben der Nase verlaufen.
Weiterhin wird die oben genannte Aufgabe durch eine Brille gelöst, welche Bügel oder ein Band zur Fixierung am Kopf einer Person aufweist und sich durch ein mit dieser verbundenes luftdurchlässiges Schutzgitter auszeichnet, welches vor dem Mundbereich der Person positionierbar ist.
Das Schutzgitter kann hierbei prinzipiell wie oben bereits erläutert ausgeführt werden. Insbesondere ist es möglich, das Schutzgitter an die Brille ansteckbar und von dieser abnehmbar auszugestalten, wodurch das Schutzgitter wie eine ansteckbare Sonnenschutzscheibe lediglich im Bedarfsfall benutzt werden kann.
Gemäss einer vorteilhaften Ausgestaltung ist das Schutzgitter über einen Verbindungssteg an den Rahmen der Brille ansteckbar. Wird die Brille lediglich mit einem Teilrahmen ausgeführt, ist es auch möglich, das Schutzgitter wie bei dem oben erläuterten Visier an einer Unterkante der Augengläser, die selbstverständlich auch aus einem transparenten Kunststoff wie beispielsweise PMMA bestehen können, zu befestigen.
Ferner ist es möglich, das Schutzgitter unlösbar mit dem Rahmen der Brille zu verbinden. Wird der Rahmen der Brille über einen Verbindungssteg mit dem Schutzgitter verbunden, können gemäss einer weiteren, vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung der Rahmen und der Verbindungssteg einstückig ausgebildet sein.
Gemäss weiterer vorteilhafter Ausgestaltung kann bei den vorstehend erläuterten Helmen, Visieren und Brillen das Schutzgitter mit einem die Nasenöffnungen einer Person überdeckenden Anschnitt ausgebildet werden. Dazu kann das Schutzgitter entsprechend nach oben erweitert werden. Es ist jedoch auch möglich, ein die Nasenöffnungen einer Person überdeckendes Schutzgitterelement an das Schutzgitter, das Visier oder den Brillenrahmen ansteckbar auszu-
führen. Hierdurch kann dem Eindringen von Insekten, Steinen und sonstigen Partikeln in die Nase vorgebeugt werden.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Die Zeichnung zeigt in:
Figur 1 eine schematische Ansicht eines Ausführungsbeispiels für einen Sporthelm nach der Erfindung im Gebrauch,
Figur 2 eine Ansicht eines Ausführungsbeispiels für eine Sportbrille nach der Erfindung,
Figur 3 eine schematische Ansicht eines Ausführungsbeispiels für einen Sporthelm mit einem Visier nach der Erfindung im Gebrauch,
Figur 4 eine Schnittansicht des Visiers aus Fig. 3, und in
Figur 5 eine schematische Ansicht eines Ausführungsbeispiels für einen Sicherheitshelm mit einem Visier sowie einem Mundschutz und einem Nasenschutz.
Das in Figur 1 dargestellte erste Ausführungsbeispiel zeigt einen Sporthelm 1 in Form eines Velohelms. Der Sporthelm 1 weist eine Kopfschale 2 auf, welche hier als Halbschale ausgebildet ist und den Velofahrer bei einem Sturz schützen soll. Zur spielfreien Fixierung der Kopfschale 2 am Kopf des Fahrers dient ein an der Kopfschale 2 befestigter Kinnriemen 3, der aus mehreren Bandabschnitten besteht und ein Verrutschen der Kopfschale 2 auf dem Kopf verhindert. Der Kinnriemen 3 weist insbesondere zu beiden Seiten des Gesichts verlaufende Bandabschnitte auf, die unter dem Kinn mittels einer hier nicht näher dargestellten, jedoch an sich bekannten Schliessvorrichtung miteinander verbunden werden.
An dem Sporthelm 1 ist weiterhin ein mit diesem verbundenes luftdurchlässiges Schutzgitter 4 vorgesehen, welches vor dem Mundbereich der Person positionierbar ist. Das Schutzgitter 4 bildet eine Vielzahl von öffnungen 5 aus, deren
Grösse so bemessen ist, dass ein Atmen durch das Schutzgitter 4 nicht behindert wird, jedoch fliegende Insekten abgefangen werden. Hierdurch wird der Fahrer in seiner sportlichen Betätigung nicht beeinträchtigt, gleichwohl ein unbeabsichtigtes Einatmen von Insekten und Schmutzpartikeln verhindert, so dass abgesehen von der Unannehmlichkeit, ein lebendes Insekt zu verschlucken, auch damit etwaig verbundene Hustenanfälle und Brechreiz vermieden werden. Ferner beseitigt der erfindungsgemässe Mundschutz die Gefahr von Insektenstichen im Mund.
Zu kleine öffnungen 5 können das Atmen durch das Schutzgitter beeinträchtigen, so dass angestrebt wird, möglichst grosse öffnungen zu verwenden. Andererseits nimmt mit grosseren öffnungen die Gefahr zu, dass kleine Insekten nicht durch des Schutzgitter abgefangen werden. Es hat sich gezeigt, dass man mit öffnungsweiten im Bereich von 0,75 bis 2,00 mm beiden Ansprüchen glei- chermassen gerecht werden kann. Bezogen auf die Fläche des Schutzgitters 4 empfiehlt sich ferner einen Anteil an öffnungen im Bereich von 30 bis 90%.
