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Title:
HELMET
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2006/086964
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a helmet (10), especially a safety helmet for motorcyclists. Said helmet comprises an outer helmet shell (12) and a helmet lining (14). The lateral faces (16) of the helmet (10) are configured to cover the ears of the helmet wearer. The front face of the helmet (10) has a visor opening (18). The helmet (10) according to the invention comprises goggles (20) having two side pieces (22). In the area of the lateral faces (16) of the helmet (10) covering the ears of the helmet wearer a fixation (24) is provided between the helmet shell (12) and the helmet lining (14). One side piece (22) of the goggles (20) each can be movably inserted with its free end (24) into said fixation. The goggles (20) are dimensioned in such a manner that they are positioned in front of the eyes of the helmet wearer once the helmet (10) is worn or they can be positioned by displacing the side pieces (22) inserted into the fixations (24). The goggles are used as a visual aid and/or eye protection.

Inventors:
Kneffel, Werner (Jägersruh 1, Braunschweig, 38126, DE)
Application Number:
PCT/DE2006/000272
Publication Date:
August 24, 2006
Filing Date:
February 15, 2006
Export Citation:
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Assignee:
Kneffel, Werner (Jägersruh 1, Braunschweig, 38126, DE)
International Classes:
A42B3/22; A42B3/18
Attorney, Agent or Firm:
Thömen, Uwe (Zeppelinstrasse 5, Hannover, 30175, DE)
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Claims:
P a t e n t a n s p r ü c h e
1. Helm (10), insbesondere Motorradhelm, mit einer äußeren Helmschale (12) und einem darin angeordneten Helmpolster (14), wobei die Seitenflächen (16) des Helms (10) derart ausgebildet sind, dass sie die Ohren eines Helmträgers überdecken, und die Frontfläche des Helms (10) eine Sichtöffnung (18) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Helm (10) eine Brille (20) mit zwei Bügeln (22) umfasst, und dass im Bereich der die Ohren des Helmträgers überdeckenden Seitenflächen (16) des Helms (10) jeweils eine zwischen der Helmschale (12) und dem Helmpolster (14) angeordnete Halterung (24) vorgesehen ist, in die jeweils ein Bügel (22) der Brille (20) mit seinem freien Ende (26) verschiebbar eingesteckt ist, wobei die Brille (20) derart dimensioniert ist, dass sie nach dem Aufsetzen des Helms (10) vor den Augen des Helmträgers positioniert oder durch Verschieben der in den Halterungen (24) eingesteckten Bügel (22) positionierbar ist, um so als Sehhilfe und/oder als Augenschutz zu dienen.
2. Helm (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (24) an der linken und rechten Seite der Sichtöffnung (18) angeordnet ist.
3. Helm (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Brille (20) ein oder vorzugsweise zwei Brillengläser (28) umfasst, wobei die Brillengläser (28) vorzugsweise aus Kunststoff bestehen und als Sehhilfe und/oder als Augenschutz, insbesondere als Schutz vor unangenehmen oder schädlichen Auswirkungen des Sonnenlichts, ausgebildet sind.
4. Helm (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das die Bügel (22) umfassende Gestell der Brille (20) aus einem hitzeverformbaren, biegsamen, nicht brüchigen, splitterungssicheren und stabilen Kunststoff, vorzugsweise aus Polycarbonat, besteht.
5. Helm (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Bügel (22) im Wesentlichen geradlinig ausgebildet sind.
6. Helm (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Bügel (22) im Bereich ihrer in die Halterungen (24) verschiebbar eingesteckten Enden (26) und die Halterungen (24) derart ausgebildet sind, dass die Enden (26) der Bügel (22) in Längsrichtung in vorgegebenen Positionen einrasten.
7. Helm (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Bügel (22) an ihrer Ober und Unterseite eine Rasterung (30), insbesondere in Form von Zähnen (32) aufweisen, in deren Zwischenräume (34) ein Einrastmittel (36) der Halterung (24) von oben und/oder von unten eingreifen bzw. einrasten kann.
8. Helm (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Brillenbügel (22) derart ausgebildet sind, dass sie sich zunächst in der durch die Brillengläser (28) aufgespannten Ebene erstrecken und dann eine Biegung (38) zu den Halterungen (24) hin erfahren.
9. Helm (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (24) aus Kunststoff besteht und/oder vorzugsweise nach Art einer Tasche ausgebildet ist, in die das Ende des Bügels (22) einsteckbar ist.
10. Helm (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die zwischen der Helmschale (12) und dem Helmpolster (14) angeordnete Halterung (24) durch eine Klettverbindung am Helmpolster (14) oder durch Einkleben befestigt ist.
11. Helm (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (24) mit wenigstens einer Klebeschicht versehen ist, die von einer antiadhäsiven Folie oder einer vergleichbaren Abdeckung abgedeckt ist.
12. Helm (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (24) derart flach ausgebildet ist, dass sie zwischen Helmschale (12) und Helmpolster (14) positionierbar ist, wenn das Helmpolster (14) zur Bildung eines Spalts zwischen Helmschale (12) und Helmpolster (14), vorzugsweise mittels eines Werkzeugs von der Helmschale (12) weg bzw. zusammengedrückt wird.
13. Helm (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (24) ein Drehgelenk aufweist, durch dass die in die Halterung (24) eingesteckte Brille (20) nach oben oder unten bewegbar ist, wobei das Drehgelenk vorzugsweise derart ausgebildet ist, dass es in vorgegebenen Positionen innerhalb der Halterung (24) einrastet.
14. Helm (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterungen (24) und die Enden (26) der Bügel (22) derart ausgebildet sind, dass die Enden (26) aus den Halterungen (24) zur Reinigung oder zum Austausch der Brille (20) herausziehbar sind.
Description:
Helm