Wie in Figur 1 dargestellt, ist das Schutzgitter 4 bei dem ersten Ausführungsbeispiel am Kinnriemen 3 des Sporthelms befestigt. Insbesondere kann das Schutzgitter 4 mit einer Rahmenstruktur 6 ausgebildet werden, die an zu beiden Seiten des Gesichts verlaufenden Bandabschnitten 7 oder Verbindungselementen 8 der Bandabschnitte angekoppelt sind. Die Rahmenstruktur 6 kann aus flexiblem Material gefertigt sein, in die ein flexibles Netzmaterial vor dem Mundbereich eingearbeitet ist. Insbesondere kann die Rahmenstruktur 6 auch eine gewisse Elastizität aufweisen, um eine gute Anlage der Rahmenstruktur 6 am Gesicht zu ermöglichen.
In Abwandlung des dargestellten Ausführungsbeispiels kann die Rahmenstruktur 6 sowie das in diese eingebettete Netz als im wesentlichen formstabiler Bügel ausgeführt werden, der vor dem Mundbereich verläuft und zu diesem einen kleinen Abstand aufweist, das heisst nicht gegen das Gesicht anliegt, was von manchen Fahrern als ungenehm empfunden wird.
Es ist ferner möglich, in Abwandlung des dargestellten Ausführungsbeispiels das Schutzgitter 4 insgesamt als netzartige Struktur auszubilden, das heisst ohne eine separate Rahmenstruktur, so dass sich eine gute Belüftung ergibt.
Die Anbindung am Kinnriemen 3 kann dabei verstellbar ausgeführt werden, so dass es dem Fahrer möglich ist, das Schutzgitter 4 beispielsweise unter das Kinn wegzuschwenken.
Zwar ist es möglich, das Schutzgitter 4 fest mit dem Sporthelm 1 bzw. hier dem Kinnriemen 3 zu verbinden. Bevorzugt wird dieses jedoch abnehmbar ausgestaltet, so dass dieses lediglich bei Bedarf am Helm anschliessbar ist.
Da ein Einfangen von Insekten über die Nase bei sportlichen Betätigungen eher selten ist, ist das dargestellte Schutzgitter 4 auf den Mundbereich beschränkt. Die Oberkante 9 des Schutzgitters liegt dementsprechend unterhalb der Nase.
Ferner kann ein solches Schutzgitter 4 auch bei Sporthelmen mit einem starren Kinnbügel zum Einsatz kommen, wie sie beispielsweise im Down-Hill-Bereich verwendet werden. In diesem Fall ist es natürlich möglich, das Schutzgitter 4 weiterhin am Kinnriemen 3 zu befestigen. Alternativ kann jedoch das Schutzgitter 4 auch unmittelbar am Kinnbügel befestigt werden.
Weiterhin können Sporthelme 1 als zusätzlichen Schutz vor dem Augenbereich ein transparentes Visier 10 aufweisen, wie dies beispielhaft in Figur 3 gezeigt ist. Das Visier 10 kann dabei entweder starr an den Helm angeschlossen sein oder, wie in Figur 3 gezeigt, schwenkbar angelenkt sein, so dass sich dieses über die Kopfschale 2 nach oben klappen lässt. Das hier dargestellte Visier 10 ist über Gelenke 11 schwenkbar an der Kopfschale 2 angekoppelt und kann bei Bedarf auch abgenommen werden. Es erstreckt sich über den Augenbereich, lässt jedoch die Nase frei.
An dem Visier 10 ist wiederum ein luftdurchlässiges Schutzgitter 4 befestigt, dessen Eigenschaften in Bezug auf die Luftdurchlässigkeit dem ersten Ausführungsbeispiel entsprechen.
Das Schutzgitter 4 wird vorzugsweise an die Unterkante 12 des Visiers 10 angesteckt und lässt sich bei Bedarf abnehmen. Dabei ist das Schutzgitter 4 so ausgeführt, dass dieses die Nase frei lässt. Entsprechend verläuft in einem Mittelabschnitt die Oberkante 9 des Schutzgitters 4 unterhalb der Nase während sich an Seitenabschnitten Verbindungsstege 13 zu beiden Seiten der Nase nach oben zu dem Visier 10 erstrecken. Auch hier kann das Schutzgitter 4 wiederum als Rahmenstruktur 6 mit einem eingebetteten, gegebenenfalls austauschbaren Netz ausgeführt werden.
Vorzugsweise kommt bei dem in Figur 3 dargestellten Ausführungsbeispiel ein formstabiles Schutzgitter 4 zum Einsatz, das mit geringem Abstand vor dem Mund gehalten wird. Jedoch ist auch eine Anlage an Gesichtspartien um den Mundbereich möglich.