Die Erfindung betrifft einen Helm, insbesondere einen Motorradhelm, mit einer äußeren Helmschale und einem darin angeordneten Helmpolster, wobei die Seitenflächen des Helms derart ausgebildet sind, dass sie die Ohren eines Helmträgers überdecken, und wobei die Frontfläche des Helms eine Sichtöffnung aufweist.

Derartige Helme sind in diversen Ausführungen bekannt.

Motorradhelme oder auch Sturz- bzw. Schutzhelme, die den Kopf des Helmträgers vor lebensbedrohlichen Verletzungen schützen, können grob in Integralhelme, Klapphelme, Enduro-Helme, Jethelme und Halbschalenhelme unterteilt werden.

Darüber hinaus wird aber auch für viele Sportarten das Tragen eines Sporthelmes empfohlen. Derartige Helme sind beispielsweise aus dem Ski- und Snowboardsport bekannt.

Häufig weisen die genannten Helme auch noch eine die Sichtöffnung abdeckende hochklappbare transparente Visierscheibe auf.

Die genannten Helme sind für Brillenträger wenig geeignet. Vor dem Aufsetzen des Helmes ist es üblicherweise erforderlich, die Brille zunächst abzusetzen, um sie dann nach dem Aufsetzen des Helmes durch die Sichtöffnung hindurch aufzusetzen, wobei die Bügel der Brille umständlich zwischen Helmpolster und Kopf geschoben werden müssen. Da das Helmpolster dicht am Kopf anliegt, rutschen die eingeschobenen Bügel nicht wie gewünscht auf bzw. hinter die Ohren. Dadurch erhält die Brille üblicherweise einen schiefen Sitz. Das Korrigieren des Brillensitzes ist umständlich, nervig und erfordert viel Zeit. Aber auch während des Gebrauchs des Helms, insbesondere beim Motorradfahren, kann die Brille verrutschen, wenn der Helmträger den Kopf dreht, um beispielsweise nach links oder rechts zu schauen, und der Helm diese Drehung nicht mitmacht, weil der Helm beispielsweise bei der Drehung an der Schulter

des Helmträgers hängen bleibt. Hier ist ebenfalls ein umständliches manuelles Korrigieren des Brillensitzes erforderlich.

Andere Helme, insbesondere Klapphelme, sollen so ausgebildet sein, dass der Helmträger seine Brille beim Aufsetzen des Helms auflassen kann. In der Praxis ist es aber überwiegend so, dass die Brillenbügel beim Aufsetzen des Helms durch das dicht am Kopf anliegende Helmpolster von den Ohren gezogen werden. Auch hier muss der Brillen- und Helmträger den Brillensitz anschließend korrigieren. Es ist bekannt, dass Helmträger dieses Problem dadurch zu lösen versuchen, dass sie den Helm an seinen Seitenflächen beim Aufsetzen auseinanderdrücken. Hierbei wird der Helm jedoch nachteilig unsachgemäß beansprucht. Auch das Problem, dass die Brille während des Helmgebrauchs verrutschen kann, tritt bei diesem Helmtyp auf.

Diverse Brillenträger beklagen sich außerdem darüber, dass sie bei längerem Gebrauch der Helme Kopfschmerzen bekommen. Dies ist möglicherweise darauf zurückzuführen, dass der Helm die Brillenbügel permanent an den Kopf des Helmträgers drückt.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen für Brillenträger geeigneten Helm der eingangs genannten Art, insbesondere einen Motorradhelm, zu entwickeln, der insbesondere die zuvor genannten Nachteile nicht mehr aufweist.

Diese Aufgabe wird bei einem Helm nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Weiterbildungen und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Erfindungsgemäß umfasst der Helm eine Brille mit zwei Bügeln, wobei die Brille als Sehhilfe und/oder als Augenschutz dient. Im Bereich der die Ohren des Helmträgers überdeckenden Seitenflächen des Helms ist erfindungsgemäß jeweils eine zwischen der Helmschale und dem Helmpolster angeordnete Halterung vorgesehen, in die jeweils ein Bügel der Brille mit seinem freien Ende verschiebbar eingesteckt ist, wobei

die Brille derart dimensioniert ist, dass sie nach dem Aufsetzen des Helms vor den Augen des Helmträgers positioniert oder durch Verschieben der in den Halterungen eingesteckten Bügel positionierbar ist, um so als Sehhilfe und/oder als Augenschutz zu dienen.

Durch einen derart erfindungsgemäß ausgebildeten Helm wird erreicht, dass der Helm samt Brille besonders einfach auf- und wieder abgesetzt werden kann, ohne dass ein Verrutschen der Brille zu befürchten ist. Die Brille verbleibt hierbei erfindungsgemäß im Helm. Die Brille selbst ist an die Dimensionen, insbesondere an die Breite des Helms angepasst und ist entsprechend ein Teil des Helmes.

Die im Helm angeordnete Brille ist erfindungsgemäß so positioniert, dass sie sich beim Aufsetzen des Helms vor den Augen des Helmträgers befindet. In einigen Fällen kann es jedoch erforderlich sein, dass die Brille näher an den Augen oder weiter weg von den Augen platziert werden muss. Zu diesem Zweck ist vorgesehen, dass die Bügel der Brille in den Halterungen verschiebbar sind. Hat der Helmträger jedoch die Brille einmal so platziert, wie es für ihn angenehm ist, besteht üblicherweise kein Erfordernis mehr, die Brille zu verschieben. Der Helm kann dann mit dieser eingestellten Position der Brille auf- und wieder abgesetzt werden.

Dadurch, dass sich die Bügel der Brille zwischen Helmschale und Helmpolster in den Halterungen befinden, wird erreicht, dass der Kopf des Helmträgers beim Auf- und Absetzen des Helms nicht mehr mit den Bügeln in Kontakt kommen kann. Dadurch wird ein Verrutschen der Brille auch während des Helmgebrauchs sicher verhindert. Darüber hinaus wird das Verletzungsrisiko bei einem Unfall stark verringert, da die Brillenbügel nicht mehr direkt am Kopf anliegen und mithin bei einem Sturz nicht mehr direkt auf den Kopf gedrückt werden.