Das in Figur 4 dargestellte Visier 10, das vorzugsweise aus Polymethylmethac- rylat (PMMA) hergestellt ist, kann ferner auf seiner Innenseite mit einer Sonnenschutzscheibe bzw. -folie 14 bestückt werden. Hierzu sind an der Innenseite des Visiers 10 Noppen 15, das heisst Befestigungsvorrichtungen vorgesehen, über welche die Sonnenschutzscheibe lösbar fixiert werden kann. Das äussere Erscheinungsbild des Visiers 10 und dessen Aerodynamik werden somit nicht beeinträchtigt.
Ein solches Visier 10 kann prinzipiell auch ohne einen Helm lediglich mittels eines Bandes oder mittels Bügeln am Kopf einer Person fixiert werden.
Figur 2 zeigt eine weitere Schutzvorrichtung in Form einer Sportbrille 20, welche hier beispielhaft einen Halbrahmen 21 sowie zwei Bügel 22 und zwei Augengläser 23 aufweist. Die Brille 20 kann jedoch auch mit einer beide Augengläser 23 integrierenden Scheibe oder einem Vollrahmen oder in sonst bekannter Weise ausgeführt werden.
An der Brille 20 ist wiederum ein luftdurchlässiges Schutzgitter 4 vorgesehen, das vor dem Mundbereich einer Person positionierbar ist. Das Schutzgitter 4
kann dabei integral mit der Brille 20 ausgeführt werden oder aber separat an dieser befestigbar und von dieser abnehmbar sein.
Im erstgenannten Fall weist das Schutzgitter 4 wiederum eine Rahmenstruktur 6 auf, in der eine bereits oben beschriebene Netzstruktur mit entsprechenden öffnungen 5 gehalten ist. Auch in diesem Fall wird wiederum die Nase ausgespart, so dass die Oberkante 9 eines Mittelbereichs des Schutzgitters 4 unterhalb der Nase liegt. Verbindungsstege 24 verlaufen zu beiden Seiten der Nase von der Rahmenstruktur 6 nach oben und schliessen beispielsweise im Bereich des Nasenstegs an den Rahmen 21 der Brille 20 an. Bei einem Vollrahmen kann eine Anbindung zum Beispiel auch im Bereich eines unterhalb eines Augenglases 23 verlaufenden Stegs erfolgen.
Da auch Sportbrillen modische Accessoires darstellen, wird man das Schutzgitter 4 jedoch bevorzugt lösbar ausgestalten, so dass dieses nur im Bedarfsfall an die Brille 20 angesteckt wird. Hierfür kommen beispielsweise Befestigungsvorrichtungen infrage, wie sie von ansteckbaren Sonnenschutzscheiben oder Nasenrückenabdeckungen von Gletscherbrillen bekannt sind.
Es ist auch möglich, ein Schutzgitter 4 wie in Figur 2 dargestellt im Bereich seiner Verbindungsstege 24 so zu modifizieren, dass dieses wie im Zusammenhang mit dem in Figur 3 dargestellten Visier 10 an einer Unterkante der Augengläser 23 angesteckt werden kann.
Zusätzlich zu einem Mundschutz kann ferner ein Nasenschutz vorgesehen werden, wie dies in Figur 5 beispielhaft im Zusammenhang mit einem Sicherheitshelm dargestellt ist. Dieser entspricht in seiner Konfiguration dem in Figur 3 dargestellten Helm, wobei vor allem die Form der Kopfschale 2 an den jeweiligen Einsatzzweck angepasst werden kann. Derartige Helme können insbesondere entsprechend den Sicherheitsanforderungen der Bau- und Forstwirtschaft ausgeführt werden.
Der zusätzliche Nasenschutz ist bei dem in Figur 5 dargestellten Ausführungsbeispiel durch eine Verlängerung des Schutzgitters 4 über die Nasenöffnungen
einer Person nach oben realisiert. Das Schutzgitter 4 kann hierbei mit einem die Körperform grob nachempfundenen Abschnitt 25 ausgeführt werden, so dass sich beispielsweise beim Einsatz als Velohelm gute ergonomische und aerodynamische Eigenschaften ergeben und das kombinierte Schutzgitter beim Velofahren oder bei der Arbeit nicht als Behinderung empfunden wird. Die Oberkante des Nasenschutzes liegt bei der in Figur 5 gezeigten Ausführungsform lediglich etwas über der Nasenspitze. Eine vollständige Einhüllung der Nase ist e- benfalls möglich.
Es ist weiterhin möglich, als Nasenschutz ein separates Nasenschutzelement vorzusehen, das bei Bedarf z. B. an die Oberkante 9 des Mundschutz- Schutzgitters 4 angesteckt wird. Ein solcher Nasenschutz kann auch am Visier befestigt werden.
Im Fall der in Figur 2 dargestellten Brille 20 kann ein separates Nasenschutzelement am Rahmen 21 derselben oder zwischen den Verbindungsstegen 24 angesteckt werden. Es ist auch möglich, an einer Brille das Mundschutz- Schutzgitter 4 entsprechend Figur 5 über die Nasenöffnungen nach oben zu verlängern.
Die Erfindung wurde vorstehend anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Sie ist jedoch nicht auf diese Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern umfasst alle durch die Patentansprüche definierten Ausgestaltungen.
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