Eine Weiterbildung sieht vor, dass die Halterung an der linken und rechten Seite der Sichtöffnung angeordnet ist. Bei Helmen, die eine die Sichtöffnung abdeckende hochklappbare transparente Visierscheibe und/oder eine im Innern der Helmschale an

Schwenkhalterungen, auf beiden Seiten der Sichtöffnung gelagerte und von der Helmaußenseite aus betätigbare Sonnenblendscheibe aufweisen, sind die erfindungsgemäßen Halterungen zusätzlich zu den bereits vorhandenen Halterungen der Scheiben zwischen der Helmschale und dem Helmpolster angeordnet.

Weiterhin ist vorgesehen, dass die Brille ein oder vorzugsweise zwei Brillengläser um- fasst, wobei die Brillengläser vorzugsweise aus Kunststoff bestehen und als Sehhilfe und/oder als Augenschutz, insbesondere als Schutz vor unangenehmen oder schädlichen Auswirkungen des Sonnenlichts, ausgebildet sind.

Die Brillengläser und Brillengestelle können somit im Wesentlichen im Design bekannter Brillen gestaltet sein und zeichnen sich insbesondere dadurch aus, dass sie sich nicht über die Breite der Sichtöffnung des Helms erstrecken. Dadurch, dass die Brillengläser vorzugsweise aus Kunststoff gefertigt sind, wird erreicht, dass die Brille ein geringes Gewicht aufweist und die Verletzungsgefahr infolge der sonst bei einem Unfall umher fliegender Glassplitter verringert wird.

Vorzugsweise dienen die Brillengläser als Sehhilfe. Sie können allerdings auch als Sonnenschutz ausgebildet sein.

Das auch die Bügel umfassende Gestell der Brille besteht vorzugsweise aus einem hitzeverformbaren, biegsamen, nicht brüchigen, splitterungssicheren und stabilen Kunststoff, besonders bevorzugt aus Polycarbonat.

Ein derartiges Gestell besitzt vorteilhaft nur ein geringes Gewicht und ist besonders kostengünstig herstellbar. Darüber hinaus ist das Verletzungsrisiko bei einem derart ausgebildeten Brillengestell außerordentlich gering.

Die Bügel sind vorzugsweise im Wesentlichen geradlinig ausgebildet. Dadurch lassen sich die Bügel besonders einfach in die Halterung einstecken und aus dieser entfernen.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Bügel im Bereich ihrer in die Halterungen verschiebbar eingesteckten Enden und die Halterungen selbst derart ausgebildet sind, dass die Enden der Bügel in Längsrichtung in vorgegebenen Positionen in der Halterung einrasten.

Dadurch wird erreicht, dass die Brille nicht aus der Halterung fällt, wenn der Helm entsprechend geneigt ist. Außerdem lässt sich die Brille für den Helmträger passend einmal einstellen und in dieser vorgegebenen Position durch die Rasterverbindung feststellen, ohne dass der Helmträger beim Aufsetzen des Helms befürchten muss, dass sich die Brille verschoben hat.

Vorzugsweise weisen die Bügel an ihrer Ober- und Unterseite eine Rasterung, insbesondere in Form von Zähnen auf, in deren Zwischenräume ein Einrastmittel der Halterung von oben und/oder von unten eingreifen bzw. einrasten kann. Selbstverständlich können die Zähne auch an der Innenseite und/oder Außenseite des Bügels sein. Die erste Variante hat sich aber als besonders vorteilhaft herausgestellt, weil dadurch die Halterung besonders flach ausgebildet werden kann. Darüber hinaus hat sich als vorteilhaft herausgestellt, dass für die linke und rechte Seite des Helms nur eine Art von Halterung verwendet werden braucht, wenn die Halterung nur ein Einrastmittel aufweist und die Bügel sowohl auf ihrer Ober- als auch auf ihrer Unterseite mit Zähnen versehen sind. Wenn das Einrastmittel auf der einen Seite des Helms von oben eingreift, rastet es auf der anderen Seite des Helms von unten ein. Die Halterung ist also nur um 180° gedreht.

Weiterhin ist vorgesehen, dass die Brillenbügel derart ausgebildet sind, dass sie sich zunächst in der durch die Brillengläser aufgespannten Ebene erstrecken und dann eine Biegung zu den Halterungen hin erfahren. Die Biegung kann hierbei als Scharnier ausgebildet sein, so dass sich die Brille im aus dem Helm herausgenommenen Zustand leicht zusammenklappen oder -falten lässt. Durch die Biegung wird verhin-

dert, dass die Belastung des Materials und damit die Gefahr einer Beschädigung zu groß werden.

Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung besteht die Halterung aus Kunststoff und/oder ist vorzugsweise nach Art einer Tasche ausgebildet, in die das Ende des Bügels einsteckbar ist. Eine aus Kunststoff bestehende Halterung hat vorteilhaft nur ein sehr geringes Gewicht und ist kostengünstig herstellbar.

Unter Taschenform wird vorzugsweise ein rohrförmiger Gegenstand verstanden, in den der Brillenbügel verschiebbar eingesteckt ist. Der rohrförmige Gegenstand kann hierbei im Querschnitt rund, ovalförmig oder vorzugsweise rechteckig sein. Entsprechend können auch die Brillenbügel im Querschnitt rund, ovalförmig oder vorzugsweise rechteckig sein. Es hat sich herausgestellt, dass die rechteckige Form ohne großen Aufwand sehr stabil gehaltert werden kann.

Die Seitenwand bzw. Seitenwände müssen hierbei auch nicht vollflächig ausgebildet sein. Es reicht, wenn die Seitenwände derart ausgebildet sind, dass sie den Brillenbügel sicher halten. Hierzu kann es ausreichen, wenn die Seitenwände lediglich ein Gerüst aus C-förmigen, L-förmigen, O-förmigen und/oder U-förmigen Verstrebungen bilden, die sich in ihrer Ausrichtung abwechseln können. Dadurch wird erreicht, dass die Brillenbügel auch bei Erschütterungen sicher gehalten werden.

Weiterhin ist vorgesehen, dass die zwischen der Helmschale und dem Helmpolster angeordnete Halterung durch eine Klettverbindung am Helmpolster oder durch Einkleben befestigt ist. Vorzugsweise ist die Halterung derart ausgebildet, dass sie in die bekannten Helme nachträglich einbaubar ist. Dazu ist die Halterung erfindungsgemäß derart flach ausgebildet, dass sie einfach zwischen Helmschale und Helmpolster positionierbar ist, wenn das Helmpolster zur Bildung eines Spalts zwischen Helmschale und Helmpolster mittels eines Werkzeugs von der Helmschale weg- bzw. zusammengedrückt wird. Nach dem Einfügen der Halterung und dem Entfernen des Werkzeugs, entspannt sich das Helmpolster wieder und drückt die Halterung fest gegen die Helm-

schale. Es hat sich als überraschend herausgestellt, dass bei diversen Helmen nach dem Stand der Technik ein Verkleben bzw. ein Verbinden mittels Klettverbindung nicht mehr erforderlich ist. Für den Fall, dass trotzdem ein Verkleben erforderlich sein sollte, hat sich als beste Lösung für die einwandfreie Fixierung der Halterung herausgestellt, die Halterung mit wenigstens einer Klebeschicht zu versehen, die mittels einer anti-adhäsiven Folie oder einer vergleichbaren Abdeckung versehen ist. Nach dem Einfügen der Halterung und dem Entfernen des Werkzeugs sollte der Helm zunächst aufgesetzt werden, um die Position der Haltungen einzustellen. Dazu sind die Brillenbügel in die Halterungen einzufügen und die Halterungen durch Druck auf die Brillenbügel derart zu verschieben, dass die Brille die für den Helmträger passende Position einnimmt. Noch im aufgesetzten Zustand des Helms ist die anti-adhäsive Folie oder die vergleichbare Abdeckung von der Klebeschicht zu entfernen, in dem die Folie oder Abdeckung aus dem Zwischenraum zwischen Helmschale und Halterung und/oder Helmpolsterung und Halterung gezogen wird.

Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist die Halterung ein Drehgelenk auf, durch das die in die Halterung eingesteckte Brille nach oben oder unten bewegbar ist, wobei das Drehgelenk vorzugsweise derart ausgebildet ist, dass es in vorgegebenen Positionen innerhalb der Halterung einrastet. Dadurch wird erreicht, dass die Brille individuell auf den Helmträger einstellbar ist.

Ferner ist vorgesehen, dass die Halterungen und die Enden der Bügel derart ausgebildet sind, dass die Enden aus den Halterungen der Brille herausziehbar sind.

Dadurch wird erreicht, dass die Brille zur Reinigung besser zugänglich ist. Außerdem lässt sich die Brille auch besonders einfach auswechseln, wenn der Helmträger beispielsweise eine Brille mit neuen Brillengläsern, die eine andere Dioptrie als die vorherigen aufweisen, benötigt. Darüber hinaus lässt sich die Brille auch leicht aus dem Helm entfernen, wenn sich beispielsweise Brillenträger und Nicht-Brillenträger einen Helm teilen.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels erläutert, das in der Zeichnung dargestellt ist. In dieser zeigen

Fig. 1 eine perspektivische schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Helms mit Brille mit noch nicht vollständig zwischen Helmschale und Helmpolster positionierten Halterungen,

Fig. 2 eine perspektivische schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Helms mit Brille mit vollständig zwischen Helmschale und Helmpolster positionierten Halterungen,

Fig. 3 eine schematische Seitenansicht des erfindungsgemäßen

Helms,

Fig. 4 eine perspektivische schematische Darstellung der im erfindungsgemäßen Helm angeordneten Brille mit Halterungen in Außenansicht,

Fig. 5 eine perspektivische schematische Darstellung der im erfindungsgemäßen Helm angeordneten Brille mit Halterungen in Innenansicht,

Fig. 6 eine perspektivische schematische Darstellung eines Bügels der im erfindungsgemäßen Helm angeordneten Brille,

Fig. 7 eine perspektivische schematische Darstellung einer Halterung des erfindungsgemäßen Helms und

Fig. 8 eine perspektivische schematische Darstellung einer Halterung mit freiem Ende eines Bügels der im erfindungsgemäßen Helm angeordneten Brille.

Fig. 1 zeigt eine perspektivische schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Helms 10 mit Brille 20 mit noch nicht vollständig zwischen Helmschale 12 und Helmpolster 14 positionierten Halterungen 24.

Der Helm 10 umfasst eine äußere Helmschale 12 und ein darin angeordnetes Helmpolster 14. Die Seitenflächen 16 des Helms 10 sind derart ausgebildet, dass sie die Ohren eines hier nicht dargestellten Helmträgers überdecken. Die Frontfläche des Helms 10 weist eine Sichtöffnung 18 auf.

Erfindungsgemäß umfasst der Helm 10 eine Brille 20 mit zwei Bügeln 22. Im Bereich der die Ohren des Helmträgers überdeckenden Seitenflächen 16 des Helms 10 ist jeweils eine zwischen der Helmschale 12 und dem Helmpolster 14 angeordnete Halte- rung 24 vorgesehen. Die Halterungen 24 sind hierbei an der linken und rechten Seite der Sichtöffnung 18 angeordnet und in der vorliegenden Fig. 1 der besseren Darstellbarkeit wegen noch nicht vollständig zwischen Helmschale 12 und Helmpolster 14 positioniert.

Jeweils ein Bügel 22 der Brille 20 ist mit seinem freien Ende 26 in der Halterung 24 verschiebbar eingesteckt, wobei die Brille 20 derart dimensioniert ist, dass sie nach dem Aufsetzen des Helms 10 vor den Augen des Helmträgers positioniert oder durch Verschieben der in den Halterungen 24 eingesteckten Bügel 22 positionierbar ist, um so als Sehhilfe und/oder als Augenschutz zu dienen.

Vorliegend handelt es sich bei der Brille 20 um eine Sehhilfe, die entsprechend zwei Brillengläser 28 umfasst.

Die Brillenbügel 22 sind derart ausgebildet, dass sie sich zunächst in der durch die Brillengläser 28 aufgespannten Ebene erstrecken und dann eine Biegung 38 zu den Halterungen 24 hin erfahren.

In Fig. 2 ist der erfindungsgemäße Helm 10 mit Brille 20 mit vollständig zwischen Helmschale 12 und Helmpolster 14 positionierten Halterungen 24 schematisch dargestellt. Zwecks Vermeidung von Wiederholungen wird auf die Beschreibung zu Fig. 1 verwiesen, wobei gleiche Bezugsziffern gleiche Bauteile benennen. Der in Fig. 2 dargestellte Helm 10 unterscheidet sich von dem in Fig. 1 dargestellten Helm 10 dadurch, dass die Halterungen 24 nunmehr vollständig zwischen Helmschale 12 und Helmpolster 14 positioniert sind.

Fig. 3 zeigt den erfindungsgemäßen Helm 10 aus Fig. 2 in schematischer Seitenansicht. Zwecks Vermeidung von Wiederholungen kann zur Beschreibung des Helms wieder auf die Beschreibung zu Fig. 1 verwiesen werden, wobei gleiche Bezugsziffern gleiche Bauteile benennen. In der vorliegenden Seitenansicht ist deutlich zu erkennen, dass die Brille 20 mit ihren Bügeln 22 - wie bei Brillenträgern üblich - nah an die Augen des hier nicht dargestellten Helmträgers durch Verschieben der in den Halterungen eingesteckten Bügel 22 positioniert werden kann. Die Brille 20 befindet sich somit erfindungsgemäß nicht auf der Höhe des sonst üblichen, die Sichtöffnung verdeckenden Visiers bzw. der häufig darunter angeordneten Sonnenblende.

In Fig. 4 ist die im erfindungsgemäßen Helm 10 angeordnete Brille 20 mit Halterungen 24 in Außenansicht schematisch dargestellt.

Die Brille 20 umfasst zwei Bügel 22, wobei jeder Bügel 22 mit seinem freien Ende 26 in eine Halterung 24 verschiebbar eingesteckt ist. Die Brille 20 besitzt weiterhin zwei Brillengläser 28, die aus Kunststoff bestehen und als Sehhilfe ausgebildet sind. Die Brillengläser sind über einen an sich bekannten Steg 40 mit Nasenauflage 42 miteinander verbunden. Der Steg 40 kann selbstverständlich in verschiedenen Ausführungen ausgestaltet sein und insbesondere ein Scharnier aufweisen, durch das die Brille 20 zusammenklapp- bzw. -faltbar ist.

Die Bügel 22 sind im Bereich ihrer in die Halterungen 24 verschiebbar eingesteckten Enden 26 und die Halterungen 24 selbst derart ausgebildet, dass die Enden 26 der

Bügel 22 in Längsrichtung in vorgegebenen Positionen einrasten. Hierzu weisen die Bügel 22 an ihrer Ober- und Unterseite eine Rasterung 30 in Form von Zähnen 32 auf, in deren Zwischenräume 34 ein Einrastmittel 36 der Halterung 24 von oben oder von unten eingreift bzw. einrastet.

Die Brillenbügel 22 sind derart ausgebildet, dass sie sich zunächst in der durch die Brillengläser 28 aufgespannten Ebene erstrecken und dann eine Biegung 38 zu den Halterungen 24 hin erfahren.

Fig. 5 zeigt eine perspektivische schematische Darstellung der im erfindungsgemäßen Helm 10 angeordneten Brille 20 mit Halterungen 24 in Innenansicht. Zwecks Vermeidung von Wiederholungen wird zur Beschreibung der Brille auf die obigen Ausführungen zu Fig. 4 verwiesen, wobei gleiche Bezugsziffern gleiche Bauteile benennen.

In Fig. 6 ist ein Bügel 22 der im erfindungsgemäßen Helm 10 angeordneten Brille 20 schematisch dargestellt, welcher mit seinem freien Ende 26 verschiebbar in eine hier nicht dargestellte Halterung 24 einsteckbar ist.

Der Bügel 22 besteht aus einem hitzeverformbaren, biegsamen, nicht brüchigen, split- terungssicheren und stabilen Kunststoff, vorzugsweise aus Polycarbonat, und ist im Wesentlichen geradlinig ausgebildet.

Der Bügel 22 weist an seiner Ober- und Unterseite eine Rasterung 30 in Form von Zähnen 32 auf, in deren Zwischenräume 34 das hier nicht dargestellte Einrastmittel der Halterung von oben oder von unten eingreifen bzw. einrasten kann.

Fig. 7 zeigt eine perspektivische schematische Darstellung einer Halterung 24 des erfindungsgemäßen Helms 10.

Die Halterung 24 ist derart ausgebildet, dass der Bügel einer Brille mit seinem freien Ende in die Halterung 24 verschiebbar einsteckbar ist und hierbei in Längsrichtung in

vorgegebenen Positionen einrastet. Die Halterung 24 ist hierbei so flach ausgebildet, dass sie zwischen Helmschale und Helmpolster eines hier nicht dargestellten Helmes positionierbar ist, wenn das Helmpolster zur Bildung eines Spalts zwischen Helmschale und Helmpolster mittels eines Werkzeugs von der Helmschale weg- bzw. zusammengedrückt wird.

Die Halterung 24 besteht aus Kunststoff und ist nach Art einer Tasche ausgebildet, in die das Ende des Brillenbügels einsteckbar ist.

Vorliegend ist die Tasche als rohrförmiger Gegenstand ausgebildet, der im Querschnitt rechteckig ist. Die Seitenwände des rohrförmigen Gegenstands sind hierbei jedoch nicht vollflächig ausgebildet, sondern sind derart ausgebildet, dass sie den Brillenbügel sicher halten. Hierzu wird der rohrförmige Gegenstand aus einer Seitenwand gebildet, von der aus sich im Querschnitt L-förmige Verstrebungen erstrecken, die dann quasi Teile der übrigen Seitenwände bilden und den eingesteckten Bügel umgreifen.

Darüber hinaus weist die Halterung noch ein Einrastmittel 36 auf, das in die Vertiefungen eines auf dem Brillenbügel angeordneten Rasters eingreift und den Bügel so an einer zu leichten Verschiebbarkeit innerhalb der Halterung 24 hindert.

In Fig. 8 ist eine Halterung 24 mit freiem Ende 26 eines Bügels 22 der im erfindungsgemäßen Helm 10 angeordneten Brille 24. Zwecks Vermeidung von Wiederholungen wird zur Beschreibung des Bügels und der Haltungen auf die obigen Ausführungen zu Fig. 6 und Fig. 7 verwiesen, wobei gleiche Bezugsziffern gleiche Bauteile benennen.

In der vorliegenden Fig. ist deutlich zu erkennen, wie das Einrastmittel 36 der Halterung 24 in die Vertiefungen 34 bzw. in die Zwischenräume 34 der Zähne 32 des Rasters 30 eingreift. Fig. 8 verdeutlicht außerdem die Verschiebbarkeit des Bügels 22 innerhalb der Halterung 24.

Bezugszeichenliste

(ist Bestandteil der Beschreibung)

10 Helm

12 Helmschale

14 Helmpolster

16 Seitenflächen des Helms

18 Sichtöffnung

20 Brille

22 Bügel

24 Halterung

26 freies Ende des Bügels 22

28 Brillenglas

30 Rasterung

32 Zähne

34 Zwischenraum

36 Einrastmittel

38 Biegung

40 Steg

42 Nasenauflage